Ausgabe 
27.4.1922
 
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tnemberat beschloß. neue Verhandlungen mit dein Acberlandwett aufzunehmen. Die Ver­gütung für die Lcichenfuhren wurde vom 1. April ab auf 40 Mi. erhöht. Für die Be - schaffung von Kartoffeln wurde eine Anleihe von 500 000 Mi. genehmigt Eine Summe von 80 000 Mk. soll aus verschiedenen Spenden bereitgestellt werden zur Abschrei­bung von Kartoffelschulden von Minder- bemittelten.

' Ma i n z, 26. Apttl Schwerer Unfall. Ein 62jätrtgci Bäckermeister aus Mommenheim fuhr gestern mittag gegen 1 Uhr von Wiesbaden mit der Straßenbahn hierher. An derBrüden- rampe flog ihm plötzlich sein Hut vom Kops, er sprang von dem sahrenden Wagen ab, stürzte gegen einen Mast und geriet hierbei unter den Straßenbahnwagen. MU Hilfe anderer Personen wurde er unter dem Wagen hervvrgezogen. Dem Unglücklichen war das rechte Dein unterhalb des Knies abgefahren.

wd. WormS, 26. April. Fe st genom­men wurde ein 22jähriger Arbeiter aus Strebni in Polen. Er hatte sich anfangs April d. Is. in der Uniform eines amerikanischen Soldaten in hiesiger Stadt Herumgetrieben und bei seinen Logis- leuten unter erschwerenden Umstünden eine silberne Uhr gestohlen. Außerdem hatte er ein Fahrrad im Werte von 3000 Mk. unter­schlagen.

Hreis Wetzlar.

spd. Wetzlar. 26. April. Infolge eines Kuppelungsbruches der Seilbahn nach dem Kalk­steinwerke Dalheim stürzten die Wagen aus er­heblicher Höhe ab. Auf dem Fabrikgelände der Firma VuderuS & Röchling sauste ein Wagen in die Tiefe und begrub zwei Arbeiter unter f i ch, die getötet wurden. Beide Der- ungludte waren verheiratet.

Hessen-Nassau.

Die Folgen einer unsinnigen Wette.

fpd. Bad Homburg v. d. H., 26. April. Der 19jährige Gelegenheitsarbeiter Alsred Diemer verpflichtete fich infolge einer Wette, ein halbes Liter Schnaps in einem Zuge auszutrinken. DaS tat er auch, sank aber darauf tot zu Boden.

*

ra. Biedenkopf, 24. April. Der Kreis beteiligt sich an der für den Kreis Biedenkopf gegründeten gemeinnützigen Bau­genossenschaft, die sich die Schaffung von gesunden Kleinwohnungen für die minder­bemittelten Schichten der Bevölkerung durch Bauen von MietS- und Srwerbshäusern und durch Förderung des Eigenhandbaues zum Ziele gesteckt hat, mit Geschäftsantei­le n im Gesamtbettage von zunächst 250 000 Mark. Die Summe wird den Ueberschüssen des Kreiswirtschaftsamtes entnommen, sobald sie verfügbar ist.

M e I f u n gen, 26 April. (Sine unan­genehme Aeberra schung bereitete einem hiesigen Wirt ein Paar, das bei ihm übernachtete. Zeche und Quartier hatten die beiden im Voraus bezahlt und schienen einen soliden Eindruck zu machen. Wie groß war aber der Schrecken des Gastwirts, als er am Morgen nach vergeblichem Warten gegen 10 ilbr ba£ Zimmer öffnete und fand, bah bie Dettwäscheabgezogen war und auch zwei Fenstergardinen, mehrere Deden, Ti schlau fer usw. (im Werte von mehreren Tausend Mark) verschwunden waren. Das saubere Paar batte in der Frühe das Haus verlassen und ist, wie sestgestellt werden tonnte, mit dem ersten Zuge nach Kasiel abgebampft.

Lchlichtungsansschusi der Provinz Oberhesicn.

Sitzung vom 2 5. April 1 922.

Die Grunewaldsche Ziegelei in Alsseld soll vom 20. April 1922 an den Ma­schinenarbeitern über 19 Hahren 12 Mk. und den übrigen Arbeitern über 19 Jahren 10,90 Mk. Stundenlohn zahlen.

Für den Betrieb des Maurermeisters Karl Wehendorf in Schlitz wurden ib 30. März 1922 die Lohnsätze für maßgebend erklärt, die vorn Deutschen Dauarbeiterverband, Bezirk Fulda und den übrigen Arbeitgebern des Baugewerbes in Schlitz festgesetzt worden sind (Spihenlohn 15,20 Mk.). Wegen unentschuldigten Ausbleibens wurden gegen Mehendorf 50 Mk. Geldstrafe erkannt.

Dem Wiebereinstellungsantrag zweier Ge­sellen des Weihbmdermeisters Hch. Weitzel in Lauterbach konnte nicht stattgegeben wer­den, ebenso nicht dem Weiterbeschäftigungs- antrag zweier Arbeiter der Stadt ©rünberg, deren Arbeit zu Ende war.

Beim Bersorgungsamt Gietzen waren zwei Arbeiterkündigungen nötig geworden durch Aufhören der Ofenheizung und um Stellen frei zu machen für .Unterbeamte. Die in dem einen Fall vom Dettiebsrat versagte Zustim­mung zur Kündigung gegenüber einem Detriebs- ratsmitglied wurde gemäß § 97 des Betriebs-' rätegesehes vom Schlichtungsausschuß ersetzt. Auch dem Weiterbeschäftigungsantrag des zweiten Arbeiters konnte nicht entsprochen werden.

Kirche und Schule.

Der 1. Mai in den preußischen Schulen.

Berlin 26. April. iWvlsf.) Wie der amt­liche »Preußische PressÄÜenst" mitteilt, ist an den preuhischenSchulenam 1. Mai grund­sätzlich Unterricht zu Halten, da dieser Tag in Preußen kein gesetzlicher Feiertag ist. Bezüglich der Befreiung von Lehrern und Lehrer­innen vom Dienst am 1. Mai gelten nach dem Beschluß des Reichskabinetts die für Beamte getroffenen Bestimmungen. Gesuchen von Eltern auf Befreiung der Kinder vom Unterricht ist zu entsprechen.

*

rr. Schlitz, 25. April. Der bisherige ver­dienstvolle Vorsitzende des Schlitzerländer Lehrer Vereins, Lehrer W e g e l. legte dies Amt nieder, an seiner Stelle wurde Lehrer Fi­scher- Frau-Rombach mit der Leitung des Ver­eins betraut. An der biefigen Höheren Bürgerschule wurden 21 neu aus­

genommen. Zu dem bisherigen Lehrerkollegium trat als neues Mitglied Schulverwalter Wilhelm G i e r h a r b t von hier.

ch. Münzender g, 25. April. Gestern wurde hier der jüngste schulpflichtige Jahrgang in die Volksschule ausgenom­men, und zwar 8 Knaben und 5 Mädchen. Mit

dieser für unsere nahezu 1000 Seelen um­fassenden Gemeinde sehr geringen Zahl tritt der während der KriegSjahre erfolgte G c » burtenrückgang innerhalb der Schule zum erstenmal deutlich in die Erscheinung. Am vergangenen Sonntag nachmittag wurde in be­sonderem Gottesdienst, zu dem die Kleinen, mit Frühlingsblumen geschmückt, erschienen waren, im Beisein der Eltern und Angehörigen der Kinder sowie einer zahlreichen Gemeinde des Beginns des neuen wichtigen Lebensabschnit­tes für diese Kinder gedacht. Mitglieder des evangelischen Mädchenvereins halfen durch Ehorgesang diese Feier verschönern.

(Siebener Stadttheater.

Gastspiel des Elsässischen Theaters. Gustave Stoskopf: D' Pariser Reis'. Volkstümliches volkstümlich geboten das ist die Formel, aas bie man am heften ben ge­strigen Abend bringt. Vicht der scharfe, ver­letzende Witz des Franzosen, sondern der ver­söhnende, gutmütige Humor des Deutschen spricht aus jeder Szene dieses Schwankes, den ein El­sässer für seine Landsleute schrieb. Man brauchte ]o mir zu hören, wie herzlich gestern die Zu­hörer lachten, um ermessen zu können, was diesen Vertricbenen aus den Veichslanden eine solche Vorstellung bedeutet, und welch« vaterländische Arbeit die Mitglieder des Elsässischen Theaters in selbstlosester Weise leisten. Das ist Propa- ganba für das elsaß-lothringische deutsche Volks­tum, wie man sie sich nicht besser denken kann Unsere besten Wünsche begleiten bas Theater auf seine weiteren Gastspielreisen! es arbeitet für bie deutsche Sache.

Die Darsteller sämtlich Liebhaber, keine Be- rufsschaufpieler verdienen alle uneingeschränk­tes Lod. Besonders gelungene Typen boten Ar­tuhr Mayer Hose r. ein köstlicher Weinhändler und Ergänzungsrichter, Vicolaus De der, der überfchlaue Wirt von Dchnokepeterbach, und Hrr- mine Kramer als Madame Schosephin: doch ist auch bei allen anderen nicht nur guter Will», sondern auch schönstes Gelingen feftzufteilen.

Handel.

Berlin, 26. April. Börsen st im- mungSbilb. Die schon gestern nachmittag begonnene scharfe Steigerung der Devisenkurse fand im VvrmittaaSverkehr unverminderte Fortsetzung. Der Dollar stteg bis 292. Hier- durch wurde eine lebhafte Kauflust für Zn- dusttiewerte hervorgerufen, die namentlich am Montanmarkte bedeutende Kurssteigerungen bewirkte, zum Teil um 100 und mehr Prozent, wie für Essener Steinkohlen, Kattowiycr, Köln, Veuenessener, Laurahütte, Rhcinstahl und Phönix. Von anderen Papieren sind Th. Goldschmidt mit 150 Proz., Accumulatoren mit 200 Proz., Deutsche Maschinen 130 Pro­zent, Deutsche Waffen mit 62proz. Steigerung hervorzuheben. Sonst bewegten sich die Besse­rungen im Rahmen von 20 bis 70 Prozent. Bankaktien waren ziemlich unverändert, SchiffahrtSaktien meist namhaft gebessert, Hansa um etwa 30 Prozent. Die Valuta­papiere waren entsprechend der Devisenstei­gerung höher bewertet. Die Aufwärtsbewe­gung am Zndustrieaktienmarkt war aber nicht nachhaltig, da mit Beginn des offiziellen Ver­kehrs die Devisen etwas nachliehen. Die Effek­tenkurse behaupteten bei schleppendem Geschäft ungefähr die anfänglichen Gewinns. Die De­visenkurse befestigten sich im Verlaufe von neuem. Am Anlagemarkt war ruhiges Ge­schäft bei wenig veränderten Kursen. Deutsche Anleihen waren allgemein fest.

Frankfurt a. M., 26. April. Börsen- st i m m u n g s b i l d. Die allgemeine Spannung und Ungewißheit, was aus der Konferenz von Genua noch werden wird, erhöht die nervöse Stimmung an der Börse. Es lagen zwar in An­betracht der Aufwärtsbewegung der Devisen­preise Kaufaufträge vor, doch blieb'bas Geschäft vorwiegenb bescheiben. Am Devisenmarkt stellte sich bie Bewegung bes Dollarkurses im Früh­verkehr aut 269, unter Schwankungen im Ver­lause aus 285 unb 279, und schließlich auf 274 bis 280 gegen 1 Uhr. Auf dem Gebiete der amtlich nicht notierten Werte wurden Dedungs-

Eingelegt wurden in den Schwank die be­reits kürzlich an dieser Stelle lobend gewürdigten Elsässischen Tänze (einstudiert von Theodor ulke), die aud> gestern wieder berechtigten Beifall fanden. r.

kaufe unternommen. Deutsche Petroleum 2225. Benz 535. Gebr. Fahr 645. Hansa Lloyd 275. Ufa 250255. Am Montanmattte stellte sich bei regerer Vachfrage eine festere Tendenz ein. Chemische Werte zeigten teilweise Kurserhöhun- gen. Am Kassamarlt blieb die Vachfrage be°

Die

Frankfurt

Berlin

Schluß- Schluß- Schluß- Schluß

Kurs

Brief

Datum:

25. April.

26. April.

Amstd.-Votlerd. 9568,35

5293,35 5306,66

mehr Besuch verdient, als er von ben 400

bis

Besuchern bargestellt wurde.

500

e

zu-

27.4.

Schweizer Franken

0,13

Loudon

Hatausgang 8.30 Wochengoltesdienst. mora. l Veuyott

6.30, abds. 7.00 Uhr. Pari». .

100 Är.

100 Är.

851

960

26.4.

1,78

0,93

1,76

1,45

100 100 100 100 100

1 100 100 100 100

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag....

Kunst und Wissenschaft.

Eine Frankfurter Kunstakademie.

fpd. F r a n k f u r t a. M., 26. April.

675,- 690,- 775,- 625 -

600,-

445,-

80,- 810, - 235,50

312,-

600,-

438,- 320,- 288.-

317,

1130, 890,-

1020,-

1060 -

1770 -

965,-

800 -

1168;- 750,- 700 - 709,- 815 646,- 522,- 485,-

80,-

865,-

235,50

765,- 702,- 724,- 837,-

650, 620,- 485,-

76,25 900,-

Bab.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Elektt.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckcrt-Wette. . . Adlerwette Daimler 4% Hess. Staatsanl. Electron Gttesheim Dtsche. Dereinsbank

314, p05, 44), 325, 288, 816, 1052,

795, 960, 990, 1710,

313,- 595 438,- 320 288.- 316-

2157,30 4734,05 6358,25 6546,80

496,35 1363,25 1113,60

252,18 2339,55 4903,85 3930,05

3,18 498,35

34,65 90,12

192,76 120,05

3470, -

725, 665, 6?0, 760, 605, 476, 460,

77, 805,

Kurs

26. 4.

77,50 96,50

142,- 87,90

425, 329,50 314,-

312,50 600,- 441,- 328, - 290,- 316,-

1(98,- 899,75

1020,- 1060,-

1785,-

scheiden. 3m weiteren 'Verlaufe setzte sich der feste Grundton weiter durch, doch blieb die Umsatz- tätiglcit bescheiden. Privatdiskont 4»/2 Prozent.

Frankfurt a M., 27. April. Börsenkurse.

6162,70 4745,95 5371,75 6563,20 497,65

1366,75 1116,40

252,82 2345,45 4916,15 3939,96

3,22 499,65

34,75 90,37

193,26 120,95 3480,-

Derliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld

Stadt hat vor einiger Zeit die Kunstgewerbe­schule übernommen und will diese jetzt zusam­men mit dem bekannten Städelschen Kunst­institut zu einer Akademie für freie und an­gewandte Kunst unter der Leitung eines her­vorragenden Künstlers ausbauen. Mit eini­gen Persönlichkeiten sind bereits Verhandlun­gen angeknüpft.

5927,40

7279,10

532,7q 1531,95

1244,10

280,10

2642,30 5692,-

4465,60

3,59

549,70

36,30

100,40

203,33

135,95

3955, -

Wechsel auf Holland Deutschland . . . . Wien Prag Patts London

Italien Brüssel.......

Budapest

Veuyott.......

Agram

Warschau

Kurs Kurs

Vermischtes»

Schneefall im Schwarzwald.

Blättermeldungen aus Karlsruh

20,-

1,13

-.39

4,21

18,50

1,28

0,34

3,78 I

= 195.40 = 1.92

0.06

= 10.- 47.82 = 22.75 = 27.75 43.95 = 0-68

514.12

5912,60 7260,99

531,30 1528,05 1240,90

279,40 2636,70 5578,-

4464,40

3,55 518,30

36,20 100,10 202,70 135,65 3945, -

Brüssel-Antw. . Ehttstiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helstngfors. . . Italien London Veuyott Patts Schweiz Spanien Deutsch. Oesterr. Prag Budapest . . . . Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Matt wurden gezahlt:

Fl. Mk. Kr. Kr. Fr.

£ L. Fr. Kr.

r

195.75

1.81 0.06

9.975 47.60 22.755 27.55 43.55

0.65 514.25

L85

0,13

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

88.80

117.80

117.80

23.80

125.40

. . Fr. . . Fl. . . Är. . . Är. . . Är. . . Är. . - Sh.

.. r

. . Fr.

25. 4.

2,02

1.04

1,90

1,52

D.-Luxernb. BergiX'.., Gelsenkirch. Bergw.. 1005, Harpener Bergbau. 1710, Oberfchl. Elsenb.-B. $<90, Oberschles. Cisenind. 7d5,

950,- 985,- 750,- 803,75

1050,12 1180,-

9587,- 10586,76.10613,25 2401,951 2406,05

Phönix-Bergb.-Att. 1090 ' 740

Datum:

5" o Dtsch.Ättegsanl, 4e/ Dtsch. Reicnsanl. 3'/,Dtsch. ReichSonl. 4e/e Preutz. Äonsols Hamburg-Pakets.. . Vorddeutscher Lloyd Eomm.u.Pttvatbank Darmstädter Dank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Mitleid. Creditbank. Vationalbank f. D. . Doch. Guhstahlwerke Dud.-Eisenw.-Akt..

folge herrscht im höheren Schwarz­wald seit ungefähr 4 Tagen ununter­brochener Schneefall.

Lieberfall in der Eisenbahn.

Berlin. 27. April. Auf der Klein­bahn Halle-Hettstedt ist wieder ein U e b e r fa ll verübt worden. Der Eisenbahn- kontrolleur Bernhard wurde im Zuge von sechsPersonenüberfallen und schwer mißhandelt. Der Ueberfallene erschoß einen der Angreifer. Rach demBer­liner Tageblatt" soll es sich um einen Rache­akt handeln.

Eine Kirche durch Blitzschlag zerstört.

Morsbach (Rhernprvvinz), 26. April. (WTB.) Rach einer Meldung derKöln. Bolksztg." ist gestern bei einem schweren Ge­witter Die altehrwürdige katholische Kirche durch Blitzschlag vollständig zerstört worden. Der Schaden beträgt über eine Million Mk.

Turnen, Sport und Spiel.

'Handball. Turn- unb Sportverein Butz­bach 1 (Meister von Hessen) gegen Turn- unb Sportverein Kesselstabt I (Meister vom Main). Ergebnis: 7: 1. Anläßlich einer Werbe Veranstal­tung am vergangenen Sonntag fanb bieses Spiel zwischen den beiden Gaumeistern statt, bas mit dem übervaschenb hohen Siege bes hessischen Mei­sters endete. Das Spiel begann mit heftigen An­griffen bet Butzbacher, benen Kesselstabt gleiche Leistungen entgegenftellte. Bei so gleichmäßig verteiltem Spiel, bei bem die sichere Abwehr der Butzbacher auffällt^ kommen diese, gestützt auf bie kräftige Hintermannschaft, burch ihren Halbrechten- unb Mittelstürmer halb zu 2 Er­folgen. Kesselstabt, dessen linke Seite die bessere ist, holt durch diese ein Tor auf erst nach Seitenwechsel (2; 1 für Butzbach) kommt bie lieber- legenheit bei Butzbacher zur Geltung, bie in wei­teren 5 Erfolgen zum Ausbruck kommt, benen Kesselstabt bas dem überaus schnellen Tempo zum Opfer fiel, nichts entgegensetzen konnte. Rur ver­einzelt tonnte fich Kesselstabt noch freimachen, aber auch diese wenigen Dorstöße würben sicher angehalten. Butzbach gewann so 7:1. Der Sieger, Hessen Mannschaft durchweg aus Schutzpolizisten der Butzbach er« Oberhessischen Abteilung besteht, zeigte erst gegen Schluß eine volle Form. Äeffel- slabts Spiel war mehr auf Einzelleistungen zu­geschnitten, die aber nur feiten zu gefährlichen Situationen führten unb vor allem zuviel Kraft­vergeudung zur Folge hatten. Das Spiel verlief fair und einwandfrei Der Schiedsrichter, an sich genau und unparteiisch, muß zur belferen Ueber- sicht über das Spiel unbedingt mehr mitlaufen. Das Spiel, bas ausgesprochenen Kampf unb auf hoher Stufe stehenbe Leistungen zeigte, hätte

Kirchliche Nachrichten.

Israel. ReligionS - Gesellschaft 5ahbaffctcr ben 29. Apttl 1922 Freitag nbb. 715. Samstag vorrn. 8 00. Vachm 4 00. cob^

Züricher Devisenmarkt.

26. 4.

25.4.

26. 4.

25. 4.

77,50

77,50

77,50

96.56

97,-

96 40

143,-

142,50

143,-

87 25

88,-

88,-

425,-

435.-

410,-

310,56

333, -

306,-

(In einem Teil bet Auflage wiederholt) ©in scharfer Protest NusilandS gegen Polen wegen seiner Haltung zum Ver­trag von Navallo.

Genua, 26" Apttl. 'WTB ) Tschitschc- r i n bot bei polnischen Delegation gestern abend eine Rote übergeben lasten, in ber er unter Be­zugnahme auf bie Volc, bie am 18. April ber Deutschen Delegation überreicht worben tft unb Die Antwort auf bic Deutsche Jlotc vom 22. Apttl. Die Aufmerksamkeit Der polnischen Regierung ajf solgenDes gelenkt In Dem er vollkommen beiseite lasse, ob Die Erwägungen begründet (den, welche Die Unterzeichner Der ersten Jtotc Dazu gebracht hätten, zu sorbern, baß DeutschlanD sich künftig! ber Teilnahme an Der Erörterung Der russischen Frage enthalte, so glaube er. Daß Diese Erwagun- gen Polen veranlassen könnten, sich ebenfalls bet' Erörterung ber russischen Fragen zu enthalten. Da Der zwischen Polen unb Vußtanb in V iga am 8. März 1921 abgeschlos- fenc Vertrag alle Fragen regele, bic biete Staaten interessierten, unb zwar m viel enb- gültigerer Form als Der Vertrag von Rapallo zwischen DeutschlanD unD RußlanD. Es erscheine ihm befremDlid) von einem Staat, bei ohne Vor­behalt bie Sowjetlegierung von rechts wegen an­erkannt Hude unb Der mit ihr einen Vertrag ab* geschlossen habe, einen Schritt zu unternehmenJ Der Rußlanb Des Rechts entheben folUe, Ver­träge mit anDeren Staaten abzuschließsr. ©eine Regierung s ehe in diesem Schritt einen Angriff p u t DieSouveränitätsrechts Rußlands und infolgedessen eine grobe Verletzung Des Friedensver» tiages von Riga. Ferner besteht eine Ver­letzung Des Abkommens von Riga vom 30. März 1922, Durch das Polen sich u. a. verpslichtet habe, nicht nur auf Der Konferenz von Genua seine HanDlungen mit Denen Rußlands in Ueberan* flimmung zu bringen. fonDern auch mit allen Kräften dahin zu wirken, Daß Rußlanb von ben Staaten, bie Die Sowjetregierung bisher nicht anerkannten, De jure anerkannt toerDe. Die Re- gieiung Rus.'lanDs ertlärt kategorisch, daß |id aus leinen Fall gestatte, Daß Die von ihr ge­schlossenen Verträge irgenbtoie Davon abhängig sein könnten, ob Dritte sie anerkennen oder nicht.

Die Stärke der amerikanischen Armee.

Pa r i S, 26. April. (WTB.) Vach einer Mel- Dung DerChicago Tribüne" aus Washington bat gestern Der Kttegssekretär im Finanzausschuß des Senats einen Gesetzentwurf eingebracht, in Dem bic amerikanische Heer es stärke auf 1 1 5 000 Mann fe ft gefegt wird unb ber für nächstes Hahr eine Armee von 13000 Offizieren und 150 000 Mann vorsieht.

Die russische Frage in Genua.

Paris, 26. April. (WTB.) Vach einet Havasmelbung gewinnt man in politischen französischen Kreisen immer mehr ben Einbrud, daß man in Genua zu keinem Einverstänb- n i s mit Den Sowjets kommen werbe, wenigsten» was die französische Delegation anbelangt. Man bemerkt in dieser Beziehung, bah bie Entscheibung ber an Der Konferenz teilnehmenden Mächte nicht unbedingt einstimmig gefaßt werden muß. An­scheinend hindern einige Delegationen nicht, mit Der russischen Delegation zu verhandeln, wenn Die gestellten Bedingungen ihnen annehmbar er­scheinen. Barthou unb seine Kollegen würben jeboch niemals zugeben, baß Konzessionen in ben wichtigen Grundfragen gemacht würden, bie Poin-' carä in seiner Denkschrift vom Monat Januar sestgelegt habe. Was ben Plan eines inter­nationalen Abkommens anbelange, so sei. man Der Ansicht, Daß solche Abkommen gegen* stanDslos seien, Da unter ben gegenwärtigeir Verhältnissen Der Artikel 10 bes Völlerbunds- statuts für ausreichend erachtet werde.

Polnische Hetzerei.

W a r s ch a u, 25. April. (WTB.) Wie bie Blätter melden, hat die Regierung ihren Ge­sandten in Paris beauftragt, dem Bvtsch as­te r r a t eine Rote zu überreichen, in welcher auf die angebliche Tätigkeit von Orgesch- Organisationen in Oberschlef ienj hingewiefen wird.

Eine neue amerikanische Mission in Europa.

Paris, 25. April. (WTB.) Vach einer Meldung desVew Bott Heralb" aus Washing­ton wirb ber Abgeorbnete Tilson als Sonbc « Vertreter des Präsibenten unb bes Kriegssekr.'- tärS zur Antersuchung von Ansprüchen aus der amerikanischen Besetzung bes Rheinlands nach Europa reisen. Es handelt sich, wie bas Blatt erfährt, um bie Ansprüche, bie sowohl von beutscher wie von französischer Seite gegen bie amerikanischen Truppen geltend gemacht würben. Tilson wirb auf feiner Reiss Paris, Berlin unb Koblenz besuchen.

Das deutsche Generalkonsulat in Antwerpen.

B e r l i n, 25. April. (WTB.) Das d e u t* sche Generalkonsulat in Antwer­pen ist eröffnet worden. Es wird von Gene­ralkonsul Franoux geleitet.

Anruhige Lage in China.

London, 25. Apttl. (WTB.) Reuter md*. bet, baß ein amerikanisches Kriegs­schiff ben Befehl erhalten habe, sich wegen der unruhigen Lage sofort nach China zu begeben.

Glanzt im Nu

Unter den Händen wird der schmutzigst#» und vergilbteste Strohhut blütenweiÖ und wie neu bei der Behandlung mit Hfrobin mit seiner verblüffenden Bleichkrafi. Sie werden über­rascht sein, wie spielend einfach die Reinigung und Bleichung mit Strobln ist. In Drogerien und Apotheken erhältlich,