Ausgabe 
27.2.1922
 
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Starkenburg und Aheiuhefte«.

fpd. Offenbar, 26. Febr. Die Polizei beschlagnahmte auf Anzeige in einem Geschäft der Waldstrahe hundert Zent­ner Kartoffeln, die im Herbst gekauft und im Frühling zu hohen Preisen von dem Besitzer wieder verkauft werden sollten. Un­ter stärkstem Andrange der Bevölkerung ver­kaufte die Polizei das Lager, je lvPfd. zu 1,30 OHL das Pfd. Ein Anschlag am Hause be­lehrte die Passanten, daß die Kartoffel- beschlagnahme wegen Wuchers er­folgt sei.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 26. Febr. On Der vergangenen Nacht wurde die Wohnung eines Zahnarztes an der Budenheimer Anlage von Gin brechern heimgesucht, die für r'fnxi 8090 000 Mk. zahnärztliche Instru­mente und Zahnersatzteile stahlen. We­nige Stunden später versuchte anscheinend die gleiche Bande einen Einbruch bei einem Zahn­arzt in der Beethvvenstrahe Die Einbrecher .itten bereits die Türen bis zum Unter- uchungSzlmmer geöffnet und mancherlei Zer- vörungcn an gerichtet, wurden bann aber ge« 'rt und ergriffen die Flucht.

Kirche und Schule.

Der Schulkampf tn Oesterreich.

Wien. 26. Febr. (WTB) In dem dies­jährigen Fastenhirtenbrief der Bischöfe Oesterreichs heißt eS u.a.. eine Scheidung der Geister stehe auch den Katholiken Oesterreichs bevor. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, werde sich dieser GeisterscheidungSkampf zunächst auf dem Gebiete der Erziehung und Schule abspielen. Der Hirtenbrief wendet sich gegen die Schulerlasse, durch die der Zwang zur Teilnahme an religiösen Hebungen tn den Schulen unterfagt wird, und fordert die Zurücknahme dieser Erlasse. Der Hirtenbrief schließt: Darum auf zum Schulkampf, wenn die Feinde der Kirche es noch weiter wagen sollten, daS von Gott gegebene Recht der Kirche zu verletzen.

Freie Lehrer st eilen. Erledigt sind: eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle an der Volksschule zu Pf t n g U a b t, KretS Darmstadt, eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle an der Volksschule

zu Rteder-Olm, Kr«s Mainz, ernt mtt eenem I evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu! Ober-Ofleiden, KreiS Alsfeld, eme mit| einem evangelischen Lehrer zu besehende Schul­stelle zu Oder-Gleen, ÄreiS Alsfeld, und eine mit einer evangelischen Lehrerin zu be­setzende Schulstelle zu Ober-6ecmen, Krei» Dchvtten.

sf. F r i e d b e r g, 25. Febr. Sn dieser Woche fanden am hiesigen Lehrerseminare die Schlußprüfungen statt: als Regierung«- Vertreter war Mivisterialrat Bach anwesend. Sämtliche 32 Prüflinge bestanden und werden demnächst in den Schuldienst übertreten, da nach Aussage des Regierungsvertreters die Anstel­lungsverhältnisse in diesem Jahre noch günstig seien. Dagegen ist bereit- im nächsten Jahre mit schlechten Verhältnissen zu rechnen. Als Abschieds­feier veranstalteten die Abiturienten im Saale des Hotels Trapp eine Abendunterhaltung, die mit entern reichhaltigen musikalischen und theatralischen Programm und anschließendem Tanze die zahl­reichen Besucher lange zusammen hielt. Von Seiten der Abgehenden sprach Seminarist S t a u b a ch dem vollzählig erschienenen Lehrerkollegium deren Dank aus: für das Lehrerkollegium sprachen Se­minarlehrer Schuchmann und Professor Kel­ler. Beide gaben den Scheidenden die besten Wünsche für ihre fernere Laufbahn mit und be­tonten, wie gerade der Lehrerberuf in der jetzigen Zeil des Zusammenbruchs eine doppelt wichtige Aufgabe habe und berufen sei, an dem Wieder­aufbau unseres Vaterlandes mitzuwirken.

rob. Ridda, 25. Febr. Heute nachmittag wurde Pfarrer Hermann von hier unter sehr grotzer Detelligung zur letzten Ruhe bestattet, der jahrelang in unserem Kirch­spiel segensreich als Prediger und Seelsorger gewirkt hat. Tie Trauerfeier wurde tn der Kirche abgehalten, die mit Tannen und Blattpflanzen geschmückt war. Pfarrer Laut hielt eine tief­empfundene Gedächtnisrede, worin er besonders den Verewigten als einen treuen Familienvater und Freund schilderte, während Dekan Wieget von Bingenheim seine Verdienste und sein Wir­ken als Prediger und Seelsorger würdigte. Zahl­reiche Geistliche tm Ornat und diele Etnwohner des ganzen Kirchspiels gaben dem Entschlafenen das letzte Geleite zum Waldfriedhof der Filial­gemeinde Bad-Salzhausen, den er gerade vor zwei Zähren eingeweiht hatte. Eine grobe Zahl Kränze wurde von Vertretern des Kirchenvor- standS, des Dekanats, des Roten Kreuzes, des Frauenvereins, des Theologischen Derems und der A H. dieser Verbindung, den beiden oberen Klassen der Volksschule, der Stadtverwaltung und den FUialgeineinden am Grabe niedergelegt.

Verichtssaas.

rau Darmstadt. 26. Febr. Wegen Ver­rats militärischer Geheimnisse ver­handelte gestern unter Ausschluß der Oestentlich- teil die hiesige Strafkammer gegen den 23 Zahre alten Friseur K. Abel auS Fran start und den 21jährigen Zahntechniker H. Petzvld aus Görlitz Sie hatten Beziehungen zu einem französischen Offizier auf dem Griesheimer Lager, aus denen man den Verdacht des Landesverrats schöpfte. Aus erfolgte Anzeige hatte sich das Reichsgericht mit der Angelegenheit beschäftigt rrnd sie hierher verwiesen. Aus der Verhandlung, m der drei Zeugen vernommen wurden, ergab sich aber, daß mir vorbereitende Handlungen nach­zuweisen waren. Tie feit einem Zahre in Hast befindlichen Angeklagten wurden 2. zu 9 Monaten und P. zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, beide aber aus der Haft entlassen, da die Strafe durch die Haft als verbüßt erachtet wurde.

Berlin, 25. Febr Dor dem Lharlotten- burger Schöffengericht ist gestern die Be- leidioungSNaae des Professors Ricolai gegen den Schriftsteller Hermann von Willarnowih- Mollendorf verhandelt worden Der Beklagte hatte in einem Zeitungsartikel Professor Ricolai, der im Simi 1918 in einem Flugzeug nach Däne­mark geflogen war alö DaterlandSver- ratet und Dieb oes Flugzeuges bezeich­net. Das Gericht. daS den Diebstahl als nicht nachgcwiefen erachtete verurteilte den Beklagten zu einer Geldstrafe von zweihundert Mark, betonte aber, daß Professor Ricolai nicht der völlige strafrechtliche Schutz zu gebilligt werden könne, weil erdurch seine erwiesene Fah­nenflucht in der Oeffentlichkeit zu stark kom­promittiert sei".

Vermischtes.

Grapen stellte sich selbst.

Hirschberg, 25. Febr. (Wolff.) Der ent­flohene Doppelmörder Grupen ist ebenso wie seine mit ihm entsprungenen beiden Zellengenossen wieder freiwillig in daS Gefängnis zurüagetehrt. Grupen, der zunächst jede Auskunft verweigerte, erklärte später, ausgebrvchen zu fein, um zu be­weisen, dah er aus eigener Kraft seine Freiheit zu erlangen vermöchte unb zurückgekehrt zu sein, um seine Unschulb barzutun. Diese Erklärung findet keinen Glauben. Man ist der Ueberzeugung. dah eS ihm auS irgendeinem Grunde unmöglich geworden ist, sich in Sicherheit zu bringen. Bei feiner Rückkehr ins Gefängnis will Grupen die Mauer mit HUfe zweier Personen überklettert haben. Prupen lehnt eS ab, diese Personen zu neunen. Sn der vergangenen Rächt fanden um­

fangreiche Nachforschungen nach Grupens HelferS- belfern statt. Au cd Haussuchungen wurden bor- genommen, bk jedoch feinedd Graebnis hatten. Die in Berlin vechreitelen Gerüchte, dah zwei ®efängni6beamte tn LlntersuchungShast genommen ttxicbcn, entbehren jeder Begründung.

Brandstiftung in einer DergwerkSgrvbe.

D l e i w i tz, 25. Febr. (WTB.) Gestern abend brach auf der Gleiwther Grube im Zimmerschacht ein Brand auS, der sich auf die benachbarten Schächte auSbehnte. 15 Mann, die sich In ber Gegenb befanden, würben durch Kvhlenoxhdgase betäubt. Go gelang, sie ins Leben zurückzurufen. Heute brach in ber 185-Metersohle, in ber Nähe eines starken Kohlenflözes, abermals Feuer aus. Nach ben bisherigen Feststellungen ist Brandstiftung anzunehmen, Die aus politische Motive zurückgeführt wirb. Die Grubenverwaltung ist durch bie Dränbe ge­lungen, bi« Belegschaften um 500 Mann zu verringern. *

Berlin. 25. Febr. (WTB.) Ein- b r e ch e r. bie über btc Dächer gingen, erbeu­teten heute nacht in einem großen Konfek- tionShause in ber Äronenftrafje für 1 Mil­lion Mark Seide. Auf bie Dieberbeschaf­fung setzte bie bestohlene Firma eine Beloh­nung von 100 000 Mark aus.

Turnen, Sport unb SpteL

Deutschland vorn Snternatlo- n a len Eishockey verband ausge­schlossen. Der in St. Moritz tagende inter­nationale Eishockey-Kongreß, der von acht Na­tionen beschickt war, hatte den Schweizer Antrag um die Aufnahme Deutschlands vorliegen. Der Schweizer Verband war'jedoch gezwungen, diesen Antrag zurückzuziehen, weil die evtl. Aufnahme Deutschlands den Austtitt von Frankreich und Belgien zur Folge gehabt hätte. Dazu schreibt Sport-Zürich" sehr treffend: .Wenn die beiden Länder meinen, dah sie ihr haherfüllles Spiel auf die Dauer werden halten Binnen, fo täuschen sie sich gewiß. Man nimmt wohl Im Hinblick auf die Purster Olympiade nicht zuunrecht an, dah sich die Haltung der beiden Länder In den zwei noch vor uns Iiegenben Jahren nicht ändern ttHrb Cs ist beshalb vielleicht gut, wenn man ihnen fügt, dah es dann Länder geben wird, die einer blvhen Entente-Olympiade fernbleiben werden. Dah die Schändung des modernen olympischen Ge- I dankens gerade von Frankreich, In dem er ent- ftanbßn ist, kommen muh, ist betrübend.

im 18. Lebensjahr.

Gießen (Ostanlage 31), den 26. Februar 1922.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 28. Februar, nachmittags 2 Uhr,

von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt

1982D

Gießen, den 27. Februar 1922

Max Harth nebst Familie

Gießen, den 27. Februar 1922.

02749

Gießen, 27. Februar 1922.

bereitet und vom Se|

Lang-Göns, den 27. Februar 1922

19990

DOT» vor»

auch nicht nahe dem Bahnhof, aber doch günftig und schön. Entschloss. Selbstreslektanten erfahren näheres, wenn der Verwendungszweck angegeben roirb, unter 02731 an den Gießener Anzeiger

Für die trauernden Hinterbliebenen:

Mrglmke äroole geh. Seeger.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Marie Kremer Wwe. geb. Meister

um Friel Angebot.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unsres lieben Entschlafenen, vor allem dem Herrn Pfarrer für die tröstenden Worte, dem Ge­sangverein Liedertafel für den erhebenden Gesang und die letzten lieben Worte, welche die Vereine ihm am Grabe gesprochen, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden herzlichen Dank.

Heute nachmittag 6 Uhr entschlief nach langem, mit roßer Geduld ertragenem Leiden meine liebe, brave ochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante

Wilhelmine Walther

Danksagung.

Für bie vielen Beweise innigster Teil­nahme bei dem Heimgange unseres lieben, teuren Entschlafenen sprechen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank aus.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

August Heinrich Beppler.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Heimgange unserer innigstgeliebten Mutter sagen wir nur auf diesem Wege unseren allerherzlichsten Dank.

Todesanzeige.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen

Frau Johanna Haas geb. Eiff heute nacht 111/5 Uhr im Alter von 66 Jahren nach kurzem Leiden aus ihrem arbeitsreichen Leben abzurufen.

In tiefer Trauer:

Ludwig Walther nebst Angehörigen.

Gießen (Wetzsteingasse 6II), den 24. Februar 1922.

Die Beerdigung findet Dienstag den 28. Februar, nach­mittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ome

Am 25. Februar verschied nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe, herzensgute Frau, unsere liebe treusorgende Mutter, Schwiegertochter und Schwägerin Frau Luise Größer geb. Diehl im 43. Lebensjahr.

Die trauernden Hinterbliebenen.

I. d. N.: Ludwig Größer.

Gießen (Steinstraße 67), Spandau, 27. Febrar 1922.

Die Beerdigung findet Dienstag, 28. Februar, nachm. 31/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. *l)

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