6. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
S&Jfole meine Dräut ab.*
seltener Tatkraft und glänzendem Organlsalions- talent, Eigenschaften, die sie namentlich auf dem Gebiete der Jugendpflege in besonderem Grade betätigt hat. Ihrer Initiative ist die Gründung des Kindergartenvereins zu verdanken, der im Jahre 1913 ins Leben trat und
jer den drei Massenchoren kamen noch einige Lieder, gesungen von Frau Professor Schaum, sowie 2 Streichquartette, gespielt von den Herren Dr. Rud. Trapp. Dr. Ai edel. Direktor Schmidt und Regierungsbaumeister Engel zur Aufführung. Da ter Besuch ein sehr guter war und die Unkosten verhältnismäßig niedrig sind, können dem guten Zwecke nahezu 6000 Mk. zugeführt werten.
Aus Stabt uns Land.
Gießen, den 25. Aug. 1922.
Aus der hessischen Geburtenstatistik teilen die „Mitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik^ in dem Zuni- Zuli-Heft folgendes mit:
> z. B. betrug sie nur 9621.
Die Zahl der Geborenen, während der Kriegsjahre 1915—18 durchschnittlich nur 18 915, hat im Zahr 1920 mit 33 612 wieder
Die Zahl der Eheschließungen in Hessen, die im Jahr 1919 16 945 betrug, im Jahre 1920 auf 19 315 gestiegen war, ist nunmehr im Jahre 1921 wieder auf 15 761 zurückgegangen. Sie ist aber immer noch weit größer als in der Vorkriegszeit. 3m Jahre 1913--- " ----
Badsfempel.
Aoman von Margarete v. Oerhen F ü n f g e l d.
dem sie dauernd als Vorstandsmitglied angehört hat. .Hie erste Schöpfung dieses Vereins war der "Bürgertinbergarten, ter sich in ter früher Kochschen Besitzung etablierte und den Frl. M. leitete. Gleichzeitig leitete sie das schon früh«: von chr persönlich begründete Fröbelsemi- n a r und ten diesem angeschlossen m Seminar- Kindergarten. Ente des Zihres 1918 trat noch zu diesen beiden Kindergärten ter Volks- kindergarten, ter ebenfalls auf Betreiben von Frl. M. durch ten Kintergartenverein errichtet Worten ist und in ter Walllorstraße Unter« Zunft gefunden hat. Der Bürgerkindergarten muhte leitet- im Jahre 1920 wegen Lokalmangels eingehen, während der Volkskintergarten noch heute besteht, nachdem er im Jahre 1921 auf die Stadt übergegangen ist. Das Fröbelseminar nebst Seminar-Kindergarten ist in demselben Jahre an die Aliceschule angeschlossen worden. Wenn hiernach auch Frl. M. nicht eigentlich als die Begründerin des städtischen Kindergartens anzusprechen ist, so ist doch seine Entstehung ihrer Anregung und Tatkraft zu verdanken. Die Verstorbene h<tt das Glück gehabt, das Fortbestehen und die Weiterentwicllung ihrer segensreichen Schöpfungen gesichert zu sehen, bevor sie
Aus dem Reiche.
Die Lohne der Bergarbeiter.
Berlin, 24. Aug. (WB.) Im Reichsarbeits- Ministerium haben heute unter dem Vorsitze des .Ministers die Verhandlungen über die von ten Bergarbeitern geforderten Lohnerho- l Hungen, sowie über die Wiedereinführung ter lleberschichten stattgefunden. Die Verbände einig- F ten sich zunächst für das Ruhrgebiet dahin, dah , zum Ausgleich ter im September zu erwar- * tenden Teuerung eine Erhöhung ter Schichtlöhne . um durchschnittlich 150 Mk. zu gewähren sei. Ein weiterer Betrag von 140 Mk. soll als Ausgleich der noch nicht abgegoltenen Teuerung in ter fltoeiten Augusthälfte sowie unter Berücksichtigung ter Tatsache gewährt werden, daß die Bergarbeiterlöhne stets erst erheblich nach der Zeit susbezahlt werten, in ter sie verdient wurden. Außerdem soll das Hausstandsgeld ab 1. Oktober um 3 Mark, das Kindergeld um 2 Mark pro Schicht erhöht werten. Für die übrigen Kohlenreviere steht eine Einigung über die Lohnfrage bevor. In Würdigung ter außenpolitischen Lage und ter volkswirtschaftlichen Bedürfnisse Deutsch lands haben die Parteien ferner vereinbart, daß die Bergarbeiter des Ruhrgebiets ab 1. Oktober bis auf weiteres an drei Tagen ter Woche im Anschluß an die regelmäßige Schicht je zwei Kleber stunden verfahren werden. Die Bergleute erhalten für diese Ueberarbeit einen Lohn- zuschlag von 50 Prozent. Dieser Zuschlag wird nicht durch Erhöhung des Kohlenpreises gedeckt werten. Im übrigen sotten die Organe ter Kohlenwirtschaft am 30. August über die Preiserhöhungen beschließen, die durch die Lohnerhöhung notwendig werden. Für die übrigen Steinkohlengebiete ist der Abschluß von Heber- schichtenabkommen, soweit sie nicht schon, wie im Aachener Bezirk, bestehen, gleichfalls zu ertoarten.
„Ach so!"
Ein leises Bedauern Bang durch — und da wälzte sich auch schon in seltsamer Lautlosigkeit die schwarze Schlange mit den Feueraugen aus der verhangenen Ferire, ten glänzenden Rücken dem Schnee darbietend.
Heinz lief die Wagenreihe entlang, und das Erste, was er von Lene sah, war ihre Hand im Baumwollenhandschuh, die llnmpshaft einen sorgfältig verschnürten braunen Pappkarton festhiell. Am Karton steckte ein halbwelker Busch von Astern und Georginen. Hinter Lene stieg wie eine Säule die hagere Gestalt ter Tante empor, und Heinz nahm alles Gepäck in Empfang, forderte die Fahrkarten und eilte diensteifrig davon.
So fehlte ihrem Wiedersehen die Stimmung, und im Kampf um einen Platz in der Straßenbahn ging auch noch das letzte Restchen verloren. Heinz verwünschte im stillen die Bahnhöfe: und während er draußen stehend zahlte, sah er noch den falschen Reiher auf dem Kapotthut ter Tante im hellerleuchteten Wagen schwanken. Dann machte er sich verstohlen daran, die Lene — seine Lene — heimlich zu beobachten. Sie hatte sich nicht viel verändert, aber etwas fehlte ihm: Ach ja, baS schlichte Hauskleidchen mit dem zierlichen Halsausschnitt, das sie daheim stets zu tragen pflegte — das modische Gewand, ein wenig schwer geraten von ter kleinen Schneiderin Der Aachbarstadt, das verschluckte gewissermaßen ihre Anmut — es stand ihr nicht — aber sie konnte doch nicht im kurzen Röckchen hier herumlaufen.
Zutritt zu ten Sammlungen haben. Die freien Zeiten bleiben wie bisher bestehen — Die Pauschalsumme, die die Druckereien von der Stadt erhallen, wurde trotz des für ein Jahr bestehenden Vertrags um 100 Prvz. erhöht. — Der hessischen Landeswanterbühne sollen zu ihren Aufführungen Beleuchtung und Heizung des Saales kostenlos geliefert werten. — Die Entschädigung für bie städtischen Beamten für ihre Anwesenheit bei Wendsitzungen wurde auf 20 Mk. erhöht. — Für die Verteilung des Holzes an Minderbemittelte tourte die Brennstoffkommission bestimmt unter Hinzuziehung von 2—3 Mllgliedern der Armen- kommission. — Der Antrag tes Betriebsrates auf Zahlung nichtgeleisteter Arbeitsstunden während tes Demonstrationszuges am 4. 7. 22 wurde mit 10 gegen 7 Stimmen abgelehnt. — Die Stadtverordnetenversammlung beschloß noch einstimmig die Errichtung einer Benzolanlage am städtischen Gaswerk. Dem Licht- und WasserwerksauSschuh wurde die Berechtigung erteilt, den Oluf trag an eine geeignete Firma zu vergeben.
zog in seine Brust ein, die er sich nicht erklärvq konnte.
Einmal begegnete er Lenes Blick, die ihn ihrerseits beobachtete. Aber sie fuhr zusammen und sah weg, wie auf einem Unrecht ertappt.,
Als ein Platz frei wurde, setzte er sich *u ten Damen und bemerkte zu seinem Verdruß, daß er von Verschiedenen erkannt wurde. Auf ter nächsten Hallestelle stieg gar noch die Clahen ein, über und über In kostbare Pelze gehüllt, die ihr ten Spitznamen „das Pantherchen" eingetragen hatten. Die Clahen, weich und dunkel wie ihre herrliche Altstimme, mit ter Bronzehaut und ten weihen Raubtierzähnen, mit ihren Indianer- äugen.
„Tag, Kindchen," nickte sie Gültewin unbefangen zu. Er antwortete in gleicher Weise, ter Hut fröhlich lüftend. Mit ihr war ein schwerer, süßer Dust in ten Wagen gezogen, ter von allen unwillkürlich mit Behagen eingeatmet tourte.
Kaurn hatte die Tante ten Fuß auf dem Erdboden, als sie auch schon Heinz brüsk fragte: „War die vorn TheaterT
Sie standen vor einem Beinen Hotel, in dem Heinz Zimmer bestelll hatte.
„3a, das ist die Dame, die hier schlecht und und gut Wetter macht," sagte er mit beißendem Spott. „Aber, bitte, Frau Tänt', wollen Sie ten Karton nicht dem Portier geben?"
„Bein, nein,“ flüsterte sie hastig, „ich hab' meinen Granatschmuck drin!"
Heinz kannte die mächtige Brosche und die langen Ohrringe. Er schluckte eine 9Intto»A hinunter.
(Fortsetzung folgt)
Die Rechte ver freien Stabt Danzig. Danzig, 24. Aug. (WTB.) Der Oberkom- missar gab unterm 23. August auf Antrag tes ®€nat£ folgende Entscheidung über die Zuständig- feii des diplomatischen Vertreters ter Repu - bllk Polen gegenüber ter Freien Stadt Danz ig: Ich entscheide: 1. dah die Zuständigkeit des diplomatischen Vertreters der polnischen Regierung, ter in Danzig seinen Amtssitz hat. begrenzt ist durch den Inhall tes Artikels 1 ter Konvention vom 9. November 1920 und daß kein lauterer Artikel des Vertrages von Versailles oder ter Konvention ihm irgendwelche weiteren Machtbefugnisse gibt, 2. daß die polnische Regierung nicht das Recht hat, durch ihren diplomatischen Vertreter in Danzig oder auf irgendeinem anderen Wege eine fremte Flotte, die die Freie Stadt Danzig besucht, offiziell in ten Danzig?rGemässem ober auf Danziger Grund und Boten zu begrüßen. 3. daß, wenn die polnische Regierung tenWunsch hat, eine fremde Flotte in Den Danziger Gewässern oder auf Danziger Grund und Boten zu begrüßen, sie an die Danziger Regierung in dieser Hinsicht herantreten sollte, nicht auf ©runb tes polnischen Rechts, sondern auf Grund eines polnischen Gesuches.
Eine Revolte in Mesopotamien?
Paris, 24. Aug. (WTB.) Aach einer Mel- Dung der „Liberte" soll nach aus Kars einge* trofjenen Depeschen in Mesopotamien eine Revolte jegen die englische Herr- schäft um Emir Fessal ausgebrvchen sein.
Enver Pascha.
London, 24. Aug. (Wolff.) Aach einer Meldung tes „Dallh Sketch" aus Moskau soll sich Enver Pascha noch am Leben befinden.
Verhaftungen in Sowjet-Rußland.
London, 24. Aug. (Wolfs.) Aach einer Reutermeldung aus Reval ist dort ein Telegramm eingetroffen, nach dem 200 russische Gelehrte und Schriftsteller in Moskau und Petersburg verhaftet worden sind. Sie werten beschuldigt, gegen die Sowjetregierung gearbeitet zu haben und es wird Weller erklärt, daß ihre Haltung während der letzten vier Jahre dies beweise. Die Verhafteten inerten ausgewiesen werden. Unter ten Verhafteten befindet sich der berühmte Gelehrte auf dem Gebiete ter Finanzgesetzgebung Oserow, ter Astronom Stratenow, ter Technologe Feldstein, der Philologe Fomin und die Schriftsteller Verdaje und Aichenwald. Eine Anzahl Sozialrevolutionäre wurde gleichzellig nach Archangelsk deportiert.
sf. Friedberg, 24. Aug. Gestern abend fand in ter hiesigen Stadtkirche zum Besten der Friedberger Altershilfe eine weitere Veranstaltung in Form eines Kirchenkonzertes statt. Man hatte diesem Konzerte mit einiger Spannung entgegengeschaut, die Erwartungen wurden in feiner Weise getäuscht. Die unter Leitung tes Herrn Hermann H a n ft ein stehenden Wassenchöre, an denen sich Mitglieder ter verschiedenen Gesangvereine beteiligten, brachten Kreutzers „Das ist der Tag des Herrn", Beethovens „Hymne an die Aacht", Beschnitts „Ossian" in wirkungsvoller Weise zur Geltung und zeigten unter der straffen Leitung Ihres Dirigenten eine vorzügliche Einstudierung. Eine Festfantasie für Orgel von C. Steinhäußer, gespielt von G a h e r t s Meisterhand, leitete tes Konzert ein, auh. ' ' - --
* Bad-Aauheim. 24. Aug. Ilm der großen Kohlennot zu steuern, hat die Stadtverwaltung schon vor längerer Zeit ausländische Devisen zu günstigen Bedingungen angekauft. um dafür englische Kohlen zu beschaffen. Vorgesehen sind 15 Waggon. Mit ten Kohlenhändlern ist ein Abkommen getroffen worden, nach dem diese die Kohlen auf Lager nehmen und sie gegen .Bezugsschein abgeben. Der maßgebende Gedanke bei dem ganzen Unternehmen ist. daß mindestens der nottoenoigfte Hausbrand vorhanden sein soll.
* Bad-Aauheim, 24. Aug. Bis heute betrug ter Gesamtbesuch 32 493 Personen.
Kreis Lauterbach.
rr. Der ns Hausen. 24. Wg. Bei einer Sammlung für Errichtung eines Helden den k- m a l s tourte von zahlreichen Bauernfamilien statt eines Geldbetrags zeitgemäß Vr o d e r a u ch 1 Zentner Korn u. bergt, gezeichnet. Bei dem heutigen Stand ter Getreitepreise kommt ein nettes Sümmchen zusammen, bas ten Bau des geplanten Ehrendenkmals ermöglicht.
rr. Schlitz. 24. Aug. Der „wilde S t r e lf° auf dem hiesigen Gräfl. Görtzschen Hof- gut ist nach zweitägiger Dauer zu Ente gegangen. da er weder Die Billigung tes Land- arbeiterverbantes. noch irgendwelche Sympathien in ter Bürgerschaft fand. Die älteren Arbeiter haben sämtlich die Arbeit wieder aufgenommen, während ein Teil ter jünaeren sich Beschäftigung in nahen thüringischen Kalibergwerken gesucht hat.
Hessen-Nassau.
Dauarbeilerstreik.
tob. Frankfurt a. M.. 24 Aug. Die Bauarbeiter an ten Aeubauten in ter Rieberwaldkolonie sind infolge Lohnstreitigkeiten in ten Ausstand getreten.
Zum Kommunalkonflikt.
fpd. K ö n i g st e i n. 24. Pug. Die R e g i e r u n g zu Wiesbaden hat auf Grund ter Städteordnung die Beanstandung sämtlicher Beschlüsse tes hiesigen Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung mit aufschiebender Wirkung verfügt, sowell durch sie die Stelle tes Bürgermeisters von Königstein für erledigt erklärt und dem rechtmäßigen Stelleninhaber jegliche Mitarbeit ter städtischen Körperschaften bis zur Entscheidung über das gegen ihn zu beantragende Disziplinarverfahren mtt dem Ziel der Dienstentlassung versagt wird. Die Beanstandung wird damit begrüntet, daß die gefaßten Beschlüsse rechtswidrig seien.
einem schweren tückischen Leiten erlegen ist, das sie mit seltener Tapferkeit und Seelengröße getragen hat. Das gute Andenken an die Entschlafene wird für immer gesichert sein.
** Gestohlen wurde in der Aacht zum 22. d. Mts. auf der Bleiche an der Lahn ein weißer, gestreifter Damastbezug, ein Bettuch und ein Handtuch. Vor Ankauf wirb gewarnt.
** Gefunden wurden in unserer Stadt ein Paar Ohrringe und ein Medaillon mit Kette. Der Eigentümer wolle sich bei ter Kriminalpolizei melden.
** Starke Preiserhöhung für Margarine, Die Margarinefabrikanten erhöhten die Verkaufspreise, angeblich wegen der Erhöhung der fremden Wechselkurse, diesmal in einem Ausmaß, das bie bisherigen Preissteigerungen weit übertrifft Die Preise stellen sich für bie besten Sorten auf 170 Mk. und für bie niedrigsten auf 145 Mk. je Pfund.
" Die Preise.für die 2. Herbst- r e g a 11 a des Vereins Rudersport- Gießen sind tm Schaufenster von O. Göbel, Schulstr. 6, ausgestellt.
Vornotizen.
— Tageskalender für Freitag. AN"-ia-Lichtspiele: „Kinder ter Finsternis", 1. und 2. Teil und „John und Zonnh". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ab heute: „Der Mord an der kleinen T" und „Der Sturz von der Teufelsbrücke". — Palast-Lichtspiele, ab heute: ..Der Liebling ter Götter" und „Die Verlvbungs- reife".
— Die „Lohengrin"-Aufführung des Wiesbadener Staatstheaters wird am kommenden Montag, abends 7 Llhr,' im Konzerthause in Bad-Aauheim wegen tes großen Erfolges einmalig wiederholt.
Wettervoraussage
für Samstag:
Wechselnd bewölkt, vereinzelte Regenfälle, Temperatur wenig verändert, Westwind.
Ein neuer Tiefdruckwirbel hat sich mit der wenig nordwärts verlagerten Depression vereinigt. Die Druckstörungen beeinflussen noch immer die Witterung in Mitteleuropa.
Kreis Friedberg.
sf. Friedberg. 24. Aug. Die heutige Stadtverordneten Versammlung beschloß, ten gesetzlichen städtischen Zu,a)U6 in Höhe von 315 000 Mk. zur Errichtung einer 5. Wohnung in einem ter bereits erbauten staatlichen Beamtenwohnhäuser und zur Errichtung eines 4. Wohnhauses zu leisten. Sie knüpfte daran die Bedingung, daß Arbeiten In der Höhe tes Zuschusses an Friedberger Handwerker vergeben werten. — Das Gesuch ter Anwohner ter Ludwia- strahe um Entfernung bei- Ahornbäume wurde nach längerer Debatte zurückgestellt bis die Frage geklärt ist. ob eine Aeutepflanzung sofort ober erst nach Jahren möglich ist. — Weiter beschloß man, im Laufe tes Sommers etwa 3000 Brausebäder an die SchuMnder ter oberen Klassen abzugeben. Die noch in diesem Sommer abgegebenen Bätet sollen für die Kinder unentgeltlich sein, die Stadt zahll Der Aktiengesellschaft Schwimmbad Dafür pro Kind und Bad 1 Mk. Die finanzielle Frage soll im kommenden Sommer neu geregelt
Sollte ein Schatten seinen Willen bändigen? Drang er durch tes Schlüsselloch zu ihm herein? Er richtete ten trüben Blick auf die Tür, als nmsse „sie" chm jetzt noch erscheinen, jetzt, zwischen ein und zwei llhr nachts.
trug ein schwarzes Gewand mit schwarzen öcmeiern und sank an ihm nieder, wie heute arme, kleine Mädel mit Dem ÄJ?auf>d£n unb ein schrecklicher Totes- schm^z zerriß chn.
und P^^te er sich frei. Verriegelte
u£b OtiSL 6 fe!nc Tür. Doch aus allen Fugen uno Ritzen unter ter Türspalte hervor krock
Denn faß ,eC icbcc beraubt,
begehen ?■■ Hub »emeinte ™?1nb
So war sein Seelenzustand ein-mt eminon Schaken unterworfen, abhängig r,on taufte Zufälligkeiten. uu
Aa.h einer Woche etwa flauie tes Hochwasser ab Archts uud niemand teüe umtgt und
die Höhe der Borkriegsjahre erreicht. 1913 betrug sie 33 291. Trotz der hohen Heiratsziffer zeigt sich jedoch schon wieder ein Heiner Geburtenrückgang, denn 1921 betrug die Zahl der Geborenen nur mehr 22 098.
3m allgemeinen schwankt das B e r - hältnis von Knaben und Mädchen unter den Aeugeborenen zwischen 106 und 107:100. Die Behauptung, dah sich nach einem Kriege dieses Verhältnis zugunsten der Knaben verschiebe, trifft auch diesmal wieder für Hessen zu. 3m Zahr 1919 kamen auf 100 neugeborene Mädchen 108 Knaben, im Zahr 1920 111, im Zahr 1921 109. Bei den T o t geborenen ist der Anteil der Knaben immer beträchtlich größer. Es kommen hier auf 100 Mädchen 125 und mehr Knaben. 3n diesem Verhältnis ist jedoch während und nach Dem Kriege keine wesentliche Aenderung eingetreten. Die Zahl der Totgeborenen, die in früheren Jahrzehnten über 4 Prozent aller Geborenen ausmachte und in den VorkriegSjah- ren 1911—14 auf 3 Prozent gesunken war, ist während und nach Dem Kriege wieder etwas in Die Höhe gegangen (auf 3,3 Prozent). Es ist dies wohl auf die schlechte Ernährung in den Kriegsjahren zurückzuführen. Besonders auffallend zeigt sich diese Steigerung bei ten iln« ehelichen. Hier war Der Anteil Der Totgeborenen immer etwas größer. Früher bettug er bis Zu 6 Prozent, ist aber dann vor Dem Kriege auf 3,6 Prozent gefallen, um während des Krieges 1915—18 wieder auf 4,1 Prozent, und 1919—21 auf 5,0 Prozent zu steigen. Der Anteil der Unehelichen, der in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts 16 und 17 Prozent ausmachte, dann in den 70er Zähren aber bereits auf 8 Prozent gefallen war und nun bis 1914 ziemlich konstant blieb, ist während des Krieges wieder etwas gestiegen, und zwar auf 10 Prozent. 1919—21 beträgt er 9 Prozent. Ausfallend ist es auch, daß während Der Kriegsjahre die Aiederkünste mit Mehrlingen ein wenig zurückgegangen sind. Während chr Anteil unter den Aiederkünften früher immer 13%o betragen hat, ist er 1915—18 zum ersten mal seit 1862 auf 12%o gefallen. Aach dem Krieg, 1919—20, ist er wieder auf 13%o gestiegen.
Amtliche Personalnachrichten. Ernannnt tourte am 7. April ter Reallehrer an ter Realschule zu Groß-Gerau Simon Schwarz zum Lehrer an ter Volksschule zu Groß-Gerau. — Ernannt tourte am 31. Zull die Schulamtsantoärterin Luise Ding aus AleDer- Saulheim zur Lehrerin an ter Volksschule zu Weisenau, Kreis Mainz. — Ernannt tourten am 18. August: die Kanzleiassistenten Friedrich Volk, Peter Michel zu „Sekretären"; bie Kanzleigehilfen Gg. Hamann, Hch. Wenner zu „Kanzleiassistenten", sämtliche in ter Landes- Hell- und Pflegeanstall Philippshospital bei Goddelau: ter Kanzleigehilfe Wilhelm Zo st in Alzey zum „Kanzleia stiftenten" bei ter Landes- Heil- und Pflegeanstall Alzey; der Adam Kohlbacher aus Ober-Aauses zum „Obertoärter“ bei ter Anstalt für Schwach- und Blödsinnige Alicestift bei Darmstadt, sämtliche mit Wirkung vom 1. April 1922. — Ernannt tourte am 19. August ter Hauswart Karl Stürz zu Darmstadt zum Ministerialamtsgehllfen bei dem Lantesamt für das Bildungswesen mit Wirkung vom 1. April 1922 ab. — Ernannt wurde am 21. August ter Militäranwärter Adam Schäfer aus Airlenbach zum Kanzleiassistenten bei ter Kanzlei tes Landesamts für das Bildungs- toesen mit Wirkung vom 1. April 1922 ab. — Ernannt wurde der Oberzollinspektor Treher beim Landessinanzamt Darmstadt zum Zollamtmann.
= Das Fest der silbernen Hochzeit begehen morgen, Samstag, Karl Enz und Frau Katharina, geb. Weinhardt, Schloßgasse 10
MS'
Sine dec ..
M Q koinni fiir
Ä
Sef( Dahles zu
iE «**«■' sK
®ä6Lb“ J Unh U
Äl°°r' Wochen vor Wahltag Mion emur^ Mchengemmden Vorsteher haben. meinöegl-edem u flkmMNgserMu ein. Sie W’ Sero D-Por <ß di°
mir ew W den zuständige v HekanatsausMy so ist dies Mi tn der vorgeschne örternden Mise Hinweis, dah dm Wahlvorschlag ein letzteres nicht, so Dahlvorschlag 3 Wahlhandlung al förmlichen Dahlh von einzelnen vc lichen die Grmdsö Einzelheiten kam toaten.
Die Kirch besteht indessen Hemeindevertzeten 'über dessen Wahl
b)Dahl
Der Kirch« Airchengemeindev gewählten Kirche mit dem seitherig vor aber bat bie Über zu befinden Krchenversassung simmng tarn n tretung M den lehrern und 4 und den LeMei vereinen teilen te[ der Mtgliei aicht durch die
Der Kirch ein Pfarramt n versehenden Geist nnd aus einer A Vertretung gewäh _ Wählbar Gmeindeglieder W und Erfahru Mtung wählbar Nung vvrgeschri Mmen. Die Da W» Mntn haben. 2 n .. 2n dem D LSrmdsätzlick 1*Men
Mer die '
Niere M behalten.
. . Die Dahle Sri M ^rchengemeind Le.mßer bis zum L" der ev. La ^.Dezember t
Mr nelen können.
n Kir ist . ®rIe6j
Wx an Jto dvrhand^i Unb
baitf<ten BerfaffungSgex^uöte, gefchlossen Die Re-rchsregierung hofft, mit allen deutschen Cantern einig zu fein in ter Zuversicht, baß Du? Wieberhvlung einer solchen Erschütterung unseres staatlichen Le- benS für die Zukunft unmöglich ist
ter Alltag trat toieter in feine Rechte. Gülte- wins Berben, straff gespannt wie bie Saiten eines Bogens, begannen wohltuend) zu erschlaffen und auszuruhen.
Bisweilen zwar lächelte er wehmütig bei ter Erinnerung an sein erstes verunglücktes Abenteuer, bas nur ein Bebel gewesen und in Rebel zerronnen War, aber bann war er so froh herüber, baß er sich selbst überwunden hatte, mitten in tem Kulissenrausch und ten Versuchungen Des Bühnenlebens.
Gleichsam zur Belohnung kam ein Brief von Lene mit Der freudigen Botschaft, baß sie es bei ter Tante durchgesetzt habe, aber daß bie Tante natürlich mitkäme, schon ter Leute wegen.
Diese letzten Worte erweckten Erinnerungen aus früheren Tagen in ihm. Die Achtung vor tem, was die Leute sagten, war ihm eingeimpft Worten von Kindheit an. Als er damals um- sattelte, waren es auch bie Leute gewesen, Deren Gerede ihm die Freude an dem neuen Beruf verdorben hatte. Hin und wieder warf er „Den Leuten" einen Brocken hin. an tem sie nagten, Geschichten von einer märchenhaften Gage, von unerhörten Erfolgen.
Die Tante muhte mitlommen, das sah er ein.
Bei prasselndem Schneegestöber fuhr er eines ^.age^ auf Den Bahnhof, eine beiten Damen ab- öuoolen. Freude und Bangigkeit im Herzen. 3toei Jahre sind eine Ian je Zett — wie fand er Vene, wie mochte Gene ihn finden?
Ried arg er begegnete ihm auf tem Bahnhof.
,^-itoarLen Sie auch jemand, Güld?wln? Ein fag?nn"tet durch, ich will ihm guten Tag
Es war die Sehnsucht nach jenem Röckchen, bie er zu fühlen meinte, und doch war es bie Sehn- -> lucht, uack tet Lene von früher. Eine leite Trauer
" Dte verst urvene Oberleh rerin l werten. — Das EintrtttsaelD für TRitini.n.
Zrl. Lina Mo es er, bie man am Montag zu Archiv wurde für Einzelpersonen auf 3 Mk für ©rate trug, hat ftch um dte Allgemeinheit, geschlossene Gesellschaften auf 1 Mk pro Berten Gießens hohe Berdrenste erworben. Frl. Moeser festgesetzt. Die Friedberger Schulen sollen freien war eine Frau von hervorragender Intelligenz, Zutrttt zu ten Sammlungen haben Die freien


