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t Hattenrv d, 24. Juli. *2tun ist auch un- i

lere Kirche wieder in den Defih eines Ge -1 läut es pelommen. Zwei Glocken hatten wir ab- (lefern müssen, und nur die unter Denkmalschutz aus dem Kloster Arnsburg stammende, mittlere Glocke war uns geblieben. Zu ihr goß die Firma Dinker in Sinn zwei neue Glocken, die trefflich geraten sind, so daß wir jetzt ein harmonisches Geläute haben 3m gestrigen Festgottes-- dienst, zu dem die Gemeinde, der sich auch noch diele Gäste von auswärts angeschlvssen hatten, vollzählig erschienen war, wurden die Glocken ge­weiht und ihrer Bestimmung übergeben. Eingelei­tet wurde die Feier durch einen Chor des hie­sigen Gesangvereins, wie sie auch durch zwei Ktnderchöre verschönt wurde. Die WeihePrediHt deutete die Glockeninschriften, nach denen die Glocken Trost und Mahnung in das Alltagsleben und Erdenleiden rufen wollen. Möge ihre «stimme den Weg finden zu Ohr und Herz der Hörer. Eine reiche KolleÜe legte Zeugnis ab von der dankbaren Freude der Gemeinde, die nach lan­gem Entbehren nun den Klang der Glocken auch ein StückHeimat" nicht mehr zu missen braucht. Dank sei auch gesagt dem Ortsvorstand, der die Mittel zur Anschaffung der Glocken be­willigte.

LJ Lang-Göns, 24. Juli. Gestern fand hier daS Hugendfest statt. Die Schuljugend zog unter Führung ihrer Lehrer geschlossen durch die Ortsstraßen, der Posaunenchor svielte die 'MrrsHbegltttung Wegen der ungünsti en Wit­terung fand das Fest in der Turnhalle statt. Lehrer S ch w i n n hielt die Festrede. Die Schul­mädchen führten einen Reigen auf; Gedichte und Gesänge der Schulkinder und Vorträge der Ge­sangvereine trugen zur Verschönerung des Festes bei.

Kreis Alsfeld.

§ Ermenrod, 24. Juli. Gestern nachmit­tag fand hier auf unserm Friedhof die Ein­weihung des Denkmals für unsere Gefallenen unter recht zahlreicher Beteiligung statt. Der Posaunenchvr aus Ginter-Seibertenrod eröffnete die Feier, die einen recht würdigen erhebenden Verlauf nahm. Die Festrede hielt Herr Pfarrer Georgi auf Grund des Schrift­worts:Herr, Dein Wille geschehe!" Sodann sprach der Vorsitzende des Denkmalausschusses, Herr G e m m e r. Vorträge des Gesangvereins und Gesänge der Schüler unter der Leitung des Lehrers Müller von hier gaben der Feier die rechte Weihe. Don der Gemeinde und den Vereinen wurden Kränze niedergelegt. Allge­meiner Gesang schloß die eindrucksvolle Feier.

§ Dieder-Ohmen, 24. Juli. Zwei Weißbinder waren auf dem Gerüst einer hiesigen Mühle beschäftigt. 'Der eine von ihnen b e - rührte die elektrische Ortsleitung mit der Hand. Dabei bekam er einen Schlag, daß er vom Gerüst stürzte. Mit zerbrochenem Schädel blieb er liegen. Ob der Tod infolge des elektrischen Schlages oder durch die Schädelver- lehung eingetreten, muh dahingestellt bleiben.

Kreis Schotten.

ed. Erchelsachsen, 25. Juli. Ein nicht alltägliches Erlebnis hatte etn hiesiger Imker. Er fand im Wabenschrank einen zugeflogenen Schwarm, der schon Honig und verdeckelte Brut hatte.

Lau 6 ach, 22. Juli. Der hiesige Ge­sangverein Harmonie wird in 8 Tagen ein Gesangsfest ab halten, wozu die benachbarten Bun­desvereine in größerer Zahl erwartet werden. Unfere landschaftlich so ansprechende Gegend wird dazu beitragen, daß die Feier sich eines regen Besuches von auswärts erfreut. Die Vor­bereitungen sind eifrig im Gange.

Ruppertsburg, 23. Juli. Daß unser kleines Pfarrdorf im Laufe der acht Hahr- hunderte, die es erlebt hat (das Grün­dungsjahr ist nicht festzustellen, da es überhaupt erst nach und nach entstand), teilweise recht inter­essante Ereignisse gesehen hat, zeigt eine lesens­werte Broschüre von 35 Grohoktavseiten, die soeben erschienen ist, betitelt:Das Dorf Rupperts­burg". Don Lehrer Debus. Der Verfasser hat mit großem Fleiß und mit großes Sorgfalt unser Gemeindearchiv benutzt; auch hat er eifrig die geschichtlichen Zeitschriften und sonstige Werke öurchgearbeitet. Wir Einheimische finden vielen wertvollen Lesestoff in diesem Büchlein, und jeder G^chichtsfreund wird gerne das eine oder andere mii Vergnügen kennen lernen.

ed. Aus demBogelsberg, 25.Juli.

Infolge der feuchttoarmen Witterung der letzten Tage findet man auf Wiesen und Hut- weiden den Champignon in großen Men- ^n- Die Landbevölkerung legt von Jahr zu Iahr die Furcht vor dengiftigen Schwäm- men immer mehr ab und sammelt eifrig die Champignons.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 23. Juli. Die Kriminal-

SÄ1 veryaftete hier etn junges Pärchen, das sich durch große Geldausgaben verdächtig machte Der junge Mann ift ein Darmstädter, der sich eine Hamburgern mitbrachte und es stellte sich Jeraue, daß sie gemeinsam mit einem jungen Bremenser in Bremen einem jug er elften Amerikaner die Brieftasche mit 1080 Dollar gestohlen hattmi. Für die eingewechsel­ten Paptermark führten sie nun ein flottes Leben Man formte noch 82 000 Mark retten. Rach dein Rest wird noch gesucht. C n

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 24. Iuli. Die Errichtung einer Jugendherberge in der ehemaligen Haupt- wache am Domplatz haben unsere Stadtväter wie­der aufgegeben. Es war vorgesehen, Betten aus der Unteroffizierschule dort aufzustellen. Man will nunmehr die Wanderherberge in dem demnächst freiwerdenden Lyzeum unter­bringen. Letztere Anstalt wird mit der neu er­richteten Aufbauschule (insgesamt 14 Klassen) in der Unterofsizierschule untergebracht.

Hessen-Nassau.

Der Totschlag in Bornhechi.

fpd. Frankfurt a. M., 24. Juli. Die Polizeilichen Ermittlungen in der Tot­schlags fache des Malers Brauer haben heute dahin, geführt, daß als intellek­tuelle Urheberin die Witwe Probst, bei der der Erschlagene wohnte, in Frage kommt. Die Probst befand sich in der Mordnackt in der Gesellschaft des Brauer und forderte den Spengler Berg mit den derbsten Ausdrücken auf, den Brauer totzufchlagen. Das tat dann (Outf) der angetrunkene Berg mit einer großen

ßatte. Die Probst wurde nach ihrer 'Verneh­mung durch den Untersuchungsrichter wieder auf freien Fuß gesetzt.

Gegen die Freigabe des Milchhandels.

wb. Frankfurt a. M., 24. Iuli. In einer Besprechung, die kürzlich zwischen 'Vertretern des Kleinhandels, der Molkereien und der Stadtver­ordnetenversammlung stattfand, wurde die Frage geprüft, ob sich eine völlige Freigabe der Milch an die Bevölkerung empfehle. Mit der Begründung, daß die zur Verfügung stehenden Mengen noch zu gering seien und voraussichtlich nur von den begüterten Bevölkerungskreis en auf­gekauft werden würden, wurde jedoch gegen die Freigabe des Milchhandels Stellung genommen.

mc. Frankfurt a. M., 24. Juli. Rach amtlichen Mitteilungen der Eisenbahndirektton geht der Umbau des Hauptbahnhofs seiner Vollendung entgegen. Man hofft, alle neuen Gebäude noch vor Herbst unter Dach und Fach zu bringen. Die Kosten belaufen sich jetzt schon auf 120 Millionen. Sie werden sich in nächster Zeit aber noch bettächtlich erhöhen.

tob. Frankfurt a. M., 24. Juli. Am Samstag fand man in dem Flur eines Hauses der Mainluststraße die angekohlte Leiche eines neugeborenen Kindes. Die Ermittlungen nach der Mutter führten zu keinem Ergebnis.

Gießener Strafkammer.

Gießen, den 21. Iuli 1922.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen ein Dienstmädchen von BU>-Rauhrim, die Trchter seines früheren Dirnstherrn und eine Hebamme wegen Abtreibung verhandelt. Rach umfangreicher Beweisaufnahme wurden alle Angeklagten mangels Beweises sreigesprochen.

Der Hausierer Philipp Z. von Wißmar hatte sich im Oktober 1921 bei einem hiesigen Geschäfts­mann Zigarren im Wert von etwa 1000 Mk. ers chto indelt und war deshalb vom Schöffen­gericht zu einem Monat Gefängnis per art eilt toorben. ©eine Berufung Wirde verwor­fen.

Zwei Händler von Gießen batten Anfangs des Iahres ein Pferdegeschirr und eine Decke, die von einem Diebstahl herrührten, gekauft und waren deshalb wegen Hehlerei bestraft wor­den. Ihre Berufung hatte Erfolg; sie wir- den mangels Beweises sreigesprochen.

HochschuLnolchmchteru

um. Darmstadt, 24. Iuli. Von der Technischen Hochschule: Geh. Regiwings- rat Prof. Dr. Rudolf Kautsch in Franksrrt a. Main wurde auf Antrag der Abteilung für Architektur der Technischen Hochschule in Darm­stadt in dankbarer Erinnerung an seine Lehr­tätigkeit in den Iahren 19031911, in Anerken­nung seiner Mitarbeit bei den Aufgaben der Denkmalpflege in Hessen und der Gründung des Denkmalarchivs und in Würdigung seiner grund­legenden Forschungen über die Baugeschichte der mittelrhein.schen Dome zum Dr.-Ing. ehren­halber ernannt. Ebenso wurde dem Geheim­rat Dr. L. Rebel, Oberkonsistorialpräsident tn Darmstadt in Würdigung der tatkräftigen Unter­stützung, die er in ferner Eigenschaft als Präsident des Oberkonsistoriums den Bestrebungen und A if- gaben der Hessischen Denkmalpflege und des neuen protestantischen Kirchenbaues verständnisvoll ge­währt hat, die Würde eines Dr.-Ing. ehren­halber verliehen.

Landwirtschaft.

Stützt die Obstbäume!

Die meisten Obstbäume sind mit Früchten schwer beladen und neigen chre Zweige be­reits ttef zur Erde herab. Da ist es an der Zeit, den Aesten Stützen zu geben, damit sie nicht brechen und die Kronen aus- einanderreißen. An der Zahl der Stützen zu sparen, wäre verkehrt. Als solche eignen sich Stangen aus Lohholz mit Astgabelung am besten. Wer über Stricke verfügt, braucht an einem Baum nur eine starke Stange zu be­festigen und die Aeste an diese aufzubinden. Das Stützen der Obstbäume sichert auch gegen starken Fruchtabfall bei windigem Wetter.

Die Roggenernte hat begonnen.

fpd. Vom Main, 23. Iuli. Die Korn­ernte hat dieser Tags ihren Anfang genom- m e n. Im allgemeinen ist man mit ihr zufrieden. Die Sommerfrucht, Hafer und Gerste, stehen weit besser.

Born oberen Wettertat, 23. Iuli. Gestern abend ging ein starker Gewitter­regen über unsere Gegend nieder. Es fiel teil­weise sogar Hagel. Jedoch ist kein bef an­derer Schaden durch das Untoetter entstanden. Die häufigen Regengüsse der letzten Woche smd andererseits dem Graswuchs sehr zu statten ge­kommen. Die Heuernte ist jetzt zu Ende. Ein­zelne Wiesen, besonders die tiefgelegenen, sind dieses Jahr d r e i s ch ü r i g. Man sieht öfter die Landleute Grünfutter mähen; trotzdem darf man auch hier auf eine gute Grummeternte hoffen. Die feineren Gräser, die hn vorigen Iahre abgestorben waren, sind ganz überraschend wieder erstanden. Rur an Klee mangelt cs allerorten. An die Ernte von K l e e h e u ist gar nicht zu denken. Die eßbaren Schwämme und Pilze sind dieses Iahr um 23 Wochen früher eingetroffen. Sie fallen jedoch umsomehr der Fäulnis anheim. Besonders gilt dies vom Stein­pilz und vom Champignon.

* Schlitz, 24. Iuli. In dem benachbarten Uellershausen hätte der Land- und Gastwirt Schäfer beinahe beträchtlichen Schaden unter feinem Viehstand erlitten, wenn nicht sofortige Gegemnaßregeln ergriffen worden wären. Unter dem den Kühen gereichten Klee befanden sich nämlich zahlreiche Klatschrosen oderroter Mohn, deren Milchsaft für Menschen und Vieh giftig ist. In Indien und im Orient wird bekanntlich aus dem eingetrockneten Milchsaft dieser Pflanze das Opium gewonnen, oieben Kühe des Landwirts, die bereits umgesal- len waren und wohl verendet wären, konnten nur durch den herbeigeeilten Tierarzt gerettet werden. Deshalb ergeht an alle Tierhalter die Mahnung, beim Füttern von Klee und Gras die Mohn­pf lanzen zu entfernen, toenn sie sich vor Schaden bewahren wollen.

Turnen, Sport und SpteL |

Sportklub .Vorwärts" Gießen und D. f. R. L i ch traten sich am Sonntag mit ihren 1. und 2. Mannschaften in Lich gegen­über. Ilm i/34 Uhr begann das Spiel der beiden 2. Mannschaften. Dis zur Halbzeit wurde' 0:0 ge­spielt; nach der Halbzeit sank die Wagschale zu Gunsten der Licher. Gießen wurde mit 3:0 ge­schlagen. Um 5 Uhr begann das Spiel der beiden 1. Mannschaften. Lich trat vollständig, Gießen mit Ersatz an. Rach langem unentschiedenen Spiel konnte Rechtsaußen Gießen zum ersten Male ein» senden. Aber kaum hatten die Licher wieder das Spiel ergriffen, als auch Linksaußen Gießen ein zweites Tor erzielt, denen noch zwei weitere für Gießen folgten. Vei Halbzeit stand das Spiel 4:0 für Gießen. Run gelang es V. f. R. Lich durch einen Elfmeter das erste Tor zu buchen, dem kurz vor Ablauf der Spielzeit ein zweites Tor folgte, so daß das Spiel mit 4:2 für Gießen abschioh.

Bücherlisch.

Hermann ßint: .Der Weg zur E i n s a m k e i t. Sibyllen-Verlag zu Dresden. .Der Weg zur Einsamkeit" ist ein moderner Wahlverwandlschaftcnroman. Hermann Lint weiß in die subtilsten Zellen ehelicher Probleme ein» zudringen, er schreibt, tote zwei weltmännisch kluge, gereifte Menschen, jeder in seiner Art, von der ursprünglichen Bahn abgedrängt werden. Büh­nenleben und Geschehnisse einer international ver­wöhnten Gcfel schaftsatmvsphäre, zusammenfallend mit lebendigen Schilderungen unserer Zeit, geben den Hintergrund für die vier interessanten rin­genden Menschen.

Turnerjugend. Von Otto Brüning, Mitglied des Iugendausschusses der Deutschen Turnerschaft. Hanseatische Verlagsanstalt,Ham­burg 36. (Aus der Schriftenreihe .Deutsche Iugend", herausgegeben von Frank Glatzel.)

SophieHoech st etter:DasKrv n- g u t". Sibhllen-Verlag zu Dresden. In diesem Buch ist mit unerschrockener Kühnheit die Erkennt­nis gestaltet daß der Weg zu einem Erlebnis Gottes durch das Elementarereignis des Eros und all seine leidenschaftlichen Erschütterungen führt. Der Leser sieht diesen Weg in einer Fülle von Gestalten und Bildern, bis er weiß, diese Bilder sind Spiegel, und in jedem der Spiegel erblickt er auf eine rätselhaft neue Weise eine Beleuchtung seiner geheimsten Dinge, seines my- sttschen Ichs.

Handel.

Berlin, 24. Iuli. Börsen st immungs- bild. Bei der noch immer bestehenden Unflarijeit über die Moratoriumsfrage sowie infolge der un­günstigen Beurteilung der Vorgänge in Bayern von der Spekulation blieben am Devisenmärkte Schwankungen bestehen mit dem Ergebnisse, daß Devise Reuyork vom Vormittagskursstand 513 bis 496 vor Festsetzung des amtlichen Kurses zurück­ging. Am Effektenmärkte fand die ant Freitag so unvermittelt zum "Durchbruch gekommene Aus- wärtsbewegung in Montanwerten zunächst keine Fortsetzung. Die Spekulation sowohl wie das Publikum verhielten sich wegen der Abschwäch­ung der Devisenpreise zurückhaltend. Immerhin ist die Allgemeintendenz als widerstandsfähig und im Verlaufe als befestigt zu bezeichnen, wobei am Montanmarkte besonders wieder in Harpenern, die bis 3275 anzogen, teilweise größere Umsätze statt­fanden. Auf den anderen Märkten blieb im Gegen­sätze hierzu eine ziemliche Geschäftsstille vorherr­schend Die Kursveränderungen hielten sich hier zwischen 10 und 30, wobei Besserungen überwogen. Auch der ausländische Rentenmarkt hat hinsicht­lich des Geschäftsumfanges seine bisherige bevor­zugte Stellung eingebüßt. Die Umsätze sind hier wesentlich geringer geworden. Die Kurse vermoch­ten sich nach anfänglichen Schwankungen gut zu behaupten und teilweise wie für Mexikaner, einige Ungarn» und Ballanwerte zu erhöhen.

Frankfurt a. M., 24. Iuli. Börsen» st immungsbild. Das Geschäft an der heu­tigen Börse, die eine feste Haltung einnahm, be­schränkte sich wieder auf einige Spezialpapiere. Die schwankende Haltung der Devisenpreise hemmte die regere Geschäftstätigkeit. Der Dollar stellte sich am Vormittag auf 516506; an der Vörse setzte er aber mit 502 ein und schwankte zwischen 497 und 495. Im freien Verkehr wurden folgende Kurse genannt: Decker-Stahl 545, Benz 525520, Gebr. Fahr 580. Am Montanmarkt lagen die ersten Kurse fast durchweg höher. Kali-Aktien, Auto-, Maschinen- und Metallwerte fanden verschiedent­lich zu höheren Kursen aufnahme. Anilinwerte wurden rege gehandelt. Dei kleineren Umsätzen konnten sich Elektrizitätspapiere behaupten. Zucker­fabrikaktien wurden reger gehandelt. Im Ver­laufe blieb das Vörsenbild unverändert fest. Privatdiskvnt 5 Prozent.

Frankfurt a. M., 25. Juli 1922.

Börsenkurse.

Frankfurt Derlin 1-Uhr- 1-Uhr- Schluß- Ans.- Kuxs Kurs Kurs Kurs

386,- 391,

795,

2S8,

244, 273.

715,-

496,-

430,-

73,60

826,-

180,-

805

731

754,

21.7.

77,60 118 50 200,-

78,50 443,- 327,«® 286,- 277,- 480,-

755,- 1220,- 1325,- 3250,-

910,- 735 -

1470,- 820,- 743,- 760,- 840,-

739,

600,-

450,- 73,53

840,- 180,-

24.7.

77,50 117,25 206,-

79,- 449,- 32u,75 285,- 271,- 475,- 390,- 299, - 245,- 275,-

1315, 800,-

1236,- 1325,- 3275,-

91C,- 725,-

ISuO,- . 825,-

740,-

759,-

840,- 750,.

490.50

451,-

74,50 8d0,-

195 -

77, - 450,- 337,- 284, 271,- 480 - 394'- 294,- 246 271'-

Datum:

5% D tsch. Krieg sank. 4°/» Disch. Reichsanl. 3°/Dtsch. Reichsanl. 4°/0 Preuh. Konsuls Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Lomm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Dank . . . Disconlo-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Mitleid. Creditbank. Aationalbank f. D. . Boch. Gußstahlwerke

290, - 246,- 275,-

2265, -

687,- 1150,- 1243,- 2825,-

880,-

675,-

1400,-

816,- 735,- 742, 840,- 700,-

491.« 425,-

200,- 78,50

460 334,- 284,- 270,- 480,-

Bud'.-Eisenw'-Akt.. 700 D.-Luxemb.Bergw..

Gelsenkirch. Bergto..

Harpener Bergbau. 2835

Oberschl. Eisenb.-B. ^00

Oberschles. Eisenind. b"5 Phönir-Bergb.-Akt. ^6°. Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Ges. . .

Selten & Guilleaume Schuckert-Werke. . .

Adlerwerke Daimler 4°/0 Hess. Staatsank. Electron Griesheim Dtsche. Dereinsbant

21. (. 24. 7.

77,60 77,50

117,50 117,50

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Dries

Datum: 22. Juli. 24. Juli.

Amstd.-Rotterb. 19725,3019744,7a 19625,4019674,60 Brüssei-Antw. -*018 95 4030 05 4013,95 4030,05

Ehristiania . . . 8564,25 8583 75 8514,30 8535,70

Kopenhagen . . 10911,30 10938,'. 0 10861,40 10888,60

Stockholm. . . . 13183,50 13216,60 13005,70 13041,30

HelsmgforS. . . 1063,65 1066,35 1033,70 1036,30

Italien *2357,05 2362,95 2337 05 2342,95

London 2252,15 2267,85 2237,20 2242,80

Reuyork b07,86 509,14 502,37 503,63

Paris 4254,65 4265,35 <224,70 <235,30

Schweiz 9697,85 9722,15 9468,10 9511,90

Spanien 7890,10 7309,90 77?b,z5 7779,75

Deutsch. Oesterr. 1,38 1,<2 1,63 1,67

Prag 1088,60 1091,40 1086,60 1089,40

Budapest.... 21,96 32,04 31,96 32,04

Buenos Aires . 184,50 185,- 182,75 183,25

Bulgatten . . . 322,55 323,45 326,65 327,45

Japan 238,50 259,50

Rio de Ianeirv -6816,- 6834,

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14 22.7. 24.7.

Zürich Fr. 125.40 1,04 i,05

Amsterdam Fl. 59.20 ,51 -,61

Kopenhagen Kr. 88.80 -,94 ,95

Stockholm Kr. 88.80 -,82 -,7y

Wien Kr. 117.80 -,-

Prag Kr. 117.80 9,10

London 6H. 97.80

Reuyork $ 23.80 -,20 ,,20

Patts Fr. 125.40 2,37 2,37

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M.. 24. Iuli. (Amtlich.) Marktverlauf: Ruhiger Handel. Bei Rindeim unb Schweinen Ueberstand. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgettieben waren 1345 Rinder, darunter 211 Ochsen, 40 Bullen, 1094 Färsen und Kühe. Ferner 327 Kälber. 141 Schafe und 917 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Ochsen 28004IOC Mark, für Dullen 28003000 Mk., für Färsen und Kühe 2700-3900 Mk. für beste Färsen, 1700 bis 3100 Mk. für beste Kühe, für Kälber beste Qualitäten 41004500 Mk., für mittlere Qua­litäten 35004000 Mk., für geringe Qualitäten 30003400 Mk., für Schafe 2600320 Ms., für Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 6000 bis 6600 Mk., von 80100 Kilo Lebendgewicht 6600 bis 7100 Mk., von 100- 120 Kilo Lebendgewicht 6600-7200 Mk., von 120150 Kilo Lebendge­wicht 68007100 Mk., für Fettfchweine über 150 Kilo Lebendgewicht 68007100 Mk., für Sauen und Eber 60007000 Mk. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt n. M, 24. Iuii. Im Früh­verkehr war die Haltung des Getreidemarktes fest, Größeres Geschäft vollzog sich nicht, da die Unternehmungslust zu wünschen übrig läßt. Man nahm eine abwartende Stellung ein, was mit der Bewegung der- Devisenschwankungen in Zusammenhang gebracht wurde. Die Preise für Weizen stellten sich gegen ihre letzten Qllotierungcn gut behauptet. Roggen zeigte größere erhöhte Preise, da sich Rachfrage bemerkbar machte. Sommergerste findet bessere Aufnahme, das An­gebot ist aber bescheiden. Hafer liegt fest. Mais ruhig und wenig beachtet. Die Rachfrage nach Weizenmehl ist wieder größer, auch zeigt sich ein Anziehen des Preises. Käufer wie Verkäuker verhalten .sich zurückhaltend. Roggenmehl wenig verändert. Erbsen fanden Beachtung, auch Oel- faalen sind stärker gesucht. Futterstoffe fest. Reis blieb bei guter ^kachfrage höher im Preise. - Amt liche Notierungen der Frank­furter Getreide-Dorse vom 24. Iuli. (Getreide, Hülsenfrüchte und Biertreber ohne Sack. Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack. Preis je 100 Ka, alsbaldige Lieferung, Parität Frankfurt a. M.) Weizen 25002550, Roggen 19001925, Sommergerste für Brau­zwecke 23002325, Hafer 22002300, Mais Plata 2100, Mais Mixed 19752000, Weizen­mehl, südd. Spezial 0 32753450 bei Waggon bezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 24002450, Weizen- und Roggenkleie 1325, Biertreber 1375, Heu, füto., gut, gesund, trocken 1500 Mk. Tendenz, stetig.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Das Programm der Zusammenkunft zwischen

Lloyd George und Voincare.

Paris, 24. Iuli. (WTD.) Rach einer Havas- rneldung werden bei der Zusammenkunft zwischen Lloyd George und Poincare außer der Reparationsfrage noch andere An­gelegenheiten zur Sprache lammen, so die von der griechischen und der türkischen Regierung vor­geschlagene Regelung der Orientfrage, doch scheint dieses Problem nicht von Grund auf in London besprochen werden 311 sollen. In der Tanger-Frage we;de ein vorläufiger Mei­nungsaustausch erfolgen, jedoch sei eS wahrsHein- lich, daß das Problem wegen seiner zahlreichen technischen Gesichtspunkte Der gründlichen Prü­fung eines sranzösisch-englischen-spanischen Sach- verständigenauslausches unterbreitet wird. Endlich soll der Borschlag der englischen Regierung, der sich auf Oesterreich bezieht, erwogen werden.

Besprechungen in der Reparattonsfrage

London, 24. Juli. (WTB.) Der diplo- mattsche Korrespondent desDaily Telegraph" schreibt: Wie ich höre, wird btnn<A kurzem zwischen britischen und belgischen Ministern in der Reparationsfrage eine Unterredung stattfrnden. Diese Unterredung wird sich auch auf die italienischen Minister ausdehnen, sobald das neue italienische Kabi­nett in der Lage ist, sich mit der Angelegenheiit zu befassen.

Englische Forderung unverzüglicher Hilfe für Deutschland.

London, 24. Iuli. (WTD.) DieSun- dah Times" schreibt: Deutschland mit Sank­tionen zu bedrohen, die denen, die sie verhängen, am meisten Schaden zufügen, hat keinen Zweck Ebenso zwecklos ist es, ben Tag, an dem eine Diskussion eine logische und praktische Lösung finden soll, hinausschieben. Deutschland ist mehr als der ehemals wichtigste Kunde Englands. Es ist der wttckschastliche Eckstein des ganzen Konti­nents, und der wirtschaftliche Wiederaufbau Eu­ropas kann keine Fortschritte machen, bevor nicht gestattet wird, daß Deutschland wieder auf die Deine kommt.