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Reiskirchen, den 22. Oktober 1922.

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Nordpol.

23. Oft. Die03. 3 meldet: 3n die Nachricht eingetroffen, dah und sein Begleiter O m d a h> l im sich ihre Winterquartiere zurecht

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Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen, sowie Angebotsunter, lagen können auf unserem Amt eingesehen werden. Angebotsvordrucke werden zum Selbstkostenpreis, solange Vorrat reicht, abgegeben. 9475D

Die Angebote sind verschlossen, Porto, frei und mit der AufschriftBeamten. Haus Büdingen" versehen, bis zum Er- vffnungstermin am Donnerstag,dem 2. Ao- vember 1922, vormittags 10*/, Ahr, bei uns einzureichen.

Büdingen, den 23. Oktober 1922.

Hessisches Hochbauamt. Frey.

Weitershain, den 22. Oktober 1922. Bürgermeisterei Weitershain.

__________Reichert.____________

lich versahen. 3m Mai oder spätestens Juni solle der Flug über den Nordpol angetreten werden. Angeblich soll Amundsen geäußert haben,

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Treibeis gekommen sei, so daß die Fährt über den Pol nach Spitzbergen wvM nicht länger als ein Jahr dauern werde.

Dampfer-Zusammenstoß im Kaiser-Wilhelm- Kanal.

Hamburg, 23. Oft. (Wolff.) Wie die Mon­tagblätter melden, sind im Kaiser-Wil-

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stadt wirkte, hier seine Antrittspredigt. Die erste Schulklasse sang zur Degrühung des neuen Seel- sorgers ein dreisttmmiges Lied unter Leitung ihres Lehrers Schwinn. Anter Begleitung der neuen Orgel, die der Organist Lehrer Merkel spielte, führten sind. med. Merkel (Geige), Gesangs­dirigent Wilhelm Müller (Viola), Posaunen­dirigent Karl Boller (Flügelhorn), Paul Weber (Cello) und Kandidat Emil Weber (Flöte, z. T. auch Orgel) der Gemeinde das Largo von Händel, eine Meditation von Bach-Gounod und eine Kantilene von Goltermarm vor. Die genannten Musikfreunde hatten auch acht Tage zuvor am Erntedankfest die Gottesdienste mit ihrer Kunst bereichert. Auch die gestrige Feier hinterlieh in allen ihren Teilen einen tiefen Eindruck.

ow. Ober-Widdersheim, 23. Oktober. Gestern fanden im Kirchspiel Ober-Widdersheim die Kirchenvorstandswahlen statt. Für die Muttergemeinde Ober-Widdersheim wurden zu Kirchenvorstehern gewählt: Bürgermeister Schäfer, August Jockel, Ludwig Hof- mann II. und Karl Grünbein aus Ober- Widdersheim, Bürgermeister Michel und Adam Dinding V. aus Anter-Widdersheim. 3n der Filialkirchengemeinde Dorsdorf, wo bisher nur vier Kirchenvorsteher tätig waren, wurden ent­sprechend den Bestimmungen der neuen Kirchen­verfassung sechs Kirchenvvrsteher gewählt, nämlich: Altbürgermeister Weih, Louis Widders­heim I., Otto Dalzer I., Otto Doll I., Bür­germeister Widdersheim und Gemeinde­rechner Michel.

rm. Rüsselsheim, 23. Oft. Auf eigene Kosten wollen die Inhaber der Opelwerke dahier den obligatori­schen Fortbildungsschulunterricht übernehmen. Sie beabsichtigen, für den Anter- richt der in ihrem Betriebe beschäftigten Lehr­linge drei Fortbildungsschullehrer anzustellen.

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zu machen. Beide Forscher Hätten keine Not and wären mtt Heizung and Lebensmitteln überreich-

Bekanntmachung.

3nfolge einer 6O°/oigen Erhöhung der Frachtsätze für Brennstoffe und einer Lohn- erhöhnng ab 16. Oktober 1922 werden die Höchstpreise für die zum neuen Frachtsatz bezogenen Steinkohlen und Koks um Mk.39.und für Braunkohlenbriketts um Mk. 34. für den Zentner und die Zu­schläge für Einwerfen usw. um 20% mit sofortiger Wirkung erhöht.

Freigabe von Kohlenmarken:

Marken 10, 11 und 12 der Haus­haltungskarte (rote Karte), Marke 2 der Karte für Einzelpersonen und Marke 5 der Kohlenkarte für kleingewerbliche Be­triebe werden mit je 1 Zentner Brenn.

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Aus dem Weitershainer Gemeinde­wald soll im Wege des schriftlichen An­gebots nachstehendes Fichten- und Kiefern­stammholz verkauft werden:

Fichten: 0,75 Fstm. 2. Kl., 20,52 Fstm. 3. Kl., 18,17 Fstm. 4. Kl., 25,99 Fstm. 5a Kl. und 13,81 Fstm. 5b Kl.

Kiefern: 1,95 Fstm. 3. Kl. und 1,61 Fstm. 5. Kl.

Sämtliches Holz ist mit Rinde ge- messen und dann geschalt.

Die Gebote sind bis 1. November l. Fi­bel unterzeichneter Bürgermeisterei einzu­reichen. Eröffnung der Gebote am 2. No-

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Helm-Kanal der dänische Dampfer ,KmtthfF und der deutsche DampferFritz Schindler" zu- sammenge st offen. Kurz darauf lief eia an­derer deutscher Dampfer auf den am Bug des DampfersKnuth II" hängendenFritz Schind­ler" auf, der sinkend an die Nordböschung ge­schleppt wurde, wo das Schiff wegsackte. Die Kanalschiffahrt ist unbehindert.

Millionendiebstahle.

Berlin, 23. Oft. (Wolff.) DieNeue Ber­liner Zeitung" meldet: Heute Nacht wurde am Kurfürstendamm ein Strahenpassant von Anbekannten überfallen, betäubt und der ge­samten Barschaft im Werte von über einer hal­ben Million Mark beraubt, aufferdem wurden ihm wichtige Papiere gestohlen. 'Die Er­mittlungen der Kriminalpolizei blieben ergebnis­los. Bei einem Einbrüche in die Wohnung des dänischen Kaufmanns Svanholm in Char- lottenbnrg erbeuteten die Diebe Geld- und Wert­sachen im Gesamtwerte von 50 Millionen Mark. Durch einen Einbruch tourte ferner ein vergoldeter M e ff k e l ch aus der Sakristei des St. Iosephheim, im Werte von einer Mil­lion Mark gestohlen. Aus dem Museum für Meereskunde stahl ein unbekannter Besucher einen schweren Geschühbestandteil im Werte von 100 000 Mark.

München, 23. Oft. (WTD.) Bei einem Einbruch in eine Billa am Nicolai-Platze wurden Silbersachen, Wäsche und Schuhe im Ge­samtwerte von über drei Millionen Mark gestohlen.

Großfeuer ht Neuhork. 14 Menschen verbrannt.

Paris, 23. Oft. (Wolff.) Nach einer Mel­dung terChicago Tribüne" aus Neuhork sind gestern bet einem Brand in einem Hause in der 110. Straffe 14 Personen umge kom­men und 20 verletzt worden.

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Wettbewerb vergeben werden und zwar:

Danksagung

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die trost­reichen Worte des Herrn Pfarrers sowie für die Kranz- und Blumen­spenden und die herzliche Teilnahme des Kriegervereins bei dem Hinscheiden meines treusorgenden Mannes, unseres Bruders, Schwagers, Paten und Onkels

Ludwig Enders

spreche ich im Namen aller trauernden Hinterbliebenen meinen herzlichsten Dank aus.

Katharine Enders geb. Balser

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Ätrdye und Schule.

ri. Lich. 21. Oft. Die Ginweihu ng der neuen Synagoge, die gestern stattfand, ging unter Beteiligung der gesamten Bevölkerung vor sich 3n dem alten, Neinen Bethaus in der Ober­stadt sprachen Prvvinzialrabbiner Dr. Sander von Giehen und Lehrer Stein von Hungen ergreifende Abschiedsworte, und die Ge­meinte vereinigte sich dort zum Abschied noch einmal, zugleich im Andenken an die Verstorbenen, zum sogenannten Kaddischgebet. Dann wurden die Gesehesrollen in langem Festzug, dem sich auch die Behörden und Geistlichen beider christlichen Konfessionen angeschlossen hatten und der von einem Dläserchor angeführt wurde, durch die Stadt zur neuen Synagoge getragen, die sich in ter Amtsgerichtsstrahe befindet. Dort zog die Festversammlung nach der Schlüsselübergabe in tes Gotteshaus ein. Hier fand zunächst der feier­liche A m z u g mit den Gesehesrollen unter den Klängen des Hosiannagebetes statt, geleitet von Lehrer Dauer aus Gedern und begleitet von einem israelitischen Männerchor aus Gedern. Nach dem Einheben der Rolle in dieheilige Lade" hielt Provinzialrabbiner Dr. Sander die von warmer Degeisterung getragene, tief angelegte Fe st predigt. Nach ihm sprachen Bürger- meister Völker im Auftrag der Stadt, Stifts­pfarrer Schorlemer und Dechant Lenz als Vertreter der evangelischen Gemeinde, Pfarrer S ch w e n z als Vertreter der katholischen Ge­meinde. Nach einem Schluhwort und einem Vor­trag des Dläserchors schloff sich die innige, fröh­liche Liturgie der Degrühung des Sabbaths an, bei ter Lehrer D a u e r das Amt des Vorbeters versah. Durch die neue Synagoge ist unsere Stadt um eine Sehenswürdigkeit bereichert. Hiesige Dau- meister und Handwerker haben ihr Destes geleistet, um dem Raum ein seiner heiligen Bestimmung würdiges Aussehen zu verleihen.

T Lang-Göns, 23. Oft. Gestern hielt Pfarrassistent Wilhelm L o h f i n k, der bereits zwei Jahre in der Martinsgemeinde zu Darm-

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Vermischtes.

Der DrotpreiS in Berlin.

Berlin, 24. Oft. (WTB.) Die Berliner städtische Grnährungskvmmission beschlvh gestern, dem Magistrat vvrzuschlagen, den Preis des Markenbrotes von 1900 Gramm vom 30. Ok­tober ab auf 98,50 Mark festzusehen. Das markenfreie Brot soll vom 30. Oktober ab 3 00 Mark kosten.

Das DlsrnarckdrarnaDie Entlassung".

De r l i n, 23. Oft. DieD. Z. a. M." meldet: Das Kammergericht erkannte in dem Prozeh Wilhelms II. gegen Emil Ludwig, DNsasser des DismarckdramasDie Gn t l a s su ng", das Necht des Dichters auf Dramatisierung zeitge­schichtlicher Persönlichkeiten an, hob das Urteil des Landgerichts auf und gestattete die Verbrei­tung des Buches unb die Auf f ührung des Dramas.

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7. November: Goethe-Dorttag Dr. Frie- drich List: Goethes Deutsches Glsah. Vorher: Fräulein Karla Keller.

8. November: Festabend der Ortsgruppe Giehen des Hilfsbundes der Elsaß- Lothringer im Reich.

9. Nov.: Lichtbilder-Dorttag: Lothringen, Land und Leute. Redner: Geh. Reg.-Rat Univ.-Prof. Dr. Wolfram, General­sekretär des Wiffenschafll. Instttutes.

lO. Nov.: Dichter-Abend: Hans Karl Abel. 11. November: Theater-Abend: Dialekt- Aufführung.

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