Ausgabe 
24.1.1922
 
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Börsenkurse.

Berlin

Poincarö doch m

ftenß zwei (Zahre

929,

Markuotierungea.

83.80

Str.

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24. L

Schwerer gronlen

(Nachdruck verboten.)

11. Sortierung.

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20.1.

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5X1 tum:

5% Dtlch. Kriegsanl. 4°/0®tfd). Reichsanl. 3°/<,Dtsch. Reichsanl. 4°/0 Preuß. Konsols Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Ereditbank.

2,60

1,38

2,50

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27,50

2,05

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Deuyork . .

Höchster Farbwerke. Allg. Glektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° e Hest. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Bereinsbank

SM 6b MMMe vor Nosk nnö Alle ©eöentet der önagernöea Bügel!

294 275,.

470, 415,.

324, 296, 285,

1050, 800, 916, 925,

1438, 748, 625,

1080, 598, 585, 708, 970, 666, 622,

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£ - L. = Fr. = Str. $ Str. = Rt. =

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fort, so wahr ich vor Ihnen stehe, ich bin nicht ber Mörder-, möge Ihnen ein höherer Richter verzeihen. Das Gericht verkündete nach halbstündiger Beratung sein Urteil, das auf Freispruch im Falle Link lautete, au, ein Jahr Zuchthaus wegen Meineides und auf zweimal zum Tode in den beiden Raub­mordfällen. Der Angeklagte, der bleich aber ohne sichtliches Interesse den Ausführungen des Staatsanwaltes und seiner Verteidiger gefolgt war, nahm auch den Urteilsspruch ruhig auf.

Fl-.

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Die Blüchermchten.

Roman von HannSvonZobeltitz.

Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien Prag PariS ....... London

Italien.......

Brüssel Budapest Reuyork.......

Agram.......

Warschau

1.7.14. Fr. 12540 Fl. 59.20

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589,- 705,- 990,- 650,- 625, 625,

74,10 740,- 228,75

Oderschles. Eisenind. 637 Phönst-Bergb.-Akt. 1080, Bad.Anilin-al. Soda 600,

Freie Lehrer st ellen. Gr ledig! sind: eine mit einem evangelischen Lehrer zu besehende Lehrerslelle in Altenschlirf, Kreis Lauter­bach, eine mit einem katholischen Lehrer za be­sehende Schalstelle zu Rieder-Roden, eine mit einem katholischen Lehrer zu besehende Schal- stelle zu Dorndiel and 2 Lehrerstellen an der Volksschule za O d e r - R o d e n, Kreis Die­burg, von welchen die eine mit einem evange­lischen, die andere mit einem katholischen Lehrer zu besehen ist, zwei mit katholischen Lehrern zu besehende Schalstellen zu a i n st a d t, eine mit einem katholischen Lehrer zu besehende Schul­stelle zu Mühlheim, eine mit einer katho­lischen Lehrerin zu besehende Schulstelle za Mainflingen und eine mit einer kathckischen Lehrerin zu besehende Schulstelle za Klein- Steinheim, Kreis Offenbach.

tog. Breungeshain, 23. Can. Unser all- verehrter Seelsorger, Kirchenrat Doering, wurde am vergangenen Samstag zur l e h t en Ruhe geleitet, nachdem er beinahe 45 Jahre lang in unserer und in der Rachbargemeinde Busenborn im grössten Segen gewirkt und mit hingebungsvollster Treue seines Amtes gewaltet hatte. Er war der Senior der hessischen evangeli­schen Geistlichkeit und hat das hohe Alter von beinahe 79 Jahren erreicht. In ergreifender Weise kam die Liebe und Dankbarkeit seiner Gemeinden, die Achtung und Wertschätzung seiner Amtsbrüder bei der erhebenden Trauerfeier zum Ausdruck. Dekan V o l p - Laubach würdigte in der Ge­dächtnispredigt die Verdienste des Entschlafenen; Kirchenrat Münch-Schotten sprach tief emp­fundene Worte im Romen ber Dekanatsgeist- lichen; Pfarrer Stumpf- Eschenrod legte Kränze nieder für die Kirchengemeinden Breungeshain und Buscnborn; Bürgermeister Strauch sprach namens des Orts- und Schulvorstandes und der Gemeinde Breungeshain.

5,7?

378,45

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Datum.

Amsterdam-Rott erd. Drüssel-Antwerpen. Christiania.....

Kopenhagen Stockholm ..... Helsingfor» Italien . London ...... Reuyork . .

Paris Schweiz . Spanien ...... Wien (altes) . . . . Deutsch-Oesterr.. .. Prag Budapest Buenos Aires ... Bulgarien Konstantinopel . . .

Züricher Devlserrmartt^

8,70

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298,- 280,- 490,- 415,- 324,- 298,- 286,-

1050, 910,- 920, - 93b,50

1440,-

800,- 735,-

1105,- 635,- 605,- 7G6, 990,- 680,- 640, 630,-

75,30 765,-

Endlich stösst ber Graf, der schweigsam neben ihnen schreitet, eine Tür auf.

Drinnen sitzt eine einzelne alte Dame, ganz allein.

Als die Tür geht, wendet sie sich um, will sich erheben. Doch der Sohn eilt gleich auf sie zu. hindert sie sanft, nennt vorstellend die Ramen seiner beiden Begleiterinnen. »Erlauben Sie, gnä­digste Mama . . .

Die Greisin must einst sehr schön gewesen «ein. Tie Jahre haben ihr den Racken gebeugt, haben hundert, nicht vorborgene Zältchm in ihr Gesicht gezogen. Aber die Augen leuchten noch frisch und lebendig. Leuchten zumal zu Luise hinüber, mit einem gütigen Forschen und Fragen.

Dann spricht sie, lei e, ein wenig verhallen, und während sie spricht, verjüngt sich gleichsam das Sreisengesicht. »Ich freue mich sehr, die Da­men zu sehen. Mein Sohn hat mir v el erzählt. Fränzl, bitt', rück' ein paar Stühle heran" Sie reicht beiden die Hand zum Stuf?. »Der Zwischen­akt ist lang. Sie müssen einer alten Frau schon

zierten schwarzen Seide. S e ist abweichend von ber Mode gekleidet, fast schlicht. Rur das Mol­lier und eine mächtige Brillantagraffe im weisten Haar verraten Reich um.

Wie hn Fluge vergeht ber Zwischenakt. Das Orchester intoniert bereits. Die Besucherinnen erheben sich. Roch einmal reicht die Greisin ihnen die Hand. Sagt: »Machen Sie mir die Freude, mich zu besuchen, wenn es Ihre Zell gestattet." ilnb wiederholt, zu Luise gewendet: »Richt wahr . . . Sie kommen?"

Dann ging eS zurück durch die endlosen Kor­ridore, treppauf, durch daS Foyer mit den groben Kronen, und wieder durch Korridore bis zur eige­nen Loge. Der Graf neben ber feinen, kleinen Frau. Die blauberte lebhaft: »W e schön must die gnädigste Frau Mama gewesen fein ? Rein wie schön ist sie heul' noch als Matrone. Ach . . solch liebes, gütige^ Antlitz! Hören Vie, Graf, die Adresse des Ateliers der Schneiderin ber Gnädigsten must ich haben! Must! Must! Mein Zösiein weih sowieso nicht aus noch ctn. Dast Eie mir das nicht vergessen, lieber Graf! Luise, wie schweigsam du bist! 3a, Grus, manchmal ist ber Luise das Mäulchen tt>ie vermauert. Immer, wenn sie unter neuen Eindrücken steht. Aber manchmal ist sie wieder eine liebe kleine Plauder­tasche."

Run standen sie an der Logentür. Der Graf hiell auf einen Moment die Hand LuiseS. »3d* danke Ihnen, Baronesse!" sprach er le/e .Wir sehen uns ja morgen abend . . . hoffentlich - - auf dem Massenfest bei ber russischen Exzellenz."

(Fortsetzum foIaU

Handel.

Berlin, 23. Januar. Börsenstinr - mungsbilb. Nachdem infolge der Aus­führungen Lloyd Georges am frühen Bor- mittag die Devisenpreise eher nach unten ge­neigt waren, trat später eine entschiedene Be­festigung ein, die den DvllarkurS bis 204 hob. An der Börse bekundete die Spekulation wegen der Unsicherheit der allgemeinen Lage, der Steuerkompromihverhandlungen usw. weit­gehende Zurückhaltung, wogegen das Privat­publikum am Einheitskursmarkt der Dividen­denpapiere sich in mäßigem Umfange kauf­lustig zeigte. Die Tendenz der Börse war daher überall als fest zu bezeichnen bei Kurs­steigerungen von durchschnittlich 1025 Proz. und 50 Proz. für einzelne bevorzugte Mon­tan- und Industriewerte und 100 Prvz. für Hammersen und Stöhr-Aktien. Auch weiter­hin blieb das Geschäft still und beschränkte sich auf einige Sondergebiete, wie am Mvn- tanmarft auf oberschlesische und am Industrie- marft auf Kali-, Spinnerei- und Waggon- aktien. Westeregeln gaben 150 Proz. nach. 3m Freiverkehr wurden Sarotti zu 1200 bis 1475 gehandelt. Bon Balutapapieren zogen Mexikaner und Eanadas kräftig an. Arn Ren­tenmarkt waren bei ftillem Geschäft die Kurse nicht erheblich verändert.

Frankfurt a. M., 23. Ian. Börsen- stimmungsbilb. Auf ben meisten Markt­gebieten zeigte sich bei Eröffnung ber Börse nur geringe Unternehmungslust. Die Grundstimmung ber Börse blieb aber fest, umsomehr, als sich Kauf­neigung für verschiedene Industriepapiere ein- [teilte Wie es bei ber augenblicklichen Tendenz

ein Viertelstündchen schenken."

Sie fragt ohne Aufdringlichkeit viel und weist gut zuzuhören. Die wendet sich meist an die zier» llchs Frau, aber die lebhaften Augen geben immer wieder über Luise hin. ilnb manchmal ist es, als ob bas, worüber sie mit Frau von Dachroeden spricht, eigentlich für dir ^Jüngere bestimmt sei. Don Deriin spricht f e, von ber vielgeliebten ver­ewigten Königin Luise, von E z lienz von Hum- boDt, vom allen Blücher. Es scheint, sie kennt alles, sie weist alles. Dann und wann lacht sie leise, leise auf, und die grasten Perlen ihres

Luise hatte keine rechte Lust, von ber Partie zu sein. Doch Frau von Dachroeden sprach da­von, dast man den Schwager nicht verletzen dürfe. Sie tätschelle zärtlich die heitzen Wangen, er­wähnte mit keinem Wort ben Grafen Martinez, aber lächelte so verführerisch [leb, dast Luise nicht zu dem schroffen Rein gelangte, ba£ sie sich vor- genommen.

Es war wirklich em ganz großer Abend. Alle Fürstlichkeiten erschienen, Kaiser Könige, Grohherzöge, Herzöge bis zu den von Rapoleon depossedierten hinab, die auf dem Kongrest ftreb- lich-vergeblich sich mühten, Rang und Würden aufs neue zu erlangen. Es strahte von Orden auf bunten Uniformen, und es strahlten die Diamanten, Saphire und Rubinen auf den tief dekolletierten Fcauenbüsten. Die kaiserliche Hof­kapelle tat ihr Bestes, die Akteurs unb Altrizen wetteiferten, trotzdem die erlauchte Gesellschaft ziemlich unaufmerksam war.

Die kleine Frau war Feuer und Flamme für bas bunte Bild, für Orchester, Gesang und Tanz. Wobei sie freilich, bann und wann, flü­sterte, dast die Ausführungen in Berlin doch ge­diegener wären und Publikum horten sich be i er benehme, mit mehr Verständnis und Achtung für Kunst und Künstler. Was ire bann wiederum nicht hinderte, durch ihr Lorgnon in Logen unb

Reiches, sondern auch aus Oesterreich, Deutsch- I der Börse fast regelmäßig der Fall ist, hatte ber Böhmen und der Schweiz werden Teilnehmer Martt der ausländischen Zahlungsmittel eine erscheinen.

Winterkampfspiele in Gar-

Kirche unb Schule.

Starker Rückgang in der Zahl der neuen Schulkinder.

Frankfurt a. M.» 23. Jan. Der durch den Krieg bedingte starke Geburtenrückgang kommt jetzt bei der Anmeldung der ABC- Schützen so recht zur Beobachtung. Während noch im vergangenen Jahre die Zahl der jungen Schulkinder zirka 6600 betrug, ist sie in diesem Jahre um über 2500 auf 4060 Kin­der gefallen.

Für 100 deutsche Mark, wurden^gezahltt

18/.- 2.45 0.15 9.dG 41.35 21.67 22.40 39.90

0.74

515.-

1.70

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt, 23. Jan. (Amtlich.)

Bei schleppendem Geschäft verblieb bei Rindern Ucberftanb. Schweine und Kleinvieh wurden bei lebhaftem Handel geräumt. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 2423 Stück Großvieh, davon 646 Ochsen, 105 Bullen, 1672 Färsen und Kühe; ferner 402 Kälber, 408 Schafe, 1682 Schweine. An Preisen wurden angelegt p. Ztr. Lebend­gewicht: für Ochsen 7001200 Mk., für Dullen 7501100 Mk., für Färsen und Kühe 3001200 Ml. für beste Färsen, und bis 1100 Mark für (befte Kühe; ferner für Kälber 900 bis 1300 Mk.; für Hammel 425-850 Mk.; für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 14001600 Mk., von 80100 Kilogr. Le bendgew. 16001700 Mk., von 100200 Kg. Lebendgew. 16501775 Mk., von 120IM Kilogr. 16501775 Mk., Fettschweine über 150 Kg. 16501775 Mk.; Sauen und Eber 14001600 Mk. Die Marktpreise liegen um so viel Über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen unb Händlergewinne in sich schließen.

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(In einem Teil der Auslage wiederholt.) Frankreichs Forderungen.

Paris, 23. Jan. (WTB.) Wie der Matin" mttteilt, verlangt die fran­zösische Regierung von ber englischen Regierung, dast ber Schu tzvertrag nicht für die Dauer von 10, sondern von 2 5 Jah­ren abgeschlossen werden soll. Die französische Regierung verlangt ferner, dast jede deut­sche Verletzung der von den Alliierten gesetzten Linien als ein feindlicher Akt betrach­tet werden soll, durch den der casus foederis geschaffen werde. Jeder deutsche Angriff ge­gen die englischen Linien soll ebenso als Kriegsakt betrachtet werden, durch den die französische Hilfe von selbst gegeben sei. Schließlich verlangt Frankreich, dast die mili­tärische Hilfe zwischen den beiden Mächten in einer Militärkonvention klar zum Ausdruck get bracht werde.

Die englische Presse gegen Poincare.

London, 23. Jan. (WTB.) Der Pariser Berichterstatter des »Observer" schreibt, cs müsse mil der Möglichkeit gerechnet werden, dast

Aus dem Tlmtsverkündigungsblatt.

** Das Arntsverkündigungsblatt 2ir. 13 vorn 23. Januar enthält: Bekanntmachung, betreffend Anzeigen auf Grund des § 115 Absatz 1 des Reichsgesetzes über die privaten Versiehe- rungsunternehmungen. Deterinärpolizeiliche Deaufsichligung der Zuchthengste. Derpflich- tuna auf den Polizeischuh. Dienstnachrichten. Anbringung von Firmenschildern.

I übrigen Sachsen hat der in Dresden ausge- broebene Streik bisher keine Gefolgschaft ge­funden.

Geld Brief Geld Dries 21. Jan. 23. Jan.

7242,75 7257,25 7427,55 7442,45 I54.S 45 1551,551563,43 1566,60 3106,85 3113,- 3206,75 3213,25 3 ,86,- 3994 - 4090,^0 4099,10 4985, - 4995,15 5084,90 5095,10 36". ,60 368,40 381,60 382,40 871,60 873,40 884,10 885,90 84z,65 844,35» 861,60 863,40 199,80 2 0,2) 204,0» 204,40 16235 1626,65 1628,35 1631,65 3 3SP,. 0 3903,90 3 966, - 3974, - 2977, - 298 3, 3031,95 3038,05

misch-Partenkirchen. Bei prachtvollem Winterwetter wurden am Samstag die ersten Wettbewerbe zur Deutschen Winterkampffpiel- woche in Garmisch zur Entscheidung gebracht. Die Einleitung machten die Eisläufer, während die Bobsleigh-Rennen wegen des am Tage vorher erfolgten Unfalles abgesagt worden waren. Der 1500-Meterlaus zur Deutschen Eisschnellauf- meisterfchast sah 12 Teilnehmer am Start. Der Berliner Müller (Berl. Schlcktschuh-Club) erreichte mit 2 Minuten 50 Sekunden die beste Zeit vor Reustifter-München und Grund (B. S. C.). Einen weiteren Sieg verzeichnete der Berliner Schsitt- schuh-Club im Vorlcunpf um die Deutsche Eis­hockey-Meisterschaft gegen ben Sportclub Char- lottenburg. Dis zur Pause war der Kampf noch etwas offen. Die Meistermannschaft führte hier mit 3:1, um nach dem Wechsel immer mehr aus sich heraus zu gehen und schließlich mit 8:2 überlegen zu gewinnen. Auch im 1002-Weter- Juniorlaufen waren die Farben des B. S. C. er­folgreich. Stöhr siegte in 1:59,2 vor seinem Club­kameraden Huels unb Adami (Berl. Eistauf- verein 86). Das 1000-Meter-Junivrlaufen fiel an Döllstädt (Altonaer Schlittschuh-Verein) in 6:24 vor Külper (A. S. D.) und Gruber (Münchener E. V.). Am Sonntag tourben bie Eislaufwett- bewerbe auf dem Rissersee zunächst mit dem Verbands-Juniorschnellaufen um den Ebharbt- Streich-WanderpreÄ über 1000 Meter fortgesetzt. Huels (Berl. Schlittschuh-Club) schoß hier den Vogel ab unb verwies Runge (D S. C ) in 2: 01 auf den zweiten Platz. Döllstädt (A. S. D ) kam als Dritter ein. Recht spannend verliefen die beiden noch ausstehenden Läufe zur Eisschnellauf- meisterschaft über 500 unb 5000 Meter. Müller, ber Sieger des 1500-Meter-Laufes vom Samstag, Holle sich die 5000 Meter in 10: 31,3 unb bamit den Meistertitel. Freytag (Münch. E. V.) kam in 10:42 als Zweiter ein vor Grund, der im 500-Meter-Lauf in 53 Sekunden über den Meister des Vorjahres, Reustifter (M. E. V.), triumphierte.

Schwerer Unfall bei ben Dob­re n n e n in Garmisch. Die Dobsleigh-Rennen um den Wanderpolal des Sportklubs Rissersee, die am Freitag ausgefahren wurden, hatten in ihrem Verlauf leider einen bedauerlichen Unfall zu ver­zeichnen. Der BobImmer feste druff" überschlug sich in ber grosten Kurve. Der Deutsche Meister Meyer (Leipzig), ber sich erst am vergangenen Montag den Titel geholt hatte, sowie der Meister von 1914, Raben (München), wurden sehr schwer verletzt. Die übrigen Insassen kamen mit Haut­abschürfungen davon. Ein österreichischer Dob, ber in der gleichen Kurve zu Fall kam, halte mehr Glück. Die Mannschaft kam mit dem Schrecken da­von. Das Rennen wurde vom DobDlau-Weiß" (Führer: Weidhaas-Oberhof) in der glänzenden Zeit von 1:40 gewonnen. Den zweiten Platz be­legteUnschuld" (Führer: Klemm-Leipzig) mit 1:55,8. Der bekannte Automobll-Rennfah.er F.ih von Opel kam mit dem BobElli Kauz" auf dem vierten Platz ein.

Turnen, Sport und Spiel.

D i e Wahlversammlung des Westdeutschen Epielverbanbes. die am Sonntag in Duisburg stattfand, genehmigte bie neue Spielordnung. Die Meisterschaftsspiele wer­den daher auf zwei Jahre verteilt, so dast nur immer alle zwei Jahre ber Meister ermittelt wirb. Die Amateurbestimmungen wurden ver­schärft. Die Finanzlage des Verbandes ist äußerst günstig. Der Jahresbericht schließt mit einem Ileberschuh von über 600 000 ab. Die Deutsche Kampfspielwoche wird nicht nur mit einer repr. Fußballmannschaft, sondern auch mit einer Leicht­athletikmannschaft beschickt werden, bie aus einer Derbandsstafette und 15 Cinzelkämvfem bestehen soll. Für den Monat Juni wurde vollkommene Fuhballruhe beschlossen.

Die VI. Deutsche Rodelm ei st er- schäft für Ein- und Zweisitzer, bie in ber Zeit vom 28 bis 30. Januar in "Braunlage ausge­fahren wirb, dürfte eine sehr starke Besetzung finden Richt nur aus allen Tellen des Deutschen

grantfurt

1-ilbi- 1-Ubr» Schluß- Schluß. Kurs .Kurs Kurs Stur 8

23. 1.

77,50 88.-

103,75 71,75

442,- 335,- 292 - 270,- 475,-

412,- 324,-

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Parkett rege Umschau zu halten. Fast als suche sie jemand.

Quile war sehr still, ließ alles an sich vor­überrauschen gleich Traumbildern. Empfand nur drucket, daß er fehlte. Empfand, daß das eigent­lich sehr gut wäre, und fühlte gleichzeitig einen dumpfen Schmerz. Sehnte sie sich nach ihm, zürnte sie, daß er nicht hier war, wo er sie wißen mußte, fürchtete sie sein Kommen, seine Rähe'c Sie wußte es selbst nicht.

Plötzlich, in dem zweiten Zwischenakt, war er da, stand hinter dem Sessel von Frau von Dach- roeden, neigte sich vor dieser, grüßte zu Luise hinüber, leicht und ehrerbietig zugleich. Tritt näher heran, spricht flüsternd zu beiden: »Drüben, umittetbar neben der lai»erlichen Loge, hat meine liebe Mutter ihren Platz." Schöpft tte' Atem, sieht Luise bittend an.Mama würde sich ,ehr freuen, die Damen kennen zu lernen. Mama ist alt und das Gehen wird ihr schwer. Es wäre so gütig, wenn die Gnädigsten mir erlauben wollten. Sie zu meiner Mama hinüd^rzufüh.en." Sehr förmlich lagt er das, feierlich fast, mit besonderer Betonung.

Sofort steht Frau von Dachroeden aut. nickt Luise zu, lächelnd, au, munter ab. »Es wird uns eine Ehre sein, Graf," spricht sie.

Endlos wlll Luise ber Weg erscheinen: durch

die auswärtigen Angelegenheiten Frankreichs leiten werde. In einem Leitartikel schreibt das Dlatt: Poincar^s Politik sei undurch­führbar, weil ber FriedenSvertrag undurchführbar fei, insbesondre die Wict- schastsbestimmungen, die für Poincare den Eckstein bilden. Wenn Frankreich ohne unmittelbare Ge­fahr eine weitere Verzögerung der Wiederherstel­lung ins Auge fasse, England könne dies nicht tun. England sei an einem Punkte angelangt, an dem eine Entscheidung getroffen werden müsse, ohne Rücksicht au f öle Haltung ber Franzosen. Wenn Frankreich von feinem Standpunkt nicht abgehen könne, sei e8 besser zu­zugeben, daß bieEntentezu be st ehenauf­gehört habe.

London, 23. Jan. (WTD.) ® a rb t ner schreibt in einem Leitartikel desSunbah Ex­preß": Inbem Poincare Deutschland, Rußland unb Mitteleuropa zerstöre, habe biefer gute Euro­päer bie englischen Märkte, bie Kunden Englands unb den Handel, von dem es früher lebte, zerstört. Um diese Politik, an der Eng­land weihblute, zu vollenden, solle Eng^ land ein 30jähriges Dündnis mit Frankreich schließen, solle es fein eigenes Todes­urteil unterschreiben, solle es daS Vor­recht erhalten, sich selbst den Strick um den Hals zu legen.

Lord Drhce f.

London, 23. Jan. (WTD) Der bekannte Liberale L o r d D r h c e ist im Aller von 84 Jah­ren gestorben.

Eifenbahnerstreik m Dresden.

Berlin, 23. Jan. (Prrv.-Tel.) Wie dem Lokalanzeiger" aus Dresden gemeldet wirb, ist der Dresdner Hauptbahnhof gestern von Schupo besetzt und abgesperrt worden. In später Rachtstunde verlautete, daß einige Mit­glieder der Leitung des neuen wilden Streiks am Rachmittag verhaftet worden seien.

Wie derBerliner Montagspost" ans Dresden berichtet wird, ruhte auf dem Haupt­bahnhof der Abgangsverkehr vollständig. Rur durchgehende Züge mit auswärtigem Personal wurden abgefertiat. Die Fernzüge nach Leipzig wurden erst von Kötzschenbroda abgelassen. Im

hatten später regeren Verkehr bei anziehenden Kursen. Lahrneyer schwächer. Autowerke fest. Zuckerfabrikaktien verbesserten ihren Kursstand. Bankaktien waren etwas gefragter unb erzielten höhere Kurse. Die Börse schloß bei reger Kauflust, besonders in Industrieaktien, lebhafter unb fest. Privatdiskont 4V» Prozent.

Frankfurt a. M.. 24. Januar.

Berliner Devisenmarkt.

regere Aufnahmefähigkeit am Effektenmarkt zur Folge, welche im Verlause mit Kursbesserungen verbunden war. Der Dollar wurde mit 197 ge­nannt, überschritt diesen Kurs bis 201; bei Er­öffnung des Marktes 202,50. Auslandswerte fester. Eine größere Geschäftstätigkeck entwickelte sich im freien Verkehr Man nannte folgende Preise: Benz 60C Bezugsrecht 119118, Deutsche Petroleum 1900, Mansfelder Kuxe 24 750, ©ehr. Fahr 610, Rastatter Waggons ZOO. Montanaktien ruhiger. Kaufneigung bestand für Buderus. Kali-Wester- egeln sind wenig beachtet. Zu regeren Umsätzen kam es in Oberbedarf 790800. Chemische Aktien

Ratioaalbank f. D.. Boch Gußstahlwerke 1040,- 1080, Bud.- Eisenw.-AU.. 790, AAr D.-Lu) emb. Dergw.. 920, Gelsen tirch. Bergw.. 937, Harpener Bergbau. 1450,- 1435, Oberschi. Eisenb.-D. 743,- 790, ..... . . 640,

1080, 618, 600, 720, 990, 670, 635, 547, 75, 765,

bie langen Korridore, durch das goldstrohende Darockfoyer, in dem sich die Gesellschaft unter oen strahlenden Kronleuchtern im Schein der H^n- derte von Wachskerzen drängt, eine breite Treppe so^ß^ mart sah^da?ckn^ 3mrenra^ A^tchch | tosL-Mn'Kolliers scheinen heller auf der demaS-