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Dis Setrteb6Iettung ging jedoch darauf nicht ein. Der Schlichtungsausschuy erklärte den Einspruch des Angestellten hiergegen für unzulässig, denn daS Verfahren nach §§ 84 ff. des Belriebsräle- gesetzeS kommt nur in Betracht bei Kündigung durch den Arbeitgeber.

Ein Arbeiter der Holzhandlung Gebr. Wallach in Alsfeld erhob unter Berufung auf die Demobilmachung Sverordnung vom 12. 2. 1920 über Entlassungen zur Verminderung der Arbeitnehmerzahl iAcbeitsftreckung i Einspruch gegen Kündigung. Kündigungsgrund axir aber nicht die Absicht, die Arbeiterzahl zu vermind-rrn, sondern Streit über die Lohnhöhe. Der Schlich-- tungSausschuß gab daher dem Einspruch nicht ftatt, empfahl aber die Weiterbeschäftigung des Antragstellers unter Verständigung über seine Entlohnung im Benehmen mit dem Betriebsrat.

Die Zahnfabrik Germania in Dad- Dau he t m beschäftigte zwei Bauarbeiter in ihrem

Berufe, entlohnte sie aber als BetriebSarbeiter. Sie entlieh sie nach der Fertigstellung der Sau­arbeit. Die Leute behaupteten aber, der Detriebs- inhaber habe ihnen vor ihrer Einstellung längere Beschäftigung mit hxiteren Bauarbeiten zu ge­sichert. Für die Verfolgung ihres Kündigungs­einspruches nach dem Betriebsrategesetz erklärte sich der Betriebsrat der Fabrik für unzuständig. Der Schlichtungsausschub gab ihrem Einspruch nicht statt. Gr verwies sie mit ihren etwaigen Ansprüchen aus der angeblichen Zusicherung der Weiterbeschästigung und auf Lohnzahlung für die Kündigungsfrist der Betriebsarbeiter auf den Rechtsweg.

3n einer weiteren Entlassungsfache aus dem Baugewerbe verständigten sich die Beteiligten nach Verhandlung. Die Entlassungssache eines Ar­beiters der Mcguin AG. wurde nach Ver­handlung vertagt, zur weiteren Aufklärung und um Auskunftspersonen zu laden.

Vermischtes.

Dampfer-Zusammenstoß im Kaiser-Wilhelm» Kanal.

Berlin, 22 .Nov Am Montag abend stieb im Kaiser-Wilhelm-Kanal bei Rendsburg der 44 000 Tonnen große dänische Dampfer6 i - ^run mit dem ungefähr gleich großen deut- >en DampferKleoPatra" zusammen. Sigrun" erhielt ein grobes Leck und sank. Die Mannschaft konnte sich rechtzeitig retten. Der deutsche Dampfer wurde nur geringfügig be- schädiat und konnte seine Fahrt fortsehen. Der Verkehr im Kanal ist nicht behindert.

Meuterei im Zuchthaus.

Essen, 22. Rovbr. 3m Rheinbacher Zu chthaus meuterten gestern die Ge­fangenen. Sie sperrten die Wärter ein und versuchten zu entfliehen. Hierbei wurden drei

Gefangene von anderen ZuchthauSdeamten erschossen.

Kirchliche Nachrichten.

3fr. Religionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synaa (Südanl.). Samstag, 25. Rov. Vorabd. 4,30, morg. 9. Abds 4,40 u. 5,20. - 3fr. ReligionSgefellfchaft. Sabbatfeier 25. Rov. Freitag abd. 4,05, Samstag Vor­mittag 8,30, Rachm. 3,30, Sabbaiausg. 5,20. Wochen- gottesdienst morgens 7,00, abdS. 4,00.

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Schwieder, Theodor, Apotheker Wenzel, Fritz, Dreher, Stadtverordn. Kling, Georg, Lehrer, Stadtverordn.

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6. Bei Lieferung in Sacken ober Körben bis zu Höchstmengen von 15 Zentnern ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis in den Keller für Kohlen, Koks und Briketts........

Beschwerden über Mängel bei

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5. Kiel, Alfred, Landtagsabg.

6. Vetters, Friedrich, Redakteur

7. Maier, Fosef, Kanzleiaffistent

8. Diener, Franz, Geschäftsführer Konsumvereins

Gießen, den 18. Rovember 1922. Hessisches Amtsgericht.

fieferung und Preisberechnung sind beim städtischen Brennstoffamt vorzubringen.

Giehen, den 22. November 1922. [l0M9B

Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Seib.

Wieseck, den 23. November 1922. Hess. Bürgermeisterei Wieseck. Schomber.

Warenumsatzsteuer.

Zuschläge dürfen erhoben werden

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Horn, Wilhelm, Kaufmann Kramer, Wilhelmine geb. Engel, Ehefrau, Stadtverordnete

Krailing, Karl, Schlosiermeister, Stadt­verordneter

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wagen in Fuhren bis vor das Haus des Käufers oder frei Lagerplatz des Kohlen­händlers für den Zentner einschließlich

9. Martin, Marie geb. Lich, Krieger­witwe, Hausfrau

10. Moosdors, Kurt, GewerkschaftSbeamt.

11. Schmidt, Hermann, Lehrer.

Von dem Wahlvorschlag mit dem Kennwort Vereinigte Durgerltste der Deutschen Dolksvartei, der Deutsch- nationalen Dolkspartei und deS Dur- gervereinS, beginnend mit dem Damen Prvfeffor Krausmüller:

1. Krausmüller, Dr. Georg, Professor, Stadtverordneter

2. Raumann, Minna geb. Thorwart, Ehefrau, Stadtverordnete

3. Schmahl, Karl, Amtsgerichtsdirektor, Stadtverordneter

4. Winn, Heinrich, Stadtverordneter

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Neuenweg 29.

Bekanntmachung.

3n unser Handelsregister Abt. B wurde am 28. September 1922 bezüglich der Firma Tonwerke Abendstern, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Giehen, ein­getragen: Das Stammkapital ist auf 300000 Mark erhöht. 102228

Giehen, den 20. Rovember 1922.

Hessisches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

3it unser Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen:

Am 8. Rovember 1922 die Firma Karl Rühl, Lebens-, Futtermittel- und Landes­produktengroßhandlung in Lang-Göns. Inhaber ist der Kaufmann Karl Rühl in Lang-Göns.

Am 10. Rovember 1922 bezüglich der Firma Heinrich A. Junker, Giehen: Die Firma ist erloschen.

Am 14. Rovember 1922 bezüglich der Firma S. H. Cohn, Rixdorf: Die Ärma ist erloschen.

Am 15. Rovember 1922 die Firma Carl und Jakob Stein, Climbach. Ge­sellschafter sind die Kaufleute Carl und Jakob Stein, beide in Climbach. Die offene Handelsgesellschaft hat am 15. Juni 1922 begonnen.

Am 16. Rovember 1922 die Firma Astoria - Lichtspiele, Alwin Haberland, Giehen. Inhaber ist Alwin Haberland

Bekanntmachung.

In unser Genoffenschaftsregister wurde heute bezüglich der Heuchelheimer An- und Verkaufsgenoffenschaft, eingetragenen Ge­noffenschaft mit beschränkter Hastpsiicht zu Heuchelheim, eingetragen: Josef Gentner zu Heuchelheim ist aus dem Vorstande ausgeschieden, an dessen Stelle ist Philipp VolkmannV. daselbst gewählt. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern sind Karl Wald- schmidt und Friedrich Steinmüller IV., beide zu Heuchelheim, bestellt. 10168B Giehen, den 15. Rovember 1922.

Hessisches Amtsgericht.

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Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. B wurde beute bezüglich der Firma Swhr & Co., Elekttizitatsgesellschast mit beschränkter Haftung in Giehen, eingetragen: Julius Stohr in Giehen ist zum Liquidator be­stellt. Die Gesellschaft ist nach Beschluh der Versammlung vom 24. Oktober 1922 aufgelöst. 10167 B

Gießen, den 14. Rovember 1922.

Hessisches Amtsgericht.

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Bekanntmachung.

3n unser Handelsregister Abteilung B wurde am 20. Rovember 1922 eingetragen:

Martin Schwersenz, Dank-Aktiengesell- schäft, Filiale Lich, vormals Sicher Spar­und Credit-Aktiengesellschast in Lich. Die Hauptniederlassung befindet sich in Berlin. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Bank-, Börsen- und Credit- geschästen aller Art. Das Grundkapital belrägt 10 023 600 Mark. Vorstand ist der Bankier Martin Schwersenz in Berlin. Dem Fritz Wagner, dem Ludwig Dörmer und dem Christian Roth, samt, lich in Lich, ist Prokura derart erteilt worden, dah je zwei derselben zur Ver­tretung der Firma für die Filiale Lich ermächtigt sind. Der Gesellschaftsvertrag ist am 22. September 1889 festgestellt, am 29. Dezember 1899 neu gefaßt und am 15. März und am 22. Juni 1922 geändert. Besteht der Vorstand aus mehreren Per- tonen, so wird die Gesellschaft durch ein zur Alleinvertretung ermächtigtes Vorstands- Mitglied und einen Prokuristen vertreten.

Richt Eingetragenes: Das Grund­kapital ist zerlegt in 118 Ramensattien Über je 200 Mark und 10000 Inhaber­aktien über je 1000-Mark. Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren vom Auf­sichtsrat zu bestellenden Personen. Die Berufung der Generalversammlung erfolgt durch Bekanntmachung im Deutschen Reichsanzeiger, in dem auch alle sonstigen von der Gesellschaft ausgehenden Bekannt­machungen erfolgen.

Lich, den 20. Rovember 1922.

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Bekanntmachung.

Bei der am 19. Rovember 1922 vor- genommenen Wahl zur Stadtverordneten- Dersammlung sind folgende Stimmen ab­gegeben worden.

Für den Wahlvorschlag mit dem Kenn- wort Zentrumspartei: 621 Stimmen.

Für den Wahlvorschlag mit dem Kenn- wortKommuntstischeParteiDeutsch- lands und Freie Arbeiter- und An­geste llten-Vereiniguüg: 922 Stimmen.

Für den Wahlvvrschlag der Deutschen Demokratischen Partei, beginnend mit dem Namen Martin Fischer, Kreissttmlrat: 1277 Stimmen.

Für den Wahlvorschlag der Vereinigten Sozialdemvkr. Partei: 2,983 Stimmen.

Für den Wahlvorschlag mit dem Kenn­wort Bereinigte Bürgerliste der Deutschen Dolkspartei, der Deutsch- nattvnalen Dolkspartei und des Dürgervereins, beginnend mit dem Namen Prvfeffor KrauSmuller: 5262 Stimmen.

Rach der Reihenfolge auf den Wahl­vorschlagen sind gewählt:

Dom Wahlvorschlag mit dem Kennwort Zentrumspartei:

1. Goerz, Heinrich, Stadtverordneter

2. Schwab, Franz, Hotelier.

Dom Wahlvorschlag mit dem Kennwort Kommunistische Partei Deutschlands und Freie Arbeiter- und Angestellten- Dereinigung:

1. Haupt, Karl, Angestellter

2. Seng, Karl, Fräser

3. Bierau, Albert, Dachdecker.

Dom Wahlvoischlag der Deutschen Demokratischen Partei, beginnend mit dem Namen Martin Fischer, Kreis­schulrat:

1. Fischer, Martin, Kreisschulrat

2. Biermann, Emma geb. Dernburg.Ww.

3. Höhn, Heinrich, Bauobersekretär

4. Mayer, Leopold, Kaufmann

5. Simon, Emil, Lokomotivführer.

Dom Wahlvorschlag der Bereinigten Sozialdemokratischen Partei:

1. Beckmann, Georg, Reichstagsabg.

2. Mann, Albin, Landtagsabg.

3. Goß, Hermann, Installateur

4. Lorenz.Elisab.geb.WollrathLausfrau

den Zentner:

1. für das Einwerfen des Brenn­stoffes von der Strafte in den Keller.........

2. Für das Einträgen des Brenn, stoffes von der Strafte in den Keller.........

3. Bei Lieferung in Säcken ober Körben bis zu Höchstmengen von 15 Zentnern ab Eisenbahn­wagen in den Keller. . . .

4. Bei Abholung von dem Lager­platz des Kohlenhändlers bis zu Höchstmengen von 15 Ztr.

5. Bei Lieferung ab Lagerplatz

Zechenkoks, grob . .

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Die Preise verstehen sich ab Eisenbahn-

Fettstückkohlen . . . 1423 Mk. f. d. Zentner Fettnuftkohlen . . . 1451 , , ,

Fettkohlen, meliert Eftnuftkohlen . . .

13. Löber, Wilhelm, Bäckervbermeister 14. Gottmann, Heinrich, Gutspächter 15. Müller, Valentin, Rektor, Stadtverord. 16. Kirchner, Hermann, Privatangestellter 17. Rumps, Ernst, Landgerichtsregistrator 18. Loh, Johannes, Hausverwalter 19. Schenck,Amelie geb. Cellarius, Witwe 20. Appel, Georg, Fnstallationsmeister 21. Siebert, Ed., Lokomotivf., Löberstt. 12

ES wird dies mit dem Anfügen be­kanntgemacht, daß während dreier Tage, nämlich den 24. Rovember, den 25. No­vember und den 27. Rovember 1922 das Wahlprotokoll nebst den zugehörigen Schriftstücken auf dem Stadthaus, Berg­straße 20, Zimmer Rr. 12, wahrend der Dienststunden zur Einsicht der Sttmmbe- rechttgten offengelegt sein wird, und daß wahrend dieser Frist Einwendungen gegen die Wahl oder gegen die Gewählten von jedem Stimmberechtigten bei Vermeidung des Ausschlusses bei dem unterzeichneten Stadtwahllommiffar vvrgebracht werden können. 10231B

Gießen, den 22. November 1922.

Der Stadtwahlkommissar:

3. 3.: Dr. Seid.

Bekanntmachung

Sperrzeit für Tauben.

Die schlechte Witterung hat eine Ver­zögerung in der Herbstbestelluug und ins­besondere der Aussaat zur Folge gehabt. Mit Rücksicht darauf fordere ich die Besitzer von Tauben unter Hinweis auf Artikel 39 Absatz 1 Ziffer 2 des Feld- strafgesehes vom 13. Juli 1904 erneut auf, ihre Tauben in der Zeit vom 24. No- vember bis 10. Dezember 1922 einzuhalten, wenn sie nicht Besttafung und den Ab­schuß der Tauben durch das Feldschutz­personal gewärttgen wollen. 10232B

Gießen, den 21. November 1922. DerOberbürgermeister.F.V.: Dr Rosenberg.

Bekanntmachung.

Infolge Erhöhung der Iechenpreife und Frachtsätze für Kohlen und Koks ab 15. No­vember 1922 sowie der allgemein gestiegenen Unkosten, werden die Höchstpreise gemüft Beschluß der städtischen Brennstoffdeputation vom 20. November 1922 auf Grund der Vorschriften des § 17 der Ausführungs­bestimmungen sum Gesetz über Regelung der Kohlenwirtschaft vom 23 März 1919 mit Wirkung vom 23. November 1922 wie

Palast-Llchtspleli

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Gröfltes B.¥ornehnis!esThealer am Platze

.MnWGchMickr

(Viebertalbahn).

Mit Wirkung vom 1. Dezember ds.Js. tritt wie bei der Reichsbahn eine weitere Erhöhung der Personen-, Tier- und Gütertarif satze ein. Nähere Austunst er­teilen die Dienststellen. 10221D

Berlin, den 20. November 1922.

Allgemeine

Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft, Aktiengesellschaft.

Beate bis sinsehUeBl. Sonntag: Eddie Polo io Seepiraien Heil.

Bekanntmachung.

Der Nachttagsvoranschlag der Israel. Religionsgemeinde Gießen für 1922 Rj. und der Nachtragsvoranschlag der Land- judenschast der Provinz Oberhessen für 1922 Rj. liegt acht Tage lang in der Wohnung des Unterzeichneten zur Ein­sicht der Beteiligten offen. 10199D

Gießen, den 21. November 1922.

Der Vorstand

der Israel. Religionsgemeinde Gießen.

Moritz Strauß.

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