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(Schluß folgt.)
Bei georderter Dr Seibb -antwortet «rrrächst »Wei Anfragen drs Stadtv. Mana. Gelegentlich der Antwort auf eine das Elektrizitätswerk be> treffende Frage erklärt Beigeordneter Dr. Seid im Elektrizitätswerk seien Äü: ‘
fpd.Dil M Au 014; - am süldichenl erbach 32 ® schüssigenStte diesen Mehü ten. Dabei en fast alle zerm personal lvuri verletzt. Dei
Heutiger Stand des Dollars
10 Uhr vormittags:
Berlin 6500, Frankfurt a. M. 6400—650CL
Aus StaM und Land.
Gießen, den 22. Dezember 1922.
Die Kohleuproduktiou i« Hessen.
Die monatliche Statistik der Kohlenpro- ditktion des Bolksstaates Hessen weist für den Monat November folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 58 545 Tonnen, verkauft wurden 21 243 Tonnen- der größte Teil der Rohkohle wurde weiterverarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus Len verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwerere ß^dukten erzeugt: 2910 Tonnen Drcurnkohlei.^tetts und 305 Tonnen LastprehsteinL.
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Sieben, Kommunist.
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tatton habe in ihrer Sitzung keine einheitliche Siel- bmg gefunden, denn er höre hier Mitglieder dieser Deputation verschiedene Meinungen aussprechen. Vielleicht wäre es am besten, die Angelegenheit der Det^i.-bsdeputa.ion zurückg geben, damit?iese erue elnpettliche Stellungnahme finde. Stadtv. Winn spricht für einen SiertelflitaZtotoeriey-i. Vach dieser Debatte, die kein klares Bild geschah fen hat, schreitet man zur Abstimmung.
Hinblick auf den Zweck der Beratung völli
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag Stadttheater, 7 Uhr: „Kain." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Traum."
— Der Oberhessische Kun st verein Dießen veranstaltet am 27. Dezember im AuSstellungSraum eine Derlosunavon Anrechtscheinen auf Kunstwerke. Nähe * reS enthält der Anzeigenteil.
Wettervoraussage für Samstag:
Regenschauer bei böigen, westlichen Winden. Temperaturen schwankend.
Die atlantische Depression ist wieder verstärkt und schickt Randwirbel über das Festland.
Kreis Schotten-
* Schotten, 20. Dez. Die Jahresversammlung des Dürgermeistervereins Kreis Schotten, dir yiec unter der Leit «n 4 drs Vorsitze de x, Bürgermeister Menge!- Schotten statt- sa d, desHäff g.e lih mit drr Beratung vv.i An ,e» legenheiten, die für d.e Gemeinden von großer Wichtigkeit sm). Die Gebühren des Ortsgerichts, des Stan eZamtS un) brr Bürgermeister ei wurden besprochen. Dri den ungeheuer ge'ti.g nan Kosten für Porto, Papiere, Formulare müssen die Gemeinden daraus bestehen, daß alle im Interesse Privater entstehenden Auslagen (Porto, Formular.-, Brzugsfchine usw.) Lo;x iei Privatpersonen AM.-uderftattet werden. Eine Reihe von Punkten, die aus eine Ersparnis der Ausgaben, un) andere, die auf eine Erhöhung der Einnahmen hinzielen, wurde eingehend erörtert, so z. B. Grundstücks- uhj Zagdpacht, Fasel Haltung, Weide- ui dS uung- gelder, Pferchgelder und dgl. m. An den Landes»
Sitzung her Stadtverordneten.
Dießen, 21. Dez.
ParlamentSschluh. Es war keine der sonst Vielfach üblichen, mehr formellen Scblust-Sit- zungen, die heute das Stadtparlament zusammenführte. Eine Tagesordnung lag vor, deren sachliche Bedeutung und deren Umfang weit über den Rahmen einer formellen (yu L^y» Versammlung chnausging; Entscheidungen muhten noch in letzter Stunde gefällt toecuen, deren Tragweite groß ist.
Gleich zu Beginn der Sitzung kam es zu einer längeren Aussprache, als eS sich darum 'handelte, für die bewilligten Ausgaben nun auch Steuern zu genehmigen. Das ist immer eine sehr undankbare Sache. Mit Mehrheit entschied man sich für die erheblichen Opfer. Daß h.nsichtlich derMüllabfuhrgebühr und der StrahenreinigungSgebühr eine Möglichkeit xu Differenzen zwischen Hausbesitzern und Mietern geschaffen wurde, ist nicht von der Hand zu weisen. Rur wenn hier die Beteiligten im Sinne derauSglei - chenden Gerechtigkeit handeln, kann die Einholung der Gebühren rhr.e Reibung geschehen. Die Erledigung der Hundesteuer brachte der Verwaltung eine starke Enttäuschung, da das Haus den VerwaltungSantrag nicht annahm, sondern sich mit einer niedriger bemessenen Abgabe begnügte. Run soll der fehlende Mammon auf andere Weise, und zwar durch schärfere Heranziehung der Gebäude- und der Gewerbesteuer, aufgebracht werden. Diese Stellungnahme des Hauses ist nicht, recht verständlich. Der Vorschlag der Verwaltung wurde der Lage der Verhältnisse entschieden besser gerecht. Denn was sind denn heute 2000 Mk. für daS Jahr? Doch nur eine Kleinigkeit. Diese überaus zahlreichen Kleimg- leiten in Gestalt der Hunde in unserer Stadl hätten aber dem städtischen Geldbedürfnis helfen können, ohne neue, schärfer eingreifende Steuern nötig zu machen. Wir hatten es begrüßt, wenn man den Vorschlag der Verwaltung angenommen hätte, denn in einer Zeit, wo man Millionen für soziale Zwecke braucht, wo unweigerliche dringende Bedürfnisse das Defizit immer mehr anschwellen machen, da sollte man koch beim Luxus, und ein solcher ist doch das Halten eines Hundes in den meisten Fällen, nicht allzu ängstlich sein. Für Wach- und für Arbeits- hunde, sowie für Zuchttiere hatte man natürlich sehr wohl steuerliche Ausnahmen schassen können. Wegen der -Bagatelle von 2000 Mark m unserer nur mit Millionen und Milliarden rechnenden Zeit hätte sicherlich niemand seinen Hund abgeschafft.
genommen worden, und infolge Se3 heutigen Beschlusses kämen auch bei der Straßenbahn Entlassungen nicht in Frage. Die Stadtverwal» vmg habe sich schon seit einem halben Jahre um dre Sa äerung des St raßen bahnbetriebs bemüht und_ heute ge.ckgnete Vorschläge zur teilweisen Erfüllung dieser Aufgabe unterbreitet Diese seien abzelehnt worden. Die Verwaltung sehe nun grei,baren Vorschlägen der Stadtverord- ne e v-Dersammlung zur Beseitigung deZ Defizits eutgeyLN. Vor längerer Zeit schon sei dieses Defizit auf 50 Millivn e n berechnet worden. und eZ könne damit gerechnet werden daß es auf 75 Millionen Mack steigen aerte.
bei den dorgesch'.agenLn, aber abge- lehnten Maßnahmen hätte allein 15 Millionen ausgemacht.
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Sitzungsbericht.
Anwesend Oberbürgermeister Keller, Dür- germelster Krenzien, die Beigeordneten Dr Gerb. Dr Frey, Dr. Lv sen b e r g, K l in g- s p v r and 29 Stadtverordnete.
Der Vorsitzende, Oberbürgermeister Keller, referiert zunächst über die Vorlagen bett.
Erhebung einer Müllabfu h rg ebüh r und einer StrahenreinigungSgebühr.
Die Kosten der Müllabfuhr und der Straßen- remigung seien derart hoch geworden, daß man wemgstens einen Teil der Unkosten durch Eebüy-' rcm Lecken müsse. Die Sttahenreinigung koste im lmrfenoen Rechr^ngSjahre mehr als 15 Millionen □Icarf i>ie Mullabfuhr mehr als 2>A Millwnen jur das kommQrde Lech.ungsja.hr ' werde die ^trahenrciniguna mindestens 50 Millionen die Mullab uhr mindestens 6i/2 Mlllionen Mk. kosten - Liese^ Berechnungen nur unter der mehr als opti- MlstuchA' Voraussetzung, dah die sachlüyen und Personellen Kosten unverändert bttetei. Hieraus acte die AotwenLigkeit hervor, daß mindestens ein ~etl Der Kosten durch Gebühren gedeckt werden mnlse Te. Finanzausschuß schlage vor. eine Müll- absuhrqeb-.hr zu erheben in Höhe von 5 0 Prvz. der ®nuT^m^te nach dem Leichsmietengesetz, also nach öer Vvrtttegsmiete abzüglich 20 Prozent Die 0trgögebühr solle nach dem Maßstab von20 Mart für reden Quadratmeter Arinigungs- llache und Hahr bemessen werden. In a^de en Städten seien viel höhere Gebühren w Gel.una als hier vorgeschlagen werde. Bei Annahme d'teler Satze wurden voraussichtlich eingehen- für die Straßenreinigung 10,6 Millionen, für die MüII- abstihr 1,8 Million so daß also immer noch ein dvher Iuschuh auf Die Stadt entfalle Im Zu-. sammenhang mit Liesen Vorlagen sei etter Polizei- oerordnu.tg bett, die Reinigung der Straßen und Bürgersteiße und Abfuhr des Hausmülls zuzu- stimmen, die allerdings nichts Acues enthal.e svn- dem nur den bisher bestehenden Zustarrd in anderen Worten umfasse. — In der Aussprache macht Stadtv. Prof. Dr. G m e 11 n Bedenken rechtlicher Art gegLN die Leuordnung geltend. Stadtv Mann erhebt Einwände wtttschastllcher Art'
fuhrgebühr durch den Hausbesitzer vom Mieter erhoben werden solle, er hätte gewünscht, daß die Stadt diese Gebühr direkt vom Mieter erhebe, damit der Frieden zwischen HauZbesitzeru und Mietern nicht gefährdet werde. Hinsichtlich der Straßenremigu.rg vertrete er den Stunopunkt, daß diese nicht dem Einzelnen zugeschoben werden könne, Tonbern von der Stadt als Ganzes zu tragen fei. Die ©tragenreinigung solle nicht durch Gebühren, sondern ans der Sludckas.e direkt bezahll werden. Stadtv. Prof. Dr. Krausmüller erklärt, wenn man Ausgabu bewillige, müsse man auch Steuern gutheißen. so unangenehm das auch sei. Zu den Bedeuten beS Prof. Gmellrr meint er, Fragen feien ja wohl von maßgebender Stelle geprüft worden. Auch er hätte gewünscht, daß die Abgaben direkt von den Mietern und den Haus- besitzem eingezo«n werden sockten. Aus die L im- gnna und die ^Müllabfuhr könne nicht verzichtet werden und für die Kosten sei auch wenigstens ein Lell der Deckung zu schaffen. — Die Abstimmung ergibt die Annahme beiter Vorlagen ge^en eine Minderheit der Linken und zwei Vertretern von rechts.
Um die
Erhöhung der Hundesteuer entsplTrnt sich wieder ehre längere Au Sprache. Die Verwaltung schlägt vor. den Besitz des ersten Hundes mit 2003 Mark, dar Halten eines zweien mit 1003 Mark Zuschlag, das Halten eines drit en mit 2000 Mark Zuschlag usw. zu besteuern. Dem Fmanzau5sHuh sind die^e Sätze zu hoch er schlägt vor. für den ersten Hund 1C0D Mark, für den zweiten 1003 Mark, für den dritten 2000 Mack usw. zu erheben. Oberbürgermeister Keller er« Gärt, wenn der Antrag des FmMzau3schuffeL angenommen werde, könne sich dir V.-rwallung Labei nicht beruhigen, denn die Stadt brauche viel Geld, und dann müßten andere Sinnahme- auellen erschlossen wttden. Das Minus an Hunde- Keuer müsse dann durch ein2 Erhöhung der Ge- bäute- und der Gewerbesteuer gebem werden, ba der Stadt andere Steuermöasichke'tten nicht zu Gebote ständen. — In der Au >f prache werden beide Ansichten mehrfach verfochten. Die Abstimmung ergibt die Ablehnung der Vorschläge der Verwaltuig mit 18 ge ]en 16 Stimmen. Der oben skizzierte Antrag des Fuan^auZschuckeö findet Annahme
Die Löhne für die städtischen Arbeiter
erfrrdern infolge eircS Schiedsspruches neue Auf- w-ndungen. Für die Zeit vom 3. bis 16. Dez ist ein Spitzenlö)., von 255 Mk. für die Stunde, für die Zeit vom 11. bis 33. Dez. ein solcker von 304 Mk. für die Stunde zugebilligt worden Hiernach berechnet sich das Gesamteinkommen cmes Arbeiters im Spike iloh.n, einschl. HauS- stendsziuage usw., auf 823 000 Mk im Zec neu erforderliche Kredit beläuft sich auf 36 Millionen Matt. Wird bewilligt.
Die Vorlage betr.
teilweise Einstellung de« Strahen- bahnbetriebs
Die.
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auf Den <zweck der Beratung völlig negativ auSfällt. Der Antrag der Drttiebsdeputation uiid des Finanzausschusses, die Linie durch die Bahnhofstraße zum Marktplatz einzuftelten, wird mit 20 Stimmen abgelehnt. Der Antrag Maler- Kiel-Mann, den Verkehr der Straßenbahn durch die Dahnhofstraße Mlfrechtzuerhalten, wird glerch- falS abgeteljte. Der Antrag Krausmüller-Äeuen-- Hagen-Wrnn. den 15 Mmutea-Dertehr einzu- füyren, verfällt ebenfalls der Ablehnung. Oberbürgermeister Keller konstatiert dieses dreimal verneinende Votum mit dem Drmerten, dann werde also das Defizit immer größer. Der Antrag der BrtriebSdeputativn sei sorgfältig geprüft ge« ütefeir HoffeEch werde auch das ö^Mparimnent gegenüber dem nun immer mehr an sch wellenden Defizit recht bewilligungsfreudig sei».
gibt Anlaß tu etuer längeren Ausspruch». ?kL«rdnetiw Dr^Seib berichtet, in der letzten (nichtoffen lichen D.Led.) Stttet ervrdnetensitzung yade man die Einstellung einer der beiden Straß, n« vahnlinien beschlossen, es habe nur noch geprüft Asvden sollen, welche Linie man stillegea woll". Die öDetttebsdeputativn und der Finanzausschuß hatten sich nun für die Stillegung der Linie durch die Bahnhofstl^aße au gesprochen, da sie der Meinung seren, daß die DerkehrSverhättnisse aB solche m erster ßmie berücksichtigt werden mäh.en. D e Mage unserer Sttaßenäihn, das könne ruhig gesagt werden, sri schon von vornherein verfehlt gewesen, denn zweier L'.nien vom Bahnhof zun Marktplatz hätte es nicht bedurft. Wenn jetzt an eine Einschränkung gedacht werten solle, so müsse es eine dies-er beiden Linien sein. BettiebSderu- w ncn und Finanzausschuß g ngen dibei von den Bilde der allgemeinen Berkeyrslnge au3. Die Hauptverkch.slraßund auch dir L>aupt. wr tschnftsstraß- sei der Seckersweg. Diese Lime fei daher weiter im Betrieb zu halten und dre Luiie durch die Bahnhof sttahe bis zum Marktp.atz fiillßutegen. Stadt). Aoll bemerkt, wem eine ErEtziguig dee: Defizit; heriei euhtt werden solle, dann könne nur die unrentabelste Linie eingestellt werden. Stack). Faber schlägt vor. man solle beim Straßenba hnbettieb auch wetterhrn die Dahnhofstraße berücksichtigen u.nd tteber Viertelstu rüenverlehr emrichten. S adw. Ma l e r ist dafür, die Linie durch den Seltersweg stillzu egen. Das Befahren der Bahu'ofsttaßen- llnie sei starker als das der Luie durch de.n Sel- ^csweg Der meiste Verkehr komme von der Kafferallee und Der Licher Sttaße her, und wenn man sparen wolle, müsse die kürzere Streit gefahren werden. Aedner beantragt, die ßutie du ch ten Seltersweg stillzu egen und die durch die Bahnhofft.aße toeiter zu fahren Stadtv. Simon sagt, es sei beschlossen worden, durch eine Zäh- lu ig festzustellen, wieviel Leute zw schen Bahnhofstraße u id Marktplatz aus- u < einsteigen dagegen habe nun gezählt, wieviel Leu e durch die Dahnhoffttaße nach ten Marckplah gefahren feien. Mtt der Dahnhvfstraßen-Äekttische.n feien m>er immer mehr Leuts gefahren, als mit der Bayn durch den Seltecsweg. Stadtv. Frau Kramer bezeich iet den Vorsch.ag des Stadtv. Faber als recht einleuhtend, ausgleichende Gerech.iolett s« doch, kemr Linie zu vernachsässigen. denn de nicht benutzte Strecke werte doch verwahrlost. ■ZeifltorD.ieter Dr. Selb warnt drnzen) vor der Einrichtung emrs V.ertelftunteurer e r D i den kleinen Eick,ernungsver^ällniifen in G eßen werde ca^n uberhauck niemand mehr mL der ©.raßen- babn fahren wenn nicht ein glücklicher Zu,all
Ee daß man einen Wagen gerade antreffe.
^fckch werte zweifellos eine ertzebliche Verminteru ig der Fahrgä^tezayl kerbci- Mven. Ledner tritt nochmals für den ^vrfchlag der DetriebSdeputativn und Les Fmanz- wisfchufses ett. S.adtv. M 0 o s d 0 r s betont Die Lnftchtim m dieser Frage gingen doch noch recht wett auseinander Er halte es für sehr bedenklich teö man sich m dieser Zeit, wo der Verkehr noch rinigermahen sei, mit der Frage der teilweisen StMguirg befasse. Es wäre wohl praktisch, diese Sache noch einige Monate zurückzustellen. Oder Ware es nicht möglich, auf for evtl, stlllgelegten Streit wenigstens zu bestimmten Stunden, 5. V wenn verschiedene Züge zusammen im Bahnhof emlaus^i. etnige Wagen fahren zu lassen? Srabtv ^i.^L^^u?lnüller hebt hervor, die Straßenbahn gelte heute nicht mehr aJte Verkchrs- mütel zwischen benachvarren Srativnen, sontern ste drene nur mxh zur Bewältigung des Verkehrs vom und nach dem Bahnhof. Die DettiLb^Lpu-
Anter Derückfichttgung der aus Vormonat ten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs, verblieben am MonatSschluh absatzsahig: 8026 Tonnen Loh- kohlen, 1924 Tonnen Briketts, zusammen 9950 Tonnen Braunkohlen und Draunkohlenpro- butte int Gesamtwerte von 60 468 744 Mark.
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•• Die Preise für elektrischen vtrom werden nach einer Bekanntmachung heutigen AnzeiaenteilS erhöht. Mit Rückwirkung vom 1. ds. MtS. ab werden für Beleuchtung 160 M5. für die Kilowattstunde, urw für Kraft 140 Mk. für die Kilowattfttmde erV> x;11' Zusammenhang damit werden ole Dezember-Sttompreise aas anderen Städten m.tgeteilt,' wo die entsprechenden Zah^ len für Licht und Kraft wie folgt lauten: Braunschweig: 240 Mk. für Licht und 240 Mt. für Kraft; Coburg: 200 il 160 Mk.; Darmstadt : 250 u. 170 Mk.; Eisenach: 288 u. 216 Mark; Erfurt: 185 u. 143 Mk.; Ar a n k f u r t a. M.: 200 u. 125 Mk.; Gotha: 295 u 206 Mk - Halberstadt: 250 u. 200 Mk.; Jena: 220 u. 176 Mark; Mainz: 250 u. 190 Mk.; Mansfeld: 300 il 216 Mk.; Mühlhausen: 235 u. 175 Mk Aordhausen: 230 u. 170 Mk.; Offenbach a. Stadt: 136 u. 110 Mk.; Lleberlaud: 142 u. 116 Mk.; Wetzlar: 220 u. 170 ML. W 0 rms : 300 u. 200 Mk.
** Ko hlenmangel nnd Schulferien im Winterhalbjahr 1 92 2/23. Das Landesamt für das Dildunaswesen Hai den Direktionen der Höheren Schulen und den Kreis- und Stadtschulämtern folgende Verfügung zugehen lassen: Aus Rücks'cht auf die Kohlennot und Kohlenteuerung gestatten ton. daß die Weihnachtsferien bis zum 8. Januar e'.nschlietzlich verlängert werden und daß die Osterferien bei einer Dauer von vier Wochen am 10. März beginnen. Es bleibt Vorbehalten, tr ährend des Sommer Halbjahres, wo es angängig ist, eine entsprechende Kürzung der Ferien eintreten zu lassen. Wo die Herbstferien für die Kartoffelernte verlängert wurden, sind die damals ausgefallenen Schultage in die Zett zu verlegen, die als Kohlen- ferten nach Weihnachten oder vor Ostern freigegeben werden können. D.e von einzelnen Gemeinden wegen der Kohlennot geplante Verlegung des gesamten Anlerr'chts auf den Vormittag in den Volksschulklassen darf nur mit Zustimmung des Kreisschu.'amles nach besonderer Prüfung des einzelnen Falles angeordnet werden. Auch in diesen Fällen sind bei gelindem Wetter die Aachmittage zu cklnter- richtszwecken zu verwenden. Die Direktionen der Höheren Lehranstalten werden ermächttgt, , sinngemäß zu verfahren.
"* D e r M i l ch p r e i S ist mit Wirkung vom 21. Dezember auf 191 Mk. für das Liter erhöht worden. (Siehe Bekanntmachung.)
** Zur Durchführung der Inland- legitim i e r u n g ausländischer Arbeiter hat bas Ministerium des Innern bestimmt: Arbeitgeber, die Die Legitimierung ausländischer Arbeiter beantragen, sin) be'.urS Erlangung des in Ar. III, 3 bezeichneten Ausweises beS Landesamts für Arbeitsnachweis usw. an das örtlich zuständige Arbeitsnachweis- amt zu verweisen! unmittelbares Benehmen dir Arbeitgeber mit dem Lande samt für Arbeitsnachweis in Frankfurt a. M. hat zu unterbieten.
**RascheiltdieZeit.— Die Brief- markenwerte werden fertig, wenn sie durch die Gebührenerhöhung überholt werden. So hat die AeichSdruckerei jetzt Fteimarken zu 12 Mark mit dem Bilde der Landarbeiter in Boren zu 100 Stück in hellroter Farbe auf weißem Waf- felmusterp-ap er hergestellt. Als Wert für den einfachen Fernbrirf gedacht, kann man sie aber nach dem neuesten Tarif nur noch zur Freimachung von Postanweisungen bis zu 100 Mk. verwenden.
"DieneuenDreimark stucke. Wie das Reichsfinanzmtnisterium mitte ili, sind im Oktober in den deutschen Münzstätten für 87 643 000 Mark Dreimarkstücke aus Aluminium geprägt worden, womit die gesamte Ausprägung d'.eser Münzen 99 282 000 Mark beträgt. In Amlauf sind diese Münzen nur wenig gekommen, sie wurden allem Anschein nach auch „gehamstert".
Heber eine
Erhöhung der Gebühren tm Schlachthvs
referiert Beigevrbneter Klingspvr. Die jetzigen GebüH'ren reichen bei weitem nicht auS zur Deckung der Geldbedürftnsse Hm ein allzu großes Defizit zu vermeide t, schlägt die Schlacht-- hausdcplrlatirn vor, statt der bisherigen b.e> sach m Echöhung der Dsbühren eine zehn fache Erhöhung rintteten zu laTfe.i. Die Dchlachtgebühr für an Stück Großvieh würde sich hiernach von 50 auf 503 Mk., für ein Schwein von 20 auf ZOO Ml. richvhen. Daneben sollen aber auch nach besten Kräften Grspamisse an^eckrebt werden. Die neuen Geiern müssen aber erst nvch über daS Kreisamt der 2tegie ung in Darmstadt jur Genehmigung vorgelegt ae.-i^n, so daß sie fruy.'stens erst am 1. Februar nächsten Jahres in Kraft treten formen. D.e e.höhte Gebühr werde etwa 6 Mk. auf das Psund Schwrinefleisch und etwa 20 M. auf das Psurd Arisch von Groß- vich ausmachen, nicht mehr. Die Vorlage wird nach kurzer Aussprache angenommen.
Ilebernahme des Stadtth eatec- FeHlbe träges.
Beigeordneter Kliugspor berichtet, der <l<.i)Tbetmg des Stadtthcaters aus den GeschäftS- ja!hren 1913—1920 belaufe sich auf 3(54 073,23 Mk Die aufgelaufene Schuld sei auf dir StadtLasse übememmen, Hter bedürfe es nur noch der <U’ hntmung des Hauses. Für die Zeit vorn l.Ort 1920 bis zum Oktober 1921 siege Die Attech -ung mcht vor, es werde aber mit einem
betrag von 700 030 bis 830 000 Mk. zu rechnen sein. In den Voranschlag habe man 600 0C0 Mark ausgenommen, wovon die Stadt 400 OCC, der Staat 200 OCC Ml. hätte tragen muffest. Dir Stabt wrrde vielleicht für biete Zeit 500 0C0 Mt. Su zahlen haben. Der Bestand drs Gießener Th.'aters fei abhäugio vr-u der Union mit Lau- brim, und er hoffe, daß der jetzt ton der Hess. Kammer bewilligte Zuschuß auch unserer Stadt zugute kommen werbe. Die Ausgaben für das neue Jahr fetten natürlich ganz au^.e.wrdeutllch gestiegen, man werde um rin Millionendefizit nisht herumkornmen. Bis zum Ende der Sptel- zrit — Ende April — werde sich das Deftzit woA aus 10600C00 Mk. belaufen. Der dttelle Spielbetrieb fei h.e?an mit schätzungsweise 4L Milliotren, der übrige Betrieb (Heizung und Verwaltung) mit 5,8 Millionen brieiligt. Der Stabt fließe eine Ve.-gnügungSsteurr von etwa 12 Millionen zu. Wenn daS Fazit gezogen uevde, v komme man das/in, daß auf den Staat etwa 31/2. Millionen; auf die Stadt etwa 7 Millionen T'ffi'it entfallen. Don letzt e aunter Summe geh: die Dillettsteuer mit 12 2Mllionsu ab, so daß Dreßen IriVen EnteS mtt 6 Millionen Mll Defizit für das Dhntter zu rschnen habe. Im 'Ver° h.iltnis zu anderen Städten sri dieser Fehlbetrag aber immer noch gering. Die Einttittsp eise seien dauernd her Seldentae ckung angepaht worden, aber man dürfe auch nicht übertreibe 1. Auch Die Alvnnemeuts würden ab 1. Januar rire Preiserhöhung auf 200 Prozent erfahren. In ?e- Voraussetzung, daß Der Staat seinen Anteil voll ubeiite&m2. werde alfz unsere Stadt 6 Millionen Mark Defiztt tragen müssen. Der Tleiterbuu- verein und die Theate.deputatton beantragte) dre älebernaHme U3 biß zum 30. September 1922 entstandenen Defizits aus die Stedtkaffe und für 1922/23 Mittel m Höhe von 6 Will. Mark berettzustellsn, teren Verwendung nach Prüfung durch den FiTurnzausschuß erfolgen solle. Wird öhne Aussprachr genehmigt
Mitteilungen.
Eine ebenso befremdende Stellungnahme des Hauses ergab sich bei der Derattma der Sttaßenbahnfrage. Hier war man dem Erfordernis der Stunde in keiner Weise gewachsen, man bot der Oeffentlichkett das wenig rühmenswerte Bild eines .Lornberser Schießens", welches selbst dem Hause eine recht verlegen klingende Heiterkeit abnbtigte. Mitt- lertoeile wächst das Defizit immer weiter. Hierüber wird in aller Oeffentlichkett noch ausführlicher zu sprechen sein. Jedenfalls wird es bei dieser Entscheidung nicht sein Bewenden haben können. Auch die Verwaltung kann nicht Eüf dem Standpunkt verharren, daß nun die Stad werordneten-Versammlung allein die Initiative zu ergreifen habe.
D.e übrigen Beratungsgeaenstände, von denen wir wegen Raummangel heute nur das Wichtigste berichten, offenbarten noch manche recht fühlbare Belastung der Bürgerschaft, ohne deswegen jedoch zu überraschen.
- Mit Worten herzlichsten Dankes rühmte der Vorsitzende, Oberbürgermeister Keller, am Schluffe der öffentlichen Sitzung die Arbeit dieses Parlaments, dem man auch vom Standpunkt der Oeffentlichkeit aus trotz gelegentlicher CinwLnde vollste Anerkennung für die gute Verwaltung der Gießener Interessen zollen muß.


