an
E. Weih, W.
Hahn.
III. Altersstufe.
Georgi, 3. K.
1. Sigurd Lange, 2. K.
Sternen, Sport und SpteT.
««WSjugen-we-irSmpse in Dießen.
Giehen, 18. Sept-
Schirmer. 8. G. Weihgerber, 9. F. Weißgerber, 10. H. Schmelz,
schmtdt, R. Tetzner.
II. Altersstufe.
1. Richard Hahn, 2. W. Derth, P.Schliec-- bach, 3. K. Scriba, A. Brandl, 4. H. Dinges, 5. L. Klaus, 6. K. Schmidt, W. Kraft, 7. E.
" ' K. Harnung,
Frank, F. Schmidt.
Mädchen. I. Altersstufe.
1. Liselotte Holl, 2. E. Trechsler, 3. E. Weber. 4. Ch. Amend, 5. G. Herbert, 6. E. von Finster. 7. M. Schneidmüller, 8. L. Anverzagt, 9. T Trepprnger, 10. E. Scheppelmann, P. Stecker, G Habicht, 11. L. Mohr, Ch. Keller, 12. E. Arnold, 13. 21. Henrich, K. Heck, M. Seiferth, 14. A Schön. E. Reuschling. 3. Felsing, 15. M. Kretschmer, O. Lamm, L. Gauterin, H. Geller, 16. M. Gerbig. E. Blum, 17. H. Kellner, O. Balke, 18. 3 Wagner. M. Schäfer, G. Stommel, 19. G. Diehl, 20. H. Scriba, E. Spies, M. Kaufmann, F Hauß.
II. LlUerSstufe.
1 Gertrud Schneider, 2 E. Münnich. 3. L. Haubach.
Mchezu 400 Jugendliche nahmen gestern fcea diesjährigen A e i ch s j ug e n dw e t t- Rümpfen teil. Erfreulicherweise beteiligten srch Ibaran auch 100 Mädchen. Bei Beginn der Wett- lümpfe wurden schön auSgeführte Freiübungen «ezeigt. Die Leistungen waren durchweg gut; Mch ber den Mädcheir sah mnn hübsches Können. Die Grgebnifse sind folgende:
Knaben. I. Altersklasse
1. W i l h e l m G ö h, 2. F. Ost, 3. K Dretrlch, 4 X Taubert. 5. R. Buh, R. Stem, K. Hölscher 6 W Loh 7. E. Ratz, K. Maus, 8. M. Heckmann F. Morneweg. W. Rohl, O Mahnkopp H. Müller 9 O. Wannenmacher, 10. F. Bockstahlec, St Trechsler K. Kohlhase, H. Heilbronner, E. Brose H Lohnes, 11. W. Gaub, 12. K. Germer, Th Hopsenmüller, H. Haberkorn, W. Becgk, 13. F H Ploch, W. Wolf, P. Gopon, 14. H. -Meder E Arnold, 15. W. Rau, C. Hock, E. Trabert, R Spuck. E. Ewald, W. Walter, 16. L Keil,' K. Marx, G. Rohnch, 17. K. Sommer-- lab H. Pauly, 18. O. Rühl, F. Schmidt, E. 'Klein, H. Ohly, 19. W. Strauch, E. Heck, F. Schwarz, G. Schwiegershausen, 20. P. Fuchs, 21. K Pfeffer, K. Krämer, W. Holzigel, G. Kolb. H. Hornberger, W. Schneider, 22. O. Bolz. R. Zutt. F. Decker-. W. Selzer, 23. H. Krevect, H Kreh, F. Müller, H. Stein, W. Rockel, C Stolte, W. Weitz, W. Karl, H. Domay, W. Löb. 24. W. Haustein, W. Klein, H. Ganz, E. Grund, L. Weigand, E. Sehb, K. Kling, 25. E. Ehrhard, W. Klosterhof, E. Reuhaus, M. Römer. F. Sparr, L. Schwinn, W. Sparr, W. Reichel, F. Weber, 26. M. Wolf, F. Eckhardt, W. Spielmann, L. Dornbach. H. Langsdorf, K. Geller, 27. K. Duill. F. Heyder, K. Wilke, K. Fett, L. Baubcl, K. Ahl, K. Müller, 28. O. Funk. A. Ahl, W. Henkel, 29. E. Stern, L. Zaber. E. Müller, R. Engelhardt, W. Rech, 30. W. Schmal!, E. Haferkvrn, H. Balser, K. Schneider, K. Wihner, O. Rappold, W. Bruch-
Vermischtes,
Hamburg, 21. Sept. (Wolff.) 3m Nordsee- und Ost se ege biet herrschte in den letzten Tagen schwerer Rordweststurm, der am Mittwoch seine größte Stärke erreichte. 3nfolge der Sturmflut ist die Glbe in Hamburg über die Afer getreten. Die anliegenden Straßen und Plätze wurden überschwemmt, darunter auch dec Altonaer Fischmarkt. Auch die tiefer liegenden Keller und die Kellerwohnungen der Hafengegend standen unter Wasser. Der auf See angerichtete Schaden ist noch nicht übersehbar. — Ein englischer Kreuzer lief auf der Elbe bei der Oste auf Grund. Mit dem 216° schleppen soll heute begonnen werden. — Rach einer Kopenhagener Meldung des «Hamburger Fremdenblattes" ist der deutsche Dampfer «Thor", der zwischen Lübeck und Raksow ver- kchrt, in der Einfahrt zur Raksow- Fohrde gestrandet. Bisher Ist es wegen des Sturmes nicht gelungen, dem Dampfer Hilfe zu bringen. — Die Rettungsstation Barhoeft der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 21. September ist der Motorkutter „Paul a“ mit Kapitän Bethje an Bord im Gellen von Stralsund gestrandet. Er war «ach Warnemünde bestimmt. Zwei Personen wurden durch ein Rettungsboot der Station gerettet.
Berlin, 21. Sept. Das mittelalterliche Städtchen Rothenburg o. T. ist von einem schweren Drandunglück heimgesucht worden. Der gesamte Fundus des historischen Fest- ■■■■■öMIWKMiir. —-------IIIIWIIIIIIIIIIM
zugeS und die Ateliers der Rothenburger Maler wurden vernichtet
Paris. 21. Sept. (Wolff.) Rach einer 2lgenturmeldung aus B u l a r e st ist gestern die Drücke über die Pranhora in der Rühe von S i n a i a e i n g e st ü r z t, als der Wiener E x p r e tz z u g darüber fuhr. Die Lokonwlive und ein Wagen stürzten in den Flutz. Dor zwei Monaten hat sich an derselben Stelle der aleiche ^fall ereignet.
Handel.
Berlin, 21. Sept «Wolfs.) Der Zinsfuß der Darlehenskassen des Reiches ist heute entsprechend der Erhöhung des Reichsbantdiskonts um 1 Prozent heraufgeseht worden und beträgt bis auf wetteres allgemein: Für- sogenannte/ Dorzugsdarlehen 8Vi Prozent; für Darlehen gegen Verpfändung festverzinslicher Wertpapiere einschließlich der unverzinslichen Schatzanweisungen 8'/-- Prozent und für Darlehen gegen die Verpfändung von Waren, 2Iktien und dergl. 9 Prozent.
Berl in, 21. Sept Börsenstimmungs- bild. Kam auch die Diskonterhöhung derReichs-- bank auf 8 Prozent für weite Kreise überraschend, machte sie auf die Kursbildung an der Börse doch keinen merkbaren Etndruck, da sie durch die abnorme Lage des Geldmarktes als durchaus berechtigt empfunden wurde. Die Amsähe hietten sich auf allen Märkten, einschließlich der Devisen, die nur unbedeutend im Preise schwankten, in engen Grenzen, und dre anfangs größer scheinende Anternehmungslust verschwand halb wieder. Die Grundstimmung blieb, abgesehen von den im Verlaufe eintretenden letchten Schwankungen fest. Die Preise erhöhten sich durchschnittlich um 20—50, vereinzelt bis 75 und bei einigen Montanpapierrn um 100 Prozent und teilweise etwas darüber. Am Aktienmärkte gab sich zeitweise etwas erhöhtes 3nteresse außer für Montanwerte für die Papiere des Anilinkonzerns infolge der angekündigten Kapitalserhöhungen kund. Von Aus- landrenten waren alle türkischen Werte, besonders Dagdadbahn und Anatolier Obligationen bis zu 300 Prvz. gestiegen. Indessen konnten diese Kurssteigerungen spater nicht durchweg aufrechterhalten werden. 3n anderen Auslandrenten waren die Amsähe bei wenig veränderten Kursen gering; zeitweise jedoch etwas lebhafter in alten Reichsanleihen, die bis 10 Proz. verloren. Auch für die zu Einhertskursen gehandetten In- dustriewerte war die Stimmung ruhig und fest.
Frankfurt a. M., 21. Sept. Börsen- stimmungsbild. Auf dem Devisenmarkt war heute ein ruhiges Geschäft zu verzeichnen. 3m vorbörslichen Verkehr stellten sich die Preise gut behauptet, später etwas fester. Angarische Gold- renten lagen ruhig. Begehrter waren Türkenwerte, sehr fest. Auf den Aktienmärkten zeigte sich 2ieigung zu Befestigung, in chemischen, besonders in Ämilinwerten. 3n Montanpapieren trat mäßige Abschwächung ein, fester lagen nur Oberbedarf. Zuckeraktien befestigt. Zellstoff Aschaffenburg -p 120 Prozent. Elektriritätsaktien blieben vernachlässigt, Schuckert eröffneten gut behauptet, Licht und Kraft» höher. 2luto- und Maschinensabrikaktten lagen fester. Eßlinger und Karlsruher begehrter. Rorddeutsche Lloyd setzten mit 500 ein. 3m Verlauf wurde die Tendenz ruhiger, blieb aber fest. Dvllarnotterung um 1 Ahr 1430.
Berliner Devisenmarkt.
Gelo Brief Geld Brief
Datum: 20. September 21. September
2mstd -Rotter». 56828,85 56971,15 54631,60 54768,40 Brüssel-Antw. 10486,85 10513,1510112,3010137,70 Ghristiania . . 25119,55 25181,4524069,85 24130,15 Kopenhagen . . 30362,- 30438, - 29662,85 29737,15 Stockholm. . .. 38851,35 38948,65 37503,05 37596,95 Selsingfors. . . 3186,- 3197,- 3106,10 3113,90 Italien 6142,30 6157,70 5942,55 5957,45
London 6491,85 6508,15 6242,15 6257,85
Reuyork 1463,16 1466,84 1393,25 1396,75
Paris 11186,- 11217,— 10761,5010788,50 Schweiz 27315,80 27384,20 26117,30 27734,65 Spanien 22022,40 22077,60 21223,30 21276,50 Deutsch-Oestere. 1,93 1,97 1,90 1,94
Prag 4569,25 4580,75 4491,35 4505,65
Budapest.... 57,67 57,83 56,12 56,58
Buenos AireS. 519,35 520,65 494,35 495,62
Bulgarien . . . 878,90 881,10 858,90 861,10
Japan 699,15 700,85 776,65 678,35
Rio de Janeiro 179,77 180,20 172,28 172,72
Marknotienmgeu.
Datum: 1.7.14. 20. b. 21. 9
Zürich Fr. 125.40 -.37 -,38
Amsterdam Fl. 59.20 -.17 -,18
Kopenhagen Kr. 88.80 -.35 -.36
Stockholm Kr. 88.80 -.28 -.28
Wien Kr. 117.80 5185,—
Prag Kr. 117.80 2,25
London. ..... Sh. 97.80 0,033
Reuyork ... $ 23.80 0,07 -.07
Varis Se. 125.40 0,90 0,92
MWBBHiHfmMIIWMaEBWCTJSWIMKlBMREJ'IBWiTMIjI li in IHMTHWI1
Börsenkurse.
Frankfurt Berlin
Schluß- «Schluß- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs
Datum: 20.9.
5°/o Dtsch. Kriegsan!. 77-50 ♦% Dtsch. Aeichsanl. $20, - 3°/„ Dtsch. Reichsanl. 500.- ♦7o Preuß. Konsols °3, - Hamburg-Pakets.. . b20.- Rorddeutscher Lloyd ^2,- Lomm.u.Privatbank 310,- Darmstädtec Bank . 300,- Deutfche Bank . . . 598,— Disconto-Gesellfchaft l!0, — Dresdner Bank. . . 328,- Witteld. Ereditbank. 300, -
21.9.
77.50 215,— 465,-
650*- 509,- 315,— 298,- 607,- 408,- 327,- 300,-
20. 9. 21. 9.
77,50 77,50 218,- 205,- 500,* 498, -
84, - 81,50 610,- 671,— 499,- 499.75 313,- 314,- 303,- 301, — 595,- 598 - 411,- 410,- 335,- 335,- 300,- 300,-
Rationalbank f. D.. — ~ Ä *'** Boch. Gußstahlwerke 2260,— 2200, — 2350,— 2390,« Bud.-Eifenw -Akt.. H70,- 1245,- 1200,- 1244,- D.-Luxemb. Bergw.. 2350,— 2365, — 2360,— 2375,— Gelsenkirch. Bergw.. 2450, — 2425, — 2450,— 2450,— Zarpener Bergbau. 4915,— 4875.— 4850, — 4825,— Öberschl. Eisenb.-B. 950,- 1110,- 1000,-1100,- Oberschles. Eisenind. 930 — 975,— 9(X),— 930,— Phönir-Bergb.-Akt. 3000, — 3025,— 3000,— 2920, — Dad.Anilin-u. Soda 1550,— 1600,— 1585, — 1590, — Höchster Farbwerke. 1190,- 1197,— 1195,- 1198,— Allg.Eteltr.-Ges. . . 750,— 755,— 738,— 747,— Fetten & Guilleaume 1060, — 1085, — —, — 1089, — Schuckert-Werke. . . 1082,50 1080,- 1100,-
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Daimler 452,— 455,— —469,50
4° „ Hess. Staatsanl. 76,- 76,- 74,- 74,75
Electron Griesheim 1180«- 1210,— 1178, —
Dtfche. Bereinsbank 216.- 214,50 - - -,-
Züricher Devisenmarkt. *•*' 21. 9. 22. 9.
Wechsel auf Schweizer Franken
Holland 100 SL » 207.25 207.50
Deutschland 100 1EL = 0.37 0.37
Wien 100 Kr. = 0.0075 0.0075
Prag 100 Är. = 16.- 16.75
Paris 100 Fr. --- 40.95 40.50
London i £ » 23.70 23.72
Italien. 100 L. ---> 22.50 22.45
Brüffel 100 Fr. ---- 38.60 38.25
Budapest 100 Kr. = 0.21 0.21
Reuyork 100 $ --- 533.50 535.-
Agram 100 Kr. = 1.77 1.80
Warschau 100 Kr. — 0,07 0.07
Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt.
Frankfurt a. M, 21. Sept. (Amtlich.) Marktverkauf: Kleinviehmarkt bei regem Handel geräumt «Schweine hinterlassen bei ruhigem Handel Aeberstand. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 611 Kälber, 503 Schafe und 453 Schweine. An Preisen wurden angelegt pro Zentner Lebendgewicht: Kcilber beste Qualitäten 10 400—11 000 Ml., mittlere Qualitäten 9500 bis 10 300 geringe Qualitäten 3500—9400; Schafe 3700—7000; Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 11 000—12 500, von 80—100 Kilo 13 500 bis 15 600. 100—120 Kilo 15 000—16 COO, 120—150 Kilo 15 000—16 000, Fettschweine über 150 Kilo 15 000—16 000 Mk. Außerdem wurden 136 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händsergewrnn in sich tragen.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
Die gespannte Lage an den Dardanellen.
London, 21. «Sept. (WTB.) Generalmajor Fredertk Maurice drahtet dem „Daily Ehronicle" aus Konstantinopel: Die türkische Kavallerie an der Grenze der neutralen Zone auf der asiatischen «Seite der Dardanellen nimmt an Stärke zu. Die türkischen Streitträfte sammeln sich nach und nach und werden zu einer Bedrohung der Besatzung der asiattschen Küste. Mustafa Kemal Pascha hat die M i n i st e r von Angora nach «Smyrna berufen, wo gestern eine Sitzung stattfinden sollte, die über die Frage Krieg oder Frieden zu entscheiden gehabt hätte. Die Nervosität und die Besorgnisse der christlichen Bevölkerung von Konstantinopel haben zugenommen. Der Generalmajor erklärt nachdrücklich, bei der augenblicklichen Stimmung der Mohammedaner könne eine Räumung von Ismid oder Tscharnak im gegenwärtigen Augenblick Folgen haben, vor denen der Brand von Smyrna verblasse. Der Oberbefehlshaber General Harrington habe ein Eommunique veröffentlicht, worin er die Entschlossenheit der Engländer kundgebe, Die neutrale Zone bis zur Entscheidung der Alli-
ierten-Konferenz zu halten, und er iperßt einen kemalistischen Dormarsch an die Zone als kriegerischen Akt ansehen. Generalmajor Maurice schließt, so stände in elfter Stunde «Großbritannien als alleiniger Beschützer der Christen da. In einem weiteren Telegramm berichtet Maurice ein gutes Fort, schreiten derDerteidigungsvorberei- t u n g e n.
Die Toten und der Sachschaden ht Smyrna.
London, 21. Sept. (WTB.) Aus Reu York wird gemeldet: Die Associalrö Preß be richtet aus Smyrna, die amerikanischen um? britischen Sachverständigen hätten den ^Nate- rialschaden in Smyrna auf 15 0 Millio nen Dollar geschäht. Der größte Teil der vernichteten Werte sei nicht versichert gewesen. Von den in Frage kommenden Versicherungsgesellschaften seien die meisten englische. Rach den Aussagen der Mehrzahl der amerikanischen Augenzeugen beträgt die Zahl der Toten in Smyrna 2 0 00.
Völkerbund, Orientproblem und Reparations-- frage
London, 21. Sept. (WTB.) Der Genfer Sonderberichterstatter der „Times" schreibt, die Ansicht gewinne dort an Boden, daß der Völkerbund eine wichtige Rolle bei der Lösung des Orientproblems spielen könne. Die Erwähnung der Reparations- und der Kriegsschulden durch Lord Robert Cecil habe in Gens ebenfalls die Frage ausgelöst, ob nicht früher oder später die Reparations- frage an den Völkerbund verwiesen werden könne. Lord Robert Cecils Entschließung sei ziemlich vage gewesen und habe das Rech: der neutralenMächte anerkannt, ihre Meinung in dieser Frage bekanntzugeben, die bisher so eifrig von Großbritannien und Frankreich für sich allein beansprucht worden sei. «Ls werde vollaus anerkannt, daß die französische Delegation ein großes Zugeständnis gemacht habe, indem sie gestatte, daß die Re- parattonssrage vor dem Völkerbund aufgeworfen werde. De Iouvenel werde außerdem heute eine Erklärung in derselben Richtung abgeben Die Franzosen beständen natürlich daraus, daß die Kriegsschulden nicht von den Kriegsrepa- rationen gesondert behandelt werden könnten, und darin liege zweifellos das Geheimnis eines neuen versöhnlichen Schrittes seitens der französischen Delegation in Gens.
Die englische Presse und der Pariser Beschluß.
London, 21. Sept. (WTB.) Der aus Paris gemeldete Beschluß, sobald wie möglich eine K o n f e r e n z zur Festsetzung der Deoin - gungen für den künftigen Frieden im Rahen Osten abzuhalten, an der die Ententemächte, die Kleine Entente, sowie die Türken und Griechen teilnehmen sollten, wird von der gesamten Presse begrüßt. Die Blätter weisen darauf hin, daß der Vorschlag zu dieser Konferenz von Lord Curzon ausginge.
Sin Generalstreik der französischen Grubenarbeiter.
Paris, 21. Sept. (WTB.) Wie das „Echo de Paris" mitteilt, scheint der für den 15. Oktober angekündigte General st reik der Grubenarbeiter unvermeidlich. Die Leiter des Verbandes seien gegenwärtig damit beschäftigt, sich internationale Anterstüt- zung zu sichern. Eine Vereinbarung mit den englischen und amerikanischen Grubenarbeiter seien in Vorbereitung. Die deutschen Grubenarbeiter hätten soeben mitgeteilt, daß sie sich während des Streiks mit den ftanzösischen Grubenarbeitern solidarisch erklären würden, indem sie die Lieferung von Reparationskohle verweigern würden.
Erhöhung des Reichsbankdiskonts.
Berlin, 21. Sept. (WTB.) Die Reichs^ bank erhöhte den Wechseldiskont von 7 aus 8 Prozent und den Lombardzinsfuß von 8 aus 9 Prozent.
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