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-w.au. per ii. Veplemver u I Gebr. Arnoldt in Dresden

aiL* ynb oiwerte

Sondervorfüyrung des Films vor Gewerkschaftsvertretern zu veran­stalten. damit sich diese durch eigene In­augenscheinnahme ein Arteil über den Film bilden sollten. Nach dem Abschluß dieser Vor­führung erklärte der Gewerkschaftsvertreter Ottilie in einer Mitteilung an die Behörde, seiner Ansicht nach könne der Film ohne Bedenken laufen, es werde keine Störung der öffentlichen Ordnung erfolgen. Die Ge­werkschaften würden entsprechend verständigt werden. Angesichts dieser Mitteilung wurde von einem behördlichen Verbot des Films Abstand genommen.

Gestein vormittag in Würzvurg eröffnet. Es gelangte eine Entschließung zur Annahme, in der schärfste Verwahrung gegen das Verbot eingelegt wird.

Ein Zeitungsverbot.

Königsberg, 21. Juli. (Wolff.) Der Oberpräsident hat dasLötzener Tage­blatt" wegen einesArteil eines amerikani- nischen Republikaners" betitelten Artikels auf drei Wochen verboten.

Ein Studenteutag m Würzburq

X ^7!in«22 Nach einer Meldung des ^Lokalanz. aus W u r z b u r g wurde der in Marburg verbotene Studententag

Amtliche Persvnalnachrichten. ernannt wurde der Hauswart Heinrich R o ch c r zum Steuerwachtmeister" bei dem Lanöesfmanz- amt Darmstadt. ZuSteuerinspektoren" wurden ernannt. Derwaltungsinspektvr beim Reichsver- pflegungsamt Heinr. S ch m i d t und Regierunas- mspeltor beim Reichsentschädigungsamt Friedrich eia st. Zu Obersteuersekretären" wurden er- nemnt: Oberverwaltungssekretär beim Reichsver- PflegunaSamt Adam Am end und Oberregie- ungSfekretär bei der Reichsschatzverwaltung CEBU» >eün Haas. Ernannt wurden: Am 24. März 1922 der Reallehrer an der Realschule zu Dingen Gustav Steinbach mit Wirkung vom 24 April 1922 ab zum Lehrer an der katholischen Volksschule zu Dingen: am 28. April 1922 der Schulamts» anwärt er Mathias R e i s e r t aus Hechtsheim zum Lehrer an der Dvllsschule zu Groß-Gerau: am 16. 3uni 1922 der Lehrer an der Volksschule zu Guntersblum Martin Best zum Rektor an der Volksschule zu Guntersblum. Ernannt wurde am 12. Juli 1922 der Kanzleigehllfe Herrn. Vogel in Wöllstein zum Kanzlisten bei dem Amtsgericht Wollstein. Ernannt wurde am 18. Juli der Studienassessor Dr. Otto Würtenberger aus Rothenberg zum Studienrat an der Realschule und dem Progymnasium in Dieburg mit Wirkung vom 1. Juli 1922 ab. Entlassen wurde am 19 Juni 1922 die Lehrerin an der Volksschule zu Spons­heim (Kreis Dingen) Elisabeth Habermann auf Ihr Nachsuchen mit Wirkung vom 1. August 1922 an aus dem Schuldienst. 3n den Nu he» ftanfc versetzt wurde am 14. Zull 1922 der Land- gestütsrberausseher Wilhelm De ch t zu Darmstadt unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Doveurber 1922.

fpd. Frankfurt a. M., 21. Juli. Die Metallwarenhandlung Altherme r, Speyer u. Co^ Gärtnerweg, stellte vor kurzem 11 Wechsel, und zwar 2 zu je 200 Oüf. Mark, 4 zu je 150 000 Mk. und 5 zu ie 100 00° Mark per 11. September 1922 auf die Firmc

ttonSkommrsswn hat m chrer gestrigen Sitzung daS L le feru n g spr vg ra m m 3c it t f <b= Slum.ffQ Rtä^0 L1tüc -be.n Zeitraum vom 1. August b^s Ende Oktober festgesetzt. Man ver- tenn H^efamt J 725 000 Tonnen, darunter 720 000 Tonnen Koks

Aus StaÄt und LONÄ.

Gtesten, den 22. Zull 1922.

Das abgeäuderte Einkommensteuergesetz.

Die Aenderungen der Einkommensteuer au Grund des vom Reichstag am 17. Zull verab­schiedeten Gesetzes sind im folgenden nach den Terminen, an denen sie Geltung erlangen, auf­geführt.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1922. Künftig gelten Versvrgungsgebührnisse auf Grund von K.iegsdienstbeschadi^u.rgen, Kriegsverchrgung der Militärhmterbliebenen usw. ohne Rücksicht auf ihre Höhe nicht als steuerbares Einkommen. Außer den Trägern der Reichsversicherung nach der RVO. haben rrurnnehr auch die Träger der Versicherung nach dem Versicherungsgeseh für An­gestellte den Finarrzb^hörden bei der Aussicht yir Durchführung der Lohnsteuer usw. dienstliche Hllfe zu leisten.

Mit Wirkung vom 1. August 1922. Der lOprvzentige Steuerabzug ermäßigt sich für den Steuerpflichtigen und seine Ehefrau um je 40 Mk. monatlich 9,60 Mk. wöchentlich 1,60 Mk. täglich, 0,40 Mk. für je zwei Arbeitsstunden, für jedes minderjährige Kind im Haushalt um 80 Mk. 19,20 Mk., 3.20 Mk., 0,80 Mk. entsprechend. 21b- rüge für Sicherung und Erhaltung (Werbungs­kosten) 90 Mk., 21,60 ML, 3,60 ML, 0,90 Mk. entsprechend. Erhöhung dieser Betrage kann beim Finanzamt beantragt werden, wenn die Wer­bungskosten nachweislich den Betrag von 10,800 Mark um mindestens 1200 ML übersteigen. Die feste Ermäßigung (wenn sich im Akkord die Ar­beitszeit nicht feslstellen läßt) ist von 4 auf 5 v. H des Arbeitslohnes erhöht.

Erstmalig bei der Veranlagung für das Kalenderjahr 1922 mit der Maßgabe, daß für 1922 die Ermäßigung nach § 26 Abs. 1 (Existenzminimum) statt je 480 und je 960 WL nur je 340 und je 610 ML betragen.

Die 2lbzüge für Beiträge zu Sterbekassen er­höhen sich von 100 auf 1000 Mk.. für Lebensver- sicherungspramien von 3000 auf 8000 ML: Spar­einlagen bis 8000 ML. jährlich sind abFugsfähig. vfern die Rückzahlung des Kapitals nur für den Todesfall bzw. frühestens nach 20 Zähren verein­bart ist und die Vereinbarung dem zu- tändigen Finanzamt angezeigt wird. Ab- zugSfähig sind künftig auch Steuern an die Re­ligionsgesellschaften, welche Körperschaften des öffentlichen Rechts sind (Art. 13Z Reichsverf.), so­weit die Steuern in dem maßgebenden Kalender- ah re fällig geworden sind.

Der neue Einkommensteuertarif: Für die ersten angefangenen oder vollen

v.H.

Lcvndespvlizei Ausammeähingen.

München, 21. 3uIL (WB.) Der Korrespm- denz Hoffnumn zufolge ist die Dlättermeldrng, Lxmach der bayerische Ministerpräsident Graf Lerchenfeld feinen Rückttitt angekündigt habe, Line freie Erfindung.

München. 21. Zuli. (WD.) Der Landes- auSschrß der Bayerischen Dvlkspartei -tagte am Freitag unter dem Vorsitze des Partel- dvrs itzenden Speck. Die Versvnrmlung war a is allen Landesteilen außerordentlich zahlreich be­sucht. Sn Anweserchnt des Ministerpräsidenten Lerchenfeld und der vier anderen, der Partei angehörenden Staatsnrinister wurden eingehende Beratungen über die politische Sage gepflogen. Der Landesaussch> faßte den einhelligen Ent­schluß. mit Men gesetzlichen und parlamentarischen Mitteln den Standpunkt Bayerns gegen die Reichstagsbeschlüsse in der Frage Schutzes der Republik mit Entschiedenheit $i wahren. Dem Ministerpräsidenten und den übrigen Mitgliedern der Reichs- und ßanMagsfraftion wrrde ein» 'stimmig das dollste Vertrauen a/sg^prochen.

StSrmifche Sitzung iu der braun­schweigischen Landesversammlung.

Braunschweig. 21. Zoll. (Worff.) 'Auf Der Tagesordnung der heutigen Vormittags- isitzung der Landesversammlung stand die Srgänxurvgswahr z mr StaatSrntnisteriun, die durch Den Rücktritt des Ministers K äfer von der Deutschen DolkSpartei notwendig geworden ist. Die Unabhängigen schlugen den Landtagsabge- ® ebneten Gr otewvhl Und den Reichstags- 4ibgtx>ebneten B -gtherr zu Ministern vor. Adg. Regensburger eräärte, die Demo­kraten seien grundsätzlich zur Koalittm bereit, würden aber nicht bedingungslos eine solche em* JF^en 3m Verlaufe der Rede des Abg. Oerter Ham eS zu stürmischen Szenen. Oerter griff pogtfjeri aufs heftigste an und bezeichnete ihn als völlig ungeeignet für einen Ministerposten. iSAt Anabhängigen machten verschiedene Zwischen­rufe, oif die Oerter einging. Schließlich drang ein Abgeordneter der Unabhängigen mit erhobener Faust aus Oerter ein, ein anderer erhob einen Stuhl gegen ihn. Oerter wurde z irüdgebrängt, unb es bildete sich ein förmlicher Knäuel um ihn.. Aachdem die Sitzung infolge des Tumults vorübergehend unterbrochen worden war, brachte der AeÜestenrat fein Mißfallen über die provo­zierende Art Oerters und über die Vorgänge im Saal zum Ausdruck. Darauf beschloß der Landtag, die Hmbitoung der Regierung bis xim Herbst $u vertagen.

Aus dem Reiche.

Der auswärtige Ausschuss deS Reichstags.

Berlin, 21. Zuli. (Wolff.) Der Aus­wärtige Ausschuß des Reichstages ist heute vormittag unter dem Vorsitz des Ab- geordneten Sttesemann und in Anwesenheit des Reichskanzler«, des Vizekanzlers Bauer, des Finanzministers Hermes und des Reichswirt- schaftsministers Schmidt zu einer Sitzung zusam- Engttretvi. Er setzte die vertrauliche Llussprache nber die Verhandlungen mit dem ® a ta n t i e» Lomitee fort.

Die sozialistische Arbeitsgemeinschaft.

Berlin, 22. Zuli. Eine Konferenz Der Berliner Funktionäre der 2L S. P. nahm mit großer Mehrheit eine Ent- ffchliehung an, in der die Beschlüsse der Zen- ittalleitung und der Reichstagsfraktion, ins- besondere die Schaffung einer Arbeitsgemein­schaft der beiden sozialistischen Reichstagöfrak- ttvnen, gebilligt werden. Eine von Ledebour bewittagte Resolution, die sich gegen eine ein. seittge Verschmelzung mit der sozialdemokratt- schen Partei aussprach und für die volle Selb­ständigkeit der A. S. P. eintrat, wurde mit «rvßer Mehrheit abgelehnt.

Die künftigen deutschen Kohlenkieserungen.

« r 3uIl- lMTD.) Nach dem3our-

nal des Debats wird die Reparationskommission über die zukünftigen deutschen Ko hlenlie- 5 ng en ihre Entscheidung morgen bekannt

geben.

** Neue Flugpost marken. In den nächsten Tagen erscheinen neue Flugpostmar- ken zu 25 Pf., 40 Pf., 50 Pf., 60 Pf. und 80 Pf. in anderer Ausführung als die ersten, im Jahre 1919 herausgegebenen Flugpost- marken zu 10 und 40 Pf. Mitte Juli folgt eine wettere Reihe von Flugpostmatten in den Werten zu 1, 2, 3 und 5 Mk. Die Marken sind ür Flugpoftsendungen bestimmt und bienen zu ihrer vollständigen Freimachung für sich allein oder als Zusatzmarken zu den gewöhn­lichen Freimarken. Die Verwendung von Fluapvstmarken für Flugpoftsendungen emp- iehlt sich, um diese Sendungen vor anderen besser kenntlich zu machen. Flugpostmarken smd bet den Poftanstalten in den Flugorten unD bei einer größeren Anzahl anderer Post- anstalten erhältlich. Postanstalten, die keine Flugpostmarken führen, vermitteln auf Wunsch den Bezug der Marken. Sicherem Vernehmen nach sollen künftig Flugpostmar­ken in Pfennigwerten nur noch zum Betrage von 25 und 50 Pf. hergestellt werden. I

"Kein Strafporto mehr. Um die un* ' nötige Arbeit der Einziehung deä Strafportos ' bei zu geringer Frankierung von Briefen und , Posttarten zu vermeiden, sind die Postämter an- , gewiesen worden, zu gering frankierte Postsachen , dem Absender zurückzugeben.

" Schweinerotlauf in Gießen.

' 3n dem Gehöfte Bruchstraße 11 ist Schweine- . rotlauf festgestellt worden. Die Sperrmaß­regeln sind angeordnet.

** ung vor einem Betrüger

Der am 14. April 1901 in Kleinsachsenhetm ge­borene Metzgergeselle F r i tz Eh r t st ist nach Ver­übung zahlreicher Betrügereien in Gießen und Umgegcnb flüchtig geworden. Er führt einen von bem Kreisamt Gießen auf den Namen des ÖlieU" gerMeisters Ernst Ludwig Sack in Gießen aus ®e2re^en Fslhrrndausweis bei sich, womit er wohl versuchen dürste, in der Almgegenb weitere Schwin^ beleien zu begehen. Die Bevölkerung sei a'f? gewarnt.

** Gießen alS Tagungsort Die Hauptversammlung der Mitglieder des Landes­gewerbevereins wird am 17.-September in Gießen stattsrnden. Die Tagesordnung wird enl= ballen: 1. Jahresbericht. 2. Die Erhaltung des Gewerbeblattes. 3. Zeitgemäße Erhöhung des MU gllederbeitvags. 4. Die gewerblichen Fortbildungs­schulen. Am Tage vor der Hauptversammlung findet eure Ausschuhsitzung statt.

* Der Dertretertag der D-rutsch» nationalen Stu deuten gruppen findet infolge des Verbots des Warburg-^r StrdmtLn- toges nicht hier, sondern in Würzburg statt. (Siehe Anzeige.)

VornoLizen.

Tageskalender für Samstag. Astvria-Lichtspiele, heute und morgen: ^Frideri- cug Rex"; heute 1 Ahr: Zugendvorstelllmg. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen, ilefcer alles siegt die Liebe" und .Kriminal­polizei".

Tageskalender für Sonntag. Hörsaal des Liebigrnuseums, liy4 W: Vortrag Ü5erDie Wasserversorgung der Stadt Gießen" Kach. Vereinshaus, 8 ttbr: ..Datterich".

, , ~ Oberhessischer Kun st verein. Da bei der heutigen Eröfsnung der Otto ttbbel.vhde- Gedächtnis-Ausstellung nicht alle Äunftfreunlx zugegen sein konnten, wird morgen Sonntag Herr ttnrv.-Prvf. Dr. Rauch eine Wiederh-siung der heutigen Eröffnungsfeier mit einer anschließenden Führung durch die Ausstellung nochmals über- nehmen.

Aus dem Stadttheater- bureau. 2llle Mittel, die einer Komödie zur Wirkung verhelfen können, sind von dem geistvollen irischen Dichter Oskar Wilda in seinemOdealen Gatten", der am Dienstag, 25. Juli, zur einmaligen Darstel­lung kommt, geschickt angewandt worden. Neben der reichen, spannenden Handlung des von Adolf Te l e k h in Szene gesetzten Stückes, dürfte auch die Besetzung der Hauptrollen interessieren, die in Händen der Damen Koop, MankS, Keller, Orczh und der Herren Volck, Lambertrn, Juhnke und Schüler liegen.

Kreis Alsfeld.

fpd. Alsfeld (Oberhessen), 21. Juli. 3m Kirtorfer Jagdrevier wurde auf den Freiherr» FritzSchenckzuSchweinsbergund dessen Schwager ein HebetfaH versucht und habet rneh- reremafe geschossen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Auf die Ermittlung der Täter wurde eine Belohnung von 10 000 Mark ausgesetzt.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. DenSheim, 21. Zuli. Ermordet wurde heute nachmittag auf der Landstraße zwischen Kolmbach und Gadernheim der 18 Jahre alte Bote Gerflner, der den Wochenlohn von etwa 40 000 Mk. für die Firma Kreutzer u. Beh­ringer in Lindenfels nach dem Steinbruch in Elms­hausen bringen wollte. Man fand die Leiche be­raub t im Kornfeld. Unter dem Gelbe befand sich auch ein Scheck der Firma von der Dank für Ham bei und Industrie auf P. Kindinger (Reichenbach, lautend Rr. 18632. Don den Tätern fehlt jede Spur

Hessen-Nassau.

Reue Verbote in Hesseu-Nasfau.

fpd. Frankfurt a. M, 21. Zull. Der Oberprasident der Provinz Hesfen- Nasfau hat rebe Veranstaltung, Feier, Sitzung usw. der Orts- und anderen Gruppen des Zungdeutschen Ordens innertjaQj der Provinz Hessen-Nas sau bis auf weitere» untersagt.

Ausschluß «öS der E. P. S.

fpd. Bad Ems, 21. Juli. Der Bezirks­vorstand der S. P. D. Frankfurt a. M. hat die Gebrüder Karl und Wilhelm Kaffine we­gen ihres die Partei schädigenden Derhattens aus der sozialdemokratischen Par» tei ausgeschlossen. Kaffine war bis vor kurzem noch der Führer der hiesigen Sozial­demokraten.

Frankfurts Einwohnerzahl ca. V, Million.

wb. Frankfurt a. M., 21. Juli. Rach Feststellung des Stattstischen Amts ist die Volkszahl für den Stadtkreis Frank­furt a. M. unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu- und Abwanderungen, sowie des ent­sprechenden Aeberschusses der Geburten über Die Sterbe fälle am 1. Juli d. I. mit rund 476 000 anzunehmen.

Starke Preiserhöhung für Elektrizität in Frankfnrt.

mc. Frankfurt a. M^ 21. Juli. Auf die außervrdenttiche Steigerung des GaSprei- seS ist die Erhöhung d e S e l e k t r i s ch e n Strompreises prompt gefolgt. Bisher kostete die Kilowattstunde 10.50 Mk., jetzt muß 14.60 Mk. dafür gezahlt werden. Auch der Kraftsttvm wurde von 6 Mk. auf 8.50 Mk. erhöht. Die billigste Straßenbahn­fahrt wird vom 1. August ab 4 Mk. kosten.

Für 1 500 000 Mark Wechsel verloren.

Abzüge von der nach §§21 bis 25 berech­neten Einkommensteuer: je 480 Mk. für den Steuer­pflichtigen und seine Ehefrau, wenn das steuer­bare Einkommen nicht mehr als 100 000 ML be­tragt; je 960 ML für jedes minderjährige Kind im Haushalt, wenn das steuerbare Einkommen nicht mehr als 300 000 Mk. beträgt (Voraus­setzung, daß Ehefrau bzw. Kinder nicht selbständig zur Einkommensteuer zu veranlagen sind). Die Ermäßigung wird auch für solche Kinder gewährt, die Arbeitseinkommen beziehen, sosorn sie das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ein Abzug von 2000 Mk. ist zugelassen für Steuer­pflichtige, die über 60 Jahre alt ober erwerbs­unfähig ober nicht bloß vorübergehend behindert sind, chren Lebensunterhalt durch eigenen Erwerb SU bestreiten, sosem bas steuerbare, hauptsächlich aus Kapitalernkommen und Ruhegehalt und der­gleichen bestehende Einkommen 50 000 Mk. nicht übersteigt. Die Höhe des steuerbaren Einkommens bis zu der besondere wirtschaftliche Derhältnisie (Erziehungsausgaben, Krankheit, Verschuldung u. a.) berücksichtigt werden, ist von 80 000 auf 200 000 ML heraufgesehL Die Anrechnung der Kapitalertragssteuer erfolgt bis zu 25 000 ML Einkommen mit 100 v. H., bis zu 50 000 Mk. Ein­kommen mit 50 v. H.

Die Grenze des Einkommens aus Arbeitslohn, bis zu der es einer Veranlagung nicht bedarf' ist von 80 000 auf 100 000 Mk. erhöht, desgleichen in § 48 Abs. 2 und 3, entsprechend die Grenze des sonstigen Einkommens von 600 auf 1200 Mk erhöht. Antrag auf Veranlagung ist zugelassen bis 100 000 ML Einkommen. 12'000 Mk. Werbungs­kosten, Antrag auf Erstattung (§ 49 Abs. 2) gleich­falls bis 100 000 ML Einkommen.

Aridericus Rex und die Gewerkschaften.

Berlin, 21. Zull. (DTB.) Die Film- Ob er Prüfstelle hat den Antrag der hes­sischen Regierung zurückgewiesen, die von der Filmprüfstelle ausgesprochene Zulassung des Films ^Fndericus Rex" zur öffent­lichen Vorführung im Deutschen Reiche zu wider­rufen und den Film zu verbieten. 3n der Be­gründung wird ausgeführt, daß es die A u f g a b c ber Polizei sei, Störungen der öffent­lichen Ruhe und Ordnung zu verhin- b e r n. Es fei aber nicht Aufgabe der Film-Ober- prüfstelle, eine vorübergehende Störung oder, wie im vorliegenden Falle, eine nur zu ^fürchtende Störung, zu verhindern und den FUm zu ver­bieten, wobei zwar Störungen versucht würden, aus Gründen jedoch, die außerhalb seines Inhaltes liegen.

Der Landesverband der hessischen Hansbcsitzervererne hielt am letzten Mittwoch feinen diesjährigen Verbands tag in Darmstadt ab, der einen zahlreichen Besuch aus ganz Hessen aufzuweisen hatte. Der vom Vorsitzenden, Herrn Stadtverord­neten H a u r h - DarmftadL erstattete Zahres- bemcht umfaßte die Tätigkeit des Vorstandes wahrend des abgelaufenen Geschäftsjahres. Fol­gende interessanten Feststellungen seien hervor­gehoben: ^Die Bewegung in den Kreisen der H^p^oesitzer nimmt infolge der unerträglichen Fesseln der Zwangswirtschaft von Zahr zu Jahr r» festen Oahr sind 12 neue Dereme dem nr $eigetreten, und die Mifnahme einer 210^151 weiterer Vereine steht denrnächst bevor. Selbst in fleinen und kleinsten Gemeinden bricht dte Erkenntnis Bahn, daß nur durch den Zu­sammenschluß eine Aenderung in der unhaltbaren 2age herbeigeführt werden kann. Der Vorstand hat diese Bewegung in weitgehendstem Maße burch Material, Gestellung von Rednern usw. unterstützt, und überall wurden günstige Resul­tate erzielL Ein großer Teil der Derbandstätig- kett muhte sich auf den Abwehrkampf gegen die verschiedenen Gesetzentwürfe, wie Wohnungsbau­abgabe. Reichsmietengesetz. Mieterschutzgeseh usw. konzentriereir 3n dieser Beziehung bat der OJer- banb im Verein mit dem Zentralverband und mit Unterstützung der einzelnen Vereine wertvolle Aufllärungsarbett geleistet." Nach Erledigung in­terner Fragen wurde zum Hauptthema des Ta- ges: Die Frage der Zuschläge zur Grundmiete nach dem Reuhsmieteirgesetz" geschritten. 3n mehr­stündiger eingehender Beratung wurde Punkt für 351X1x11 des vom Vorstand unterbreiteten Vor­schlags behandelt und mit einigen Aenderungen angenommen. Die OrtSveveine sollen diese Vor­schläge bei den Verhandlungen mit den Stadtver­waltungen verwerten. Von verschbLenen Seiten wurde daraus hingewiesen, wie wichtig eL ist, daß btc jetzt neugeregelte Mietpreis frage in den einzelnen Gemeinden von einer Organisation der Hausbesitzer in die Hand genommen nürb, damit emc Einheitlichkeit erzielt wird.

w Sage in Bayern.

München, 21. Zuli. (WLD.) Die.Münch. Neuesten Nachrichten" bestätigen, daß der baye­rische Ministerrat keine »inhettlichen Richllinien für b ie bayerische Politik in den schie­benden Streitfragen aufstellte. Die Entscheidung [liege nunmehr bei den Koalitionsparteien. Das Blatt berichtet weiter: Am Freitag traten die sFraktionen der Bayerischen Volkspartei und der »Deutschen demokratischen Partei zu einer Vorbe­sprechung im Landtag zusammen. Die Deutsche Demokratische Partei wird, denWünch. Neuesten Aachrichtei^" zufolge, voraussichtlich zu Ibern Schluß kommen, daß die Regierung für w e i - stere Schritte in den Verhandlungen mit Berlin bezüglich des Vollzuges der An­wendung der Gesetze in Bayern freie Hand bekom­men soll, daß aber die äußerste Grenze der Ge­folgschaft der Demokraten da liegen müsse, wo die Einheit des Reiches in Frage komme.

Heber die Stellung der christlichen Dewerk- ichaften Baherns zu den Schuhgesetzen schreibt das ossizielle Organ dieser Gewerkschaften^ Für uns kann es keine Frage sein, daß wir trotz aller berechtigten Entrüstung Bayerns gegen eine An­zahl Bestimmungen der Gesetze ein verfassungs­mäßig zustande gekommenes Gesetz als rechts- flüLtig zu respektieren haben, bis in ruhigeren Zeiten die Beseitigung der Ausnahmegesetze er- ;folgen kann.

Die .Münchner Post" schreibt: Die Vermu­tung der »München-Augsburger Abendzeitung", Laß der gestrige Warnruf mit der Meldung za° sammeichange, daß Telle der Reichswehr, weil .sie die Hebungen beendet hatten, nach München zurückgekeh-rt seien, ist falsch. Dem Warni'.ngs- rufe, betont das Blatt, lägen Tatsachen jugranbe, die weder mit der Reichswehr noch mit der

"Die hiesige Vorführung des von der Fllm-Oberprüfungsstelle für das gcm^e Reich genehmigten, von der hessischen Regierung n^terdings bekanntlich angefochtenen Filmes Fridericus Rex" hatte öie Gieße- ncr Gewerkschaften bewogen, dem Poltzeiamt durch einen Beaufttagten mittellen zu lassen, die Aufführung dieses Fllmes werde m Arbetterkreisen mit großer Erregung an­gesehen und es müsse mtt Komplikationen ...___ gerechnet werden, wenn die weitere Vorfüh-

Deutsch-^ dieses Filmes stattfinde. Von dieser Er- .... klärung wurde dem Besitzer der Astoria-Licht- spiele sofort Kenntnis gegeben mit dem Be­merken, das weitere Spielen dieses Fllmes mit ÄudfidU auf zu befürchtende Anruhen ver­boten werden müsse. Verhandlungen, die der Besitzer des Lichtspielhauses daraufhin von sich aus mit Gewerkschaftsführern in Gang brachte, führten dazu, am Dienstag nachmittag eine

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