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Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- und Steindruckerei «. Eangt. Schristlettung, Seschäsirftelle und Druckerei: Schulitratze 1.

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Der Bundes-

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Gruppe der internationalen

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ab, polnische S1 aats bürgec

den.

feine Stimme in Europa zu

im August 1914, als Deutschland Belgien an­gegriffen habe, Großbritannien sich damit be­gnügt hätte, das Änmoralische des Angriffs sest- zustellen und auf Amerika zu warten, dann hätte es sich nicht zum Herren der deutschen Flotte und auch der deutschen Kolonien machen können, son­dern England hätte seine eigene Flotte verloren und seine Kolonien dazu, ja f

verhindern. __

-Dien, 20. Aug. (WTD.) Bundeskanzler Dr. Seidl und 'Finanzminister Segur sind Heute abend in Begleitung des Gesandten Dr. Wildner nach Prag abgereist, wo Montag die Besprechungen mit dem tschecho-slowakischen Wmi- terpräsidenten und Minister des Aeußern Dr. Denesch stattfinden. Mittwoch erfolgt in Ber­lin die Begegnung mit dem deutsch enReich s- kanzler Dr. Wirth. Mit Rücksicht auf die gerade im jetzigen Augenblick erhöhte Bedeutung diplomatischer Geschäftsführung verbleibt Bun­desminister für Aeußeces Dr. Grünberger in Wien.

schen Guthaben. .

In derReuen Straßburger Zeitung tmeder- hvlte Abgeordneter Frey, was er schon früher gegen die Sanktionen eingewandt Habe und be­finde sich damit plötzlich in ülebereinstimmung mrt seinen radikalen Gegnern. Die katholischen Zei­tungen führten die gleiche Sprache, ebenso das Organ der Sozialisten, das die Haltung der Kom­munisten unterstreiche, die ein Manifest publiziert und am Freitag abend eine Protestversammlung gegen die Ausweisungen veranstaltet hätten

DerT e m p s" fügt Hinzu, die Maßnahmen, die der Ministerpräsident angeordnet habe, fc«m in verschiedenen Punkten gemildert worden. Da 5. D. die Aegierungskommission von Saarbrücken zugunsten der recht zahlreichen, in Elsah-Lotyrin- gen wohnhaften Saarländer interveniert habe, sei ihr anscheinend die Bersicherung gegeben wor-

Krieges gibt, die nicht übersehen werden sollen und können. Aber wir versichern, daß Rache

gerichts-Liga überreichte hlute in einer von den freien Gewerkschaften und den beiden sozia­listischen Parteien in Berlin veranstalteten deutsch­englischen Friedenskundgebung eine Adresse, in der es heißt:

Wir wissen, daß der Gang zum ewigen Weltfrieden nicht leicht ist. Wir sind nicht Kosmo­politen, die die Verpflichtungen gegenüber dem eigenen Lande außer Rücksicht lassen. Wir ver­gegenwärtigen uns andererseits die besonderen Schwierigkeiten, denen Ihre Republik in dieser kritischen Zeit gegenübersteht. Wir geben offen zu, daß zwischen uns Meinungsverschiedenheiten vorhanden sind. Ebenso verschließen wir uns nicht der Tatsache, daß es Folgewirkungen des letzten

gur Wahrung deutscher Ehre und deutschen Ansehens.

Berlin, 19. Aug. (WTB.) Der Ar beit s- 2usschuh deutscher Verbände, in dem gegen 600 kulurelle, politische und wirtschastlicheVerbände der verschie­den st en politischen Richtungen zum Kampfe gegen die Lüge von Deutsch­lands alleiniger Verantwortlich­keit am Weltkriege mit dem Ziele der Revi- siondesDersailler D.i k t a t e s zusammen- geschlossen sind, gibt angesichts der jetzt faraif- beschworenen schweren Krisis im Ramen der Mit­glieder die Erklärung ab, daß sie sich als außen­politische Einheitsfront hinter jede zur Wahrung des Deutschen Reiches gegen fremde Vergewal­tigung enffchlossene Regierung stelle. Der Ar- britsausschuß deutscher Verbände erwartet, daß die Reichsregierung den immer erneuten Ver­suchen, das deutsche Volk unter dem Vorwande seiner alleinigen Verantwortlichkeit für den Krieg wirtschaftlich und politisch zugrunde zu richten, nachdrücklichsten Widerstand leistet und zur Wäh­rung der Ehre und des Ansehens des deutschen Volkes entschlossen -llen Forderungen entgegen» tritt, die Deutschland die Lebensmöglichkeit nehmen.

Eine Warnung

vor übertriebener Nervosität.

Berlin, 19. Aug. Wie in den Blättern festgestellt wird, steht die Regierung auf dem Standpunkt, daß die gegenwärtige D e - Visenhausse keinerlei sachliche Begrün­dung hat. Die Reichsregierung kommt als De­visenkäuferin jetzt und für absehbare Zeit nicht in Frage. Die Ausgleichszahlungen sind für vier Wochen gestundet. Die Befürchtung we­gen den bevorstehenden französischen Maß­nahmen scheint durchaus übertrieben. Die Reichsregierung warnt deshalb eindringlich vor einer übertriebenen Rervosität.

Erne Konferenz der Schuldnerstaaten in Pariü?

Paris, 21. Aug. (WTB.) Senator Henri de Iouvenal beschäftigt sich in einem Artikel desMatin" mit der Frage der Kriegs­schulden, indem er darauf hinweist, daß Poin- care in London den Vertretern der Staaten, denen Frankreich Geld schuldet, Erklärungen abgegeben habe. Diese Erklärungen machten Frankreich zum natürlichen Verteidiger aller Staaten, die Geld hätten leihen müssen, um den Krieg fortsehen zu können. Die Aktion dieser Länder müsse mit der Aktion Frankreichs verbunden werden, da deren Schicksal an das Schicksal Frankreichs geknüpft sei. Man solle eine Konferenz der Schuldner st aaten nach Paris einbe­rufen, um gemeinsame Entschlüsse zu fassen, um als Antwort auf die Dalfournote ein, ähnj- liches Memorandum an Lloyd George zu richten, das die ülnterschrift Frankreichs, Belgiens, Ru­mäniens, der Tschechoslowakei und Polens trage. Sind wir dann isoliert, toemt wir die Staaten Europas vertreten, wenn wir uns mit allen un­seren Verbündeten einigen, um dem englischen Premierminister zu sagen, er vereinige seine For­derungen mit denen der Vereinigten Staaten? Ein großes Volk wie das englische Volk dürfe sich hinter keinem anderen Volke verstecken. Wenn

der Greuzsestsetzungskomm s ion da/ür einzuireten, daß diese Orte Deutschland zugesprochen werden,

Englische Arbeiterführer über das Wiederherfteünngsproblem.

London, 19. Aug. (WTD.) Auf der gestrigen Sitzung der General Wvrkers Anion in Leamington machte der englische Arbeiterführer Benn Tillett den Vorschlag, einen allgemeinen Streik der Arbeiter ganz Europas zu ver­anstalten, bis die Finanzleute ihre Schwierig­keiten beigelegt hätten und die Währungen stabilisiert seien. Der Friede sei zer­störender gewesen als der Krieg selbst. Der Arbeiterführer C l h n e s trat dem Vorschlag entgegen, indem er sagte, für dieses Problem könne in den Methoden indu­strieller Gewalt kein Heilmittel gefunden wer­den. Rur drei Länder könnten eine politische Regelung bis zur Wiederherstellung des Ver­traue"^ m den Wirtschaftsbeziehungen der verschiedenen Länder Europas herbeiführen, nämlia) Großbritannien, Frankreich und Amerika, und zwar nur, wenn sie zusammen handelten.

Eine deutsch-englische Friedenskundgebung.

Volk zu befragen, habe man ihm weitgehende Ge­biete abgetrennt, bedrücke es mit der Besetzung des Rheinlandcs, mit Sanktionen, Retorsionen und Repressalie. Der Völkerbund sei von jeher ein Ziel der Arbeiterschaft gewesen. Dann sprach Kennedy über die Rotwendigkeit inter­nationaler Solidarität der Arbeiterschaft, die aber keineswegs Antinationalismus bedeute. Joy sprach über die Idee: Rie wieder Krieg. Zum Schlüsse sprach noch Dr. B r e i t s ch e i d (SPD.). Der Abschluß der Kundgebung bildete der gemein­same Gesang der Internationale und ein Hoch auf die internationale Arbeiterschaft.

Berlin, 20. Aug. (WTB.) Die englische

Eine Politik derAnnäherungzwischenFrank- reich und Deutschland?

Paris, 19. Aug. (WTD.)Ivurnee in­dustrielle" verfolgt ihre Politik der wirt­schaftlichen Annäherung an Deutsch­land weiter. In einem heutigen Artikel heißt es: Es gibt ein Gebiet, auf dem man mit ver­hältnismäßiger Leichtigkeit etwas schaffen kann: Das Gebiet der wirtschaftlichen Organisation, das der Vertrag von Versailles vollkommen vernach­lässigt bat. Der Verfasser bezieht sich dann auf das Beispiel Italiens und fährt fort, was Ita­lien verlangt, was ebenso Deutschland und was die kleinste Stadt des festländischen Europa ver­langt, ist die Einbeziehung in einen Wirtschafts­plan. der ihnen die reguläre Erfüllung ihres Ge­schickes gewährleistet. Die wirtschaftliche, oder wenn man will, die Sorge um dastzägliche Brot, umschließt eine starke politische Kraft. Allerdings bedarf es, um sie nutzbar zu machen, derKennt - nis anderer Archive als derjenigen der Ministerien.

Die Ankunft der Delegierten der Neparationskommisfion in Berlin.

Berlin, 21. Aug. Wie die Morgenblätter berichten, sind die beiden Mitglieder der Repara­tionskommission, Bradbury und M a u c l ere, gestern «abend in Berlin eingetroffen. Der englische Kommissar Bradbury hatte sogleich eine längere Unterredung mit dem hiesigen englischen Botschaf­ter. Heute vormittag werden die beiden Abge- sandten der Reparationskommission von Reichs­kanzler Dr. Wirth empfangen werden. Daraus werden sich die Besprechungen mit den Ressort­ministern anschließen, je nachdem, welches Spezial­gebiet die Fragen betreffen werden, die die Re­parationskommission stellt/

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Heutiger Stand des Dollars

10 Ahr vormittags:

Berlin 1250. Frankfurt a. M. 1235124^

Die öffentliche Meinung in Elsstz-Lothringen gegen die Retorsionen.

Paris, 19. 2Iug. (WTD.) Wie «ich der .JtrnH" aus Straßburg melden läßt, bat man in der öffentlichen Meinung eine B e w e - gung gegen die Retorsionen konstatiert, die am 5. August gegen die in Elsaß - Lo - t'bringen wohnhaften Deutschen er­griffen worden sind. Die Presse nehme ohne atn- t:rschicd der Partei oder Reli ion Stockung ge en die Ausweisung und die Sequestrierung der deut-

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Wien, 19. Aug. (WB.) -- - kanzler Seipel hat gestern und heute die Vertreter der Ententemächte empfan­

gen, um sie auf die durch den Ausgang der Londoner Konferenz geschaffene Lage aufmerk­sam zu machen. Durch die neuerliche Verweisung der österreichischen Kreditaktion an den Völker­bund und die durch ohne Schuld der österreichi­schen Regierung eingetretene Verzögerung in der Gründung der neuen Rotenbank sind die Schwie­rigkeiten, mit denen Oesterreich zu kämpfen hat, nur noch verschärft worden. Im Zusammen­hang mit der allgemeinen Geldlage erscheint das österreichische Problem nicht mehr als ein rein finanzielles, sondern als vorwiegend politisches. Da hierdurch nach Auffassung der österreichischen Regierung die Aufrollung der m i 11 e l e i r o- päischen Frage in nächste Rähe gerückt er­scheint, hat sich die Regierung entschlossen, mit den führen de n Staatsmännern der drei Rachbarst aaten, die für die Gestal­tung der mitteleuropäischen Lage größte Bedeu­tung haben, persönliche Fühlungnahme zu suchen. Sie ist daher mit Berlin, ,Rom und Prag in Verbindung ge­treten. Bundeskanzler Seipel begibt sich am Sonntag abend zu eintägigem Aufenthalt nach Prag, um mit dem tschechoslowakischen Minister­präsidenten und dem Minister des Aeuhern Be- nesch zusammenzutreffen. Am Montag abend wird er von dort unmittelbar nach Berlin weiter-

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Die mißglückte Mission Parmentiers.

Paris, 19. Aug. (WTD.)(Sre nouvelle" schreibt: Die MissionParmentiers endete praktisch mit einem Mißerfolge. Millerand sah richtig, als ey die Entscheidung, diesen Dearnten des Finanzministeriums nach Washington zu sen­den, kritisierte. Wir könnnen den Präsidenten der Republik nicht tadeln, daß er jetzt von seiner Autorität Gebrauch machte, um die Rückberufung dieses unzulänglichen Anterhändlers zu beschleu­nigen. Wer das nationale Interesse im Auge hat, muß sich wohl hüten, Parmentier nach den Ver­einigten Staaten zurückzusenden. Dadurch, daß wir einen Dearnten mit einem offiziellen Auftrage nach Washington schickten, trennten wir uns osten­tativ von England. England seinerseits wollte uns begreiflich machen, daß es unsere Geste verstand. Das Kabinett von St. James antwortete auf die Mission Parmentiers mit der Rote Dalfours.

Die Ausrollung der päischen Lage durch Oesterreich

P a r i s. 19. Aug. (WTB.) Heber die Red e, die Poincare morgen in Bar-le-Duc anläß­lich der außerordentlichen Tagung des General­rates hält, schreibt dasEcho de Paris": Morgen wird Poincars auf das neue die Repara- tionspolMk der französischen Regierung be­gründen. Er wird diesmal öffentlich seinen Ent­schluß mitteilen, Deutschland nur gegen die Ver­pfändung der staatlichen Gruben im Ruhrgebiet und der Domanialwälder auf dem linken Rhein­ufer ein Moratorium zu bewilligen. Er wird auch seinen Entschluß zum Aufdruck bringen, sich nicht durch Kompromisse aushalten zu lassen, an denen im Augenblick die Reparationskommission arbeitet, wenn diese Komproini se hinter dem Minimal­programm zurückbleiben, das er in den letzten Tagen der Konferenz von London sich zu eigen 1 machte. Endlich wird er zweifellos andeuten, daß er eventuell nicht zögern werde, zsu den streng­sten Sanktionen gegenüber dem widerspenstigen Schuldner überzugehen.

bei der Feier des letzten -versu,-

ie^ Flotte verlören d^n, daß deren Personen und Güter' vonderMay-1 su $ « « ^fülamge^ tour&S rirt« ?er ftg» IÄÄW seicht- W-una

sollten.

Anscheinend merkt die französische Regierung den schweren Mißgriff, den sie mit den Retorsions­maßnahmen begangen hat und wünscht ihn jetzt in einer Weise abzuändern, welche der franzö­sischen Absicht im Rheinlande zugute kommen soll. Die Meinung der Welt wird sich jedoch durch solche durchsichtigen Kunstgriffe nicht beeinflussen lassen. Sie 'hält es statt dessen für selbstver­ständlich, daß die Retorsionsmaßnähmen rück­gängig gemacht werden, nachdem die Frage des Ausgleichsverfahrens durch die letzte Rote der Reparationskommissivn an die deutsche Re­gierung bis auf weiteres geregelt wurde.

Poincar^s bevorstehende Rede.

soweit sie auf dem linken RHeinufer wohnen, die, verlesen. Dann verwies Franz K r u g e r (SPD. > wie man sage die gleiche Bevorzugung genießen auf die Tatsache, daß die Welt infolge des Ver- - fallier Friedensdiktates von dem Volkerfneden

weiter entfernt sei denn je. Ohne das deutsche

müsse aufhören, die Kriegsschulden zu verlangen: denn das Interesse der Alliierten, ja sogar das Deutschlands, das Heil Europas, ja sogar das Gewissen Englands seien in dieser Kriegsschulden­debatte auf Seiten Frankreichs. Könne die eng­lische Regierung unter diesen Amständen jenseits des Kanals allein bleiben?

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigern) 34 mm Breite örtlich 150 Ps, auswärts 180 Pf.; für Nelklame- Anzeigen von 70 mm Breite 500 Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 Ausschlag. Hauptschriftleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen

Gegen eine neue polnische Gewaltforderung.

Beuthen, 19. Aug. (WB.) Angesichts der polnischen Forderungen bei derG re nz° festsetzungskommission fanden m sämt­lichen Anlagen der Königin Luisegrube Versammlungen der Belegschaften statt. Rach einer sehr erregten Aussprache und flammendem Protest gegen die polnische Bestrebungen wurden überall einstimmig Entschließungen angenommen, in welchen betont wird, daß die Königin Luisegrube und die Delbrückschächte Betriebseinheiten sind, die nicht zerrissen werden könnten, ohne die Betriebssicherheit der

und Haß nicht die leitenden Beweggründe der britischen Politik sind. In unserem Lande wird mehr und mehr empfunden, daß Versöhnung und nicht Entfremdung gepflegt werden muß. Wir wünschen von den Deutschen, ebenso wie wir es von ben Franzosen und allen andern wünschen, daß sie an einer Weltpartnerschaft für den Frieden teilnehmen. Rationen können ebensowenig wie einzelne Menschen ohne ernsten Schaden für sich selber und für ihre Rachbam für sich allein leben. Je freier hie Menschen gegen­einander handeln, desto weniger wahrscheinlich ist es, daß sie zu einem Verhalten gelangen, das Erzeugnisse der menschlichen Arbeit ver­nichtet.

In wenigen Tagen wird sich der Völker­bund in Gens versammeln. Fast einstimmig, wünscht die öffentliche Meinung Englands drin­gend, daß Deutschland Mitglied des Dundes werde. Es ist unsere ernsteste Hoffnung, daß die deutsche Republik ihre Ausnahme bean­tragen wird. Wir haben Grund zu glauben, daß ein solcher Antrag Annahme finden würde. Der Wunsch, daß Deutschland dem Völkerbunde bei­trete, wird jetzt von britischen Staatsmännern: und Politikern der verschiedensten Parteien ge­teilt, darunter auch von den Leitern der Staatsgeschäfte. Die Kreise, in deren Ramen wir im besonderen das Wort führen, haben es von Anfang an befürwortet, und wir sehen vor­aus, daß die Deutsche Republik in Kürze dem Völkerbunde beitreten und auch einen Sitz im Völkerbundsrat erfaßen wird. Rur in einer Atmosphäre des Friedens und dort, wo die Gleichberechtigung aller Staaten, ob groß oder klein, der leitende Grundsatz ist, können die Probleme, die gegenwärtig die Staatsmänner verwirren und Millionen von Menschen Leiden verursachen, gerecht gelöst werden und keine inter­nationale Frage erscheint uns von gleicher Be­deutung zu sein wie die der Mitgliedschaft Deutschlands im Völkerbunde.

Am Schluß der Adresse faißt e£, es handle sich um eine Kundgebung guten Willens, von Männerm verschiedener politischer Anschauung dargebracht, die aber in dem Wunsche einig seien, den Deutschen die Hand zu reichen. Als Bürger Großbritanniens näherten sie sich den Bürgern der deutschen Republik, zum Zeichen dafür, daß eine neue Zeit der Brüderlichkeit und des fried­fertigen Fortschritts der Menschfait anbreche, mie jie die vornehmsten Denker aller Länder von Ferne erblickt und herbeizuführen bestrebt hätten;an uns ist es, die Ernte ihrer Aussaat einzubringen!"

nesamten Anlaa»n schwer zu gefährden. Die Ge­sa m t be leg s cha f t lehnt es entschieden ..: , polnische Staats bürger zu wer - ' - ,'l. Wenn die polnische 'Regierung Sorge -um die wirffchaftliche Zukunft der Arbeiter, die in Makoschau. Kunzenberg, Parnsdorff und Lips- dorf wohnen, hat, bleibt es ihr unbenommen, bei'

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mit derSamslagsbeilage: GießenerF-amilienblätter Monatlich« vezugrpreise: Mk. 29. - und Mk. 3. - Trägerlohn,durch diePost Mk. 32..auch bei Nicht­erscheinen einzelner Num­mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für die Schrift, leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Gieße«, postscheäkonto:

Frankfurt a. M. 1163«.

reisen.

Wien, 19. Aug. (WTD.) Die Abendblätter schreiben, die gesamte österreichische öffentliche Meinung werde die Entschlos­senheit begrüßen, mit welcher die Regierung end­lich die österreichische Frage unter Beiseitelassung aller bisher geübten Rücksichten vordaseu rv- päische Forum bringe. Oesterreich habe mit dem jetzt unternommenen Schritt nur das getan, was angesichts der augenblicklichen Gage dringend notwendig geworden sei, beim es handle sich um nicht mehr und nicht weniger als die Existenz eines Staates. Der Schritt der österreichischen Regierung sei der Beweis für den festen Willen, nichts zu unterlassen, was das 2ant> vor dem völligen Zusammenbruch bewahren könne. Von den Verhandlungen in Prag und Berlin sowie von der Entscheidung der italienischen Regierung dürfte das Schicksal der wirtschaftlichen Gestaltung Oesterreichs in der nächsten Zeit abhängen.

DieReue Freie Presse" schreibt: Der Besuch Dr. Seipels in der Hauptstadt des Deutschen Reiches stellt eine um­fassende Gemeinschaft der Interessen und des engen Zusammenhanges klar, der zwischen beiden Rachbarstaaten besteht, die von Rationen bewohnt werden, in denen eine Sprache ertönt, in denen! ich Denken und Fühlen begegnen. Die Grenzen, die in St. Germain auf gerichtet worden sind, können die Gemeinsamkeit der Empfindungen und den Zusammenhang der Lebensgrundlagen nicht

Berlin, 20. Aug. (WTD.) Eine deutsch- englische Friedenskundgebung, ver­anstaltet von den Berliner Gewerkschaften der beiden sozialistischen Parteien sand heute statt. Englischerseits waren die Mitglieder der eng­lischen Gruppe der internationalen Schiedsge­richtsliga erschienen, darunter der Vorsitzende Jähn Morgan, Generalsekretär Fred Madison, ferner Thomas Kennedy, der Stadtverordnete John Joy die Bergarbeiter Bernet und Kenyon und andere. Der Vorsitzende der Berliner Gewe^k- schaftskommission S a b b a t H drückte die Hofft mmg ans, daß dis englischen Gäste sich von der Lage der deutschen Arbeiterschaft ein richtigeres Bild als bisher machen würden. Die deutsche Arbeiterschaft kämpfe für den Volkerftreden, den Europa leider immer noch nicht habe. M a o i s o n führte aus, die englische Kornmisfton sei m dem aufrichtigen Wunsche nach Deutschland gemmmen, in Gemeinschaft mit dem deutschen Volke eine neue Zeit einzuleiten, in der das Gesetz der bru­talen Gewalt durch die Herrschaft vernünftiger Gesetze ersetzt werden solle. Mehr als ie fei die englisch^deutsche Annäherung notwendig, damit die beiden Länder wieder aufbauen konn­ten, was der Krieg zerstört fabe. Das Ver­trau e n E n g l a n d s m den Friedenswillen des deutschen Volkes sei ganz besonders durch die Kundgebung des Reichspräsidenten «WcbV» Äß WL -LLAAA.V- ! I p ___ATrtO tvrm nt>r bTin?

Ht. 195 172. Fahrgang Montag, 21. August 1922

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General-Anzeiger für Oberhessen

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