Ausgabe 
21.1.1922
 
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Züricher Devisenmarkt.

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21.1.

Schwerer Franken

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Auch der

markt konnte eine feste Tendenz

IS. Ian.

20. ^an.

Kurs Kurs Kurs

277,

. Stockholm

London

befannic Lhlorodo.t» Zahnpaste taufen

Kr- Kr- Fr.

Effekten­aufweisen.

59.20

88 80

117 80

88.80

117.80

97.80

125.40

23.80

100

10U

100

100

1

100

100

100

100

100

321,85

25.63 6 ,35

124,15

Saturn:

Amsterdam-Rott erd. Brüssel-Antwerpen. Lhristiania Kopenhagen Stockholm Helstngfors Italien London Reuhork Paris Schweiz. Spanien Wien (altes) . . . . Deutsch-Oefterr.. . . Prag Budapest Buenos AireS . . . Bulgarien Konstantinopel . . .

5,70 338,15 28.17 6 >,70

124,60

19.1. 77,50 88,-

104,-

7i 50 413 50 391 50 291,- 270,- 465, - 412,- 318 - 290 -

ßjbß

32 ,15

25,57

6.1,15

12L',85

77,59 8s 12

103,75 71,76

435 - 419,- 2'1,- 270,- 470,- 412,- 32), - 293,50 28 Sr .

1040,- 790,- 920,- 937, -

1450,- 743,- 637 -

1080. - 000,- 589,- 705,- 990, 650,- 625,- 525,

74,10 740,- ' 28,75

Vermischtes.

Ein GroMuer in Berlin.

Berlin, 20. Ian. (WTB.) Die Scho

Wechsel auf Holland.

Deutschland ....

Wien ........

Prag........

Paris........

London ......

Italien

Brüste!

Budapest .....

Reuyork. .....

Agram

Warschau

bleiben nach wie vor Konstellation abhängig.

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag ....

558,- 709,50 985,- 630,- 615. - 500,-

75, - 677,60 727,-

HandeU

Französisch« Handelsstattstik.

19.1.

77,50 87,80

104,40 72 63 421, 395,- 293,- 275,- 470,- 415,- 325,- 2 5,- 283,- 990 - 715,- 890,- 9 IG 1425,- 740,- 630,- 1050,- 590,- 560,- 696,- 985,- 627,50 615, 500,-

7t,76 725,-

5,82

338,85 2d, 3

65,90

124,90

Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° o Hess. StaatSanl. Electron Griesheim Dtsche. BereinSbank

18-.50

2.55

O. 8.875

41.70

21.67

22.40

40.- 0.75

614.50

1.70 0,15

6 83, - 6997, 7202,75 7217,25 1488,50 1491,60 1540,95 1.54,05 2932,- 2.488 - 3091 <0 3098,10 3316, 5 3^2 ,85 39 6, - 39 H, 4 3x25 4744 75 4915,05 4924 95 354,60 356,40 366,60 367*40 82 ,16 810,85 855,10 856,90 801,1 > 806,83 831,65 833,35 190,70 19'',71 197/15 197,15 155 4 155 ,60 1618/ 5162 ,65 370 ,.53713,7." 384c,lb38o ,85 23,2,15 284/,bö 2J47,05 2952,95

18 .5

2.65

0.16

8.70 '42.10

21.72

2245

40.10

0.725

514.50

1.75

0,17

19.1. 2,70

1,42

2,67

31 -

2,15

L. - Fr. = Kr. = $ = Kr. =

Marknotierungen.

1.7.. t.

. ... Fr. 125 40

20.1. 2,60 1.37

2 57

30,12 2,10

koladenfabrik Sarotti in Tempelhvf stand heute nachmittag 5 Ahr noch lichterloh in Flammen. Der Tempelhofer Feuerwehr so-

100 Fl- -

* ont =

. Fl. . Kr. . Kr. . Kr. . Kr. . Sh. . Fr. . $

Im freien Verkehr belebtes Geschäft. Hansa Lloyd fester, 350. Vahnbrdarf 440, Benzaktien 660665, Mans selber Kuxe 24 700, Chemische Ahenania 930, Deutsch« Petroleum 875. Auf den variablen Märkten nahmen einzelne Montan­papiere das Interesse in Anspruch. Höher Deutsch» Luxemburg, Mannesmann, Gelsenkirchener, We­steregeln behauptet. Reckarsulrner 1210. Daimler, Kleyer gut behauptet. Kausneigung bestand für einige Elektrizitätsaktien. Lahmeyer gewannen 16 Prozent. Zuckerfabrikaktien befestigt. Schiff­fahrtsaktien mässig anziehend. Die Börse schloss fest. Privatdiskont 4V2 Prozent,

Frankfurt a. M., 21. Januar.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Dries

Kurs 20.1.

77,50 88 -

104,30 72.30

43Ö,- 40

294 - 275,- 470,- 415,- 224 - 296,- 285,-

1060,- 8.0,- 915,- 925,-

1433,- 748,- 625,-

10)0,- 598,- 585,- 708,- 970,- 666, 622.- 510.-

74,- 765,-

Dörsenkurse.

Zrantfurt Berlin 1-Uhr- 1-Uhr- Schluss- Schluss-

von der politischen

Datum:

5"/e Lisch. KriegSanl. 4",,Dlsch. Aeichsanl. 3°/,Dtfch. ReichSanl. 4e/e Preuh. KonsolS Hamburg-Baletf.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Ereditbank.

Die Abstimmung in der französischen Kammer.

P a c i s, 20. Ian. (WTB.) Aach den Morgen­blättern ist die Priorität der Tagesord­nung A r a g o, die während der Sitzung vertun- bet wurde, nicht mit 472 gegen 107, sondern nut 3 3 4 gegen 8 4 bei 79 Stimmenthaltun­gen zugesprochen worden. Die Bertrauens- tagesordnung Utirbe mit erh. bei Hän­den mit grober Mehrheit angenom» men. Gegen die Resolut.on der Tagesordnung Arago hatten g?stimmt. 2 Kommun.st.,'. 2 So­zialisten, 5 rep-uuliiani.ch« öo0iaii|tea, 8 Ä hiMc, 7 Llbgeordnete, die keiner ^Partei aagLhören. 79 Abgeordnete haben sich der Ab cklmmu 'g ent­halten, nämlich 12 reMb.ika. i che S ziai sten, 53 Raditale, 4 Mitglieder der t-«nrotrattsch-repu­blikanischen Li ken, 5 Mitglieder der repu li-' kanisch-sozialisti chen A t oi, 1 M tgl ed bei Par­tei Arago, 3 Abgeordnete, die keiner Partei an­geboren und sch ie stich der Kammerpräsident, der die Sitzung leitete.

Das Internationale Arbeitsamt und die Konferenz von GenuÄ.

Genf, 19. Ian. (WTB ) Der DerwaktungSrat des Internationalen Arbeitsamtes hat in feiner heutigen Sitzung beschlossen, dem Obersten Rat seine Mitarbeit an der WirtschastL- konferenz von Genua anzubieten. E beauftragte Albert Thomas den Direktor des Internationalen Arbeitsamtes, oem Obersten Rate folgende Mit­teilung zu machen: 1. Das Arbeitsamt ist bereit, mit asten ihm zu Gebote stehenden Mitteln die Arbeiten der Konferenz zu erleichtern und ihr seine Erfahrungen zur Bei fügung zu stellen. 2 Der Der- waltungsrat beschliesst, um der Konferenz wirk­samste Mithilfe zu bieten, dass Vertreter der drei Gruppen des Berwaltungsrates, also der Regie­rungen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer sowie der Direktor des Arbeitsamtes sich zum Zwecke vollster Mitarbeit der Konferenz zur Ver­fügung stellen. Dieser wichtige Beschluß gebt, wie die Resolution des DerwattungsrateS naher ausführt, auf eine von der Internationalen Ar- bcitskonferenz im Jahre 1921 angenommene Ent­schließung zurück, wonach eine Konferenz zum Stu­dium einer internationalen Lösung der Arbeits­losenkrise einberufen werden sollte. Da die Kon­ferenz von Genua zum gröfjten Teil demselben Ziele dient, und der wirtschaftliche Wiederaufbau, den sie anstrebt, die Arbeitslofensrage einbegreift, hielt der Derwaltungsrat ein Zusammengehen mit der Konferenz für geeignet.

Der Eisrnbahnexpreßqutderkehr.

Berlin, 20. Ian. (WLB.) 3m Eisen« bahnexprestgut - Verkehr wird vom 1. Februar ab der bisherige Kilometertarif durch einen Staffeltarif ersetzt, der durch einen 60prvzentigen Zuschlag zum jeweiligen Gilguttarif gebildet wird. Die Windestfracht für Frachtberechnung 10 Kilogramm, die Min­destentfernung 10 Kilometer. Die Beträge werden auf volle Mark aufgerundet. Auch die Fracht für beschleunigtes Eilgut wirb ab 1. Februar ab nicht mehr durch Verdoppelung des Gewichts, sondern nach dem einfachen abgerundeten Gewicht für gewöhnliches Eil­gut unter Zuschlag von 60 Prozent berechnet. Die Mindestfracht beträgt 12 Mk., das Min­destgewicht 20 Kilogramm. Damit sind die Tarifs für Expressgut und kcschl unigtes Eilgut mit Rücksicht auf die ©leiu/aiUgfett her Be- fördenmg gleichgestellt, ausgenommen die ge­ringen Unterschiede in Mindestgewicht,

Rationalbank f. D. . 277, Boch. Gussstahlwerke 1000, Bud.-Gisenw.-Akt.. 739, D.-Luxemb. Bergw.. 88 >, Gelsenkirch. Bergw.. 9:0, Harpener Bergbau. 1450 Oberschl. Eisenb.-B. 758, Overschles. Eisenind. 750, Vhöüir.Bergb.-Akt. 1060 Bad.Antlin-u. Soda 577,

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Die englische Presse über den Chnnvin smus Pvinenr^s.

L o n d o n, 20. Jan. (WTB) Der Pariser Be­richterstatter desDaily C h r o n i c l e" schreibt, es fehle nicht an Propheten, die bereits jetzt von dem baldigen Ableben des Kabinetts P o i n c a r 6 sprächen. Die zahlreichen politischen Fstnde Poincar6s in der Kammer beschäftigten sich bereits mit seiner politischen Grabschrift, die nach ihrer Ansicht lauten mühte: .Gewogen und zu leicht befunden."

London. 20. Ian. (WTB.)Daily Ex- prey" sagt, hinter Poincarös Rede llege. wie klar ersichtlich sei, der Traum von einer dauernden französischen Wacht am Rhein und der der Möglichkeit eines weite­ren Einmarschesnack Deutschland. Die Rede Poincares sei nicht dazu angetan, die Be­sorgnis in England und in den Bereinigten Staaten wegen der Richtung hei- französischen Politik zu beheben. Poincaril sei gestern, wie eS bei hieser Angelegenheit notwendig war, das Sprachrohr des französischen Ehau- v i n i s m u S gewesen. Der Teil feiner Rede, der am meisten Besorgnis verursache, sei der, in dem er von der Aufrechterhaltung der Sanktionen und, wenn nötig, von der Auferlegung neuer Sanktionen sprach. Zahlreiche Personen in Eng­land bejürchteten, dass die Franzosen diesen Be­weisgrund nur alS Entschuldigung anwenden wollten. Vielleicht werde die Zeit Frankreich von dem Wahnsinn des Chauvinis­mus überzeugen. Diese Zeit sei jedoch noch nicht gekommen.Westminster Gazette" schreibt, man müsse Poincarö dankbar sein für die Schnelligkeit, mit der er die Haltung feiner Re­gierung klargestellt habe. Der Pariser Bericht­erstatter des Blattes Jagt, Poincare bleibe sich selbst gleich.

London, 20. Ian. (WTB.) In einem Leit­artikel desDaily C h r o n i c l e" heisst es un­ter Bezugnahme auf die Behauptung Poincares dah man befugt sein werd«, zu erklären, dah der Termin für die Räumung deS linken RheinuserS noch nicht zu laufen begonnen habe, dies fei eine Ansicht, die Grohbriiannien auch nicht für einen Augenblick annehmen tonne; am allerwenigsten angesichts der loyalen Hal­tung, die die Berliner Regierung gegenüber dem FriedenSvertrag gezeigt habe, seitdem Dr. Wirth an ihre Spitze getreten fei.

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wie her zu Hilfe geeilten Berliner Wehr war eS bis hahin nicht gelungen, des Feuers Herr zu werden. Die in dem Fabrikgebäude auf­gestapelten Vorräte an Spiritus und Likören, Die zu Konfektfüllungen verwandt werden, sind explodiert. Da weiter Explosionsgefahr besteht, können die Löscharbeiten nur langsam fort­schreiten. ES erscheint ziemlich ausgeschlossen, dass von hem Gebäuhe überhaupt noch etwas zu retten ist. Ob P e r s o n e n in hen Flammen umgekommen sinh, liess sich bisher noch nicht feststellen, ha ein Generalappell her Arbeiter und Angestellten In. dem allgemeinen Wirr­warr nicht hat ftattftnhcn können. Etwa 3 5 Personen, die teils schwere Rauchvergif­tungen, teils Drandverletzungen erlitten haben, mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

rode alsalberne Kinderspiekerci", die mir einen Ersatz für die Kaise(sg>burtstags e er bilde. Dle Stadwerwxtttuug unbedingt ablef)ue.i müssen. Oberbürge, meister Keller steckt Demgegen­über fest, dass die Stadtverwaltung selbst zu entscheiden habe welche Einladungen sie anneh­men mLL Sie kann sich an allen betci.igen, die sich im Rahmen der Verfassung bewegen. Stadw. Dr. vchmahl gibt zunächst seiner Ver­wunderung Ausdruck, hab eine solche Anfrage von einem Mehrheitssvzialisten gestellt werden konnte. Sie [et nur zu geeignet, um Zweifel an der vaterlänoischrn Gesinnung der Fragesteller zu erwecken. Er zweiselt auch daran, ob die führenden Männer der Partei diese Anfrage billigen würden, und weist auf das Beispiel von MehcheItssozialtsten in ersten Aemtern hin; so habe Minister Raab in Darmstadt an der Reichs ündungs cier teilgenommen. Man wolle nur dos Volk nicht zur Ruhe kommen la'sen und suche jede vaterländische Regung zu untcrövücfen. Die Rede tes Kommandeurs der Reichswehr habe sich von jeder Parteidoktrin semgehalten. Qlian könne von einer Angst sprechen die der eines Kindes gleiche, das laut singend oder pfeifend ein dunkles Zimmer durchsch e.te, um sich Mut zu mad.ten. Es müsse schlecht lebellt fein um die Republik, trenn sie sich durch solche Deranstal- tungrn bedroht fühle. Dr. Sch.nahl stellt sodann fest, dass die Reichswehr eine republikanische vrgantation fei. die von Roske gc- Uründet wurde. De-artige Paraden feien übri­gens In einer Republik gar nicht ^gebräuchlich, wie das Beispiel anderer europäischer Repi- klicken lehre. Eoert sechst ne^me Pa.aden ab. In Wirklichkeit sei die Feier des 18. Januar nichts als ein Lolument für die Einheit de5 Teutschen Re ches. Ze er 2>eut'chc könne an Ihr teilnehmen. De,artige A fragen feien richt ge­eignet, unsere Selb achrung und auch nicht die Achtung deS Auslandes vor uns zu erhöben Llebcigens tabe Der weitaus überwiegende Teil der Bevölkerung Giessens mit Befriedigung der Feier beigewohnt, auch ' Mitglieder der Partei DeS I.terpelianten, S adtv. Dr. Krausmülier stellt feit, dass die F)rm der Ansra e sich nicht mit ihrem e ge tli-den Zweck decke. Dieser sei doch zweifellos in dem Vorwurf gegen den Oberbürgermeister zu erblicken, dass er bei der Parade zuaegen gewesen fei. Das Recht, dec Einladung zu einer Feier deS republikanische Heeres Folge zu leisten, könne diesem aber nicht bestritten werden. Angesichts der fu ch baren Aussichten, die uns die Deichandlu gen von Cannes in Gestalt einer drohenden Arb l.slostgkeit vieler Tausende deutscher Arbeiter eröffnen, gebe es gewiss varnchmere 2lufcab-m für Männer in verantw-v tungsvocken Aemtern, alS mit solchen Anfragen UnelnigteÜ zu erregen. Stadtv. Detters sucht nochmals seine An­frage zu begründen, in Dem er seine früheren Ausführungen unterstreicht. Es sei ein Tag zur Feier herausgesucht worden, der Im Auslände keine Sympathien erwecken könne. An diesem Tage sei das Kaiserreich geg rindet worden. Man müsse dagegen protestieren, dass die alten Zustände wiederhergestellt werden sollten. Diese Feier sei ein Kennzeichen deS wiedererwachenden Militarismus. Stadtv. Monn erklärt, dass an anderen Orten mit derartigemTschingtata" nicht verfahren sei. Eine Kaisersgeburtstagsersah- feter habe statt gefunden. Stadtv. Sr. Ebel führt aus. dass ei < e st^ Ge ühl bei der Kenntnis­nahme ter Anfrage tieeS E schrecken gewesen sei. Wie könne ein sozialdemokratischer Abgeordneter Front machen gegen das Heer der deutschen Republik? Man treibe ja das Heer von sich weg. Der Oberst habe seine Rede mit den Ver­diensten des deutschen Arbeiters begonnen. Dr. Ebel lehnt die scharfe Kritik anderer Vorredner ab, kann sich aber nicht verhehlen, dass die An­frage missverstanden werden kann. Unseren Fein- den könne man es doch nicht recht machen. Die Rechte, die uns der sogenannte Friedensvertrag noch lässt, müssten gewahrt werden. Wenn eine Formation unseres Heeres von 100 020 Mann eine Parade abhalle. so müsse sich das deutsche Volk daran beteiligen. Man bürfe dem Deut­schen nicht die Freude an der Mannhaftigkeit und der Wehrhastiakeit nehmen. Die G.ündung des Reichs am 18. Januar 1871 fei gefeiert wor­den. Ohne diesen Tag bestände das Deutsche Reich in seiner heutigen Form nicht. BiSmarcks Werk sei nur durch den Weg über die Dynastien möglich gewesen. Der 18. Januar müsse ein Ra- tionalseiertag des deutschen Dolkes bleiben.

Eine Anfrage der Freien Vereinigung wegen der Beteiligung der Stadt an den Kosten für die höheren Schulen kann noch nicht erschöpfend behandelt werden, da di« Entschliessung der Regierung noch auSstehl.

Eine Anfrage von Kllng. Schm.ihl u. a. be­zweckt Schutzmassnahmen für die Stra­ße n b a f) n f d) a f f n e r gegen d i e Witte- tun g im Winter. Der Bericht der Stadtver­waltung führt die bisher getroffenen Massregeln «n und stellt weitere zweckdienliche Vorkehrungen in Aussicht.

Um 8'/i Uhr wird die öffentliche Sitzung geschloffen. -----------

auf 16 000 428 Tonnen; das sind 3 640190 Tonnen mehr als im Jahre 1920 und 6 073 085 Tonnen weniger als 1913.

Berlin, 20. Januar. Börfenstim -, mungsbild. Die Verschärfung her poli­tischen Besorgnisse infolge her französischen Regierungserklärung veranlasste nach lebhafter Aufwärtsbewegung her Devisenpreise hie Spe­kulation zu Käufen am Inhustnemarkt, heften Kurse anfangs unregelmässig unh wenig ver­ändert waren, dann aber mehr oder weniger stark anzogen. Das Geschäft war namentlich lich in Montanwerken lebhaft, wovon Bude­rus 80, Deutsch-Luxemburger 30, Lothringer Hütten 32 und Phönix um 50 Prvz. stiegen. Auch chemische Werte, Maschinenfabrikation unh Waggonfabriken sowie Textilwerte profi­tierten teilweise erheblich. Stöhraktien ge­wannen inehr als 100 Proz. Auch Stettiner Vulkan besserten sich um 60 bis 70 Prvz. Die Aufwärtsbewegung erlahmte aber als-: Lxilh, ha hie Mitläufer ausblteben, was her gegensätzlichen Stellungnahme her englischen Zeitungen gegen hie französische Regierungg- crilaiung unh hie ha mit zusammenhängende Abschwächung her Devisenpreise erklärt tourhe. Die anfänglichen Gewinne gingen teilweise wieher deiloren. SchiffaHrtSaktten waren vor­wiegend fester. Bankaktien still unh wenig verändert. Am Anlagemarkt verloren 3prvzenl. Preussische Konsols über 1 Proz. Ungarische Werte besserten sich etwas.

Frankfurt a. M., 20. Ian. Börsen- stimmungsbild. An poliii^chen Meidurigen fehlte es an der heutigen Börse nicht. Die Pro- grammrede Poincares in der gestrigen Kammer- sihung entsprach voll und ganz der französischen Politik. Trotz des Dementis über die Möglichkeit eines Rücktritts von Lloyd George stellten sich Dcv.se i im Dormit agStcr e r )er S >- ter na m der Devisenmarkt eine schwartende Haltung ein. Der Dollar wurde 196197 genannt. Devisen

Märkte.

Mainzer Produktenbörse.

Mainz, 20. Ian. Die Börse verlief heute infolge her höheren Devisenkurse allge­mein fester. Für manche Artikel waren Die Preise übertrieben hoch unh tourhen nicht be­willigt. Die Sttmrnung in Gerste war fester und es machte sich eine vermehrte Kauflust geltend. Das gleiche Bild bot der Hülsen- fiach«markt. In Futierartikeln war has Ange- öot bei fester Tendenz etwas kleiner. Rauh- lUtter ist nach wie vor fest und lebhaft. Es notierten für 100 Kilo Weizen 800825, Rog­gen 600650, Hafer 620660, Gerste 735 bis 785, inländisches Weizenmehl 00 1275, Inland. Weizenmehl, Spez. 0 12251250, Weizenmehl mit AuslandSmehl gern. 1275 bis 1300, Roggenmehl, 70proz. 850900, Wei­zenkleie, ohne Sack 430480, Roggenkleie, ohne Sack 430480, Mais 700750, Mais- Ichrot 720770, Futtermehl 500550, ital. Luzerne 60006200, provenc. Luzerne 6000 bis 7000, ital. Rotklee 60007000, ml. Rot­klee 36004600, deutsche Linsen 12001600, weiße Dohnen 9501050, Viktoria-Erbsen, geschält 12001300, Viktoria-Erbsen, ungesch. 10501100, Burma-ReiS II. 13001350, Haferflocken 950, Graupen 10001300, Wie­senheu 340390, Kleeheu 440460, Hafer­stroh 130160, Roggenstroh 125150, Kar­toffeln 290300.

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Paris, 20. Ian. Rach der von HavaS veröffentlichten offiziellen Aussen h an- delsstatistik betrug die Einfuhr Frank­reichs im Jahre 1921: 23 548 473000 Fr.; das sind 26 356 424 000 Fr. weniger als im Jahre 1920 unh 15 124 141 000 Fr. mehr als im Jahre 1913. Die Ausfuhr für has Jahr 1921 beläuft sich auf 21 553 101 000 Fr.; has stah 5 341 837 000 Fr. weniger als im Jahre 1920 unh 14 672 884 000 Fr. mehr als im Jahre 1913. Ganz anders gestaltet sich das BUd, wenn her Statistik hie Gewichtszahlen in Tonnen zugrunhe gelegt werhen. Unter dieser Voraussetzung betrug hie Einfuhr im Jahre 1921 31 973 685 Tonnen; das sinh £toa°DU 12 585 240 Tonnen weniger als im Jahre 1920 S'ehn " * urt> 6 246 700 Sonnen weniger als lm Jahre ma±"- 1913. Die Ausfuhr belief sich Im Jahre 1921 Wort