Drncf und Verlag: vrühl'sche Unlv.'vuch- und kteindruckerei H. Lange. Zchriflleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulftraße r.
die letzte Sorge der Staatsmänner and Diplomaten in Versailles gewesen, die sich mehr
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heute
Vom Internationalen Arbeitsamt.
Lloyd Georges neue Gründung einer „nationalliberalen"
im Gegensatz zum Parieikampf, Klassenkampf und Jnteressenkamvf. Äe Konferenz ist der Ansicht, dab die Wiederherstellung der nationalen Wohl- fahrt im Lande gesichert werden kann durch Verminderung der öffentlichen Lasten und durch B^ frerung der Industrie von der Einmischung durch
knicken.
Es ist bezeichnend, das) die neuerwachte Opposition innerhalb der englischen Konserva- tiven gegen Lloyd George, von der wir noch nicht wissen, ob sie erheblich genug ist, um den Sturz des alten Demagogen zu bewirken,
den Staat. w «
Churchill erklärte m ferner Rede, in der < er für die Fortdauer der Koalition eintrat, die Vereinigung der Kräfte, die jetzt unter LlohdGeorge versammelt seien, werde nicht so leicht umgestürzt werden. Sie werde solange dauern, wie ihr Bestand im allgemeinen Interesse der Ration erforderlich sei. Die baldige Herabsetzung der Steuerlasten muh gesichert werden Die Llebernahme der Macht durch die sozialistische Partei wurde eine Ka astrophe für England und das britische Reich sein. Angesichts dieser Gefahr dürfe man nicht uneinig fein Churchill betonte, die Stärke der Liberalen und Konservativen fei sehr grob. Wie grob sie sei. wurden die Personen, die auf ihren Sturz spekulierten, schon mit den Jahren lernen. Heftige Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten seien letzt schädlich. Rationales Zusammenwirken. nicht Parteikampf, sei jetzt notwendig. Der Kaufmann und der Fabrikant mübten sicher fein, dab die Periode der politischen Ruhe, die vor ihnen liege, nicht nur nach Monaten, sondern nach Jahren berechnet werden kann Roch mehr als im Jnlande sei im 2luslande Stabilität notwendig. Die Welt sei erschöpft und Europa ruiniert Ueberall mübten wieder Vertrauen und Tätigkeit einkehren. Mit zwei Millionen Arbeitslosen sei Grobbritannien verpflichtet. die Wiederherstellung des Weltkredites und die Förderung der Kaufkraft seiner Kunden als Gegengewicht für feine Wohlfahrt anzusehen. Von dieser Aufgabe sei Lloyd George jetzt in Anspruch genommen. Die Zeiten, in welchen man lebe, seien sehr ernst. Bei der Fülle von Rot- wendigkeiten. denen man gegenüberstehe, und angesichts der ernsten Wirtschaftsprobleme könne man sich nicht den Luxus unnützer Parteien leisten. Die Sozialisten hätten ihre vollkommene Unfähigkeit für die Regierung gezeigt Es gebe keinen liberalen Grundsatz, der nicht von den sozialistischen Doktrinen mit Füben getreten werde. Die Sozialisten seien eine neue Partei, die noch durch eine lange Schule der Erfahrung gehen müsse, bevor sie imstande sei, die Regierung des Britischen Reiches sicher zu führen. Wenn man tapfer vereint kämpfe, werde man den Sozialisten eine bleibende Riederlage zufügen.
Wochenrückblick. ।
Das Ministerprogramm PoincarsSundI seine Rede vor der Kammer klingen vor den Bemühungen, die für Genua ein neues Aufbauprogramm zustande bringen wollen, merkwürdig herausfordernd. Es wird nun endlich allenthalben offenbar: Dieses Frankreich der KriegSentzünder will sich nicht auSföhnen mit dem Schicksal der Heimsuchung, daS nach dem Weltbrand allen Völkern Mühen und Lasten auferlegt — es will noch immer „seinen Sieg" mit allen den Auswirkungen, die chauvinistischem Machthunger als das natürliche Recht des Starken vorschweben. 2llS ob Frankreich für sich allein als ein Sieger angesprochen werden könnte! Rein, das glaubtwiel- leicht Herr Poincare selbst nicht, aber er will den Sieg jener Politik ernten, die er im Jahre 1914 erfolgreich durchgesetzt hat, an der Spitze der Feinde Deutschlands, mit dem Ziel, Mitteleuropa zu zerschlagen und zu unterdrücken. Poincar^ kämpft um sein Kriegsziel, das er mit den Interessen seines Landes identifiziert, die er ebensogut zu vertreten ; berechtigt sei wie Lloyd George diejenigen , Englands und Harding diejenigen der Vereinigten Staaten. Er wird der Sache des Friedens gewiß gefährliche Hemmnisse entgegenstemmen und seine vielfältigen neuen Drohungen gegen Deutschland wahr zu machen suchen. Wir werden hart zu kämpfen haben. Aber in diesem Kampfe müssen nun auch wir ein unentbehrliches Ziel festhalten: den Ehrenschild unseres vielgeschmähten Volkes rein zu waschen, das stumpfe Weltgewissen zu rütteln, damit die versteckten Wahrheiten herausfallen und sichtbar werden. Das wollen die ernüchterten Bundesgenossen Frankreichs einstweilen wohl noch nicht. Die wollen nur, dab die Vernunft jetzt regiert, nachdem sie in manchem sich so arg verrechnet haben; die Vernunft, die das Mögliche ergreift und die Rechts- und Schuldfrage, nachdem der Zweck die Mittel bereits geheiligt hat, zu- rückstellt. Herr Poincarö entfesselt nicht ohne besondere Absicht den Streit über die sogenannten Kriegsbeschuldigten aufs neue. Er läßt die alten Sturmvögel der Ententepvlitik wieder auffliegen, stellt Lloyd George, die Mauer seiner eignen Werke entgegen, um ihm die Umkehr zu hemmen. Wollen die Engländer und Amerikaner sich s o erinnern und aufwecken lassen? Rein, das Rachegebrüll für die im Kriege „füsilierten Zivilpersonen" tut schwerlich noch die alte Wirkung. Taten neueren Datums in den besetzten Rheinlanden schreien jetzt zum Himmel empor und lassen den neuen Drang nach vermehrten Pfändern und „Sanktionen" in abschreckendem • Lichte erscheinen. Poincar6 deutete die Wendungen in der allgemeinen Politik als Folge einer deutschen Propaganda. Damit wird er in London und Washington sicher nur ein Lächeln und Kopfschütteln Hervorrufen. Wie er Iswolskis Berichte nach Petersburg kurz als Erfindung, Lüge oder Fälschung bezeichnet hat, wird in weiterer Runde ebenfalls keinen erhebenden Eindruck machen. Die Wahrheit findet zwar bei den Letäuschten Völkern noch keine offenen Arme, allein die Lüge von dem Verbrechen Deutschlands schleicht doch nur noch scheu und gebrochen in der Welt herum. Am Tor von Genua wird sie hoffentlich ganz zusammen-
nach einer „aufrichtigeren" Regierungspolitik verlangt. Man wünscht offenbar eine Klärung der Atmosphäre von den innen- und außenpolitischen Pulverdämpfen, die der gerissene Kriegsorganisatvr hinter sich herführt. Die Denkschrift über die neuen Ziele Englands, auf die Lloyd George auch in seinem Telegrammwechsel mit Poincare noch einmal hinwies, praktisch zu verwirklichen, dafür wäre ein Wechsel in der obersten Führung des britischen Reiches wohl empfehlenswert. Es ist jedoch wenig wahrscheinlich, daß der zähe Kämpfer Lloyd George die Macht eher aus der Hand geben wird, als die nächsten großen Entscheidungen in Genua und in Washington gefallen sind. Die innerpolitischen Schwierigkeiten haben infolge der empfindlich erkrankten Handels- und Wirtschaftslage sich erheblich vermehrt, und wir sehen in der neuen Parteigründung Lloyd Georges, einer „n a - tionalliberalen" Organisation, eine ähnliche Entwicklung sich anbahnen, wie wir sie auch in Deutschland unter unserem Eisernen Kanzler erlebt haben. Die Doktrinen der reinen Demokratie, die im Kriege als Heilmittel für das rückständige Deutschland gepredigt wurden, sind die Themse hinabgeschwommen. Churchill warnt vor der Sozialistengefahr und bedeutet zugleich der Reaktion konservativer
Organisation.
L o n d o n, 20. Ian. (WTB.) Heute wurde in der Central Hall in Westminster unter Teilnahme von nahezu 2600 Delegierten aus allen Serien des Landes dieerstenationalliberaleKon- ferenz der Koalitionsliberalen eröffnet Lloyd George wurde einstimmig zum Präsidenten und Churchill zum Vizepräsidenten des nationalliberalen Rates gewählt.
Auf der Konferenz erklärte der Generalstaats- anwalt Sir Gordon Hewart in seiner Rede, man suche nicht eine neue Partei zu bilden, sondern eine neue Organisation. Sich O^gen ^te unabhänigen Liberalen wendend fuhr der Redner fort: Unfere Partei ist eine liberale Parteiorganisation, unser Wahlspruch ist Friede. E r- sparnisseResormen. R emand ist so töricht zu glauben, dab diese Regierung oder irgend eine andere Regierung das unbeschränkte Veto des Oberhauses wiederherstellen toitb. Es ist von vitalem Interesse, dab eine starke liberale Organisation besteht, so lange die Koalition dauert und auch, wenn es mit ihr zu Ende list.
Das Hauptinteresse auf der heutigen Sitzung konzentrierte sich auf die Red e C h u r ch tl l s ü b e r d i e s o z i a l e P o l i t i k. Churchills Rede gründete sich auf eine E n t s ch l i e b u n g, m
den Wohlstand Europas nur neu schaffen formten, wenn sie ihre gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit voll anerkennt.
Hughes und Poincar6.
Paris, 20. Jan. (WTB.) Staatssekre» tär Hughes hat an PoincarS folgendes Telegramm gesandt: „Ich bin gerührt über die freundschaftlichen Versicherungen Ihres Telegramms vom 16. 3anuar betreffend die Konferenz von Washington. Wir sehen mit Genugtuung Ihrer Beteiligung an den Bemühungen entgegen, die darauf hinzielen, den Interessen des Friedens zu dienen, und wir schätzen den von Ihnen im Rumen der französischen Regierung und des französischen Volkes zum Ausdruck gebrachten guten Willen sehr hoch ein. Wir versichern Sie Herz- lichst unserer gleichen Gefühle."
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Wen verhaftet.
Das isiantinopel; Aus Er- Anaora sei Enver okpjetbehörden werde mitgeteilt, dah ie anatolische Srenze Mden sei uni Dort Sericht gestellt werde.
der Schleier des politischen Humanismus wird ' nur selten noch gebraucht. Thomas Mann geht im Januarheft des „Reuen Merkur" dem , Problem der deutsch-französischen Beziehun- , gen nach und ruft aus: „Wie paradox, nein. | wie unwirklich ist der Ausgang dieses Krie- । ges! Als Sieger ging der nationalistische oder auch internationalistisch-pazifistische Rhetor- Bourgeois aus ihm hervor — und doch hat er der Welt und dem Leben kein Wort, auch nicht ein Sterbenswörtchen mehr zu sagen." Ganz recht, der geistig-sittliche Siegespreis der Entente ist ein verdorrter Zweig. Wilson hat ja in den letzten Tagen wieder ein wenig von sich reden gemacht, indem er „seinen" Völkerbund wieder in den Vordergrund der politischen Entscheidungen zu rücken suchte, aber der politische Tugendprediger ist doch heute nur noch eine komische Figuv. Thomas Mann, dem schon während des Krieges die Dersilavung des Geistes durch die Politik, das tägliche Durchziehen der höchsten Begriffe durch die politische Gosse höchst widerwärtig war, findet ein paar köstliche Sätze für den weisen und edlen Theoretiker der Humanitären Demokratie:
.Ich schwöre, es gibt nichts Komischeres als seinen Advokaten-Iargon, seine klassische Tugend- Suade — man sollte es ausprobieren in einem Drama, einem Roman, worin man ihn etwa gar mit einer Sphäre lasterhafter Romantik kontrastierte. Man sollte ihn auf die Szene stellen, den Mann der Zivilisation, den mediterrrnen Freimaurer, Illuminaten, Positivisten, libre-pcn- seur und Propheten der bürgerlichen Weltrepu- blif, der sich unausgesetzt „die Prinzipien der Vernunft und der Tugend zur Richtscynur nimmt"; man sollte ihn „reden", ihn noch einmal die Philosophie des Liberalismus Vorträgen lassen — und vielleicht würde es gelingen, diesem Petresakt ein wenig von der lebendigen Liebenswürdigkeit mitzuteilen, mit der Goethe den Famulus Wagner auszustatten wuhte."
Lhvnvts Mann erinnert nämlich daran, daß der Humanismus früher schon einmal, in Goethes Jugendzeit, eine Krisis durchmachte, der die Figur des Famulus Wagner ihr Dasein verdankt. Vielleicht wird Wilson als Memoirenverfasser noch einmal auf der Weltbühne erscheinen, um seine Tragikomödie zum rechten Abschluß zu bringen. Ein italienisches Blatt brachte dieser Tage ein paar kurze Andeutungen über angebliche Aufzeichnungen des Wortgewaltigen. Deutschland braucht jetzt hoffentlich keine fiemdländischen Unterweiser mehr; ein einfaches Selbststudium, ein Be-
; trachten der Dinge wie sie jetzt geworden sind, zeigt ihm, welche Geistesrichtungen sich bewährt haben, und welche als trügerisch und
l untauglich sich erwiesen haben. Etwas Wahres > steckt schon in den Sätzen des unpolitischen , Dichters Thomas Mann: „Möge der „Geist"
sich politisieren — hoch über ihm wird dann der Gedanke sein. Der Gedanke ist nicht politisch, er ist religiös. Er ist die unfrivvle Skepsis über den Alternativen, der Rihilis- mus der Menschenfreundlichkeit. Er ist die Anschauung, die Melancholie, die Gerechtigkeit, die Höflichkeit des HerzenS; er ist die Frei-
bamit beschäftigten, die Wclltarte neu au zeichnen und in grobem Mabe imaginäre Reparationen festzusehen Was die Welt, was die Geschäftswelt wolle, sei Gewibheit und Endgültigkeit. Diese werde man nicht erhalten, wenn inan nicht ein für alle Mal im Lichte der Tatsachen die unmöglichen Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages abändere. (Beifall.) Es sei keine Frage der Milde gegen Deutschland, sondern eine Frage des eigenen Interesses für eine Anzahl von Staaten, du
Wir brauchen und suchen diese Freiheit und „Höflichkeit des Herzens", wir brauchen aber für unser mißhandeltes Vaterland auch eine gesunde Politik der Liebe für das eigene Haus und, zumal wir jetzt eine demokratische Republik geworden sind, Blick und Verständnis für praktische Rotwendigkeiten. Ab- qeschreckt vom verblendeten Rationalismus Frankreichs suchen und verteidigen wir die Rechte und Ansprüche unseres Volkes.
Cine Rede Chamberlains.
London, 20. Ian. (Wolff.) Chamberlain trat in feiner gestrigen Rede für d i e Koalition ein. Er sagte, ©rot-britannien habe sich erneut als die Achse bewiesen, um die sich Europa drehe. D e S abilität Gro'.b Hann ens fei die gröbte Hoffnung Europas. Lloyd George habe in Grobbritannien den grötzten Einslatz und er wende diesen Einstich für den Frieden Europas an. D.e erste Au gäbe der Koalition sei, die Garantien aufrecht zu erbaten, und hauptsächlich Frankreich zu helfen, das das gröbte Opfer und der gröbteHelddes letzten Krieges gewesen sei. ©robbrttan- nten müsse seine alte Fr m dschast mit I ", p a n Mi fr echt erhalten und mit allen Aur Verfügung teyenden Mitteln engere Bezietu g-n m.t den Vereinigten Staaten anft eben. Der Friede Europas sei noch nicht gefiebert; die Well ei noch tief erschüttert. Für das Werk, das noch nicht beendet sei, brauche man mehr als einen engherzigen Parteikamps. Das Dünd- nismitden L'i beraten dürfe ntchtzer- brochen werden. Chamberlain sagte außerdem, die Reform des Oberhauses müsse durch- geführt werden. Er griff die Arbeiterpartei an, in dem er erklärte, sie kämpfe gegen die Grund- lagen der sozialen Ordnung, greife die Autorität des Parlaments an, fei für direkte Aktion ein- getreten und sie werde das auch in Zukrnft tun, Chamberlain sagte: „Wir wollen keine ruf- fische Führung unserer Einrichtungen."
Die Arbeitslosigkeit in England.
London, 20. Jan. (WTB.) Die Zahl der eingeschriebenen Arbeitslosen Großbritanniens betrug am 10. 3anuar l 933 450 gegen 1 885 743 am 30. Dezember. Die Höchstziffer im Juni 1921 war 2177 899.
Eine Nede Asquith*.
London, 20. Ian. (Wostf.) Asquith er- klärte in seiner Rede vor der Versammlung von Geschäftsleuten der City, dab die A r b eit s - los igkeit in noch nicht dagewesenem Matze fortdauere. Sie koste dem Staate im gegenwärtigen Augenblick unmittelbar etwa zwei Millionen Pfund in der Woche und mittelbar unberechenbare weitere Zahlen von Millionen. Der wahre Grund der herrschenden Erwerbslosigkeit und des Riederganges des internationalen Handels Englands fei dab andere Rationen nicht in der Lage feien, unter Bedingungen zu kaufen, unter benen England verkaufen könne, und umgekehrt. Der industrielle und wirtschaftliche 3 u f a m m e n - bruch Deutschlands habe verhängnisvolle Folgen zeitigen müssen. Vor dem Kriege sei Deutschland der beste Kunde und der gröbte Lieferant Rublaiids, Italiens, Oesterreichs und einer Anzahl kleinerer Staaten auf dem Kontinent und der zweitgrobte Kunde uiid Lieferant Großbritanniens gewesen. Der inbuftnelle und finanzielle Zusammenbruch DAitschlands mutz.? daher die ernstesten Folgen nach stch zieyen Un^ glücklicheriveise sei die Frage des wirtschaftlichen Wiederaufbaues der Hungernden Europas saft
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Genf, 20. Ian. (WTB.) Rach einer abend erschienenen Mitteilung be£ interna t t onalen Arbeitsamtes fable der Berwal- tunasrat in seiner gestrigen 6. Sitzung nüber de bereits gemeldeten Beschlüssen über eine etwaige Teilnahme an der Konferenz von Genua »och folgende Des chlüs f e. b<e au 2In rage be letzten internationalen Arbettskonferenz zuttick gehen: 1. Er genehmigte die Gründung eme^be- ratenden Ausschus es für Landwirtschaf mU allm Stimmen gegen die Stimme des.französischen Re gierungsvertreters, der das Gutachten de- s!an Ingen internationalen Gerichtshofes und em Sm
Konferenz der Reichsreqierung mit ben bundesstaatlichen
Ministern.
Berlin. 20. Ian. (WTB.) Die Konferenz der Reichsregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder begann heute vormittag in der Reichskanzlei und dauerte mit einer kurzen Unterbrechung bis in den späten Rachmittag An den Verhandlungen, in denen der Reichskanzler und später der Vizekanzler den Vorsitz füb-te, nahmen au bei den Reichsministern die Regierung, che s aller achllehn Länoer oder chre Vernroter. sowie die Berliner Gesandten der Länder teil. Die Sitzung wurde eröffnet durch eine einleitende Begröstungsan- sprache des Reichskanzlers. Daraus erstattete R a- t b e n a u ausführlichen Bericht über den Aufenthalt in London, Paris unbau f der Konferenz in Cannes An das Referat Rathenaus fchlob sich zunächst eine Aussprache über die außenpolitische Lage an. in deren Dersaus eir-.elne RegieruniLch fs. namentlich d.e Ministerpräsidenten von Preußen, Bayern und Württemberg, ihrem vollen Verständnis für die Schwierigkeit der deutschen Austenpoli ik Ausdruck gaben, und den festen Entschluy ihrer Regiei-ungen bekundeten, auch fernerhin in allen Gesahien treu zum Reiche zu stehen. Die Ministerpräsidenten regten an, die Reichsregieimng möge durch ähnliche Konferenzen die Reg erun en der Länder über die schwebenden Fragen der Politik stetig auf dem Laufenden halten. Der Reichskanzler und Rathenau erteilten h eiauf auf eine Reihe Anfragen Aufschluss. Der Reichskanzler erklärte, die Regierung werde der An- regung zu gemeinsamen Besprechungen mit den Regierungen der Länder bereitwilligst Nachkommen Hierauf trat die Konferenz in die Erö'te- u g innerpolitischer Fragen ein. T t e- (analer Bauer schloß die Konferenz mit einem Dank der Reichsregierung an die Vertreter der Länder.
Verschlimmerung im Befinden des Papstes.
Rom, 20. Jan. (WTB.) Wegen der Verschlimmerung im Befinden des Papstes wurde Professor Bignani heute früh 5 MI)r eilig herbeigerufen. Rach seinem ersten Besuch begab er sich zum Professor Marcya- sava. um mit ihm zum Papst zuruckzukehrem Inzwischen war Dr. Battistini eingettoffen. Die Aerzte setzten einen Krankheitsbericht auf, in welchem es heißt:
Seine Heiligkeit ist seit vier Tagen an Bronchitis im Zusammenhang mit Grippe erkrankt. Gestern abend wurde festgestellt, daß sich die Entzündung auf den rechten Lungenflügel ausbreitete. Die Rächt wurde schlaflos verbracht. Heute früh betrug die Temperatur 38 Grad, der Puls 102, die Atmung 58 Um 3/48 Uhr erhielt der Papst die Sterbesakramente, die ihm Monsignore Zampini, der Vorsteher der pästlichen Sakristei, darreichte. Die Angehörigen des Papstes befinden sich am Krankenlager.
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Der »tebentr »nzetzer erscheint täglich, auher Sonn, und Feiettaqs. Monatliche tzrznarpreise: Mk 9.50 einschl. Trägerlohn, durch die Post Mk. 10. - einichl Bestellgeld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fern ^prech-Anschlüsse: für die Schrift leitung 112; für Druckerei, Verlag und Ge chaftsstelle 51. Anschrift sür Drahtnachrichten^ Anzeiger Stehen, poftschecttonto:
Sranffurt a. M. 11688.
Erster Blatt 172. Jahrgang Samstag, 21. Januar (922
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
zugleich der Rcartton lonfervanver < Zirkel, daß ihre Zeit keineswegs ge- ü ömmen sei. 19
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