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Mittwoch, 20. September 1922

Druck und Verlag: Srühl'sche Univ.-Vuch- und öteindruckerei H. Lange. Schristlettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstrahe 7.

Die englische Taktik im Osten

bei­der früh

Die Verhandlungen mit Belgien.

Großbritanniens bei jedem Schritte, der un­ternommen würde, anzuschließen, und daß sie bereit sei, ein Kontingent zu entsenden. Massey fügte hinzu, er Hofe jedoch, daß der Krieg vermieden wird. Aber wenn der Friede auftecht erhalten werden soll, müsse den gegenwärtigen Schwierigkeiten energisch und ohne Verzug entgegengetteten werden.

London,18. Sept. (Wolff.) Reuter mel­det aus Melbourne: Premierminister Hug-

Annayme von ^nze-geil für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, -reis für 1 mm höhe für Anzeigern). 27 mm Breite örtlich 300 Pf., auswärts 400 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite1200Pf. Bei Platz­vorschrift 20 °/o Aufschlag Hauptschriftleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Ang. Goetz: für den übrigen Teil' Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen.

Heutiger Stand des Dollars

10 älhr vormittags:

Berlin 1425, Frankfurt a. M. 1400

^^a 20. Sept. (WTD.) Der Bericht­

erstatter desOHatin" hatte eine Unterredung

tie der Reichsbank für die Schahbonds aus­reichend erscheine. Die Frage des Wertes der Papiere sei eine rem technische Frage, aber die Techniker seien sich über den Wert dieser Purere einig Der beste Beweis dafür fet, daß Bel­gien sie schleunigst diskontreren lassen werde. Aus die Frage, ob Delgten an den Besprechungen H a v e n st e i n s in London beteiligt gewesen sei und ob dies nicht eine Rück­wirkung auf die künftige Entscheidung der Repa- rationskvmmission 'fyaben werde, erklärte Thcums: 3n keiner Weise. Wir haben den Ver­handlungen in London ferngestan­den Wir werden von Deutschland Bo^ds im Einttang mit den Entscheidungen der Repara- tions'kommission erhalten. Die Reparationskom­mission wird von dieser Tatsache Akt nehmen Das ist alles."

Die Kohlenlicferungen an die Entente.

Berlin, 19. Sept. Die Kohlenlie­ferungen an die Entente, die von der Reparationskommission ab 1. August zunächst auf 1 725 000 Tonnen monatlich festgesetzt worden waren, sind nach einer Meldung des Lok.-Anz." aus Essen schließlich für August bis Okwber auf monatlich 1610 000 Ton­nen vermindert worden.

Nr. 221

Erscheint inglich, außer Sonn» unb Feiertags, mit berSomstagsbeilage: GießenerFamilien blätter Monatlichevszuospreise: Mk. 75. - unb MK.5.- Lrägerlohn,durch biePost Mk. 75. -, auch beiNicht- erscheinen einzelner Num­mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für bie Schrift­leitung 112; für Verlag unb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Siehe».

poftschectkonw:

Frankfurt a. HL 11686.

London, 19. Sept. (Wolfs.) Reuter er­fährt von maßgebender englischer Seite, es sei keine Rede davon, daß die britische Regierung irgend etwas unternehmen werde, was auf einen neuen Krieg hinauskomme, oder daß sie neue Operationen zu Lande oder zu Wasser plane. Cs handle sich nicht darum, daß die Alliierten seit einiger Zeit in den neutralen Zonen um den Bosporus und die Dardanellen herum Trrppen hätten. Diese französischen, englischen und italie­nischen Truppen schützten die Ausführung der Verpflichtungen aus dem Vertrage von Sevres. Die Frage, um die es sich handele, sei ledig­lich der Schuh dieser Streitkräfte gegen jede mögliche Gefahr und nicht Krieg gegen Irgend jemand. Kemal Pascha sei davon benachrichtigt, daß er diese Zone nicht verletzen dürfe und welche Folgen eine Verletzung nach

sich ziehen würde.

London, 19. Sept. (Wolff.) Infolge der Entwicklung der Ereignisse im nahen Osten ist es möglich, daß Lloyd George sich nicht nach Genf zu den Völkerbundsverhandlungen begibt. Sir Edward Grigg ist von Genf wieder zurüügekehrt, hat aber dem Ministerpräsiteitten noch keinen Bericht erstattet. Der serbische

das Blatt heftige Angriffe gegen die Re­gierung, insbesondere gegen Lloyd George. Es fragt, wie die Regierung es wagen könne, England in einen neuen kostspieligen und der- I hängnisvollen Krieg zu verwickeln, ohne erst das Parlament zu befragen. Lloyd George spiele mit den patriotischen Regungen der Domi­nions, die von ihm zum Rarren g e b al - ten würden. Die Dominions kennten Lloyd G^ orge nicht so gut, wie man ihn in Englarld kenne, sie sollten nicht einen einzigen Mann und sticht ein einziges Geschütz nach der Türkei senden. Die britische Ration, die entschlossen sei, diesem Kriege Einhalt zu tun, wünsche nicht, daß ein einziger Dominionsoldat sein Leben lasse, damit Churchill ein neues Gallipoli machen könne. Lloyd George sehe seine Orientpolitik in Trümmern, er habe alle, einen nach dem an­deren, verraten und Griechenland ruiniert. Die britischen Kaufleute in Smyrna erklärten, sie seien durch die britischen Schuhversprechungen getäuscht worden und seien jeht völlig mittel­los. Zu einer Zeit, wo die Steuern den Handel und die Industrie lahmlegten, habe der Premier­minister versucht, der Ration neue Lasten auf­zubürden. Wie lange sei eine solche Mihregie- rung noch zu ertragen?

Daily C h r o n i c l e" schreibt, zu den Ver­suchen eines Teiles der britischen Presse, zur Zett einer auswärtigen Krisis die Ration zu spalten und durch eine illoyale und unauf­richtige Demagogie über einen neuen Krieg ihre Ziele zu verwirren sowie ihren Willen zu schwä­chen, sei zu sagen: Die Regierung juche keinen neuen Krieg, sie spanne im Gegenteil jeden Rerv an, um den Krieg zu vermeiden. Im nahen Osten leide gegenwärtig ein wichtiges britisches Interesse, die Freiheit der Meerengen. Der Türkei dem korrupten, schwachen, intriguieren- den und ungetreuen Torhüter dürsten die Schlüssel zu diesem höchst wichtigen internationalen Tor nicht mehr anvertraut werden. Weiter wird ge­sagt, Großbritannien sei berechtigt anzunehmen, daß die Alliierten an jeder Aktion teilnehmen würden, die notwendig sei, um die Meerengen zu verteidigen.

Erörterung des Reparations- Problems in der Völkerbunds-

Versammlung.

Genf, 19. Sept. (WTD.) Am Ende der heutigen 2ll>enbsihung des Abrüstungsaus­schusses wurde plötzlich unter größter Auf­merksamkeit aller Teilnehmer die 2tebara = tionsfrage zur Debatte gestellt. Lord R o - bert Cecil verlas ausführlich den Antrag, der als Voraussetzung für die Abrüstung, die Lösung der Reparationsfrage, die Frage der interalliierten Schulden, wie überhaupt der schweren Wirtschaftskrise, die Deutschland und die ganze Welt bedroht, bezeichnet. Unter größter Spannung aller Delegierten erklärte de I o u - venel, daß Frankreich mit einer Aus­sprache über diesen Punkt einver standen sei und daß die französische Dele­gation bereits bestimmte Vorschläge ausgearbeitet hat. Damit den anderen Delegationen Zeit zur Stellungnahme bleibe, beantrage er,_ daß erst in der nächsten Sitzung die Debatte eröffnet werde. Weniger als irgendein anderes Volk habe das französische Anlaß, in diesem Falle eine nega­tive Antwort zu geben. Schon bei meinem ersten Auftreten hier, sagte de Iouvenel, wies ich dar­auf bin, daß wir nur zu einem Ergebnis in der Abrüstungsfrage kommen können, wenn die S3än- der, die im Kriege einig waren, auch im Frie­den einig bleiben. Der militärische Friede könne nur die Folge der moralischen Abrüstung sein, wie schon früher Roblemaire sagte, die Folge des intellektuellen Friedens. Wenn man zu einer Konsolidierung des Friedens gelangen will, müs­sen die Folgen des Weltkrieges liquidiert sein.

Fisher-England dankte de Iouvenel und stellte eingehende Prüfung seiner Vorschläge in Aussicht. Rachdem P o u l l e t - Belgien auf das besondere Interesse, das sein Land an der Lösung der Reparationsfrage habe, hingewiesen hatte, ging unter lebhaften Kundgebungen der Dele­gierten, der Pressevertreter und des Publikums der Ausschuß auseinander.

Seit gestern abend liefen hier schon Ge­rüchte um, daß die heutige Sitzung bedeutsame Erllärungen bringen werde. Der Antrag Lord I Robert Cecils war nach allem, was man hört, nach I vorherigen eingehenden Besprechungen mit de I Iouvenel-Frankreich formuliert worden, tote auch die französische Delegation erst nach langen Be­ratungen mit der Pariser Regierung an die Aus­arbeitung ihrer Vorschläge herantrat.

Die Ausführungen, die heule Lord Robert Cecil in Ergänzung der Vorschläge der Ab- rüstungstvmmission machte, betonten im wesent­lichen folgendes: Die Länder, die nicht am Kriege teilgenommen haben, die nicht am Problem der interalliierten Schulden interessiert sind, weder als Schuldner noch als Gläubiger, leiden eben­falls an einer ernsthaften wirtschaftlichen Krise. Sie haben keine Absatzgebiete mehr, ihre In­dustrien sind zum Stillstand veranlaßt und ihre Arbeiter arbeitslos. Sie haben infolgedessen ein Lebensinteresse an einer schnellen Lösung des Problems. Lord Robert Cecil fügte hinzu, daß es nicht die Sache des Abrüstungsausschusses sei, genauere Maßnahmen vorzuschlagen, daß die einen der Ansicht sind, die Initiative müsse vom Rat der alliierten Mächte ausgehen, daß andere ihr ganzes 03ertrauen auf die Reparationen setzen, andere aber einen besonderen Sachver- standigenausschutz oder ein Finanzkomitee mit der Ausarbeitung von Vorschlägen betrauen müssen. Eine andere Auffassung endlich gehe dahin, daß nur eine internationale Konferenz der Ministerpräsidenten genug Auto­rität hätte, um eine so ernste Frage zu lösen. Aber, so fuhr Lord Robert Cecil fort, welches auch der Organismus fein wird, den man mit dem Problem betraut, es ist umnöglich, eine be­friedigende Lösung zu erzielen, wenn nicht ge­wisse Vorbedingungen erfüllt sind. In erster Linie muß man den ganzen Komplex der Fragen aufgreifen, die interalliiert en Schul»

Die Reise Lord Curzons nach Paris.

Paris, 19. Sept. (WTD.) Der ..Temps" begrüßt es, das Lord Curzon nach Poris ' kommt und hofft, das seine Besprechungen mit P oincare dazu beitragen werden, die Miß­verständnisse völlig zu zerstteuen, die durch die offiziöse englische Rote verursacht worden seien. Die Entschließung Lord Curzons sei ein ersicht­licher Beweis des Wunsches nach Verständigung | seitens Großbritanniens, und die Atmosphäre i werde dadurch zweifellos für eine wahrhaft ge- sunde diplomatische Aktion günstig werden. Am ! guten Willen Frankreichs werde es nicht seh- ' len, um eine vollkommene Liebereinstimmung ter i Ententemächte zu verwirklichen, die derTemps", wie er meint, immer als unerläßlich für eine befriedigende Regelung ter Fragen im Orient erachtet habe, eine Regelung, welche in loyaler Weise die Interessen aller wahre.

Der Völkerbund und die Flüchtlinge von Smyrna.

Genf, 19. Sept. (Wolff.) Der gestern im 5. Ausschuß angenommene und bereits mitgeteilte Entschließungsentwurf vom ersten Teile des Ran- senschen Vorschlages, betreffend die Hilfs­aktion zugunsten der S m h r n a f l ü ch t l i n g e, wurde heute von ter Völker bundsversammlang genehmigt, nachdem ter Berichterstatter Aguero-Kuba. Hänfen, den die Versammlung mit lebhaftem Beifall begrüßte, und ter Führer ter griechischen Delegation Streit nachdrücklich im Ramen der Menschlichkeit für den Antrag ein­getreten waren. .Die ersten Kosten für das Hilfs- Werk sollen vorläufig auf den Dispositionsfonds gesetzt werten. Im übrigen rechnen die Antrag­steller auf die mildtätige Unterstützung von Regic- rungen und privaten Organisationen aller Län­der, mich solcher, die nicht Mitgliedstaaten des I Völkerbundes sind.

Genf. 19. Sept. (Wolfs.) Die persische Völkerbundsdelegation ersucht auf QLn- tra g des hier weilenden Vertreters der türkischen Rationalversammlung. Meh.mrd Hilmy Bey den Völlerbund, angesichts ter unerhörten An­schuldigungen gegen die Türkei eine U n t er- suchungskommission für die jüngsten Vor­gänge in Kleinasien zu entsenden. Metze,neo Humy Bey protesttert in einer Mitteilung an die Presse gegen die Anschuldigung, daß die Türken Smyrna angezündet 'hätten und ernart, daß die Griechen die Brandstifter seien.

kehren.

Die Türkei lehnt den Vorschlag | einer Konferenz ab.

Neuyvrk, 20. Sept. (WTD.)Asso­ciated Preß" meldet aus Konstantinopel: Der nationalistische Vertreter in Kon - | stantinvpel hat den britischen Oberkorn- missar benachrichtigt, daß die Regierung von Angora auf Grund eines mit Sowjetruhland und der Ukraine geschlossenen Vertrages nichtinderLage sei, die Einladung der Mächte zu einer Konferenz an­zunehmen, die sich ausschließlich auf die Erörterung der Frage der Dardanel- l e n beschränken würde, sofern nicht Vertreter Svwjetruhlands und der Ukraine gleichfalls an der Konferenz teilnehmen.

Ein gemeinsames Vorgehen der alliierten Oberkommifsarc.

Paris, 19. Sept. (WTD.) Rach einer Havasmeldung aus Konstantinopel haben die ersten Dragomane ter alliierten Oberkom­missare dem Vcrtteter ter Angoraregie­rung in Konstantinopel eine Rote mit der Ditte übermittelt, sie dringlich an die Angora­regierung weiterzuleiten. In ter Rote wird er­klärt, daß England, Frankreich und Italien es als wünschenswert ansehen, ohne Präjudiz für die zukünftigen Abmachungen des Frietensver- traget, daß die Neutralität ter gegenwärtig von ten Alliierten in ter Gegend von Konstantinopel besetzten Zone und die Reuttalität der Meerengen , ausrechterhalten wird.

Türkischer Vormarsch.

Konstantinopel, 20. Sept. (WTD.) In der Llmgegend der Stadt D i g a h sind die Vorhuten der türkischen Kavallerie eingettoffen.

Erörterungen in der englischen Presse.

Erster Blatt 172. Jahrgang

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Brüssel, 19. Sept. (WTD) Wie die gische Telegraphen-Agentur meldet, hat deutsche Botschafter Landsberg heute 10 Llhr dem Minister des Aeußem mitgetcilt, daß die Reichsbank nunmehr bereit fei, die sechsmonatigen Wechsel im Gesamtbeträge von 270 Millionen Goldmark, fällig vom 15. 2. bis 15. 6. 1923, unter Verzicht auf die zunächst verlangte Verlängerung auf 12 und 18 Monate, zu unterzeichnen. Unter diesen ilmftänten saßt die belgische Regierung eine gütliche Lösung der strittigen Frage ins Auge auf den Grundlagen, die die belgischen Delegierten in Berlin auf-

London, 19. Sept. (WTD.) DieDaily

Usch e n'°P a?l a m?n t s. °2m ÄtarE rt£tS der Sm Älärtc. Baß Bit M

hes kabelte an Sir James Cook, den Haupt­delegierten Australiens beim Völkerbund, und ersuchte ihn, den Stteit über den Rahen Osten vor den Völkerbund zu bringen, um den Frieden sicherzustellen. Rach einer weiteren Meldung aus Melbourne erwartet man, daß alle Minister in dem morgen stattfindenden Ministerrat zugegen sein werden. Eine Blät- termeldung aus Sydney berichtet, daß das australische Parlament am Dienstag den Vor­schlag bekräftigen werde, ein australisches Kontingent, wenn nötig, nach den Dardanellen serbische I 5U entsenden. Die'einzige Opposition werde | Außenminister, ter gestern in Paris war. MenS der Arbeiterpartei kvmn^n, die ein , soll heute nach London kommen. Er wird zuerst Drittel des Hauses ausmache. General Mo- Lord Curzon und bann wahrscheinlich auch Lloyd nash erklärte, eineDrigade werden in drei George sprechen. bis vier Wochen zur Einschiffung be -

London, 19. Sept. Wie Reuter von zu- reit stehen können. Die Liga der heimgekehr- fiänbiger Seite erfährt, wurde Kemal Pascha ten Soldaten gab ihre Bereitschaft kund, die mitgeteilt, daß, wenn er die neutralen Regierung voll und ganz zu unterstützen. Der 5o** verlehe, es nicht zum Vorsitzende der Zweigstelle Reusüdwales der

aber, dann werde man entweder zurückweichen Liga erklärte. Unsere Toten'sind auf Gallipott ober Widerstand leisten und sich schlagen müssen, beerdigt; wir werden den Doden neutral Hal- Obgleich kein endgültiges Anzeichen über seine ten. Von allen Setten kontmen Gesuche um künftige Haltung vorliege, sei jetzt bekannt ge- Einstellung in das Heer.

worden, daß er kurz nach feiner Ankunft in London, 19. Sept. (Wolff.) Reuter er- Smyma ter britischen Regierung mitgeteUt habe, aus Ottawa, daß wahrscheinlich eine daß er sich nicht als im Kriegszustände Sondersitzung des Parlaments einberufen

wird, um sich mit dem Ersuchen der Regierung '«Är1des Britische« Deiches um Entsendung Regelung ter Beziehungen ter Alliierten mit von Truppen in den nahen Osten zu be- Muslapte Kemal sei niemals erfolgt Die Mit- fassen.

teilung vom Samstag habe länglich ten wes«tt- Einberufung des englischen licken Faktoren der politischen und militärischen ORnrlnttienta *8

Lage und die im Hinblick auf eine etwaige Der- ^anamems .

lehung der neutralen Zone bereits ergangenen Lvndon, 20. Sept. (WTD.) Einer Blat- Warnungen und Absichten derjenigen termeldung zufolge wird für den Fall, daß kundgegeben, die mtt ter Ausführung ter Ver- Frankreich und Italien beschließen, keinen An­tragsbestimmungen betraut sind. teil an der Verteidigung der neutra-

Eine Erklärung an Frankreich. len Zone im Falle eines Angriffes zu neh- L o n dd v n. 20. Sept. (WTB.) Reuter er- men, das Parlament unverzüglich einberufen f<H»rt daß die britische Regierung offiziell werden.

Auch Maiien zieht seine Truppen Frage einer gemeinsamen Mitteilung anMustapha QUf bttS europäische Ufer OCt Kemal Pascha ausgedrückt 'habe. Die britische Meeren«? lliriidt.

Regierung erklärt, baß sie sehr ernstlich bte CBer- -UieetengC JuriiCK.

sichernng Poincares in dieser Frage uitb auch in Paris, 20. Sept. (WTD.) Wie der ter Frage ter besetzten Zone geprüft 'habe, unbMcttin" aus guter Quelle erfährt, hat die spricht die Hoffnung aus, daß ter an ten Tag italienische Regierung in dem gelegte Geist des Zusammenwirkens auchj die fünf- Wunsche, jeden Konflikt mit den kernalistischen tigen Erörterungen beherrschen möge. Stteitkräften zu vermeiden, ihren auf dem

Kabinettsrat in London. asiatischen Ufer der neutralen Meerengen-

London 19 Sept. (WTB.) Zu ter Heu- Zone stehenden Truppen den Befehl gegeben, figen Zusammenkunft der Kabinetts- auf das europäische Ufer zuruckzu- mi tglieder wurden auch ter Chef des Reichs­generalstabes, Lord Caven, ter Erste Seelord Lord B e a 11 y und der Chef der britischen Luft­streitkräfte, Sir H ug o T r a n ch a r d, zugezogen. Rach Schluß der Erörterungen wurde folgende Er­klärung ausgegeben: Es wird in manchen Blättern j mitgeteilt, baß offiziöse Erklärungen über die bri- tifdje Politik im Orient, die am Samstag an die Presse au6gegeben wurden, jetzt von der bri- tischen Regierung als verfehlt angesehen werden. Diese Mitteilung ist unwahr. Die Erklärung vom Samstag stellt Die Beschlüsse des Kabinetts vom Tage zuvor dar und wurde mit ter Zustimmung aller in London anwesenden Minister veröffent­licht, damit die öffentliche Meinung im ganzen Reiche in .keinem Zweifel gelassen werte über die Ziele unb Absichten ter britischen Regierung in ter griechischen Frage. Das Kabinett ist sehr zufrieden mit der Unterstützung, die ihm zuteil geworden ist, nicht nur in England, sondern auch in den Dominions. Das Reich wird nicht zugeben, baß bic Ereignisse des tapferen Kampfes und ent­scheidenden Sieges seiner Söhne auf ten Schlacht­feldern des östlichen Kriegsschauplatzes preisge­geben werte.

Die militärischen Vorkehrungen.

Malta, 19. Sept. (Wolff.) Reuter mel­det: Das erste Dataillon der Hochländergarde und eine Abteilung Luftstteitkräfte sind nach Konstantinopel abgegangen.

G i b r a l t a r, 19. Sept. (Wolff.) Reuter. Das erste Bataillon des Rorth Staffordshire- Regiments hält sich bereit, wie verlautet, zur Einschiffung nach Konstantinopel.

L v n d o n, 19. Sept. (Wolff.) Reuter mel­det aus Wellingwn (Neuseeland), daß der Premierminister Massey erklärte, die bri­tische Regierung habe mit der Regierung Reu­seelands seit Samstag abend bezüglich der Möglichkeit eines türkischenAngriffsin Europa in Fühlung gestanden. Die Regierung Neuseelands teilte LloydGeorge mit, und dieser Beschluß wurde durch die Vollsitzung des Kabinetts bestätigt, daß die Regierung .Neuseelands wünsche, sich der Regierung