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Handel.

Franks ar t a. Al., 19. April. Börsen- stimmungsbild. Der GeschättsverHepr ent­wickelte im ganzen keinen erheblichen Umfang, da die Spekulation und das Publikum nach wie vor größere Zurückhaltung bewahrten. Auslän­dische ZalMngsmittel nahmen tn den Vormit­tagsstunden eine auf steigende Haltu ng ein. Der Dollar begann mit 295 und 'stieg allmählich auf 293, 300; später schwankend ,2J0. Ausländische Anleihen bekundeten feste Haltung. Für Mexi­kaner bestand Kaufneigung. Deirz 645. Gebr. Fahr 745. Deutsche Petroleum 23 0. Der Mon­tanaktienmarkt lag leicht abgeschi < it Nachfrage bestand für Maschinenfabrü Egli gen 1090, + 28 Prozent. Anllinwerte waren überwiegend ad- geschwächt. 3m übrigen waren die Kursverän- berungen gegenüber den ersten amtlichen No­tierungen nicht erheblich. Der Eurhritsmartt zeigte ein überwiegend festes Aussehen. Die Dörse fchloh

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(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

Natherrair gegen die Entente-Note znm deutsch-russischen Vertrag.

London, 19. April. (WTD.) Der dtplv- matische Berichterstatter desDaily News" schreibt, die Zukunft der Konferenz von Genua sei noch vollkommen unentschieden. Was-Hie Konfe­renz ohne Deutschland oder Ruhland fein würde, brauche wohl kaum erörtert zu werden. Ra- thenau erklärte in einer Unterrebung mit dem Berichterstatter zu der Note der Alliierten, die Deutschen hätten nichts im geheimen, tote ungerechtfertigterweise behauptet werde, unternommen; viermal hätten die Deutsche« den russischen Vertrag mit Mitgliedern der briti­schen Delegatton erörtert Am letzten Freitag fei ein alliierter Vertreter mit ihnen zusammen- gekommen, und er habe diesem erklärt, dah die Deutschen den Bedingungen der alliierten Sach­verständigen nicht zusttmmen tonnten. Gr habe gesagt dah Deutschland seine eigenen Verein­barungen mit Ruhland treffen müsse. (St selbst habe verschiedentlich versucht Lloyd George zu sprechen, es sei ihm jedoch nicht gelungen. Bezüglich des Ausdrucks Verletzung der Bedingungen" in dem alliierten Communiguö erllärte Rathen au, er müsse diesen vollkommen zurückweisen, ein Dertrauensbruch habe nicht stattgefunden Der deutsche Auhen- minister erklärte mit grohem Nachdruck, davon zu sprechen, die deutschen Kol­legen hätten hinter dem Rücken ihrer Kollegen gehandelt sei unwahr und in hohem Matze ungerecht. Bezüglich des Ausscheiders Deutschlands von einem Teil der (St- örterungen in Genua erklärte Rathen au nach­drücklich, e: sei über da? Communiqu; dec Alliier­ten erstaunt Die Anwürfe seien vollkommen unbegründet Deutschlands Aktton sei voll- kommen gerechtfertigt und es toerbt dafür einsteh n Der diplomatische Berichterstatter, fährt fort: Die Konferenz von Genua sollte alle Nationen auf dem Fuhe der Gleichberechtigung vereinen, aber schon seit der Eröffnungssitzung hätten sich die alliierten Nationen be­sondere Sitze Vorbehalten und, sobald sich die erste Frage von wirklicher Bedeutung erhoben habe, hätten sich die Alliierten abgetrennt und in eigenes Konklave zurückgezogen. Widerspruch der Neutralen gegen die Haltung der großen und kleinen Entente.

Paris, 19. April. (WTD.) Nach einer Hieb düng derChicago Siibune" aus ®en ia haben zu. dem Deschluh, Deutschland die Teilnahme an den Beratungen im russischen Aussch rh zu ver­sagen, die Neutralen beschlossen, sich dem englisch - französischen Vorgehen mit Festigkeit zu widersetzen. Ein Vertreter erllärte. die beschlustfassenden Mächte besähen kein Recht, Deu.schland zu beftoafeu , Ter neutrale Angriff gegen die Entente werd« von den Dänen geführt

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Frankfurler Getreidebörse.

Frankfurt 19. April. Das Getreide- geschäst blieb heute außerordentlich still. In­folge der jüdischen Feiertage war der Besuch sehr bescheiden. Käufer wie Verkäufer hielten zurück. In den Preisen hat sich nicht viel ge­ändert Weizen und Roggen wurden billiger genannt desgleichen Mehl. Gerste und Hafer sind wenig beachtet, auch Futtermittel lagen still. Hülsenfrüchte geschäftsloS. Heu und Stroh gut behauptet

16. Südwestdeutsche Zentral-Haute-Auktion Mainz.

Mainz. 19. April. Bei flottem Gebot und kulantem Zuschlag wurden bei der 16. Südwest­deutschen Zentral-Häute-Auktion, an der sich toteberum die Häuteverwcrtungen Di'gcn, Ems-

Marknotienmgen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

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' Winston Churchills Parla­mentshut. Winston Churchill, der Kolornal- minister der gegenwärtigen englischen Regierung, hatte in der letzten Sitzung vor Ostern im Un­terhaus einen großen Erfolg, den er freilich weder seinem politischen Auftreten noch seiner redneri­schen Begabung verdankte, sondern einzig und allein seinen Hut. Er erschien nämlich auf der Regierungsbank in einem riesengroben breitkrem­pigen Zylinder, und als er im Schmuck dieser auffälligen Kopfbedeckung vor dem hohen Hause Platz genommen hatte, da ging eine allgemeine Bewegung durch die Reihen; die nicht im ' Abgeordneten drängten waren so gefüllt, die aufgeregt wie es sonst

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Laubacy, 18. April. Der heuttge Markt (Schweinemarkt) war sehr gut be­sucht, -mch aus der Umgegend, trotz der llnginft der Mitterung. Der Auftrieb betrug insgesamt 144 Stück. (3n der Regel sind es sonst 120130.) Ferkel von 67 Wochen gölten 600650 Mk., solche von 69 Wochen 700800 Mk. Sprin­ger von 1012 Wochen tarnen auf 11001300 □Karl. Der Markt wurde um 9 llhr eröffnet; um 1 älhr war nahezu alles verkauft. Dieser Markt (Ostermartt) ist schon 3 Jahrhunderte alt.

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Don Dacheins Volks- und Iu- genderzählungen (3. P. Dächern, Ver­lagsbuchhandlung, Köln a. Rh.) liegen uns reiz­volle ©oben vor: Die bekannten Werke deutscher Dichter erscheinen in solidem, neuem Gewände mit farbenprächtigen Dildern. 3n einem Dande vereinigt finden wir Eichendorf, G. M. Arndt, Novalis, Tieck und Wieland und werden an manche für die Jugend noch ungehobenen Schätze erinnert Auch das reizende Märchen von Cle­mens BrentanoGockel, Hinkel und Gackeleia" feiert eine gesonderte frrohliche Auferstehung, während ein drittes Buch von Märchen deutscher Dichter, ausgewählt von Laurenz Kiesgen, teils lebende Dichter zu Wott kommen läht, teils uns in noch weiter entlegene ©arten unserer Literatur führt: wir treffen darin Enrica von Handel- Mazettt, Wilh. Fischer, Zustinus Kemer, Anna Klie, Julius Mosen und Wolfgang Müller von Königswinter.

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* Der Ringkampf mit einem Leo­parden. Ein merkwürdiger Vorfall, der in der Geschichte der afrikanischen Jagd wahrscheinlich einzigartig dasteht, ereignete sich im Tanganjika­gebiet. Ein Leoparde setzte mehrere Wochen lang em Eingeborenendvrf in der Gegend von Kilossa rn furchtbare Aufregung. Zwei weihe Jäger. Major Dradstock und 3. Tumley, legten daher eine Selbstschuhsalle an. Nach kurzer Zeit gingen die Schüsse los, und ein Eingeborener brachte die Nachricht, dah der Leoparde tot sei. Die beiden Europäer begaben sich zu der Grube; Turnley langte als erster an, und Dradstock sah plötzlich, wie ein riefengrvher Leopard auf Turnley zu­sprang und ibn in die sechs Fuh tiefe Grube hevabrih. Als er an der Grube ankam, sah Drad- stvck seinen Gefährten mit dem Leoparden Drust gegen Drust um sein Leben ringen. Mit über­menschlicher Kraft vermochte er die gewaltige Destie von sich sernzuhalten, und in diesem Augen­blick schoh Dradstock den Leoparden tot Turnley wurde schwer verwundet aus der Grube heraus­gezogen, wird aber von diesem Ringkampf mit dem Leoparden wohl wieder genesen.

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Reichsmieterschutzrecht, insbeson­dere das Reichsmietengesetz vom 2 4. März 1922, herausgegeben von Dr. Joachim R e m m e. Verlag der Weyerschen Hof buchhand- lung, 5/etmotb. Das Düchlein enthält auher den gesetzlichen Desttmmungen auch deren genaue Erläuterung und Auslegung, so dah es zu einem wertvollen Ratgeber für alle interessierten Kreise wird.

'Briefe eines Dankdirektvrs an seinen Sohn. Neuer Band:Die Börse" - Don Argentarius. Dank Verlag,Berlin W 57. Die Art und Weise, wie hier in der äußeren Form einer vertraulichen Aussprache

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Volksvertreter waren so aufgeregt, wie es sonst nur an ganzgroben Tagen" der Fall ist. Hm den tieferen Sinn und die weittragende Bedeutung dieser neuesten Tat des' originellen Staatsmannes zu verstehen, muh bemerkt wer­den, dah ^roch vor 25 Jahren es englische Parla­mentssitte war, dah die Minister im Zylinder auf den Regierungssitzen erschienen. Aber diese Mode geriet allmählich in Vergessenheit, und nur noch Chamberlain hielt an dieser Gewohn­heit fest und betrat regelmäßig in seinem Zylin­der den Sitzungssaal. Nun hatte in einer der letzten Sitzungen Churchill Chamberlain wegen seines Zylinders em wenig geneckt und Cham­berlain hatte ihn aufgefordert, feinem Verspiel Zu folgen und damit zu beweisen, dah er Mut habe. Das lieh sich der wackere Winston nicht zweimal sagen und erschien in einem solchen Ungetüm von Zylinder, dah Chamberlain vor Scham errötete und das Haus ein richtiges Ostergelächter" ob dieser denkwürdigen Erichel-

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