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in den letzten Monaten wesentlich gebessert, i Aeichsressorts mit einer Helgoländer Depu- Er sei niemals so optimistisch in Bezug auf den' tativn statt. Wenn auch nicht alle Wünsche

amerikanischen Handel gewesen wie heute. Er

Koks

gesorgt werden soll.

Der-

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Bereinigten Staaten sich augenblicklich in einer > besprechung aller einschläataea Fraaen unter schlechten Lage befänden. Die Lage habe fich! Deleiligung der Mständlgen prSischen und

drift i eine Kraft oblag, die nicht aus der Kunst kam, halt I sondern aus dem heiligen Leben, das jedes Men-

Die Forderungen der SaarbeVöttrerung,

bc* der

_ Berlin, 18. März. (WTB.) Don zu­ständiger Seite wird mitgeteilt: Nachdem die Verhandlungen der beteiligten preußischen und ReichSressvrts über die von den H e l g o l ä n - dern ausgespdvchenen Wünsche, die sich hauptsächlich auf das Selbstverwaltungs­recht und auf steuer- und zollrechtliche Fragen bezogen haben, einen befriedigenden Verlauf genommen haben, fand nachmittags im preußi- scheir Ministerium des Innern eine Schluß-

der Helgoländer befriedigt werden konnten, so hat doch die Aussprache in der großen Mehrzahl der Punkte eine volle Aebereinstim- mung ergeben und in erfreulicher Weise zur Festigung des DertrauensverhÄtnisseS zwi­schen Regierung und Helgoländern beige­tragen.

tum sein.

Der deutsche Botschafter in Washington.

Berlin, 18. März. DieGermania" stätigt heute die Dlättcrmeldung, daß mit

Hessischer Evangelischer Landeskirchentag.

rm. Darmstadt, 18. März. Der Beginn heutigen Tagung, der, wie üblich auf halb

Die Kohlenwrrtschaft.

Berlin, 18. März. (Wolff.) Im Haupt- a u s s ch u tz des Reichstages wurde bei der Etats­beratung des Reichswirtschaftsministeriuins die Tätigkeit des Reichskomrn.siai^ats für b.c Kohlenverteilung eingehend besprochen. Reichswirtschaftsminister Schmidt erlläcte da bei der Kohlenversorgung der deutschen Industrie die Wirkung des Spavertrages leider offensichtlich sei. Jeder abgelieferte Waggon Reparations­kohlen füge naturgemäß dem Versuche des Deut­schen wirtschaftlichen Wiederaufbaues schwere Schädigungen zu. Die Draunkohlensörderung könne erheblich gesteigert werden, und diese Stei­gerung habe die Industrie vor der äußersten Rot schützen können. Es mangle aber an brikettierter Braunkohle, die bedeutend mehr Heizwert habe. Der Ausfuhr von Braunkohle dürfe man sich nicht entgegenslemmen, sofern darunter die Ver­sorgung der Inlandsindustrie leide. Der Minister habe selbstverständlich ein Interesse daran, Roh­stoffe, die wir genügend besitzen, zur Beschaffung von Devisen herauszulassen. Daß trotzdem die Einfuhr englischer Kohle gestattet werde, wider­spreche dieser Ansicht durchaus nicht. Die deutsche Exportindustrie komme mit der englischen Kohle, die gualitgtiv besser ist als die deutsche Kohle, gut aus und der höhere Preis rentiere sich Der Reichskohlenkommissar Gehermrat Stutz stellte fest: Während in der Vorkriegszeit Die Eifenbahnbestände an Kohlen durchschnittlich für acht bis neun Wochen reichten, hätten jetzt ein­zelne Direktionen kaum für zwei bis drei Tage Vorrat, dagegen lange jetzt der Eisenbahnvorrat an Kohle in Frankreich durchschnittlich zwei Mo­nate. Das die Bevorratung Süddeutsch­lands anbetrefse, so würden zur Zeit auf dem Rheine täglich vierzig bis fünfzig Tausend Ton­nen verladen, dies sei für die Nachkriegszeit bei­spiellos. Dr. Reichert (Dntl.) stellte fest, daß Frankreich Die Koksanforderung seit dem Sommer 1921 auf das dreifache gesteigert habe. Die Folge sei ein großer Koksmangel für die Eisenindustrie und die Knappheit an Roheisen für Tausende verarbeitender Dct.i de. Frankreichs R gierarg gebe den deutschen Koks zum halben Preise des englischen Koks ab. Die Saarrndustrie müsse aus politischen und wirtschaftlichen Gründen mit KokS ' geholfen werden. Schließlich wurde eine Ent­schließung D r. P a ch n i ck e (Dem ), Dauch (D. Vp.) und Genossen angenommen, wonach die Reichsregierung auf eine erhebliche Steige­rung der Kohlenproduktion hinwir-

wisse nicht, wie lange die Vereinigten Staa­ten ihre augenblickliche Politik gegen Europa beibehalten würden. Man habe Europa Geld geliehen und werde es auch noch eine gewisse Zeit weiter tun; man scheine jedoch in ge­wissen Kreisen zu vergessen, was Europa Ame­rika schulde. Nach seiner Ansicht würde eine Annullierung der Schulden ein Irr-

Aus dem besetzten Gebiet.

Paris, 18. März. (WTB.) Nach einer Havasmeldung aus Koblenz hat die interalli­ierte Oberkommission in den Rheinlanden end­gültig gegen die Anstellung des Zollbeamten Marlin Wagner aus Würzburg und der Lehrerin Frl. Wittig, geboren in Posen, Einspruch erhoben.

In der Zeit vom 15. Februar bis 15. März 1922 habe die Kommission die Ausweisung von zehn Personen verfügt, von denen die meisten deutscher Na­tionalität seien und deren Verhalten als ge­fährlich für die Sicherheit der Besatzungs­truppen erachtet worden sei.

len und ferner für Den beschleunigen Abtrans­port der Lagerbestände von Kohlen und

Ein Vertrauensvotum für die italienische Regierung.

(Wolff.) Hava's. Rach Diskussion der Regierungserklärung in der Kam­me r wurde das Vertrauensvotum mit 215 gegen 69 Stimmen angenommen.

VanderliPttberAmerikasFinanzpolitik

Paris 19. März. (WTB.) Der gestern m Frankreich anaekommene amerikanische Bankier Vanderlip erklärte einem Mit­arbeiter desNewyork Herald", der Gedanke daß Amerikas Wirtschaftsleben von dem Han­del mit Europa abhänge, sei absourd, wenn man in Betracht ziehe, daß der europäische Handel in der Außenhandelsstatistik Amerikas nur 5 Prozent ausgemacht habe. Er habe den Eindruck, daß Europa sich einbilde, daß die Vereinigten Staaten sich augenblicklich in einer

in Rußland nicht ausführlicher Bericht geben können. Indessen war der halb-liturgische Teil bei Andacht so, daß man einige Worte darüber lagen muß. Ohne zu fragen, was bei dem Aufleuchten der besten Meisterbilder von Jesus beabsichtig« war. im Andächtigen zu wecken, ob das Bild all Schönheit oder als Gottesdienst empfunden wer­den sollte: ohne zu urteilen, ob das begleitende oder denkende Spiel der Orgel und die menschliche Stimme gestern das ruhige Bild umfloß oder ver­darb, dies ist unzweifelhaft klar erlebt worden von allen, die andächtig zu den Bildern kamen, daß aus den Werken, besonders der deutschen Meister,

Aus dem NeiOe.

Zur Stärkung der Finanzen der Länder und Gemeinden.

Berlin, 18. März. (WTB.) Der finanz­politische Ausschuß des vorläufigen Reichswirtschaftsrates hat die Be­ratung des Gesetzentwurfs zur Aenderung des Landessteuergesetzes vom 30. März 1920 abgeschlossen. Das Gutachten des Aus­schusses schlägt eine Reihe wichtiger Aende- rungen vor. Bei den Landes st euer-Ge- meindeobgaben sind neben kleineren Aenderungen die Sätze für Getränkesteuern nach dem Kleinhandelspreise allgemein auf 5 Prozent, bei Schaumwein und schaumwein- ähnlichen Getränken sowie bei Trinkbrannt­wein auf 10 Prozent des Kleinhandelspreises erhöht worden. Bei der Beteiligung der Länderund Gemeinden am Ertrage an den ReichSsteue rn ist die Aenderung getroffen, daß jene nicht nur den Anteil, sondern auch das gesamte Aufkommen der Grunderwerbssteuer erhalten. Die Länder werden verpflichtet, die Gemein­den mit mindestens der Hälfte zu beteiligen. In der abgeänderten Form wurde der Gesetzentwurf mit allen gegen zwei Stimmen, die ihre Ablehnung mit der Er­höhung der Sätze über die Gettänkesteuern begründeten, bewilligt.

Das.Hausgehilfengesetz.

Berlin, 18. März. Im Sozialpoli- politischen Ausschuß des Reichswirtschafts- vates wurde bei der Beratung des Haus- gehilfengesetzeö u. a. ein Antrag, nach welchem den Hausgehilfen eine ununter­brochene tägliche Ruhezeitvvn 11 Stun­den gewährt werden soll, mit einer Stimme Mehrheit angenommen.

Die Zeugen- und Sachverständigengebühren.

Berlin, 18. März. (WTB.) Durch das mit dem Tage seiner Verkündung am 17. März in Kraft getretene Gesetz betreffend die Aenderung der Gebührenordnung der Zeugen und Sachverständigen vom 10. März 1921 bähen die Zeugen- und Sachverstän­digengebühren eine wesentliche Er­höhung erfahren. Die Zeugen erhalten für ihre Zeitversäumnis nunmehr eine Entschädigung bis zum Betrage von 15 Mk., die Sachverstän­digen eine Vergütung bis zu 20 Mk., bei be­sonders schwierigen Leistungen bis zu 30 Mk. für jede angefangene Stunde. Die Aufwands­entschädigung bei Abwesenheit vom Aufent­haltsort ist auf 50 Mk. AebernachtungSgeld (bisher 30 Mk.) erhöht worden.

Der Auswärtige Ausschuß des ReichLtags.

Berlin, 18. März. (Priv.-Tel.) Laut ..Zeit ist der Auswärtige Ausschuß des Reichstages für nächsten Mittwoch einberufen worden.. Die Tagesordnung betrifft vor allem die neuen wirtschaftlichen Abkom­men zur Ausführung des Friedensvertrages, insbesondere den von Frankreich beabsichtigten Abschluß an das Demelmans-Abkvmmen.

Helgoland.

Saarbrücken, 19. März. (WTB.) tretet sämtlicher Kreis- und Dezirksvereine des Saavgebiets der fünf großen Fraktionen der Saarbrücker Stadtverordnetenversammlung und der .Zentralvorstände der politischen Parteien hatten sich am Samstag zu einer großen all­gemeinen Aussprache über die schwebenden poli- tischen Fragen in Saarbrücken zusammen­gefunden. Zur Besprechung kamen die Frage eines Saarparlaments, die Frage der Besoldung derGemeindebeamten und der französische Sprachunterricht in den Volksschulen. Zum ersten Punkte schilderte ' ein. Redner der Sozialdemokratie den augenblick- . ließen Zustand im Saargebiet. Er führte aus, daß 1 die Saarbevölkerung in einer Entmündigung ge- 7 halten werde, wie man sie jetzt nicht einmal einem Kolonialvolke zu bieten wage. Im Herzen r Europas, zwischen den großen Demokratien Frankreich und Deutschland, regiere man eine Bevölkerung von 700 000 Menschen nach rein zaristischen Methoden, und das, obschon nicht nur nach den klaren Bestimmungen des Friedensver­trages, sondern auch nach den moralischen Rech­ten die Saarbevöllerung einen heiligen Anspruch auf eine Volksvertretung habe, die nicht nur ein Debattierklub sei. Eine entsprechende Ent­schließung wurde angenommen, in der ge­fordert wird, daß das zu schaffende Saarparla­ment nach dem gleichen und geheimen proportio­nalen Wahlrecht für alle über 20 Jahre alten, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzende Be­wohner des Saargebiets unter voller Immunität der Abgeordneten gewählt werde. Bei Meinungs­verschiedenheiten zwischen Parlament und der Re- gierungskommission soll der Völkerbund die Ent­scheidung treffen.

Sum zweiten Punkte wurde noch Ausführun­gen des sozialdemokratischen Parteivorsihendsn Schäfer eine Entschließung angenommen, m der erklärt wird, daß es der Stadt an Mitteln fehle um die bisher auf Befehl der R-aiernngskom- Mission zum Teil in Franken erfolgte Besoldung der Gemeindebeamten noch weiter durchzuführen und daß die Gemeinden es ablehnen müssen von der Regin-ungskommissron Frankenzu- schuss e anzunehmen, die doch nur aus po­litischen Gründen bemessen würden und in der schließlich die Gemeind Vertretungen ersucht wer­den, ihrem Personal eine ausreichende Bezahlung in deutscher Währung zu geben, unter Berück­sichtigung der lleberteuerung im Saargebiet Zur Frage des französischen Sprachunter­richts wurde eine Entschließung angenommen in der den Eltern empfohlen wird, ihr: Kinder nicht in die französischen Schulen zu fchicken und dZ« Forderung ausgestellt wird daß der fran­zösische Sprachunterricht nur wahlfrei und außer- halb des Lehrplanes von deutschen Lehrern folgen dürfe.

bilden können Nach der Begründung seines Antrages durch Pf. Wagner (D.) vertritt Abg. W a i tz die Auffassung, daß es notwendig sei, die zwingende Bestimmung beizubehalten, da innerhalb mancher Städte oft tiefbedauerliche Zu­stände dadurch bestanden, daß verschiedene Ge­meinden ohne jede Fühlung nebeneinander her­gingen. Gegen den Zwang gibt es doch eine De- vufung bei der Landesshnode. Die Abgg. Geist und W a h l s ch l i h halten diese Mußvprschrift auch nicht für notwendig. Abg Dr. Schian s

neun Uhr festgesetzt war, verzögerte sich durch verschiedene Gruppen- und Ausschußsihungen und eine Geheime Beratung, in der wichtige Fragen über die Bildung des Kirchenregiments erledigt wurden, bis nach 12 Uhr. Dann wurden unter Leitung des Präsidenten Dr. Diehl die Verhandlungen über die Kirchenverfassung fort­gesetzt. Zunächst wird nochmals der durch den Verfassungsausschuß beratene § 7 besprochen, dessen Abs. 3 durch Antrag des QTbg. Wagner (D.) abgeändert wurde, so daß die Bestimmung, daß die einzelnen Kirchengemeinden innerhalb eines GemeindebeUrks einen Verband bilden müssen, dahin geändert wurde, daß die diesen Verband

Ernennung des Geheimrat Dr. W i e d f e l d t zum deutschen Botschafter in Washington gerechnet werden kann. Eine Mitteilung der Re­gierung kann nach diplomatischen Gepflogenheiten erst erfolgen, wenn das Agrement der Regierung der Vereinigten Staaten erfolgt ist.

(Sitte Attentat

gegen den kaiserlichen Palast in Tokio.

Paris, 19. März. (WTB.) Eine Ha- vasmeldung aus Tokio bestättgt die Nach­richt über ein beabsichtigtes Attentat gegen den kaiserlichen Palast. Der Atten­täter, der bei dem Versuch, das Schloßtor zu überschreiten, durch die Explosion der Bombe, die er bei sich trug, getötet wurde, sei ein Arbeiter namens Fujota gewesen. Er habe 'tztnen Brief für den Kaiser bei sich ge­tragen, in dem er Klage darüber führt, daß die Regierung das allgemeine Wahlrecht ver­weigere. Man glaubt, daß der Minister des Innern und der Polizeichef zurücktreten werden.

Der neue Staatssekretär für Indien.

London, 18. März. (WTB.) Viscount Peal, früheres unionistisches Mitglied des Unterhauses und in den Jahren 1919 bis 1921 ilnterftaatafefretär im Kriegsamt, ist als Nach­folger von Montagu zum Staatssekretär für Indien ernannt worden.

die Zwangsvorschrift, dte sich in verschiedenen nichthessischen Kirchenverfassungen sehr gut be­währt habe, für notwendig, um einen Zusammen­hang herbeizuführen. Abg. Dr. Mathes möchte es den einzelnen Gemeinden überlassen wissen, wie weit sie es für nötig halten, einem Verbände beiAutreten, obwohl es ohne Zweifel seststehe, daß durch gemeinsames Arbeiten viel mehr er­reicht werde. Die Abstimmung ergibt Ablehnung der Fassung des Ausschusses und Annahme des Antrages Wagner. - In § 71 ist die Wahl der Mitglieder des Dekanatsausschusses durch einfache Mehrheit vorgesehen: es wird jetzt nach erneuter Beratung durch den Ausschuß beschlossen, auch hier die Verhältniswahl einzu.ühren. Zu Abs. 2 beantragt Abg. Wagner, daß unter den Stellvertretern zwei Geistliche fein sollen, und begründet dies damit, daß es nicht richtig sei, wenn in solchen Fällen das nichtgeistliche Ele­ment das ilebergewicht habe. Abg. Fenchel widerspricht diesem Anträge, da cd doch nicht angehe, daß man geistliche Stellvertreter wähle, wenn die eigentlichen Dekanatsausschußmitglieder Laien seien, wie dies in dem § 70 bestimmt sei. Hieraus wird der Antrag Wagner angenommen. Dann vertagt sich die Dm:sammlung bis Montag nachmittag 3 Uhr.

Aus Stcbt und Land.

Gießen, den 20. März 1922.

Bornotizen.

Tages kalender für Montag. Astoria-Lichtspiele, ab heute: »Der geheimnis­volle Iuwelendieb" und »Fürst Lohovasy, der König der Diebe". i

Aus dem Stadttheater­bureau. Ioseph-Plaut-Abend am Mittwoch, 2 2. März. Neben Marzell Salzer ist in den letzten Jahren in die aller- erste Reihe der Vortragskünstler Joseph Plaut getreten. Plaut hat sich überall, wo er bisher gastterte, eine große, begeisterte Gemeinde geschaffen, die jeden Plaut- Abend als Ereignis begrüßt. So kommt der Künstler z. B. jetzt jedes Jahr mehrere Male nach Dad-Nauheim, wo er stets vor aus­verkauftem Hause spricht. Auch hier zeigt sich erfreulicherweise reges Interesse, so daß Freunde heiterer Kunst guttun werden, sich bei Zeiten Plätze zu sichern.

Waldbühne Der mit so großemBeifall aufgenommeneKlassische Luls^iel- und Lieder­abend" soll demnächst zum Besten desHilfs- bundes für die Elsaß-Lothringer im Reich" wieder holt werden. Es ist beabsichtigt, den mittleren (musikalischen) Teil zu erneuern und durch zwei Original-Elsässer-Tänze in Tracht zu e weitern. Das Nähere wird seinerzeit aus dem Anzeigen­teil zu ersehen sein.

Der Bühnenvolksbund bittet uns, mitzuteilen, baß die erste Theatervorstellung be­stimmt am Montag, den 3. April, ftattfinöet. Nä­heres wird noch "beEanntgegeben.

- Der Verein Gießen der Deut­schen Demokratischen Partei veran­staltet am Dienstag, den 21. März, abends 8i Ahr im Hotel Großherzog eine öffentliche Versammlung, in der Geh.i.nrat Dr. Witter- mater über die FrageKann der Beamte streiken?" sprechen wird.

Sie Ausstellung von Hand­arbeiten des Al ice- Schu l -V e r e l n s die gestern im Kunstverein eröffnet und schor sehr stark besucht wurde, bleibt no chbis zun Donnerstag jedesmal von 111, am letzten Tag auch von 35 Uhr geöffnet. Am Donnerstag wird ein weiterer Teil von Arbeiten tm Schal- Haas Steinstraße 10 von. 11 bis 1 und von 2 bis 5 11 ßr ausgestellt. (S. Anzeige m der Sams­tag-Nummer.)

ImLichtspielhauselnderDahn- h o f st r a ß e läuft von morgen ab bis einschl. Sonntag der 1. Teil des FilmwerkesDas in­dische Grabma l". Die Direktion bittet, wegen des zu erwartenden starken Andranges die Nach­mittagsvorstellungen zu besuchen.

*

** Von der Eisenbahn. In bei Nacht vom 25. zum 26. März wird im be­setzten Gebiet die mit der mitteleuropäischen Zeit übereinstimmende westeuropäische Som­merzeit derart eingeführt, daß die Bahnuhren vom 25. März abends 11 Uhr eine Stunde vorgestellt werden. Für Kohlen, Koks und Briketts wurden im arbeitstäglichen Durch­schnitt 26 384 Wagen bestellt und 18 900 ge­stellt. Im gleichen Zeittaum des Vorjahres betrug die Gestellung 23 222 Wagen.

** Der Ankouf von Gold für das Reich durch die Reichsbank und Post erfolgt in der Woche vom 20. bis 26. März 1922 zum Preise von 950 Mk. für ein Zwanzig­markstück, 475 Mk. für ein Zehnmarkstück Für dte ausländischen Goldmünzen werden ent­sprechende Preise gezahlt. Der Ankauf von Reichssilbermünzen durch die Reichsbank und Post erfolgt vom 20. d. Mts. bis auf wei­teres zum 18fachen Betrag des Nennwertes

** Diebstahl. In der verflossenen Woche wurden aus einer Feldscheuer im Al­tenfeld hier 810 Meter Dachkandelrinne und etwa 2 Meter Dachkandelrohr gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt.

* Die musikalische Meisterandacht über baß Geben Jesu hat gestern abend In der dichtbesetzten Johanneskirche für den evangeliichen Teil unserer Burger ein außergewöhnliches Er­lebnis gebracht. Richard Jordan aus Stutt­gart ist eine idealgerichtete Persönlichkeit, wie aus seiner eigenartigen Veranstaltung hervorging. Es tut uns leid, daß wir über seine Erlebnisse

Die Wohntmgsmieten in Berlin.

Berlin, 18. März. Der Berliner Ma­gistrat hat einstimmig beschlossen, den Mietszuschlag für Wohnungen auf 120 Prozent der Friedensmiete festzusetzen. Für gewerbliche Räume bis 2000 Mk. Frie­densmiete beträgt der Zuschlag 120 Prozent, don 2000 bis 5000 Mk. 150 Prozent, über 5000 Mark 180 Prozent.

Die zukünftige Stellung Hohenzollerns.

Berlin, 18. März. Wie dasD.T." meldet, hat die Zentralstelle für die Gliede­rung des Deutschen Reiches jetzt ihre Ver­handlungen über die zukünftige Stel­lung Hohenzollerns im Reiche ab­geschlossen. Der um ein Gutachten ersuchte Re­gierungspräsident in den hohenzollernschen Landen, Dr. Belzer, kommt zu dem Schluß, daß vom Standpunkt der Wirtschaftlichkeit der Landesverwaltung die Angliederung Hohenzollerns an angrenzendes oder es um­schließendes Staatsgebilde zu wünschen wäre. Von einer Autonomie des Landes könne schon aus wirtschaftlichen Gründen keine Rede sein. Zu diesem Gutachten hat die preußische Regierung eine Erklärung abgegeben, daß im Falle der Gründung eines Landes Groß-Schwaben keine Bedenken gegen die Angliederung der hohenzollernschen Lande geltend gemacht würden. Der Aufteilung des Landes an Württemberg und Baden dagegen müsse mit Rücksicht auf die Volksstimmung grundsätzlich widersprochen werden.

Tarifverhcrndlungen in der Textilindustrie..

Augsburg, 18. März. (WTB.) Bei deit gestrigen Tarifverhandlungen wurde von der süddeutschen Textilindustrie wiederholt die Durchführung der gesetzlich 48stündigen WvchenarbeitSzeit unter Beibehal­tung des freien Samstagnachmittags anstelle der bisherigen 46stündigen Arbeitszeit gefor­dert. Im Zusammenhang hiermit wurde eine Lohnerhöhung von 2,20 Mk. pro Stunde für die Erwachsenen männlichen und von 1,50 Mark für die erwachsenen weiblichen Arbeiter gegenüber der im Februar d. Z. neuverein- barten Löhne angeboten. Die Vertreter der Gewerkschaften erklärten, daß sie der Ein­führung der 48-Stundenwoche in der süd­deutschen Textilindustrie nicht zustimmen könn­ten, worauf die Verhandlungen mit einer Er­klärung der Arbeitgeber endigten, in der unter Aufrechterhaltung der angebotenen Lohner­höhung von zusammen 2728 Proz. an der Forderung der 48-Stundenwoche festgehalten wird.

Sepp Oerter aus der 11. S. P. ausgeschlossen.

Braunschweig, 19. März. (WTB.) Der Bezirksparteitag der A.S.P., der in Braunschweig stattfand, beschäftigte sich laut derFreiheit" auch mit der Angelegenheit Sepp Oerter. Die Kreisvorsitzenden hatten den Antrag gestellt, Oerter aufzufordern, sein Landtagsmandat niederzulegen. Der Antrag wurde fast einstimmig angenommen. Wie der Reichstagsabgeordnete Simon als Vertreter des Zentralvorstandes mitteilte, fand gestern eine Schiedsgerichtssitzung statt, in der ein für Oerter vernichtendes Urteil gesprochen wurde. Oerter wurde aus der 11.S.P. ausge­schlossen. Eine neue Berufung steht ihm nur noch an den Reichsparteitag zu, der aber erst im nächsten Jahr stattfinden dürfte.