Ausgabe 
19.6.1922
 
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18. Onni. Sie m rfÄafnw geßoh» 60 000'M tnut* tt Ätieiiab j lb >h«r Müjnta , nftiumcnt hatte in» r Sewechfelt.

Rheinhessen.

Juni. 6üi tonn» ! l TefiüStcjeiai a he. 2n einer hohen 5 QHetcr EtniMchihe utoollcnbdcr Sjtrfri jeM Hal gleich dem J dem ci zckgt dw

£, AavuDiffenschatt dieses Lllmmndcr ii Lnstlicher Angriff

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2658,36

:»51,65

2563.25

Brüfsel-Antw.

19.6.

Schweizer Franke»

kann

Dr. Georg Schott.

reiche Ehrungen ein.

ra.

100 100 100

100 100

20460 1.61 04/3

10. IC 46.50 23.35 26.70

40.30

0.54

527.50 1.775 0,12

100 Fl.

100 RN.

100 Str.

100 ät.

100 Fr.

1 £

Datum: Zürich .... Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm . . Wien.....

Prag.....

London. . .. Reuyork . . . Pari-

L. Fr. Är.

$ Str.

Kunft und Wiffenschast.

Frankfurter Erstaufführung.

Frankfurt a. M., 18. Juni. Es

5426 86 688j' 8210,25

689,90 1587,- 1416,80

dl7,15 278 ,,50 6037.55 4931,25

1,79

606^0 31,74

114,15

215,30

151,75 4331,-

100 Str.

Markte

6413,zO 6866,40 8189.75

688,10 1583,-

1413,20 316,35 2776-Su

6022,45 4978/5

1,75 605,20

31,66 113,86 214,70 150,75 4319,-

Wechsel auf Holland Deutfchland . . . . Wien Prag ParL........

London

Italien.......

Druffel.......

Budapest Reuyork.......

Agram . .....

Warschau

Sekunden. 2. Walle nf elS kam mit 155 hoch und 102 Punkten im Dreikampf auf einen bei der starken Konkurrenz anerkennenswerten

rft eine furchtbar schwere Arbeit," sagte er. .durch­aus nicht dic angenehme Des<^ifrigung, die man rcimutri. Aach dem Kosten von 20 Weinen, be­sonders von Rotweinen. fühle ich immer Hebel« tüt Wenn ich eine Reihe von Schnäpsen probiert habe, dann habe ich in meinem Munk» ein Ge­fühl, wie wenn man mir das ganze innere der Wundhohle mit einer Raspel bearbeitet hätte: mir ist. als wenn mir meine Zunge zum Munde hcrausbinge." Guibert schluckt niemals etwas von dem Wein herunter, den er kostet, und nach jedem Schluck erfrischt er feinen Gaumen durch einige Tropfen EiSwaffer. Er empfing die Aus- traget mitten tn einer Unzahl von Flaschen, in denen die feinsten und kostbarsten Weine und - Schnäpse Europas enthalten waren. Guibert ist! von der Provinz Quebec als offizieller Beaus- i tragt er nach Paris geschickt worden, um alle I

Einen vielversprechenden Anblick bieten zur Zeit überall die jungen Kartoffelfelder. Sel­ten gingen die Saackartvffeln so lückenlos auf wie in diesem Jahre. 3n langen Reihen reiht sich Stock an Stock, und dabei entwickeln sich die jungen Pflanzen überall ganz ausgezeich­net. Die legten Regengüsse erwiesen sich ge­rade für die Kartoffelfelder von unöerechen- barem Werte. Da auch die Anbaufläche durch« weg sehr groß ist, so sind bis jetzt alle Vor­bedingungen auf eine reiche Kartoffelernte durchaus gegeben. Jedenfalls berechtigen diese günstigen Aussichten mit in allererster Linie zur Hoffnung auf eine ausreichende Versor­gung mit Kartoffeln in diesem Jahre.

Ober-Horgern, 16. Juni. Bei der Reuvergebung der Faseltiere hat die Gemeinde für jeden Dullen 15 000 Wk.

= 204.65

= 1.65

= 0X3

= 16.05

= 45.95

- 23.455

= 26. ZC

«= 43.40

= 0.525

= 526.25

1.60

- 0,125

1.42 -,31 3,67

Handel.

Fr ankf urt a. M.. 19. Zum.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Bries

DerantWvrtlich für den politischen TeS:

3 <B.: Karl Walther.

6520,99 6953,70 83-0,40 6u6,90 1607/15 1136,90

322,41 2813,55 6127,65 5056,65 2^07

623,80

3.W 115^5 216,30 154,75 4456,-

- Ser Grobe Preis von Ber N». die mit 300 000 Wk. cuiSgestattetc wertvollste Berliner Zuchtprüfung aus der Grunewaldbahn am 9. 3uli hat 35 Unterfd>riften geinnden. Unfert besten Dreijährigen wie Lentulus, Abschied. Kairos, Abenteurer, Alpenrose. Cusa Bianca, Hausfreund, ^yampelmann und Schlingel tönnten in dem über 2400 Meter führenden Rennen mit dem famosen fünfjährigen Wattcnstcin. ferner der 2tite unserer Bierjährigen wie Ossian, Ordens­jäger. König Midas. Omen. Liebediener. Periklcs. Ginspmch. Lorenzo. Arenstein. Freibeuter und Kamille zusammen treffen.

Fuhballkamps Echw e i z - LI n g a r n 1.1 (1:0). Die Schweizer Äanoiurlmannschift, dic in Wien durch Oesterreich die sensationelle Niederlage von I: c einstccken mustte. zeigte im Kamps gegen Ungarn, der in Budapest vor 30 000 Zuschauern stattfand, eine weit befTcre Gesamtleistung. Zn bet 18. Minute fiel durch Merkt das Tor für die Schweiz, während Un­garn in der 8. Minute nach dem Wechsel durch Blum ausgiich. Slaoia-Prag unterlag in Wien gegen den vorjährigen Wiener Meister Rapid miP2:4.

Ebristiania . . . Kopenhagen . . Stockholm.... Helsingfor». . . Italien London Neuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro

5506,10 6941,30 8299,60

693,10 1602^93 1433,20

321,59 2806,45 6112,35 5043,65

2J03 622,'2C 33,70 115,35 215,70 153,75

4444.-

Mnferc Kartoffelfelder.

Markno tienrngea.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

tehw Ausgaben scheut, um ihre hochwertige« Viehzucht auch tn teuren Zeiten arfl her $bne zu halten. Leider ist nicht überall ein gleiches Wollen vorhanden.

ed. Aus dem Bogelsdetg. 18. 3-int Die Icricn Tage brachten Dem Bogelsdetg wohl zahlreiche Geuitter, aber nur strichwetse durchweichenden Regen. So sind fotz Dörfer des vorderen Bt>gelsbctges noch nicht in der Lagc, ihr .Scywert- (Tickirurz- int>' Straub Df Ionien) auf die Aecker zi bringen. Di: fdx*n begonnene Heuernte mut tc allerdings ein­gestellt werden. Da die meisten an den Abhän­gen liegenden Wi^en infolge der Dürre de­vot igen Sommers zahlrv.i1,e kcrh'.e Stellen auf- ttxifcn, ist mit einer Konz geringen Heu­er n t e zu rechnen.

cd. Ulfa, 18. Juni. Seit hier eine Gestüts- ftatron besteht, hat fid) in unterem Dorfe und in der näheren Umgebung kie P s e r dez r ch t gan- bedeutend gehoben. Die Züchter haben sich zu einem PserdeziuAverern zufammengcschlossen, der am 27. Juni eine Versteigerung von Kalt- b lu t f v h l e n abhält.

17.6 \ßl

-.80 1,48 1,22

16.6.

1,65

-,81

1,50

1,24

5560,-

16,60

1,41

-,31

3,60

1.7.14.

. . Fr. 125.40 . . 51.' 59.20 . . Är. 88.80 . . Är. 88.80 . . Är. 117.80 . . Är. 117.80 . . Sh. 97.80 . . $ 23.80

. . 5r. 125.40

Turnen, Sport und Spies.

Keine Gntscheidung der Fußballmeisterschaft

Berlin. 18. Juni. (WTB.) 2lnläblich der Eröffnung der Deutschen Kcnnpfspiele fand heute im Stadion im Grünewald das En t f ch e i - dungsfpiel um die Deutf che Fuhball- m e i st e r f ch a f t zwischen dem seitherigen In­haber dieses Titels dem 1. F. E. A ü r n b e r g und dem Hamburger Sportverein statt. Der Kamps, der einen sehr spannenden Verlauf nahm, stand beim Schtust der regulären Spielzeit mit 2:2 unentschieden. Es sollte nunmehr bis zu einer Entsch?idung weitergespi^t werden, aber nach einer Gesamtspieloaucr von drei Stunden und zehn Minuten war dic Entscheidung noch immer nicht gefallen, fo dah schliehlich der Schiedsrichter bet außerordentlich hartnäckig geführten Skampf wegen Ucbennübung der Spieler und Einbruch der Dun­kel heil abbrechen muhte. Das Spiel muh nunmehr noch einmal ausgetragen, bzw. fortgesetzt werden.

Mainzer Produkteubörse.

Mainz, 16. Juni. Das Anziehen der Devisen bedingte eine festere Tendenz auf der Börse. Die Folg« davon war eine abwar» lende Haltung tn Käuferkreisen. Auf dem Gerstemarkt war das Angebot sehr minimal und die Preise ebenfalls anziehend. Rach un»l seren Feststellungen notierten loco Mainz per 100 KUv: Weizen 1625, Roggen 1275, Hafer 1475, Futtergerste 13Ö0, inl. Weizenmehl 00, 2400, inl. Weizenmehl Spez. 0 2275, OBei*: zenmehl m. Auslandsmehl gern. 2300, Roggen­mehl 70prvz. 1675, Weizenkleie ohne Sack 935, RoggenNeie ohne Sack 935, deutsche Lin­sen 2800, weihe Bohnen 1475, Viktoria- Erbsen geschält 2000, Vikwria-Erbsen un­geschält 1825, Burma-Reis II 2250, AuS- landSzucker 3450, Haferflocken 2150, Grau­pen 2200, Wiesenheu, lose, 800, Kleeheu, lose, 775, Haferstrvh 355, Roggenstroh 345, Wie­senheu, gepreßt, 825.

Spirituose,, bw dorthm verschickt werben, noch ihrer Qualität zu prüfen Er muh 3000 ver­schiedene Sorten kosten und unterziebt sich mit dieser schwierigen Arbeit, wie er erklärte, wirklich einem Martyrium.

Züricher Devisenmarkt.

17. 6.

ec. bte mtt v»kbwbrochartjgen Rege, be­gleitet Waren, nieder So wurden tw Felder zwitchen Raunheim und Rüsselsheim vollkommen ube schwemnu. >o dah z. B die ÄartDffdn zett- axifc mir mit der Spitze aus dem Waller hervvr- rugtai Auch die Stadt Mainz wurde von einem gewaltigen Regen heimaefucht, der aut den um- mögenden Feldern mancherlei Schaden angerichtet

Grund des Vertrauens in eine glück­liche Lösung in g-genfeiligem wohlwollenden Einvernehmen der zMachen beiden Regierungen bestehenden Schwierigkeiten.

Parlamentarische Krise in Rom.

Rom, 17. Juni. 4WTB.) Wie Stephaen mitteilt, herrscht infolge des Beschlusses der Mehrheit der f o - io l ist i s che n Partei, mit der Regierung zusammen zu arbeiten, in par­lamentarischen Kreisen eine gewisse Bewe­gung. Die Rechte, die Rationalisten, die Faszr- ften und Liberalen entschieden sich gegen die Zusammenarbeit mit den So­zialisten. während die katholische VoUS- partei und die Linksparteien, ausgenommen die Anhänger Giolittis, der Zulantmenarbeit mit den Seziallsten günstig gesinnt find.

Die Wahlen in Südiriand.

London. 17. Juni. lWTD.) Die gestern in 26 Orkschallen Südtrlcrnds stattgefundenen Wahlen für das vorläustge Parlament, welches auf den 1. Juli zuiammenberufen worchen ist. tind im Grvher. und Ganzen ruhig verlaufen. Das Ergebnis wird am Montag verkündet.

Der (Siebener S. E. von 1900 war auf den Rationalen leichtathleti- fchen Wettkämpfen des Eoblenzer Fuhball-Slnb 1 900 am gestrigen Sonntag durch E. Paulus, R. Fischer und A Wallenfels vertreten. Die starke Besetzung in sämtlichen Konkurrenzen stellte die Diehcner vor eine schwere Aufgabe, die sie gut lösten. Pau- [ u s blieb im DÄkuswerfen und Dreikamps mit 37,60 Meter pzw. 177 Punllen jedesmal

hinter bem Weister Steinbrenner- Frank­furt Zweiter. 3m Dreikamps erzielte

P. seine bisher höchste PunktzaHI mit den Lei­stungen Hochsprung 1,55 Meter, 37,60 Discus

und 100 Meter in 11,4 Sek. Fischer, der einen schlechten Start hatte, konnte sich über 100 Meter nicht plazieren, lief dagegen hinter dem be­kannten Gertz. Koblenz ein sehr gutes 300 Meter- Rennen in seiner bislang besten Zei» von 37p

Den 80. Geburtstag des Frankfurter Dichters Adolf 6t oltze feierte das Reue Theater mit der Aufführung zweier seiner Lokallchwänke und einem Gelegenheitsspiel,, in dem heimische Schauspieler in den Klängen ihrer Mundart dem beliebten Lokalpoeten eine Huldigung bar­boten. Der gutmütig freundliche Humor von .Dodgeschvsse" und ^Verspekuliert-, ihre einfach saubere Machart gefielen und amü­sierten und brachten dem anwesenden Dichter

Hochschulnachrichten.

50 Jahrc D. C. Am 18. Juni d. I. waren es 50 Jahre her, dah der V. C. (Qkrtretcr- Toiwentj-Derband der Turn erschuften auf Deut­schen Hochschulen gegru-tbet wirdc. Zu den alten schlagenden farbc. tragenden Verbänden auf Deutschlands Universitäten, Technischen Hoch­schulen und Bergakademien gehörend, ist cs sein historisches Derdienst, das Turnen und den Sport in die deutsche Studentenschaft cingesühr) und pflichtgemäh für seine Mitglieder neben den Prinzipien und Traditionen des alten ritterlichen, wahrhaften Burschentums gepflegt zu Haden. Sein zeitiger Bestand umfahr in 70 Turnerschasten auf reicksdeutschen HoHschulen rund zehntausend Mitglieder an Aktiven und Alten Herren. Dem­nächst wird er auch in Deutsch-Oesterreich Fuh fassen.

keinem Theaterstück der Welt schaden, trenn es spannend und echt theulermähig gebaut ist. Die Franzosen waren von früh an in solchen Vor­zügen dermise en seine Weister, und an einem Musterbeispiel, das durch die Erstauf­führung des Reuen Theaters zu neuem. Leben erweckt wurde, trat deutlich in Erscheinung, wie sehr Victorien Sardou, dec bielgefhielte Ver­treter des französischen Sittendramas, sein Pu­blikum zu packen verstand. Die Fabel in .Fedora ist mit äuherstem Efiektfinn ent­wickelt: wie ein zündender Kriminalroman hebt sie mit der Suche nach dem rätselhaften Mörder an, und im weiteren Verlaus hilft dem Anton seine glänzende Bühnentechnik neue Konflitl- möglichkeiten entstehen zu lasten. Frellich, wenn am Schluh die Fürstin dem Grafen, den sie liebt, gestehen muh, dah sie selbst jene Frau war, die ihn als den Mörder ihres ersten Geliebten vernichten wollte, wenn dann seine Tat tn reinerem Glanze erstrahlt und Fedora keinen anderen AuSweg weih, als Gift zu nehmen dann schmeckt das alles stark nach Rur"theater: man meint, einen lyrischen Tenor mit heldemnähigem Einschlag und die drama­tische Koloratursängerin, im Duett ä la Verdi vereint, Tiraden fingen zu hören und vermisst die Adisik! Aber hatten unsere Modernen, die sich so oft mit spitzfindigen Problemen ab­quälen, doch etwas von diesem bravourösen kräf­tigen Thcaterblut, das, mir für den Augenblick geboren, diesen auf seine Weise erschöpft I Gespielt wurde das Drama unter Robin Ro­berts Regie mit der nötigen Verve: Ernst Karchow alS Ipanoff und Leontine S a g a n, die Trägerin der Titelrolle, ernteten den Haupt- beifall, der dem akzentreichen Stücke auch jetzt noch zuteil wurde.

Datum: 16. Juni. 17. Juni.

Qtmftb -Rotterd 12309,55 12340,45 12484,85 12515,65 t ' 2596 75 'M OkKi RR 9ßKl M

Landwirtschaft.

Die Rotlaufseuch« der Schweine.

Bvn Dr. Stein, Amtsvcterinävarzt in Gtesten.

Die heihen Wochen des Monats Mai haben Wieber ein stärkeres Auftreten des gefürchteten, aber immer noch nicht hinreichend bekämpften Schweine- ivtläufs verursacht. Die Seuche ist eine durch Bazillen hervorgerufene schwere Entzündung des Magens, des Darmes und der (Hieren, die sehr oft unter Erscheinungen der allgemeinen Blutvergif­tung tätlich endet. In der Regel beginnt die Krank­heit plötzlich mit hohem Fieber, die Tiere liegen matt und teilnahmlos im Stall und verweigern jegliche Futtcraufnahme. Am zweiten oder dritten Tag des Krankseins treten dann gewöhnlich am Bauch, an her Unterbrufl, an der Innenseite der Hinterschenkel, am Halse und an den Ohren kupfer­rote bis blaurote Flecken auf, die allmählich zu- fammenflicf.eit und sich über den ganzen Körper verbreiten können. Der Tod erfolgt durch Herz- fchwäche und er kann plötzlich ohne Hautrötung innerhalb 24 Stunden ein treten. Es ist deshalb rat­sam. in der warmen Jahreszeit jede Erkrankung der Schweine im Zweifelfall für Rotlauf anzu- fprechrn uni) zur Vermeidung von Verlusten sofort butd; einen Tic ranzt den h änfen Tieren Heilserum einspritzen -u lassen. Richtiger ist es jedoch, die ÄDanfbeil überhaupt nicht zum Ausbruch kommen, sondern ihr Auftreten durch die Schutzimpfung be­kämpfen zu lasten. Diefe Schutzimpfung, die von jedem Tierarzt ausgeführt werden darf, stellt das ^rnzig wirksame Schutzmittel gegen die gefährliche Seuche dar. Die Impfung ist vor Eintritt der war­men Jahreszeit, spätestens jetzt vorzunehmen und kostet zur Zeil je nach Gröhe des Schweines 20 bis 30 HL. gewiß eine unbedeutende Ausgabe im Vergleich zu den Anschasfung-kosten der Schweine und der Futtermittel und im Vergleich -u dem Erlös an8 gemästeten Tieren.

Auch die leichtere Form des Rotlaufs die 'ogenarmten Backsteinblattern ist nicht ungefähr­lich und muh durch Impfung bekämpft werden. Die Dacksteinblattern gehen mitunter in die schwere Rotlaufertranlung über oder rufen Veränderungen an den Herzklappen hervor, fv dah die Schweine oft später einem schlagartigen Tod erliegen, nach- icm sie sich wochenlang scheinbar des besten Wohl- esindens erfreut haben.

Die Erreger des Rotlaufs finden fid) überall, efonbcrs aber in den Abgängen rotlaufkranker xhweinc. Die Bazillen bringen meist durch den Darrn, seltener durch die Haut m den Körper ge­sunder Schweine ein. Da die Erreger ziemlich widerstandsfähig sind, muh auher der Schuh- bzw. Heil'unpfung eine gründliche Reinigung und Des­infektion der Stallungen, bet Tröge, Wände und Fuhböden durchgeführt und muffen letztere beiden außerdem mit einem dicken Kalkanstrich versehen werden.

* Wie Edison Bewerbern auf den Zahn fühlt. Edison hat sich in letzter Zeit viel mit der Prüfung yon Bewerbern für bestimmte Berufe befchäftigt uni) eine grobe Anzahl von Fragen ausgearbeitet, die er denen vorlegt, die sich in seiner elätrischen Fabrik um einen Posten be» bemühen Er hat eine Liste von 149 Fragen auf­gestellt. die den Bewerbern vorgelegt werden, und es ist eine Fülle von indiskreten Dingen, mit denen er den Arbeitsuchenden auf den Zahn fühlt. Rur einige dieser Prüfungsfragen seien hier als Bei­spiel mitgeteilt: .Sic find ein Verkäufer, der sich besonders darum bemüht, von einem groben Kauf­mann, der ntÜ einer ungewöhnlich eifersüchtigen Frau rerheiratet ist, einen Auftrag zu bekommen. Ernes Abends sehen Sie diesen zukünftigen Kunden mit einer Schauspielerin in einem Restaurant dinieren Was würden Sie dann tun? Was ist der llnterschied zwischen Erfindung und Snt- t'edung? Welch«- ist die grohte Stadt von Südamerika? Was sind Leukozyten? Darum werden Kanarienvögel in Kohlenbergwerken ver­wendet? Welche drei Buchstaben kommen am häufigsten m der englischen Sprache vor? Die können Sie wissenschafilich beweisen, bab die Erde sich dreht? Ein Goldschmied, der Gold braucht, schmilzt amerikanische Goldmünzen ein. Das hal­ten Sie von dieser Handlung? Das ist der Un­terschied zwischen Weibern und braunem Zucker? Franken, War! und andere fremde Dährungen sind nur einen Bruchteil ihres früheren Deptes in amerikanischem Geld wert Ist das ein Dorteil für Amerika?"

' Das WarthriumderWeinprvbe. Welch angenehme Gefühle erweckt in uns der Gedanke an eine Deinprvbe, deren behagliche Frcuden uns in Genrebildern so anschaulich ge- schildcrt werden. Aber wenn diese Deinprvbe bernss mäßig aus geführt werden muß, dann ist fic eine schwere Arbeit, ja gereüazu ein Mar­tyrium. Bon den Qualen des Weinkostens er­zählt R. L. Guibert, ein hervorragender Sach­verständiger für Weine und Spirituosen, der sich augenblicklich in Paris befindet und dort den größten Teil feiner Tage mit dem Aus probier en der feinsten französischen Gewächse verbringt. .Es

Dermischtee.

Stoppellauf eines Lloyb-Dampfers.

Danzig, 17. Juni. (WTB.) Aus der Schi­chauwerft ist 'heute der für Rechnung des Rord- deutfchen Lloyd erbaute Perfon en- und Frachtdampfer .Columbus" vom Stapel ge­laufen. Der Feier wohnten auber den Leitern des Rcrddcutfchen Lloyd die Vertreter des Dan­ziger Senat- unter .Führung des Präsidenten Sahm und der technischen Hochsch'ile bei. Der Präsident des Rorddeutschen Lloyd Heineken wurde gestern von der technischen F chschule zum Ehrendoktor ernannt. Beim Ablauf erreichte we­gen des verhältnisrnäbig schmalen Wassers do­st ark gebremste Schill sein Element nur mit etwa einem Drittel seiner Länge. Mit hydraulischem Druck .mb Schlepper Hilfe ürird am 3 atoaf (er­bringen gearbeitet.

DaS Hamburger Schiffsunglück.

Jamburg, 17. Juni. (WTB.) Die Zahl der Opfer bei dem Untergang des Dampfers .Avoro" ist noch immer nicht feftgeflcllt. Weitere Leichen wurden bisher nicht geborgen. Die Rettungsarbei­ten mußten heute mittag vorläufig eingestellt wer­den, da doS Schiss so tief im Wasser liegt, bab man an bic Räume ber Steucrborbseile nicht heran kann. Wahrscheinlich muß der Dampfer zu diesem Zwecke etwas ausgerichtct werden. Reben einer größeren Anzahl von Werftarbeitern und sonstigen auf dem Schiff tätigen Leuten waren zur Zeit deS Unfalls von ber 150 Mann starken brasilianischen Besatzung etwa 100 an Bord. Davon meldeten sich bis mittags nur 75 bei dem brasilianischen ®ene- rallonsulat. Ob die fehlenden 25 bis 30 Brasilianer ertrunken sind oder sich in den Krankenhäusern befinden, ist noch nicht sestgestellt. Der Kapitän des Schifies, Brade, ist bei dein Unglück schwer verletzt worden und ist vorläufig noch nicht ver­nehmungsfähig. Außer ihm wurden der erste und zweite Offizier und ber erste Maschinist gerettet. Der zweite Maschinist wird Dermibt

Anarchistisches Attentat tn Montevideo.

Paris, 19. Juni. (WTB ) Rach einer Hovasmeldung aus Montevideo wurde wäh­lend der Predigt in der Kathedrale auf den Erz­bischof Aragone ein Attentat durch einen jungen Mann namens Herero verübt. Der Attentäter gab 5 Revvlvcrfchüsse aus den Priester ab und verletzte ihn leicht. Die Menge ver­suchte ihn zu lynchen. Herera ist Redakteur dec anarchistischen Zeitung ^Da­ta i 11 e.

mc. Zur S e t re td e u m lag e hielten die Vertreter der nachverzeichncten kandwirtschaft- lichen Organisationen aus dem Rhein-Mainischen Dirtscha tsg?^iet: HessischerBau ernbunb. Hessischer Bauernverein. Bezirksbauern- schaft für Aallau und den KreiS Wetzlar, Kur- hessischer Landbund, Scurhessischer Bauernverein Sitz Fulda, Oberhellilcher Landbund und Freie Bmiernschaft dec Pfalz m Frankfurt eine Besprechung ab, wobei einmütig und einstimmig jede Vorlage über die ZWangSbe- wirtschastung deS Getreides abge­lehnt wird Sie fordern, daß die verantwvri- lichen Volksvertreter jede diesbezügliche Gesetzes- Vorlage ohne Debatte verwerfen und machen die .Regierung darauf aufmerksam, auf die entschlof- fenc Stimmung in ländlichen Kreisen und ebenso auf die Tatfache, bab die Bauern gewillt find, einer neuen Umlage unter allen Umstän­den Widerstand zu leisten.

hat.

mc. F r a n k s u r t a. M., 18. Juni. Zu einer gewaltigen Scundgebung wurde der vom Schuferfchen Männer chor in der Fest hatte veran­staltete n g c r ta g, zu dem rund 20 Gesang­vereine mit 1800 Sängern aus Mainz, Wiesbaden Wanliheim, Darmstadt, Karlsruhe. Heidelberg ufw. gekommen waren Schon die Begrühungsfcier am Vorabend und das Morgenkonzeri im Palmen- garten zeigten die kulturelle Bedeutung des Män- nergesange?. ein Eindruck, der noch vertieft wurde in dem gewaltigen Mosscnkonzert am Rachmittag in her Fest Halle, dem viele Tausende von Zu­hörern beiwohnten.

fpd. H e r s s e l d, 18 Juni. Bei den Aus­grabungen in der StistSkirche fand man drei gut erhaltene Sarkophage aus dem achten und neunten Jahrhundert. In einem Sarkophage lag ein Skelett. Die Funde werden oan hiesigen Museum überwiesen.

Fulda, 17. Zuni. ©in Zusammenstob zwcicrAutomobile, die sich in voller Fahrt befanden, erfolgte heute mittag kurz vor ein Ubr am GeicÄhavs Das Automobil einer hiesigen Firma wurde dabei erheblich beschädigt. Die In- safien blieben unverletzt. .

(In einem Teil ber Auflage wiederholt.)

Großes Rllgerneininterreffe im Haag.

London, 17. Juni (WTB.) Rerter meldet aus dem Haag, es inerte als bezeichnend >rnd be­friedigend ang.s.hen, daß nicht ein Staat den Wunsch -am Ausdruck gebracht habe, i n der Kommissionnichtvertreten zu sein. Dos Interesse, das an den Beratungen der Äon* serenz gezeigt werde, sei allgemein sehr grob.

Poiucare in London.

London, 17. Juni. (WTB.) Po incard ist mit seiner Gattin kurz vor 11 Ubr gestern abend in London eingetroffen. Lloyd Georg, der an einem Essen zu Ehren des Krvnpiinzen von Schwöen t.i nahm, war auf dem Bahnhof durch seinen Prwatsekretär Edward Grigg vertreten. DieTimes" begrübt Poin- core als Vertreter des England am nächsten stehenden alliierten Landes. .Daily Tele­grap h" bittet Pci icarß in einem sehr herz­lichen Leitartikel, die Versicherung entgegen- zunehmen, daß diedritische Freundschaft für Frankreich von jeber Extravaganz der kritischen Frage bet dem hierdurch erzeugten I Grolle auf andere Rationen unberührt bliebe. I Dazu sei die Freundschaft zu wohlgegründet und zu dauernd, das brittsche Volk begrüße die An­wesenheit Poincares in seiner Mitte alS neuen

uni) das Futter von zwei Wiesen, für den Ziegenbock 2000 Mk. und bas Futter von einer Wiese, und für den Eber 7300 Mk. jährliche Entschädigung den Faselhallern bewilligt. ES wx mich anerkannt werden, daß die Gemeinde 14. Platz.