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«tt Itufcn unb ®eM<4 geloben wurden. 3n etaer 2lnsprache toürbigte der Provinzial- blre 11 o c düs Unternehmen und hob hervor, bad der Aufbau des Vaterlandes in dec Familie beginnen müsse. Sparsame Verwendung und volle, verständige Ausnützung der vorhandenen Mittel sei heute nötiger denn je. Die Gemeinden möch- len solchen Unternehmen im Interesse d?s Heran­wachsenden Geschlechts ihre warme Fürsorge nicht versagen. Gemeinsame Lieder beschlossen die Feier.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld. 16. Dez. Der Rechnung S- abfchlutz der 7 00 - Jahr s e i e c der Stadt Als selb ergab, datz die Gesamlein- nahmen der Feier lohne Jubiläumsausstellung) sich aus 162 945,20 Mars, die Gesamtausgaben sich aus 153 128.40 Marl beliefen, so das) ein Lleder- schütz von 4816.80 Mack verblieb Hierzu kommen nachträglich noch einige Einnahmen aus Fest­schriften- und Festabzeichen-Veckaus, so datz man mit einer Erhöhung dieses Llederschusses auf etwa 6500 Mark, rechnen Fann. Aus dem Iubiläums- auSstrllungS-ülnte^n hmen ve.blieben nach Abzug aller Ausgaben etwa 32 000 Mark. Der AuZ- ftellungS-Aiusschuh hat dem Hauptausschuh Vor- geschlagen, hieraus solgente Zuwendungen zu machen: Dem Ortsgewerle^rein für Zwecke der ülnterhaltung des Dewerbeschulgebäudes 10 002 Mark, dem örtlichen Kciegecte ikmallondS 10 00? Mark, dem Kaufmännischen und dem Detaillisten, verein zusammen 5000 Mark (je 2500 Mark), so datz noch etwa 5000 bis 7000 Mark verbleiben. Zusammen mit dem Lieberschutz von 6500 Mark aus der Zubiläumsseier verbleiben also noch 11 000 bis 13000 Mack. Die Versammlung be- schlotz, hiervon 5000 Mark dem hier bestehenden Ldrsschutz derNolhilse", den Rest dem örtlichen Kciegerdenkmalfonds zu überweisen. Beigeocd- mretec Dogeley stellte fest, dah bei dieser Ab- rechnurrg alle Vorschüsse, die die Stadt dem Ge­samtunternehmen der Zu^elfeier oder Teilen des­selben geleistet hat, vollständig ^ucückbezahlt sind, so dah also dec Stadt durch dte Jubiläumsfeier keinerlei finanzielle Opfer erwachsen sind: alle Ausgaben lind durch die Ginnahmen glatt gedeckt worden. Lieber daS nebenherlaufende Rotgeld- Llnternehmen der Stadt mache Bürgermeister Dr. V ö l f i n g noch einige Angaben. Das finan­zielle Gndergebnis ist zwar noch nicht ganz zu uberschen, da noch Bestände teils fest, teils in Kommission abgegeben sind, doch kann auch hier mit einem Lieberschutz (schätzungsweise 30 000 Mk.) gerechnet werden. Weiterhin beschlotz der Aus­schuh. die von der Jubiläumsfeier noch verblie­benen 299 Festschriften" und 350 Führer durch Alsfeld" dem Geschichts- und Alterdumsvecein kostenlos zu überlassen, damit er die daraus er­lösten Mittel für die Zwecke des Museums ver- wende.

* Brauerschwend, 15 D^z Der Deutsch- Amerikaner Wilhelm D u h, dessen F au von hiec stammt, hatte urserer Gemeinde 15 002 Mk. zur Deschaff ung neuer Kirchen glocken an Stelle dec im Kriege abgelieferten gestiftet D'.e hierzu weiter benötigten Geldmittel brachten Kicchenvorstand und Kirchengemeindevertretung durch eine Sammlung in den Gemeinden Bvauerschwend und Renzendorf auf, bei der die Landwirte auf den Morgen 1 Pfund Frucht gaben, manche auch mehr, dte Arbeiter und Beamten aber etwa einen Tagesverdienst zur Verfügung stellten. Diese Sammlung brachte soviel ein, datz nicht nur die Glocken, für die noch 140 002 Mark auszubringen waren, sondern auch dec Rest der Kosten deS Kriegerdenkmals, dessen Ausstellung im Frühjahr erfolgen soll, bezahlt werden kann. Lind dann bleibt immer noch ein Liederschatz von etwa 150 020 Mark, über dessen Verwendung nächstens beraten werden soll. Die neuen Glocken, von der Firma F W Rincker in Sinn geliefert, wurden am Sonntag in feierlicher Weise geweiht und ihrem Dienst übergeben.

Kreis Schotten.

K. MSchotten, 16. Dez. Daß auch noch kleinere, angenehm gelegene Jagden zu sehr billigen Preisen zu haben sind, zeigt die Pachterhöhung der Gemeindejagd Michelbach. Der Gemeinderat überlief) dem seitherigen Pächter, Rechner Stang dahier, die Jagd (seither 800 Mark) für die diesjäh­rige Pachtsumme von 16 000 Mk. Am folgen­den Tage betrug die Strecke schon bei der erften Treibjagd drei Rehe und 15 Hafen.

Kreis Büdingen.

Büdingen, IS. Dez. Das KreiSamt als Berufungsinstanz hat die Handertsätze dec Mietzuschläge für die Stadt Bü­dingen wie folgt festgesetzt: Für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September 525 Pcvz. (davon für die Zinssteigerung 15 Proz., für die Betriebskosten 65 Pcoz., für die laufenden Instandsetzungs­arbeiten 325 Proz., für die grohen Instand- sehungSarbeiten 120 Proz.): für die Zeit vom 1 bis 31. Oktober 650 Proz. (davon 15 bzw 75 bzw. 400 bzw. 160 Pcoz ): für die Zeit vom 1. Rovember bis auf weiteres 820 Prvz. (davon 15 bzw. 100 bzw. 450 bzw. 235 Proz.).

Kreis Friedberg.

Sf. Friedberg. 14. Dez. Zu^Btzginn dec heutigen Stadtverordnetensitzung gab der Stadtverordnete Kurtz namens dec knutsch» nationalen Fraktion eine Grkläcung ab, in rccLfer sie dem Beigeordneten Leuchtgens ihr volles Vertrauen ausspricht und sich für den Inhalt der 'während der Wahlagitation erschienenen Flug­blätter verantwortlich erklärt. Die städtischen Weidenanlagen, die an die Blindenanstalt vex- Pachtet sind, ergaben im vergangenen Jahre eine Reineinnahme von 800 000 Mk. Die Anlagen sollen um 2000 Quadratmeter Vergröbert werden. Die Sähe für die ErMerbslo'enfürsorge sollen auf den Stand der Reichssähe erhöht werden. Die dritte Periode dec Quäkerspeisung

Turnen, Sport und Spiel.

* Dad-Rauheim, 16. Dez. Eine hier abgehaltene Tagung dec Vorsitzenden in 5 Be­zirk des Tucngaues Hessen beschlotz, das Bezirksgerätewetturnen 1923 i n März i i 2a n g Göns und das volkstümliche Bestckswettur .un in ©rüningen abzu;alt>n. 3m Januar sindet eine autzerplanmähige Dezirksvocturnerstunde in Da d-Ra u heim statt, wo ei hauptsäh ich das volkstümliche Turnen gepflegt werden soll. Zur Llnterweisung in diesem alten Z we g r des deut­schen Tu mens stehen jetzt zwei Dezirksspo.twar c (erster Fritz Gries-Dad-Rauheim, zwe ter H. Gabler- Fcked erg) zu.- De.sügunf, &e in d r vorletzten Vorturner stunde durch Wahl bestimmt worden sind.

tarn durch reichliche LedenSmittelvorrüte dis Mm März ausgedehnt werden: die Stadt verpflichtet sich die Transportkosten der Lebensmittel von Hamburg aas zu übernehmen. Rach dem Be­richte be$ Kreisarztes ist dec Gesundheits­zustand der Schuljugend dem einer Drvtz- stadt gleichyustelien. SS sollen 19 neue Gas­messer zum Preise von 580 000 Mk. angeschafft werden. Die Grund- und Gewerbe­steuer für 1922 wird auf 3 Prvz. für Gebäude, 5 Prvz. für Gewerbe und 10 Pcvz. für Land­wirtschaft auf 100 Mk. Steuer kapital festgesetzt. Bei einer Aussprache über die Verteilung der AlterShilfe entspirmt sich ein Wortwechsel zwischen den Beigeordneten Leuchtgens und Windecker. Da dieser bald auf persönliches Gebiet übergehl, terlaffen die Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei unter Protest den ©aal Die auf dec Tagesordnung angeletzte ge­heime Sitzung muhte deshalb ausfallen und soll heute stattfinden.

Pohl - Göns, 15. Dez. Der unter Lei­tung des Pfarrers stehende Wohlfahrt s- auS schütz beschlotz, für die Hess. Rothilfe keine besondere Naturaliensammlung mehr zu veran­stalten, da schon für verschiedene Anstalten ge­sammelt worden war und der hiesige Bauernbund noch einmal etwa 50 Zentner Kartoffeln für Kleinrentner usw. zur Verfügung stellte. Dagegen wurde eine Geldsammlung (Hiuskollekte) für die Hess. Nothilfe veranstaltet, welche den Betrag von 16 3 82 M k. ergab.

Starkenburg und Rheinhessen.

* Darmstadt, 17. Dez. Die hiesigen Schuhwarenhändler haben der Darm­städter Rothilfe Schuhwaren im Werte von 1 Million Mark kostenlos Überlassen.

Vermischtes.

Berlins Finanznot. Sie Wirkung der Spar- matznahmen.

Berlin. 16. Dez. Rach einem Lieberblick über den Berliner städtischen Haus­halt nach dem Stande von Ende November sind die ursprünglich auf 5 Milliarden vorgesehenen Ausgaben bis zum 30. Rovember auf 35,5 Mil­liarden angewachsen. Die Einnahmen erreichen 28,7 Milliarden, während seinerzeit mit 5 Mil­liarden gerechnet worden war. Besonders die der Geldentwertung sich schnell anpassenden Lustbar­keitssteuern bringen sehr viel höhere Beträge als erwartet wurde. Das Gesamtdefizit beträgt 72 5 2 Millionen. Auch bei der Annahme ber vom Magistrat vorgeschlagenen Sonderabgaben der städtrschen Wecke bleiben fast 3 Milliar - den ungedeckt. Die Spacmatznahmen des Magistrats haben auf dem Gebiete des Per­sonalabbaues sehr beachtenswerte Erfolge gezeitigt. Vom 1. April bis Ende Dezember, also binnen 3/4 Jahren, werden rund 5220 Hilfskräfte die städtischen Bureaus verlassen haben. Der Stadthaushalt wird dadurch nach dem gegenwär­tigen Stande der Vergütungssähe um jährlich 2610 Millionen Personalausgaben entlastet. Wei­tere Entlassungen sollen zu dem künftigen Kün­digungstermin folgen. Reben einem Revisions- ausschutz, dessen Tätigkeit sich lediglich auf den systematischen Abbau Der Hilfskräfte beschränkt, ist die Dereinfachungskommifsion feit Ende Oktober damit beschäftigt, die Auswirkung der von ihr aufgestellten Richtlinien in jeder einzelnen Dienst­stelle festzustellen und die Zahl der unbedingt nötigen Arbeitspensen zu ermitteln. Sie habe bisher bet der Kürze der Zeit erst einen Teil der zentralen Dienststellen nachprüfen können, immerhin aber schon etwa 600 Arbeitsplätze be­seitigt. Das bedeutet allein eine Personalkosten­ersparnis von rund 362 Millionen im Jahre, abgesehen von der nicht zu unterschätzenden Ver­minderung der sachlichen Kosten.

Gefangenenrevoltr.

Berlin, 16. Dez. Im Hamburger StrafgefängnisFuhlSbüttel über­fielen vier Strafgefangene einen Wächter und zogen ihm die Uniform aus. Einer der Gefangenen zog sich die Uniform an und Überfiel mit seinen drei Komplizen auf dem Gefängnishof den Ordnungspvsten, den sie knebelten und halbtot prügelten. Die Sträf­linge nahmen ihm das Gewehr ab und versuch­ten mit einer Leiter die Mauer zu überfteigen. Ein zufällig auf der anderen Seite der Mauer befindlicher Inspektor schotz aus seinem Dienftrevvlder auf die Flüchtlinge und trieb sie in den Gefängnishof zurück, wo es gelang, alle vier wieder zu ergreifen.

i Eine geheimnisvolle Affäre.

D e r l i n, 16. Dez. (Wolff.) Gestern abend wurde der 33jährige GutSpächter Frick vom Gute Rahnsdorf in feinem Schlafzimmer mit einem Schuh in ber linken Schläfe tot

auf gefunden. Die Gattin Fricks und der GutsinfpektorH. wurden nach dem Poli­zeipräsidium in Berlin gebracht, da die Ange­legenheit noch der Aufklärung bedarf.

Für 120 Millionen Mark Pelze gestohlen.

Berlin, 17. Dez. AuS einem groben Pelz- haus in der Friedrichs!ratze stahlen Einbrecher für 120Millionen MarkPelze und Felle. Dom Wiederaufbau der deutschen Handels­flotte.

Hamburg, 16. Dez. (WTB.) Heute nach­mittag liefen für dte Hamburg-Amerila-Linie der 8000 Tonnen grotze Frachtdampfer ,W a S g e n - Wald" und dec Doppelschraubendampfer »Al­be r t D a l l i n" mit einem Raumgchall von 22 020 Bruttoregistertonnen vom Stapel. Dieses Schiff soll mit einer vollständig neuartigen Schlin- gerdärnpfungsanlage ausgerüstet werden. Für die Deutsche Dampfschiffahrtsgesellfchaft »Kosmos" wurde der 6000 Tonnen grobe für Wesiküstenfahrt bestimmte Fcachtdampfer .Gee­st r i s" und für die Bugsier-Reederei und Ber- gungs-A.-G. der Doppelschcaubenmotor-Seeschlep- per und B^rgungsdampfer .Hermes" ins Wasser gelassen. Dieses wird das grvhte Schifs seiner Art in Deutschland sein.

Im Wirbelsturm in der Ostsee umgekommen.

Königsberg, 16. Dez. (Wolff.) Das der hiesigen Kohlenimport-Aktiengesellschaft gehörige MotorschiffElsbeth-, das stän­dig in Der FahrtGotlandKönigsberg beschäf­tigt wird, geriet auf der Höhe von Brüsterort in einen schweren Wirbelsturm. DaS Schiff muhte in sinkendem Zustand von der Mannschaft in zwei Booten verlassen wer­den. Eines davon hat sich 20 Stunden lang an der kurischen Rehrung entlang treibend auf See gehalten, bis es in der Brandung schei­terte. Der aus Königsberg stammende Schiffsjunge wurde m der Rähe von Ridden an Land gespült. Er überbrachte die Rachricht von dem Unglück. Bon dem anderen Doot fehlt bisher jede Nachricht. Wie dasMemeler Dampfboot" hierzu noch meldet, befanden sich in dem an der kurischen Nehrung gesunkenen Rettungsboot sechs Mann der Besatzung. Fünf davon, darunter der Kapitän und der erste Maschinist, ertranken, der Schiffs- unge rettete sich. 3m zweiten Doot befanden ich ebenfalls sechs Mann. Ein Memeler Lot­endampfer, der den Ort des Unglücks ab- uchte, fand keine Spur vondemzwei- t e n D o o t.

Ein Hofpitalfchiff auf hoher See verbrannt.

Konstantinopel, 16. Dez. (Havas.) Ein Hofpitalschiff befand sich auf dem Wege von Toulon nach Konstantinopel, südlich von San Stefano, wo es morgens um sechs Uhr i n B r a n d gerietundzer stört wurde. Die Ursachen des Brandes find noch nicht bekannt. Ein amerika­nisches Torpedoboot leistete dem Schiff Hilfe und nahm die Schiffbrüchigen auf, um sie nach Kon­stantinopel yu bringen. Dis jetzt zählt man vier­zehn Vermißte, darunter drei Frauen und Drei Kinder. Ein englischer Torpedojäger unter­stützte daS amerikanische Schiff und nahm eben­falls eine Anzahl Schiffbrüchiger auf.

Handel.

Berlin, 16 Dez. Die kn Reuhork an der Rachtzörse eingct etene Besserung des Macllucses und die wider Erwarten gemäßigte Kammerrede Poincacss bewickle am Devisenmarkt eine weitere P e ssenkung. so dah Auszahlung Reuyork vor­mittags bis 6250 zu ückging und schließlich amtlich mit 6350 als Mittelkurs notiert wurde. Die Stimmung war bei etwas gröberen Um'ähen als biö'.e: ziemlich nervös und unsicher. F ir Effekten toa.cn seitens dec nur in geringer Zahl anwesen­den Händler überwiegend Briefkurse zu hören.

Markte.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 16. Dez. Wegen des Rückganges am Devisenmarkt war dir Stimmung im Pco- inillenderkehr bei stä k.w weichndm Preisen matt. Seitens dec Käufer hrrrschte allgemein Zurück- hailung: zumal für We zm dir Weltmarktparität bei k-em heutigen hvilindifchrn GulLenlucs bereits annähernd erreicht ist. Für Gerste, Hafer und Mais sowie die anderen Artikel zeigte sich auf dem ermäßigten Preis stände fast ke ne Kauflust. Für Roggen war diese etwas vorhanden, weshalb auch die Preise sich besser behaupten konnten. Weizen, märlich?» 14 702 bis 14 430 Mk. (flau), Roggen, märkischen 13 322 bis 12 920 bis 13 000 Mark, pommersch n 13 150 bis 12 850 Mk (flau), Sommergerste, märkisch? 11 822 bis 12 800 Mk. (matter). Mais, La Plata, loco Berlin 13 400 bis 13 303 Mk., toaggonftei Hamburg 12 700 bis 12 500 Ma k. Weizenmehl (102 Kilo) 42 000 bis 44 500 Ma k (flau, schwächer), Roggenmehl (102 Kilo), 36 000 bis 39 000 Mk. (matt), Weizenkleie 7500 bis 7800 Mk. (schwächer). Roggenkleie 7800 bis 8000 Mark. Raps 23 000 bis 24 000 Mk. (schwächer), Rüb en 26 020 bis 28 000 Mk., Leinsaat 26 000 bis 28 000 Mk., Vittoriaerbsen 23 000 bis 25 002 Mark. Acketibohnen 24 022 bis 26 000 Mk, Wicken 15 030 b s 16 000 Mk., Lupinen, blau 19 000 bis 21 030 Mk., Se adella. alt 30000 bis 37002 Mk.. Rapskuchen 9032 bis 9200 Mk., Tcvckensch.nitzel 6000 Mk Rauhfutter: Weizen- und Roggenstrvh, drahtgeb. 6200 bis 6500 Mk., Hafecstroh. dcaht- gep etzt 6203 bis 6500 Mk., Stroh, strohseilge- oündelt 5600 bis 6202 Mk.. Wiesenheu. gut, ge­sund und trocken, Vocmahd 5502 bis 5830 Mk., Rachmahd 5200 bis 5420 Mk. (Soweit kein an- de es Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kilo.)

HiWrtifd).

V oetheka lender auf da s Jahr 192 3. Begründet von Otto HuliuS Dierbaunr, fortgesetzt von Earl Schüddekops, bcnauSgegcbcn von Dr. Karl Heinemann. Mit 8 Tafeln. (Diete- richsche Verlagsbuchhandlung, Leipzig.)

Ma cgarete Windthorft, Die Tau-Streicherin. Roman. (Berlin, G.Gcvt^ Sammlung von Werken zeitgenösfifchec Schrift­steller.) Die Verfasserin behandelt das zurück­gezogene Leben westfälischer Bauern, und ihr Hsld ist ein innerlich empfindender Mann beson­derer Art, dessen Schicksal In Schuld, Ehe und Liebe biS zum Ende fesselt.

Cha rlo11« Riese: Tilo Brand und seine Zeit. Verlag Fr. Wish. Gninow, Leipzig. In die Zeit der schweren Kämpfe Schleswig-Holsteins gegen die Raubgier der Dänen führt uns in diesem ungemein packenden Roman die bekannte Schriftstellerin. In raschem Flutz schreitet die Handlung fort, die geschichtliche Vorgänge in geschmackvollem Stil toteie gibt DaS Werk ist ein erhabenes Denkmal deutscher Treue und Vaterlandsliebe.

D. H. Lawrence: DerReaenbogeN Lieberseht von F. Franzius, Insel-Verlag, Leip­zig. - Der bekannte englische Autor führt den Leser in diesem umfangreichen Roman duich drer Generationen einer Familie. Richt allein die äutzeren Geschehnisse erlebt man mit, sondern der hohe Wert des BuchÄ liegt In der autzervrdent- lich sorgfältigen Schilderung der zachlreichen Cha­raktere. Alle Regungen und Gefühle des mensch­lichen Herzens, alle Triebe der Loidenschaft be­leuchtet der erfahrene Psychologe mit rückhalt­losem Freimut. In diesem Sinne kann man den Roman ein Werk der Menschenkunde nennen. Die Liebertragung ins Deutsche 'bat den packenden Stil nicht beeinträchtigt.

Victor Auburtin, Gin GlaS mit Goldfischen. Verlag von Albert Langen in Münchm. Dies »Glas mit Goldfischen" enthält wirklich Dinge, die hübsch und zierlich sind wie Goldfische: seine literarische Rippsacben, nach Sprache, Klang und Ton vollendete Kunstwerke. Es find geistsprühende Skizzen und nachdenkliche Betrachtungen von besonderer Act: Episoden auS dem Leben, aus der Natur: moralische Stücke, Lpvetlsche Intermezzi, Symbolisches: Landschaft­liches.

Dergstelgerbrevier von Dr. A Dreher. Eine 'Blütenlefe au3 den Wecken alpi­ner Dichtkunst und Erfahrungsweisheit. Mir 12 Vollbildern. (Verlag Parcus u. Co., München.)

Scha ffende, Novelle von Gertrud P r e 11 w i tz. (Maien-Veclaa Obe.hvf im Thür- ingerwald.) Die Geschichte einer Liebe mit lebendiger Erkenntnis ih.ec Wurzeln in dec Schaffenskraft der Erde" ist unterhaltsam und eindringlich zugleich.

H. M. Netto: H e r b ft. 3m Sibyllen- Verlag zu Dresden. Ein Buch, das vom Leid der Liebe, die sich erst spät verriet, ein traurig Lied zu fingen weih. Gin Buch, das für Stunden die Trostlosigkeit der Zeit vergessen läßt. Die ein­fach?, dabei spannende Handlung gewinnt ihren Wert durch die Kunst dec eigenartigen Darstel­lung. Der Roman bildet eine glänzende Misching von buntem abenteuerlichen Geschehen und dich­terischen Schönheiten.

Das Erstlingswerk Sven He­di n S, »M eine erste Reise" wird durch den Dcockhausschen Verlag in Leipzig in drem der bekannten kleinen Reiiebüch?c Volk und fügend nähergebracht. Als Einundzwanzigjähriger reifte Sven Hedrn durch Rutzland und Persien bis zum arabischen Meerbusen. Seine packenden Schilde­rungen sind begleitet von Nachbildungen verschie­dener OriginalzeichTrungen Hedins und Sven Hedi» ist ein Freund Deutschlands _ einem Auf­ruf an die deutsche: Jugend.

Dr. Rudolf Eisler, F. Iller- Lyer als Soziolog und Kulturphilo­soph. (Verlag von Albert Langen in München.)

Dr. Rob. Stäger, Hinan und Hin­aus. Pflanzengeographisch? Wanderun-'er. Mit 12 Kopfleisten und Vignetten nach Federzeich­nungen von A. Reckziegel und W. Stägec und einem farbigen Llmschfagbild von W. Planck. (Rascher u. Cie. 21.-®., Verlag, Leipzig.)

Friede, v. Tschudi, Tierleben 6er A1 penwe11. Dritter Teil: Die 2llpen- tegion II. Mit Anmerkungen von Prof. Dr. F. Zschokke und 5 Fd>erzeichnunaen von Karl Sollet. (Leipzig, Rascher u. Cie.)

(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Aktive Stellungnahme der amerikanischen Regiernnq in der

Reparationsfrage?

Paris, 16. Dez. (WTB.) Eine HavaS» melbung aus Neuyork besagt, der Korrespondent dec ^Consolidated Pcetz Association", des er Nach­richten im allgemeinen aus guten Quellen stam­men, kündigt an, da tz d i e Vereinigten Staaten die interalliierten S chu t- den auf eine gewisse Zeit, ja viel­leicht für immer annullieren woll­ten. Die Entscheidung teerte von der An­strengung abhängen, die der Schuldner mache, um die Hauptschuld zu bezahlen. Diese Annullierung verstehe sich nur unte. der Be­dingung, datz die Alliierten sich über den Betrag der deutschen Repara­tionsschulden einigten. Die amerikani­schen Sachvecständigen seien der Ansicht, dah dieser Betrag 12 Milliarden Dollar sein müsse mit einer jähr!ichen Za h 1 ung von 500 Millionen Go 1 dmack. Erne andere Bedingung sei die HerabsehunA der euro­päischen Heere. Erst dann tourten sich die amerikanischen Bankiers bereit zeigen, sich an einer internationalen An leihe zu be­teiligen, die Deutschland gestatten würde, seine Finanzen zu stabilisieren.

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