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Partei in den wirtschaftlichen Kämpfen eine Der -1 Steigerung der Schlachtviehpreise gezwungen, die lehung der Deamtenpflichten darstelle.' Verlaufspreise erhöhen zu nlüssen. Man sieht

üc die Reichsbeamten, Pensionäre. Diä-

a

3. Name des Vorsitzenden:

4. Dereinslokal:

Unterschrift:

tafiter HnaO die Neutralität oder gar eine wird uns t>on sach^nn'ische? Se?t geschrieben^ Sympathiekundgebung zu Gunsten einer streikenden s Die hiesige Fleischer-Innung war infolge weiterer

mit und sein

die die 31

statt. Jedenfalls wird vorher im Benehmen allen zuständigen Stellen geprüft, wo Tarif- Portoerhöhungen möglich und einträglich können.

Erregung so hoch gingen, wie bet der gestern hier stattgefundenen, haben wir noch nicht gehabt. hiesige Ortsgruppe des Bauernbundes hatte be- schlojsen, von der seitherigen ungeheueren Preis­stufe des Brennholzes herabzugehen und für vier Raummeter nur den Betrag von 500 Mark zu zahlen, dabei aber sich verpflichtet, daß jedem Steigerer mir 4 Raummeter zugemessen würden. Aber diese Abmachung wurde durch andere Stei-

2. Zweck (Bildungr-, GeselligKeits-, Sport-. WohltStia- Keits. u. s.f.-Derein):

Millionen Mark bereits an die Repava- tionskommisfion geleistet worden. Damit ist die achte Zahlung erfolgt. Der Gesamt- betrag der bisherigen Dekadenzahlungen bcläutzst sich auf 243 Millionen Goldmark und überschreitLt Len in Cannes in Aussicht genommenen Betrag der Barzahlungen von 720 Millionen GoldmarL jährlich wesentlich, denn diese Dekadenzahlungen werden für das ganze Zahr rund 1100 Millionen ausmachen. Wie das Blatt weiter bemerkt, haben die bisherigen Dekadenzahlungen ein rapides und für das ganze Wirtschaftsleben Deutschlands kata­strophales Sinken der Mark zur Folge gehabt.

Berlin, 17. März. Rachdem die Ver­handlungen mit den im Reichsdienst beschäftigten Arbeiterorganisationen über die Reuregelung der Löhne beendet sind und zu dem nach seinem wesentlichen Inhalt bereits mitgeteilten Ergeb­nis geführt haben, läht sich der Mehraufwand schätzungsweise übersehen, der dem Reiche durch die Erhöhung der Bezüge seiner Beamten, Ange­stellten und Arbeiter erwächst. Rach überschläg­licher Berechnung ergeben sich folgende neuen Belastungen:

hat, die bisher wegen ihrer völliger, Bedeutungs­losigkeit uicheachtel blieben. Sie bettreffen nur die Pferdeaushcbung und die Gestellung von Vor­spann bei Einquartierungen, haben arber mit dem Mannschaftsersatz und der Mobilmachung der Mannschaften nicht das geringste zu tun.

Schlüsse betont der Minister in der Verordnung, dah alle Anordnungen über den Einsatz und bas Wirken der Polizei, sowie über die Pflichten und das Verhallen ihrer Beamten ausschließlich seine Sache sei, und dah Verhaltungsmahregeln von an­derer Seite Anmahungen seien, auf die er, falls sie von den Verbänden ausgehen sollten, mit Ab° lehnung jedes weiteren Verhandelns und Zusam-- menarbeitens erwidern müsse.

Reichszuschüsse für die Messen.

Berlin, 17. Mär;. (WTB) Der Haupt- a u s f ch u h des Reichstags b^willizte bei der Be­ratung des Etats >des Reichswirlschaftsministe- riums folgende Zuschüsse für die Mustermesse^: für Leipzig ZV» Millionen, für Breslau und Köln je 625 000 Mark, Frankfurt a. M eine Million, Stut gart 250 003 Mark. Der Antrag der Deutschnationalen Partei und der Deutschen Volkspartei, für die Leipziger Mustermesse den Beitrag auf 10 Millionen Mark zu erhöhen, wurde .abgelehnt.

Die Finanzlast des Reiches

Die 8. Dekade gezahlt.

Berlin. 17. März. (Priv.-Tel.) Wie Deutsche Allgemeine Zeitung" erfährt, ist morgen fällige Dekadenzahlung von

tare und Ange'teilten der allgemeinen Reichster- waltung 2 Milliarden Mark, bei der Reichs» postverwaltung 3 Milliarden Mark, bei der Eisen­bahnverwaltung 4,9 Milliarden Mark.

b) Die Erhöhung der Arbeiterlöhne erfordert bei der Reichsbahn 3,6 Milliarden, bei der Reichs- Post und den übrigen Reichsverwaltungen zusam­men wenigstens ä>ensalls eine halbe Milliarde Mark mehr. Die beantragte Mehrbelastung beträgt alsio wenigstens 14 Milliarden Mark. Um diese Summe erhöhen sich die in dem Voranschlag für 1922 für Besoldungen angesetzten Beträge. Die Reichsbahn wird durch Tariferhöhung die Reu­belastung auszugleichen suchen, auch die Reichs­postverwaltung wird davon nicht absehen können, wenngleich sie bis jetzt noch keine Beschlüsse dar­über gefaßt hat. Ze mehr allerdings die fort­schreitende Geldentwertung dos Reich zwingt, für seine Beamten und Angestellten höhere Rück­stellungen zu machen dah die jetzt beschlossenen Erhöhungen notwendig waren, wird auch der übel­wollendste Kritiker im Ausland nicht bestreiten wollen desd) dringender ist die Verpflichtung, in der Organisation der Reichsbetriebe wie in der allgemeinen Reichsverwaltung. auch in persön­licher Hinsicht, äußerste Sparsamkeit zu üben und die Zahl der Beamten und Angestellten auf das äußerste Maß zu reduzieren.

Berlin. 17. März. (WTB) Die Reichs- Post teilt mit: Die Lohnerhöhungen und die, Steigerung der' Materialpreise zwingen die Pvstverwaltunq erneut, die Ausgaben Sit den Einnahmen in Einklang zu bringen. Durch e Qkrmmberung der Ausgaben allein wird das Sicht möglich sein. Inwieweit eine Erhöhung der Einnahmen möglich sein wird, das zu entscheiden wird davon nbhängen, wenn die Wirkungen der bisherigen Tariferhöhungen sich völlig überblicken lassen. Am 1. April finden Tariferhöhungen nicht

Schlichtungsausschntz der Provinz Oberhessen.

Sitzung vom 14. März 1922

3n der Einspruchssache des Betriebs- ratSvvrsitzenden der Zigarrensabrik Haubach u. So. in Grünberg wegen fristloser Entlas­sung wurde auf Antrag der Arbeitgeberin ge­mäß § 86 Abs. 2 des Detriebsrätegefetzes das Varfahren zur Herbeiführung einer gerichtlichen Enäfcheidung über die Berechtigung der frist­losen Entlastung ausgesetzt.

Dem Einspruch eines Arbeiters der staatlichen Drcwnkohlengrube Ludwigshosf- n u n g gegen fristlose Entlassung konnte nicht stattgegeben werden, ebenso nicht dem Wie­dereinstellungsantrag zweier Arbeiter des Truppenunterkunftsamtes Gie­ßen, die im Oktober 1921 wegen Auflösung der Garnisonwajchanstalt entlassen worden waren.

Geheimer Hofrat Professor Dr. Alexander Raumann ist im Hohen Alter von 84 Iahren gestorben. Er war ein Sohn un­serer Provinz, hat als Lehrer am Gymnasium und als Universitätsprvfefsor, Direktor des chemischen Laboratoriums jahrzehntelang erfolg­reich gewirkt. Sein Spezialfach war die Thermo­chemie, auf deren Gebiet er bahnbrechend gewesen ist. Seine umfangreichen Werke über die Thermo­chemie zeugen von einem außerordentlichen Fleiß und für ein gründliches Wissen. Ein aufrechter Mann der alten Zeit, der sich in die moderne Welt nur widerwillig schicken konnte, ist mit ihm dahingegangen.

** Amtliche Persvnalnachrichten OberregierungSrat Kuhl zu Darmstadt wurde zum Präsidenten des Finanzgerichts beim Landes- finanzamt Darmstadt ernannt. Ernannt wurden

schl?f'en, die ErwerbSlosenunterstützung auch auf die auf Wochentage fallenden Feiertage auszudehnen. Die Vergütung für die Stadtverordneten wird dahin geregelt, daß Lohnarbeitern nur der tatsachli.-be Ve dienstausfall ersetzt wird und Kleinhandwerkern eine Vergütung von 6 Mk. für die Stunde gewährt wird, beides jedoch nur auf Antrag. Das Gesuch des Arbeiter-Turn- und Sportvereins" um Ueber- lassung der Turnhalle der Augusts nerschule wird mit 17 gegen 10 Stimmen abaelehnt.

fpd. Bad-Rau heim, 16. März. Vor einigen Rächten wurde am großen Teich der 28jährige Schlosser Erich Weidel aus Frank­furt a. M. überfallen, und angeblich be­raubt. Rach den bisherigen Feststellungen hat Weidel mit einem gewissen Pfeiffer oder Pfeffer und einem gewissen Kern, die er im Kaffee Hauptwache in Frankfurt kennen gelernt haben will, in verschiedenen Rauheimer Lollrlen bis Mitternacht gezecht. Am Teich sind dann Pfeiffer und Kern und noch ein vierter bis jetzt nicht ermittelter Mann über Weidel hergefall»n, haben ihn schwer am Kops verletzt, ihn zu Boden gestreckt beraubt, in den Teich geworfen und noch drei Schüsse auf ihn abgegeben. Rach Angaben Weibels sind ihm mehr als 3000 Mark geraubt worden, außerdem ein von der interall.ierten Kom­mission auf den Ramen Erich Weidel ausgestellter Personalausweis. Am Tatort haben die Täter ein Taschentuch und andere Gegenstände zurück- gelasten Die Sache hat nun insofern ein geheim­nisvolles Aussehen, als Weidel ansänglichPfeiffer und Kern zu schonen suchte indem er deren Ramen verschwieg. Am Tag nach dem Uebersall Mitt­woch, dem 8. März, hat sich nun auch Weidel trotz seiner schweren Verletzungen aus d?m Kran- kenhaus heimlich entfernt und ist seit dieser Zeit verschwunden. Es liegt daher die Vermutung nahe, daß dem Uebersall ein p o l i t i s ch e s M o - t i v zugrunde liegt, oder aber, daß Pfeiffer und Kern früher zusammen eine strafbare Handlung begangen haben, wovon auch Weidel wußte und deshalb aus dem Wege geräumt werden sollte Da Weidel bei dem Uebersall schwere Hieb- und Schlagwunden am Kopf und im Gesicht Krah- tvunden hat und deshalb um den ganzen Kopf Verbände trägt, muh er in unbedingt in ärztlicher' Behandlung sein oder sich in einem Krankenhaus befinden. Trotz aller Rachforschungen der Rau- heimer und Frankfurter Kriminalpolizei ist es bisher nicht gelungen, den Aufenthalt des schwer-

Darüber entstanden laute Auseinandersetzungen. End.ich kam man überein, daß für unsere Gemeinde 100 Raummeter für den Tarifpreis, d. h. 500 Mark pro 4 Raummeter, Überlassen wurden für die Rachbargemeinden Ober-Ohmen und Rupper­tenrod entsprechend je 60 Raummeter. Als man aber für Ruppertenrod das Holz überzählte, waren mir Raummeter übrig. Deswegen gab es neuen Streit. Ob diese Dersteigerung geneh­migt wird, ist fraglich.

Homberg a. d. Ohm. 16. März. Auch hier Hielt der aus Südwestafrika zur Zeit in Merlau in Urlaub weilende Lehrer 3"tm g aus Okahandja Lichtbildervorträge über das ehemalige deutsche Schutzgebiet. Rachmittags fesselte er die Schuljugend Oer Stadt und Um­gebung mit feinen Ausführungen, abends sprach er unter großem Beifall vor den Erwachsenen, ^tedervorträge des Männergesangvereins Der- ichonten den Unterhaltungsabend. Lehrer Schmoll sprach anschließend über die Dedeu- tting und die neuen Aufgaben der deutschen Kolonmlgefellschast und fand mit seinen Aus­führungen soviel Verständnis, dah die Gründung einer OrtsgruppederDeutschenKolo- n la lg e s e ll f cha f t aus der Versammlung an­geregt und auch sofort beschlossen wurde

Oberhessischer Kunst verein. Die eit 14 Tagen ausgestellten Werke des Süddeut­schen Jllustratoren-Bundes.konnten noch größten­teils J>er Ausstellung auf einige Tage erhalten bleiben. Außer diesen sind in einen Teil der Räume Arbeiten des Handarbeits- Seminars und im Berufe stehender Radel- arbeits-Lehrerinnen ausgestellt. Diese Arbeiten sollen das Streben zeigen, Aufgaben des täglichen Lebens in anspruchsloser Technik möglichst in künstlerischem Sinne zu lösen. Cs ist Dache der Radelarbeitslehrerinnen, sich die leitenden Ge­danken des Kunsthandwerks allmählich ganz zu eigen zu machen und auf die der Schule zugäng­liche Technik anzuwenden, um ein weibliches Ge­schlecht heranzuziehen, das sicher die Radel führt, sein Material von Grund aus kennt und phantasie­froh schafft. Gerade hier in Hessen, wo in den Trachten noch manche Reste blühenden Kunst- har.dwerks früherer Tage erhalten sind, läßt sich vielleicht Derlorengegangenes zurückgewinnen und der Weg einer in Verfall geratenen Geschmacks- kulfur wiederfinden. In diesem Sinne wolle man hie Ausstellung betrachten. Sie Ist täglich «von ll1 älhr bis einschließlich Donnerstag geöffnet. Ml tglieder des Oberhessischen Kunstvereins haben auch zu ihr freien Eintritt.

Zo rd ans Me i st e r b il d er-An dacht für die Jugend findet nicht, wie gestern irr­tümlich mitgeteilt wurde, am Sonntagnachmittag, sondern schon heute nachrnlltag um 1/27 Uhr in der Johannesllrche statt.

Gießener Freiw. Feuerwehr. Morgen Sonntag Spaziergang nach Klein-Linden. (Siehe Anzeige.)

Wettervoraussage für Sonntag:

Wolkig, trocken, Rachtfrost, wechselnde Winde.

Die Lustdruckveränderungen über unserem Deobachtungsgebiet sind gering. Wir bleiben un­ter dem Einfluß des herrschenden hohen Drucks. Der tiefe Druck über Frankreich hat sich verstärkt, ohne unsere Wetterlage zu beeinflussen.

Landkreis Gießen.

u. Heuchelheim, 18. März. Welch un- gemein hohe Beträge bei Landver­pachtungen zur Jetztzeit erzielt werden, be­wies auch die am vergangenen Donnerstag statt­gefundene Reuverpachtung eines Teiles der hie- stgen Pfarreiäcker. Wurden schon im vorigen Herbste für eine Anzahl Grundstücke der Pfarrei

b00 Mk. pro 1000 Quadratmeter geboten, >° 'chnellte der Pachtpreis für dieselbe Quadrat- meterzahl bei der diesmaligen Verpachtung auf b00 1000 Mk. hinauf. Eine Begründung dieser ungesunden Erscheinung mag wohl darin zu suchen sein, dah viele Heinere Leute cmges'chts der noch immer wachsenden Teuerungswelle wenigstens einen Teil der notwendigsten Nahrungsmittel selbst zu erzeugen suchen.

Kreis Alsfeld.

8 E r m e n r v d, 14. März. Eine so lebhafte Holzversteigerung, in der die Wogen der

auch in diesen Kreisen ein, daß die hohen Preise für niemand geschäftlichen Vorteil haben, die Innung will deshalb wieder den Bezug von Gefrierfleisch guter Qualität, das we^ntlich billiger verkauft wird, aufnehmen: der Berkaus wird aber erst in der nächsten mfxfyt möglich fein!. In Mehgerkreiscn rechnet man mit der Einsicht! y WIWIC des kaufenden Publikums, daß man zur Zeit nur [ gerer unterbrochen, die den Preis hi naus trieben das kauft, was unbedingt nötig ist. um auf diese*c> -- < - -

Weise den Verbrauch mit einzuschränken. Hoffent­lich findet diese Anregung überall Verständnis, denn nur auf diese Weise wird es möglich sein, der fortdauernden Steigerung einigermaßen ent-

Aus dem Reiche.

Deich-ratsbeschlüsse.

Berlin, 17. März. (Wolff.) Der Reichs­rat hat dem Gesetzentwurf über die Ausprägung von Ersahmünzen unter Annahme eines Ausschußantrages, wonach nicht nur für die ein» gezogenen Silbermünzen im Rennbetrage von 1, 2 und 5 Mark Ersahmünzen her gestellt werden sollen, sondern auch solche für ein Dreimark- st ü ck, zugestimmt.

Berlin, 17. März. (Wolff.) Die Aus­schüsse des Reichsrats waren mit den Beschlüssen des Reichstags über das Reichs­mietengesetz sachlich einverstanden. Strittig war jedoch die Frage, ob es sich um ein verfas­sungsänderndes Gesetz handele, wozu eine quält» fixierte Zweidrittelmehrheit gemäß Artikel 76 der Reichsverfassung erforderlich ist. Während einer­seits die Ansicht bestand, dah das Gesetz im wesentlichen ein bürgerliches Recht regele und daher zur ausschließlichen Kompetenz des Reiches gehöre, ging die zweite Ansicht dahin, daß nur Grundsätze für das Wohnungswesen aufgestellt würden, die über den Rahmen des Artikels 10 der Reichsverfassung hinausgingen. Das Plenum hat mit 38 gegen 27 Stimmen das Vorliegen einer Verfassungsänderung abgelehnt und mit 41 gegen 2 Stimmen beschlossen, gegen die Beschlüsse des Reichstags keinen Einspruch zu erheben, so dah die Publibttion erfolgen kann.

Landarbeiterausstände.

Magdeburg. 17. März. (Wolff.) Die Magdeburgische Zeitung" meldet aus Oschers- leben: Die hiesigen Landarbeiter haben den Streik beschlossen und die Arbeit bereits ein­gestellt. Auch im Kreise Wanzleben sind die Landarbeiter in den Streik getreten.

Schutzpolizei und Deamtenftreik.

e r l i m 17 März. (Wolff.) In einer Ver­fügung des Ministers des Innern Severing an die Polizeibeamtenverbände spricht er der P o» lizeimannschaft feine Anerkennung über ihre Leistungen aus und betont besonders die Lei­stungsfähigkeit der S ch u h p o l j z e i, den ihr ge­stellten Anforderungen zu genügen Umsomehr spricht der Minister der Polizeibeamtenschast feine Anerkennung aus, als an die Polizeibeamtenschast mehrfach und in der verschiedensten Form das An­sinnen einer mittelbaren oder völligen Soli­darität mit den Streikenden gestellt wurde. Der Minister führte aus, daß grund­sätzlich der Beamtenschaft das 61 r e i k r e ch t nicht z u z u b i l l i g e n ist, daß aber auch

am 6. März 1922 die Polizeiwachtmeister auf Probe beim Polizei amt Of'enlach Heinrich Geiß­ler aus Michelstadt i. O., Hugo Drettschnei- der aus Obbornhofen (Kreis Gießen). Heinrich Wolf aus Worms. Wilhelm R i e b u h r aus Altendvrf (Kreis Isenhagen). Richard Stendal aus Weickartshain (Kri^ (Sre'e -). Franz Graf aus Offenbach zu Pvlireiwachtmeistern daselbst mit Wirkung vom 16. März 1922.

** Zollpersonalien. Die Steuersekre­täre am Finanzamt Butzbach Hermann Bender Gregor Friedrich und AMelchior haben die Prüfung als Obersteuersekretäre am Landes- Finanzamt in Darmstadt abgelegt.

**UeberdieVersorgung mit Fleisch

gegenzuarbeiten.

** St eu e rrü ck st ä n de. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung der Stadtllisse für das 4. Ziel Gemeindesteuer vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb für das Rj. 1921. Die Abgabe kann noch bis einschl. 1. April 1922 ohne Kosten bei der Stadtkasse ent­richtet werden.

** Ueber die Prüfungen für Ge­schäftsstenographen im Frühjahr 1922 macht eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigen­teil die erforderlichen Angaben.

** Sonnenfinsternis. Am 28. März d. Js. findet eine Sonnenfinsternis statt. Die Finsternis beginnt in Südamerika, ist sichtbar in Mittelamerika, in Mittel- und Rordafrika, in Europa mit Ausnahme des Rordens und im südwestlichen Asien. In unserer Gegend beginnt die Sonnenfinsternis 2.28 Uhr nachmittags, hat ihre größte Phase 3.30 Uhr und endet um 4.28 Mm. Der Mond verfinstert bei uns die Sonne nur mit einer schmalen Sichel.

"Briefformat. Die ordnungsmäßige Bearbeitung uni) pünktliche Besorgung der Briefe wird der Post durch die übergroße Verschiedenheit der Briefform, durch die Un­gleichmäßigkeit im Aufkleben der Freimarken und durch die oft geringe Uebersichtlichkeit der Aufschrift in lästiger Weise erschwert. Im eigenen Interesse benutze man daher nur rechteckige Briefumschläge mitt­lerer Gröhe die geeignete Form ist 15 Zentimeter lang und 12 Zentimeter breit, klebe die Marke in die rechte obere Ecke, schreibe unten recht deutlich den Bestimmungs­ort nieder und unterstreiche ihn. Wer seine Briefumschläge mit einem Vordruck für die Adresse versehen läht, der lasse auch gleich ein Feld für die Marke und einen starken Strich für die Angabe der BesttmmungSpost- anstalt unten rechts mit Vordrucken.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag. Stadttheater. 3 Uhr:Wilhelm Tell". - Zo- hanneskirche, 61/» Uhr: Meisterbilder-Andacht. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen: Das Mädel von Picadilly" undIhre Ver­gangenheit".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater, 3 Uhr:Der keusche ßebemann; 6'/, Uhr:Die Csardasfürstin". Zohannes- kirche, 8'/? Uhr: Meisterbilder-Llndacht.

, Aus dem Stadttbeaterbureau. Auf die beiden morgigen Aufführungen nach­mittags der SchwankDer keusche Lebe­rn a n n". abends die OperetteDie Czardas- f ü r st i n fei ganz besonders hingewiesen. Ramentlich für die RachmittagSvorstellung sind noch gute Plätze erhältlich: dec lustige Schwank hat dank der vorzüglichen Darstellung bei den bisherigen Ausführungen wahre Heiterkeitsstürme hervorgerufen.

Kreis Schotten.

* Eschenrod, 16. März. Das Fest der gol­denen Hochzeit feiern am 26. März die She^ leute Oberbriefträger i.R. Johannes Betz und Frau Karvline geb. Wacker.

Kreis Friedberg.

sf. Friedberg, 15. März. 3n der heutigen Stadt Verordnetenversammlung wu de mitgeteilt, daß die Prüfung der Stadlrehnung für 1918 durch zwei Stadtverordnete vorgenommen wurde. Von den sechs von den Studierenden dec polytechnischen Lehranstalt vorgeschlagenen Herren wurde in geheimer Wahl Rechtsanwalt Schröder zum Mitglied des Kuvatoriums der Anstall gewählt. Der Schulvorstand wird nach dem neuen Schulgesetze gewählt, die Stadwer ordnetenversammlung hatte 5 Stadtverordnete und 5 Bürger hineinzuwählen. Die Wahl eines Ausschusses zur Durchführung des. Gesetzes über bie Notstandsmaßnahmen für Klein­rentner wird vollzogen, für die Durchführung selbst eröffnet die Stadt einen Kredit von 7150 Mark. Für das Einbinden von Büchem für das Stadtarchiv und die Stadlbibliothek wird eine einmalige Summe von 2000 Mk. bewilligt, zur Anschaffung von Schränken für das Archiv und Museum werden die seinerzeit für die Unterbrin­gung der Deihschen Wasfensammlung bereitge­stellten 20 000 Mk. bewilligt, außerdem 600 Mk. für den Druck einer Werbeschrift. 3n der Oberklasse der Frauenschule soll ein Kursus für praktische Säuglingspflege statt inX'n; für einmalige notwendige Anscha funze i weiden 600 Mk. bewilligt. Der Fraue ischuke werden zwei Aecker kostenlos zur Bewirtschaftung über­lassen: die Bestellung geschieht aus Kosten der Frauenschule, der hierfür ein Kredit eingeräumt wird. Bei dem Fröbclkindergarlen der F auen- schule hat sich infolge der erhöhten Gehälter ein Defizit von 6000 Mk. ergeben, das durch Beschluß der Versammlung ,auf die Stadt über­nommen wird. Es wird beschlossen, das monat­liche Schulgeld für den Kindergarten vom l.Mai an von 20 Mk. auf 40 Mk. zu erhöhen. Das Gesuch der BaugenossenschaftDaheim" um Ge­währung von Baukostenzuschuß für 1922 wird ge­nehmigt unter der Bedingung, daß Deckung für die unrentierlichen Baukosten vorhanden ist. Die Prüfungsordnung für Anwärter auf städiische Stellen wird auch für Friedberg angenommen; es sollen nur noch Anwärter mit Prüfung angestellt werden, ausgenommen die, die kur; vor der An- Rettung stehen. Der Bürgermeister teilt die zwischen ihm und den Beigeordneten stattgefun­dene Geschäftsverteilung mit. Es wi«-d br-

Die Weisung des Reichsverbandes der Polizei­beamten, die für die ihm angeschlossenen Derbände, also auch für den preußischen Verband maßgebend ist, entspreche nicht den Grundsätzen des Ministers. Falls der Reichsverband die in der Weisung auf­gestellten Richtlinien beibehalten sollte, behalte sich der Minister weitere Maßnahmen vor. Zum

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 18. März 1922.

Adreßbuch der Stadt Gießen 1922.

Vereins-, Verbindungs­und Frassen - Vorständen zur gefl. Kenntnisnahme, daß der Meldeschluß aus Samstag, den 25. März 1922 festgesetzt ist. Die Vorstände oder deren Ver­treter werden hiermit letztmalig gebeten, den nachfolgenden Vordruck sorgfältig ausgefüllt sofort einzusenden. Es sind bis jetzt nur ver­einzelte Meldungen erfolgt. Gehen die not­wendigen Angaben nunmehr nicht rechtzeitig ein, so kann das Verzeichnis der Vereine und Kassen nicht in das Adreßbuch eingefügt werden.

Vrühl'sche Universitats- Duch- und Steindruckerei, R. Lange Adrehbuchverlag

....... Bitt« auszusrhneident

Im Dereins-Berzeichnis des Adreßbuches der Stab1 Gießen soll der nachfolgende Eintrag gewahrt werden: 1. Name der Vereins, der Verbindung. Kaste u.s. f.: