Die deutsche Getreideernte 1922.
1921*)
2 933 820
6 798 638
207 189
1 938 995
5 004 983
1922
1 895 723
5 349 091
127 957
1 581 367
4 130 780
CBktaen Roggen Winterspelz Sommergerste
Tonnen 1913*) 4 043 084 10 131 807 437 787
3 040 218 8 618 618
dem Jahre 1913 Fruchtart
zu erwarten: Gesamtertrag m
Aach den vorläufigen Ernteschätzungen der SoatenftandSberichterstatter vom Äugust 1922 sind, der vom Statistischen Reichsamt l-erausgegcdenen Zeitschrift .Wirtschaft und Statistik" zufolge, im laufenden Jahre für das Reich folgend« Ernteerträge gegenüber dem Doriahr und
Hiernach wird der Gesamtertrag an Getreide im laufenden Jahre gegen 1921 um 3.8 Millionen Tonnen ober 22.51 v. H- und gegen 1913 um 132 Mill. Tonnen oder 50,2 v. H. niedriger etnaefcbäftt 2ln dem starken Rückgang gegen das Vorjahr ist das eigentliche Brotgetreide besonder« stark beteiligt, und zwar Weizen mit 104 Mill. Tonnen oder 35,38 v. H., Roggen mit 1,45 Mill. Tonnen ober 21,33 v H Geringer ist der Minder ertrag bei Gerste (358 000 Tonnen 18,44 v. H.) unb Hafer (874 000 Tonnen = 17,47 v H ). 3m Vergleich zur Vorkriegszeit ist die voraussichtliche Getreideernte dieses IahreS von rund 13 Millionen Tonnen nur halb s o grob, obgleich für 1913 der jetzige Gebietsstand des Reiches in Betracht gezogen ist. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dab der schlechten Ernte dieses Jahres die Rekordernte von 1913
gegenübersteht.
Der unbefriedigende Ernteausfall wird neben dem Rückgang der Anbauflächen hauptsächlich auf die ungünstigen Witte- rungsverhältnisse. den langen und harten Winter die 8 Wochen andauernde Trockenheit von Mitte Mai ab und die vielen Rieder-
1913*)
die Anbaufläche von Weizen um
vorläufige Schätzung) in
1922
1 369 420
4 148 084
126 668
1 149 773
3 198 954
1 441 040
4 265 037
150 730
1 136 402
3 162 224
1 676 575
5 259 187
272 083
1 381 366
3 924 706
Frucht« rl Weizen Roggen Winterspelz Sommergerste Hafer
Hiernach ist ...
71 620 Hektar ober 4,97 v. H. und die Anbaufläche von Roggen um 116 953 Hektar oder 2,74 v. H der Srntesläche des Vorjahres zurückgegangen. Bei Gerste und Hafer ergibt sich umgekehrt eine kleine Zunahme der Anbaufläche um 13 281 bzw. 36730 Hektar ober in beiden Fällen um 1,16 v. H
Weit mehr als ber Rückgang derAnbauflächen fallen die erheblich geringeren Hektarerträge gegen Vorjahr unb Vorkriegszeit ins Gewicht. Don 1 Hektar wurden geerntet (für 1922 Doppelzentnern (gleich
schläge zur Erntezeit zurückgeführt.
Die Anbauflächen betrugen In Hattar 1921*)
100 Kilogramm):
Fruchtart 1922
Weizen 13,8
Roggen 12,9
Winterspelz 10,1
Sommergerste 13,8
Hafer 12,9
1921*)
1913*)
1911/20
20,4
24,1
19,5
15,9
19,3
15,6
13,7
16,1
13,6
17,1
22,0
17,7
15,8
22,0
17,0
*) Rach dem jetzigen Gebietsstand des Reichs, endgültige Ergebnisse.
Landwirtschaft.
Aus dem oberen Wettertal. 14. Ott Die hiesige Kartoffelernte ist sehr reichlich ausgefallen. Doch beginnen die Kartoffeln schon bald nach der Einkellerung stark zu faulen. Es wäre deshalb sehr angezeigt. wenn die Preise nicht allzu sehr in die Höhe schnellten. Die trockene Witterung, die seit Mitte der Woche anhält, hat die Kartoffelernte sehr begünstigt. Der Hafer ist jetzt auch geborgen, ledoch hat er, wie der Weizen, durch die nasse Witterung sehr gelitten.
vermischtes.
Ein Millionenbiebstahl.
Raumburg, 16. Ott. (WTD ) Das,Raum- burger Tageblatt" meldet: Gestern früh wurde im Hotel .,Schwarzes Rost" einem kurze Zeit abwesenden Gaste die Brieftasche mit dreiviertel Million Mark barem Gelbe, zum Teil m ausländischen Scheinen, sowie Depotscheine. Akttenscheine und Schecks im Werte von 100 Millionen Mark gestohlen. Die Kriminalpolizei hat bie Untersuchung ausgenommen.
Düsseldorf, 14. Oft. Das Wucher- Bericht hat den Besitzer der Schwarzklvster- Liförfabrif, Karl Schwarz, wegen fortgesetzten Schleichhandels und Preistreiberei zu einem Jahr neun Monaten Gefängnis und 6 Millionen Mark Geldstrafe verurteilt. Mehrere Mitangeklagte erhielten Freiheits- und Geldstrafen.
Berlin, 14. Ott. 3n Rossitten bei Memel hackte ein ams der Irrenanstalt
zurückgekehrter Bauer seiner Frau und seinen beiden Kindern die Köpfe ab. Gr ergriff die Flucht. Die ihn verfolgende Polizei, die der Wahnsinnige mit dem Beil bedrohte, schoß den Flüchtenden nieder.
Büchcrtisch.
.Kameraden". Rudolf Herzogs neuer Roman (3- G. Cottasche Buchhandlung Rachfolger, Stuttgart) spielt im nachrevolulionären Deutschland und ist bei aller Schwere ber Schick- salSverkettungen m fernem Grund,uge von jenem sympathischen Ovtimismus durchweht, ber Herzogs Schriften auszeichnet
— D i e Praxis des Bank- und Börse n we f e n s. Bon Bankdirektor Julius Steinberg. 190 Seiten. Mit 8 Tafeln. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.
— Antigonos. Don Karl Gjellerup. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — Gjellerup wählt für seinen Roman die Zeit ber erstarkten christlichen Gemeinben des Römerreiches. 3n feiner Rachzeichnung gibt er ein Bild des Gegensatzes zwischen Juden- unb Heidenchristen, die als seinen christianorum dennoch zusammen freudig in den Tob gehen.
— 3 n ber Sammlung ,,V) issen - , chaft und Bildung" (Verlag von Quelle & Meyer. Leipzig) sind folgende neue Bändchen erschienen: Grundfragen christlicher Lebensgestaltung. Von Pfarrer Privat- dvzent R. Hupfe 1 d — D ie Gedichte Homers, Anleitung zum Verständnis und Genuß ber Dichtung. Von Geh. Hofrat Prof. Dr. Dethe, Grunbzüge der deutschen Volkskunde, von Prof. Dr. Hans Raumann, Grundlagen der Raturphilosophie, von Professor Dr. Ziehen, die Philosophie ber Gegenwart, von Pros. Dr. August Messer.
Handel.
Berlin, 16. Oft. Börsen st immungs- bilb. An ber Börse setzte sich heute ber Um- wertungsprozeh der Industrie- und Renten- papiere in verstärktem Maße fort Bei den Banken und Bankfirmen lagen sowohl für den Grohverkehr als auch besonders für die zu Einheilskursen gehandelten Industriewerte so umfangreiche Aufträge vor, daß deren Ausführung bei erheblicher Verzögerung der Kursseststellung nur teilweise möglich war. Die Verhältnisse erinnern hierbei auch bei dem Ausmaß der Kurssteigerungen in zunehmendem Maße an die große Herbsthausse vom Vorjahr. Die Aufwärtsbewegung erstreckte sich gleichmäßig auf die Aktien der Auslands- renten und die Dalutapapiere. Kurssprünge von 20 bis 200 Prozent bei den ersteren bildeten die Regel, für die Montan- und einige Industriepapiere erreichten sie vielfach 200 bis 500 Proz., vereinzelt auch 700 bis 900 Proz. Das gleiche Bild lebhafter Geschäftstätigkeit bot auch der freie Verkehr in Kolonial-, Kali- und unnotierten Werten, wo gleichfalls lOOprozentige Kursbesserungen nicht selten waren. Auslandsrenten und Valutapapiere erhöhten ihren Kursstand in gleichem Maße. Bei einigen türkischen und mexikanischen Papieren sowie Otavi betrugen bie Ausbesserungen zeitweise 1000 bis 2500 Proz. Von heimischen festverzinslichen Papieren setzten 3- uib 3/xpiwzent ge Reichs- sowie Schuhgcbietsanleihe ihre Kurssteigerungen fort
Frankfurt a. M., 16. Oft. Dörsen- stimmungsbilb. Dvllarkurs im Frühverkehr 2950—3050, im Verlaufe 2800—2950. Am Devisenmarkt waren die Umsätze lebhafter, die Tendenz fest. Am Effektenmarkt setzte bereits vorbörslich ein lebhafteres Treiben auf allen Gebieten ein. Sowohl seitens der Spekulation als auch des Publikums machte sich regere Unternehmungslust bemerkbar. Kurssteige ungen erzielten verschiedene Industriepapiere. Vorwiegend fest lagen Anilinwerte. Am Montanaktienmarkt war die Tendenz ebenfalls überwiegend fest. Verschiedene Werte gingen mit erheblich höheren Kursen hervor. Kaliaktien anziehend Auto-, Metall- und Maschinenaktien fanden bei erhöhter Rachfrage gute Aufnahme. Ausländische Ren en lagen fester. Der Dollar wurde gegen 1 Uhr 3000 genannt
Frankfurter Devisenmarkt.
Amtliche Rotierungen.
Datum:
Antw.-Brüssel . Holland Vonbon Paris Schwei» Svanien Italien VifinboivCporto Dänemark . . . . Bärweaen . . . . Schweben . . . . HelfinnforS. . . . Nennork Deutsch-Oesterr. Budapest Prag Sofia
14. Oktober 16. Oktober
Geld Bries Geld Brief 192*41,70 19319,30 20229,70 20270.30 10609330106306,70111788,- 112012,—
12062,90 12087,10
20779,20 20^20,SO 50349.60 50450,40 41368,60 41391,40 11488,50 1151L50
54435,50 54554,50
49350,60 49449,40
72627,30 72772,70
2727'20 2732',80
3,56 3,64
103ch9 104,11
9278,23 929<!ch0
1723.20 1726,80
12737,20 1276*280
21578,40 21621,60
53096,80 53203,20
43056,90 43143.10
12163,80 12187,20
5714280 57257'20
52647230 52752,70
76623,30 76776,70
287210 2877'90
3,72 3430
108,89 109.11
9690,30 9709,70
Frankfurt a. M. Berlin Schluß Sldtutz- Schluß, S»!u6- flirs Rur* fiur» Äurs
Datum: 13.10.
77,50 235,- 125,- 540-
8Ü- 87,- 74,- 60,10 65.-
5e/0 Dtfch. ReichSanlcihe 4 % Dergleichen
3*/ie/e Dergleichen 3•/» Dergleichen
Tlsch.Svar-Präln.-Ant 4°, Preußische .Qonfoll 4°', Hessen 3*/t°/o Hessen 3e/o Hesten
16,10. 13.1a iaia
77,50 77250 77250 230,- 239.- 235,- 12'.,— 125,- 135,50 550,— 55a— 570,—
8a 10 si),7d 81,-
60.25 59,50 58chg
4% Zolltürken 3950.- 4400:- 4200- 3970,-
5% Goldmexikaner —,— —34500,— 36750,—
Berliner Handelsges. . 2300,- 2200.- 2000,- 2120,- Sommer»: u. Privaibk. 365,— 386.— 875,— 89a— Darmit.u.Nationalbank 3a5,— 363,— 365,— 369,75 Deutsche Bank 1010,- 1125,- 950,- 960,- Deutsche Vereinsbank. 216,— 216»— —,— —,— DiSconto (Sommanbtt . 610,— 615,— 580,— 580,— Metallbank 1705,- 2055,- —,— — Mitteident. Creditbank 352,— 370— 360,— 380,— Lesterr. Crebitanstalt. 400.— 42&— 400,— 415, ■
Bochumer Guß 4150,— 4950,— 4125,— 4675,— Buderus 1970,— 2350,- 1925,- 2580.- llaro 1780,- 2050- 1750— 2010,- Deutsch-Luremburg. . . 4300,— 4600,— 4200,— 4700,— Gelsenkirchener Bergw. 4625,— 5000,— 4375,— 4950,— Harvener Bergbau. . . 6800,— 7375,— 6850,— —,— Kaliwerk AscherSieben. 2400,— 25/v,— 2300— D00,— Kaliwerk Westeregeln . 3325,— 3700,— —3700,— Vaurnbütte 4700 — 4950,— 4080,— 4550,— Oberbedarf 2150,- 2350,- 199«),- 2100,- Phönir Bergbau 4900,— 5325,— 5000,— 5700— Rheinstahl 4650,— 5400,— 4500,— —,— Riebeck Montan .... 4300,- 4925,- 4300,- 5000- TelluS Bergbau 1150,— 150O— —,— —#— Hamburg-Amer. Pake. 950,— 1050,— 930,— —,— Rorddeutscher Vlonb . . 649,— 690,— 630,— —,—
Zement werkHeidelberg 1500,— 1900,— —,— —,— Philiuv Holzmann . . 950,— 980,— —,— 970,— Anglo-Cont.-Gltano. . . 6200,— 6600,— 6000,—--
..1 - V: , .L _ mnonn -irvui__ 01 Rn____
Grldschrnidt. . . . . . . 2290,- 3000 - 23'«,- 3500.- Griesbeimer Electron. 1500,— 1950,— 1500,— 1950,— höchster Iarbwerke . 1590,— 1980,— 155L— 2200,— Holzverkohlung 1150,— 1400,— —,— —,— :>i'iitgerömerke 130a— 1800,— 1N0,— 2000,— Lcheideanitalt 1985,— 2200.— —,— —.— ANg. ElektrizitätS-Ges. 980,- 1225,- 95L- 1125,— Bergmami 920,- 1000,- 890,- 1010,— Schlickert 2300,- 2600,- 2400 - 2750,- SienienS & Halske. . 3675,— 3425,— 3500,— 3800,— Adlerwerke Stieger. 510,— 559,— 495,— 55b— Daimler Motoren. . . . 645,— 680,— 630,— 650,— Hevltgenstaebt 1046,— 110a— ——>— l'ienuin 2300,- 2500,— —>— Metallgef. Frankfurt. 2425,— 2850,— —,— — Schuhfabrik Herz.... 580,— 590,— ——,— Sichel 600,- 650,- -,-
Zellstoff Walbhof . . . 1175,- 1330,- 1200,— 1350 — Zuckersabr.Irankentha! 1010,— 1050,— ——,— Zuckerfabrik Wagt änfel 1000,— 1060,— —>— —,—
Märkte.
Berliner Probuktenmarkt.
Berlin, 16. Ott Infolge ber erneuten Devisenhausse setzte sich bei Zurückhaltung der Abgeber die Preissteigerung am Produktenmarkt fort. Die Rachfrage für Weizen übersteigt bei weitem das Angebot, was sich bewnders für Roggen noch fühlbarer macht. Die Kauflust für beide Artikel war sehr groß. Gerste fehlte nach wie vor in guten Qualitäten. Die Maispreise erhöhten sich infolge der steigenden amerikanischen Forderungen. Die Aufwärtsbewegung erst reckte sich auf Hülsenfrüchte und Futterartikel. Im Devisenverkehr waren die Umsätze wiederum ni<Ä besonders groß. Die Kurse bewegten sich vormittags entsprechend dem Dollarstande von 2900—3000, hielten sich aber etwas niedriger. Von vereinzelten Schwankungen, besonders in den stark gestiegenen Dividendenpapieren abgesehen behielt die Börse auch weiterhin bei anhaltenden Auslandskäufen die feste Grundstimmung bei. Weizen, märkischen 6300—6400 Mk., mecklenburgischen 6200-6300 Mk. (sehr fest), Roggen, märkischen 5550—5750 Mk. (sehr fest), Sommergerste 6000—6100 Mk. (fest), Wintergerste 6300—6400 Mark (fest), Hafer, märkischen 6200—6400 Mk. (sehr fest), Mais, loco Berlin 6400 Mk. (fest), Weizenmehl (100 Kg.) 16 500—18 000 Mk. (fest, Roggenmehl (100 Kg.» 15 000—15 700 Mk. (fest), Welzenkleie 3200—3300 Mk. (fest), Roggenkleie 3200-3300 Mk. (fest), Raps 7000-7200 Mk. (fest), Viktoriaerbsen 8800—9000 Mk., kleine Erbsen 8000 bis 8200 Mk., Lupinen, blau 3500—3600 Mk., Rapskuchen 3200—3300 Mk.. Trocken schnitzel 2800 bis 3000 Mk. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh. drahtgeb. 1330—1380 Mk., Haferstroh, drahtgepreßt 1330—1380 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 1330—1380 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, VormaU» 750—810 Mk., Rach- mahd 680—750 Mk.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 16. Oft. (Amtlich.) Marktverlauf: Gedrückter Handel; Rinder und Schweine Ueberstand. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 2000 Rinder, darunter 546 Ochsen, 82 Dullen und 1372 Färsen und Kühe; ferner 213 Kälber, 183 Schafe und 980 Schweine. An Preisen wurden an
gelegt p. Ztr. Lebendgewicht: Ochsen 9500 bis 15 000 Mk., Dullen 9000-12 000 Mk., Färsen und Kühe 11 500-13000 Mk. für beste Fär- Jen, 7500—11 500 Mk. für geringe Färsen und Kühe; Kälber, beste Qualitäten, 14 000 -15 000 Mark, mittlere Quollt. 13 000—13 800 Mk. geringe Quollt. 11000—12 500 Mk. Schaf« 5400—11500 Mk. Schweine unter 80 Kllogr Lebendgew. 20 000—26000 Mk., von 80—100 Kllogr. Lebendgew. 28 000—30 000 Mk., von 100—120 Kllogr. Lebendgew. 29 000—31 000 Mark, von 120—150 Kllogr. Lebendgewicht 29 000—31 000 Mk. Fcttschweine über 150 Kllogr. Lebendgew. 29 000—31 000 Mk. Sauen und Eber 24 000—28 000 Mk. Die Preise liegen um so viel Über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Händlergewinn und Spesen, in sich schließen
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 16. Oktober Bei fester Tendenz und kleinern Geschäft entsprachen die Preise den Rotierungen der Mittwochbörse. ^Die Unternehmungslust war bescheiden. da man die Preisbewegung des Dollar- abwartete. Die anhaltende Zurückhaltung der Käufer war besonders in Weizen und Roggen stärker fühlbar. Weizen stellte sich teurer. Hafer und Gerste sind gesucht, aber spärlich angeboten. Hülsenfrüchte sehr fest. Die Kauflust für Mehl hält an. Mais, dessen Preise sich höher stellt, findet Aufnahme. Futterstoffe bleiben begehrt. Weizen- unb Roggenkleie fand bei erhöhten Forderungen Aufnahme. Getreide, Hülsensrüchte und Biertreber ohne Sack. Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack. Alsbaldige Lieferung. Parität Frankfurt a. M. Preis je 100 Kilogramm Weizen 13 000—13 300 Mk., Roggen 11 500 bis 12 500 Mk., Hafer 12 000-13 000 Mk. Mais. Mixed 12 000- 12 500 Mk., Weizenmehl, südb Spezial 0 18 000—20 000 Mk., bei Waggonbezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 14 500 -16 000 Mark, Weizen- und Roggenkleie 5600—5800 Mk. Erbsen je nach Qualität für Speifezwecke 16 000 bi- 18 000 Mk. Tendenz, fest.
Keine Kartoffeliwtierungen.
fpd. Frankfurt a. M., 16. Oft. Kar» tvffelnotierungen wurden heute nicht vorgenommen, da anscheinend keine Zufuhr stattgefunden hat.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
Dir englische Presse über bie Rede Lloyd Georges.
London, 16. Oft (WTD.) Lio ydGeorge ist gestern nach London zurückgekehrt. Er hat, wie die „Time s" berichten, unmittelbar nach > seiner Ankunft eine Unterredung mit Churchill, bei dem er auch zu Abend speiste, Lord Birkenhead und anderen politischen Führern gehabt. Der „Times" zufolge geht das Gerücht, daß verschiedene jüngere Mitglieder der Regierung zurücktreten würden, wenn beschlossen werden sollte, die Koalition fortzuführen „Daily Expreß" schreibt, die Rede Lloyd Georges fei, vom internationalen Standpunkt aus gesehen, äußerst unglücklich. Lloyd George leite die Aera des Wohlwollens ein mit Angriffen auf die Türken und mit einer Kritik Frcnrkreichs, die Poincar^ zu einer öffentlichen Erwiderung zwingen werde. Lloyd George laste durchblicken, daß die französischen Soldaten die Engländer im Stich gelassen und daß die französischen Politiker die Engländer in der Stunde Der Gefahr verraten hätten Die ^Time s" sagen, in den nächsten Tagen werde es sich entscheiden, ob eine Kabinettskrise bevorstehe, desgleichen ob die konservativ ePartci imstande sein werde, in Die Wahl als geeinte Korporation oder in Gruppen gespalten zu gehen. „Daily He- rald" bemeilt, niemals habe ein britischer Staatsmann nach irgend einer Krise eine Rede mit solchem Zynismus und einer solchen ungeheuerlichen U n terdrückung der Wahrheit gehalten. Die Rede enthülle eine Tatsache, nämlich daß Lloyd George gehe. „Daily Chr 0 nicle" schreibt dagegen, daß, wenn auch Lloyd George während der letzten vier Jahre andauernd heftig angegriffen worden fei, so habe er doch noch immer einen großen persönlichen Einfluß auf die Maste des Volkes. Der „Ob fern er" sagt, Lloyd George verliere durch den Charakter feiner Rede keine Freunde, sondern gewinne vielmehr viele alte zurück. Früher oder später werde Lloyd George der einflußreichste Politiker der Welt werden.
Ser Mens taub in der Sufi
1« fler 8rflste rclnd der Haut
I Er macht die Haut grau und anschein- Mx
Ä bar, ruh Mitesser, Pickel, Pusteln her- ÄMhÄHHl
■ vor. Rok-Seesand-Mandelkleie befreit
8 die Haut von allen Unreinheiten, macht IKmMv W sie bhimenzart und sammetweich. In
3 einschlägigen Qescbllten zu haben.


