Ausgabe 
17.5.1922
 
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al« Dr M der Schutz d«S § 193 StGD. zugute | Vachs rogc stellte sich verschiedentlich in Industrie- kommen törme. weil er in Wahrnehmung beredt)- ' papieren ein. Dcsondcrs trartn EinheitS werte

KurS Kurs

Der

Dries

16. Mai.

16. Mai.

Saturn:

53 33,30

6258,40

gegen

(LchledSri-cht morden-'

Züricher Devisenmarkt.

Kr.

. . 100 Kr.

1.26

-.35

3,84

100

100

100

100

100

1

100

100

100

100

100

Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Ällg Glektr.-Ges. . . Felten L Guilleaume Schuckcrt-Wcrkc. . . Adlerwerke......

Daimler.......

Drüssel-Antw. . Lhnstiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . HelsingforS. . . Italien.....

London .....

Reuyork.....

Paris......

Schweiz.....

Spanien.....

Deutsch-Oesterr,

London . . . . Italien . . . . Brüsiel . . . . Budapest . . . Reuyork. . . . Agram . . . . Warschau . .

59.20

88.80

88.80

117.80

117.80

97.80

23.80

125.40

6 ;07 45 7240,^0

689,26 1198,10 1257,40

282,14 2596,75 54 8,20 4134,35

2,93

540,50

36.'. 5 104,10 2GU«23 133,75 3937,50

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Dien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . .

Fl. = Mk. = Kr. - Kr. = Fr. = £ = L. = Fr. = Kr. =

16.5.

1,85 0.91

1,69

1,40

3432,50

608 <35 7330,10 591,26 1503,10 1272,90 235,89

261?,20 543 lU 4451,90

2,90 549,05 3c,40

104,47 209,70 13>,30

3957,50

Hochschulnachrichten.

mc. Frankfurt a. M.. 16. Mai.

694-

675,- 800,- 620,- 505,- 450,-

79,75 775,- 224, -

Kurs )5.5. 77,60 93 69 114,- 8\50 408,- 327,60 300,- 299,. 600, - 435,- 319,- 262,- 300,- 1100,- 805,- 985,-

1U23,- 1810,- 850,- 695,-

1131,- 759,- 69),- 682,- 8 8,- 623,75 5C7,- 453,-

77,- 780,-

203. .0 1.85

0.05

10.-

47.90

2 <.33 27.70

43.75 0.67

523.-

1.91 0,13

gegen die ®c- Höchstpreis für von Amtstagen Viehseuchen.

6097,65 734-.2O

595,75 15.16,90 1276,10

2 t>, ;i 2623,SO 550 >j90 446,0

2,-34

5503» 37,50

104,77 210,30 136,53

3967,50

Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan......

Rio de Janeiro

6022,55 7240.10 593/5

150, ,90 1260,lÜ 28*2,86 26j3,25 6431,80 4445,o5

2,97 642,20

36,85 104,40 206,80 134,75

3917,5

3n btm Steh« t> Nm W 3 em 30 3tt traf den 6tein.

dah erzer« Aähe beschäf. m Steinfplittei <ruch.

. Die Mbel. : morgen durch mmen bet* »ehr nicht mög- ibäulichkeiten zu n Hokzdorräten Arbeiter wer.

los.

16. 5

77,50 94,-

111,50 86,50

410.- 329,- 303,- 297,- 597,- 433,- 3 i 5, - 265, 300,-

Derlmer Devisenmarkt.

Geld Dries Geld

stag.

11 Uhr.

16. Mai 1922

t, ob die Aälter- m ßlDbbbamblr i Zeitung! erila terlaixr zu tun gedmlk. trfduft ein 6nN i Papiemangrlt berci der Arbei- zu sichern? Don toibert, öah bic nM noch nicht

ter Dr. Dauwens-Köln). In De rlin Nordwest gegen Viktoria-

15.5.

1 82 0 90

1 67

1,33

3520, -

18,40

1,27 0,35

3,82

292.49 1.84 0.05

10.- 47.80 23.2* 27.65 43.45

0-675 522*60

1.90 0,13

Aus dem Amtsvcrkündigungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 63 vom 16. Mai enthält: Verordnung über Mahnahmen zur Sicherung der Fleischversorgung in der Liebergangszeit nach Aushebung der Zwangswirtschaft. Lehrgang fahren des AlkoholiSmus. Mehl und Drot. Abhaltung in Grünberg und Hungen. Dienstnachrichten.

16.5. 77,50 9)60 116,-

84 - 416,- 329,- 29.4, 296,- 598,60 433,- 319,60 253.- 297,-

Wechsel auf Holland.......

Deutschland .... Wien........

Prag........

Paris........

Aationalbank f. D.

2och. Guhstahlwerke ^060,

Bud.- Eisenw.-Akt.. 799,

965 -

1015, - 1810,-

850,- 65 j -

1105;- 759,- 694,- 670,- 860,- 625,- 515,- 454,-

81,-

780,-

Spielvereinigung Leipzig

. . Fl. . . Kr. . . Kr. . . Kr. . . Kr. . . Sh.

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. . Fr.

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ur,z ^chcine^

iflzt entsp^t-t- / bis^^vllen

kB«

D.-Luxemb. Bergw. 970, Gelsenkirch. Bergw.. 1020, Harpener Bergbau. 1815, Oberschi. Siscnb.-B. 670, Oberschles. Gisenind. 716, Phvnir-Bergb.-Akt. 11*0, ' " " * ' 760,

Fv r st (Schiedsrichter Chemni>Leipzig): im Ge­biet des Norddeutschen Fußballverbandes Ham­burger Sportverein gegen Titania- Stettin (Schiedsrichter Äiederberger-Stutt- gart). Wenn LIekervaschungen ausblciben, müh­ten 1. F. C. Nürnberg, Wacker-Münch n. Norben- Rordwest-Berlin und Hamburger Sportverein in die Zwischenrunde gelangen.

Reue Schwimmrekvrde. Der be­kannte schwedische Mcii'terschwimmer Arne Berg, der tu letzter Zeit durch Verbesserung verschiedener Weltrekorde von sich reden machte, hat jetzt wieder zwei neue schwedische Höchst­leistungen geschaffen und zwar über 100 und 200 Meter im freien Stil mit 1:04 bzw. 2:22,5.

Das österreichische Traber- d e r b h gelangte am Sonntag In Wien zur Ent­scheidung und endete mit dem Siege der favo­risierten Allan d (Wiltshire) im Besitz dcS Ge­stüts Ducvvina. Wiltshire hatte bereits im Vor­jahre für die gleichen Farben das Derby mit Rodaun gewonnen.

Handel.

Berlin, 16. Mai. Börsen st im­mun gSbild. Nach den Anläufen der letzten Tage zu einer leichten Geschäftsbelebung bei etwas festerer Grundstinnnunq verfällt die Börse anscheinend schon wieder in die alte Lustlosigkeit. Die Spekulation löste teilweise die in der letzten Zeit einaegangenen Ver­pflichtungen und das Publikum schreckt nach den Erfahrungen von nennenswerter Betelli- gunq zurück. Die Kursbildung war unregel­mäßig und Abschwächungen bis 30 Prozent überwogen, namentlich am Montanmarkt. Auf den anderen Märkten hielten sich mäßige Nückgänge mit ebensolchen Erhöhungen unge­fähr das Gleichgewicht. Mit über 3060 Prvz. hinausgehenden Veränderungen nach oben sind zu erwähnen Deutsche Kali, Felten u. Guillaume. Deutsche Waffen und Anglv Guano, welch letztere bei angeregtem Ge­schäft im ganzen ungefähr um 130 stiegen. Die Kurse unterlagen weiterhin nur unbe­deutenden Kursveränderungen. Auch am Ren- tenmarkt bat die starke Geschäftstätigkeit wesentlich nachgelassen. Die Kurse bröckelten hier für ungarische. türkische, österreichische und Mexikanische Renten mäßig ab. Nur un­garische Gvldrente war später wieder be­festigt. Heimische Anleihen mit wenigen Aus­nahmen ebenfalls schwächer. Am Devisenmarkt blieben die Umsätze bei geringen Schwan­kungen recht unbedeutcrnd. Man scheint in der Industrie- und Bankwelt die Weiterentwick­lung der Pariser Verhandlungen wegen der Reparationszahlungen abzuwarten.

Frankfurt a. M., 16. Mai. Börsen» stirnmungsbild. Da auch heute verschicdent-

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Staufen.

Scherz. w- wagen füllten, be! der Lech

Datum:

5',,Dkfch.Krieg»anl. 4° ,Dtsch. AeichSanl. 3' ,Dtsch. ReichSanl. 4*/0 Preuh. Konsols Hamburg-Paketf.. . Aorddeulfcher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsch« Bank . . . Disconto-DesellschaN Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank.

Amstd -Aotterd 11061,1511088,85 1093^,8010963,70 ----- - 2368

6271 60

b.) spricht feint } Aechpolmni- ie, gegen die Zen' [unq zu nehmen. . HhMonifierung ruße müsse ^e m er Poü zur i;b; die Zahl der

tnbw-Sos

_ Sbensvioenig >ebüh^Ä2 fischen Portos kln gehen, sollt«' I 8el^

ferner gegen " and) W-t eistun

ostiagernaen

Märkte.

Frankfurter Obst- und Semüsemarkt.

mc. Frankfurt a. M., 16 Mai. Der heu­tige Markt war von einheimischen unv auswärtigen Erzeugern recht gut ktz hickt. ES wurde b^ahlt für den Zentner Kar löffeln 280 bis 320 Q1U.. für Spinat neuer Ernte der Zentner 700 -803 Mk., Rhabarber das Pfund 1,80-2Wk., Spargel 813 Mk.. Kopfsalat die Staude 69 Mar( Lattich das Pfund 1218 Mk.. Saueramp­fer 2,503 Mk., Kräuter für Sauce 68 Mk., Radieschen das Bündelchen 0,801 Mk. Auf dem O b st m a r k t kosten Orangen (spanische) in Kisten von 240-504 Stück 1300-16» Mk., span, (blut und vval) in Kisten von 160, 200300 Stück 10001100 Mk., Zitronen in Kisten von 300 Stück 500530 Mk. ©ter kosteten das Stück 4,15 bis 4,25 Mk. Butter wurde heute wenig angeboten.

17. Eüdwestdeutsche Zrntral-HLuteaaktivn.

Mainz. 16. Mai. Heute sand bei lebhafter Beteiligung die 17. Südwestdeutsche Zentral- Häuteauktion statt. Es kamen ca. 9000 Groß­viehhäute, 9500 Kalbfelle und 1250 Hammelfelle der Häuteverwertungen Dingen, EmS-Lahnstein, Kreuznach Mainz, Neunkirchen, Oberstein, Oest­rich, Saarbrücken, Saarlouis, Schierstein, St. Goarshausen, Simmern, Trier, Wiesbaden-L. zur Versteigerung. Angebot und Zuschlag waren flott Bei feftgebalfencn Preisen wurden je nach Her- kunfts- und Gewichtsklasse erzielt: Für Schaffelle 21,1023,10 Mk.. Kalbfelle ohne Kopf 66,10 bis 74,55 Mk.. mit Kopf 61.2063.25 Mk., Fresserfelle ohne Kopf 52,55 Mk., mit Kopf 44.30 Mk., Groh- Viehhäute ohne Kopf, Gewichtsklasse 2029 Pfund. 4547.90 Mk., Rinder, 3049 Pfund. 47.6050.10 Mk., Kühe 40.2544,40 Mk. Ochen 40,25 40,55 Mk. Gewichtsklasse 5059 Pfund:

bevorzugter. Später trat wieder die gewohnte GeschäftSstllle ein. Am Devisenmärkte hat sich nicht viel verändert. Der Dollar setzte mit 281 ein und bewegte sich im späteren Verlaus« aut 282283. Im freien Verkehr wurden folgende Kurse genannt: ManSfelder Kure 22 000, B:nz 500, Hansa Lloyd 250265. Zur Schwäche neigten verschiedene chemische Werte. AnUmvxrte konn­ten sich behaupten. In Slestrizimtsaktien war di« Grundtendenz uneinheitlich: A2G. verloren 15 Prozent. Sonst blieb die Kursbewegung auf vt?iem Gebiete bescheiden. Im Verlause schwäch­ten sich die Kurfe vielfach ab, da die Spekulation sich nur wenig am Geschäft beteiligte. Der Rück­gang des Dollars auf 280 hemmte die Unter­nehmungslust in Au-landSwerten. Der Schluß gestaltete sich ruhig bei abgeschwächter Tendenz. Privatdistont 412 Prozent.

Fran kfurt a M., 17. Mai. Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Schlutz- Schluß- Schluß- Schluß-

Kirche und Schule.

1L TretS a. Lda. 15. Mai. Der heutige Sonntag, Cantate, war in unserer Ge- rnetrt&e der Mission gewidmet. Am Vor­mittag hielt Missionar Walther- Beuern einen gut besuchten KindcrgoitesNenst. tn dem er miet Vorzeigung von allerlei Gegenständen, Früchten und präparierten kleineren Tieren auS Karner tn und durch Erzählen von dem Leben tnd Treiben der dortigen Kinder unserer Jugend hie Siebe zur Mission ans Her zlegte. Am Nachmittag ver­sammelte sich eine zahlreiche Gemeinde auf dem alten Kirchhof bei der Kirche, am beim herr­lichsten Friihlingssonnenscheii den Heiden schonen Chören des hiesigen Knchengesangveceins und den tief durchdachten Worten des FestpredigerS Pfarrer Groth- Rödgen za lauschen. Rach ihm sprach in in bekannter packender Weise Misiionar Walther über seine Erletmi se in Kamerun, besonders über die MilsionSarbeit daselbst und ihre Aussichten für die Zukunft. Die erhoben« Kollekte für die Mission betrug 674 Mt

Strafantrag nicht formell und rechtzeitig gestellt worden. Der Reichsanwalt beantragte Verwer­fung der Revision beider Angeklagten. Wenn der Angellagte Dr. Pusch etwas hätte tun wellen, dann hätte er sich an die Staatsanwalt­schaft wenden müssen. Bon Gefahr im Verzug könne keine Rede fein. Berechtigte Interessen liegen nicht twr. sondern nur Sensationslüstern- beit und Wichtigtuerei. Der Angellagte Dr. Markus hatte zwar, wie das Urteil ausweist iwn den Angehörigen deS getöteten Dienflknechts Vollmacht gehabt, die Sach? zu untersuchen und war deshalb berechtigt, Aufllärung zu schaffen. Trotzdem aber fei die schwere Beleidigung fest- gestellt. Das Reichsgericht verwarf darauf­hin die Revision des Dr. P u s ch als unbegründet hob dagegen das Urteil gegen Dr. Markus auf und verwies die Sache insoweit zur nc^ch-

Silber b-®

Ditangellagte Dr. Markus kam in einem dei W »sfentlichen Vortrag, den er über Draunkoblen-

halte. 1(jj Verwertung hielt, auf den Tod des Dienstknechts « überkt*1^.. it)| zu sprechen und verurteilte dabei das Vor- ' llgeinciu . gehen des Forst beamten. Der Name des Forst- , stete e" 7,- üb.i weisterS Sy wurde zwar nicht genannt, doch 6e- k-amien rlan2> hierüber kein Zweifel. Das lrandgericht '--ma- hierin ein strafbares Tun des Mitange-

u'nI> mi tagten Dr. M. gefunden, da er nicht unerwiesene AiMiit' ^üch'e In einer öffentlichen Versammlung wei- n auf '«^verbreiten durfte. Gegen das Urteil hatten die

in lia4> ^'iden Angeklagten Revision eingelegt. Sie Jflcn So^L rügten die Nichtanwendung des § 193 StGB r Ü.k'Urg -^rir Wahrung berechtigter Interessen.) Die fubjek- lioe Seite fei nicht genügend geprüft und der

Rcichsgerichtsbrief.

rz. Leipzig, 13. Mai. Wegen Beleidigung find am 23. Dezember v. I. vom Landgericht Gießen der Oberamtsrichter Dr. Pufch aus Orlenberg und der Dr. Robert Markus aus Büdingen zu je 1 Monat Gefängnis verurteilt worden. Im März 1920 hatte (vergl. unseren damaligen Bericht. Die Dchr-iftltg.) zwischen diensttuenden Forstbeamten und mehreren Wll- berern ein Fruergefechl stattgesunden, bei welchem (In Dien st kn echt G. durch Streifschuß verletzt rairbe, der später an den Folgen dieses SchsisseS int Krankenhaus gestorben ist. Wer den tödlichen Schuh abgegeben hatte, konnte nicht festgestellt uoerden. Dieses Ereignis hatte in der ganzen Umgegend Aufregung hervor gerufen. GS .ent­standen wilde Gerüchte und es wurde erwähnt, daß der Dienflknecht G., der mir als harmloser Hamsterer durch den Wald gegangen, von dem Forstmeister H. angehalten und ohne weiteres niedergefchossen worden sei. Der Angellagte Dr. Pusch hat nun Arbeiter aus den umliegenden Dörfern über den Vorfall vernommen, die als Zeugen überhaupt nicht in Frage kamen Ferner hat er mit verschiedenen Leuten in einer Arbeiter­versammlung von dem fraglichen Vorfall gc-

von dc-l Ar

Dn ?«it, Zriwng Mj

sprochen und dabei die Vermutung ausgesp^chcn, daß der Forst meister H. den G. glatt über den Arufcn geschossen habe. Dadurch, daß sich der Angellagte Dr. P u s ch um diese Dinge gekümmert h»t, die ihn nichts angingen, und daß er daS entstandene Gerücht leichtfertig in der Oeffcnt- Achkeil umbergetragen und breitgetreten hat, ist, wie da- Urteil auSführt, die Ehre des Forst­meisters H schwer gekränkt worden. Diesem sind dadurch ganz erheblich« wirtschaftliche, moralische trad aescllschastliche Nachteile entstanden. Der Angeklagte sagte zu seiner Entschuldigung, daß er sich für befugt und verpflichtet gehalten habe, Nachforschungen über den vermeintlichen Mord inzustellen. Er habe das Amtsgericht für zu- flänbig gehalten. DaS Urteil sagte jedoch, daß der Angellagte, um die Ehre eines Toten zu retten, nicht einen Lebenden zum Mörder stem- a ftw'L-hübrtn 1x1,1 f>ar^- Sine amtliche oder dienstliche Zu- ber * fiänbigfeit konnte er nicht annehmen. Er hat

- -- weder Akten angelegt noch auch nur amtliche

Dotizen gemacht ferner hat er keinen Gerichts- schreibcr zu den Vernehmungen hinzugezwgen. Als Privatmann durste er nicht einschreiten. Der

Direktor der hiesigen Stadtbibliothek, Geheimrat Professor Dr. E b r a r d beging am 15. Mai das goldene D 0 k t v r - Jubiläum, auS welchem Anlaß ihm die philosophische 5a tu [tat der Uni­versität Tübingen daS Doktor-Diplom erneuerte.

16. 5. 17. 5^

Schweizer Franken

4° 0 Hess. StaatSanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank

die Kaiserliche Post Ueberschüss« erzielt wurden, dieS lediglich auf Kosten der» unteren Beamten möglich war. GS wandte sich im weiteren Ver­laufe feiner Ausführungen gegen den republik- feindlichen und gewerlschastSseindlichen Geist, der noch im Postministerium herrsche und der auch tor Beleidigungen des Reichspräsidenten Sbert und des Bäckergesellen GiesbertS nicht Halt mache.

Staatssekretär Dr. Bredow betont, daß bat w-tomatische Fernsprechwesen tn der besten Entwicklung sei und daß schan gute Erfolge er­hielt wurden und kommt sodann auf die Draht- ««bstähle tn der Nähe der Großstädte zu spre­chen, welche viele Millionen Schaden anrichteten inb zwanzig Prozent aller Betriebsstörungen QuSmachen. Di« StretchungSgebühr für zurück­gezogene Ferngespräch", könne nicht entbehrt wer­den, weil bic Zurückziehung von Gesprächen in letzter Zeit überhand nehme.

Abg. Hoffmann- Schmargendorf (U.) appelliert an den Minister, der selbst auS dem Arbeiterstande hervorgegangen sei, die berechtig­ten Klagen der mittleren und unteren Beamten zu erfüllen und der Unzufrieden heft ein Ende zu machen. Jedenfalls wolle sich die Deamtenschast »icht von den höheren Beamten kontrollieren und bevormunden lassen und erhebe deshalb Protest tagegen daß ncuerbingd Bestrebungen im Gange seien, tbr Mitbestimmungsrecht zu bloßen Gut­achten herabzudrücken.

Nackibem Minister GieSbertS sich sodann bereit crilärt hatte, hinsichtlih der Regelung der ZuftellungSgebühren den Dedürfnisien der Presse entgegenzut. mmen, wird der unabhängige Antrag auf monatlich" Berechnung der ZustellungSgebühr abgelehnt. Der unabhängige Antrag auf Ent­fernung der Kntserbtldcr und HoheitSzeichm aus den 9Mtbetrieben wird fodann angenommen und das Min^stergehast bewilligt

Im Laufe der Einzelvevatung sicherte der Minister zu, bei der Pei-sonalverminderung stets vziale Gerech'igkeit walten $u lassen und erflärtc sich bereit, ^Beamtinnen, die aus Anlaß ihrer Verheiratung auf ihre Stell« verzichten, eine Ab­findung zu zahlen.

Rach weiterer unwesentlicher Debatte wird ber Postetat bewilligt, ebenso der Etat der ReichS- druckerei.

DaS Haus schreitet sodann noch zur zweiten Lesung des HauShaltS des ReichSarbeitSmini- rierium#, vertagt die Verhandlungen aber, nach­dem der Berichterstatter gesprocheri hat.

Vizepräsident Dr. Bell gibt dem Hause bekannt, daß Abg. Iau d (Bayer. Vp ) in seiner Heimat verstorben ist. DaS Haus ehrt sein An­denken durch Grheben von den Sitzen.

Mittwoch 11 Uhr: Etat deS ReichSarbeitS- mtnisteriums.

Schluß nach V,7 Uhr.

Turnen, Sport und Spiel.

* DerWafsersport verein »Hellas" 1 920 e. V Gießen. Mitglie) des Süddeutschen Ruderverbandes, eröffnete am Sonntag a:i sci em DootShause an der Lahn, begünstigt durch das herrlichste Wetter, mit einem Anrudern seine diesjährige Rudersaison. Der üblichen Auffahrt schloß sich die Taufe des neu erworbenen Renn­vierers an und wurde nach dem Taufakt seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche Zuschauer, Ver­treter hiesiger und auswärtiger Vereine, nahmen teil an der Veranstaltung, die dem rührigen Verein und seinem Interesse an der Forderung des Wassersportes ein gutes Zeugnis auSstellt.

Auf dem Wege zur Deutschen Fußballmeisterschaft. Am 21. Mai treten br Spiele um die Deutsche Fußballmeister­schaft 1921/22 mit dem Beginn der Vorrunde in das entlcheibende Stadium. Rach langwierigen schweren Kämpsen sind in allen sieben Landes­verbänden die Meister ermittelt und diese treten am kommenden Sonntag zusammen mit dem Ver­teidiger des Titels, dem 1. F. C. Nürnberg, zur Vorrunde an. Die Spielernteilung ist folgende: In Karlsruhe Wacker-Münch en gegen A r m inia-Dielefeld (Schi.dsrichter Kop- Pehel-Berlin): In Halle 1. F. C. Nürnberg

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Marl wurden gezahlt:

Dalum: 1.7.14.

Fr. 125.40

Kurs

16. 6. 77,50 94.60

112,50 85,-

403,84 325,- 301,- 299,- 601,- 436,- 322- 263,- 302,

1109, f-00,- 962,-

1005,- 1800,-

»39^0 671,

1110,- 751,- 695,- 664,50 852, 610,- 509,- 453,-

78- 768,-

238'/,- 1393,- 2392, C2 :C,20 6346.70 l2L2

[ich Äoufaufträge bei den Barrksirmen eingelaufen

- - ,---------- JUi , waren, so hielt die freundlichere Stimmung, welche

maligen Verhandlung an die Dvrinstanz zurück, | in den letzten Togen vorherrschte, an. Regere

Rinder 44.1046,60 Mk., Kühe 41,90-44,35 Mh, Ochsen 41^042.50 Mk. Gewichtsklasse 60-79 Pfund: Rinder 45,1048JO Mk.. Kühe 42,05 b\t 48,30 Mk.. Ochsen 41-44,05 Mk. Vcwichtsllasse über 83 Pfund für Rinder und Kühe 41,25 bl» 47,75 Mk., Ochsen 4047,05 Mk. Droßvicbhäute mit Kopf, Gewichtsllasse 2049 Pfund, 38 viS 41,95 OHL, 50-79 Pfund 38,6043,10 VN., über 80 Pfund 33,50-43,15 Mk Dullen ohne Kopf. GrwichtSNasse 20-29 Pfund, 45 Mk.. 30-49 Pfd 43,55-44 Ml., 5059 Pfund 34 Mt., 60-79 Pfd. 29,85 Mk., über 80 Pfund 29-35.80 Mk. Dull« mit Kopf. Gewichtsklasse 2049 Pfund, 38.10 Mk., 5079 Pfund 27 Mk., über 80 Pfund 24,20 Mk.

Erfindung«- und NeuheitLmesse in Mannheim

Mannheim, 16. Mal. Hier fand tn der ersten Hälfte des Monats Mai eine Erfin­dung«- und Neuheilenmeffe statt, die einen sehr befriedigenden Verlauf nahm. Es wurde ein Um­lad von 90 Millionen Mark erzielt.

............ 11

(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Dine Interpellation DarrereS über die französische Politik.

Paris, 16. Mai. (WTD) MaurrceBar- r c r e hat gestern an den Ministerpräsidenten P 0 incar 6 einen Br ief gerichtet, In dem er ihm mltteilt, daß er sofort nach dem Zufammen- tritt der Kammer über die Art zu interpellieren gebe nie, burch die die Regierung die Einigkeit der Alliierten für den materiellen und morali­schen Wiederaufbau Europas wt d.'rhc'-zustellen beabsichtige. In demSriti macht Barrere darauf oafmerksam, man klage Frankreich an. nicht ge­meinsam mit den Rationen für die Losung der Wirtschastskrlse zu arbeiten und darauf baue man ein Anklagefystem auf. Man sage. Frankreich ver'olge besondere Adsich en. Die Fran­zosen seien Militaristen und Imperialisten. DlefeS MißverständniS müsie im Sonnenlicht und tn ausgiebiger Weise durch ein klares Exposa über den Deist der französischen Politik, wi? sie für den Wieberaasoau Europas za arbeltm gedenke, dosei.igt werden.

Aus der englischen Presse.

London, 15. Mai. (Wolff.) Der Wochen- fchriftNation" zufolge gibt cs keinen eng­lischen Staatsmann von politischer Dedeutung. dessen Ansicht von der Ansicht Lloyd George« über Frankreich wesentlich abweiche. In einem Das Ende der Entente" überschriebenen Artikel schreibtNation", die englische Wähler- schast sei zur Vernunft gekommen und habe bi« ungeheure Katastrophe der foaenarmten FriebcnS- regelung für Europa unb sich selbst erkannt. Sie wurde vorziehen, diese Regelung mit Frankreichs Zustimmung abzuändern. 'Wenn Frankcetch aber hartnäckig bliebe, so müsse England dem gebiete­rischen Gesetz der Selbsterhaltung folaen und bic neue Regelung in Angriff nehmen, bic ohne chic buchstäbliche Abänderung der Verträge möglich ist. England fei, was sein Verhältnis gegenüber Rußland anbetrisst. durch keinerlei DertragSver- Pflichtungen gegenüber Frankreich gebunden und obwohl es aus sich selbst heraus die Stellung Deutschlands unter dem Versailler Vertrage nicht änt>em konnte, so werde eS doch keinen aktiven Anteil an weiteren Zwangsmaßnahmen gegen­über Deutschland nehmen. Es werbe sich ferner Vorbehalten, In zweckbienllche unb freund­liche Beziehungen zu Derttschland zu treten, ins­besondere würde für England aus der engen wirt­schaftlichen Verbindung zwischen Deutschland und Rußland kein ©djaben, sondern vielmehr Nutzer, entstehen. Poincares Drohungen mit einer sranzo- flfd>cn Sonberakrion gegenüber Deutschland, wenn seinen Verpflichtungen nicht Nachkomme, liefen auf eine einmonatige Kündigung der Entente hin­aus. Wenn Porncarc- bei dieser Haltung beharre, so werde England feine Kündigung bestimmt an- nehmen.

Die Vereinigten Staaten lehnen die Ein­ladung zur Haager Konferenz ab?

London. 16. Mai. (WTD^) Einer in den frühen Morgenstunden aus Washington eintreffenden Reutermeldunq zufolge hat das Staatsdepartement die Einladung zur Teil­nahme an der Haager Konferenz ab* gelehnt.

Morningpost" berichtet aus Washington, daß dieWashingtoner Post" als Presse­organ des Präsidenten H a r d i n g bereits mehrfach jeden Gedanken einer Annahmeder Einladung durch die Vereinigten Staaten ab­gewiesen und nachdrücklichst erklärt habe, daß Die Negierung der Vereinigten Staaten mit Svwjetrußland nichts zu tun ha­ben könne, bevor die Sowjetregierung die Gesetze der Zivilisation annehme.

Dir Generalrot-wehlen m Frankreich.

Paris, 15. Mai. Der Minister de- 3nn?rrt veröffemlicht um 6 Uhr 30 Minuten folgenbe Zusammenstellung der Wahlergebnisse zu den Ge­neralräten: ÄonfcrPaliDC vorher 122, fetzt 104, Demvkrcttisch-rcpublikairische Entente vorher 213, jetzt 215, Linksrepublikaner vorher 518, fetzt 475, Radikale anb RadUallozialisten vorher 43t, jetzt 413, Rep.rblikc»nische Sozialisten vorher 65, jetzt 59, Sozialisten vorher 64, fetzt 41. Kommu­nisten vorher 21. jetzt 17, zweifelhaft 1, nicht veröffentlicht 2, S ichwahl "164.

Paris, 16. Mai (WTD.) Heute nacht 11 Uhr verölfenllichte die Havasagcntur tolgznbe Statistik der 1489 GeneralratSwahlen. Konser­vative und Altionsllbevole 143, progressistische und Linksrepublikanrr 585, Radikale, Radikal- Sozialisten und sozialistische Republikaner 530, unabhängige Sozialsten urD geeinigte Srzlalistrn 52, Kommunisten 17; S:ichwc»hlen 151. 1 Sih zweifelhaft. Die Gewinne und Verluste verteilen sich wie folgt: Konservative unb Aktionsliberale 9 Gewinne. 14 Verluste: progres'istische und LinkS- republikaner 28 Gewinne unb 30 Verluste; Rudr- tale. Radi.'al-So-ialisten unb s z aliftisch? Repu­blikaner 28 Gewinne 25 Verlüde; unabhängig» Sozialisten und geeinigte Soziallsten 10 E-ewinne und 4 Verluste, Kornrninisten 7 Gewinne und 1 Verlust.

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