Ausgabe 
17.2.1922
 
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aus, der als erster dazp bestimmt sei, die inter- | die Truppen auf dem von schönen öffentlichen Ge- nationalen Beziehungen in freundschaftliche Bah- bäuden umgebenen und von der hohen Nikolai-

gespannter Äufmertsamkeit die Ausführungen des Redners, dec schilderte, wie es kam, daß sich Qll Ham Xz> in

auf

Weihevolle

dem

Um-

liegt zum

winn. 3n dem Gedanken des Völkerbundes etwas großes und christliches. Möge er Segen der Menschheit werden.

Abg. D r e i t s ch e i d (LlSP.) stimmt Vertrage zu, hebt aber hervor, daß unter

i bba, 14. Febr. Das für diesen Sommer in Aussicht genommene Kir Vereins fest soll am 9. Juli ES beteiligen sich voraussichtli.

malige Sowjetbeamte, Ingenieur E r t e l, über Die Hungersnot in Rußland und ihre wirt­schaftlichen Folgen". Die Zuhörer verfolgten mit

solche Zustände in dem reichen und fruchtbaren Rußland entwickeln konnten. Die hiesige Orts­gruppe der Liga gewann an dem Abend neue Mitglieder.

kirche gekrönten Senatsplatze eintreffen. Da kam lO^lhr die Nachricht.'Der Aufstand ist von

wirkten, wie auch die Solls gesungen von Semi- narist F u n g e s, boten Vollendetes. Richt minder waren die Dellamativnen von Frau Seminav lehrer G a tz e r t, Fräulein G a h e r t und Semi­naristen der Anstalt in jeder Beziehung muster­gültig, ebenso die Klavierbegleitung von Friedrich Gahert, so daß das Seminar mit voller Be­friedigung auf den Abend zurückblicken kann, dies umsomehr, als es in der- Lage war. alles aus eigenen Kräften zu bestreiten. Auch der finanzielle Erfolg war bei vollständig ausverkaustem Haute sehr gut, so daß die Absicht, für die gefallenen Seminaristen eine Ehrentafel zu errichten ihrer Erfüllung wohl in greifbare Rähe gerückt sein wird.

Starkenburg und Rheinhessen.

mungsvollen Hintergrund bilden.

Kreis Friedberg.

Aus dem Reiche.

Zusammentritt des Auswärtigen Ausschusses.

DerDeutschen Allgem. Ztg." zufolge ist der ReichstagSausschuß für auswärtige An­gelegenheiten von seinem Vorsitzenden Sttese- mann für Dienstag, 21. Februar, einberufen worden.

Sine Versammlung der Reichsgewerkschaft Deutscher Eisenbahner.

Berlin, 17. Febr. 3n der gestrigen Vvrstandssitzung der Reichsgewerkschaft Deut­scher Eisenbahnbeamten und -Anwärter wur­den lautLokalanz." zunächst die Vertreter der aus den einzelnen Direktionsbezirken nach Berlin gekommenen Ortsvorstände gehört und ein zahlenmäßiges Material über die an»

nen zu bringen. Redner polemisiert sodann gegen den Abgeordneten Schücking, der die geistigen Grundkräfte verkenne, auf denen die Entwicklung des alten Deutschland aufgebaut war. Auch wir wollen Streitigkeiten durch Verträge aus der Welt schaffen, können aber nicht glauben, daß das erreicht werden kann. Das sind Illusionen der Pazifisten, die gegenüber den Realitäten der Weltgeschichte in ein Nichts zerfallen. In­zwischen ist Oberschlesien geschehen mit tausend Rechtsverdrehungen. Teilen Sie (zu dem Ab­geordneten Schücking gewendet) Ihre Ideen den­jenigen mit, bei denen sie besser angebracht sind.

Abg. Dr. Schreiber (Z.): Wir betrachten diesen Vertrag als einen außerordentlichen Ge-

die auf ihren Häuvtern Schilds mit den Namen der gefallenen Helden tragen; dieser Teil des Ehrendenlmals wird aus Muschelkalk her- gestellt werden. Das Denkmal wird auf der Ost­seite der östlich von unserem Marktflecken gelegenen AnhöheHeilluh" zu stehen kommen. Die dortigen prächtigen Baumgruppen werden

geblichen Maßregelungen zusam- mengestellt. Die Verhandlungen wurden Heute vertagt.

einen sttm-

Deutscher Reichstag.

171. Sitzung, nachmittags 2 Ahr.

Berlin, 16. Februar 1922.

3n der heutigen Sitzung des Reichstages fand die erste Beratung des Gesetzentwurfes über den deutsch-schweizerischen Schiedsgerichts- und Ver­gleichsvertrag statt. Minister des Aeußern Dr. R a t h e n a u benutzte diese Gelegenheit, sich dem Hause dorzustellen, bedauerte aber sich noch nicht ausführlich über sein Programm aussprechen zu können; dafür sei der Zeitpunkt noch nicht gekom­men. Der Entwurf scheine ihm ein gutes Omen für die deutsche Zukunft zu sein. Er sei ein Vertrag des ausgleichenden Rechtes und eine neue Stel- lungsnahme Deutschlands zu dem Gedanken des Schiedsgerichtes, anders als die Stellungsnahme Deutschlands zum Schiedsgerichtsgedanken im Haag. Es gelle hier den Rechtsgedanken des Schiedsgerichtes zu kräftigen, durch einen Vertrag, der eine rein absolute Rechtsgrundlage biete. Kaum einen Vertrag werde man finden, der zwi­schen Völkern zur Vermeidung von Streitigkeiten abgeschlossen sei und der mit so vollkommener Rest- losigkeit alle möglichen Differenzen voraussieht und beizulegen sucht. Für einen etwaigen Rechts­streit sei ein Schiedsgericht vorgesehen, für einen politischen Konflikt aber Schiedsinstanzen. Er hoffe, daß der Gedanke und die Fassung des Vertrages den Beifall des Hauses finden würden und daß bald weitere solcher Schiedsgerichtsverträge mit Hellen abgeschlossen werden könnten. (Beifall.) Solange nicht geeignete Schiedsinstanzen bestehen, bei denen jedes Volk sein Recht finden kann, werde es Aufgabe der Schiedsgerichtsver- träge sein müssen, die Rechtsordnung der Welt zu sichern. Das Recht sei die Vorbedingung für jede Arbeit und somit auch unerläßlich für den euro­päischen Wiederaufbau. Er empfehle daher den Vertrag als ein Instrument, welches die friedliche Zukunft der Welt sichere.

xx Schücking (Dem.) begrüßt das

Gesetz als Vorsitzender der deutschen Gruppe der interparlamentar'.schen Union. Während sich das alte Deutschland, gestützt auf die Schultern Preu- ßms, Echiedsgerichtsverträgen gegenüber ab- iS* m verhalt sehe das neue Deutschland ein, daß chie Machtsprache zu keinem guten Ende führe. Dieser Geist beherrsche den vorliegenden Vertrag und wolle gleichzeitig ein Bindemittel zwischen dem deutschen und dem schweizerischen Volke sein. Redner tritt dann für die Ausbreitung dieses Geistes auf ben deutschen ÄversitÄ em und für die Verbrennung aller Krieassck, illen (Beifall links, Rufe rechts:Sagen Sie d^ den Franzosen!") Der Friede von Versailles muß wieder aufgehoben werden. Das wollen wir aber nicht erreichen, indem wir in unserer Jugend den Revanchegedanken grohziehen son­dern in der Ueberzeugung, daß das Recht auf die Dauer doch über das Unrecht siegt. Dieser Vertrag eröffnet eine neue Aera der internatio­nalen Beziehungen. Der Reichstag sollte ihm einmütig zustimmen.

Abg. Dr. Kahl (Deutsche Bollsp.) spricht ebenfalls seine Genugtuung über den Vertrag

* Lang-GönS, 16. Febr. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, hält am kom­menden Sonntag der Gesangverein Frohsinn im Hebbelschen Saale unter Mit­wirkung einer Musikkapelle ein größeres Kon­zert ab. Anläßlich des im verflossenen Som­mer in Gießen stattgefundenen Lahntalsän-- gerbundfestes fand dieser Verein vielen Bei­fall für seine Leistungen. DaS uns vorliegende Programm verspricht Gutes.

A Lich, 14. Febr. Die ersten H o lz der- st eigerungen dieses Jahres hatten außer­ordentlich viele Käufer angezogen, besonders aus den waldarmen Gemeinden der nördlichen Wet­terau. Die Preise wurden sehr in die Höhe ge­trieben. Waren sie bei der ersten Versteigerung in den fürstlichen Revieren mit etwa 1200 Mark für die Klafter Buchenderbhvlz noch einigermaßen erträglich, so erllommen sie bei den ersten Auttio- nen im Gemeindewald eine Höbe, djr es unbemit­telteren Einheimischen nicht m hr möglich machte, mitzubieten. Cs wurden für 4 Raummeter Buche bis zu 2100 Mark bezahlt, unter 1600 Mark brauchte kaum ein Zuschlag erteilt zu werden. Was die Versorgung der Ortsbürger mit Brenn­holz anbetrtfft, so hatte die Stadtverwaltung fol­genden Plan. Jede Familie sollte 2 Raummeter Derbholz und 50 Wellen zum Tarifpreis er­halten. Außerdem toaren zwei Versteigerungen nur für Einheimische vorgesehen, und zwar derart, daß jeder Familie die Möglichkeit zum Kauf von 2 Raummetern für angemessenen Preis ge­boten wäre. Eine Bittschrift zahlreicher Orts­einwohner an den Gemeinderat gab sich mit der vvrgeschlagenen Regelung aber nicht zufrieden. CS werden 4 Raummeter Derbhvlz und 100 Wel­len zum Tarifpreise gefordert, was im Grunde genommen aber wohl auf dasselbe herauskvmmen Dürfte, was der Gemeinderat ursprünglich vor­gesehen hat. Wie verlautet, hat die Holzkom­mission dem Anträge der Bittsteller bereits statt- gegeben. Es heißt, daß jede Familie 4 Raum­meter Derbholz, 2 Meter Stöcke und 100 Wellen zum Tarifpreise erhalten solle. Es besteht die Hoffnung, daß sich auch der Gemeinderat dahin entscheidet.

Kreis Alsfeld.

2$. Merlau, 14. Febr. Ein Sohn un­serer Gemeinde, Lehrer Gustav Jung, der schon vor dem Kriege in Okahandja in Deutsch-Südwest an der dortigen Schule tätig war, wellt seit einigen Monaten in Arlaub in seiner alten Heimat. Trotzdem das Deutsch­tum in unserer alten Kolonie durch die neuen Verhältnisse in bedrängter Lage ist und einen schweren Kampf um seinen Fortbestand zu führen hat, kehrt Herr Jung in nächster Zeit wieder zur Stätte seines Wirkens zurück, um an seinem Teile mitzuarbeiten an der Er­haltung deutscher Sprache und deutschen Volkstums im Ehemaligen Deutsch-Südwest. Dem wackeren Pionier des Deutschtums ge­bührt hohe Anerkennung. In verschiedenen Orten der Umgebung hat Herr Jung schon recht interessante Vorträge über das Schul­wesen und über Land und Leute von Süd we stak rika gehalten.

§ 2tus Dem Ohmtal, 15. Febr. Es ist eine seltsame Erscheinung, teeren man um Mele Zeit Kraniche auf dem Rückstrich der sonst anfangs März erfolgt, beobachtet. Sine Schar von 30 Stück stand gestern morgen auf einem Acker mit Wintersaat' unweit der Ohm Tie großen Vögel teuren nicht so scheu, wie sie pflegen. Sie waren tags vorher nach Norden gestrichen und kehrten wieder zurück. Sicher hat ihnen Eiö und Schnee gezeigt, daß wir von dem Frühling noch weit entfernt sind.

Kreis Büdingen.

neuem entbrannt, überall schießt es." Der Einzug geschlossener Truppen schien sehr gewagt, ja be­denklich. Ich habe ihn doch befohlen und es hat niemand geschossen. Absage hätte Schwäche ver­raten und uns neue Opfer gekostet. Später ist mir erzählt worden, daß nur schnell entschlossener Ein­zug die Roten von ihrer Absicht, Helsingfors an allen Ecken anzustecken, abgehalten hat."

Gießener H o ch s ch u l g e s e l l - schäft. Am Dienstag, 21. Februar, abends um 8l/2 Ahr, spricht Herr Dorn van Rom- b e e k im großen Hörsaal der Universität über die wirtschaftlichen Verhältnisse in Niederländisch-Indien und der Bedarf an vorgeb ildeten euro­päischen Kräften". Cs wird damit Ge­legenheit geboten, den besten Kenner dieser Dinge zu hören. Herr van Nombeek war Ober­beamter in Niederländisch-Indien und ist jetzt Direktor des Auskunftsbureaus für den in­dischen Dienst beim Kolonialministerium im Haag. Außer den akademischen Kreisen seien die des Handels und der Industrie besonders auf den Vortrag hingewiesen.

Gießener Frauenverein. Leider mußten die am 6. Februar angekündigten Vor­träge von Fräulein A. Keller, Referentin im Ministerium und Vorsitzende der Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge und der hiesigen Fürsorgeschwester Frl. A. Herrmanny wegen des Eisenbahnerstreiks ausfallen. Am Dienstag, dem 21. Februar abends 8 älhr werden nun im Ka­tholischen Vereinshaus die Vorträge gehalten werden. Der Besuch wird den Eltern und Er­ziehern warm empfohlen.

Der Evaug. Arbeiterverein hält am Samstagabend im Vereinslvkal feine dies­jährige Hauptversammlung ab (siehe Anzeige).

Landkreis Bietzen.

k. A l l e n d o r s a. d. L d a., 15. Febr. Gestern abend sprach im Aufttage der Liga zum Schuhe der deutschen Kultur der ehe-

Aus Stafot und Lond.

Gießen, den 12. Febr. 1922.

** Mit dem Fragebogen für das neue Adreßbuch wird den Hausbesitzern in der Stadt Gießen zugleich je ein Frage­bogen über die Abgabe für die Straßen­reinigung und Müllabfuhr sowie über die Wohnungs- und Mietverhält­nisse zugestellt. Die Hausbesitzer, im Ver­hinderungsfälle deren Stellvertreter, werden ersucht, den Fragebogen dem Vordruck ent­sprechend auszufüllen und dem Polizeiperso­nal mit dem Fragebogen für das Adreßbuch zurückzugeben.

** Ein Wafsen-Studenten-Kom­mers der im Allgemeinen deutschen Waffen­ring vereinigten Gießener Korporationen fand gestern im Philosophenwald statt und war außer­den Angehörigen der studentischen Verbände von Vertretern der Dozentenschaft, des Osfizierkorps und sonstigen Gästen gut besucht. Der 1. Char­gierte des derzeit im Gießener Lokal-Kartell Präsidierenden Vereins deutscher Studenten, stud. Boller, unter dessen Leitung der Kommers einen würdigen Verlauf nahm, pries in seinen ^e3rü6ung3tDorten das Zusammen.^öri kells- gefühl und den alten deutschen Geist der Treue. Eine rednerische Musterleistung war die An­sprache, zu der dann Fregattenkapitän v. Sel - chow das Wort erhielt. Hier sprach ein Mann, dem das vaterländische Gefühl nicht nur auf der Zunge, sondern im Herzen sitzt. Nicht Völker-, son­dern Volksgemeinschaft ist seine Losung,Treugesühl und Deutschbewußtsein zu erhalten in unserer trü­ben Gegenwart seine Forderung, im Siegfried- und Dismarckgeist sich zu rüften unb starkzuhalten für Den Tag, auf den jeder Deutsche wartet, für den Tag, an dem das Vaterland in neuem Glanze einst erstehen soll, seine Mahnung. In Schmerz und Leid alte Fehler zu erkennen und zu tilgen, festzuhalten an Vaterland, Muttersprache und Volkstum, forderte sodann Professor Krämer seine Kommilitonen auf, während Geheimrat Wittlinger die Lebenden im Gedächtnis an die Toten, zu deren Ehrung sich die Versammelten von den Plätzen erhoben, zur Arbeit im deutschen Geiste mahnte. Die Grüße und den Dank des Osfizierkorps überbrachte Hauptmann Au leb, die der Dozentenschaft in warmen Worten Prof. Borgmann. Die ganze Feier, die erkennen ließ, daß sich bei unseren jungen Akademikern mit jungfrischem Frohsinn Verantwortungs­gefühl und sittlicher Ernst einen, zeugte von dem guten Geiste, der bei der Gießener Wafsen- studentenschaft herrscht. Möge sie sich ihn auch in Zukunft erhalten.

** Das Fest der goldenen Hoch­zeit feiern morgen der Dahnschlosser t. P. Devrg Jung und seine Ehefrau Elisabech geb. Hillgärtner, Teufelslustgärtchen 3, zur Zeit Bleichstraße 10.

BornoLizen.

Tageskalender für Freitag. Stadttheater, 6V2 älhr:Mascvttchen".

Meine Sendung in Finnland und im Baltikum" lautet das Thema, über das Graf von der Goltz morgen in der Neuen Aula spricht. In seinem Buch, das mit dem Vor­trag einen gleichlautenden Titel hat, schreibt er über seinen Einzug in Helsingfors:Am Abend des 13. Aprll befahl ich feierlichen Einzug in die Stadt, um deutsche Macht zu zeigen. Die Spitzen Der Behörden wünschten die Befreier zu empfangen. Am 14. April 12 Ahr mittags sollten

gesangvereme von hier. Hungen, Altenstadt, Ortenberg, Wallemhausen, Obermockstadt und Eschenrod. Die Vertreter der verschiedenen Ver­eine hielten dieser Tage im Hotel zur Traube dahier ihre erste Besprechung ab. Für den Nach- mittag des betreffenden Sonntags ist vorgesohe.i ein Festgottesdienst mit 3 Massenchören der Vereine. Nach der Kaffeepause findet c ne Nach feier, wenn möglich im Freien statt. 2lud) hierbei werden die Vereine mit ihren 400 Sängern und Sängerinnen einen Massenchor achtstimmig zum Vortrag bringen, außerdem wird jeder Verein ein oder zwei geistliche oder weltliche Lieder fingen; die Lieder werden durch Ansprachen ver- schiedener Redner verbunden Die Leitung der Feier liegt in der Hand des bekannten Kirchen- musikers, Pfarrers Stumpf aus Esch n o\ der auch die Massenchöre leiten und vorher sämtlich? Vereine zu diesem Zweck besuchen wird. Die auswärtigen Gäste sotten, soweit möglich, in unserer Stadt untergebracht werden^ da sie zu der am Vormittag 11 llhr stattfindenden Probe schon mit den Frühzügen eintreffen müssen.

Kreis Lauterbach.

A 3 16 e8 a u f e n, 16. Febr. Die Errichtung eines H e l d e n h a i n e s für die im Weltkrieg ge­fallenen Gemeindeglieder wurde von dem Krieger verein einstimmig beschlossen. Der Hain soll auf den alten Friedhof kommen, der unter Denkmal­schutz steht. Für die Gefallenen-Shrung hat der Kriegerverein 17 000 Mark gesammelt, wozu noch rund 3000 Mk. andere Gelder kommen, so daß etwa 20 000 Mk. bereits zur Verfügung stehen

Kreis Schotten.

e. Schotten, 16. Febr. Auf die Erklä­rung des hessischen Bauernbundes, von der wir am Dienstag berichteten, erwidert das hiesige Kreis amt:Sie Erklärung des hessischen Bauernbundes ist unrichtig. § 1 des Reichsgesetzes setzt als Termin für die Ablieferung des Restes der Umlagemenge seitens der Kom­munalverbände an die Reichsgetreidestelle den 28. Februar. § 14 bestimmt:Die Kommunalver­bände haben den Erzeugern Lieferfristen unter Be­rücksichtigung der Fristen des § 1 zu setzen." Dabei muß so verfahren werden, daß der Kommunalver- band seine .Umlage rechtzeitig erfüllen kann, da er bei nicht rechtzeitiger Erfüllung finanziell haft­bar gemacht wird. Dies trifft auch für ben Koni- munalverband zu, dem die Reichsgetreidestclle den Selbstverbrauch seines älmlagegetreides überlassen hat und die Zwischenftist ist nötig, um Maßnahmen zur Sicherung der Erfüllung be3 älmlagesolls zu treffen.

Freienseen, 15. Febr. Der Gemeinde­rat hat sich nun endgültig über dieErrichtung eines Ehrendenkmals für unsere gefallenen Heldensohne schlüssig gemacht. Es war die Er­richtung einer Säule auf dem hiesigen alten Fried­hof vorgeschlagen worden; dies wurde abgäehnt. Man hat nunmehr den Düsseldorfer Ar ch i t e f t e n H e inr. Böck (geboren zu Sprend­lingen im Kreis Offenbach) mit der Ausführung betraut. Das prächtige Wetterfelder Ehren­denkmal hat diesen Künstler in hiesiger Gegend vorteilhaft bekannt gemacht. Der Entwurf Böcks stellt einen runden Turm dar von 3 Meter Höhe und 21/2 Meter Durchmesser; dieser soll aus h e i- mischemBasalt aufgemauert werden. An der Basis des Turmes stehen im älrnkreis vier Löwen.

ss. Friedberg, 16. Febr.

Stunden waren es. die das Lehrerseminar seinen zahlreich erschienenen Zuhörern durch die Liüsfühi-ung von SchillersBraut von Mes­sina" in der musikalischen Bearbeitung von Selle darbot. Die ganze Vorstellung war wie aus einem Guß; sowohl die Chöre unter Leitung von Musik­direktor Müller, wie das Doppelguartett, bei dem neben Seminaristen Stud'enrat Kuhn Di­rektor Schmidt und Seminarlehrer N i ck e I mit­

ständen solche Verträge weiter nichts als Papier- fetzen feien.

Abg. Frölich (K.) hält den Vertrag für eine Satire auf die ganze romantische Frieoens- idee, nur daraus berechnet, den Massen vorzu­täuschen. daß wir eine Regierung hätten, die den Weltfrieden tatsächlich wolle.

Darauf wird der Vertrag in allen drei Lesungen einstimmig angenommen.

Nach Annahme des Vertrages zwischen Deutschland und Oesterreich Hinsicht, ich der Kriegs­beschädigten und Kriegshinterbliebenen wird die Beratung des Reichsmictengesetzes fortgesetzt.

Auf eine nochmalige Anfrage des Abgeord­neten Bazille (D.-N.) erklärt Ministerialrat Dr. Ritter, der Reichsrat war nicht der Auffassung, daß die Vorlage grundsätzlich der Verfassung widerspreche.

Damit schließt die Beratung, und es kommt zur Abstimmung über die einzelnen Paragraphen, die zunächst im Wege des Hammelsprungs an­genommen werden.

Zu 82 wird ein Antrag Winnefeld (D. Vpt.) angenommen, der auch den Wünschen der Koalitionsparteien entspricht und besagt, daß eine Erhöhung der Miete nicht gerechtfertigt ist. wenn das Angebot von Räumen am 1. Juli 1914 die Nachfrage überstieg.

Der Rest des Gesetzentwurfs wird in der Aus- schußfassung mit einigen meist redaktionellen Aen-1 derungen angenommen. Das Gesetz tritt am 1. Juli 1922 in Kraft.

3n einer Entschließung wird gefordert, daß die Reichsregierung bis 1. April 1923 einen Gesetz­entwurf über Aenderung oder Aufhebung des Reichsmietengesetzes vorzulegen hat.

Damit ist die zweite Lesung beendet. Morgen nachmittag 2 Llhr: Abgabe zur Förderung des Wohnungsbaues und Interpellation betreffend Paßerleichterungen im Verkehr mit Oesterreich.

Schluß gegen 7 Uhr.

Die Mörder Crzbergers in Budapest.

Berlin. 17. Febr. Heber den Aufenthalt der Mörder Erzbergers in Ungarn mel­det der Budapester Korrespondent desVerl. Tagebl." folgende Einzelheiten: Der Münchener Kaufmann Heinrich Schulz und der frühere Oberleutnant Heinrich T i l l e s s e n find bereits im Oktober aus München in Budapest einge­troffen. Sie verkehrten dort in den prunkvollsten Vereinslokalen der beiden irregulären Organi­sationen des Vereins deserwachenden Ungarns", dessen militärischer Leiter der bekannte Banden- fuhrer Oberleutnant Hejar ist. und des Landes- wehrmachtvereinsNove", der unter Führung des Stadthauptmanns Gombös steht. Im De- zember 1921 wurden Schulz und Tillessen durch einen Zufall erkannt. Die deutsche Ge­sandtschaft wandte sich sofort an die Buda­pester Polizei. Etwa vierzehn Tage lang geschah >n der Sache nichts, obwohl die deutsche Ge­sandtschaft wiederholt um Erledigung bat. Mittler­weile hatte die deutsche Staatsanwaltschaft, die ^verständigt worden war, zwei deutsche De­tektive nach Budapest .gesandt. Die Nachfor­schungen der beiden Detektive wurden von der ungarischen Polizei stark verzögert. Den beiden Detektiven gelang es, nach Aufnahme der Nach­forschungen die Identität der Mörder Erz- bergers festzustellen. Sie stellten fest, daß beide mittels Chissrebriefe eine lebhafte Korrespon­denz führten. Es gelang auch, ihr-e Wohnungen zu ermitteln und ibie Aufenthaltslokale sestzu- stellen, in denen sie sich amüsierten. Anscheinend verfügten sie über große Geldmittel. Sie kauften Kleider und Pelze für Hunderttausende. Zuletzt wohnten die beiden Mörder im Hotel Astvria, dem besten Hotel Don Budapest. Nach dem Besuch einer gewissen Persönlichkeit verließen sie das Hotel mit ihrem ganzen umfangreichen Gepäck. Die deutschen Detektive verfolgten ihre Sour. Als sie versuchten, sich nach einer bestimmten Stadt in Westungarn zu begeben, wurden sie von den ungarischen Behörden mit der Begründung daran verhindert, die Deutschen hätten sich seiner Zeit geweigert, den Kommunisten Cseryak auszu» liefern, der der Teilnahme an der Ermordung Tiszas beschuldigt worden war. Erst nach län­geren Bemühungen wurde das Verbot auf ge­hoben. Inzwischen waren kostbare Tage ver­gangen und die Deutschen dürften in dem in Frage kommenden Orte zu spät angelangt fein. Sie mußten unverrichteter Sache wieder abreifen.

* Darmstadt, 16. Febr. Landsturm- bataillon II, Darmstadt. Die Vorbe­reitungen zum BatalllvnStag am Sonntag, 5. März d. I., schreiten rüstig vorwärts. Die Kameraden treffen sich vormittags 11 Uhr im Hofe der Eleonoren schule (Lagerhausstraße). Rach dem Essen, das die Kompagnien getrennt einnehmen, um so erst ihren Angehörigen Ge­legenheit zur Aussprache zu bieten, beginnt um 3 Uhr die gemeinsame Feier in der großen Turnhalle am Woogsplatz. Leider fehlen die Stammrollen und die bereits ergangenen Ein­ladungen kommen daher wegen ungenügender Adresse zahlreich als unbestellbar zurück. Des- >alb ergeht die Ditte an jeden Kameraden, ich schriftlich bei Bürgermeister Mueller (Stadthaus Darmstadt) anzumelden. Ebenso ergeht die Bitte, alle DataillonSangehörige auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen

e. Offenbach a. M., 16. Febr. Der 16. Februar ist ein kritischer Tag erster Ord­nung im Wirtschaftsleben jeden Haushalts. Die Zwangstnnung für das Schuhmacher- Handwerk in Stadt und Landkreis Offen­bach gibt bekannt, daß sie infolge der hohen Lcderpreise sowie der allgemeinen Verteue­rung her Lebensweise gezwungen ist, nach- ichende Richtpreise bekanntgeben zu müssen. Für Herren-Sohlen und -Fleck 110130 Mk.. ür Damen-Sohlen und -Fleck 90105 Mk.. ür Herren-Fleck 2535 Mk., für Damen-FIeck 2025 Mk., für Knaben- und Mädchen-Soh- Liquiue«. Jen und -Fleck je nach Gröhe 3595 Mk. Kirchen- l Die Vereinigung selbständiger Friseure

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