Ausgabe 
16.12.1922
 
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BTMX gtt hvd« Pressen verschob«, den th mtt OlbfaffTtoffen, Meie, Spreu uftix, EN uni) als ,gutes" Drotmehl ihren Kun- ibcten. Eine zugleich mit der Verhaftung it Durchsuchung der Mühle stellte die gen in grobem Umfang fest. Die Mengen lehlS. die die beiden Fälscher dem Drvt- tzogen haben, |mi> nach den bisherigen Meststelluilgen sehr bedeutend. Der größte Teil trielrt Mehls kam in Frankfurter Bäckereien. Die iDerhastungen erregen auherordentlich grobes Aufsehen. Messer unb Abt sind in den letzten Oupcrn zu schiüerreichen Leuten geworden.

spd F r a n k s u r t a. M . 15 Dez Sie Mehl^ !versälschullg«asfäre der Inhaber Messer und A b l von der Herrenmühle bei Oberursel scheint >sich zu etiwm Skandal allerersten Ranges zu entwickeln. In den noch verschiedene Mitschul­dige hliieingertssen werden dürften. 3n der Haupt­sache belieferte die Muhle, soweit heute feft- steht, den Ärel« Ä ö n i g ft e i n und einen Teil de« Kreise - Höchst. sowie xum kleineren Teil auch Franksurter Bäckereien, darunter auch den Konsumverein. Die Mühle wurde Donnerstag früh von der Behörde geschlossen und wird vor­aussichtlich vorläufig nicht wieder geöffnet Dab die Hei^enmühle schlechte« Mehl lieferte, war schon seit Monaten offenes Geheimnis, namentlich in Oberursel selbst, aber niemand hielt die In­haber solcher Taten, wie sie seht ausgedeckt wur­den, für fähig Erst durch einige entlassens 03 ä cf er, die bei der Staatsanwaltschaft An­zeige erfta rieten, kamen die Fälschungen an da- TageSlicht. ES wurde bi-her feftgefteUt, dah die Mühle von den Bäckern beanstandete« Drotmehl aufkaufte und in da- eigene Mehl htneinmengte, fo dah ein unglaub­lich schlechte- Gemisch entstand. Dor einigen Wochen kam hier eine Schiffsladung ver­dorbenen Wetzen« an, die niemand wollte. Plötzlich war die Ladung verschwunden. Die Herrenmühle kaufte sie auf und vermahlte den Weizen mit. Die Mühle stellte von dem guten Mehl täglich mehr al« 103 Zentner her und verschob diese Ware dann für ein sündhaft hohe« Geld. Diese Transporte wurden meist nachts au8- gefüfort Die dadurch entstandenen Fehlmengen am Drotmehl wurden dann durch allerlei Bei­mengungen zweifelhaftester Art wieder auf- yefüllt. Die Analysen des staatlichen Untec- suchungSamteS find noch In vollem Dange, fo dah sich zur Stunde ein volle« Bild über den Um­fang der Fälschungen noch nicht geben (äfft

Landwirtschaft.

** Die Maul- und Klauenseuche. Infolge de« Ausbruchs der Seuche In Watzenborn-Steinberg ist das Verbot des Handels mit Klauenvieh auch auf die Ort­schaften Bellersheim, Obbornhofen und Stein­bach ausgedehnt worden. In Rolls­hausen (Kreis Marburg) ist die Seuche aus- gebrochen, in Holzheim (Kreis Wetzlar) ist sie erloschen. Der Ausbruch der Seuche wurde ferner in Melbach (Kreis Friedberg) festgestellt. Die Gemeinde Echzell ist als Beobachtungsgebiet und die Gemeinden Get­tenau. Heuchelheim, Bisses und Grundschwal- heim sind als gefährdetes Gebiet erklärt worden.

Die Schafräude zu Sich ist er­loschen. Die Sperrntabnahmen sind aufgehoben worden.

Verwischtes.

Bluttat eine« Wahnsinnigen.

fpd. Aschaffenburg. 15. Dez. Der Jagd­aufseher Spinler Im benachbarten Soden hat in einem plötzlichen Anfall geistiger Störung feinen Sohn erschlagen und feine Frau duich einen Schuh aus. dem Jagdgewehr so schwer verletzt dah sie nach kurzer Zeit verstarb. Rach der Schreckenstat nahm der Geistesgestörte sein Iagdgewehr und begab sich barfuß nach Aschaffenburg, wo er sich der Landes­polizei flellie, die ihn der Irrenanstalt zu Lohr über wie«.

Dampferzusammenstotz.

London. 15 Dez. (Wolfs.) Rach einer Reuyorier Meldung ist der Dampfer ,M e f i t o von der Ward-Linie in der Lower Bucht bei Reuyork mit dem Dampfer .Hamilton" zu­sammen g e st o h e n. Die .Mesito", die 119 Passagiere an Bord hat, hat drahtlos um Hilse Betteten. DaS Schiff hat ein grobe« Leck er­halten.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Dietzen. Sonntag, 17. Dez. (3. Advent). Stadt- ltrche. 9 ,: Pfr. Rlahr. 11: Kinderk. d. Matthäus^ Pfr. Mahr. 5: Pfr. Becker. «Abendm. d. Martusg.). IohanneSkirche. 9,: Pfr. Bechtels Heimer. 11: Ktndert. d. Lukasg., Pfr. Dechtolsheimer, 5: Pfr. AuSfeld (Abendrn.d.Iohannesg.). Kirchberg. 10. Main-Iar. 17,. Wieseck. 10, 4'/, Kinderkirche.

77, Uhr.

Katholische Gemeinden.

Gietzen. Samst.b u. 3: Beicht Sonntl7. De«. (3. Advents!.) 6,: Beicht. 7: Messe Kom. d. Zungfr- u. HauSangest 8: Kom. 9: Hochamt m.Pr. 11: Messe m. Pr. 4 'Berfamml. b. Jungfr.-Kongregation und d. HauSangest. 57, : Christenlehre und fatramenlaL BruderschaftSand. Lich,,8 u. 7,3. Hungen. 7,10 Hör.

Eptetplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Somrtag, 17. Dez. nadjm. 3 Ahr: Undine, abend« 7 Uhr: Tosca. Montag, 18: Tannhäuser (Par. Bvarb.). Dienstag, 19.: Boccaccio. Mittwoch 20., nachm. 3 ilbr: Tutti- säntchen: abend« 7 Uhr: Tieslanch. Donnerstag. 21.: Rigoletto. Freitag. 22.: Die Frau ohne Schatten. 6am«tag. 23.: Die DohLme. Montag, 25 , nachm 3 Uhr: Tuttifäntchen: abends 7 Uhr: La Tcaviata. Dienstag, 26.: Aida. Mittwoch 27., nachm. 3 Uhr: Tuttifäntchen: abends 7 Uhr: HofsmannS Sr-zählungen. Schauspiel­haus. Sonntag. 17. Dez., nachm. 4 Uhr: Mär» chemrachmittag für Kinder: abend« 7Vs Uhr: Mohrenwäsche. Montag. IS.: Smilia Galotti. Dienstag. 19 : Des Esel« Schatten. Mittwoch, 20 : Der Gestagene. Donnerstag. 21.: Heber untere Kraft 1 Teil. Freitag. 22.: De« Esels Schatten. SamStag. 23.: Da« Postamt: hierauf: Der Engländer. Montag, 25.. nachm 3Vs Uhr: Alt-Heidelberg: abends 7Vs Uhr: GygeS und fein Ring Dienstag, 26., nachn. 3Ve Uhr: Des Esel« Schatten: abends 7Vs Uhr: Mohrenwäsche. MiU- wvch, 27.: (Sin Sommernachtstraum.

Handel.

Der! i n. 15. Dez. (Wolff.) Dorfen ft im» mungSbild. Da noch den vorliegenden Preise» meldungen die beulfchen Aussichten für eine Ord­nung der Repa rativnsfrage anf^rdrenZ) etjoas günstiger beurteilt werden können, setzte sich bei unverändert kleinen Umsätzei die' Abschwächung am Devisenmärkte in mäßigem Umfange fort. In Rückwirkung hiervon und wegen der feerstehen­den Feiertage ist auch am <3f e?tenmarft ein sichtbare« Rachlassen der bisheri ei starken Kauf­lust eingetreten. Bei der Spekulation und tfnem Teil des Privatpubliümns gewann die Renlt- satienSneigung die Oberhand. Das an den Markt gelangende Material war aber nicht grob, weil e« zumeist hoch limitiert war. fo das) in den zu schwankenden und EinheitSdtr^n gesandelten Pa­pieren die Einbußen keinen groben Umfang er­reichten. Sie betrugen durchschnittlich mehrere hundert bi« tausend Prozent, für einige schwere Montan- und Industriepapiere. die twrher ntti am erheblichsten gestiegen waren, 1000 bis 2C00 und vereinzelt auch 3000 Pro;., nur bei Settiner Dulkan 7500 und den ausgesprochenen Valuta» txipleren, wie Mexikaner. Canadas und (Baltu­rne re 6000 bis 8C00 Prvz. Gins Ausnahme von der allgemein schwächeren Grrirrbfttnnnunq mach­ten Deutsche Dcmk-Allien. Berlin-Karlsruher In­dustrie und einige industrielle Rebenwerle. Für Auslandrenten betrugen die KurSeinbußen sonst mehrere hundert Pro.-.ent. 3prv-u ReichZanleihe gewannen 80 Prvz.. wogegen Preu st. KonsolS stärker, so 3prvz. um 50 Proz. nachgaben. Bai geringen Veränderungen nach oben und unten konnten sich die Kurse dann auf dem ermäßigten Stund gut behaupten und vereinzelt auch Er­holungen erzielen.

Berlin, 15. Dez Die am Devisenmarkt anhaltende Abfchwächung kam auch am Cbctreite- markt schärfer zum Ausdruck. Die Preise gaten hirr bei verhältnismäßig geringen Umsätzen wei­ter nach, was besonders für Mai für nahe und spätere Lieferung gilt. Für Weizen zeigte sich seilens einiger Müh er. die unverändert guten Absatz für Auszugsm.hll haben, etwas Kauflust. Da die Reichsgetieibe'belle in den letzten Tagen viel Roggen bei den Müllem im Lande gehäuft bat, ist das Angebot darin geringer geworden fo daß sich die Preise decMtniSmäßlz gut be^ baubteten. Die PleiSabschwächung kam auch bei den übrigen Artikeln zum Ausdruck

Frankfurt a. M., 15. Dez. Börsen- stimmungSbild Der Dollar stellt,- sich tm Frühverkehr aus 7500 und bewegte sich la den

erste« Mvvgenstrn^en zwischen 7450 imb 7400. Devisen lagen zunächst schwächer. Dalutapapiere wurden mir wenig umgesetzt bei schwächerer Ten­denz Die heutige dlfeltcnbörfc wies im all­gemeinen eine schwächere Haltung auf. Eine Sonderstelle nahmen vereinzelte Spezialpapiere ein, Vie Z. T. kräftig an^ogen. Monianpapiere eröffneten mäßig niedriger. Ehemisch? Werte lagen uneinheitlich ihn 1 Uhr wurde der Dollar 7400 acnaiuu.

Dörsevkurse.

Frankfurt a. M. Berlin

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Vüchcrlisch.

Elera rnbault. Geschichte eines freien Gewissen« im Kriege, von RomainRolland. (Qkdag von Hütten u. ßoentng, Frankfurt a. M.) Das innere Erleben eine« ganzen Volkes wäh­rend des Kriege« Ist hier zu einem eindrucksvollen Zeitgemälde zusammengesastt: der Dichter Gleram- bault, in manchen Illusionen befangen, erkennt immer mehr, daß das Dersinken der Einzelseele im Abgrund der Massenseele die größte Gefahr für Frieden und Fortschritt Ist.

Die Heinzelmännchen, von August K o p l s ch, mit Bildern von Adolf Prvpp (Bolks- verband der Bücherfreunde: Wegweiser-Verlag G. m. b. H. Berlin). Dieses gut auSgestattete Kinde buch erhält feinen vollen Wert erft, wenn den Kleinen von kundiger Hand die Fülle der Geschehnisse rtchiig nähergebracht wird.

Kleine Märchenbücher und (Zu- genberzählunaen bringt, Inhaltlich auf voller Hohe, der Lübecker Verlag von Otto Wessel. «Rus deutscher Märchmwelt", herausgegeben von Han« Satow. vereinigt sieben der Jugend noch nicht allgemein bekannten Märchen, und zwar von ElemenS Brentano, Arndt, Hebbel, Hauff. Morike, Treck und Goethe. .Grobmütterchen erzählt", für Kinder jüngeren Alters bestimmt, tragt in bunter Folge Märchen. Geschichten, Ge- dich e und Rätsel zusammen, während ,Die Rächt

auf dem Walfisch^ xmb andere Erzähbrngen vrm Fciedr. Gerstäcker, wie dieser Ran»e schon ver­bürgt, Groh und Klein erfreut. Weiler sind al« gute kleine Volksbuchelchen von berühmten Ver­fassern zu verzeichnen: .Da« Märchen vom Baron v. Hüpsenstich" (enthält zwei Märchen von Bren­tano und Aimdtf. .Der Bauer mrd sein Sohn", .Der tote Chaussee-Einnehmer". .Unterm Tan- nenbaum und .5)ent an mich" sind Heb« Hestchen poetischen Inhalt«.

Sonne und Regen im Kinder» land. Unter diesem Titel gibt der Verlag D Gunderl In Stuttgart eine Reihe sehr preiswerter Bändchen zum diesjährigen WeihnachtSsest her­aus. die ein Kinderherz mit höchstem Entzücken erfüllen werden. Aur namhafte Iugendschrift- ft eile i Innen kommen xum Wort Wir nennen von Eharlotte Wörner .Im Reich derBlumenkbnigin". .Die Männlein vom Mummelsee" und .Prinzeß Gänfelore". Aima Schieber ist mit einer Kinder- geschuhte .Annegret" und Ida Froymeyer mit zwei Erzählungen .Hansi" vertreten.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die neue Mahnrede Bonar Laws.

London, 15. Dez (WTB.) Im Unter- hause entsparrn sich aeslem eine Debatte über die Reparationen durch eine Anfrage von Simon, die von Asguith, Ramsey Macdonald und Lloyd George gebilligt war. Bonar Law antwortete unter anderem, während Frankreich glaube, die furchtbare Inflation sei vorsätzlich herbeigeführt worden, teile er selbst diese Ansicht nicht. Das sranzösische Finairzsysiem gründe sich auf daS, was Frankreich von Deutschland erhalten solle. DeutschlMid habe es auf sich genommen, sehr erhebliche Summen zu befahlen, und die An­sicht Frankreichs sei. daß es sich, während Kon­ferenz aus Konferenz stallsinde, deren Resul'-at einem Moratorium für Deutschland gleichbedeu­tend sei. am Ende eines jeden Moratoriums, was die Eintreibung des Geldes von Dmtschland angehe, in einer Immer schlimmeren Lage befänbe. Dec britische Standpunkt in der Repaia- tionsfrage sei der. daß England nicht an frühere Fehler oder an eine Feind- f d>a f t gegen Deutschland denke, sondern das Problem einfach in folgender Weife betrachte: Welches ist die beste Metho)e. um den Betrag aus Deu:schland herauszubekommen, den es bezahlen sollte. Es beständen Meinung^ve schledenheit-n über die Höhe der Reparativnssumme. Wenn ,»ch aber Deutschland je wieder erholen werde, werde e« ihm weit eher möglich sein, feine Er rschädi- gung zu bezahlen, als es DroßbritannO.i möglich sein wird, seine Schulden bei Ame-rka zu be gleichen. Er würde den allgemei '.ux Grund- s a tz ausstellen. da ß England .licht gleich- aültigbeieinerAktlonzusehenkönne, die nach Englands Ansicht wahrscheinlich bewirken würde, daß feine Reparationen gezahlt würden sondern es sehr schwierig oder vtelleicht qan< unmöglich machen, sie zu erhalten. Es besteht fast keine Hoffnung für eine Lösung der furchtbare), Schwierigkeiten Europas, wenn Frankreich und England nicht gemeinsam bandeln. Alle Infor­mationen. die Ich erhalte, besagen, daß Deutsch­land einem völligen Zusammenbruch sehr nahe Ist. Ich bedauere, das sagen zu müssen, aber ich glaube, es ist wahr. Das Tragische dabei ist. daß e« zweifellos keine Besserung für Deutschland geben kann, bissichdie Ma rk st a b i l i s i e r t hat. Doch nach den Erfahrungen der ganzen Welt und nach unseren eigenen Erfah­rungen In den letzten Hahren und na4) der Mei­nung jedes Sachverständigen wird gerade der Versuch der Stabilisierung der Mark den Zu­sammenbruch In der deutschen Industrie herbei- führen den wir selbst erlebt haben. Wir müfen alles dies ins Auge fassen. Donar Law betonte weiter, daß jedes Zugeständnis hinsichtlich der Schulden mit der Gewißheit oder mindestens mit der Wahrscheinlichkeit verknüpft fein rnü.fc, daß es eine endgültigeAbmachungsei und daß die Frage nicht wieder von neuem angeschnit­ten werde Jedes Zugeständnis in der Schulden- fvage schlosse daher ein. dah nichts getan werden sollte, was eine endgültige Abmachung unmöglich machen würde.

Lloyd George drückte feine große "Se- frlebigung aus über die Erklärungen Donar Laws, die die allgemeine Zustimmung bet übrigen Sprecher fanden.

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