staatlichen Schule oder einer von der obersten
Das dem
Turnen, Sport und Spiel.
Die Heerlener Sportvereinigung (Holländische Liga) Gast beim Gießener S. C. v. 1900.
Wasserpreis wurde aus 4,50 Mark pro Kubikmeter erhöht. Die Milch kostet seit heute 19 50 War? das Liter. Der Preis für einen Laib D r o t von 1900 Gramm wurde vom Kommunal- berbanb Friedberg von morgen ab auf 27 Mark
Schulbehörde als gleichwertig anerkannten höheren Privatschule mit ganzjährigem Dollunterricht bis zum vollendeten 10. Schuljahr. Hat der austretende Schüler aber nach lOjährigem Schulbesuch die Obersekunda nicht durchlaufen, so ist
Anmerkung der Redaktion: Don Dützen wird die Aussprache über das Schiffen- berg-Projekt nur dann sein, wenn sie weitere sachliche Bereicherung bringt und sich freihält von halbironischen oder verletzenden Redewendungen. Dach diesem Grundsatz wird die Erörterung am gedeihlichsten für die Sache zu führen sein. Wir werden weitere Einsendungen nur dann noch veröffentlichen, wenn sie dein hier gekennzeichneten Grundsatz entsprechend stilisiert sind.
der Weizen, das Hauptgetreide der Wetterau, steht noch fast allenthalben auf dem Halm. Der Sommerweizen ist noch grün. Wenn nicht bald trockenes Wetter eintritt, wird er in den meisten Lagen vor Mitte September nicht zur vollen Reife kommen. Man kann sich nur weniger Hahre erinnern, in denen sich die Ernte so verspätet hat. Das bereits geschnittene Getreide liegt vielfach noch ungebunden auf den Feldern, und soweit es auf Haufen steht, fängt es schon an, auszuwachsen. Die Hackfrüchte stehen zwar gut und versprechen reichen Ertrag, doch wird anhaltende Feuchtigkeit auch für sie schädlich werden. Dor allem bedürfen die Kartoffeln noch warmer, trockener Tage, denn die großen „Blätterwälder", die man dieses Hahr überall sieht, bilden die nach den Knollen abwandernde Stärke in ausreichendem Maße nur in intensivem Sonnenlicht. Woran es nicht fehlt, das ist das Futter. Diele Grasflächen sehen schon dem dritten Schnitt entgegen.
sprung 3,80 Meter. Es folgen hier aus jeder Gruppe die 3 ersten Sieger: 1. Hahrgang 1908 bis 1909: 1. Fr. Deppler-Dorlar 85 Punkte, 2. Fr. Lotz-Dorlar 68, 3. R. Schaum-Krofdorf 65 P.: 2. Hahrgang 1906—190?: 1 .Karl Bechthold- Launsbach 105, 2. W. Keller-Atzbach 103, 3. R. Schieferstein-Launsbach 100 Punkte: 3. Ha h r - gang 1904—1905: 1. W. Decker-Dutenhofen 99, 2. K. Drescher-Krofdorf 97, 3. W. Depler-Kinzen- bach und W. Müller-Launsbach 95 Punkte.
J unter dem Einstich m sich über England eichen Depression, deren siegt Die IBittening
russage
erstag:
ölki und üxirm, spater
Vermischtes.
Raubmord.
fpd. Aschaffenburg, 15. Aug. 3n einem entlegenen SeiI der Gemarkung G r oß rinder- f e l d wurde die Leiche des 20jährigen Hosef Hermann aus Oberbalbach mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden. Der Leiche fehlten die Wertsachen und einzelne Kleidungsstücke, die aller Wahrscheinlichkeit nach von dem Mörder geraubt worden sind. Der Mord muß schon vor Wochen verübt worden sein, da die Leiche schon erheblich in Derwesung übergegangen war.
Deutsches Obst inS Ausland.
fpd. Von der D a h e, 15. Aug. Großhändler aus dem Saargebiet lassen jetzt in den Dahedörfern durch die Ortsschelle bekannt- geben, daß sie für Obst die allerhöchsten Preisg bezahlen, das Obst, wenn sie es erhalten, sogar noch selb st pflücken und versandfertig machen. Sie bieten für den Zentner -Zwetschen 1200 Mk. Wer hier bei der Lleberfülle der diesjährigen Obsternte ein Pfund Zwetschen erstehen will, muß bei dem Händler für das Pfund nicht untetf 15 Mk. anlegen. Die gewissenlosen ausländischen Händler kaufen hier ohne jeden Aas- suhrschein auf. Hst das der Segen der freien Wirtschaft?
Ungeheuerliche Straßenbahnfahrpreise.
fpd. Saarbrücken, 15. Aug. Von heute ab kostet die billigste Fahrt auf den Straßenbahnen 8 Mark. Dann steigen die Preise bis 40 (vierzig!) Mark. Monatskarten kosten zwischen 600 und 2400 Mark.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Der Dchiffenberg.
Hn Dr. 189 des „Gießener Anzeiger" kommt Herr Valentin Müller nochmals auf die Frage des Schiffenbergs zurück, wobei ohne jeden ersichtlichen Grund der Ton schon etwas gereizt klingt. Ich hoffe, daß sich das wieder giebt, denn in dem Maße, wie man sich Ärgert, pflegt man subjektiver zu werden, während der Bürgerschaft Gießens nur das objektiv beweisbare von Belang ist. Es nützt der Erörterung keinen Deut, wenn Herr Müller diesmal nur von sich selbst spricht und wenn er ausschließlich zu schildern versucht, wie er nun einmal die Dinge nicht anders zu betrachten vermag. Da er aber meine Ausführungen, die sich durchaus sachlich verhielten, als Sirenengesang zu bezeichnen geruht, so verstehe ich auch, weshalb er als zweiter irrender Odysseus sich selbst und den Seinen die Ohren verstopft. Der weiteren Aussprache, die ich in sachlichen Formen erwarte, sehe ich sehr gelassen entgegen, älnd da sich Herr Müller bereits als Dichtfachmann bekannt hat, so wünsche ich ihm sogar zur sachlichen Erörterung recht gute Beratung, damit sie nicht zu linkisch ausfalle. Dr. H. K r a e m e r
Landwirtschaft-
4 Aus der Wetterau, 15. Aug.
anhaltende Regenwetter macht Landmann große Sorgen. Die Ernte steckt noch in den Anfängen, nur das Korn ist vollständig geschnitten, Hafer und Gerste erst stellenweise, und
Ä Bad-Dauheim, 14. Aug. Um sich Mittel zur 2lnschaffung neuer Gerate zu beschaffen, veranstaltete die V o r t u r n e r s ch a f t des Turnvereins 1860 gestern cm Sommernachtsfest mit reichhaltigem Programm. Der Abend erbrachte einen schönen finanziellen ©c- winn. Die Musterriege des Turnvereins1860 am Barren kam auf dem Krcisturnfest m AAas- sernburg mit 48 Punkten an die 11. Stelle Beim Ecnzelwettui-nen m den verschobenen Stufen errang der Verein zusammen 11 Siege, darunter den 2. Sieg in der Unterstufe Cer aftuxm Turner.
ra Atzbach, 15 Aug. Der D e r b a n d f u r Leibesübungen des K r e i s e s^W e tz la r
hberg.
15 Aug. Die Der' ad tischen Kran- ;cm in den einzelnen
die S»? ”räbni«»'»
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“fürUlitttDtm.
Danlspivit" Mrchoft.
Auch der Appell an die Standesver- tretungen der Lehrer höherer Schulen ist wenig einleuchtend. Wo liegt der Anlaß zur Verwahrung gegenüber vermeintlicher Herab- etzung der Leistungen und des Ansehens der höheren Schulen? Ich habe, besonders in den letzten Hahren, einigermaßen Gelegenheit gehabt, ein Airteil über Arbeit und Erfolg höherer Schulen zu gewinnen und würde nie anders als mit allergrößter Achtung von Methode und Erfolg der Arbeit sprechen können, deren Beurteilung mir zugänglich war. Aber das schließt doch nicht aus, daß man für notwendig erklärt, daß daneben auch eine besondere Schule mit besonderen, ganz anders gerichteten Aufgaben besteht, die auch den jungen Leuten noch etwas zu bieten vermag, die die Mittelschule vorzeitig verlassen. Das hat m. E. mit dem Ansehen der höheren Schulen gar nichts zu tun, und ich glaube deshalb auch gar nicht, daß die Vertretungen der höheren Stilen daraus Anlaß nehmen könnten, sich „diese Bestimmungen nicht gefallen zu lassen".
Ein paar Worte zu einigen Bemerkungen des Herrn Einsenders, die man nicht ohne Erstaunen lesen kann — Heber die seltsame Auffassung in Absatz 3, daß es ein strebsamer Schüler einer Mittelschule (gegenüber dem Schwachen, der nicht mitgekommen ist) als Strafe ansehen müsse, wenn er beim vorzeitigen Austritt noch einige Zeit zum Besuche der Fortbildungsschule verpflichtet bleibt, ist jetzt nicht mehr viel zu sagen. — Aber überraschend war mir doch, zu erfahren, es sei möglich, daß ein Schüler in .einer höheren Schule in jeder Klasse einmal sitzen bleiben und daß er also in zehn Schuljahren ganze 5 Klassen durchlaufen könne. — Gibt es so was? Gibt es einen Vater, der den Verstand hinreichend verloren hat, um seinen Sohn in einer höheren Schule zu lassen, auch dann noch nacktem der Hunge in jeder Klasse einmal hängen geblieben ist? Weiß dieser Vater nicht, daß sein Sohn in leine höhere Schule gehört, auch nicht in die Volksschule, sondern höchstens in eine Förderklafse, vielleicht sogar in eine Hilfsschule? — Hnd weiter: Gibt es eine Leitung einer höheren Schule, die es dulden würde, daß ein Schüler in dieser erstaunlichen Weise seine „Anhänglichkeit an die Klasse" erweist und die nicht alsbald dem Herrn Vater — den Weg ins Freie zeigte? — Eick)lich: Gibt es eine Regierung, die zuließe, daß ihre Schule dazu benutzt wird, mit einer solchen Hartnäckigkeit den Dachweis einer gediegenen Seßhaftigkeit zu erbringen? Wenn ja, dann wäre es allerdings an der Zeit, daß — wie es der Herr Verfasser an anderer Stelle fordert — die Lehrerschaft der höheren Schulen aufgerufen würde zum Einspruch gegen diesen Mißbrauch mit dec Vernunft, mit den Finanzen des Staates und nicht zuletzt mit — dem Ansehen der höheren Schulen.
Hnd doch ist es gut, daß der Herr Der» fasser des Aufsatzes den Gegenstand zur Diskussion gestellt hat. Seine Darlegungen und namentlich das zuletzt erwähnte Beispiel geben zu denken. Cs ist wirllich nicht ganz glücklich, daß die Begrenzung der Fortbildungsschulpflicht für aus einer höheren Schule austretenden Schüler allein nach der Zahl der zurückgelegten Schuljahre getroffen werden soll. Die Bestimmung a) verlangt in der Tat eine Ergänzung. Die Sorge um die Sihengebliebenen erfordert es. — Es müßte gesagt werden, daß ein Schüler, der einen zehnjährigen Schulbesuch aufweist, aber die Ober- setünda nicht zurückgelegt hat, bei seinem Austritt noch ein weiteres Hahr fortbildungsschulpflichtig bleibt. Das wäre nicht nur für den Hungen sehr heilsam, sondern es böte auch die Anerkennung für den Strebsamen, die der Herr Verfasser bei der seitherigen Regelung mit Recht vermißt. Es wäre eine Belohnung gefunden nicht für das Sitzenbleiben, sondern (wenn schon die Befreiung von der Verpflichtung zu einer Bll- dungsgclegenheit eine Belohnung sein soll) für das Versehtwerde n.
terbach.
]. 2m Sonntag tagte sfeld M Hessisch, au:erbendes Gabels« ratzhcn. Es warn z? gulba, Qauitrbad), em betten bh fmafy Hünfeld, 2otenbuvg, chren, zahlreiche 2er- ttag sand ein Dell' . etwa 100 Personen janb eine sehr gut beding siatt, wob-.i Stadt- ^rühungsansprache und rede hielt über den irgers W.. Daraus mensein, das die Künsten vereinte.
der nahen, 600 sarreiKreuhers- »vangel. 2lters° ! gespendet, und Mr Raufen 412 und in
Starkenburg uns Rheirrhesien.
wd. Mainz, 15. Aug. Infolge der am heutigen Dienstag cintretenden DrvtpreiS- erhöhung trat gestern wieder daS, aus KriegSzeiien uns allen so wohlbekannte A n- stehen der Hausfrauen — diesmal vor den Bäckerladen — m die Erscheinung. Hie und da war der Andrang der Käuferinnen nach „bUIiaen" Backwaren so stark, daß Polizei für die Aufrechterhaltung der Ordnung sorgen muhte. __
Hcs»cir-Nrchau.
Starke Zunahmen der Einbruchsviebstähle in Frankfurt am Main.
fpd. Frankfu r t a. M., 15. Aug. Die E i n- biuchsdiebstähle haben hier in den letzten Wrchm eine a u ß e r o r d e n 11 i che Z u n a hm e eftähcen. Leider fallen den Dieben fast regelmäßig erhebliche Werte in die Hande. Dach den polizeilich ii Feststellungen trägt die älnachtsam-- uit bei- Hausbesitzer oft die meiste Schuld, daß die Einbrüche überhaupt stattfinden können. Am Montag abrrtb stiegen z. B. Diebe durch ein offenes Küchenfenster in eine Villa des Westends ein und stahlen aus den Wohnräumen Silberscvhen im Werte von etwa einer Viertel Million Mark. Zn der Gutleutstraße kletterten Einbrecher an einem Dau m empor und drangen von hier in eine Wohnung des zweiten Stockwerkes ein, aus dem sie Scbmucksachen im Werte von mehr als 100 030 Mark stahlen. — Eine anbere Bande schlug in der Kaiserstraße das Schaufenster eines Schiffahrtsbureaus ein und holte aus dem Erber bie dort cu'g legten ausländischen Banknoten im Werte von 17 000 Mark. Dabei liegt diese- Bureau an einer Stelle, die Tag und Dacht ununterbrochen von Passanten begangen cvird. — Bei einem Zahnarzt wurden in der verflossenen Aacht von Dieben für 40 000 Mark Goldplättchen gestvhlen. Trotzdem die Gnbrccher überrascht wurden, gelang es ihnen doch, mit dem Raube zu entkommen.
Ungeheuere Regenmengen.
fpd. Frankfurt a. M, 15. Aug. 3n der vergangenen Dacht ging über Frankfurt und feine Umgebung ein Unwetter nieder, das derart große Regenmengen brachte, wie sie seit dem Bestehen der Wetterdienststellen noch nicht gemessen wurden. Von heute nacht 12 bis 2 älhr sielen nicht weniger als 71 Millimeter Regen, eine bisher nirgends erreichte Höhe. Die größte bis jetzt beobachtete Regenmenge betrug 56 Millimeter. Seit heute nachmittag strömte abermals ausgiebiger Regen hernieder, der bis 4 blVyc nachmittags auch schon wieder die Höhe von 18,8 Millimeter erreicht hat. Das ilntoetler in der vergangenen Dacht hat vielfach schweren Schaden angerichtet. Die Wasserfluten drangen an vielen Stellen in die tiefer gelegenen Häuser ein und überschwemmten Keller und sogar einzelne Hausfluren und Zimmer. Bei der Station Eschersheim riß das Wasser von der Dahn- böschung große Erdmengen und führte sie auf die Gleise, so daß diese längere Zeit unbefahrbar toaren. Die Flüsse steigen rapid. Tiefer gelegene Wiesen stehen in der Umgebung Frankfurts unter Wasser.
Oberhessische Turner in der Rhön.
Das 16. R h ö n t u r n f e st, das am Sonntag auf der 950 Meter hohen Wasser kuppe stattfand, hatte von vormittags 11 Uhr ab unter der Ungunst der Witterung zu leiden, konnte aber doch durchgeführt werden. Der Besuch des Festes war vorzüglich, vor allem von Zuschauern, die mit den Frmhzügen von Fulda m großen Scharen angekommen waren. Eine Ueberraschang wurde Turnern unb Festbesuchern mit einigen wohlgelungenen Flügen geboten, die von Fliegern des Rhönsegelflug-Wettbewerbes ausgeführt wurden.
Die Leistungen der Turner waren durchweg vorzüglich Trotz der Ungunst der Witterung wurden beispielsweise an Höchstleistungen erzielt: Hochsprung: 1,60 Mtr. (Schall, Tv. Died a. M.); 100-Mtr.-Lauf: 112/5 Sek. (23 Punkte) von Schroder, Tv. 1860 Frankfurt a. M: Weitsprung ohne Bock: 7 Mtr. (30 Punkte) von Schall-Died a. M. und Fifcher-Tgm. Griesheim a. M.: Steinstoßen: 7,50 Mtr. (24 Punkte) von Baier-Gersfeld. Den Staatswanderpreis in der 4mal 100°Mtr.°Stasette gewann Tv. Homburg v d. H. im Schleuderballweitwurf erreichte Wen- gervth-Frankfurt a. M. mit 52,50 Mtr. die beste Leistung.
Unser Turngau Hessen war infolge der teueren Verkehrsverhältnisse im Vergleich zu den Vorjahren nicht so zahlreich vertreten. Von den aus dem Gaugebiet entsandten Wetturnern kehrten die folgenden als Sieger heim: Vier- kämpf der Turner (95 Teilnehmer, 62 Sieger): 9. Sieger Wilh. Weih-Tv. Großen- Linden mit 70 Punkten: 15. Sieger: Wilh. Magnus -- Tv. Grohen-Linden mit 60 Punkten. 18. H. Möller - Tv. Lauterbach, 57 P; 20. E. Sölder-Tv. Lauterbach, 55 P.: 21. H. Fink-Tv. Lauterbach 54 P. (erster Sieger der Oberstufe blieb Schall-Tv. Died a. Dk., 88 P.). Dreikampf der Hugendturner (135 Teilnehmer, 63 Sieger): 5. Sieger Karl Kedler -Tv. Grohen-Linden, 66 P.: 6. Karl Fisch-T. u. Spv. Butzbach 65 P.: 16. H. See- ling°Tv. Lauterbach, 49 P.: 22. H. Schäfer-Tam Lauterbach (erster Sieger der Unterstufe blieb Appel-Tv. Died a. M., 85 P.). Am Dreikampf der Frauen nahmen Turnerinnen unseres Gaues nicht teil. 3m Dreikampf der Knabe n wurde Fritz Häuser-T. u. Sp. B. Butz bach mit 90 Punkten erster Sieger. Gut abgeschnitten hat auch dieRealschuleLauterbach unter Leitung von Reallehrer Decker. Sie errang die folgenden Siege: 9. Gg- Schneider, 59 P-, U-K. Krömmelbein, 57 P.: 15. R. Persker, 25 P.: 23. K. Stoppler, 44 P-: 25. F. Krömmelbein, 41 P.: 23. H. Seeling, 38 P. Schone Erfolge tourben auch von den dem Main-Taunus-Gau angehörenden c-beihZsischen Turnvereinen Dortelweil und Ober-Eschbach erzielt.
Fächer Materialien künde, gewerbliches Zeichnen und gewerbliche Kalkulation treibt, — dieser junge Mann sollte sich „tödlich langweilen" ? Mit seiner für die Ausbildung bestimmten Zeit sollte „Mißbrauch getrieben werden"? — Und noch eins: Man versucht heute, unsere jungen Leute tiefer als früher in den Pflichtenkreis hineinzuführen, in den sie ihre Eigenschaft als Staatsbürger stellt. Alle diese Ausgaben — die staatsbürgerlichen, die beruflichen und auch gewisse allgemeinbildende Ziele — müssen einem jungen Mann, der über den von dem Herrn Einsender betonten hohen Bildungsstand verfügt, unbedingt etwas zu sagen fjaben. Andernfalls stimmt etwas nicht.
Es ist schon gar nicht richtig, daß der austretende Untersekundaner „über diesen Unterricht weit hinaus" sei. Keine höhere Schule (außer den Fachschulen) wird den Anspruch erheben, ihren Schülern in den genannten Fächern die Kenntnisse zu vermitteln, die Beruf und Leben von ihnen erfordern. Die höheren Schulen können das nicht, sie sollen es auch nicht. Ihre Aufgabe liegt in einer ganz anderen Richtung. — Damit aber berühren wir den Grundirrtum, dem man auch heute noch auf Schritt und Tritt begegnet, und der sich oft in viel weniger sachlicher Weise äußert als in dem Artikel des Herrn Einsenders, — die Meinung, der Unterricht in den drei Arten von Schulen des nachschulpflichtigen Alters sei weiter nichts als Wiederholung oder bestenfalls ein kleiner Ausbau auf das Ziel der Volksschule. Vielleicht war das einmal so oder ähnlich, aber es wird doch Zeit, daß man sich von der Meinung frei macht, so sei es noch heute.
Cs ist ohne weiteres erkennbar, daß der Gesetzgeber von den Fvrtbildungs- und Fachschulen, wie er sie heute haben will, viel erwartet, und aus dieser Erwartung heraus wird auch die weitergehende Forderung verständlich, die er in den Ausführungsbestimmungen an die aus den Mittelschulen austretenden Schüler Künftig stellt. ES ist kein Zufall, daß diese Forderung gerade mit den neuen Bestimmungen über Aufbau, Zielsetzung und innere Gestaltung der Fortbildungsschule durch das neue Volksschulgesetz zusammenfällt. Angesichts dieser Tatsache ist es nicht ersichtlich, wie gesagt werden kann, für diese Maßregel könne es „eine sachliche Begründung nicht geben“. Welche andere 1 vllte es für die Regierung geben? — Unb ganz unverständlich ist es, wenn die Eltern aufgerufen werden, damit sie Verwahrung gegen die neuen Bestimmungen einlegen, deren Zweck doch nur darin besteht, ihre Kinder für den dem nächsten Geschlecht wahrlich schwer genug werdenden Existenzkampf besser auszurüsten, als das seither geschehen konnte.
».Höhere Schulen und FsrLÄildun sschulen". Wir erhalten folgende Zuschrift:
Zu dem erschienenen Aufsatz „Höhere Schulen und Fortbildungsschulen" in Dr. 182 des „Gieß. Anz." möchte ich folgende Bemerkung machen:
Der Herr Verfasser geht von einer Auffassung aus, die ich nicht unwidersprochen lassen kann. Er findet, daß Schüler höherer Schulen mit Obersekunda reife zu tödlicher Langeweile ver- urteiLt würden und daß mit der Zeit, die ein solcher junger Mann auf seine Ausbildung verwenden mühte, in ganz ungerechtfertigter Wehe Mißbrauch getrieben werde, wenn er — nach den Ausführungsbestimmungen zum neuen Schulgesetz vom 25.10.1921 — nach seinem Ausscheiden aas der höheren Schule noch am Fortbildungsschulunterricht teilnehmen müsse, an einem Unterricht, über den er an Kenntnissen und allgemeiner Bildung weit hinaus sei. — Dem Herrn Verfasser wird bekannt fein, daß die. Llusführungsbestim- mungen, die die von ihm beanstandete Hevaaf- setzung der Fortbildungsschulpflicht für Schüler, die vorzeitig aus einer höheren Schule austreten, in Verbindung stehen mit einer sehr viel weiter gehenden neuen Zielsetzung für die Fortbildungsschule, die das neue Volksschulgesetz bringt, und daß es der Wille des Gesetzgebers ist, unfern jungen Leuten im nachschulpslichtigen Alter ganz anberß gerichtete und viel tiefergehende Bildungsmöglichkeiten zu bieten, als das seither der Fall war. Die Regierung hat ferner sehr begrüßenswerte Vereinbarungen mit den Trägern der bestehenden privaten (kaufmännischen, gewerblichen u. a.) Schulen für das nachschulpflichtige Alter getroffen, um eine zweckmäßige Durchgliederung der Schulen und eine bessere ökonomische Ausnützung der Kräfte und Einrichtungen zu sichern, unb man darf hoffen, daß in kürzester Zeit jeder junge Dlann im Alter von 14—17 Hahren die Schule finden und darin die Voraussetzungen antreffen wird, die feine Berufsausbildung wünschenswert erscheinen läßt. Man wird künftig Kaufmannslehickinge nur noch in kaufmännischen Klassen, Handwerkslehrlinge nur noch in Klassen ihres Berufs ober ihrer Derufsgruppe finben unb wird — auch schon in kleinstädtischen Verhalt- nisien — nach Begabung und allgemeinem Bildungsgang gliedern können, wie es das V. Sch. G. ausdrücklich fordert. (Art. 23, 1, letzter Satz.)
Wenn ferner der Unterricht zum größten Teil in die Vormittagsstunden gelegt und von hauptamtlichen, für ihre Aufgabe besonders vorgebil- Deten Lehrern erteilt wird (wie es heute schon zum Teil geschieht unb künftig in noch ftarferem Maße angestrebt wird), bann kann ich mir nicht denken, daß die Befürchtungen des Herrn Einsenders begründet sein könnten. Ein junger Mann von 15, 16 Hahren, der aus einer Mittelschule austritt und sich dem Kaufmannsberuf zuwendet unb der nun verpflichtet wird, einen Unterricht zu besuchen, in dem er in Handelslehre, Wechsel- lehre, doppelter Buchführung, Handelsgeographie, kaufmännischer Korrespondenz und Warenkalku- atirn etnaefubrt wird, — oder ein Hunge, der
Das erste Spiel des Klubs nach der Sperrzeit am vergangenen Sonntag litt unter der schlechten Witterung. Der -glatte Boden ließ kein exaktes Spiel auffommen. Die Gäste zeigten System und Eingespieltsein: der kraftsparende lache Paß von Mann zu Mann war der hervorstechendste Zug ihrer Spielweife, ihre Mannschaft vollständig ausgeglichen. ®er Gießener Klub in neuer vorteilhafter Kleidung spielte sehr ruhig: die Mannschaft war in dieser Hinsicht gegen früher nicht wieberzuerkennen. Das Spiel beider Mannschaften war durchaus fair. Dur ein Strafstoß wurde verlangt unb auch der war unabsichtlich verschuldet. Der Spielverlauf stand im Zeichen leichter ääeberlegeühtzit der Gäste, die zuerst zwei Tore dorlegten. Dis Halbzeit hatte aber der Klub den Vorsprung aufgeHolt, und nun begann ein erbitterter Kampf um die Führung, die die Holländer schließlich verdient an sich rissen. Das Spiel schloß mit 5:2 zu ihren Gunsten ab. — Die Holländer spielten übrigens am nächsten Tag in Wetzlar gegen den eben spielstarken F. C. 05 und blieben dort sogar mit 5:1 Sieger.
deutO Dinge r IHL. {ann, ^^ncaceS, dV vir nennen
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ten: „Vorn Besuch der Fvrtblw-ungSfiyute be- IBeteiligung Ne festgesetzten BezirrSjugeno^ freit allgemein: a) der Besuch einer höheren ' we 11 ka rn p f e ab. Dazu waren die Alters^ ~ ~' ' ' ’ * ' r‘ klassen von 10 bis 18 Hahren zugelassen unb sol»
genbe Kämpfe bestimmt: Wettlauf 100 Meter: Schlagball-Weitwurf 25—45 Meter und Wett-
Bärten letzt vas lOfacye der Bvrrvreys-ett. Der | »sich dem Handwerk zuwendet unb in lewem ■Töafserpreis wurde auf 4,50 Mark pro Ku- 1 Unterricht neben einem Dell der eben genannten
er noch ein weiteres Hahr fvrtbildungsschulpfsichtig." Fischer.
Bückc.'tisch.
— Deutsche Dichtung im Strome deutschen Lebens Enr Literaturgeschrchte. Bon Karl Kaulfutz-Diesch. R. Voigtlän- ders Verlag in Leipzig. — Was diese neue volkstümliche Literaturgeschichte veranlaßt hat, ist der schon jahrelang gehegte Lieblingsgedanke des Verfassers, die deutsche Dichtung „tm Strome deutschen Lebens", ihre Bedingthett im Rahmen der gesamten deutschrn Kultur zu zeigen unb sie aus der geiftigen älmwelt ihrer Entstehungszeit zu erklären. So ergab sich von selbst eine vielfach andere Gestaltung des Werkes, als die sonst in Darstellung der Literaturgeschichte üblich gewordene. Unb man darf sagen, daß der Gedanke, die Dinge von der Wurzel auf, bodenständig, nach unb aus ihrer ilmtoelt zu beurteilen, sich als überaus fruchtbar erweist und glücklich durchgeführt worden ist. Aus der M- teraturgeschichte an sich, wie man sie zu belichten gewohnt war oder noch ist, wird em Stück deutscher Geistes- und Volksgeschichte.
— DerArztundseineWelt, ein Buch für jedermann, von Dr. Paul Meißner („Edition Hacobi", Verlags-Attien-Gesellschaft, Berlin W 57). Allgemeine Erfahrungen unb Beobachtungen eines Arztes aus feiner Praxis werden hier zum Dützen anderer gehaltvoll weitergegeben.
— Der schwarze Strich, eine Grill- parzergeschichte, von Egid Filek (Verlag Carl Konegen, Wien und Leipzig). Wer Grillparzer liebt, den wird dieser romanhafte Streifzug in fein ' Erdenwallen von Anfang bis zu Ende mit neuer Liebe erfüllen. ____________________________
(Zn einem Teil der Auflage micLc'-boIL)
Streik der Angestellten des Wolffschen Telegraphenbureaus
Frankfurt a. M., 15. Aug. Die An. gestellten b er Zweigstellen des WolffschenTelegraphen-Dureausin Mittel-, Süd- unb Südwestbeutschland sind heute Mittag, da chre Gehaltsforderungen abschlägig beschieden wurden, in den Streik getreten unb lehnen die Wetteraabe jeglichen Dachrichtenmaterials ad
Dei' beanstandete Wortlaut derAusführungs- Leibesübun gen 0es re 1 e Bestimmungen vom 9. 3. 22 sollte deshalb lau-1 hielt am Sonntag bier unter äußerst starker
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