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Aus Heffen.

(Nachdruck verboten.)

12. Fortsetzung.

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fancr Braut und J i itn irntl auch gekannt mb waren sicher fern

nmiflenWs Leben. dapuckte uvch em unsagstch^ Srcunb gctoif:. sonst ständen Sie ja nicht IEmer. bie Kranen fliegen mir tnam aus h m 6ic mich au. als erwarte sie einen

Herzen empor und, ob ich c ach Die Zahne gewalt- vrcn tracribeinen 'Zuspruch fam zufainmenbitz, rang sich em lautes Stöhnen ~ $ <jiV.

d re gen not. volle aber

land wenig Möglichkeiten, in das Ausland hincruszuwirtLn; der wichtigsten eine ist da Geist der deutschen Presse. Ter Redner sagte weiter: Ich bin sicher, das; Sie sich dieser hohen Verantwortung betouRt sind, und Sie es als eine Aufgabe der deutschen Presse betrachten, der Dell Har zu machen, das) es sittliche Pflicht und wirtschaftliche Notwendigkeit fordern, den Kampf zu beenden, der. nach dem Der trag von Versailles nicht abgeschlossen, sondern verewigt

nochmals in Anwesenheit aller Zuclerinter- essenten über die Verteilung der Nestbcstständc an Mundzucker verhandelt. Die noch vor­handenen Bestände ergeben auf den Kopf der Bevölkerung eine verfügbare Menge von rund 300 Gramm. Aach einer längeren Aussprache wurde lediglich den Marmeladefabriken und dem Bäckergewerbe eine geringe Menge des einheimischen Zuckers zugestanden, di? Scho­kolade- und Liiörindustrie und ebenso d?r größere Teil der Konservenindustrie sollen da­gegen lediglich Auslandszucke r verarbeiten. Zwecks Erfassung des noch vorhandenen Mundzuckers rief die Zuckerrvrrtschaftsstellc die ihr angeschlossenen - Zuckerfabrikanten für die nächsten Tage nach München zusammen, wo man über die Verteilung der Zuckermenge beraten will. Auf dieser Tagung wird auch über die Aussichten der Zuckerversorgung für das kommende Wirtschaftsjahr, besonders über die Preisgestaltung des einheimischen Zuckers, beraten.

sich Mn, bann trocknete sie sich die 2Iugert_ und fuhr fort mit ihrer leifen, vom Weinen getrübten Stimme. ,Er war so schon imb fing und lebens- lustig, alle Welt hatte ihn gern. Sie haben

hinfälligen Körper.

...Ich wollte mich 'leise zurückziehen. aber hie Fitste versagten mir den Dienst, ich tonnte nicht fort. Mnb wie ich so stand, im Angesichte dessen, dem ich seine köstlichsten Güter geraubt hatte.

tröstel. Dann gingen wir aus die Straste kttiaus, waren in einem Dlumenlad i mb schltetzllch stand ich in einem matt erleuchteten Zimmel mi* einem Kranz in der Hand. mitten unter einer ganzen Gesellschaft von Westfalen, die mir all: mit leise geflüsterten Worten ihr Btileid ausdrückten. Darm folgte eine medizinische Aus ei landcrsetzu ig de> Paukarztes, die klar dartun. sollte, datz. niemanb' anders als der Tote an dem unglücklichen Aus- gange schuld wäre, weil er tags zuvor in der unfinnigsten Weise gekneipt Hütte, rnd. ich hör: zu in einer Art von Brflarrung, bic mir das Ganze wie einen bösen Traum erscheinen lästt aus dem ich jeden Augenblick wi?der erwachen must.

Pa sehe ich. mit die Tür zum Nebenzimmer geöffnet wird und Heller Lichtschein aus d:n Teppich des Daum es fällt, in dem wir zusammen - stehen. Ich fühle mich vorwärts geschoben, di' Tür schlieft sich hinter mir. und ich mist vor dorn blendenden Lichterglanz die Augen zimachen Halb unterdrücktes Schluchzen einer Frauenstimme schlagt an mein Ohr, ich stehe regungslos, aber ick suhle, wie sich allmählich die furchtbare Starr- i.'it von mir löst, die mir bis da^in Geist und Glieder gefangen hielt, iteh rcagc es endlich, die Olugen aufzufchlagen und mich umzusehen.

Sa lag nun der arme Zange, in dessen Leim ich mit meiner groben 5>sn6 hinÄnge-

Weinen g»röteten Augen gingen starr an dem Antlide des Toten, und von Zell zu Zell schüttelle ein krampfartiges Auffchluchzen ihren zarten and

aus meiner Brust.

Die alle Dame wandte das Gesicht nach mit und lud mich mit einer müden Handbeweg- ung ein, naher zu treten. llnb als ich, einem unwiderstehlichen Zwange gehorchend, za d:m Bette schritt und mich über den Toten beugt: do U-gtc sie mit leiser Stimme, mehr zu sich selbst als zu mir: .Ach Gott, es ist schwer! Da hat man nun sein Kind gewartet und gehütet, jeben seiner wch ritte sorg! am bewacht, all die Zähre, dis es zum Manne zu erstarken begann, und jeht mutz man es so verlieren! O mein Sott, mein Gott!'

Die Worte der alten Frau brannten mir wie Fever in der Seele, ich wollte mich ihr za Fützen werfen, ihre Knie umsorgen, was weist ich?! Da fiel mein Blict auf das Antlitz des Toten und - war es der flackernde Kerzenschein oder

tz. Or Preise Mi gcrungi 38 ümrdci 3500 Mai Lumen 01 6er vor c Jen zugesi müssen bin

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Wiener Finnnzpläne.

Gründung einer neuen Notenbank.

Wäen, 15. Juni. Zm Verlauf der Be­sprechungen der Regierung mit den Vertre­tern des Hauses 2 vthfchtld und der Wie­ner Großbanken über die finanzieIIe Sanierung Oesterreichs haben sich nnck den letzten Wittellungen die Teilnehmer an den Besprechungen bereit erklärt, den von der Negierung vorgelegten Plan zur Grün­dung einer neuen Notenbank unter be- timmten Voraussetzungen innerhalb der Gren­zen ihrer Leistungsfähigkeit durch Bereitste!- ung eigener Mittel in ftemder Währung, so­wie durch Heranziehung auswärtiger Kapital- kräfte werktätig zu unterstützen. Dis neue Bank rll die Aufgckbe haben, die im Llmlauf be- mdlichen Voten zu übernehmen und die Fun- )ierung durch weitere Devifenzuflüsfe, sowie durch Einbringung sonstiger Goldwerte zu ver­stärken. Hierbei wird jetisr gewaltsame Ein­griff, wie insbesondere Notenabstempelung oder Entwertung der Krone, ausgeschlossen sein. <

Einmütig wurde von der Begierung und den Vertretern der Banken der Anschauung Ausdruck gegeben, daß für die Wiederaufrich- tung des österreichischen Wirtschaftslebens die rascheste parlamentarische Erledigung eines auf'Beseitigung des Defizits im Staatshaushalt abzielenden Finanz- planeS unbedingte Voraussetzung sei. Neben dieser Aktion wird die Negierung bestrebt sein, die Bemühungen fortzusetzen, die auf Er­langung von Auslandskrediten gerich­tet find. Die Gründung einer neuen Noten­bank wird den Mittelpunkt des von der Ne­gierung vorbereiteten Finanzplanes bilden. Die betrefffende Negierungsvvrlage wird noch im Laufe dieser Woche -der Oeffentlichkell be­kanntgegeben und zu Beginn der nächsten Woche dem Nationalrat vvrgelegt werden.

Aus dem Reiche

Die Verteilung bH Mundzuckers.

Berlin. 15. Juni. Gestern wurde

Bei chsernährungS Ministerium

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sein würbe.

Namens der deutschen Zeitungsverleger sprach der erste Vorsitzende des Vereins deutscher Zei­tungsverleger, Kommerzienrat Dr. 'Krumb- Haar. seinen herzlichen Dank für die liebens­würdige Begrüssung aus. Er erklärte sodann u. a. 3n schlimmster See und schllmmstem Üntoetter segelt die Flotte deS deutschen Wirtschaftslebens und trägt als kostbare Ladung die Hoffnung art Deutschlands Wiedergenesung an ihrer Spitze

Flottille der deutschen Zeitan- mit allen Zeichen höchster See- Mancher Mast ist gekappt, manches Wert- Gut über Bord geworfen. Am Rader ___stehen Männer, durch das Leben erzogen zu dem Gefühl and Dewusttsein ihrer Verant- wortlichkeil. Üinerschütterlich streben fie das gr- meinsame Ziel des deutschen Wiederaufbaues an. Versteht man auf dem Führersitz die Signal: nicht, die Stärkung und Hilfe für die im auf­reibenden Dorp ostendienst sich zermürbenden Zei- tungsleute fordern, und 'deren Schiffe für so schlimme See, für so schweres Weller nicht ge­baut sind? Wird man es an führender Stelle im Reiche verstehen, um was es geht, wenn die selbständige deutsche Presse versinkt? Trllt diese Katastrophe ein, dann hat sich das deutsche Doll zum zweiten Male entwaffnen lassen. Was die deutsche Presse zu tun ver­mag. um Deutschlands Autzenhandel and Seo- geltung wieder aas den früheren Stand empor- 8ubringen, wird sie zu tun stets bestrebt srin. Hamburg mutz wieder der bedeutendste Seehafen des Festlandes werden unter der deutscher Flagge. Mll einem Hoch auf Staat und Stadt Hamburg, Bürgerschaft und Senat schloß der Redner.

Die Zerschlagung Oberschlefiens«

Oppeln. 16. Zuni. (WTB.) Zn der elften Abendstunde wurden gestern die Bestimmungen betreffenb die Heber gäbe der Deutschland and Polen zuertturnten Gebietsteile durch die internationale Regierung und Plebiszit lvmmission in Oberschlesien aus Grund des in Versailles unterzeichneten Friedensvertrages vom 23. 6.1919 non der interaHiierteiT Regierungskvmnsission Snd ben Vertretern Deutschlands und Polens unter­zeichnet. Anschließend an die Unterzeichnung wurden die Grenzen notifiziert. -t£ näheren Bestimmungen werden morgen vei- ösientlicht.

Kattowth, 16. Zuni. iDTBll Ealonder tam gestern abend in Kallvwih an.

Polnische Aufwiegelung gegen die Deutsche» in Polen. Warschau. 15. Zuni. Die Polnisch? Presse läßt keinen Tag vorübergehen, ohne in übelster Weife gegen polnische Staatsbürger deutscher Zunge zu Hetzen und zu Gewalttätig­kellen gegen sie aufzufordern. Zn welcher Weife die Hetzpropaganda betrieben wird, er­gibt sich aus einer Auslasfung des .Mlrjer Warszawski". in der behauptet wird: Deutsche höhere Beamte in Ostpreußen hätten bei Miß­handlungen polnischer Bürger, statt einzngrei- fev, die Deutschen aufgefordert:Schlagt doch die Polen tot! Das Blatt.knüpft an diesen angeblichen Hergang, der sich selbstverständ­lich nirgends zugetragen hat, die vielsagende Bemerkung: 'Denn die deutsche Negierung nicht sofort einschrellen und das Leben und Gut der polnischen Bürger in Ostpreußen in Schutz nehmen wird, dann können furchtbare Der- geltungsmaßregeln der Polen dagegen er­griffen werden.

Da, wie gesagt, sich ein Vorgang dieser oder ähnlicher Art, wie er oben wiedergege­ben wurde, nirgends zugetrogen hat, so ergibt sich daraus, daß solche Vorfälle erdichtet wer­den, um die polnische Bevölkerung zu ähn­lichen Deutschenverfolgungen aufzupeitschen, wie wir sie soeben wieder in Oberschlesien er­leben.

Deutschbekenntnis im Hultschiner Ländchen. Ratibvv, 16. Zuni. (WTB.) Die fveiwil- ftge Volksabstimmung im Hultsch iner Ländchen zur Klärung der Natwnalfrage er­gab eine überwiegende Mehrheit für den Verbleib bei Deutschland. Abgestimmt -tourbe nach dem Muster der oberschtesisch^ Ab- siimmung in geheimer Wahl. 3m Dorfe Haatsch stimmten von 937 Stimmberechtigten 850 für Deutschland, 6 für die Tschecho-Slowakei, 72 Stim­men fehlten. 3n dem Dorfe Owfchüh stimmten von 473 Stimmberechtigten 449 für Deutschland, 3 für die Tschecho-Slowakei, 21 Stimmen fehlten.

Die Not der Deutschen in Böhmen.

Mrm Vetter Jolus.

Aouran von Dichard Skvwronnek.

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Dm meinen Augen tanzen blanti 5jnJ:n, in meinem Kopfe saust und tänrmn-l es. jnr. rch wäre gefallen, w-onn Franz mich nick' qrij',-; unb zr meinem Stuhle gebracht häi'- Di? nnck^ ften Minuten sitze ich stampf anb geistesabwesend ha, merke nur. datz auf den 'm stiN?:

SalamLnder exiziert wird imb Franz baraji ein.- _

gange BSeK mjtjÄcA » mir > haM bis.

Prag, 15. Zuni. (WTB.) Das Abgeord­netenhaus behandelte gestern die dringliche Interpellation betreffend die Aufhebung .deutfcher Schulen und Schulklassen. Der deutschnativnale Abgeordnete S ch o l l e ch er­klärte bei Besprechung der Knebelung des deut­schen Schulwesens, daß das Gesetz vorn 3. März 1919 die ganze Gewalt in die Hand des Bure.ru- fraten lege, der Schulen nach eigenem Gutdünlen gründen und aichlösen könne. Zn rein deutschen Orten würden besonders kinderreiche tschechische Familien untergebracht, für die dann das beste Gebäude auf Grund des Gesetzes für tfchechische Wunderkinder, die dem Zweck dienten, die Not- wendigkell der tschechischen Schule in deutschen Orten zu begründen. Es würden einfach alle

griffen, auf seinem weitzen Sterkelager. Sein Gcsickt sah bläh und ordentlich friedlich aus, n ir aus bei linken Wang: zeichnete sich die brennend rote Rah/ at. die tückische Wunde an der er

I sein junges Lehen verblutet Halle

Ich stand mit meinem Kranz: da und wagt:

_Hnb da wollte ich ihr alles sagen: datz ich es gewesen, von dem ihr Sohn den Tod emp-' sangen, und datz ich mit Groll und Hatz ihm gegcmibcrgeffcrnben, aber mich faßte etn □Kit* leiben mit dem Zammer ihres blutenden Mutter- Herzens und ich bekam es nicht fertig. Ich pvrtzte bic Lippen aufeinander und schwieg, denn eine Lüge aussprechen, daS wollte ich auch Nicht. Ilnü bann gab ich mir einen Ruck, machte die paar Schritte bis zum Bette, legte meinen Kranz nie* her und ging, ohne mich umzusehen, hinaus. Aber ich hatte ganz deutlich das Gefühl, datz die alte Frau jetzt witzle, wer ich war. Unb da ich fürchtete, sie könnte bei ihrem gebrechlichen Zustande am Ende einen Schaden nehmen, bat ich einen der Westfalen, sie jeht nicht allein zu. Irsien. Ich balle recht mit meiner BefürchtunL denn durch die halbgeöffnete Tür sah ich, ban

fapeHe, welche deutfche Weisen sprelie. sie esiäsiischen Matrosen konnten den einstigen Hei- . maiflängen nicht widerstehen und stimmten mit cm. Es gab darauf auf dem Panzerkreuzer einen wahren .Hagel von D i f z i p l i n a r ft r a f e n gegen die Schuldigen, was wiederum dazu führte, datz unter den elsässischen Matrosen eine offene Unzufriedenheit ausbrach. Vier von den Rädelsführern tarnen ins Loch und wurden zu einer zweijährigen Verschickung naa) Olfarnffn verurteilt.

Dieser neue Zwischenfall, es ist nicht der erfte feiner Art. ist eine prompte Antwort aui Poincares Strahburger Rede gegen das An- ^chfen der neutralistifchen Bewegung tn Esiatz- Lvchringen. Bekanntlich versucht Frankreich gleich­artige Kundgebungeri unter dem Landheere da­durch zu vermeiden, datz die elsatz-lothringilchen Soldaten möglichst voneinander getrennt in inner» französischen Garnisonen untergebracht werden.

rm. Darmstadt. 15. Zuni. -Sem hessischen Landtage sind eine Reihe von Vorlagen, Anträge usw. zugegangen. Eine Regierungsvorlage fordert für als Nachforderung für das zu 2 500 000 Marl veranschlagte Tierfeucheninstitutin G i e tz e n einen Betrag von 5 270 000 Mk.. so datz jetzt für die Durchführung 7 770 000 Mk. nötig find. Uir die in Not geratenen Neckarschiffer wer den 100 000 Mk. erbeten. Eine andere Regie­rungsvorlage betrifft die zweite Abänderu n g des Gesetzes über die Di en st. bezöge der Kommun also r st warte und die N e u e i n - teilung der Först e-r eien. Eine andere Vorlage betrisst Ansagen zum Hauptstaatsvor' anschlag, ferner werden für die wettere Unter­stütz un g notleidender Kleinrentner nr-chmals 1 021 378 Mt. angefordert. Der Abg. Neumann beantragt den Erlaß einer Verord­nung über die Anzeigepfsicht .für ansteckende Lungen- und Kehlkvpftuberkulose, V feie bic Einrichtung oon Totalen Abteilungen für 2ungentu6crfutcfe tm 3. Stadium in Kranken­häusern. Von Abgeordneten verschiedener Par- ?:icn wird die Aushebung des Brückengeldes bei s- ststehLvden Brücken beantragt Sie Abgeord-

ig. ® Äugend an sog ijattftnhen taeilifliin jxnlen, d< zesanglichc teitragen I

Die ihm zunächst Sitzenden sind wie erstarrt, ich sehe, tote Frumz eifrig auf Ihn einfpricht und et mit ernstem Gesicht etwas erwidert, von d:v> »'ich etn paar abgerissene Worte trotz der- ®ni- sermrng verstehen kann. Ich höre so etwas wie .Nachbllitu.ng' uttb .traurigen Ausgang selbst ver­schuldet', vermal; mir aber teilen rechten Vers daraus zu machen, nur eine entsetzliche Bangig­keit, wie die>rahnu.ng eines fürchterlichen ®e- schehnifses. klammert sich mir ums Herz

Der Westfale steht aus und verabschiedet sich mll einer gemessenen Verneigung. Kaum hat ei die Tür hinter sich geschloffen, da erhebt sich ein lautes Durcheinander, Franz kommt ganz bleich um den Tisch herum auf mich zu, doch ehe er zu mir sprechen form, ertön1 die Silentium ge­biet ende Stimme des Erstm.

Meine werten Gäste und lieben Korpsbriu- der, "ich habe euch eine betrübende Mitt,sil mg zu 'machen. Soeben ist Herr canb. meb. G:?rg Reiner, Sateiniac gewesener Dritter, Erster. Erster,' infolge einer Nachblutung verstnbm."

,,Was?' fchrete ich auf -nd klammer: mich an Franzens Arm. .Franz, sag es ist nicht

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sic an dem Futzvnde des Bettes ohnmächtig lammrmgcfunten war. Als sie nach einer Weste unter den Händen des Arztes wieder die Auge« aufschlug, schlich ich mtd> still von bannen, nah» mir unten auf der Strafte einen Wagen und fuhr in die Wohnung des ckniversilatsrichters."

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klaffen, die unter 40 Kmder naben, aufgelvst. In Böhmen seien bisher 61 beutjdte Schulen mit 635 Klassen, in Mähren 111 Schulen mit 547 Klassen und in Schlesien 21 Schuten mit 106 Klassen, zusammen also 193 Schulen mll 1288 Klassen, aufgelöst worden. Rach der ge­planten neuen Schuldrosselung sollen außerdem, wie verlaute, weitere 30 deutsche Schulen auf­gelöst werden. Redner schloß: äl n g e h e u r e Er­di t t e r u n g herrscht in allen Teilen der De- t ölierung. Sie werden die Deutschen dazu bringen, daß man die tschechischen- Minder­heiten mit dem Dreschflegel und Re­volver hinaustreiben wirb.

Tagung des Vereins deutscher Ieitungsverleger.

Hamburg, 15. Zuni. (Wolff.) Anlätzlich der Tagung des Vereins deutscher Zei­tungsverleger sand gestern abend im Rat­haus ein Empfang statt, zu dem u. a. die Vor­standsmitglieder des Vereins, die nicht dem Vor- flanb angehörenden KoeisvereiinsvorsitzenL en, Vertreter des Senats uni) der Bürgerschaft, her­vorragende Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens und eine R^he Sjambirger 'und auswärtiger PressevertiLter erschienen waren. Der regierende Bürgermeister Dr. Sieftcl erinnert ein seiner Begrützungsanspvache an die schwere wirt- schastliche Not der deutschen Presse und betonte, daß es die Verarmung unseres Volles und eine Erträgliche Erschwerung der politischen Mitarbeit aller Kreise am Werke des staatlichen Aufbaues bedeuten würde, wenn nicht Mittel gefunden würden, mit denen es möglich sei, die katastrophale Bedrohung der deutschen Zeitungen abzuwenden. Was die Regierung in dieser Beziehung tun könne, werde sie nach den fSitlärungen ihrer Vertreter- tun. Auch Hom­burg seh: es als sedue Pflicht an. alles, was nachdrücklich Hilfe bringen Tann, zu fördern. Dom Idealismus Cer Verleger hoffe er. datz er di: unerfreulichen Ersch in ungen überwinden werd:, die von innen her für das Zeitungsgewerbe ebenso verhängnisvoll wären wie die äutzeren Gesahren. Die deutsche Poesie sei einig in dem Willen, mitzuhelfen am Aufbau unseres Staats­wesens. Daraus erwachse ihr eine hohe Der- anttorrtu-ng. selbst wenn sie es kr'ttisch ablehn: schöpferisch mitzuarbriteri. Heute sei mehr benn je die Politik die Kunst des Erreichbaren und die Kunst, sich mit dem Erreichbaren zu begnügen. Alle Kritik muffe erfüllt fein von dem Wüten, nicht zu zerftören. sondern aufzubauen. Wir haben, fuhr der Redner fort, yrr Zett in Deutsch-

nicki, näher zu treten, denn an Futzend' des Brttis leb ruf einem Stuhle, ganz ii sich zr- temTucngriuTiicn, rmc MniJme, alte Frau, di:

* ' im Schstzr gefaltet, ihre vom

neten Rink-Ebner fordern ein Gesetz über den Austritt aus der Kirche und Men verschiedene Anfragen über den Austritt, über den Mangel an freireligiösen Lehrern und ®tern» beträte. Der Abg. Dr. Werner stellt eine An­frage über die Stellung der ^Regierung zu den Er­gebnissen des Fechenbach-Eisner-Pvozesfes tn München, die Abgg. Kindt und Gen. bean­tragen die Untersagung der Benutzung der Ge­schichtsbücher von Martens, der Wg. Nuß be­antragt die alsbaldige Auszahlung der erhöhten Tesatzungszulage an die im besetzten Gebiet woh­nenden Beamten. Ein Antrag der Mitglieder des Finan-ausschusses betrifft die beabsichtigte Aus­hebung der Oberpv ft direkt to «Dar rn- stad t, die Zentrumsabgeordneten Hoffmann und Gen. fordern Staffelung des Schulgeldes, der Abg. Köhler beantragt zu Kapitel 50 deS Hauptvvranschlags die Einstellung eines Betrags von 50 880 Mk. für die definitive Errichtung der Beratungsstelle für Derk- und ArbettSunterricht. Die Abgg. Deiberund Gen. beankragen Die­dereinstellung ber tm Hauptvvranschlag gestriche­nen 10 Reallehrerftellen, sowie Streichung der Stelle einer Oberin an der höheren Mädchenschule in Mainz, bic Abgg. Stork und Genossen for­dern die Errichtung einer dritten Reseren - d e n st e l l e tm Landesamt für das Bildungs- wesen. Außerdem liegen ausführliche Begrün­dungen der Regierungsantworten auf die An­frage des Abg. Nutz betreffend die Verpachtung von reichseigenem Ackerland in Dorms-Psiffllg 7tim, sowie auf die Anfrage des Abg. Köhler letre'sfend das gewerbliche und kaufmännische Fvrtbilbungsfchulwefen vor.

Aus Stadt und Land.

Siesten, den 16. Zuni 1922

Wettervoraussage

für Samstag.

Heiter, trocken, wann, östliche Winde, ®e* Witter.

Hoher Druck, dessen Mapimum über England liegt, beherrscht unsere Wetterlage. Die Neigung zur Gewitter bild ung berftärtt sich.

Bornotizeu.

Tag eslalender für Freitag. Saal des Studentenheims. SV» Llhr: Kammer- musil-Abend zum Besten des Studentenheims. Astvria-Lichtfpiele. ab heute: MacisteS Abenteuer" 3. Teil:Im Angesicht des Todes" undDie Cbaplin-Quelle". Lichtspielhaus. Dahnhofftr., ab heute:Allein im Urwald" und .Der Welt- m elfter**.

Amtl i che Personal ttachrichtca Am 8. Zuni 1922 wurde ber Rechtsanwalt Otto Dornsciss in Alsfeld gleichzeitig zur Rechts onwattfckaft bei dem Landgericht m Gießen zngc lassen.

2. U. Von der Landesuntversitat Dem Oberarzt der Mediz'mischen Klinik Professor Dr. Wilhelm Stepp wurde vom deutschen Roten Kreuz die Leitung des Ale?anderhvspitals zu St Petersburg angetragen. DaS Hospital geht nach einer zwischen dem Roten Kreuz und der Sowjetregierung getroffenen Vereinbarung nun­mehr wieder in knutsche Hände über. Es soll in erster Linie der deutschen Rusienhilse bienen. Dem Leiter des Spitals fällt die Aufgabe zu bic während des Krieges verloren gegangene Verbindung zwischen der deutschen und der russi­schen medizürischen Wissenschaft wieder Herstellen zu helfen. Der planm. a. v. Professor für Mir.evalogie und Petrographie Dr. Hans wchnciderhöhn hat einen Ruf als planm. a. n. Professor an die Llniversitat Hamburg er­halten.

2.11. llniverfitäts Gottesdienst. Am Sonntag den 18.'Zuni 1922, vormittags lP/4 ilbr, findet in der Neuen Aula ein Uni- versitäts - Vottesdienst statt, zu dem in erster 2inie die Angehörigen ber Universität ein geladen sind. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Die Predigt häft Privat- dozent Dr. Frick.

< Ein Zubiläum bet den Ober- hessischen Dahnen. In diesen Tagen sind es 25 Zahre her, seit die Grofth Oberhesiischen Bahnen in die Preuft. Hess. Eisendahngsmern- schäft übergingen. Die früheren Beamten und Aileiter aller Grade toerben sich aus diesem Anlatz am Sonntag zu einem Festkornmers im Hotel Schwab zu Dietzen, später tm Restarrant Philosophenwald bereinigen. Mit dem Ein- triti ber Oberk. Bahnen in die GemrüirschaftS Verwaltung trat eine grate ülmwälzung und ein erhöhter Derlehr ein, wett die Güter, die sonst preutzifcherseits über andere Strecken umgelenkt n urden, nunmehr ihren normalen Lauf nahmen Die Folge war, datz die Bahnanlagen fast aller" -riirts bedeutend vergrößert werden mutzten. Di.' und der bittere Hatz, der am Morgen meinen : Arm gestählt hatte, stieg mir wieder tm Herzen ' empor.

Die alte Frau - weinte eine Weile stM vor

cir Trugbild meiner eigenen Sinne? feine Lippen verzogen sich zu demfelben höhnischen Lächeln, das mich am Morgen fast bis zur Rase« rei'aufgestachelt hotte. Es war, als wenn er sagen toiIU< Mein Tod wird dir wenig frommen. Die du begehrst, friftc ich jetzt fester, als da ich Lebtet

Da mürbe es mit einemmal hart, in meiner | Brust, bic Tränen versiegten in meinen SlAfienJ