Ausgabe 
16.2.1922
 
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frc. 61 a b e e, 15. Febr. Mer ttmtbe am Oorrn- taa unter grober Beteiligung der Wühlenbesitzer Philipp Schuldt zu Grabe getragen. Gr war Begrünbet de- hiesigen KriegervereinS und 'Mitbegründer der QHülIereigenoffenfdbjft. die durch chre Vertreter Stränge niederlegen lieben. Die hiesige Feldbereinigung ist soweit ge­diehen. bab bereit- im kommenden Herbst die Zu­teilung der neuen Grundstücke erwartet wird

hr. Stammheim, 15. Febr. Der hiesige Mannergesangverein .Germania" hielt feine Abendunterhaltung diesmal im engsten Kreise seiner Mitglieder ab. Der Abend war wohl- gelungen, die Auswahl der Ehöre, Theater- und 3otDftüde vornehm und gut, so dah kein Mih- ton störte. Der Dorsland dankte im Damen des Verein« feinem Leiter. Lehrer Frank, durch leberreichung eine« schönen Taktstocke«. Damit auch die Jugend auf ihre Rechnung kam, fand am nerflossenen Samstag abend im Saale der Gast­wirtschaft Gei« eine Dachseier in Form eines Valle« statt. Die hiesigen beiden Krieger- Vereine gehen mit dem Gedanken um, den ge- adenen HeÜ>en unsere«Orte« ein Ehrenden k- mal zu errichten und hoffen, bab ihnen die Ge­meinde zu diesem Zweck einen Platz neben der .irchc zur Verfügung stellt.

Starkenburg und Nhctnhcsien.

' Darmstadt, 14. Febr. Blättermeldangen sufolge wurde au« dem SihungSsaale der Stras- 'immer da« leben-grobe Bild de« vormali­gen Grobherzog«, ein Werk von Professor Beyer, entfernt

Grotz- Umstadt, 14. Febr. Der f. DvrtragSkursuS der Hessischen Landwirtschaftsschule war, trotzdem sein Anfang in das Ende des Dahnstreiks fiel, von Landwirten aus Starkenburg, Oberhessen, Rheinhessen und der Pfalz besucht Die Vor­tragenden. Prof. Dr. Biedenkopf, die LaÄrwirtschaftSlehrer Grimm und Strack und besonders Prof. Dr. Kra me r - Giehen fanden freudige Hörer, was sich an der regen Teilnahme an den Diskussivnsnachmittagen bekundete. 3n Verbindung mit dem Kur­sus hielt derDereinehemaligerLand- wirtschaftsschüler seine 8. Hauptver­sammlung ab. Die Landwirtschaftsschule bietet in diesen Kursen ihren früheren Schülern die neuesten Ergebnisse wissenschaftlicher For­schung und arbeitet so mit an der Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung.

e. Offenbach a. M., 15. Febr. 3m Monat Januar starben hier 24 Personen an Grippe, 15 an Lungenentzündung. 15 (über 60) an Altersschwäche, 9 an Herzkrank­heiten, 8 an Gehirnschlag. Während im Ja­nuar 1921 nur 78 Todesfälle vorkamen, for­derte der Tod im gleichen Monat dieses Jah­res 146 Opfer, Indes im Dezember nur 76 Stellte starben. Die Zahl der Geburten belief sich im Januar 1922 auf 149 (125 im Januar 1921). Die natürliche DevölkerungSvermehrung Hal im Januar d. 3- nur 3 betragen, wäh­rend sie im Dezember 72 und im Januar vorigen Jahres 47 ausmachte.

Mainz, 14. Febr. Sine Frau aus Holland, die den V-Zug benutzte, verlieh in Mattu ihr Abteil, in dem sich ihr Koffer befand, und begab sich in den Speisesaal. inzwischen wurde ihr der Koffer, der Klei­der, Wäsche und einen Geldbetrag enthielt, gestohlen. Dermullich ist er in die Hände von V-Zugdieben gefallen.

Kreiö Wetzlar.

ra. Aybach (Kr. Wetzlar), 14. Febr. Die hiesige Gemeindejagd war bisher zum Jahres preis von 1600 Mk. an eine Jagd­gesellschaft vom Diederrhein verpachtet. Bei der jüngsten Deuverpachtung wurden 30140 Mark erzielt. Höchstbietender blieb Gg. H. Müller aus Berlin-Schöneberg, ein ge­borener Atzbacher.

Hessen-Nassau.

ra. Aus dem Biebertal, 14. Febr. Das Tagesgespräch bilden hier die unae» heuren Holzpreise. Die Gemeinde Rod heim, die nur Kiefernnutzholz vergeben kann, erzielte 680855 Mk. pro Festmeter. Buchenbretmhvlz kostete bei der ersten Ver­steigerung aus dem Schutzbezirk Strupbach durchschnittlich 400450 Mk. pro Raummeter.

fpd. Frankfurt a. M., 15. Febr. Zu­folge der t in getretenen wärmeren Witterung ist die Maineisdecke bereits brüchig geworden und an vielen Stellen vom Wasser überflutet. Die Polizei hat deshalb das Be­treten des Mains verboten. Bei dem lang­samen Fortgang des Tauprvzesses hofft man. das) der Eisgang sich so leicht vollzieht, dah die Dvtbrücke erhalten bleiben kann. Die ein- geknickteu Brückenpfeiler werden gegenwärttg abmontiert. Zahlreiche Kräfte sind auch mit dem Bergen der im Eise liegenden Boote beschäftigt. Trotzdem sind alle VorsichtSmah- regeln für den Eisgang getroffen. Sobald der Main in seiner ganzen Ausdeutung au geht, werden Alarmschüsse abgefeuert. Auch i t ein telegraphischer und telephonischer EiSbe- obachtungsdienst eingerichtet.

Hanau, 15. Febr. (Wolff.) Wie der Kommunist" meldet, haben die im Deutschen Metallarbeiterverband organisier­ten Gold- und Silberarbeiter der Hanauer Edelmetallindusttie heute mit 1000 gegen 121 Stimmen den Streik beschlossen. Der Streikbeschluß tritt sofort in Kraft.

Kirche und Schule.

Dvn der Allgemeinen deutschen Pensionsan st alt sür Lehrerinnen und Lehrer in Berlin (Abteilung III, Er- satzkasse für die Reichsangestelltenversicherung) toirbmitgeteilt: Es wurde dieBeobachtung gemacht, bab Lehrerinnen und Lehrer, bie statt bei der Reichsversicherungsanstalt in der Abt. III unserer Anstalt versichert sind, bie Versicherungsbeiträge nach einer niedrigeren Gehaltsklasse entrichten, als ihrem versicherungspflichtigen Einkommen (bis zu 30 000 Maid) samt Teuerungszulagen ent­spricht. Ein derartiges Verfahren ist gesetzlich unzulässig, da bie Versicherung in ber Abt. III unserer Anstalt nur barm von der reichSgesehlichen Angestelltenversicherung befreit, wenn sie dieser gleichwertig ist, b. h wenn dieBd'räge in ber gleichen Höhe gezahlt werden, wie sie durch das Dersicherungsgesetz vorgeschrieben sind. Außerdem erfordert ber eigene Vorteil ber Versicherten bie Entrichtung berBeiträge in ber vorgeschriebenen Höhe, da sich nach der Summe der eingezahlten Beiträge bie Höhe deS Ruhegehalts richtet.

rt L i ch, 15. Febr. Wochenlang war hier daS Tagesgespräch bie rottoenbige Erhöhung der Pacht für die Grundstücke des evan­gelisch-lutherischen Marten st i st s. Da ber Stiftsvorstand, insbesondere die Pfarrer, sich hierin für nicht sachkundig hielten, wurden gemein­sam mit dem OrtSgericht, dem Bürgermeister and drei Vertretern des Gemeinderats neue Sätze vor-

geföfagen. Da diese den Pächtern zu hoch schie­nen, wurden in entgegenkommender Weise neue Verhandlungen gesiegt, die bis letzt noch nicht zu einen; enbgiltigcn Adschlus; gelangt stnd. Ob­wohl man so bemüht war, die Preise durch sach­kundige und unparteiische Leute festsetzen zu lassen, wird von vielen die Festsetzung der Preise dem Dechanten des Stift« zur Last gelegt Auch sind manche naive Gemüter immer noch ber Mei­nung. die Pfarrer hätten einen persönlichen Vor­teil bat>du. Dm Vorteil aus dm erhöh.en Ein­nahmen bat lediglich die Gesamtgemclnde. bie für den Fehlbetrag des Stift« aufzukvmmen bat. Ter Plan, ein neue« Schulha rs zu bauen, findet hei der Bürgerschaft toertig Gegenliebe, da die gegentoärttgen unsicheren und te-ieTcn Ver­hältnisse die Inangriffnahme elneS solchen groben Planes zurzeit nicht erlauben. Unter den Kindern sind zurzeit b i e Masern sehr ver­breitet, die Krankheit verläuft jedoch gutartig.

X Wieseck, 13. Febr. 3n einer gutbesuch- ten Frauenversammlung am Freitag­abend im Ratssaal sprach Frl. Storck, Sekre­tärin deS Hessischen Verbandes ber evange­lisch-kirchlichen Frauenvereine, über Wert unb 'Aufgabe des Frauen- vereinS in ber Gemeinde" unb zeigte in sehr anschaulicher Weise, wie für diese Arbeit, die die Seelen ber Menschen erreichen will, sich kein Schema geben lasse. Aus die Gröhe ihres Arbeitsfeldes weisen Worte hin .wie: Jugend- fragen, Krankenpflege. Hausfrauenhil e, Dau von Gemeindebaus und Kleinkinderschule, Mütter­abende, Kirchen- und Friedhofspflege, Sittlich­leits-- und Alkohol rage: Kirchen- und Schul- fragen. Streng parteilos wollen sie bie Kluft überbrücken helfen unb sich rühren nach dem Wort: .Die Männer machen die Gesetze, aber die Frauen machen die Gitten eines Landes." Dem Dank ber Anwesenden Ausdruck gebend, sprach dann Pfarrer Sattler über die bren­nendsten Fragen des örtlichen Gemeindelebens, für das auch bie Herausgabe eines evangelischen Gemeindeblattes geplant ist. U a. wurde feine Anregung, dah Frauen als Helferinnen für ein­zelne Strahen und zu schaffende Bezirke die Arbeit des Geistlichen unterstützen sollten, freudig auf genommen. Der erste Frauenabend, zu dem sich Frauen mit und ohne Handarbeiten zu­sammenfinden, ist für Freitag. 24. d. M, im Ratssaal geplant; dort haben solche, die dem am Schluh der Versammlung einmütig gegrün­deten Frauenverein noch ferne stehen, Ge­legenheit, noch weitere« über seine Pläne und Aufgaben zu erfahren.

4 Friedberg, 14. Febr. Um die Lehrer­schaft in die Arbeitsmethoden der Al­tertumskunde einzufühivn. veranstaltet das hiesige Museum eine Reihe von Vorträgen für Lehrer des Kreises. Prof.'Dr. Blecher spricht über die Vorgeschichte der Wetterau und zeigt in anschaulicher Weise wie sich vorgeschicht­lich? Betrachtungen im Schulunterricht anstellen lassen.

^Rieder-Weisel, 14. Febr.Pfarrer Edgar Schäfer aus Darmstadt, der Be­völkerung unserer Gegend durch seine packende Pfingstpredigt in Arnsburg zu Pfingsten 1920 noch in bester Erinnerung, weilt diese Woche hier, um religiöse Vorträge zu halten. Pfarrer Schäfer, der vor dem Kriege in Aegypten als Missionar und während des Krieges bei unseren Orienttruppen als Feldgeistlicher tätig war, jetzt Reiseagent der inneren Mis­sion. Er begann seine hiesige Vorttagstätig- kett am Sonntag mit einer Predigt in der Kirche und setzte sie gestern und heute abend im Christlichen Dereinshause fort. Die De- völlerung besuchte zahlreich seine erbauenden

Vvrrrage: auch au« Rachdarvrten kommen Besucher. Der Redner w'rd noch bie ganze Woche hier sprechen. Auch in anderen Orten Oberhessens hat Pfarrer Schäfer bereit« mit grvhem Erfolge gesprochen.

<Berid)tsfaaL

Dreimal hintereinander vor Gericht.

mc. Frankfurt a. M, 15. Febr. Der ©ctmamt Han« Hahn erhielt am Montag In Hanau für Räubereien 4 Jahre Gefäng.iS, am SicnStog gab ihm die Frankfurter Strafkammer 3 Zähre Zuchthaus unb heute wäre er beinah» wieder zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe ver­urteilt worden, wenn nicht in letzter Mtmttc eine Vertagung de« Termin« eingetreten wäre, da man auswärtige Akten herbeiholen wollte.

e

Köln, 15. Febr. (WTD.) 3n dem heute vor der Strafkammer anstehenden Beleibt- gungSprozed gegen ben Rebakteur ber Rheinischen Republik', Smeets, lehnte ber Vertreter deS Angeklagten sämtliche Richter des Kölner Landgerichts insbesondere die der dritter Strafkammer, ab. Der Antrag wurde als un­zulässig unb unbegrünbet verworfen. Da« 11 r teil, das abends um 8 Uhr gefällt wurde, lautete auf drei Wochen Gefängnis. Sine Geldstrafe erschien Infolge des aufhetzenden In­halt« de« in Frage kommenden Artikel« aus- aefchlosfen. Strafmildernd kam die bisherige Un­bescholtenheit des Angeklagtem In Betracht, ömeeti hat gegen das Urteil Revision eingelegt.

Vermischtes.

Gin Droßseuer in Dui-burg.

Duisburg, 15. Febr. (WTB.) Heute vormittag entstand in dem Holzschuppen der Firma Kiefer ein Grvhfeuer. Der Holzschuppen und die Hobelwerkstätte sind vollständig, das Maschinenhaus zum Teil nie­dergebrannt. Die Ursache des Schadens ist noch ungellätt. Der Schaden soll in die Mil­lionen gehen.

Zürnen, Sport unb Spiel.

ra. Lahn-DünSberg-Turnerbund Am vorigen Sonntag fand unter äußerst reger Beteiligung zu Grohen-Duseck der Bun- destumtag statt. AuS der reichen Tagesordnung sei hervorgehoben, daß seit Beendigung des Krie­ges das Turnen in allen Vereinen eifrig gepflegt wird, und der Bund im steten Wachstum be­griffen ist. Für die Folge sollen pro Mitglied 2,50 Mark Bundes beitrag erhoben werden Grünewald -Waldgirmes wurde als Bun­desrechner in Vorschlag gebracht und gewählt. S>er Dundesturntag soll für die Folge im Herbst abgehalten werden. Die diesjährigen Turnfeste sind in folgender Weise geplant; Bundestumsahrt am 18. Cunt in LaunSbach: Bundesfest ani 16. Juli in Wieseck (1923 in All-rdors a. d Lumda). Das Schillerwetturnen wurde für Au- gust dem Turnverein Dieder, und da« Bergfest dem Verein In DurkardSselden übertragen.

Kirchliche Nachrichten.

Israel.Religionsgemetnde. DotteH- dienst tn der Synagoge (Südanlage). Samstag 18 Febr. 1922. Vorabd. 5.30. Morg. 9. Add« 5.55 und 6.35 llhr.

Israel. Religion« - Gesell! chatt ©atbatfeier, 18. Febr. 1922. Freitag abb. 5.20 öamftag vorm. 8.30. Aachm. 3.30. SabbataaS- gong 6.35. Wvchengottesdienst: morg. 7.00, abds. 5.00 llhr.

wewbremr/ere;

mSsRMD OyjflLODl 1880 ^fjTTGRRT-

behördliche Anzeigen

Bekanntmachung.

Der Gerichtsvollz.-Asp. Stang in Gießen ist für die Dauer der (Erkrankung der Gerichtsvollziehers Junker in Giehen zu dessen Stellvertreter bestellt worden. 1582

Giehen, ben 15. Februar 1922.

_________Der Präsident des Landgerichts.__________

Der Voranschlag ber Gemeinde Leihgestern für 1922 liegt während einer Woche vom 17. d. M. ab bei der unterzeichneten Stelle zur Einsicht offen und können während dieser Zeit Einwendungen er­hoben werden. Zu der Gemeindesteuer werden die Ausmärker herangezogen. 1572V

Leihgestern, den 14. Februar 1922.

____________Bürgermeisterei Leihgestern._______

Holzsubmission.

Die Gemeinde Ober-Dessingen beabsichtigt, auf dem Wege des schrifllichen Angebots nach- verzeichneteS Hoh zu verkaufen:

Fichtenstämme, öa-Klasse, 2 Stück, 0,79 Fstm. Fichtenstämme, 5b-Klasfe, 67 Stück, 12,17 Fstm. Eichenstämme, 5. Klasse, 9 Stück, 3,05 Fstm.

Eichenstämme, 6. Klasse, 34 Stück, 6,54 Fstm Kiefernstämme, 4. Klasse, 3 Stück, 0,93 Fstm. Kiefernstämme, 5. Kl., B, 62 Stück, 16,65 Fstm. Kiefernstämme, 5. Kl., G.. 102 Stück, 20,18 Fstm. Lärchenstämme, 5. Kl., 1 Stück, 0,12 Fstm.

Fichten-Derbstangen, 1. Kl., 159 Stück, 14,69 Fstm. Fichten-Derbstangen, 2. Kl., 460 Stück, 19,87 Fstm. Reisstangen, 158 Stück, 1,77 Fstm.

Bohnenstangen, 2820 Stück.

Fichtennutzreisig, 86 Raummeter.

Angebote sind, getrennt nach Sortiment und Klassen pro Fest Meter, verschlossen mit der Auf­schriftHolzsubmifsion" bis spätestens Mittwoch, den 22. d. M., vormittags 11 llhr, bei der unter­zeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Angebote erfolgt Rähere Bedingungen werden im Eröffnungs­termin bekanntgegeben. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor.

Ober-Dessingen, den 15. Februar 1922.

Hessische Bürgermeisterei. 1574V Samer.

Bekanntmachung.

Infolge Erhöhung des Stallprei'ses für Voll­milch von 4,00 Mk. auf 4,80 Mk. sowie der all­gemein gestiegenen Unkosten wird mit Genehmi­gung der städtischen Lebensmitteldeputation mit CEDirfung vom 17. Februar 1922 der Kleinver­kaufspreis für 1 Liter Vollmilch auf 6,60 Mark festgesetzt

Giehen, den 16. Februar 1922. 1591B

Ser Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt)

Bekanntmachung.

Infolge Erhöhung der Zechenpreise und Frachtsätze für Kohlen und Koks sind die Höchst­preise durch Beschluß der städttschen Brennstoff­deputation vom 15. Februar 1922 mit Wirkung vom 16. Februar 1922 wie folgt festgesetzt: Fettstückkohlen 45,90 Mk. f. d. Ztr.

Fettnuhkvhlen 46,70 Mk. f. d. Ztr.

Fettkohlen, meL 40,40 Mk. f. d. Ztr.

Ehnuh (Halbmagerkohlen) 50,50 Mk. f. d. Ztr. Anthrazit 56,40 Mk. f. d. Zlr.

Eiform- und Steinkohlenbriketts 50,53 Mk. f. d. Ztr. Braunkohlenbriketts 24 80 Mk. f. d. Ztr.

Zechenkoks, grob 53,10 Mk. f. d. Ztr.

Zechenkoks, Ruh 59,70 Mt f. d. Ztr.

Vorstehende Preise verstehen sich in Fuhren ab Eisenbahnwagen bis vor das Haus des Käu­fers oder frei Qagerplab des Kohlenhändlers für den Zentner einschl. Wareirumsahsteuer.

Zuschläge dürfen erhoben werden für den Zentner.

1. Für das Ein werfen des Brennstoffes von der Strahe in den Keller 0,70 Mk.

2. Für das Einträgen des Brennstoffes von der Strahe in den Keller 1.35 Mk.

3. Bei Lieferung bis zur Höchstmenge von 15 Zentner ab Eisenbahnwagen in den Keller 1,70 Mk.

4. Bei Abholung von dem Lagerplatz des Kohlenhändlers bis zur Höchstmenge von 15 Ztr. 0,85 Mk.

5. Bei Lieferung des Kohlenhändlers ab Lagerplatz bis vor das Haus für Kohlen 1.80 Mk., für Koks und Briketts 2,25 Mk.

6. Bei Lieferung in Säcken oder Körben bis xur Höchstmenge von 15 Ztr. ab Lagerplatz des Kohlenhändlers bis tn den Keller für Kohlen 3,10 Mk., für Koks und Briketts 3.50 Mk. 1592B

Giehen, den 16. Februar 1922.

Der Oberbürgermeister. (Drennstoffamt.)

Bekanntmachung.

3n unser Handelsregister Adt. B wurde heute bezüglich der Bohrgesellschaft Hessen-Nassau, Gesell­schaft mit beschränkter Haftung in Gießen eingetragen: Heinrich Selbst, Johann Wilhelmi und Carl Frens- darf sind zu Geschäftsführern bestellt, Adolf Bär ist als Geschäftsführer ausgeschieden. Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 12. Januar 1922 stnd die §§ 6 und 16 der Satzungen gestrichen. § 9 Abs. 2 erhält folgende Fassung: Die Gesellschaft wird durch 3 Geschäftsführer vertreten, von denen stet» 2 zusammen zeichnen müssen, soll die Gesellschaft ver- pflichtet werden. Sollte jedoch der Fall eintreten, dah nur noch ein Geschäftsführer vorhanden ist, so ist dieser berechtigt, die Gesellschaft bis zur nächsten ordentlichen Gesellschafterversammlung allein zu ver- treten. 3n dieser hat spätestens Neuwahl der Ge­schäftsführer zu erfolgen; sobald eine solcke erfolgt ist, hört die Befugnis eines Einzelgeschäftsführers zur Vertretung der Gesellschaft wieder auf.

Giehen, den 10. Februar 1922. 1558B

Hessische« Amtsgericht.

HolzversLeigernng.

Versteigert werden Dienstag, den 21. L Ttts. aus den Distrikten Noll 2, 4, 5, 6 u. 7:

Stämme: Esche 6. Klasse 1 St = 0,16 Fstm.; Nutzscheiter: Eiche 2 Nm., Buche 6 Nm., Kiefer 2 Nm.: Nutzknüppel: Fichte 2 Nm.; Nutzreistg: Esche 1 Nm.; Scheiter: Buche 84 Nm., Eiche 2 Nm.; Knüppel: Buche 378 Nm., Eiche 26 Nm., Birke 9 Nm., Erle 19 Nm., Aspe 5 Nm., Kiefer 24 Nm., Lärche 2 Nm., Fichte 2 Nm.; Knüppelreistg: Kiefer 17 Nm ; StammreiRg: Buche 708 Rm., Eiche 26 Nm., (Erle 26 Nm., Fichte 22 Rm.; gewöhn!. Reifig: Buche 261 Rm., Eiche 37 Rm., Esche 2 Rm., Aspe 4 Rm., Erle 12Rm., Fichte 46 Rm.; Stöcke: Buche 44 Rm., Eiche 3 Rm., Kiefer 12 Rm.

Beginn der Versteigerung vormittags 8'/t Uhr (Zug 6,15 vorm. Giehen-Odenhausen) am alten Pfianzgarten Vizinalwegs Geilshausen - Weitershain.

Das in Abt. 6 und sonst zerstreut sitzende Holz wird nicht vorgezeigt. Das Holz mit unterstrichenen Nummern wird nicht versteigert

Weiteres durch den Freiherr!. Forstwatt Korn, mann zu Rüddingshausen. 1566D

Gießen, den 15. Februar 1922.

Freiherr!. Oberförsterei Rabenau.

Trautwein, Geh. Forstrat

Bekanntmachung.

3n unser Handelsregister Abt B wurde bezüa» lich der Deutschen Vereinsbank Filiale Giehen in Gießen eingetragen: 1. Arn 14. Dezember 1921 - die Generalversammlung der Aktionäre vom 6. De, zember 1921 hat die Erhöhung des Grundkapltalc um 40000000 Mark beschlossen. Dieser Beschluh ist durchgeführt Das Grundkapital beträgt nunmehr 100000000 Mark. Die Generalversammlung der Aktionäre vom 6. Dezember 1921 hat die der er­folgten Kapitalerhöhung entsprechende Aenderung des § 5 Abs. 1 des Gesellschaftsoertrages beschlossen. 2. Am 10. Februar 1922 - das bisherige Vorstands- Mitglied Direktor Rudolf Wolfskehl zu Frankfurt am Main ist ausgeschieden. 1557B

Giehen, den 13. Februar 1922.

Hessische« Amtsgericht__________

Holzversteigernng

tm Fürstl. Revier Hungen, Distrikt Dietrichsberg. Mittwoch, ben 2 2. Februar, vorm. 11 Ahr, Im Saale der Wirtschaft Strack- Dillingen. Ds kommen zam Ausgebot:

265 Rm. Duchenscheiter.

224 Rm. Buchenprügel,

31 Rm. Etchenprügel,

3 Rm. Lindenprügel,

13 Rm. Fichtenprügel, 62 Rm. Duchenstöcke, 8 Rm. Eichenstöcke, 709 Rm. Duchenastreiser, 45 Rm. Eichenastreiser.

222 Rm. Duchenstammreiser,

35 Rm. Buchen- Langwiedstangen.

Auskunft erteilt Förster Sarnes, Hungen, sowie der Fürstliche Rottmeister Zimmer von Villingen; letzterer steht am Versteigerungstage um 7 Uhr vormittags am Bahnhof BLIlngen als Führer zum Dorzeigen des Holzes zur Ver­fügung. Das Holz sitzt 34 Kllometer von der Bahnstation Villingen an und tn der Rahe der Ehauslee. Die blau durchkreuzten Dummern kom­men nicht zum Ausgebvt 1575V

Fürsttiche Rentkammer.

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