Einzelbild herunterladen

Cnt-

11585,- 11186,- 11214,-

Rio de Janeiro 11615,

1,54

2162,70

60,08

313,15

473,60

416,55

59,92 312,35 472i-iO 415,45

Drüffel-Antw. . Christian!« . . . Kopenhagen .. Stockholm. . . . HelsingfvrS. . . Italien London Aeuhork Paris Schweiz Spanien Deutsch. Oesterr» Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan

Kirche und Schule

Kirchliche Wahlen.

1,45 2155,30

56,17 298,12 459,40 394,50

t Haft. (siit am 2D. x)uu patte Die -rau o- u 4

Ilana Bätz von hier eine längere FreiheitsstrafeI Gertrud Schneider, Gießen.

fpd. Frankfurt a. M., 14. Ang Der frühere Jockei Bruno Krahmann, geboren 1898 in Mannheim, unterschlug seiner Herrschaft, bei der er als Buchhalter angestellt war, 20 000 Mk. Bargeld und stahl der Frau des Hauses Brillanten im Werte von mehr als einer Million Mark. Dann brannte er nach Wies-

wegen Kirchendrebstahls verbüßt. Seit dieser Zett. verübte sie in der Deutschordenskirche und in der | Allerheiligenkirche wieder neue Diebstähle, indem sie Altardecken wegnahm. Sie wurde dabei überrascht und fe st genommen.

lich begangen wird. Die an diesem Sonntag zur Erhebung kommende Kirchenkollekte soll zur Bil­dung eines Landesbibelfonds dienen und dadurch den Gemeinden der Ankauf der Bibeln zu ermäßigtem Preis ermöglicht werden.

1,49

2160,70

56,33 298,8?

460,60

395,50

Dru st schwimmen: Gertrud Schneider, Gießen, b) 2 5 - Mt r. - Beliebiges Schwimmen:

z e m b er abzuhalten.

Sin Dibelsvnntag.

weilen an Friedrich, prachtvoll

Biicherlisch.

Der Hochwald und anvere Er­zählungen. Bon Adalbert Stifter. (SammlungDeutscher Erzähler".) R. Doigtlän« ders Derlag in Leipzig. Die vorliegende Ausgabe bietet drei Erzählungen ausStifters Studien" und eine aus denBunten Steinen". DerH o ch- wald" ist Stifters berühmteste Erzählung. Sie

Marknotierunge«.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: Zürich Amsterdam Kopenhagen Stockholm Wien Prag London Aeuyork Paris

baden durch, reiste von hier, als jnan schon am nächsten Tage auf seine Spur kam, nach Berlin, wo er am letzten Freitag verhaftet wurde. Mit ihm zugleich wurde seine Geliebte Agnes Lübbe fest- genommen. Die Schmucksachen konnten wieder herbeigeschafft werden. Das 20jährige Dienst­mädchen Anna W e i tz e n s e e aus Griesheim iahl seiner hiesigen Herrschaft Kleider im Werte von annähernd 100 000 Mk. Das Mädchen ^am in Haft. Erst am 25. Juli hatte die Frau

)( In dankbarer Erinnerung an die stehung der deutschen Lutherbibel vor 400 Jahren ordnete die hessische Kirchenregierung durch ein Ausschreiben vom 3. August an, baß der Sonntag, der 17. September, in allen Ge­meinden des Landes als Dibelsvnntag fest-

vor allem zeigt, wie innig er mit seiner heimat­lichen Scholle verwurzelt war. In der Kraft der Stimmungsmalevei gemahnt Stifter hier bis- den genialen Kaspar David Brigitta" läßt aus der

Datum: 12. August. 14. August.

.TtnftM-b 33541,90 33458,1031885,05 31964,95 6638 35 664165 6342,05 6357.90 1489360 14856,40 14182,75 14217,75 1857320 18.-26,80 17627,9017672,10 2267835 22621,65 21584, - 21602,- 1822 30 1817,70 1722,80 1727,10 3954'95 3945,05 3745,30 3754,70 3884,85 3875,15 3670,40 3619,60 871,09 868,91 822,96 826,94 7008,75 e9yl,25 6741,55 675b,45 16620,75 16579,25 15680,35 15719,65 13416,75 13383,25 12794,- 12816,-

2157^30

Gießener Strafkammer.

Freigesprochen wurde der Apotheker Dr. H.-M., aus Deutsch-Krone gebürtig, der frühere zeitweise Besitzer der Engelapotheke in Giehen. 3hm war zur Last gelegt, in verschie­denen Fällen bei Verabfolgung von Medikamen­ten Patienten betrogen zu haben. Die Beweis­führung konnte wegen mangelnder Kenntnis der Damen der damaligen Käufer in einem Anklage­falle nicht durchgeführt werden, und daher glaubte das Gericht zu einer Verurteilung nicht kommen zu können. In anderen Fällen, wo sich um Lieberschreitung der Taxe bei der Verabreichung von homöopathischen Mitteln handelte, war Ver­jährung ein getreten; übrigens konnte das Gericht in der Taxuberschreitllng keinen Betrug erblicken. Auch in der dritten Anklagesache hatte das Ge­richt Bedenken, gegen den Angeklagten mit Strafe vorzugehen. Der Apotheker Dr. E. H, der seiner­zeit bei H.-M. als Rezeptor tätig war, war der Beihilfe in einem Falle angeklagt. Mit der Frei­sprechung des H.-M. entfiel auch die Voraus­setzung zu seiner Verurteilung.

.ta Kmnz Am Mrenfriedhvf hielt.

HrtÜermeü' ng die Festansprache.

HchÜlerchöre, Gedichte und Männerchöre folgten <lüwschseind. Die WeiHerede hielt Pfarrer We-

r. Bürgermeister Völzing üb.rnahm dann Das Denkmal in den Schuh der Gemeinde. Rach Vetteren kurzen Ansprachen folgten zahlreiche Kranzniederlegungen. .

^Windhausen, 13 Ang. Die Zigeu- ^erplage macht sich in unserer Gegend neuer- foieS wieder in höherem Matze bemerkbar Zu

und im Wagen sieht man die zudringlichen | Launen Gesellen das Land durchziehen und zu Dutzenden öfter vor den Dörfern lagern. Man mu6 auf die Gesellschaft, die es mit dem Mein und Dein nicht genau nimmt, scharf Obacht geben. Bevor man sich ins Feld zur Arbeit begibt, verschlietze man die Türen -der Hauser und Stufte sorgfältig Viele der Zigeuner geben sich neuer- dinos als Kesselflicker aus, bringen in bie Küche und bezeichnen ein Gerät als schadhaft. Sie haben beim Betasten das Küchengerät heim­lich mit einem Stift durchbohrt und bieten sich dann zur Ausbesserung an. Datz diese recht teuer, <ch<>r um so lüderllcher ausfäftt, ist selbstver­ständlich.

Kreis Büdingen.

h. Hirzenhain, 14. Aug. Heute morgen um Vs4 Uhr verunglückte der 20jährige Ar­beiter Wolf von Altenstadt im hiesigen Bahn­hof, indem er auf einen fahrenden Zug sprang und dabei unter die Räder geriet, die ihm beide Seiije vom Rumpfe trennten, so datz der Tod auf der Stelle eintrat.

Kreis Schotten.

b. Schotten, 14. Aug. Wie in den übrigen Kreisstädten, sand auch hier im dichtbesetzten Turnhallesaal eine Feier zum Jahrestag der Annahme der R e i ch s v e r f a s s u n g statt Rach einleitenden BegrützungsworteN des ^^n Ärclä- direktors Boe ck mann sprach Herr Krersschulrat Kinkel in ernsten, gcbantentieien Worten über den Geist und Wert des Derfassungswerkes. das uns ein Wegweiser zur Einigkeit, Recht und .wahren Freihett sei. Der Tag werde noch kom­men, wo auch der letzte Deutsche treu zu dieser Verfassung halte. Schüler- und Mannerchore, Rezitationen, musikalische und Liedervortrage unserer einheimischen Sängerin Berta Schütz um- rahmten die harmonisch verlaufene Feier. Die Stadt baut zur Linderung der bestehenden Woh­nungsnot in der Vogelsbergstrabe ein Fa­milien Haus für 5 Familien, das mögltchst noch in diesem Jahve bezogen werden soll.

£ a u 6 a & 13. Aug. Heute sand die feier» liche Enthüllling einer Geben ktaf el für bie im Weltkrieg gefallenen MitgliÄ>er des hiesigen Turnvereins statt. Um 10 Uhr war ein Trauer g 0 ttesdien st, der auf bie ernste Feier Bezug nahm. Herr Dekan V 0 l P hielt eine eindrucksvolle Predigt: Frl. chl er - Frank- furt, verständnisvoll begleitet durch das treff­liche Orgelspiel des Herrn Reallehrer Ger­hardt, sang mit ihrer klangvollen Altstimme zwei Lieder. Hieraus bewegte sich ein stattlicher Zug zur Turnhalle. Hier weihte Herr Dekan V 0 l P die in die Wand des Turnsaales eingelassene Gedenktafel, welche die Ramen der 33 gefallenen Helden der Rachwelt über­liefert. Die Tafel besteht aus einer Porzellan- Platte mit Inschrift, bie in eine steinerne Tafel eingefügt ist. Das Denkmal ist einfach, leboch von künstlerischer Wirkung.

Kreis Friedberg.

* Bab-Raujheim, 15. Aug. Dm Don­nerstag abend findet in Hupfelds-Kurpark-Kasino der 2. grotzeKünstler-Ball statt. Räheres ist aus dem heutigen Anzeigenteiil ersichtlich.

Starkenburg und Rheinheffen.

tob. Mainz, 12. Aug. Ein neues Ge­werbe ist hier im Aufblühen. Bei einem Gang durch bie Stadt kann man vor den Hotels in groben Reihen Frauen mit Wagen stehen sehen, um auf Fremde zu warten, die in den Hotels kein Unterkommen finden können. Die Leute vermieten dann vorübergehend eine Schlaf st ätte an die Hotelgäste, und wie uns mitgeteilt wird, soll das Gewerbe recht lohnend fein, zumal es sich zumeist um Ausländer handelt.

Hcffen-Naffau.

Mädchenhändler am Werke.

fpd. Frankfurt a. M., 13. Aug. Ein junges Mädchen von hier nahm aus eine Zei­tungsanzeige in einem auswärtigen Blatte eine Stellung als Kinderfräulein an und wurde von einem angeblichen Dr. Stümper zum Dienstantritt nach dem Wiesbadener Bahnhof bestellt. In Wiesbaden kam dem Mädchen die Sache aber verdächtig vor, und es reiste nach Kreuznach zu Verwandten, traf aber unterwegs seinen Vater, der von ihm über dte in Aussicht stehende glänzende Stel­lung benachrichttgt worden war, durch das sehr hohe Gehalt aber auch stutzig ge­worden war und nun die Tochter warnen wollte. Auch ein zweites junges Mädchen aus Kreuznach konnte rechtzettig der ihm drohenden Gefahr entrinnen. DerDr. Stüm­per" aber war mittlerweile unter Hinterlas­sung einer großen Hotelschuld aus Kreuz­nach, wo er zuletzt gewohnt hatte, geflüchtet.

Die Taffe Kaffee Mk. 16.50.

fpd. Frankfurt a.M., 14. Aug. Seit heute früh lassen sich die Kaffeehausbesitzer an der Kaiserstrahe bie Tasse Kaffee mit 15 Mk. bezahlen, bazu ber lOprozentige Zuschlag für bie Bedienung macht 16,50 Mark. And trotzdem sind diese Kaffeehäuser stets mit Gästen gut be­setzt, abends sogar überfüllt.

)( Durch Aus schreiben vom 31. Juli hät das Hessische Oberkonsistorium angeorbnet, bah bie nach §§ 15 und 16 ber neuen Kirchenverfassung vorzu nehmenden Wahlen ber Kirchen­gemeindevertreter im ganzen Gebiet ber Evangelischen Landeskirche in der Zeit vom 2 4. September bis 4. Oktober vorzuneh­men sind. Die nach § 83 ff. ber Verfassung fest­gesetzten Wahlen für ben Landeskirchen­tag sind in der Zeit vom 6. bis 20. De -

Gegensatz: das Hochgebirge mit jenem seltsamen Greise, der schon gewisse Töne Rietzsches an­schlägt..Bergkristall" endlich, jene ergreifende Geschichte von den beiden Kindern, die sich am Weihnachtsabend im Gebirge verirrten, ist von jeher als eine Perle deutscher Erzählungskunst hochgehalten worden.

Es ist Zeit. Tiroler Aufstand 1809 von Georg Freiherrn von Ompteda. Stutt- gart, Deutsche Verlagsanstalt. Seit vielen Jahren in Tirol ansässig, ein genauer Kenner vom Landl", der jedes Tal durchwandert und fast jede Spitze erstiegen, durch Besitz, Bergfahrten, Jagd mit Land und Leuten vertraut, hat Georg von Ompteda sich schon lange mit der Geschichte seines Gastlandes beschäfttgt. Die Jahrhundert­feier des Tiroler Aufstandes von 1809 reifte in ihm den Plan zuEs ist Zeit", aber der Krieg unterbrach die schon weitgeforderte Arbeit. Viel­leicht ein Glück für das Buch, das ohne eigene Anschauung des Krieges wohl in dieser Wucht und packenden Gröhe nicht so gewaltig hätte werden können. Denn mit einer historischen Treue ohnegleichen hat ber Dichter bie Epopöe eines Hildenkampfes, Sieg unb Riederlage, geschaffen, wie ihn die Welt nscht vordem und nicht nachher bis heute erlebt hat: eine Epopöe, die in ihrer schlichten Gröhe, in ihrer phrasenlosen Selbst­verständlichkeit, in ihrer dramatischen Wucht, in ihrer tragischen Gewalt neben die größten Vor­bilder ihrer Art gestellt werden darf. Doppelt ergreifenb wird das Werk Hingen in die Herzen derjenigen deutschen Stämme, die damals dem Wort des französischen Eroberers folgen und sich zu Schergen gegen die stammverwandten Tiroler Brüder hergeben muhten.

Turnen, Sport und Spiel.

Deutsche Meisterschafts-Regatta in Trier.

In Trier wurde am vorigen Sonntag die Deutsche Meisterschafts-Regatta ab­gehalten. Das Resultat ist folgendes:

1. Vierer ohne Steuermann: Ruder­verein Effen 6:29-/z', Germania Köln 6:401/5. Sport-Borussia Berlin wegen Kollision nach zwei­maligem Start ausgeschlossen.

2. Einer: Wiking Berlin (Leux) 7:33Vs. Ruderverein Tegel Berlin (Dr. Reinhold) 7:402/5.

3. Zweier ohne Steuermann: Kölner Klub für Wassersport 7:16s/5, Germania Köln :7:17.

4 Doppel-Zweier: Ruderverein Tegel Berlin (Gebr. Reinhold) 7:032/5. Essener Ruder­verein 7:05, Ruderverein Frankfurt a. d. Oder ausgeschlossen.

5. Achter: Ruberverein Lübeck 6:072/5, Kasteler Rudergesellschaft 6:132/5, Sport-Dorassia Berlin 6:59. Kollision zwischen Lübeck unb Berlin.

*

Die Schwimmabteilung des T. D. 1 846 Giehen hielt am Sonntag ihr erstes Wettschwimmen, an dem der V. V. Wetz­lar teilnahm, m der Militärschwimmanstalt ab. Die insgesamt 75 Teilnehmer zeigten durchweg gute Leistungen. Rachstehend bie Liste der ersten Sieger in den verschißenen Abteilungen: Gruppe I. Aktive Turner: a) Mehr­kampf (Fünfkampf): Ferd. Götz, Rud. 3a<f, Wetzlar, b) 50-Mtr. -Brustschwimmen: Ferd. Götz, Wetzlar, c) 50-Mtr. - Handüber Hand schwimm en: Peter Hövels, Wetzlar, d) 50-Mtr. -Beliebiges Schwimmen: Peter Horels, Wetzlar, e) Springen (3 Kür­sprünge): Ferd. Götz, Wetzlar, f) Strecken­tauchen: Franz Sauer, Giehen.

Gruppe ll. Jugendturner: a) Mehr­kampf (Fünfkampf): Emil Geismar, Giehen. d) 50-Mtr. - Brustschwimmen: Emil Geis­mar, Giehen. c) 50-Mtr. -Hand über Hand: Emil Geismar, Giehen. d) 5 0 - Mtr. - Beliebiges Schwimmen: Emil Geismar, Giehen. e) Strecke n tau chen: Gg. Lenz (außer Konkurrenz), Wetzlar.

Gruppe III. Schüler: a) 2 5-Mtr.- Brustschwimmen. Wilh. Zimmer, Gießen, b) 25-Mtr. -Beliebiges Schwimmen: Wilh. Zimmer, Gießen, c) Springen (3 Kür­sprünge): Herrn. Engels, Wttzlar.

Gruppe IV. Turnerinnen: a) Mehr­kampf (Vierkamps): Mathilde Ahbach, Gießen, b) 50-Mtr. -Brustschwimmen: Math l^e Ahbach, Giehen. c) 50-Mtr. -Beliebiges Schwimmen: Mathilde Ahbach. Giehen. d) Springen (3 Kürsprünge): Helene Rosch, Wetzlar.

Gruppe V. Schülerinnen: a) 25-Mtr. -

Handel.

Berlin, 14. Aug. Börsen ft immungs- b i l d. Die älnsicherheit hinsichtlich des Aus­ganges der Londoner Konferenz veranlahte die Börsenkreise zu einer weitgehenden Zurückhal­tung am Effektenmärkte. Die Kursveränderungen entsprangen meist zufälligen älrsachen unb boten keine Grundlage zur Feststellung einer einheit­lichen Tendenz. Von Montanwerten stellten sich Harpener im Anfänge 100 Proz., Hölch 75 Proz. höher: sie konnten j«doch bie Besserung nicht voll aufrechterhalten. Laurahütte holte den anfäng­lichen Verlust von 185 Proz. größtenteils toicber ein. Mannesmann gaben im weiteren Verlaufe über 100 Prvz. nach. Phönix war späterhin be­gehrt unb stellte sich 140 Proz. höher. Von Elek­trizitätsaktien büßten Siemens & Halske 170 Proz. ein unb konnten sich nur wenig bessern. Sonst hielten sich die Veränderungen nach oben und unten meist in den Grenzen von 10 bis 40 Proz. Bankaktien waren fest gehalten. Schiffahrtsaktten zeigten sich meist etwas gebessert. Ausländische Renten stellten sich vorwiegend niedriger trotz ber Aufwärtsbewegung ber Devisen. Auch die eigentlichen Valutapapiere zeigten keine einheit­liche Haltung. Deutsche Anleihen behaupteten im allgemeinen ihren Kursstand. 3proz. Reichsanleihe war um 6 Prvz. nichtiger; 4proz. preußische Kon- sols waren etwas gebessert. In zweiter Börsen- stunde erfuhr das Geschäft eher eine weitere Ein­schränkung. Die Devisen stellten sich bei wenig belebtem Geschäfte höher, da die Meldungen aus London einer ungünstigeren Beurteilung be­gegneten.

Frankfurt a. M., 14. Aug. Dörsen- stimmungsbild. Der Devisenmarkt zeigte eine feste Haltung. Der Dollar ging mit 760 bis 815 im Vormittagsverkehr um. Bei Beginn der Börse stellte er sich auf 798, dann 806. Ausländische Renten lagen vorwiegend fester. Im freien Verkehr wurden u. a. Benz 660, Gebt. Fahr 675, Ufa 235 genannt. Am Mon- tanoftienmarft war das Geschäft nicht sehr leb­haft und die Tendenz ungleichmäßig. Am Markte der Maschinen- und Metallwerte zeigten sich ge­ringe Veränderungen. Elektro- und chemische Werte unterlagen geringen Schwankungen. Der Markt der Einheitswerte lag bei ruhigem Ge­schäft uneinheitlich. Fest lagen Zuckerfabrikaktien. Äts Geschäft blieb weiterhin ruhig bei behaup­teter Tendenz. Privatdiskont 61/4 bis 6V2 Proz.

Frankfurt a. W.. 15 August 1922.

Berliner Devisenmarkt.

Geld ' Brief Geld Brief

geschilderten Ratur eigentüm­

liche Menschenschicksale hervorwachsen. 3mHage­stolz" umfangen uns liebliche Bilder aus dem Wiener Walde; es fehlt aber auch nicht der

A Lumda, 13. Aug. Hier wurde ein Missionsfest zum Besten der äußeren Mis­sion abgehalten. 3m Festgottesdienst predigten Miffionarin Steiner unb Missionar Guth, welche ihre Tätigkeit bei den Regern Afrikas, besonbers in den deutschen Kolonien, schilderten. Die Schluhansprache hielt Pfarrer G s a u l i n g von hier.

Landwirtschaft«

Landarbeiterstreik.

Kassel, 14. Aug. (WTB.) 3n den Krei­sen Kassel, Hofgeismar, Eschwege, Witzenhansen, Homberg, Melsungen, Wolf Hagen, Rothenburg. Hersfeld, Fritzlar unb im Freistaat Wa lbeck ist 'beute morgen ein allgemeiner Qanbarbeiter- streit ausgebrochen. Die Rvtstanbsarbeiten 'wer­den verwicht et. Der Landarbeiter-Verband hat den Schlichtungsausschuh angerufen, vor dem die VerHandlungen am Mittwoch stattfinden.

1.7.14.

12.8

14.8.

Fr.

125.40

- ,65

Z64

Fl.

59.20

Kr.

88.80

-.62

-'(JO

Kr.

88.80

- ,50

-.50

Kr.

117.80

* -

6985,-

Kr.

117.80

.

4,80

Sh.

97.80

* e

r

23.80

,13

-,12

Fr. 125-40

1(55

-t-

DirsenLurse.

Frankfuri -öerlin

Schluß- Schluß- Schluß- Schluß-

Kurs Äur6 Kurs Kurs

852,

1010,

970,

530,

Datum:

5% Dtsch. Kriegsanl.

4*/0 Dtsch. Reichsanl. 3°/o Dtsch. Reichsanl.

4*/0 Preuß. KonsolS Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Tomm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Discontv-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. «Kreditbank.

14.8

77,50 118,60 294,-

78,- 564 - 420,- 290,- 2,8,- 499,- 393, 800,- 250,- 285.-

1950,- 1120,- 1710,- 1995,-

Höchster Farbwerke. 875, Allg. Gleftr.-Des. . . 898, Felten & Guilleaume 10 jO, Schuckert-Werke. . . 960, Adlerwerke 549,

10.8.

77,50 119,- 265 -

77,- 535,- 400,- 283,-

257,- 490,- 386,- 279,50 238,-

Nativnalbank f. D. . ^6, - Boch. Gußstahlwerke Bud.-Eisenlos Akt.. »95- D.-Luxemb. Bergw..

Gelsenkirch. Dergw.. 1968, Harpener Bergbau. 4°uU, - Oberschl. Gisenb.-B. ^"0 - 1128, Oberschles. Gisenind. ^70,- 947, Phönsi-Bergb -Akt. 1950,- ?200, Bad.Anilin-u. Soda 960,- 976,

11.8. 14.8.

77,60 77,50 119,25 113,25 268,- 300. -

77,50 80, o49, - 530 405,- 412,- 284,52 292,- 266,50 280,- <99,- 510 - 388,- 400,- 284,- 303 - 239,5V 251,- 270.- 285,- 1990,- 1950 - 1050,- 1050 - 1800,- 1760, 2000, - 1950, 4800,- 5400,- 1102, 1075,-

930,- <.35, - 2001,- 2300,

905,- 870,- 9u5,- 855,- 893,- -,-

1045,- Kz7,5C

980,50 965,« 540,- 529. -

Daimler 503,- 495, 520, 500, 4°/, Hess. Staatsanl. 72,50 71,50 70,50 70,-

Glectron Griesheim 1000, 975,- 1000, 990,-

Dtsche. Bereinsbank 184,- 182.*

Züricher Devisemnarkt.

14. 8. 15 ö

Wechsel auf

Holland Deutschland Wien Prag Paris London Italien .....

Brüssel Budapest Deuyorr Agram Warschau

Schweizer Franken 100 Fl. -- 204.20 203.dC'

100 Mk. = 0,7C O.GG

100 Kr. => 0.01 0.01

100 Kr. => 13^0 14.35

100 Fr. = 43.- 41.90

1 £ - 23^5 23.44

100 2. » 24.20 23.90

100 Fr. => 40.85 39.80

100 Kr. = 0.375 0.37

100 r = 525.50 525.50 100 Kr. 1.575 1.575

100 Är. 0,075 0,075

Märkte.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M, 14. Aug. (Amllich.) Marktverlauf: Schleppender HandÄ. Schweine hinterließen größeren ileberftanb. Im einzelnen ist zu bemerken: Auf getrieben waren 1720 Rinder, darunter 296 Ochsen, 59 Dullen und 1365 Färsen unb Kühe, ferner 325 Kälber, 72 Schafe und 1397 Schweine. An Preisen würben angelegt per Zentner Lebendgewicht: Ochsen von 36004900 Mark, Dullen 34004400 Mk. Für Färsen und Kühe von 40004700 Mk. für beste Färsen, 2000 bis 4000 Mk. für beste Kühe. Kälber beste Quali­täten von 54005800 Mk., mittlere 48005300 Mark, geringe 42004500 Mk. Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht von 72008000 Mk., von 80100 Kg. Lebendgewicht 81008500 ML., von 100120 K. 84008700 Mk., von 120-150 Kg. 84008800 Mk., Fetffchweine über 150 Kg. 8400 bis 8700 Mk. Sauen und Eber von 76008000 Mark. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Ge­wichtsverluste, Spesen und Händlergetoinne in sich schließen.

Franffurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M, 14. Aug. Die heutige Getreidebörse zeigte in ben Vormittagsstunden größere Zurückhaltung. Die Schwankungen der Devisen übten scheinbar einen Einfluß auf die Preisbewegung aus. Zu größeren älmsätzen kam es in keinem Artikel. Alter Weizen und Roggen schien zu ermäßigten Kursen gefragter, während Ware neuer Ernte, welche als gut befunden wird, noch toenia beachtet ist. Dieses war auch bei Sommergerste ber Fall. Hafer schien be- gehtter. Mais liegt still. Weizenmehl gut be­hauptet. Roggenmehl ruhiger. Hülsenftüchte, Futtermittel würben nicht gehandelt. Für Oel- faaten bestaub regerer Verkehr. Weizen 3800 Mk., Roggen 2950 bis 3000 Mk., Sommergerste für Brauzwecke 3600 bis 3700 Mk., Hafer 3300 bis 3400 Mk., Mais (Laplata) 3150 bis 3200 Mk., Mais (Mixeb) 3075 bis 3100 Mk., Weizenmehl (südd. Spezial 0) 4950 bis 5200 Mk., bei Waggon- bezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 3700 bis 3800 Mk., Weizen- und Roggenkleie 1800 bis 1825 Mk., Heu (südd.), gut, gesund, trocken, 1550 Mark. Tendenz: fest, bei kleinem Geschäft.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

Düstere Ausstchten in London.

London, 14. Aug. (WTB.) Die Premier­minister Großbritanniens. Frankreichs. Belgiens, der italienische Minister des Aeuhern Schanzer und der japanische Botschafter Hayashi werden heute vormittag eine gemeinsame Sitzung abhalten. DerTimes" zufolge kann angenommen werden, daß in dieser Sitzung ein Beschluß darüber gefaßt toerben wird, ob bie Konferenz fortgesetzt oder abgebrochen werden soll. Wenn man ber Ansicht fei, daß eine Ver­einbarung aussichtslos sei, so werde die Voll­konferenz wahrscheinlich für heute nachmittag ein­berufen werden, um den Bericht ber Sachverstän­digen über die Vorschläge Poincares. ber bishei den Premierministern Vorgelegen hat, in Empfang zu nehmen. Die Unmöglichkeit, übereinzukommen, würde formell mitgeteilt werden, und die Kon ferenz würde dann ihr Ende finden. Der gefterr- in Abwesenheit Lloyd Georges geführteLNeinunas- austausch zwischen ben französischen, belgischen unb italienischen Abgeordneten habe zu keinerlei Ergebnis geführt.

Die Londoner Meinungsverschiedenheiten.

London, 14. Aug. (WTB.) DerTime s" zufolge bestehe Grund zu ber Ansicht, baß bic'v. Franzosen im Laufe ber Sachverständigen verband- x hingen zustimmten, daß, wenn man Deutschland ein Moratorium bis zum 31.12. gewähren wird, dieses Moratorium sich auf bie Zahlung der privaten Forderungen ebenso wie auf die Zahlung der Wiederherstellungskosten er­strecken soll. Dies sei ein interessantes Zugeständ­nis angesichts der Forderungen Poincares, daß diese Zahlungen fortgesetzt werden müßten, und, der Straf Maßnahmen, die die französische Re gierung bereits Deutschland gegenüber zur An­wendung gebracht habe.