Ausgabe 
15.2.1922
 
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besichtigen.

ÄlÄ EBSL ÄIw( «"ffteit. Sr'cunb -m», Kind Mrtfcln-

Wolkig.

Winde.

Fräulein Homeffer selbst handelt. Der Kar­tenverkauf ist seit Montag im Dange.

Hochschulring deutscher Art. Am kommenden SamStag, abends um 8ülhr, spricht in der Deuen Aula der Aniversität Graf v. d. Goltz überMeine Sendung in Finnland und im Baltikum". Mit dem Grafen v. d. Goltz kommt ein Mann nach Gie- sten, der in den letzten Phasen des Krieges ganz besonders hervvrgetreten ist. Die schnelle Art, wie er Finnland von den bolschewisti­schen Truppen säuberte, wird noch in aller Er­innerung sein.

von 115 Ahr unentgeltlich zu (Siehe Anzeige.)

Wettervoraussage

für Dvnnerstvg-

leichte Diederschläge, mild, westliche

sf. Friedberg, 13. Febr. In dem ftim- iruicSb.r re chrü .'tert grafet £<(f ate deZ Artel Trapp se e.te gestern nachmittag die Bruder- schäft Friedberg des Iungdeutschen Ordens ihre Dannerweihe: zahlreiche Mitglieder der hiesigen und auswärtigen Bruder- schiften sowie geladene Gäste mit ihren Damen füllten den Saal bis zum letzten Platze Bei der Deloration des Saales fiel besonders die Kriegs-

OperLohengrrn" von R. Wagner. 3. Der letzte Gruß. Lied für Trompete von H. Levi. 4. Große Fantasie aus der OperDie Jüdin", bearbeitet von G. Thiem. 5. Torgauer Pa­rademarsch, Armeemarsch II, Dr. 210.

* Verein Jür das Deutschtum im Ausland. 3m überfüllten Großen Hörsaal der Aniversitat fand der angekündigte Vortrags­abend zugunsten das überschwemmten Städtchens Klausen in Südtirol statt. 3m Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Aniv.-Prof. E. K ü st e r überDeutsch-Südtiro l". Der Redner verwertete die Reiseeindrücle. die eine Fahrt nach dem Süden vor wenigen Monaten ihm gebracht hatte, und schilderte in fesselndster, vielfach ergreifender Weise Land uitd Leute süd­lich des Drenner, die trotz ihrer urdeutschen Art der Friedensrertrag von St. Germain dem Erb­feind der Tiivler. Italien, zugesprochten hat. Dach einem einleitenden Hinweis auf die allgemeine wirtschaftliche und politische Dot des zerrissenen Tirol führte der Vortragende seine Hörer entlang der Dtenncrstrahe zunächst nach Klausen (jetzt Chinsak), der Pforte nach dem sonnig heiteren Grenzland unseres Dolles. Eine furchtbare Was­serkatastrophe hat im August des vergangenen Jahres das kleine, schon in früheren Zeiten wie-

ander. Der Feldmai-schall stürzt. Ein tratet Anteroffizier Schneider hieß er hilft ihm auf. seht ihn aas sein eigenes Pferd; ein Adj itant bringt ihn e.ivlich in Sicherheit zu einem noch festen Fußvollviereck. Aber er ist von feinem Stab, von seinen Lcuten, getrennt. Dicht G.'.ei- senau, nicht Grolman wissen, wo er sich be­findet . . . ob er tot oder verwundet oder ge­fangen sei.

X Wieseck, 13. Febr. lieber die im Jahre 1921 im Bereich unserer evangelischen Ge­meinde geübte Liebestätigkeit, soweit sie sich zahlenmäßig fassen läßt, gibt die Statistik folgende Auskunft, wobei die Zahlen in Klammern die Ergebnisse des Vorjahres bedeuten: Milde Gaben an Vereine und Anstalten evangelisch- christlicher Liebestätigkeit: 3225 Mk. (2824 Mr); Allgemein erhobene Kirchenkollekten: 737 Mk. (374 Mk ); Opfer und Gaben für die Ortsarmen: 1963 Mk. (965 Mk.); Sonstige freiwillige Leistun­gen für kirchliche Zwecke: 9322 Mk. (1662 Mk); Gesamtsumme aller Gaben: 15 247 Mk. (5825 Mk.).

* Wieseck, 13. Febr. Am gestrigen Sonntag wurde unter großer Beteiligung der Gwßh. Hess. Förster i. D. Adam Stappel, ein Veteran von 18 7 0/71, zu Grabe getragen, der in seinem früheren Wirkungs­kreise zu Heimertshausen, Kreis Alsfeld, in den Jahren 18791912 sich allgemeiner Be­liebtheit erfreute und diese auch in der hie- sigen Gemeinde genoß. Kaplan Dr. Lau­fe n b e r g zu Gießen hielt ihm die Grabrede.

Kreis Alsfeld.

l. Elbenrod. ia. Febr Am letzten Samsung vercmsta'tete unser Gesangverein anläß ich seiner Iahresfchtußfeter im Saale von Eduard Decher eine wohlgelungene Abendunter- Haltung. Ein reichhaltiges Programm hielt die zahlreichen Gäste, die den Daum bis zum letzten Platze füllten in gespannter Austnerkam- keit. Zwölf Männerchöre kamen zu gutem Vor­trag. Daneben legte auch der mit dem Gesang­verein verbundeneGemischte Chor" Proben eines Könnens ab. Außerdem sorgten noch sechs lott gespielte Theaterstücke dafür, daß niemandem die Zeit lang wurde. Als erstes Stück kamDer

und kühl berechnend. Alt Blüchar dagegen tm oftenen Ueberrod mit der toeiben Weste darunter, uter die das orangefarbene Band des hohen Ätzens vom Schwarzen Adler läuft; an der Seite lXls Schwert, das so manchen guten Schlag getan; auf dem Kopf eine abgetragene Landwehrmütze, tn Der §anb oder zwischen den Lippen die ge­liebte Kanaster piep; hc ll, kühn und treu das tn Augen frohes, zuversicht­liches Leuchten.

Ter Eng'änder u-d der Deutsche

.. v e besp echen sich Und als deretterne" E, Iut£em Abch.ed.g sein Pferd treadet. ruft er dem Feldmarschall za:Um 4 Uhr werde ich hier sein." Immer hübsch modisch französi ch Mete er's aud? vor dem großen Kampf mit dem ®mbercur. Qlber der Blücher ver.'eht ihn schon: ldm, er baut aaf ihn. Und daraufhin nimmt er die Schlacht an.

man ausgelesen. Ein Kornett von den sechsten Ulanen, die sich gestern mit Todesverachtung herumgehauen. Hat eine derbe, blutige Schmarr» quer über der linken Backe, steckt in zerschlissener Ulanka. ist mit Dreck bespritzt von oben bis unten. Aber der Alte erkennt ihn doch:Kiek mal, bzr Kurt! Ter Kurt Giese! Komm her, mein Jung wie war's denn?"

Deckt sich der Kornett, steht stramm, wie ein Licht:Euer Turchlaucht za befehlen: schön war's!"

So? Da ja bist VaterS Sohn. Sollst auch gleich was Warmes in ter Leid Liegen Und der Bieseke soll dirn Pflaster ..."

Aber der Diese!« ist fo .1. Er muß Msistenz holen. Arm und Hand sind ihm ganz lahm ge­worden vom Kneten, denn der A.t: Fd inte nie re ug bekommen. Kommt i des en g eich wieder, süh-.t einen su gen Fe Lchi u ge: heran: .Hier' Tu.chlaucht ... der Do.tor Hünlwnger . der verstcht's ebenso ut wie ich, Hier, Kollege und nickt geniert, derb zuge'atzt. So will's der Herr Fe dma schall."

Also reib; und knetet jetzt die-g'-re Straft Scheint dem Feldmarsckall wohl utun denn er winkt Herrn Doltor Biese e u d mdi':Da. Freundchen, könnten mir und den Herren da mal was Heikes brauen lassen. Halten Sie mal Umschau

Es dauert auch nicht lange, und eS erscheint ein schönes c^p e-dej Wärm'-'er; b^ e3 aus einem v^tallctmer l edenz^ we den mar

ganz se'dgernäß und hat der G lle rtch @ ntrog ge an. Bis ur Re lmeige haben sies aulgrtran- len und mit der <u g? da'a geschnalzt.

(Sonjegung folgt.)

derholt heimgesuchte Städtchen dem Untergang nahegebracht Ungeh.-uere Wassermassen führten soviel Schutt und ©ereile zu Tal, daß das Bett des Eisack verlegt wurde und Klausen in weniger als zwei Stunden der Ueberflutung durch einen gewaltigen Stausee, der bis heute nicht

abgeleitet werden konnte, anheim fiel.

Ein reizendes deutsches Stadtbild droht der Zerstörung zu verfallen, die Dot ter Bewohner ist unbeschreiblich. Hilfe um so notwendiger, als von der Fremdherrschaft wenig gewärtigt werden kann. Von Klausen wandte sich der Redner nach dem Hauptverkehrsort Südtirols, den Sih der deutschen Irredenta. Bozen. Anschaulich und liebevoll schilderte er die altertümlichen Gassen, die lauschigen Lauben, die deutsche Gotik der Pfarrkirche, die alten Fassaden, Treppen. Chör- lein und Lichtlauben der Stadt, die südlichen Er­zeugnisse auf dem fröhlichen Obstmarkt, die alten Edelsitze in der Ueberetscher Umgegend. Beson­ders verweilte er bei den prächtigen Burgen des Eisack- und Talfertales. Karneid und namentlich R u n k e l st e i n wurden durchwandert, dessen Ge­mächer und Söller die kunstsinnige Familie Mittler im ausgehenden 14. Jahrhundert mit zahlreichen Gemälden nicht aus dem benachbarten welschen Bereich, sondern aus dem deutschen Ritterleben, aus der Geschichte des Helden Wiga- lvis, der Liebe von Tristan und Isolde usw schmücken lieh. Den Vortrag beschloß ein Blick auf das, was die Datur in Südtirol vor dem Gast aus dem Dorden ausbreitet, die Farben­wunder der Dolomiten, der Erdpyramiden des Ritten, die südliche Vegetation und namentlich auch die einzig schöne Bozener Weinernte. Mit warmen Worten legte Prof. Küster den Zu- Hörem anS Herz, die deutschen Brüder in Süd­tirol nicht zu vergessen, sie in ihrem Vertrauen auf deutsche Treue und deutsche Kraft zu be­stärken und ihnen, sobald nur wieder möglich, durch einen kürzeren oder längeren Besuch ihres herrlichen Landes zu bekunden, was auch uns an der Erhaltung ihres prächtigen, kerndeutschen Volkstums gelegen ist. Dem erfolgreichen Abend, der des tiefen Eindrucks auf die Hörer nicht ver­fehlte, widmete ihre Mitwirkung, durch reichen Beifall belohnt, Frau Müller-Bangert, die Meisterlieder des Oesterreichers Schubert zu Gehör brachte, und Dr. v. Faber mit einer Vorlesung aus Tiroler Dichtern. Besonders gefiel Schonherrs erdwüchfige Art in einer kleinen, humorvollen Erzählung aus seinemMerkbuch" Den besonderen Dank des Vereins hat sich auch die Firma Dr. Leih in Wetzlar erworben, in­dem sie eine Reihe sehr willkommener Lichtbilder- für den Vortrag Professor Küsters zur Ver­fügung stellte. Der beträchtliche Ertrag des Abends wird zusammen mit dem Ergebnis einer persönlichen Sammlung der Hilfsorganisation von Klausen zugeführt werden.

Vornotizen.

Erbittertes, billiges Ringen ist e3 gewesen . n. öcmb;ef auf lern linken Flügel, über Liqny in der Mitte, bis St. Amand zur Rechten. Wste FC ^wen haben sich die Prrutzen g^chlagrn. sehr tapfer aber auch ter Franste, üepaute dach der E.npereur, ter wietererstandeno e> ihn. Hin und her wagt der hÖL? Legen Abend der Kaiser seine Garde Vergeblich, umsonst hofft Bliich-r, Grolman aif Wellingtons ,$:mc H'lte b.eibf aus. Die Preaym muffen weichen, verbi!sei. Schritt um Sch ist Rar. ev der Alte nvch einmal mit allem, was

<LS £'7 dusan-m nah k.n-. g g.n den ^einc, fegt sich auf fetaem prach voller Schimm>1 an ine Spitze, haut ein. Ein gewaltiger, toterer

Die Aliceschule schließt den Win­terkursus der Haushaltungsschule mit einer Prüfung am Donnerstag, 16. d.M.. 3 Uhr, in der Steinstraße 10, und die übrigen Kurse mit Prüfungen am Freitag. 17. d. M., 3 Ahr, am Brandplatz 4 ab. Die Ausstellung der Schülerinnenar­beiten befindet sich Svnnenstrahe 2, und ist Freitag

** Eine öffentliche Sitzung des Prvvinzialausschusses findet am Samstag, den 18. Februar 1922, vormittags 81 /) älhr, im Sihungssaale des Regierungs- gebäudes zu Gießen, Landgraf-Phi ipps-P!atz Dr.3, statt mit folgender Tagesordnung. 1. Ge­werbebetrieb des Schreinermeisters Karl Scholl in Homberg a. d. O., hier: Berufung der Be- zirksLasse Homberg gegen das Urteil des Kreis­ausschusses des Kreises Alsfeld vom 27. Sep­tember 1921. B1/» ülhr. 2. Deuregelung der Besoldung der ©emeinbebeamten in Maibach; hier: a) Berufung des Gemeinderechners Maurer in. Maibach gegen das Urteil des Kreisaus- schusses des Kreises Friedberg vom 12. August 1921, b) Beschwerde gegen die Festsetzung des Streitwerts in demselben Urteil. 9 Uhr. 3. Die Festsetzung der Besoldung des Polizeidieners Berg zs Wohnbach; hier: Berufung der Gemeinde Wvhnbach gegen das Urteil des Kreisaus-

Friedberg vom 30. September ^21. 9 Uhr. 4. Deiusting der Gemeinde LAfMheim gegen das Urteil des Kreisaus- schusses des Kreises Friedberg vom 13. Oktober E w Sachen Gesuch des Kriegsbeschädigten Otto Merkel zu Ossenheim um Übertragung der Gememderechnerstelle daselbst; hier: Beschwerde des Gemeinderechners Albach gegen den Ge­meinde ratsbe sch luh vom 18. Aprll 1921. 10 Uhr.

Ihr 25jahriges Gef chä f t sj u b i- I a u m feiern heute die Eheleute R a h n e f e l d - Albert Rahneseld stammt ous Zeitz Bevor er nach Gießen tarn, war

der Brauerei Ihring in Lich beschäftigt. In .d^ann er feine Geschästslausbahn 1897 Apostel" am Asterweg ?enPfälzer Hof" in de?

er zum Vorsitzenden ocr Ciehe. ec Casttocrleveremigu g gewählt.

" Diebstahl. In der Dacht zum Mon° telg wurde aus einem massiven Gartenhaus an der Lahn mittelst Cinsteigens ein Ofen von unbekannten Tatern entwendet. Dor Ankauf wird gewarnt. 1

** Anlagenmusik findet am nächsten Donnerstag, mittags um 12 Uhr, am Liebia- statt (nur bei günstiger Witterung). Musllfolge: 1. Schwedischer Deitermarsck Armeemarsch 11, Dr. 211. 2 Dorspi^ zur ^DieBlüchernichten?^ Dvman vonHannsvouZobeltitz.

29. Fortsetzung. (Dachdruck verboten.)

Auf einer Strohschütte, im Dorfe Gentinnes r*. n C ium 3-tni der Herr gelb- mar^all, Fürst von Wahlstatt, gelegen und

Sc^ete ^at ihm tte rechte Köc-p'ersei'.e bie der Schmerzen voll war, kneten und mit seinen elnrecben müssen. Ein paar Talg- ^2n da^ flackcrnd g terchtet, und im 06^0 bwnnten em paar Scheit Holz Es ist nach glühend hcißen Tagen b tter t.l g toe ei

.dec Sommerzeit; brau ei Hat ch e inb ^d^Fenst?r. «egen Dach

Halle Pech gehabt, der alte Blücher am mSV?Lfcr' a?ießoiTn Ärtc0 6edt. Bellona und Mars hoben ihre Launen. Dlesmal waren bv beiden noch, einmal für Dapoleon gewesen zum

Oa. wenn man zu fest Bundekgenosten traut und wenn ter Bunde gerosse ein E gländer ist- sc^ar ein Herzog von Wellington, den man den Eisernen" nannte.

Aoch um die Mittagsstunde ist der Wel- linHton herübergeritten gekommen, sich mit Blücher unb ©neifer.au zu besprechen. Aus seinem hochbeinigen Renner, die Reügerte in der 5a.,d knapp anliegend der blaue Rock und die weißen Deinlleider; über der h)hen S.irn den kahn- Srmigen Hut mit dem rotweißen Fedei b -sch and n vier Kolarden, der fchsta zen für E g'anö ter roten für Spanien, der schwär en mit rotem Äteua für Portugal, der orangefarbenen für die 1

DaS skandinavische Tief ist ostwärts ab­gezogen. Vorn Atlantischen Ozean naht ein neues Tiefdruckgebiet, das uns morgen wieder gelinderes Wetter bringt.

Landkreis Gießen.

Klein-Linden. 13. Febr. Der äl­teste Einwohner unseres Dorfes, Altbürger- meifler Germer, wurde gestern zur letzten Ruhe gebettet. Ein stattlicher Leichenzug bewegte sich durch das SJorf, wobei der Posauneirchor einen Trauerchor spielte. In seiner Grabrede hob Pfarrer Schultheiß die Verdierrste des Ver­storbenen hervor, der besonders das religiöse Leben in der Gemeinde gefördert habe, er war Gründer des christlichen Vereins und der Senior des Kirchenvorstandes. Pfarrer Schultheiß legte namens des Kirchenvvrstandes. Pfarrer Lenz namens des Posaunenchors je einen Kranz nieder, und der gemischte Kirchenchvr fang ein Grablied. Altbürgermcister Germer ist 1832 ge­boren, also 90 Jahre alt. Die heute sehr einträg­lichen Obstanlagen der Gemeinde sind ein Zeichen seiner verdienstvollen Wirksamkeit als Ortsober­haupt.

* Daubringen, 14. Febr. Gestern abend Hielt tm Auftrage der Liga zum Schutze deutscher Kultur Ingenieur Ertel im dichtbesetzten Saale der Wirlschaft Schäfer einen Dortrag über, die Hikngersnot in Rußland und ihre wirtschaftlichen älrsachen. In packender Weise entwarf der Redner an­schauliche Bllder seiner Srlebnisse und der zum Teil grauenhaften Zustände in Ruß­land. Zehn neue Mitglieder traten der hie­sigen Ortsgruppe bei.

Au-s ihnen r.iht die Verantwortung Die müssen, wie's unvermeidlich, lei Rückzug orb> neu, müssen ihm Rich ung und Ziel weifen And ter Grreisenau ist ein anderer als der Wellington- auf Wavre geht es rückwärts, daß so morgen oder ub.rmo.gm der Emper uo ?en E g äiU«- angiitfe man ihm rechne:t,g Beistand leisten könne. Dicht nach Osten, nach Dordrn werden die Kolonnen in Marsch gefeht, die todmüden Kampfer nach dem b ut g:n Sch'achttage; nicht aus ter bequemen 6t.alte nach Damar - über elende Feldwege müssen sie ziehen, Bataillone Schwadronen, Batterien. Werden sie 's schaffen? Der Preuße schasst's!

marschall?^ ist der Feld-

Sie suchen und finden ihn endlich Halb gelahmt noch, suchend in sei- en Schmerzen an &er bieseke streicht mb bmmt ©nelfe tau. mb "reckt ihm, schon wieder mit leuchtenden Augen, Ne Hand entgegen:Haben Schlage ge= !£icßtr, Ak^ss^ ^ie Scharte wieder aubwätzeni Gotk straf mir!

©ene äle lommen, a dre O s z-ere. Ist a -ch ein ulatjungesS Kerlchen daranter, das der Grol-

neue Landrat, ein vom hiesigen Lehrer verfaßter Dreiakter, zur Aufführung, wobei die Lachrnustell, der Zuschauer in dauernder Bewegung gehalten wurden. Es folgten bann noch. .Die Theater» probe",3m 3unggefellenneft,Die Hochzeits­reise",Herr Kiekebusch sucht eine Wirtschafterin" undIn die Falle gegangen", ebenfalls lauter Stücke mit urwüchsigem Humor, die reichen Bei­fall ernteten. Gur gefielen auch noch die später Dorgetragenen Einzelszenen:Der Bürgermeister von Meiches" undDie Kur in Dad-Äauheim" Auch ein Tanz schloß sich an, bei dem die Parole Dur deutsche Tänze erlaubt" bis zum Schluß mit aller Strenge durchgeführt wurde. Eine ganz vorzügliche Musik lieferte die Kapelle Lippert aus Lingelbach.

Kreis Büdingen.

gn. Didda, 14. Febr. Eine rege Wieder» aufbautätigfeit herrscht unter den Gesang­vereinen der näheren und weiteren Umgebung. So hat sich vor einigen Wochen im oberen-Didda- tal ein Sängerbund gebildet mit dem Sih in Ober- Schmitten. Für Didda und Umgegend bestand schon vor dem Krieg dieS ä n g e r ö e r e i n i= gung von Didda und Umgegend". In der Pstege des Volksliedes hat dieser Bund Er° hebliches geleistet, durch Veranstaltung von Sing- Nachmittagen unter Zuziehung von Sachverstän­digen und Einberufung von Dirigenten-Konferen« zen. Dach Beendigung des Krieges begannen die Einzelvereine ganz im Stillen ihre Wiederaufbau- tätigfeit und drängen darauf, den Bund wieder lebenskräftig zu gestalten. Zu den bisherigen sechs Bundesvereinen haben noch zwei weitere ihrer Beitritt in Aussicht gestellt. Eine zu große 2luS- dehnung des Bundes soll u. a. wegen der Der- kehrsschwierigkeiten vermieden werden.

Kreis Schotten.

e. Schotten, 12. Febr. Um einem längst gefühlten dringenden Bedürfnis abzuhelfen, sind Kreis und Stadt eifrig bemüht, Den Plan zu der Errichtung eines zeitgemäßen Kranken­hauses zur baldigen Durchführung zu Belagen. Leider kann bei den immer mehr steigenden Her­stellungskosten die Schaffung eines Deubaues wohl kaum in Frage kommen, man wird vielmehr an den Um- oder Au sbau zweckentsprechender Häuser denken müffen. Auf jeden Fall sind die in Betracht kommenden Stellen dauernd bestrebt, einfttoellen einen möglichst hohen KrankenhausGrundstock an- zusammeln. Die Ziehung der für d.e Wieder­herstellung unserer alten schönen Stadtkirche ge­nehmigten Kirchenbaulotterie wird he­ft immt am 21. Februar ds. Is. stattfinden.

e. Schotten, 12. Febr. Das hiesige Hotel Zur Post", früherer Besitzer Eellarius, zuletzt Schlorb, wurde an eine hiesige Bankniederlage verkauft, die das Haus für ihre Zwecke um­bauen wird. Der ©emcinberat hat den Verkauf genehmigt. Der Mietpreis in den Häu­sern der Stadt erfuhr eine 40prozentige Erhöhung. -7 Die Mädchenfortbildungsschule wird hier an Ostern noch nicht eingerichtet, man will erst die neuen Lehrpläne abwarten. Für das I«hr 1921 sollen drei Steuerziele erhoben werden, 1 Mk. auf 100 Mk. Steuerwerk der land­wirtschaftlichen Grundstücke, 40 Pf. bei Gebäuden und Grundstücken, 40 Pf. bei gewerblichen Ge­bäuden und Anlagekapital. In letzter Zett wurde die S t r o m z u f ü hr u n g in der Stadl wieder mutwillig gestört. Auf die Dam- haftmachung des Täters setzt die äleberlandanlage eine Belohnung von 1000 Mark.

e. Schotten, 12. Febr. In allen Orten &$> Kreises Schotten starben im Jahre 1921 zu­sammen 351 Personen. Vergleicht man die Zahl mit den Sterblichkettsziffern der tiorangegangenen Jahre, so ist sie feit 1914 die niedrigste, so daß die bereits 1920 fest gestellte Abnahme der Sterblichkeit unter der Bevölkerung des Kreises weitere Fortschritte gemacht hat. Br sonders viel Opfer erforderte der Scharlach, an dem 99 Personen erkrankt waren, well nach Ansicht der Aerzte gerade bei dieser Krankheir die getroffenen Sperrmaßnahmen von der Be­völkerung nicht genügend beachtet werden.

Kreis Friedberg.

ch. M ü n z e n b e r g, 13. Febr. Zu einer sehr bedauerlichen Maßnahme sah man sich tn den hiesigen Schulen genötigt. WegenKoh- lenmangels mußten die Lehrer Volks­schule und Fortbildungsschule schließen. Wie lange dieser Zustand zum Nachteil unserer Jugend Noch anhalten wird, läßt sich leider nicht voraussehen.

Dus Stabt unb Land.

Dieß en, den 15. Febr. 1922.

Die Drotprciserhvhnug.

Von zuständiger Sette wird uns ge- geschrieben:

Zur Verbilligung des Brotes wurden von Seiten des Reiches jährlich mehrere Milliar­den Mark zugeschossen. Diese Zuschüsse müssen auf Verlangen der Entente in Wegfall kom­men. Durch die zunächst vorgenommene Ver­minderung des Reichszuschusses ist eine erheb­liche Erhöhung der Drotpreise erforderlich ge­worden.

Wie aus der heutigen Dekannttnachung des Lebensmittelamts ersichtlich ist, beträgt der Dreis vom 16. d. M. ab ür 1 Pfund Brot Mk. 3.25, seither Mk. 1.90, ür 2 Pfund Brot Mk. 6.50, seither Mk. 3.80, ür 3 Pfund Brot Mt. 9,75, seither Mk. 5,70, ür 4 Pfund Brot Mk. 13.00, seither Mk. 7.60.

Der Preis für 100 Kilogramm Mischmehl stellt sich bei einem von der Reichsgetreide­stelle vorgeschriebenen Mischungsverhältnis von 40 Prozent Weizenbrottnehl und 60 Pro­zent Roggenmehl auf seither Mk. 374.83, jetzt Mk. 673.40. Die Unkosten der Bäcker für Ar­beitslohn, soziale Versicherungen, Heizmate­rial, Beleuchtung und Miete sind von Mark 70.87 auf Mk. 93.30 für 100 Kilogramm Mehl gestiegen, desgleichen für elektrische Kraft, Wasser, Licht, Abschreibung und ülnterhaltung von Maschinen und Geräten und Umsatzsteuer von ULL 18.00 auf Mk. 34.55, ferner für Salz, Streumehl, Verkaufsspesen, Verzinsung des Betriebs- und Anlagekapitals sowie allge­meine ilnlDflen von Mk. 14.75 auf Mk. 20.00. An Reinverdienst wird den Bäckern 8 Prozent vom Mehlpreis zugebllligt = Mk. 53.87. Zu­sammen also Mk. 875.12 für 100 Kilogr. Mehl. Da aus 100 Kilogramm Mehl 67'/, Laibe Brot zu 4 Pfund gebacken werden, so stellt sich der Preis für einen solchen wie oben angegeben, auf Mk. 13.00. Soweit bis jetzt bekannt, be­trägt der Preis für einen 4 Pfund-Laib nach der neuen Berechnung, die auf Grund einer vom Hessischen Arbeits- und WirtschastSamt herausgegebenen Anleitung vorgenommen wird, in Frankfurt a. M. Mk. 14.66, in Darm­stadt Mk. 13.50, und in Mainz Mk. 15.31.

~ Sa8eSfalenber für Mittwoch: ©tabttbeater, 7 Uhr:Die Tür ins Freie" - ©roöer Horsaal ber ülniversttät, 8V»älhr: Licht- btlberoortrag ber Gesellschaft der Gießener Kunst- reunde. - Matthäussaal, 8 Uhr: Hauptverfamm- tung ber Männer- und Frauenvereiniguna Astona-Lich,,viele: . Falsch,vieler" unb .Eine Platonische Ehe . Lichtspielhaus, Dahnhofstr., heute und morgen:Shackletons Sübpol-Expe- bition .

Aus bem Stadttheater- vielfache Anfragen zum Tanz- abend Enka Horneffer, der am Mon­tag, 20. Februar, abends 8 Ahr, im Stadt- ipeater stattfindet, sei noch mitgeteilt, daß E? slch nicht um Gruppenvorführungen der schule, sondern um künstlerische Solotänze von

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