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ll. Lollar, 13. Dez. Die hiesige Schule £eea»ftaltete vor einigen Tagen im Linden- HNde einen Glterngbend, au dem auch per Gemeinderat und der Schulvorstand ein» jgeladen waren. Lehrer D ö h n hielt einen Vortrag über Elternhaus und Schule, M dem er zu dem Ergebnis kam, daß Eltern «ad Lehrer eine GrziehungSgemein- 1 ch a f t bilden müssen, wenn das ErziehungS- tyri erreicht werden soll. Lehrer G e r n a n d t /ührte mit Schülern der 5. Klasse ein Märchen» 'lpiel und zwei Kinderreigen vor, die mit großem Beifall curf genommen wurden. Der Schü- ! lerchor der 1. xlasse unter Leitung von Lehrer Döhn verschönte den Abend durch passende Lieder. Drohen Anklayg fanden auch ± die vorgetragenen Gedichte. — 3m Laufe des | Winters soll für jede Klasse em Elternabend eingerichtet werden, an dem wichtige Er- ehungSfragen ohne Beisein der Kinder für freien Verhandlung kommen.
rt Kloster ArnSburg. 13. Hüb. Das bieftaeHe1tungsha « s für ML dchen feierte i im Kvetse seiner Freunde seinen 7 5. ® ebu rtd- tag. 3n einem mit ®rün geschmückten Saal des alten Älofter baud versammelten sich die Seftgäfte. Die Kinder brachten reizende, kleine Aufführungen, Gedichte und Lieder zu Gehör, die von der Anstaltslehrerin Fräulein Schmidt eingeübt worden waren. Stiftsdechant Lenz gab einen lleberblick über di« Geschichte des Rettungshauses. 3n dem knappen Jahre 1847 auf Anregung des in ganz Oberhessen bekannten »DlMdenschäfers", I deS Gründers der Friedberger Blindenanstalt, und unter tätiger Mithilfe des fürstlichen Hauses vwi Lich des aräflichen Hauses von Laubach und ; Pfarrern von Lich und Ilmgegend gegründet, trieb die Anstalt zunächst ihre Arbeit an Kindern beiderlei Geschlechts, beschränkte sie aber seit den <Oer Jahren auf Mädchen. Hunderte von Mädchen sind seitdem durch die Anstalt gegangen und, wie statistisch nachgewiesen ist, zum größten Teil brauchbare Menschen geworden. Zur Zeit hat die Anstalt sehr mit Hot und Sorge zu kämpfen. Denn sie nicht hilfreiche Freunde in Amerika gehabt, hätte sie schon längst ihre Pforten schließen müssen. Zum Schluß der Feier sprach Pfarrer K ö d d i n g in Prosa und Poesie im Hamen der Freunde der Anstalt den Schwestern, der Lehrerin und den Kindern den Dank aus.
Kreis Alsfeld.
* Alsfeld, 12. Dez. Der erste Sam- lmeI»Hunbgang der Helfer und Helferinnen derHvthilfe der evangelischenKir- chengemeinde hat an Geldspenden etwa 400 000 Mark und Naturalien im Werte von 100« bis 120 000 Mark ergeben. Mit weiteren ansehnlichen Gaben zur Linderung der großen Hot wird gerechnet. Man plant u. a. auch die Einrichtung eines M i Ich f r Übst Ü cks für unterernährte Schulkinder.
| Kreis Friedberg.
I * Friedberg, 12. Dez. Gestern ge» lang es in Gegenwart der Gießener Staats» ' anwaltfchaft, die Leiche des im Februar ds. I Zs. verschwundenen Ortsvorstehers Oden» Weller aus FriedrichSthal aus dem 32 Me» I ter tiefen Schacht „Wundeshecke" zu bergen.
Odenweller hätte bekanntlich im Februar feinen in Frankfurt a. M. wohnenden Sohn besucht und konnte wegen des plötzlich auSge- brvchenen Ersenbahnerstreiks nicht mehr heimfahren. Er begab sich zu Fuß zurück und ward ' seit feinem Weggang von Frankfurt nicht mehr 1 gesehen. Die Leiche zeigt Merkmale, die auf Ermordung schließen lassen. Heber 1000 Mark Papiergeld, sowie Rucksack und Schuhe waren jedoch noch vorhanden. Dem Brunnenbauer und Pumpenmacher Friedrich Göbel IV. von Hieder-RoSbach wurde von der Staatsanwaltschaft Gießen in Anbetracht der vorzüglichen Ausführung der Bergungsarbeiten eine Prämie von 10 000 Mark bewilligt.
* Butzbach, 13. Dez. Dem Alice- । Fr auenberein wurde von den Herren Karl Leierzapf und Georg Rotmann in Hew- , Haven (Amerika) eine Spende von 10 Dollar (zur Zeit etwa 80 000 Mark) über- 1 Viesen. Der ganze Betrag soll zur Weihnachtsbescherung armer Kinder verwendet ( Verden.
Heffen-Naffau.
fpd. Frankfurt a. M., 13. Dez. Hier wurde «in Oberpostsekretär aus Köln verhaftet, weil er im dringenden Verdacht steht, Ausländsbriefe beraubt zu haben. Der Deam.e hat in jeder Woche in einer hiesigen Wechselstube ausländische Banknoten, die er mutmotzita^ den Briefen entnommen hat, umgewechselt. Er war den Behörden schon lange durch seine kostspielige 1 Lebensführung aufgefallen. So unterhielt er neben I seiner Wohnung in Köln auch hier noch eines > Vierzimmer Wohnung. Seiner Frankfurter Geliebten • hatte er kostspielige Geschenke gemacht. — Der - Löffels chlucker Heinrich (Södel aus ’ Kelsterbach, der kürzlich bei einem Einbruch überrascht und festgenommen wurde, hat die Gepflogenheit, sobald er in das Gefängnis ein» oeücfert wird, einen Löffel zu verschlucken. Man bringt ihn dann in das Krankenhaus, aus dem er dann regelmäßig mit oder ohne Löffel im Magen entweicht. Auch diesmal ist ihm das Manöver wieder geglückt. Gr meldete sich im Gefängnis krank, kam ins Krankenhaus und entwischte aus diesem schon am zweiten Tage wieder.
] [ QKarb ur g, 12. Dez. Ein in der hiesigen Landesheilanstalt zur Beobachtung seines Geisteszustandes weilender Zuchthaus-
sträfling, der lebenslänglich zu sitzen hat, ist entflohen. Der Flüchtling heißt Otto Meier, ist ungefähr 35 Jahre alt, mittlerer Gröhe, blond, blaß und tragt gestutzten Schnurrbart. Er war nur notdürftig in Kleidung. — Zur Pflege deutsch-schwedischer Beziehungen hat sich hier eine Deutsch- schwedisch-akademische Bereinigung gebildet, die über 100 Mitglieder zählt. Dem Studentenheim ist bereits eine schwedische Stiftung in Höhe von einigen hunderttausend Mark überwiesen worden.
Landwirtschaft.
" Das Treiben von Vieh durch Orte, die infolge der Maul» und Klauenseuche gesperrt sind oder sich im Beobachtungsgebist befinden, ist verboten. Das Kreisamt hat die Bürgermeistereien der Landgemeinden und die Gendarmeriestationen angewiesen, Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. — Infolge des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche zu Grohen-Linden hat der Landrat zu Wetzlar aus den Grenzortschaften Hörnsheim unb Hochelheim, einschließlich deren Feldmarken, einen Beobachtungsbezirk gebildet. — Die Maul- und Klauenseuche unter dem Viehbestände des Hofgutes Hohensolms ist erloschen, die Schutzmaßnahmen sind wieder ausgehoben.
•• Der ansteckende Scheidekatarrh .unter den Viehbeständen in Grünberg, Hüb- dings hausen unb Stangenrod ist erloschen, die Schutzmaßnahmen sind aufgehoben.
Schlichtnngsausschuß -er Provinz Oberheffen.
Sitzung vom 8. Dezember.
Dem Zentralverband der Fleischer und der Darmgrrßhandlung I. Theisebach in Gießen schlug der Schlichtungsausschuß durch SchiÄ)sspi-uch folgende Stundenlöhne vor: ab 16. Rovemder 1922 165 Ml., ab 1. Dezember 1922 260 Mk und für die Zeit vom 16. bis 31. Dezember 1922 320 Mk. Heber Anfang und Dauer Der Lohnvegclung waren die Streitteile einig.
Die Maschinenstrickerei Steinmetz inGie- ben soll vom 1. Dezember 1922 an folgende Stundenlohne zahlen: den Strickern über 20 Jahre 215 Mk., über 17 Jahre 150 Mk. und unter 17 Zähre 120 Mk ; den Strickerinnen und Häberinncn über 18 Jahre 90 Mk., über 16 Zähre 75 Mk. und über 14 Jahre 55 Mk unb den Spulerinnen 90 Mk Eine entsprechende Ausbesserung der LehrlinaSvergütungon empfahl der Schlichtungs- ausschuh den Parteien.
Der Schiedsspruch über die Dezemberlöhne der Putzmacherinnen in Gießen lautete auf 83 Prozent Erhöhung der Rovernberlöhne.
Für eine Arbeiterin der Schneiderin Sam- beis in Gießen schlug der Schlichtungsaus- schuh 30 Mk. Stundenlohn ab 11. Dezember vor.
3n seiner Lohnstreitsache mit der Wäschefabrik Hartmann in Gießen zeigte der Beklei- dungsarbeiterverband Eürigung vor der Schlichtungsverhandlung an.
Eine Arbeiterin der Damenschneiderei A. Kramer Hachf. in Gießen erhob unter Berufung auf die Decprdmmg vom 12 Februar 1920 Einspruch gegen Kündigung. Kü>rdigungsgrund war aber nicht die Absicht, die Zahl der Arbeiterinnen zu vermindern, sondern Streit über die Lohnhöhe. Der Schlichtungsausschuß gab daher dem Einspruch nicht statt, empfahl jedoch die Weiterbeschäftigung zu einem Lohn, den er vorschlug.
Die Aktiengesellschaft Rinn und Cloos in Heuchelheim (Zigarrenfabriken) hatte wegen Absatzstockung den beiden Deifahrern ihrer Lastkraftwagen ohne vorherige Arbeitsstreckung gekündigt. Der Schlichtunqsausschuß erflärte die Kündigung nur als Ankündigung der Arbeits- streckung im Sinn des § 12 der Verordnung vom 12. Februar 1920 für gerechtfertigt. Dem Einspruch nach § 84 Absatz 1 Z 4 des Betriebsrätegesetzes gab er statt Die Antragsgegnerin muh die beiden Leute weiterbeschäftigen oder, wenn sie dies ablehnt und der Staatsivmmissar denSchieds- spcuch nach der Verordirung vom 12. Februar 1920 nicht für verbindlich erklären sollte, ihnen die Entschädigungen nach § 87 des Gesetzes zahlen, die der Schlichtungsausschuß festsehte. Die Entscheidung nach dem Betriebsrätegesetz ist bindend.
Die Bahnhofsbuchhandlung Julius Vater n a h m hatte einem Angestellten ihres Gießener Detriebes gekündigt, um ihre Ankosten zu verringern. 3n der Schlichtungsverhandlung vereinbarten die Streitteile die Weiterbeschäftigung des Angeklagten bei tariflicher Entlohnung und voller Beschäftigung bis zum 31. Mürz 1923. Findet er vorher eine entsprechende Stellung, bann steht seinem Austritt nichts entgegen. Auf Verlangen erhalt er habet fetn Gehalt bis zum 31. März 1923.
Schöffengericht.
Gießen, 5. Dez.
Zwei Arbeiter von hier haben in der Pro- vinzial-Siechenanstalt dahier mittels Einbruchs 3 Hühner gestohlen und an Ort und Stelle ab- geschlachtet. Mit Rücksicht auf ihre Vorstrafen — der eine ist rückfälliger Dieb — wurden sie zu Gefängnisstrafen von 5 Monaten und von einem Jahr verurteilt. Ein der Hehlerei angeklagter Arbeiter wurde mangels ausreichenden Beweises freigesprochen. Aus dem gleichen Grunde erging wegen eines andern Hühnerdiebstahls Freisprechung.
Ein Ehepaar und eine Ehefrau von hier erhielten wegen gegeiffeitiger Beleidigungen Geldstrafen von 2 0 0, 800 und 100 M k.
3m letzten Februar hatte ein Sattler von Klein-Linden von einem dortigen Schneider ein Haus getauft, in dem ein Händler zur Miete wohrrte. Auf Grund eines Spruches des Mieteinigungsamtes war dem Sattler die Erlaubnis erteilt worden, dem Händler drei Wohnräume zu kündigen. Er begab sich nun im Oktober nach der Wohnung des Händlers, um die drei Zimmer
$n räumen, obwohl er schon vorher darauf htn- getokfex worden war, daß bee Räumung der Wohnung nur im Wege der Räumungsklage herbeigeführt werden könne und jedes selbständige Vorgehen strafbar fei Als der Händler den Sattler, den neuen Hauseigentümer, kommen sah, holte er sofort den Bürgermeister, der den Sattler nochmals auf die Strafbarkeit der beabsichtigten Selbsthilfe aufmerksam machte. Der Sattler nahm daraufhin an diesem Tage auch von seinem Vorhaben Abstand, erschien jedoch am nächsten Tage wiederum in Begleitung feines Schwiedervaters und seiner drei Schwäger. Er forderte die Ehesvau des Händlers in dessen Abwesenheit dreimal auf, die Türe zu öffnen, und schlug, als dies verweigert wurde, ein Fenster ein, durch das er in ein Zimmer einstieg. 3n Gemeinschaft mit seinem Schwiegervater und seinen Schwagern, die zum Teil ebenfalls in das Zimmer geklettert waren, räumte er die Möbel aus und nahm die drei Zimmer in Besitz. Wegen nötig ung und HauSfrie- densbruchs wurden die Angellagten zu Geld st rasen von 2 000, 5 0 0, 150 M k. und einer von ihnen zur Strafe des gerichttichen Verweises verurtei-lt.
Ein Metzgergehilfe von hier fand im vergangenen Sommer auf der Straße Klein-Linden— Grohen-Linden ein Paket mit einem Paar Herren- und zwei Paar Dammischuhen, das er nicht auf dem Polizeiamte ablieferte, sondern zu Hause versteckte. Wegen älnterschlagung erhielt er eine Geldstrafe von 2000 W k.
Wegen 'Fahnenflucht wurde ein Reichswehrsoldat zu neun Monaten Gefängnis, wegen FahneTfflucht und älnterschlagung von militärischen Ausrüstungsstücken ein anderer Reichswehrsoldat zu einer Gesamtgefängnisstrafe non neun Monaten zwei Wochen verurteilt.
Eine Reihe von Privatklagen fand teils durch Vergleich, teils durch Rücknahme ihre Erledigung.
Vermischtes.
Eine Driefmarkensammlung von hohem Wert erschwindelt.
Karlsruhe, 13. Dez. Am 5. Dezember wurde von einem gewissen Sibert aus Hürnberg unter dem Borgeben, Sohn eines Fabrikanten aus Hürnberg zu sein, von einem hiesigen Sammler ein Album mit einer Brie fmarkensammlung im Werte von 1 200 000 Mark erschwindelt. Der Täter hat in Frankfurt einen ähnlichen Betrug verübt. Auf die Beibringung der Sammlung ist eine Belohnung von 100 000 Mark ausgesetzt worden.
Aus dem Grotzstadtfmnpf.
Berlin, 13. Dez. On Charlotten- burg nahm die Polizei in der vergangenen Hacht in den Bahnhöfen Sharlottendurg und Zoologischer Garten mehrere hundert Verhaftungen von Personen vor, die u n- lautere Hachtgeschäfte betreiben. 3n der Hardenbergstrahe wurde ein lediglich von Ausländern besuchtes A a ch t l o k a l ausgehoben, in dem die Hälfte der Anwesenden in völlig nacktemZustandewar und wo zu Tanzvorführungen Sekt zu wucherischen Preisen feilgeboten wurde.
DiebstLhle.
Berlin, 13. Dez. (WTB.) 3n einem hiesigen Hotel wurden einem Leipziger Ingenieur aus seinem Gepäck ausländische Devisen, deutsches Geld, Juwelen und Toiletten- gegenstände im Gesamtwert von 2 8 M i l l i o - nen Mark gestohlen. Auf die Wiederbeschaffung ist eine Belohnung von 5 Millionen Mark ausgesetzt. — Die Berliner ch i n e - sischeGesandtschaft wurde gestern nacht von Einbrechern heimgesucht. Es wurden vier Koffer erbrochen und daraus wertvolle Kleidungsstücke gestohlen.
Augsburg, 13. Dez. Aus dem Stadt- psarrhaus St. Georg wurden von Einbrechern Kirchengeräte im Werte von über 1 5 M illionen Mark gestohlen.
Kindesmord.
Görlitz, 13. Dez. Vergangene Rächt versuchte der Telegraphrnarbeiler Daum seinen 9jährigen Sohn im Schlafe durch Axthiebe au töten. Dem Knaben wurde die Schädeldecke zertrümmert. Sein Zustand ist hoffnungslos. Die Ursache der Tat soll in Rah- rungSmittelsorgen zu suchen sein.
Schweres Erdbeben in Japan.
Osaka, 13. Dez. (Wolff.) Durch ein schweres Erdbeben auf der Insel Kiu» schiu wurden 23 Personen getötet und 22 verwundet. Das Beben dauert an. Ein sechs englische Meilen von R a g a s a k i entfernter Vulkan befindet sich in Tätigkeit. Die Einwohner des betroffenen Gebiets fliehen in voller Panik.
Kirchliche Nachrichten.
3fr. Religionsgemeinde. Gottesd. i. d. Shnag. (Südgnl.). Samstag, 16. Dez. Dorabd. 4,30, morg. 9. Predigt.Abds. 4,35 u. 5,15.—3fr. ReligivnSgefell- fchaft. Sabbatfeier. 16.Dez. Freitag abd.4, Samstag Vorm. 8,30, Predigt, Rachm. 3,30, Sabbatausg. 5,15. Wochengottesd. morg. 7,05, abds.4.
Handel.
Frankfurt a. M., 13. Dez. Börsen- stirnmungsbild. Der Dollar bewegte sich heute zwifchen 8400 und 8100. Devisen lagen bei bescheidenen LImsätzen schwächer. Am Effektenmarkt nahm die Spekulation eine abaxxrtenbe Haltung ein. Auch Kaufaufträge sind heute wenig umgegangen. Montanaktien eröffneten vorwiegend abgcschwächt. Maschinen- und Metallaktien sind
tefltorffe gestutzter. QMbnmtt iaoen fttzr fest, Mektrizitätswerte nicht ganz eintzertlAtz. Hon sonstigen 3nbu fhrictocrten blieben unter anderen gesuchter Zuckeraktten und Zellstoff-Wawhof. AuS- lanbrentcn paßten sich der Devisenbelvegung an. Der Dollar wurde um 1 äühr 8000 genormt.
Börsenkurse.
Frankfurt a. M. Berlin S4M. 3d)U6.
ÄMr» Akt» Here Rurs
Datum: 11.12. 18.12. 1L 12. 13.12 57. Dtsck. RetchSanlethe 78,- 7M0 80,75 8L-
4% Dergleichen 40£x- 405.- 422- 426,-
3'/,7. Dergleichen 260,— Ast- WO,- 260,-
3% Dergleichen 101U,- lltiä-1025.- 1Ü50,—
DlschSonr-Präm-Aul. 140,— 160,— 130,— 165,—
47, Preutztsche S»ns«l» 160.— 180,- LOÜ— 200,—
47. Hessen......... 110,— 130,- 97,-
3*/,7o Hessen 99.- -,-
37o Hessen......... —1SÜ— 190,— 190,-
47° Zoll türken 990(1- 8850,- 9750,- 8700,-
57° Goldmextkaner ——,—95100.— Berliner HaudelSges. . 1780Q.- 15800,-16100- 1700O- Üommerz- u. Privalbk. 26(X),— 2500,— BfiTXl— — ,— Darms,. u.Nattonalbank 2625.— 2500,— 2675,— 2575,- Demsche Bank Si’>O- 6000- 5700— 6100,- Demsche BereinObank. 1090,— 1095,— —
DiScomo Commandtt . 3400.— 3350. - 3400,— 3500— Metallbank 15100,- 1(1100-
Mineldeut. Creditbank 2300 - 2300.-2270- 2300,- Oesterr. Crediianstalt. 1600,— 2400,-2000,— 2425,— Bochumer Guß .... 20500— -,—22750,-30520,— BnderuS......... 13000,—12100,—13200,-12900,—
Earo........... 11005,— 9100.-10000,- 9050,-
Deutsch-Lnrembura. - 20000, —20000,—19500,—19'.i0Ö,— Gelsenkirchener BergwS600(>,—22000,—2ÄXX),-
Harpener Bergbau. . 67000,—(i07O0,-6(SO0,-tzOOOO,- Kaltwerk Aschersleben 12200.-11000,-10400,- 10000,— Kaliwerk Westeregeln 13500,-13500,- —.— —,— Vaurnbüttc....... 15700,-12950,-22000,— -,-
Oberbedars 15160,-12900,-13250 -12400,- 'l'bönii Bergbau. . . . 21100,-21000,-20500,-22500,- sliheinstabl 18000,—17000,—18900,-17500,— Ricbeck Montan . . . 35800,-36750.-37000,-37000,— relluS Bergbau.... 5000,- 5.300,- -,-
yanibura-Wmer. Paket 7900,— 8700 - 7950,- 8300k— Norddeutscher Vleub. . 4400.— 4500, - 4000,— 4490,— Zement,verkHetdelberg 750(^—7600,- —,— -,— Phillvv Holzmann . . . 5700,-4700,— ——,— Anglo-Lont -Auano. . .23500,-26000,-26500,-27500- Badische «nllin 4500,—170 0,-16100.—KP>00,- Ol ldfchmidt 19000.— -H . 10 hm,- 891)0,- Ärlesbeiiner Electron 120iX^—15000,—15500.—15000, — Höchster Farbwerke . 12000,— —,—15000,— — voltverkohlung 8000,— 8500,— —,— -,— NlilgerSwerke 880",- 8200,- 8300,- 8025,- cheideanstalt 17000,-15100,— —,— —
ANg. ElektrizilälS-Ges. 7005,- 7100,- 6600,- Bergmann 6000,— 5775,— 6000,— 5800,— Schlickert......... 12000,-110M—10-25,—10601 ),-
Siemens & Halske. . .20"0ü— —,—19700,—17700,- Adlerioerke Meyer. . 4000,-3200,- 4000,- .M0,- Daimler Motoren. . . . 4700,— 4200,— 4400,— 4425,— Heyllgenstaedt 5175-5000- -,— —,- Meguin.......... 7000,- 7700,- 680ft- 6500,-
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Schuhfabrik Herz.... 2600,-LM.- -,-
Sichel............4110,-:fiXX).- -,-
Zellstoff Waldbos . . . . 105-)0,-16500,- 10500,- 17000,-
Zuckersabrä>rankembnI11000,—12000,- —,— —,—
ZuckerfabrikWaavauselllOOO,—12100,- —,— —,—
«ückerlisch.
— Die Abenteuer deS MüllerS Crispin. Roch schlesischen Sagen erzählt von Juliane KarwatH. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt. — Zuliane Karaxrttz zeigt sich als meisterhafte Märchenerzählerin. Richt in wirrer, eigenwilliger Phantastik spinnt sie die Fäden der Handlurrg^ fie knüpft an Sage und Aberglauben den Dolles in den schleffschen Bergen an. Indem die Dichterin andererseits das Treiben in den Mühlen, die alten Zunftbräuche untd Sitten der Müller, das Leben des oberschlesischen Volkes (etwa tm 17. Jahrhundert) mit frischem Realismus, oft auch mit gesundem Humor schildert, gibt sie all dem Märchösthaften eine feste Grundlage, dem Unheimlicheir und Grausigen ein wohl tuendes Gegengewicht. So ist die Geschichte vom Müller Crispin eines der wenigen Märchenbücher, die alt und jung mit der gleichen Teilnahme und Liebe lesen werden.
— Martin Andersen Rexö, Stine Menschenkind. Roman. Fünfter Teil: Zu den Sternen. (Verlag von Albert Langen in München.) — Das Werk ist die durch das Medium M):ter Menschlichkeitsdichtung gesehene, von Poesie urnglänzte Darstellung eines in Qualen hart mit dem Dasein ringenden Weibes und seines allmählichen Werdens. Stine lebt weiter in der trüben Atmosphäre drückendster Armut, mit Röten und Widerwärtigkeiten kämpfend, die andere Menschen ihr bereiten. Aber nichts vermag die unermüdlich Schaffend« soweit irieder^uschmettern, daß sie am Leben verzweifelt. Sie rafft sich immer wieder auf, well sie fernen Hot leiden s<?hen kann, koeil sie den Hilflosen und im Daseinskampf Gescheiterten helfen muß.
— Das Fräulein von Güldenfeld -Rcman aus einer kleinen Residenz von Emmi L e w a l d. Vertag von August Scherl G. m. 5. H, Berlin SW. 68. — Mit feiner Eharakterisierungs- kunst hat es die Dichterin verstaiwen, in den beiden Hauptpersonen den Gegensatz zwischen, einer Hvflust atmenden Gesellschaftsschicht und den demokratischen Anschauungen weiter Volks kneife bar- zustellen. Die straff und fo^erichttg durchgeführte Hairdlung ist anregend unb spannend bis ym Schluß, so daß diese: Roman zu den bemerkenswertesten Erzeugnissen der neueren Literatur gezählt werden kann.
— Trauerland. Don Wisch Scharrel- rnann (Hovellenbücherei.) Vertag von Quelle und Meyer, Leipzig.
— G-Dur. Kammernovelle. Don Karl Gjellerup. (Hovellenbücherei.) Verlag von Quelle und Meyer in Leipzig.
— Arnold lllit). Die Bärin. Roman. (Verlag von Albert Langen in München.) — Urfula, die junge „Bärin", wächst bei ihrem Grvffvater in Böhmen auf, ganz für sich im Wald wie Tier und Pflanze. Sie gleicht den anderen Menschen nicht, sie hatrdelt aus dem eingeborenen Instinkt und steht jenseits von Gut and Bose. Wie dieses Geschöpf, vom Drang zur Kunst in die Stadt getrieben, ihr Schicksal erleidet, darüber gestaltet Ulitz ein eigenartiges und anregendes
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Jung und alt ist es bekannt CXcrmoi hot* daß man für Metalle, Eisen, Lumpen, Knochen, Papier, Druckstampf, Frauenhaare, Neu- ® G J I <
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