Ausgabe 
13.6.1922
 
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Alnterhaltung in 11 Im Sie ®nhrbe der Tat bev

Glaube oder

PETERS UNION

SIEGE

Keine Spezial-Henn- sondern normale Serienreifen!

ETERS UNION-ZAHNRAD

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jahre. Das dritte Rennen des Tages, für Wagen bis 8 Steuer P. S. über 180 Kilometer wurde von

Klasse i Erster: Gebser mit DiXI in 73 Min. 42 Sek.

Zweiter; Braun mit OiXi in 74 Min. 56 Sek

Vierter: Heinicke mit DIXI in 76 Min. 56 Sek

doch alle Ki ...

sind. Meine aufrichtigsten Glückwünsche gelten bart Sängerfesl. bin ich doch überzeugt, daß der Helle Lichtschein, mit dem es das graue Einerlei des Alltags verklärt, nicht nur den flüchtigen Augenblick freudvoll gestalten, dah es auch sein gut Teil beitragen wird zur Kräftigung jener Gesinnung, die sich in einem echten und Herz- haften Amerikanismus widerspiegelt."

Klasse in Siebenter: Jung mit Simsen in 101 Min. 12 Sek Achter: Reif mit Simsen in 102 Min.26 Sek.

brücken mit 43,10 Meter gewann, blieb Paulus Zweiter nut einem Wurfe von 40,43 Meter. Die schlechten Bodenverhältnisse der Laufbahn und der Wurf-- und Sprunganlagen (man sank an den meisten Stellen bis an die Knöchel in die frisch aufgetragene Erde) beeinträchtigten die Leistungen sehr. Dennoch dürfte der Club 1900 mit seinen gestrigen Leistungen die Güte seiner Athletik er­neut unter Beweis gestellt haben.

Die Automobil-Rennen auf der Avus, der zweite Teil der Frühjahrs-Veranstal­tung des A D. A. C. im Grünewald, gingen bei der denkbar ungünstigsten Witterung vor sich. Es regnete seit den frühen Morgenstunden unaufhör­lich. trotzdem aber hatte sich eine große Anzahl Sportliebhaber eingefunden, um den spannenden Ereignissen auf der Dahn zu folgen. Die Geschwin­digkeiten wurden durch den Regen nicht beeinträch­tigt. denn die Zetten sind gegen das Vorjahr er­heblich besser: ein Zeichen, dah die Automobil- Industrie bedeutende Fortschritte gemacht hat. 3n Klasse I für Wagen bis 6 Steuer P. S. erfocht die Firma Dixi einen schönen Erfolg. Die beiden Ersten und der Vierte fuhren diese Marke, wäh­rend ein Aga-Wagen auf dem zweiten Platz en­dete. ®e6fer auf Dixi lag durchweg vorn und lieh sich nichts mehr nahe kommen. Don den 17 gemel­deten Wagen gingen 15 auf die Reise über 140 Kilometer (7 Runden), von denen ein Aga (Prinz Reuh), ein Fafnir (Springsfield) und ein Rossi- nek (Fiedler) durch Defekte gezwungen waren, auf­zugeben. Einen stolzen Triumph für die R. A. G.- Werke brachte das Rennen der Klasse IH bis 10 Steuer P. S. Das aus Riecken, dem Gewinner des Vorjahres, Berthold und Zerbst bestehende Team beherrschte die Situation vollkommen und belegte unter 15 Bewerbern in dieser Reihenfolge die

schuldigen. Heber die Täter wurde nicht ge­sprochen. Tillessen habe ihm gar nichts ander- traut. 3m Gegensatz zu dieser Aussage er­klärte der Zeuge Rohlinger unter Eid. dah ihm rm Dezember 1921 in Stuttgart Friedlein erzählt habe, Tillessen habe sich ihm gegenüber m Ulm als der Mörder bekannt. Der Zeuge stellt die Sache weiter so dar, als ob der 'Mord an Erz­berger auf Grund einer Auslosung im Frei korps Oberttrnd zustande gefommen sei. Dem Zeugen wird vor gehalten, dah gegenwärtig etr neues Strafverfahren wegen Betruges gegen ihn anhängig gemacht worden sei. Er ist auch schon wegen Betruges vorbestraft. Auf die Der- nehmung der Frau Erzberger wird vom Ge­richt verzichtet. Weiter wird beschlossen, die heute als Zeugen vernommenen Angehörigen der Orga­nisation C nrtt einer Ausnahme nicht zu ver­eidigen, da sie in ein Verfahren wegen ®e* Heimbündelei verwickelt sind.

Gerichlssaak.

Der Grzbergsrrnord-Prozeh.

Offenburg, 12. 3unt (WTB.) 3n der Rachmittagssitzung des Prozesses K i l l i n g e r sagte der Zeuge Friedlein aus, Tillessen hab: ihm nach der Ermordung Erzbergers in einer

feit von 126,634 Kilometer. Die Ergebnisse: Klasse I (bis 6 Steuer P. S.), 140 Kilometer: 1. Gebser (Dixi) 1:13,42; 2. Braun (Dixi) 1:14,55; 3. Loge (Aga) 1:15,27; 4. Heinicke (Diri) 1:16.56. Klasse III (bis 10 Steuer P. S.), 200 Kilometer: 1. Rie­cken (R. A. G.) 1:28.18; 2. Berthold (R. A G.) 1:29.22; 3. Zerbst (R. A. G.) 1:31.11; 4- Jörns (Opel) 1:39,57. Klasse II (bis 8 Steuer P. S. 180 Kilometer: 1. Jacobs (Drennabor) 1:27,22;

2. Jörns (Opel) 1:32,38 ; 3. Dreckheimer (Opel) 1:32,43; 4. Fritz v. Opel (Opel) 1:33,32.

Fuß ballkampf Rord- gegen Süddeutschland 5:2 (3:1). Dor 18 000 Zu­schauern trafen sich am Sonntag die repräsenta­tiven Fußballmannschaften von Rord- und Süd­deutschland in Hamburg zum Freundschafts­spiel Anfangs war der Süden überlegen und ging in der 7. Minute in Führung, dann aber formte der Rorden in der 20. Minute den Aus-

ADAC-AutomohHennBn «i der Avusstraße im Grünewald

11.6.22

beitragen, unangenehme Erinnerungen zu ver­waschen, Dorurteile zu beseitigen, in uns das Gefühl wachzurufen. dah wir. wenn auch in Rasse. Hautfarbe voneinander verschieden. :mocr desselben Himmlischen Vaters

Turnen, Sport und Spiel.

Mainzer Ruderregatta, ilnter star­ker Anteilnahme der Bevölkerung ging am Sams­tag und Sonntag die Ruderregatta des Main- zer Ruder-Vereins vor sich, die eine sehr gute Beteiligung aufzuweisen hatte. Altmeister Fremersdorf hotte sich den Einer, während der Große Achter mtt einer lleberraschung endete. Die Mannschaft des Wassersportvereins Godes­berg enttäuschte sehr und da der Mainzer R.-D. nicht mit der ersten Mannschaft angetreten war, siegte der R.-C. Germania-Köln gegen die Frank­furter R -Ges. Die Zeit des Siegers mit 7:47 für die 2400 Meter ist sehr gut Der Akademische Vierer um den Kaiser-Preis fiel an den Kölner R-V von 1877, der Doppel-Zweier o. St. sah die Meistermannschaft des P)assersportvereins Godesberg als Sieger. Die Resultate: 1. Tag: Rhein-Vierer: 1. R.-C. Germania-Köln 7:20; 2 Rhenus-Koblenz 7:24. Zweier o. St.: 1. Köl­ner Club für Wassersport 8:06; 2. Frank­furter R.-C. Oberrad 8:14. Junior-Einer: 1 Hofmann (Undine-Offenbach) 8:17. 2 Vierer o St: 1. Mannheimer R.-Gesellsch. 7 - 20; 2. älndine-Oftendach 7:25. Gast-Vierer. 1 Kölner R C. f. Wassersport 7:44; 2. Rhenus- Bonn 7:44,2. Junior-Achter: 1. R C. Rhenus- Koblenz 7:05; 2. R. G. Worms 7:09. 11. Hung- mann-Vierer: 1. Mainzer R -Ges. 7 : 50; 2. Worm­ser R V. 7:58. Leichter Vierer: 1. R. V. Bad Ems 7:59; 2. Mainzer R. V. 8:07. I. Vierer o. St.: 1. Germania-Köln 7:57,6 (Alleingang). II. Achter: 1. Abteil.: 1. Lind ine-Offenbach 7: 09; 2. R. C. Germania-Düsseldorf 7:14. 2. Abteil.. 1. Limburger D. C. 7:11; 2. R. G. Worms 7:12. 11 Tag: Doppelzweier o. St.: 1. Wasserfport- verein Godesberg 8:55; 2. Franks. R. G. Oberrod 9 07 Groß Herzogs -Vierer: 1. R. C. Germania- Köln 8: 39,5; 2. Kölner Cl. f. Wassersport 8:47. Akad Vierer um den Kaiser-Preis: 1. Kölner 1 V. 77 9:11; 2. Akad. R. C. Rheirus-Bonn. Grober Einer (Main-Pokal): 1. Mainzer R. V. (Fremersdorf) 9:42,4; 2. F anlf. R. G. Oberrad (Borck) 9:52.4. Großer Achter: 1. R. G. Ger- mania-Köln 7: 47; 2. Franks. R. D. 7:49.

Sieben 1 900 bei den Rahetal­kampfspielen in Kreuznach. Der Club hatte am gestrigen Sonntag August Wallen­fels und E. Paulus von seiner I. Rennmann- schaft zur Teilnahme an den genannten leicht­athletischen Wettkämpfen entsandt. Die beiden schnitten gegen die starke Konkurrenz aus Mainz, Saarbrücken, Reunkirchen, Pirmasens, Mannheim, Ludwigshafen, Dingen, Kreuznach sehr gut ab. A Wallenfels belegte im Dreikampf (200 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen) hinter seinem Clubkameraden Paulus, der Erster mit 131 Punk­ten wurde, den 3. Platz mit 80 Punkten. Bemer­kenswert ist sein 3. Sieg im Hochsprung (bei sehr schlechten Bodenverhältnissen) mit 1,50 Meter, um den sich vier Mann im Steckkampf stritten, und aus dem er als Sieger hervorging. Paulus wurde außer seinem ersten Sieg im Dreikampf, ebenfalls Erster im Diskuswerfen mit 38,45 Meter vor dem Altmeister Wasserfuhr, Dingen, (32,10 Meter); hinter letzterem wurde Paulus Dritter im Kugelstoßen mit der Leistung von 11,01 Meter. Der 110 -Meter-Hürdenlauf wurde von Paulus ganz überlegen mit 20 Meter Dorsprung, ohne sich auszugeben, in 18 Sekunden gewonnen. 3m Speerwerfen, das Dr. ReinhardSaar" Saar­

gteich erzielen, wurde ständig besser und stellte durch zwei weitere Tore in der 27. Minute and 5 Minuten vor dorn Wechsel das Ergebnis auf 3:1. Rach der Halbzeit klappte der Süden zu­sammen. Schon nach 2 Minuten folgte das vierte Tor für Rorddeutschland und in der 36. W'mtte das fünfte. Rur dadurch, daß die norddeitsche Verteidigung nicht mehr mit der nötigen Auf­merksamkeit spielte, gelang es dem Süden, ein zweites Tor zu buchen.

Oesterreich-Schweiz 7:1 (4:0). 3m Fuhballkampf Oesterreich gegen die Schweiz, der am Sonntag in Wien stattfand, zeigten sich die Oesterreicher ihren Gegnern überlegen. Bei der Pause führten sie bereits mit 4:0 und erhöhten die Torzcchl nach dem Wechsel auf 7, 'während die Schweiz nur chas Ehrentor buchen konnte.

Tschecho-Slowakei gegen Däne­mark 3:0 (2:0). Der Fußball- LLnderkampf Tschecho-Slowakei gegen Dänemark, der ara Sonn­tag in Kopenhagen stattfand, sah die Tsche­che unertoartet mit 3:0 (2:0) als Sieger.

Mitteldeutschland Balten» verband 4:1. Auch das Rückspiel zwischen den beiden Verbänden von Mitteldeutschland und Dal- tenverband am Sonntag in Leipzig endete mtt dem Siege der Mitteldeutschen, die mit 4:1 gewannen.

3talienis che und schwedische Fußballer in Westdeutschland. Der Genuaer Fußball-Klub Sampierdarena setzte von München aus seine Wettspiele durch West­deutschland fort. 3n Dortmund spielten die 3taliener am Sonnabend gegen Dortmund 95 3: 3 unentschieden und mußten sich dann am Sonntag in Rheydt von dem dorttgen Spielverein mtt 4:1 geschlagen bekennen. Der schwedische Fußball­verein Doldklubben Stockholm konnte am Sonntag in Dortmund gegen Alemannia nur das unentschiedene Resultat von 2:2 herauShvlen.

Ein deuL?ch-amerikamsches Sängerfeft.

Reuhork, 12. Juni. Hier fand während bet letzten Tage ein sehr gut besuchtes Friedens- Sängerfesl statt, das in Br v o k l y n abge- hatten wurde. Festpräsidenten waren Herr Arno Greiner und Dr. Felix Häger. Die Sänger­festhalle befand sich in der großen Kaserne des 13. Miliz-Regiments. Don auswärts waren sehr viele Vereine erschienen, so zum Beispiel aus Dattimore, Philadcchhia, Connecticut, Reujersey usw. Der Empfang und die Ausnahme auch bei rein amerikanischen Kreisen war ein sehr herz­licher . wie aus dem folgenden Schreiben hervor­geht, das der Bürgermeister der Stadt Reuyork, Hein Hohn F. H y l a n, an den Redakteur der großenRew Vvrker Staatszeitung" zwecks Ver­öffentlichung an alle Deutsch sprechenden Be­sucher sandte.

GS ist dies ein angenehmes Zeichen der Zeit, daß diese alten Sängerfeste der Deutsch-Ameri­kaner wieder aufleben, und dieses stattgehabte Sängerfest gibt zur berechtigten Annahme Grund, daß auf diese Weise langsam das alte Einver­nehmen der deutschamerttanische« Bevöllerung mit den anderen Bewohnern der ©Späten wieder her- gestellt wird.

Der Gruß des Bürgermeisters von Reuyork- Cith an die Deutsch-Amerikanischen Sänger lautet: Mit Vergnügen sende ich einen Gruß an die Mitglieder des Verbandes Deutsch-amerikanischer Gesangvereine und beglückwünsche sie zum kom­menden CilberHubiläums-SängeNest. Desgleichen seien alle Besucher unserer Stadt, die an diesem Fest der Lieder teilnehmen werden, herzlich will­kommen. Sie unserer Gastfreundschaft zu ver­sichern, ist kaum notig. ünj> die Reuyorker, die früher die deutsch-amerikanischen Gesangvereine fingen hörten, wissen, daß ihnen ein wirklicher Genuß bevorsteht. Schon der Gedanke, daß meh­rere tausend Sänger mitwirken, erzeugt Visionen von einem Musikfest, so süß, als wenn am frühen Morgen der Hubelchor der Sterne erklinge. Aber ganz abgesehen von der Freude und der Genug­tuung, die der Mitwirkenden und 'Zuhörern harren, gibt es auch einen wirklich praktischen Vorteil, der aus einem solchen gemeinfinnigen Ereignis gewonnen wird: daß es die große kos- nupolttische Bevöllerung der Stadt Reuyork enger aneinander schließt. Schwerlich kann Harrrwnie besser gefördert werden, als durch den Zusammen- llang von Musik und Gesang. 3hr ist die Gabe M eigen, dah sie Herz und Gemüt rührt und diese Gabe erhebt und verfeinert den Einzelnen und erweckt in allen Bürgern das Gefühl der Freundschaft und Zusammengehörigkeit. Es liegt in diesen Zetten der Wiederherstellung ein tiefer Sinn fax der Anwendung aller Mittel, die dazu

21 Fahrzeugen bestritten, die teilweise unter reich­lichen Sefeften zu leiden hatten. Der von Alter- möhle gesteuerte Fafnir-Wagen kippte an der klei- nen Zeittafel D um, jedoch hatte der Sforz keine ^4lw;,ywu,4iy Ul w-

"^ch^i^gen Folgen. Hacobs auf -Ae^nabor blieb . zubringen versucht, um die Tat selbst zu ent- üfaerlegener Sieger vor Horns auf Opel und Breck- - - - -- -

Henner auf Opel mit einer Stundengeschwindig-

erften drei Plätze. Begünstigt wurde dieses Ab- schneiden jedoch dadurch, daß Fritz von Opel in der dritten Runde gut im Rennen liegend, durch Kolbenbruch gezwungen war, aufzugeben. Diecken fuhr eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 135,900. Kilometer, also etwa 7 Kilometer mehr als im Dor-