Ausgabe 
13.5.1922
 
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4733c

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Spo

So

Kurs Kurs Kurs

11.5. 12. 5.

Berliner Devisenmarkt.

Brief

104,15

23.80

r

. . Fr. 125.40

13.5,

Schweizer Franken

100 Kr.

Märkte

Kaffee wird billiger

Geologischen Landesan stall.

Lichtbild und

sicherherten durch Polen.

Viehseuchen.

Dienstnachrichten.

Gefunden, verloren.

erloschen. Dir angeordneten Sperrmaßnahmen, vatdiSkont 4'/- Prozent. Dollarkurse: 285, 284, sind aufgehoben. 3n den Gemeinden G a m-' 286,

Schule Personenstandsaufnahme der.in Hessen ansässigen äste-reichischen Staatsangehörigen. Andauflächene Hebung. Einhaltung von Steuer-

136,

3970,

Einzelstreitig- vor der Der-

100 Fl.

100 Mk.

137,

3980,

Kr. 117.80

Sh. 97.80

59.20

88.80

88.80

117.80

100

100

100

1

100

100

100

100

100

12.5.

180

0,90

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London.. . Reuhork . . Paris. . . .

18,05

1,27 0,34

3,78

der Arbeits- Schiedsspruch

Kr. Kr. Fr. £ L.

Fr. Kr.

r

Kr.

Datum:

5°/, Dtsch. Kriegsanl. 4°/0 Dtsch. Reichsanl. 3°'g Dtsch. Reichsanl. 4°/a Preuh. Äonsols Hamburg.Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Mitteld. Creditbank.

11.5.

1,80 0,91

1,67

1,40

5353,30 6117 39 7320/0

594,25

152305

1277,40

286,89 26 >1,70 5558,- 4484,35

3,20

55 ,30

3?,20

103,85

239 >,50 5136 70 6077,60 7314,15

5JU,75 1269,10 1284,15

28 ,,61 2623,80 5,4 -,9b 446 ,60

3,27 537,70

37,10 103,40 212,80 136,50 3655,-

77,50 9150

128,- 83 -

390,- 304,- 298,- 297,- 588,- 433,- 315, 255,

725,- 662, 645 - 751,- 605,

475,- 414,-

79,75 760,-

224, -

2384,50 5323,30 6162,40 729? ,85

589,25

15 8,10 126 >,90

284,89 2614,20 5533,05 4449,40

3,23

536,30 37,-

103,10 212,20

135,50

394o,-

SpieHpLttn der frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 14. Mai, nachm. 3 Ahr: Andine. Abends 1 Ahr: Amelia oder Ein Maskenball. Montag, 15.: Madame But­terfly. Dienstag, 16.: Mignon. Mittwoch, 17.: Die Walküre. Donnerstag, 18.: Herzog Blaubarts Burg. Hierauf: Der holzgeschnihte Prinz. Freitage 19.: Mörder, Hoffimng der Frauen. Hierauf: Sancta Susanna. Zum Schluß: Das Rusch-Ruschi. Samstag, 20.: Die tote Stadt. Sonntag, 21., nachm. 3 Ahr: Mignon. Abends 7 Ahr: Boccaccio. Montag, 22.: SriMtD. Dienstag, 23.: Herzog Blau­barts Burg. Hierauf: Der holzgeschnitzte Prinz. Mittwoch, 24.: Doris Godunow. Donnerstag, 25.: Tannhäuser. Schauspielhaus. Sonntag. 14. Mai: Manon Lescaut. Montag, 15.: Torquato Tasso. Dienstag, 16.: Michael Kramer. Mittwoch, 17.: Maria Stuart. Donnerstag, 18.: Ein Sommer- nachtstcaum. Freitag, 19.: Turandot, Prinzessin von China. Samstag, 20.: Sankt Peter vergnügt sich. Hievauf: Der Roßdieb zu Fünsing. Zum Schluß: Der zerbrochene Krug. Sonntag, 21.: Die lustigen Vagabunden. Montag, 22.: Ein Sommernachtstraum. Dienstag. 23.: Der Schlach- tenlenler. Die Erziehung zur Ehe. Mittwoch, 24.: Vatermord. Donnerstag, 25.: Penthesilea.

$ erhöht die Ausgiebigkeit» kräftigt die färbe» veredelt das jffroma des $etrankest

König Alexander

Kandidat für den albanischen Thron?

Paris, 12. Mai. (WTD.) Aach einer Meldung desMatin" aus Belgrad sind dort Gerüchte verbreitet, König Alexander von Serbien sei Kandidat für den albanischenLhron. Die serbische Regie­rung unterstütze diesen Plan und sei einer Anion zwischen Albanien und Zugoslavien günstig gesinnt.

Aus dem AmLsverkündrgungsblatt.

* Das AmtSverkündigungsblatt Ar. 62 vom 12. Mai enthält: Erhöhung der Ge­bühr für die Benutzung des Bohrzeuges der

Datum:

Amstd.-Aotterd. Drüsfel-Antw. . Christiania . . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helstngfors. . . Italien London Aeuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch. Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro

1.7.14.

. Fr. 125.40

Schöne, Bäckermeister und Gemeinderatsmitglied Ludwig I h r i n g und Oberverwalter Büchsen- schütz zu L i ch wurden zu Mitgliedern des Wiesenvorstandes bestellt und von dem Kreisamt verpflichtet. In den Gemeinden Burg- gräfenrode, Rieder-Erlenbach Ober- Erlenbach und Kleinkarben (Kreis Fried­berg) ist die Maul- unh Klauenseuche

5366,70

6137,70 733b 20

595,75

1526,95 12 SO,60

2s7,61

2538.30

5572, -

4495.65

3,24

554,70

200.50

1.815 0.05

10.-

47.25

23.06

27.45

43.15

0.67

518.75

1.90 0,13

Straßensperre. Verordnung über Mahnahmen zur Siche ung der Fleischversorgunz in der Aeber- gangs'eit nach Aufhebung der Zwangswirtschaft.

Maul- und Klauenseuche in Lang s- dorf. In Langsdorf ist die Mau^- und Klauen­seuche amtlich festgestellt worden. Es wird ge­bildet ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemar­kung Langsdorf, und ein Beobachtungsgebiet, be­stehend aus den Gemarkungen Hungen, Betten­hausen, Birklar.

Dien st nachrichten des Kreisamts. Beigeordneter Heller, die Landwirte und ®e- mern ^e atsmitg ieder Fr. Menges VI., Heinrich K. L. Schäfer, Karl Adam Schöne, Vor­arbeiter und Gemeinderatsmitglied Konrad

18 70 1.28 -.34 3,81

bach und Weckesheim (Kreis Friedberg) ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Diese Gemeinden und Gemarkungen wur­den zum Sperrgebiet erklärt. In der Gemeinde Da ll e r s b a ch (Kreis Dtllenburg) ist die Rkuul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Die Sperrmahnahmen sind angeordnet. Anter dem Viehbestände in Riederweimar und in der Schafherde in Lohra (Kreis Marburg) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. DieMaul- und Klauenseuche in Ober-Ofleiden (Kreis Alsfeld) ist erloschen. Der Sperrbezirk Oct und Gemarkung Ober-Ofleiden wurde mit sofortiger Wirksamkeit aufgehoben. In der Gemeinde Hem­men (Kreis Lauterbach) ist die Maul- und seuche erloschen. Der Sperrbezirk Hemmen wurde aufgehoben. Die Gemarkung Hemmen wurde auf die Dauer von zwei Wochen zum Deobachtungs- gebiet erklärt. Die Gemarkung Hartershausen wurde aus dein Beobachtungsgebiet entlassen. In Lau terbach ist die Maul- und Klauen­seuche ausgebrochen. Die Ortsgemarkung Lauter­bach tourte bis auf weiteres zum SperrbezicL erklärt. Das Deobachtungsgebiet umfaßt die Ge­meinden Angersbach, Maar, Heblos, Rimlos, Sickendorf und Dlihenrod. In Aellers» Hausen (Kreis Lauterbach) ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Die Gemarkung Aellers- hausen wurde für zwei Wochen zum Deobach- tungsgebiet erklärt. Die Gemarkung Pfordt wurde aus dem Deobachtungsgebiet entlasjen. In Bannerod (Kreis Lauterbach) ist die Maul- uni) Klauenseuche erloschen. Die Gemarkung Bannerod wurde auf die Dauer von 2 Wochen zum Deobachtungsgebiet genommen. Das bis­herige Deobachtungsgebiet wurde aufgehoben. In den Gemeinden Aulendiebach, Bleichen­bach, Düdelsheim und Höchst a. d. R. (Kreis Düdingen) ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. In den Gemeinden Hartmanns­hain und Eichelsdorf (Kreis Schotten) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.

In der Zeit vom 30. April 1922 wurden in Gießen gefunden: 1 Paar Damenhand­schuhe, 1 Herrenfilzhut, 1 schwarzer Damenschal, 1 einzelner Handschuh, 1 Gummischlauch für Motorrad, 1 Ahrket e, 1 Gummipüppchen, ein Lederhandschuh, 1 Taschenmesser, 1 Portemonnaie mit etwas Inhalt, 1 Silbernadel, 1 schwarzer Pelz. 1 Damenregenfchirm, 1 Brosche mit Glas­stein: verloren: 1 schwarze Wachstuchgeld­tasche mit etwa 100 Mk., 1 goldenes Medaillon mit Bild, 1 rotbraune Damenhandtasche mit etwa 100 Mk., 1 braune Lederbrieftasche mit etwa 170 Mk., 1 gelbes Portemonnaie mit 135 Mk., eine bräunliche Brieftasche mit 800 Mk. Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von 1112 Ahr vormittags und 45 Ahr nachmittags bei dem Hessischen Polizei­amt Gießen, Zimmer Rr. 1, erfolgen.

Wechsel auf Holland

Deutschland . . . .

Wien........

Prag........

Paris

London

Italien

Brüssel Budapest

Aeuyork Agram

Warschau

Angestellten soll von Ablauf der frist an eine Woche der Versuch p re düng gemacht werden. Der wurde beiderseits anerkannt.

Mehrere landwirtschaftliche leiten in Lohn fachen erledigten sich Handlung.--

77,50

91,50 124,-

83,- 407.- 323,- 297,- 298,- 594.- 433,- 315,- 260,- 296,-

1055,- 790,- 940,- 985,-

18-iO,- 845,- 700 -

1120,- 735,- 680.- 665,- 8)0,- 620,- 500,- 421,-

7k,-

765.- 224.

fest die Vergnügungssteuer als Pauschalsumme in der Höhe von 4000 Mark entrichren kann. Der Umbau des Feldwcbelhauses zur Beschaffung von neuen Anterrichts räumen für die Schillerschule wird nach dem Plan des Dauaus- schusses genehmigt. Stadtv. Koch referiert über den Stand der Fortbildungsschulfrage. Die Bildung eines Fortbildungsschulvorstandes wird dem Organisationsausschuß überwiesen. Der Gewerbeschule toirb ein Darlehen von 5000 Mark bewilligt. Die Vorschläge des Finanzaus- fchusses, die die Bezüge der nach Privatdienst­vertrag bezahlten Angestellten regeln, werden an­genommen. Die monatliche Vergütung für den Vorsitzenden des Mieteinigungsamres wird von 300 aus 500 Mark erhöht. Es wird beschlossen, von der Einrichtung einer städtischen Preis­prüfungsstelle Abstand zu nehmen und not­wendig werdende Entscheidungen dem Kreisamt zu überlassen. Der Hausmeister der früher Helmoltschen Hofreite soll als Vergütung freie Wohnung erhalten. Einem Gesuch der Turn­gemeinde wird entsprochen und die Miele für die Benutzung der Turnhalle durch die Musterschule von 800 auf 1600 Mk. jährlich festgesetzt. Lllrherdem übernimmt die Stadt die Kosten für die Aufstellung eines neuen Recks, die etwa 200 Mark betragen. Der Beitrag zur Sammelvvrmundschaft wird für ein Kind von 20 auf 40 Mark jährlich erhöht.

hr. Staden, 10. Mai. Für die hiesige Kirche wurde eine Tafel in schlichtem Eichen- rahmen gestiftet, die unter Glas das Licht- bild aller Kriegsteilnehmer, drr Ge­fallenen wie der Zurückgekshctea. enthält. Diese schöne Erinnerung an die Micknmpfer aus rn- serenr Orte soll auf Deschutz des Kirche. Vorstandes hn Triumphbogen unserer Kirche ihren Platz finden.

Starkenburg und Rheinhessen.

' Mainz, 12. Mai. Geisteskrank. Ein unbekannter Mann erschien in dem Laden eines Milchgeschäftes und nahm Messungen von Türen und Fenstern vor. Hebet sein Tun befragt, ver­weigerte er jede Auskunft und entfernte sich. Er begab sich in ein Haus nebenan und als man ihm dorthin folgte, ergriff er die Flucht. Dech mutlich hat man es mit einem Geisteskranken zu tun.

Schlichtungsausschutz der Provinz Obcrhessen.

Verhandlung vom 11. Mai 1922.

Als Stundenlohn für die Weißbinder tn Gießen wurden 18,50 Mk. ab 6. War vor- geschlagen.

Die Mitglieder des Verems Friedberger Kaufleute sollen die Märzgehällrr der lauf- männischen Angestellten im Handel ab 1. Aprit um 33VS v. H. erhöhen. Die Jndust rieangestellten sollen 10 v. H. mehr erhalten als die Handels­angestellten. Die Berh i atetaazulage soll in der bisherigen Höhe mit 262,50 Mk. monatlich be­stehen bleiben. Die Regelung [ür Mai wurde zunächst ter Part.ioereinbarung überlas en.

3n beiden Sachen erhielten die Parteien Er- klärungsfrist bis zum 15. Mai nachmittags 5 bzw. 6 Ahr.

Die Grundvergütung der beiden Rächt- wächterder Gemeinde Beu er n wurde ent­sprechend ihrem Antrag auf jährlich 3500 Mk. cch 1. April 1922 vorgeschlagen. Hierzu soll noch die Teuerungszulage wie bet "den übrigen Ge- nleindebedien steten kommen.

Dem Einspruch eine Sehers der Du ch » Druckerei Ritschkowskl'm Gießen ge-

Züricher Devisenmarkt.

12.5.

12. 5. 77,50 94,-

120,-

85,75 406,50 315,75 298,- 297,50 597,- 433,- 318,- 280,- 298,25

109/,50 802,- 950,-'

998,75 1825,-

849,- 705,

1101,- 730,50 679,- 665,- 810,- 619,- 501,- 430.

79,75 775,-

11.5.

77,50

91.75

129,-

83,25 387,50 302,- 295,- 297,-

575, - 432,- 318,- 258,- 298,-

1005,- 756,- 920,- 944,-

1805,- 800,- 685,-

1090,- 710,- 655, 464,- 754, 625,- 481,- 405,-

78,-

780,-

Frankfurter Obst- und Gemiisemartt.

mc. Frankfurt a. M., 12 .Mai. Durch die fortschreitende Derbesserung im Angebot von Frühprodukten gingen diese im Preise er­heblich zurück. Beim Großhandel kostete Spinat (alter Ernte) 350400 Mk., Kartoffeln 280310 Mk., Zwiebeln 11001300 Mk. der Zentner, Lattich 615 Mk., Kohlrabi Stück 67 Mk., Kopfsalat Staude 46 Mk., Spar­gel daö Pfund 1015 Mk., Meerrettich Pfund 1112 Mk^ Sellerie der Kopf 2 Mk. bis 2.50 Mark, und Lauch das Stück 60 Pf. bis 1 Mk. Bei Erzeugern kostete junger Spinat der Zentner 600700 Mk., Spargel das Pfund: 818 Mk., Kopfsalat Staude 57 Mk., Lattich

bei Verwendung von Webers karlsbader xaffee -Gewürz.

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Marl wurden gezahlt:

---- 199.85

= 1.79

= 0.66

9.97

47.37

= 23.06 --- 27.47 --- 43.50 = 0.67

518.36 1.90

= 0,12

Fl. Kr. Kr. Kr.

gen Kündigung wurde stattgegeben. Gemäß J? 12 der Verordnung vom 12. Februar 1920 über Einstellung und Entlass ung von Arbeitern und ' ' Kündigung s-

Rativnalbank f. 'S). .^96, Soch> Gußstahlwerke *000 Dud.°Eifenw.-Akt..

D.-Luxemb. Dergw.. ^25, Gelsenkirch. Dcrgw.. ^50, tzarpener Dergbau. 1630, Oberschl. Eisenb.-D. 790, Oberschles. Eisenind. 675, tzhönix-Dergb.-Akt. t070, 8ad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Rllg. Elektr.-Ges. . .

Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . .

Adlerwerke

Daimler 4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank

Frankfurt a M.. 13. Mai.

Börsenkurse.

Frankfurt Derlin

Dermischies-

Der verhängnisvolle Dollar­brief. Eine Tragödie, die zeigt, daß das Leben noch seltsamer spielt, als jeder Roman, wird aus Dowy Sacz in Galizien berichtet. Ein Mann namens Schein war vor Ausbruch des Krieges nach Amerika ausgewandert, um dort Arbeit zu suchen, und hatte Frau und Kinder zurückgelassen. Da von ihm keine Rachricht kam, so hielt ihn seine Frau, nachdem sie viele vergebliche Briefe ge­schrieben hatte, für tot Dun kam plötzlich vor kurzem ein Brief von ihm art, aber die Freude der Frau verwandelte sich in Wut, als sie fest­stellte, daß der Brief nur ein Bild ihres Mannes enthielt. In ihrem Zorn warf sie den Brief ins Feuer. Da kam am nächsten Tag ein anderer Brief an, der mitteilte, daß sich in dem Rahmen des Bildes 600 Dollar in Banknoten verborgen befänden. Das Geld war der Sicherheit wegen auf diese Weise geschickt worden. Die Frau nahm sich nun den Verlust so zu Herzen, daß sie sich erhängte.

Handel.

Berlin, 12. Mai. Dörsenstim- rnungsbild. Anter fvttgesetzten Rückkäufen rrvffnete die Börse mit um etwa 1030 Pro­zent erhöhten Kursen für alle Gruppen der Jnduslriewette. Damhaft gröhere Besserun­gen erzielten Ilse Bergbau. Essener Stein­kohlen, Bochumer Bergwerk, Riebeck Mon­tan, Akkumulatoren und Deutsch-Atlanttsche Telegvaphengesellschaft. Auch SchiffahrtS- aktien erfuhren Aufbesserung. Bankaktien waren nur schwach behauptet. Am Anlage- marEt besserten sich preußische KonsolS, und zwar die 3prozenttgen um 3Prvz^ während 3prozentige Deutsche Reichsanleihe ebensoviel einbüßten. Türkische Anleihen schwächten sich ab, während türkische Lose sich wieder etwas höher stellten. Angarische Werte hatten keine gleichmäßige Tendenz. Oesterreichische Silber- rente gaben nach. Im späteren Verlauf wurde die S)<dtung uneinheitlich. Bei abnehmender GeschäftStättgkeit schwankten am Industrie- Markt die Kurse bei vorwiegender Neigung zu mäßigen Abschwächungen unter dem Ein­fluß spekulativer Llbgaben. Die Devisen hatten im DonnittagSverkehr feste Haltung, neig­ten zunächst mittags an der Börse zur Ab schwächung und befestigten sich aber bald wieder bei mäßigen Amsätzen.

Frankfurts. M., >2. Mai. Börsen­stimmungsbild. Ein Moment der Beruht gung liegt für die Börse in der Tatsache, da das Angebot nachgelassen hat. Die russisch Antwottnote übte auf die Börse nur geringen Einfluß aus. Der Grundton war freundlicher, daS Geschäft im allgemeinen jedoch noch immer verhältnismäßig geringfügig. 3m freien Ver­kehr stellten sich die meisten Papiere höher. Benz 490, Becker-Stahl 420, Mansfelder Kuxe 20 000, Deutsche Petroleum 2010. Am Mvntanaktienmarkt übertrug sich die gestrige feste Tendenz auch auf den heutigen Verkehr. Bei den chemischen Wetten erhöhte sich das Kursniveau um durchschnittlich 10 bis 30 Pro­zent. Zuckerfabrikaktien waren gefragter. Am , Kassamarkte trat seit längerer Zeit wieder re­gere Nachfrage hervor. Schiffahrtsaktien konn- ; ten sich gut erholen. Die Börse schloß fest. Pri-

Geld Dttef Geld 11. V ai. 12. Mai.

Echlus)- Schluß- Schluß- Schltih^ ~ ~ Kurs

093 .8010963,70 11086,10 11113 90

------- -- 2397 - 2403-

(In einem Teil der Auflage wiedertzolt.) Die französisch-englische Krise und die Kleine (Entente.

London, 12. Mai. (WTB.- Steed be­richtet derTimes" cms Genua, man befind- sich inmitten der kritischsten der so zahlreichen Tage der Konferenz. Die Frage der Tren­nung Frankreichs und Englands be» herrsche immer noch die Lage. Ein besonderes MerkinA sei die Zurückhaltung der Kleinen En» teilte. Denes ch habe an den Verhandlungen^ der letzten 10 Tage teilgcmynrmen. Die Gründe sür diese Haltung seien klar. Während seiner Be­suche in London und Paris Habs er eine wichtige Arbeit verrichtet, indem er die Premierminister Englands und Frankreichs zusammerrb.achte uni ihre Zusammenkunft vorbereitete. Er Ha5e da­mals beide Premierminister davcnr in Kenntnis gesetzt, daß im Falle eines Bruches zwischen Frankreich und England sich die Kleine Enteat« nicht auf die Seite einer Pattri gegen die andere stellen könne, solidem daß sie sich dann respektvoll abseits halten müsse. Denesch habe das Aeutzerste getan, um einen Bruch abzuwenden. In den letzten Tagen habe er gesehen, daß die Lage auf eineit Bruch zutreibe, und daraus sei'seine Ne 1» tralität abjuleiten, die in Genua einen tiefen Eindruck mache.

Die englische Presse zur russ.scheu Antwottnote.

London, 12. Mai. (WTD.) Die russi­sche Antwortnote süidet in dem Teil der Presse, die bereits Stellung datzu nimmt, ein* sehr günstige Aufnahme. Die Blätter, von derDaily Mail" abgesehen, Heven fedoch hervor, daß dir Ver.^r.id angen ft>rtgesehi wer­den müssen.Daily Chronicle" bezeichne» die russische Note als sehr UTtbefriettgenb nach allen Richtungen. Sie biete jedoch eine Grund­lage für weitere Verhandlungen.

Daily Telegraph" schreibt, das Doku­ment mache den Eindrua einer glatien Weigerung, irgendwelche Rechte des anderen Tri.es anzuerken­nen. Außerdem zeige die Rote die Absicht, das ermüdende 'Dciterargumentleren, das die Teil- nahme an der Genueser Konferenz bisher kenn­zeichnete, unbegrenzt fortzusetzen.

Das englische Mandat über Palästina vor dem Dölkerbnndsrat.

Genf, 12. Mai. (WTB.) Der Volkerq bundsrat eröffnete gestern seine 18. Tagung^ Den Vorsitz führte der Vertreter Spaniens, Qui- nones de Leon. Die anderen Mitgliederstauten waren folgendermaßen vertreten: Belgien: Hy­mans, Brasilien: Clark, China: Tang Tsei Fu, Frankreich: Leon Bourgeois, England: Dalsvur. Italien: Jmpettali, Japan: Adatoi. Der wich­tigste Derhandlungsgegenstand dieser Sitzung war die Frage des englischen Mandats über Palästina. Balfour verlangte, daß diese Frage auf der gegenwärtigen Tagung des Dölker- bundrates desprochen werde, damit das Groß­britannien anvertraute Mandat bestätigt werden könne, das im übrigen gesetzlich erst nach der Ratifizierung des Dettrages von Seores in Kraft treten Hürde. Die Verhandlungen zwischen Eng­land und den Vereinigten Staaten über die Mandatsfrage sind, wie Balfour mitteilte, nun­mehr beendet. Amerika habe sich dem englischen Mandat nicht widersetzt, sondern nur für den Fall, daß dieses Mar^at erlllchi, die Wiederherstellung der Kapitulationen Palä­stinas gefordert. Der Vertreter^ Englands rechtfertigte schließlich die Lösung der Mandatsfrage mit der schwiettgen Lage Palästinas und der Möglichkeit von Anruhen. Der Rat beschloß, die Entscheidung darüber, ob er sich auf dieser Tagung mit der Bestätigung bzS englischen Mandats befassen solle, auf tommenbert Donnerstag zu verschieden. Er erledigte hieraus kleinere Verwaltungssragen von untergeordnttec Bedeutung. Unter ihnen ist nur die Gründung eines Verbindungsbu-L>us des Völkerbundes für Südamerika hervorzuheben. Dieses Bureau, dcsssn Gründung auf der letzten kcrbund-Versamm­lung im Interesse einer schärferen Heranziehung der südamerikanischen Staaten beschloflen wurde, soll borläiifig seinen Sitz in Genf "Haden.

0rÄsZÄ=*rJr.2B" vom Zahnarzt verordnet, daher 4193 das rechte Zahnpflegemettel. Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51.

land 58 Mk., Kräuter für Sauce 9111 Mark, Sauerrampfer 45 Mk.. Rhabarber! 11.20 Mk. Zitronen in Kisten von 300 1 Stück kosteten 480500 Mk. Auf dem Fisch" markt kosteten Seefische das Pfund 1214 Mark. Flußfische 520 Mk. Butter hatte den Preis von,7274 Mk., Margarine den von 3436.50 Mk. das Pfund. Eier kosteten das Stück 4.104.20 Mk. Ziegenlammfleisch das Pfund 2426 Mk., Geflügel 3438 Mk.

Mainzer Produttenbörse.

Mainz. 12. Mai. Die heutige Börse verlief für Getreide bei etwas stätterem An-, gebot ruhig. Für Weizen war das Geschäft wegen des schlechten MehlabfatzeS wenig ren- tadel. Eine starke Nachfrage war nach Kleie. 3n Braugerste war bei schlechterem Angebot die Kauflust etwas reger. In Rauhfutter war die Tendenz bei geringem Angebot fest. ES notierten per 100 Kilo loco Mainz: Weizen 1525, Roggen 1150, Hafer 1325, Braugerste 1360, Futteraerste 1350, inl. Weizenmehl 00 2300, inl. Weizenmehl, Spez. 2200, Weizen­mehl mit Auslandsmehl gern. 2250. Roggen­mehl 70Prvz. 1550, Weizenkleie, ohne Sack, 825, Roggenkleie, ohne Sack, 825, Mais 1330, Maiöschrvt 1380, ungar. Luzerne 6800, inl. Rotklee 7000, deutsche Linsen 2750, weiße Bohnen 1400, Viktoria-Erbsen, ungesch^ 1550, Burma-Reis II. 2000, Haferflocken 2000, Graupen 1950. Wiesenheu, lose, 650, Wiesen- heu, gepreßt, 710, Kleeheu, lose, 670, Hafer­stroh 390, Roggenstroh.370, Kartoffeln 565.

Millen

(eti- ed*£»o r» OeolnJcJftCB Ur Bltrt»- aal Monftejj» bd SrWe, ör*

K'hölUl» ia he,