■Jkrflaner Darr" tut Tkrttigimq geftefft — an* QSeretnigun g ehemaliger Schüler und Lehrer des Gymnasiums Fridericianum hat beschlossen, den gefallenen einstigen Angehörigen des Gymnasiums ein Ehrenden k- m a l Mi errichten. 3n einen Basattblock aus der Südseite des Rarnsbergs soll eine guheiserne Tafel mit den Namen der gefallenen Helden eingelassen werden.
Starkenburg und Rheinhessen.
Alzey, 11 Oft (Wolff., Heule früh entgleiste auf dem hiesigen Bahnhof bei der Aus- ftchtt ein Wagen des Personenzuges Nr. 1838 der Strecke Alzey-Worms. Dabet wurde ein Wagen des Zuges zertrümmert Drei Personen (zwei Herren und eine Dame) wurden getötet eine Frau und zwei Kinder schwer und sechs Personen leicht verletzt Ueber die Ursache des Unglücks ist noch nichts festgestellt.
Hessen-Nassau.
fpd. Frankfurt a. M., 11. Ott. 3n einer Bedürfnisanstalt am Friedberger Tor schoß abends nach kurzem Wortwechsel ein bisher un- bckannter Mann einem anderen mit einem Revolver in den Hals. Trotzdem dem Borgange -ahlreiche Zeugen beiwohnten, entkam der 2 a t e r in dem Trubel. — Die nächtlichen Ucberfälle in den Straßen der Stadt mehren sich in unheimlicher Weise. So wurde in der vergangenen Nacht ein Meßgast aus Holland von zwei Burschen in der Nähe des Bahnhofsplatzes überfallen und seiner Barschaft beraubt. - 3n der Niedenau überfiel man einen Mann und nahm ihm seine Wertsachen ab.
H Marburg. 11. Oft Hier hat sich ein besonderer Ausschuß zur Linderung der W i n t e r n o t gebildet. Alle in Betracht kommenden Kreise werden ersucht vorerst einen einmaligen Stundenverdienst für diesen Zweck der Nächstenliebe zu opfern.
Hessischer ßanbgemeinbetag.
(Eigener Bericht des Gieß Anz.) fpd. Frankfurt a. M., 11. Oft. 3m ^Löwenbräu" trat heute unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Alexander - Gonsenheim der H e s- sischc Landgemeindetag zu seiner dritten Tagung zusammen. Der Besuch war aus allen drei Provinzen ein erfreulich guter. Namentlich war die Provinz Oberhessen stark vertreten. Das Ministerium des Innern hatte zu Sen Be- ratungSgegenstonden über die Finanznot der Gemeinden" trotz dringlicher Einladung keine Folge geleistet bzw keinen Vertreter entsandt. Das wurde von der Versammlung lebhaft kritisiert und alS eine Nichtachtung der Landgemeinden empfunden, die man sich nicht gefallen lassen dürfe.
Bürgermeister N i e p o t h - Schlitz forderte in seinem Vortrag über die Finanznot der Gemeinden eine gerechtere Verteilung der aus dem Ausgleichsfonds zur Verfügung stehenden Gelder. Eine Abordnung der Landgemeinden soll beim Ministerium dochin vorstelllg werden, daß die Landgemeinden zu den Beratungen über das Landessteuergeseh mit hinzugezogen werden.
Gröhes 3nteresse brachte man den Ausführungen des Oberforstrates Meyer und des Fovstrats Hesse über die Wah l von Vertretern der wa ldbesihen den Gemeinden zum Fvrstarbeitsamt entgegen. Dieses Amt hat bisher im engsten Einvernehmen mit den Vertretern der Arbeitnehmer und den Behörden wie auch den Gemeinden gearbeitet damit anerkennenswerte Erfolge erzielt und viele' aufkeimende Mißhelligkeiten im Keim erstickt. Es handelt sich in der Hauptsache darum, daß den Arbeitern der Waldgemeinden, wie auch der Privattvaldungen, gleiche Löhne wie den staatlichen Waldarbeitern gegeben werden. 508 waldbesiyende Gemeinden Hessens oder 88 Prozent haben bereits gleiche Sätze wie die Staatsfvrstverwaltungen. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, daß es ein Irrtum fei, wenn man meine, grober Waldbesih könne die finanzielle Notlage der Gemeinden lindern. Heute verschlängen die hohen Löhne und die Abgabe billigen Holzes an die Ortsbewohner sehr erhebliche Gummen, sehr oft die ganzen Einnahmen.
In einem weiteren Vortrage wurde für die Erledigung der wachsenden und zeitraubenden Dienstgeschäfte für die Reichsfinanz- verwaltung eine angemessene Entschädigung gefordert
Andere Neferate beschäfttgten sich mit der ,Derwaltungsrefvrrn". der Prüfungsordrrung für die Beamten der Landgemeinden, dem Urlaub der Gemeindebeamten und weiteren Fragen mehr interner Natur, wobei aus der Mitte der Versammlung vielfach recht beachtenswerte neue Vorschläge gemacht wurden
3n Verbindung mit dem Landgemeindetag hielt der Landesverband hessischer Bürgermeister seine diesjährige Hauptversammlung ab. 3n dieser Tagung wurden vorwiegend geschäftliche Angelegenheiten besprochen und Wünsche und Anregungen aus der Mitte der Versammlung erledigt Die Vorstandswahl wurde zurückgestellt. da man erst Fühlung mit der hessischen Arbeitsgemeinschaft nehmen will.
Landwirtschaft.
na. Don der mittleren Lahn, 11. Olt. Nachdem mit Ende letzter Woche die Obsternte ihren Abschluß gefunden, haben gröbere Verkäufe an Aepfcln und Dirnen eingesetzt. Für Kelterobst werden jetzt durchschnittlich 300 Ml. für den Zentner gezahlt' Wirt- schafts- und Tafeläpfel erzielen je nach Sorte 400—5A0 M? der Zentner.
Gerichtssaal.
Hamburg, 11. Oft. Das hiesige Schwurgericht hat den Heizer Darthowiak und den Heilmagnetiseur Wilm wegen der Ermordung und Beraubung des Weinhänd- lers Magnus und seiner Tochter z u m T o d e verurteilt.
sch ^tntirn richten.
Berlin 11. Oft. (WTD > Die Kollegge l de r und sonstigen Gebühren an den Universitäten und Technischen Hochschulen Preußens wurden etwa auf das Dreifache erhöht. Die Gebühren der ausländischen Studierenden wurden aus eine der M a r k e n t - Wertung entsprechende Höhe gebracht. Gleichzeitig mit der Gebührenerhöbung wird die bisher an den meisten preußischen Universitäten bestehende Honorar st undung in einen von der Oeffenttit/teii, namentlich von der Studentenschaft, gewünschten Gebührenerlaß umge- wandelt. Nach dem neuen Gebühreneri.rhfystem wird ein wesentlicher Teil der begabten und minderbemittelten Studenten ganz oder teilweise von den Hochschulgebühren befreit werden können.
' Friedberg, 10. Oft. In der geheimen Stadtverordnetensihung vom 5. Oktober wurde Professor Dr. Schäfer zum Direktor des Polytechnikums gewählt.
Kirche unb Schule
• Erledigte Schul stelle. Erledigt ist eine Lehrerinnenstelle für eine evangelische Lehrerin an der Dollsschule in Nidda.
Kunst und Wissenschaft.
fpd. Frankfurt a. M., 11. Oft. Durch zwei besonders große Schenkungen war es der Senckenberg-Gesellschaft möglich, einen Saal mit Schränken für die Schausammlung der Reptilien, Amphibien und Fische aus- zustatten. Die Hauptbereicherung des Museums bedeutet in jüngster Zeit die von dem bekannten Afrikaforscher Prof. C. G. Schillings hinterlassene sehr große Sammlung afrikanischer Säuge- tierbälge und Skelette, die von Geheimrat R. v. Passavant-Gontard unb Generalkonsul H. v. P a s s a v a n t geschenkt wurde. Ferner erhielt die Insettensammlung erheblichen Zuw.ichs durch Zuwendungen von Dr. Th. Lehmann, Prof. Seih und Günther Hecht (letzterer exotische Käfer). Dr. Arthur von Gwinner- Derlin bereicherte das Museum durch prachtvolle mineralogische und paläontologische Schaustücke. Die Firma Leopold Cassella u. Co. stellte hohe Mittel bereit, damit die Veröffentlichungen der Senckenberg-Gesellschaft weiter erscheinen können.
• Vermischtes.
wd. Godesberg, 11. Oft. Die Einrichtung öffentlicher Wärme st üben beschlossen die ©emeinbehertreter von Godesberg. Zunächst sind dafür die Wartehalle an der Rhernallee und der Sitzungssaal des Rat- Hauses in Aussicht genommen, je nach der Zahl der Besucher auch weitere Räume.
Heidelberg, 11. Olt. Hier wird der Dau sämtlicher städtischen Sauten toegen Geldmangel eingestellt. Es wird sogar der Gedanke eines Verkaufs von Häusern oder Baumaterial in Erwägung gezogen
Umea (Schweben), 11. Oft. (WTB.)Die Papierfabrik unb Sägewer ke in Klemensnaes brannten gestern nacht nieber. Der Schaben wirb auf 1 V2 Millionen Kronen geschätzt.
Handel.
Dom Sisenerzban im Lahn- unb Dillgebiet.
3m Sep t e mber blieb die Nachfrage nach Roteisenstein gegenüber dem Monat August ziemlich unverändert. Die Lage der Bergbaubetriebe verschlechtert sich aber insofern, als die ungeheure Preissteigerung der meisten Materialien, welche weit über das TRaf} der Geldentwertung hinaus gingen, in Verbindung mit der im hiesigen Bergbaugebiet prozentual recht erheblichen Lohnerhöhung die Selbstkosten in ungeahntem Maße in die Höhe treiben. Dazu kommt Hoch, daß die Wagengestellung eine außerordentliche Verschlechterung erfahren hat. Während sich im August noch das Mittel der Gestellung auf etwa 85 Prozent der Anforderung belief, ging der Durchschnitt im September auf weniger als 75 Prozent zurück. Der Brauneisensternmarkt zeigte etwa das gleiche Bild. Auch die Vogelsberger Basalt-Eisen st ein» Betriebe weisen ziemlich normale Förderung auf. Es liegen genügend Abrufe vor. und man hätte die Förderung restlos absetzen können, wenn nicht auch hier der verschärfte Wagenmangel hindernd dazwischen getreten wäre
Die Außenhandelskontrolle.
Nach einer Meldung der „Voss. Ztg." sand gestern in der Hamburger Börse eine von der Hamburger Handelskammer einberufene Versammlung statt, in der die Verhandlungen zwischen Handel und Industrie über die Außenhandelskontrolle den Gegenstand der Besprechung bildeten. Der Versammlungsleiter, Handelskammerpräsident W i 11 h ö f t s, stellte die Uebereinfttmmung aller Anwesenden fest, daß die Verhandlungen mit der Industrie zum Zwecke einer grundsätzlichen Aenderung des Systems derAußenhandelskontrolle energisch fortgesetzt werden sollen.
Frankfurt a. M.» 11. Oft Börse n - stimmungsbilb. Dollarkurs im Frühverkehr 2850—2950, im Verlaufe 2900 bis 2800. Devisen lagen in ben ersten Morgenstunden schwankend. AuslanbSrenten lagen in ber Mehrzahl schwächer. Auch machte sich bei ber Börsenspekulation Abgabeneigung für In- bustriepapiere bemerkbar. Auf bem Montan- aktienmarkte blieben anfangs Phönix, Rheinstahl stärker gesucht. Als fest finb auch Kali- toerte zu erwähnen. Elektrizitätspapiere lagen nicht einheitlich. Von den chemischen Werten waren Clberfelber, Höchster begehrter. Niedriger setzten Badische Anilin ein. Am Schifffahrtsaktienmarkte verfolgte man die Käufe in
Lloyd-Atrien mit besonderer Aufmerksamkeit. Oesterreichische Banken lagen fest, Türkenwerte schwächer. Becker-Stahl wurden sehr lebhaft gehandelt, 1400. Ufa 640—680. Sntre- Prises 33 500. Metall- unb sonstige Maschinen- aktien lagen ruhig. Um 1 Uhr würbe ber Dollar 2750—2675 genannt.
Berlin, 11. Olt. Börsenstimmun g S b i l b. Auf bie nachbörsliche Besserung des Markkurses in Neuhork sowie wegen angeblich bevorstehender RegierungSmaßnah- men zur Cinbämmung ber Devisenspekulation schwächten sich bie Devisenkurse vormittags nicht unerheblich ab. Die Wirkung dieses Vorganges blieb am Effektenmärkte im wesentlichen auf Papiere mit valutarischem Eharak- ter beschränkt; namentlich litten Kolonialwerte erheblich, dagegen konnten Montanpapiere, wohl im Zusammenhang mit den jüngsten Preissteigerungen für Kohle unb Eisen, ihren Kursstand vielfach um mehrere hundert Prozent erhöhen. So stiegen Hösch ziemlich 800, Kattowitzer 400, Rhein. Braunkohlen 350, und Rheinstahl 650 Prozent. Don Maschinenfabriken waren Orenstein u. Koppel stark begehrt und 500 Prozent höher. Von Textilwerten waren Stöhr weitere 450 Prozent gebessert. Sonstige Industriepapiere waren nur verhältnismäßig wenig verändert. Schiffahrtsaktien uneinheitlich und wenig bedeutend nach oben und unten schwankend. Bankaktien neigten mit Ausnahme von Berl. Handelsgesellschaft und Dank elektr. Werte etwas zur Schwäche. Deutsche Anleihen waren nicht ganz behauptet.
Börsenkurse.
Frankfurt a. M. Berlin
Schluß- Schluß- Schluß. Schluß.
Kurs Kur» Kurs Kurs
Datum: 10.10. 11.10. 10.10. 11.10.
77,50 77,50 77,50 77,50
5*/» Dtfch. Reichsanleche 4% Deraleichen 3‘IVIo Dergleichen 3"/0 Dergleichen
Dtscb.Sr>nr-Prnrn.-Anl. 4% Preußische Konsul» 40/„ Hessen.........
3'///, Hessen 3e/0 Hessen
270,— 240,- 240,— 261,- 150,— 140- 155,- 149,— 57U,— 560,— 590,— 585,— 80,50 79,50 80,25 80,50 92,— 93,- 97,- 90,- 62,25 —72,— 62,- -,-
57.- 60.25 59,- 59,75
4% Zolllürken 2675,- 5°/o Goldmerikaner 35000,—
Berliner Handelsges. . 170k—
Commerz- u. Privatbk. 355.—
Darmn.u.Nationaibank 370,—
Deutsche jianl 940,— Deutsche BereinSbank. 214,50 Discomo Commandit 530,— Metallbank........ 1500,—
Milteldent. Kreditbank 350,— ©eiterr. Creditanstalt. 425,—
2425,- 2400,-
-,- 36000,- 33400,—
1760,— 1758,— 1850 —
354,50 365,— 360,- 360,- 371,- 365,- 915,— 920,— 900,- 216,—
545,- 545,- 535,-
1475,— -,-
340,- 350,- 340,- 425.— 440, - 400,-
Bochumer Guß 3550,— 3700,— 3400,— 3600,— Buderus.......... 1528,- 1500k- 1505,— 1551,-
Caro............1399. — 145l>,— 1A50,— 1475,—
Deutsch'^uremburg. . .3525,- 3875,— 3525,— 3725,— Gelsenkirchener Bergw. 3K95,— 3800,— 3700,— 3800,— Harvener Bergbau. . . 5975,— 64.50,— 5850,— 6010,— Kaliwerk Aschersleben. 1995,— 2050,— 2075,— 2125,— Kaliwerk Westeregeln . 2825,— 3000,— —,— — ,— Vaurabütte........3950 - 3800,- 3790,- 3600,-
©berbedars 1890.- 2000,- 1900,- 1950,- Pbönir Bergbau 4475,— 4600,— 4400,— 4550,— Rbeinstabl......... 3800,- 4500,- 3750,- 4500,-
Rtebeck Montan .... 3600,- 3850,- 3450,- 3730,- TelluS Bergbau 1(61,— 1025,— —,— —,— aniburg Amer. Pakei 90p— 915,— 900,— 920,—
Norddeutscher Lloyd. 609 - 630,- 600,- 620,-
ZementmerkHeidelberg 1365,— 1380,— —,— —,— Philivv Holzinann . . 960,— 900,— —,— Llnglo-Cont 'Guano. . . 6800,— 6200,— 6800,— 6000.— Badische Anilin . . . . 1990,— 1960,— 192',— 1975,— GUdschintdl 1650,— 1760,- 1700,— 1810, - (yrte.-betmer Electron 1399,— 13 0,— 1400,— 1400,— Höchster irarbwerke 1445,— 1475,— 1450,— 1499,— Holzverkoblimg 1120,— 1110,— —,— —,—
RütgerSwerke 1090,— 1094,— 1125,— 1010,— rtbetöeanitnlt 1800,— 1775,— —,— —,— 21(1(1. ElektrizitätS-Ges. 880,- 875,- 845,- 860,- 2krnniann 840,— 805,— 8)0,— 830,— 2d)ucfeit 1630,- 1725,- 160.- 1760,- TiemenS & Halske. 3000,- 3100 - 2830,- 3100-
Adlerwerke Kleyer. 500,— 470,— 521, — 510,—
Daimler Motoren. . . . 575,— 540,— 555,— 545,— Heyltgenstaedt 950,— 9:30,— —,— —,—
Meauin 1775,- 1900,- -,- 2160,-
Metallges. Aranffurt. 2400,— 2350,— —,— — 2rbubfabvif Herz... 533,- 565,- -,—
Sichel 630,- 623,- -,- .iellstoss Waldbof ... 1100,- 1130- 1100,-
Zuckerfabr.Irankentbal 994,— 999,— —,—
ZuckersabrikWaacätiiel 970,— 990,— —,— —,—
Frankfurter Devisenmarkt.
Amtliche Notierungen.
Datum: 10. Oktober 11. Oktober
Geld Bries Geld Brief
Antw.-Brüsiel . 21078,90 21121,10 18631,30 1866870
Holland 115634,20115865,80104395.50 104604,50 London 13136,8) 13163.20 12037,90 12062,10
Paris 22422,50 22472,50 20029,90 20070,10
Schweiz 55644,40 55655,60 49350.61 49449,40
Spanien 45204,70 45295,30 40159,80 40240,20
Italien 12687,30 12712,70 1127620 1129880
Liifabon-Oporto —,— —,— —,— —,—
Dänemark .... 59340,60 5945940 53246,70 53353,30
9lorroenen .... 51548,40 51651^0 46953,— 47047,—
Schweden .... 76923,- 77077,- 70179,70 7032030 HelstngsorS. . . . —,—--,— 5594,40 5605,60
Neunork 2887,10 2902.90 262L30 2627,70
Deutsch-Oesterr. 3,61 3,69 3,46 3.54
Budapest 109^9 11M0 (»9,90 100,10
Prag 10389,60 1041040 8891,10 8908,90
Sofia....... —,— —
Märkte.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a M, 12. Oft Weizen 12200 bis 12 830 Mk.. Loggen 11 C00—11503, Sommergerste für Drauzwecke 11 000—12 000, Hafer 11000 bis 12 000, Mais Mixed 11000—11 50?, Weizenmehl südd. Spezial 0 17 500—20 000, bei Waggon- bezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 15 000 bis 16 000, Weizen- und Roggenkleie 5500— 5800 Mk. Tendenz fest.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin, 11. Ott (Wolff.) Die Abschwächung der Devisenpreise lockte etwas mehr Angebot in Getreide vom Inland hervor, es herrschte
<n*r vecie groye jrmrmeonnmgeain irroo txe Umsätze blieben daher meist spärlich Roggen gab erheblicher im Preise nach als Weizen. Bon Gerste waren die begehrten guten Drausorten nu rvereinzett am OHarlte Vertretern Die Haser- knappheit erfuhr kaum eine Milderung, di« Preislage war aber ermäbigt. Mais war billiger zu haben, die Käufer waren aber vorsichtig unb nur bald abzunehmende Ware blieb gesucht. Mehl und andere Artikel wurden zu nachgebenden Preisen umgesetzt. Weizen 5500—5700 Mk. (unregelmäßig), Roggen 5100—5200 Mk (matter). Mecklenburger 5400 Mk., Sommergerste 5500—5600 Mark (matter), Wintergerste 5100—5200 Mark (matter), Hafer 5800—5900 'Mk. (ruhig), Mais geschäftslos. Weizenmehl 15 800—16 800 Mk. (ruhig), Roggenmehl 14 000—15 000 Mk. (rußig). Weizenkleie 3000 Mk. (matter). Roggenkleie 3000 Mark (kaum behauptet). Raps 6500—6700 Mk. (fest), Leinsaat 8000—8200 Mk.. Biktoriaerbsen 6400-6600 Mk.. übrige ohne Angebot, Lupinen, blau 3200—3300 Mk., Rapskuchen 3200—3300 Mark. Trocken schnitzel 2800—2900 Mk., Weizen und Roggens!roh 1225 1275 Mk.. Haserstrvd 1225 bis 1275 Mk.. Stroh, strohseilgebündelt 1225 bis 1275 Mk.. Wiesen heu, Donnayd 690—750 Mk.. Nachmahd 630—690 Mk.
Frankfurter KartosfekpreiSnotiermtgen.
fpd. Frankfurt a. M, 11. Ott. Die aml» liche Notterungskommiffion für das Wirtschafts- gcbicl Hessen-Nosfau und Hessen setzte heute die Preise für Kartoffeln wie folgt fest: Erzeugerpreise: weihe Kartoffeln 370—390031.. rote 360-380 Ml. gelbfleischige 380- 400 Mk., Grohhandelsein st andsp reise: weiße Kartoffeln 420 -440 Ml., rote 410-430 Mk. gelb- fleischige 430—450 Mk.. alles für einen Zentner Die Preise sind unverändert.
Der Kartoffelpreis für den Kreis Marburg.
js Marburg, 11. Oft. Ein aus Erzeugern und Berbrauchern zusammengefetzter Ausschuß bat den Kartoff elpreis für den Kreis Marburg auf 350 Mark festgesetzt. Dazu kommt bei einer Entfernung bis zu 10 Kilometern ein Anfuhrpreis von 10 Mk. für jeden Zentner, und bei mehr als 10 Kilometern 15 Mk. Der Zentner stellt sich demnach auf 360 bzw 365 Mk. Die Preise, die bezahlt werden, bewegen sich zwilchen 250—375 Mk
Büchertisch.
— Der erste Almanach des B d. B. 1 9 2 1 /22, Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag G. in. b. H., Berlin W. 50, Rankestrahe 34. — Das kleine Werklein ist das getreue Spiegelbild der eigentlichen Schöpfungen dieses feit drei Jahren bestehenden V. d. B. In der Verbreitung wirklich guter Bücher ewig lebender Literatur sieht er feine Aufgaben. Dauerhaftes Material lünsllerisch angewandt, verleiht den Büchern ein äußerst geschmackvolles und anschauliches Aeußere.
— Das Geschichtenbuch von August Qämm le. (Verlag von Eugen Salzer in Heil- bronn.) Sammle gibt uns hier Erzählungen ans dem Leben des Volkes. Der Grundton des Buches ist Lebensfreude, dankbare Heiterkleit an allen irdischen Dingen. Ob der Dichter altes oder neues, feine Mären ober derbe Schwänke erzählt: immer ist der Ton getroffen, der dem Stücke nach feiner besonderen Art zukommt.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
Der „QHtttin“ über den deutschen WahrungS- bankrott.
Paris, 11 Oft. (WTD.) Das „Oeuvre' stellt heute die Frage, ob man auch die Sach- lieferungen Deutschlands sabotieren wolle. Das Blatt weist auf den M a r k st u r z hin und auf die .Notwendigkeit, für die Bezahlung der Sach- lieferungen innerhalb Deutschlands Sorge zu tragen. Man dürfe sich nicht verheimlichen, daß, wenn die deutsche Groß-Industrie und namentlich Hugo Stinnes sich so brüsk dem Sachlieferungs- fhstem angefchlossen hätten, dies nicht durch eine Maßnahme, die von oben komme, geschehen fei Die deutfche Industrie sehe in den Sachlieserungen das Mittel, Auftrage zu erhalten, und als Gegenleistung den Frank-Preis, d. h. einen stabilen Preis zu erhalten, der nicht vom Marksturz beeinflußt werde. Das Blatt behauptet, um auch nur die Sachlieferungen eines einzigen Jahres, zu denen fich Deutschland verpflichtet habe zu bezahlen, müßte der Notenumlauf in Deutschland verfünffacht werden. Das werde jedoch einen weiteren Marksturz bedeuten. Der Währungsbanke- rvtt Deutschlands sei jetzt ein sicheres Ereignis. Es sei ein dringendes Bedürfnis der Stunde, hier Abhilfe zu schaffen, fei es auch nur, um die Sachlieferungen zu sichern. Daher müßte die Brüsseler Konferenz so schnell wie möglich einberufen werden.
(Srfiänmgen des neuen Vorsitzenden der Reparationskommission.
Paris, 11. Oft. (WTB.) Barthou erklärte einem Vertreter des „Journal" nach Beendigung der gestrigen Sitzung der Reparativ nsfommission, die deutfche Presse habe unrecht zu glauben, er fei hier, um Zwangsmaßnahmen vorzunehmen. Er wolle stu- bier en und nach den Geboten derDer- nunft und der Unparteilichkeit entscheiden. Er fei aber auch hier, um einen Vertrag auszuführen. Er hoffe, durch Klarheit und guten Willen die größten Schwierigkeiten zu beseitigen. Er wies hierauf auf seine Tättgkeit in Genua hin und erklärte schließlich, daß er an der Mitarbeit Mauclöres in der Reparationskommission festhalte.
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