Ausgabe 
12.8.1922
 
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Botschafters sicherlich ihre Zustimmung er­teilen. In die schier beängsttgende Stille der deutschen Politik gegenüber der gewalt­tätigen Londoner Konferenz klingt dieser Aus­tausch von Freundlichkeit zwischen Volk und Volk doppelt wirksam hinein.

der ewig konferierende englische Staatsmann endlich fragen. Das Kabinett Wirth aber geht den Leidensweg unermüdlich und ohne Wider­streben mit weiter was will es heute auch anders machen? Wir wollen ihm schon dank-

Englische Vorschläge zur Erzielung einer Verständigung.

Paris. 11. Aug. (WTB.) Der Sonder­berichterstatter ter Havas-Agentur meldete hrute mittag von 1 Hlyr aus London: Die fran­zösische Delegation hat heute vormittag eine R i ch t n o t e erhalten, die von der britischen Regierung anschließend an den ge­strigen Kabinettsrat den alliierten Ver-

bar sein, wenn es uns wenigstens die innere Einheit nicht mehr gefährdet und der schönen Worte des Reichspräsidenten eingedenk bleibt!

Wälder und die Möglichkeit der A u s l e g u n g einer internationalen Anleihe mit dem Ertrag der 2 6 p r o z e n t i g e n Ab- gäbe von der Ausfuhr als Sicherheit.

Paris, 12. Aug. (WTD.) Rach der Chicago Tribüne" soll dieReparations- kommissivn beschlossen haben, den in­ternationalen Bankierausschuh

Paris, 12. Aug. (WTD.) Havas erfahrt aus London über die Sachverständigen- arbeiten, die Sitzung der Finanzmmistec und Sachverständigen, die gestern nachmittag im eng­lischen Schatzamt stattgefunden hat, habe bis nach Mitternacht g edauer t. Sieben von den Punkten der brittschen Rote seien geprüft worden und hätten einstimmige Annahme gefunden. Es handele sich um diejenigen, die auf die Autonomie der Reichsbant, die Herab­setzung der schwebend-n Schuld, die Heberwachung des Budgets, die Beschlagnahme der Zollein­gänge, die 26prozentige Abgabe von der Aus­fuhr abzielten. Die durch die letzteren beiden Mahnahmen erzielten Summen wurden auf em im Rainen des Garantiekomitees bei der Reichs­bank eröffnetes Konto eingezahlt. Das Komitee werde diese Summe zur Verfügung der deutschen Regierung stehen lassen,

zum erneuten Zusammentritt am 15. September in Paris aufzufordern. Das) die Tagung stattfinden werde, stehe fest. Als direkten Anlah zu diesem Beschluß der Re­parationskommission führt das Blatt eine gestern aus London eingegangene offizielle Mitteilung an, chah die Verständigung über die Reparativnsfrage zwischen Frankreich und England so gut wie erzielt sei.

Sachverständigenberatungen über die britische Note.

Heutiger Stand des Dollars

10 Uhr vormittags:

Berlin 800. Frankfurt a. M. 806

Paris, 12. Aug. (WTD.) Heber den Stand der Verhandlungen in London berichtet man dem Matin", dtt Sachverständigen seien abends 10 Hhr zu einer Sitzung zusammengetreten, um den Meinungsaustausch der im Laufe des Tages stattgefunden habe, zu klären und um den folgen­den Meinungsaustausch vorzubereiten. Die Re­gierungschefs würden fich heute vormittag wiederum beim ersten Frühstück zusammenfinden. Das Dlatt stellt fest, daß Lloyd George hartnäckig diskutiert habe und dah er ein ihm sonst fremdes Gebiet, die Interpretierung der Texte, betreten habe. Lloyd George behauptete, die Alliierten könnten keine Pfänder von Deutsch­

land nehmen, solange die Reparattonskommisston keine Verfehlung, b. h. den schlechten Willen Deutschlands, festgestellt habe. Das bedeute also, dah bis zu dieser unwahrscheinlichen Feststellung Frankreich nichts zu seiner Verfügung haben würde für den Fall, dah die verlängerte Zah­lungseinstellung es in die Rotwendigkeit versetze, unerlähliche Einnahmequellen für seine Finanzen zu suchen.

London 11. Aug. (WTD.) Reuter er­fährt, obgleich die Besprechung zwischen dem bri­tischen, französischen und belgischen Pcenrierrnini- ster «heute über 1 Stunden andauerte, kann ehr­licherweise doch nicht gesagt werden, daß eine Hebereinstimmung bereits in Sicht ist. Zur ©rörtenung stand der neue britische Plan, von dem es heißt, dah er sich vollständig auf den Bericht des Sachverständigen- ausschusses gründet. Verschiedene vvrzuschlagende Abänderungen wurden zur Berichterstattung an Len Saäwwstä VienauZsch h u ücE?e.u leie i Die Sachverständigen treten heute abend zusammen. Ihre Sitzung dürfte bis Mittenracht dauern. Wenn es ihnen nicht gelingt, den Bericht heute abend abzuschließen, wird dieser morgen ben Pre­mierministern vvrgelegt. Gegenüber den von Bel­gien und Frankreich ausgehenden Meldungen von einer Heberein st immung zwi chen dem bri­tischen und französischen Premiernttnister in ver­schiedenen Punkten wird in englischenKrei- sen hervorgehoben, dah die Gesamt­heit der Vorschläge gleichzeitig stehen oder fallen müsse. Es ist daher irreführend, von einer Hebercinftimntung in dem einen oder anderen Punkte zu sprechen. Cs wird betont, dah die Erörterungen sich nur auf die Frage der Bedingungen für das Moratorium be­ziehen und nicht bezwecken, neue Mahnahmen vvr- zusch lagen, um Extra-Bargeld aus Deutschland herauszuziehen.

Erwägungen desGaulois".

Paris, 11. Aug. (WTD.) ®er© a u l o l ist der Ansicht, dah man die Frage des Rach­gebens französischerseits einmal unter dem Ge­sichtspunkt und Prestige betrachten und erwägen müsse, was ein Druch infolge der französischen Hnnachgiebigkeit in dem von der Mehrheit der Alliierten mißbilligten Programmpunkte denn einbringen würde. Er fragt, ob Frankreich es sich gestatten könne, ihn mit eigenen Mitteln kon­sequent durchzuführen. In materieller Hinsicht würde es auf Schwierigkeiten stoben, die die Sachverständigen als unüberwindlich betrachteten. Rechtlich würde es den Geist und Buch­staben des Bersailler Vertrages verletzen, der für den Fall der Uneinigkeit der Reparationskommission das Recht verleihe, mit einfacher Mehrheit einen Aufschub der zwi­schen 1921 und 1926 fällig werdenden Zahlungen zu beschließen, vorausgesetzt, dah biefe£ Mora­torium nicht über 1930 hinausreiche. In dieser Kommission aber besitze ja Frankreich nur eine einzige Stimme. Wäre es also nicht geschickt^:, zunächst die Durchführung berjemaen Drei Maß­nahmen zu verlangen, deren Annahme seitens der Alliierten für Frankreich einen Erfolg barstellen würde und dabei den Vorbehalt zu machen, daß man später, allein ober gemeinsam mit den Ver­bündeten, zu Sanktionen greifen wurde, falls Deutschland sich seiner Verpflichtungen entziehen würde?

KeitteBeunruhigungfürdasRheinland.

Berlin, 12. Aug. Im Verlaufe einer Un­terredung mit dem Berliner Vertreter derKöln. Volksztg " antwortete derReichskanzlerDr. Wirth'auf die Frage:Bestehen Anhaltspunkte M einer groben Beunruhigung der rheinischen Bevölkerung? Wird die Reichsregierung die rhei­nische Bevölkerung schützen? u. a: Rie und nim­mer werden wir die Interessen des Rheinlandes im Stiche lassen. Mit keinem Gedanken ist von der Reichsregierung jemals die Preisgabe der rheinischen Interessen erwogen worden. Bezüglich der Gerüchte über die Bereitwilligkeit der Reichs­regierung, dem Auslande Konzessionen In der Richtung einer rheinischen Autonomi^ außerhalb und innerhalb des Reiches zu machen, erflärtc der Reichskanzler, das) diese Gerüchte zu unsinnig seien, um ernstlich einer Widerlegung zu bedürfen.

I f olange die« ihre Verpflichtungen erfülle; anderenfalls werde das Garantie-

I komitee das Recht haben, die genannten Bet lüge sofort zu beschlagnahmen. Der Finanzausschuß wird heute vormittag folgende Punkte prüfen: Kontrolle der Staatsbergwerke und

_ , » - . nxv>rben die Staatsmänner der un-, tretem zugehen sollte. GS ist übrigen« nicht auS-

D3od)tnirÜdlbIi<fU I c. A hivifhtcn? ES bandelt I geschlossen, daß Lloyd George davon Poincarö

M "frem Uid^ M b?t ihren <mg-nbtt-^-n D-r-wng'M km Wen

republikanischen Reiches Hit dem RetchS « jchj um eine endgültige Regelung des Ver- Ministerpräsidenten ^tten. In dieser Unter- Präsidenten Ebert zu einer eindrucksvollen Deutschland. Der Widerstand wurden neue Demühun gen um

und inhaltsreichen Kundgebung Anlatz ge° Frankreichs läßt eine vernünftige Ort)- eine Verständigung gemocht. Rach offi- geben. Wir gestehen gerne, daß unS diese! , nt$t Zwar hat Herr ziüsen Auskünften sollen die britischen Dor»

Art deS Gedenkens ungemein viel shmpa- kn0fncar$ einen ziemlich weitgehenden schläge folgenbermabcn lauten: thischer ist als die geharnischten und 8^- Vorschlag mtt nach London gebracht, aber Deutschland erhalte ein Moratorium spornten Dekrete, mit denen andere Regie- Keynes sagte imManchester Guar- für Dar Verpflichtung en bis 31. De- rungsstellen zur Rettung oder Empfehlung richttg davon, daß er nur Hohn, zember 1 92 2. Es muh dagegen alle ferne

ihrer Staatsauffassung um sich Schauen haben, ^wohl für England als auch für Deutsch- bl 21 f

? ßSSanb todK- Pvmcare war bereit, die söge- ^^^es^Morator^rnwird unter folgenden

denken, die wir gestern an der Spitze unseres nannhmO"-BondS zu annullieren, voraus- ^edingunqen bewilligt: Einführung von

Blattes veröffentlichten, liegt ein willkvmme- I dah England den Franzosen den ©cfetjen gegen Kapitalflucht, Auto- ner Versöhnungswille. Einigkeit undRecht kgmtbettag ihrer Schuld erlasse und auf seinen\n 0Tn t,c bgr Reichs bank, KknsvliDieMng und Freiheit schien die oberste Reichs- ^wenen Reparattonsanspruch verzichte. Key- der schwebenden Schuld sowie endlich die Aus- Behörde nach der Ermordung RathenauS die- L & ^klätt: dieseO-Bonds", die einen TeU Übung ettier wirksamen Kontrolle der den t- «senalten, guten Klang" nicht durch allerlei k. Londoner Abmachung vom Mai 1921 s chen Finanzen durch die DeparationSrom- !Kampfparvlen gewalttg übertönen du toobstellen lediglich die Summe dar, um Mission. SchiebUch soll die Re Para ttons *

len? Herr Ebert, der im Anfang wohl auch ^che die Schuldfestsetzung der ReparativnS- komm iss ton den Votoieble

,machtlos den en^esselten fommtniDn über den kapitalisierten Wert beö 3 oIteinnafymcn elnkassieren und in Dereit-

; gegenüberstand, macht jetzt manches w eder Edoner Zahlungsschemas hinauSgeht und M hLltm gut. Dorttefsliche Sätze stehen in fernerRuno- nD(^ einiges darüber". Das heißt, sie sind Diese Summe könne Deutschland ge- . qebung.Wtt wollen keinen Bürgerkrieg uno Wasser. Sie stellen hauptsächlich gebenenfallswiederzurBerfügung

keine Trennung der Stände." Damit wird ^cEtfestsetzung der Re- gestellt werden, wenn die Reparationskom-

der Frieden Sschluß mit d e r b a y e- parationSkommission dar, der, selbst wenn der Mission dies für notwendig erachtet.

rischen Regierung unterstrichen, des- Londoner Zahlungsplan vollständig abbezahlt London 12. Aug. In einer amtlichen sen Inhalt Wir im einzelnen noch noch ungedeckt bleibt.Wenn England", britischen Mitteilung heißt es, es seien

E nicht kennen, der aber am Donners- foIqrt Keynes,seine eigenen Repara- endgültige britische Vorschläge unterbreitet wor-

tag abend zustande gekommen sem soll, iwnsansvrüche aufgäbe und dieO"-BondS in ben als eine Alternative M den Vorschlägen Pom» ES ist -in« Umkehr zu friedlicher Verstau. $0^, bec f^zösifchen Schuld an England ge° rares Die brichchm Drnlchlage wurden von kn digung, deren Weisungen die verantwortlichen würden, 0 würden die französischen Premiennmistern Punkt ur PuE errnMerü W

Reichsstellen niemals Hütten verlassen soNem ^^rungen an Deutschland tatsächlich, fogar

Den verttauenSvvlle Appell des bayerischen dem Papier, großer sem als ste jetzt vvitera^hen

Ministerpräsidenten an den bewahrten klugen s^. Denn die Forderungen aus der Lon- London 8 Aug Aus den Besprechungen

und vermittelnden Sinn bes Reichsprastden ^(»r Llbmachung würden keine Herabsetzung Ministerpräsidenten ist weiter hervorzuheben,

ten hat anscheinend eine gute -tUirning ge und Frankreich würde auf emenU^ Garantiekomitee künftig seinen

habt. Die Konferenz der Reichsminister mit 2[nteU daran Anspruch haben." Hnd Sih in Berlin'haben soll, um dort vor allem I

den Vettretern Bayerns hat in der Ver- ^ann soll eine internationale An- die Papiergeldausgabe zu kontrol- öffentlichung des Herrn Ebert den denkbar k^be nach dem Plane deS schlauen Fran- lieren und die deut'chLn Sachlieseruiig en besten Abschluß gefunden. Möchte nun diese f füt Schuld Deutschlands aufgebracht nachyuprüfen. Ferner sei die Beschlagnahme von Klärung, dieser Aufruf zum v a t e r l ä n - Snie« berechnet die Höhe der cmf Pf ändern vorgeseheri Marl nimmt an das di schein Denken un'd Endeln überall auch ^se^ise^ 2b6

da fruchtbar werden, wo noch eifernder Groll 500 Millionen Pfund Sterling und meint !rol?e^darsleNe un? batz man eine Verständigung und Verstimmung vorhanden sind! gan^ mit Recht, die Welt würde sich dafür erwarten fomie.

Auch durch eine erfreuliche Tat hat der bedanken, dem bankerotten Deutschland eine , . } erfährt

Reichspräsident dargetan dah er de« Mch. solche Riesensumme abzugeben, damit sie in die

terS schönes Lied ganz beherzigen wlll. Aus Rachen deS französischen Rationalismus Besprechun gen zwischen Lloyd Ge­ben Mitteln, die der Reichstagzum und 'Militarismus hineinspazierten. orge und Theunis seien kurz nach 1 Hhr

Schutze der Republik" bewilligt hatte,I Lloyd George will also eine vorläufige Ende gegangen. Entgegen ihrer gestrigen Ab­werden drei Millionen Mark für Wissen- Regelung, ein Moratorium für Deutschland sicht habe die englische'Regierung die schast, Ku n ft und Handwerk zur Ver- auf kürzere Frist. Er wäre geneigt, dazu die Rote, in der ihre Auffassung auseinand^geseht füg un g gestellt; eine weitere Million soll mildesten Bedingungen zu stellen, weil er werden sollte, nicht veröffentlicht. Lloyd der Hebung der Volksgesundheit durch Spiele meist und von allen Sachkennern verkündet sorge habe «e vorsch la^e ansg^ im Freien dienen. Auch mit dieser Maßnahme wird, dah Deutschland, von der wahnsinnigen ^^n $ inb üfe bie von ^heute

entläßt die überhitzte Partetmaschme über- Dersalller Politik ins Elend getrieben, gegen- ^^mittaq 4 Hhr ab weiter verhandelt werden

schüssigen Dampf. Wir wissen dem Reichs- wärtig nichts leisten kann und durch brutale ft>n. Das Ausbleiben der englischen Rote und

Präsidenten Dank dafür. Seine Ansprache an Maßregeln mit seiner Valuta nur immer ^te Fortsetzung der Hnterredungen würde in

das deutsche Volk rührte auch an den tiefen weiter inö Bodenlose getrieben würde. Gleich- Konferenzkreisen in günstigem Sinne ausgelegt.

Ernst der Zett.Auf viele Jahre noch wer- wohl feilscht er nach den letzten Meldungen London 11 Aug. (WTD.)Daily Expreß" den für uns alle die Festtage des Staates doch wieder mit seinem hartnäckigen Wider- berichtet, wenn man zu keinem Hebereinkommen zugleich Tage gemeinsamer Sorgen sein." Ja- facher um Bedingungen, Pfänder undSank- über die Bestimmungen des Moratoriums, das wohl. Die öffentlichen Gebäude hatten geftem ttonen, d. h. Gewaltmaßregeln. Poincare will Deutschland erhalten müsse, gelangen sollte, so geflaggt, aber von Begeisterung der Bürger, deutschen Zolleinnahmen, sowie 26 Proz. werde Poincarö ersucht werden, mit einem be»

des Volkes, wurde kaum etwas sichtbar. Jeder Devisen, die Deutschland von jeder Aus- sonderen Vorgehen Frankreichs zu

wußte es, daß am gleichen Tage wieder ein- ^hr erhält, einziehen; ferner will er in warten, bis bie <

mal in London um unseres Reiches Bestand Deutschland wieder eine Zollschranke errichten, Meldung Sge werden die

gespielt, gewürfelt wurde. Ein fmstereS und daneben seine Hand auf die deutschen Staats- ^wert>reiteten britischen Gegenvorschläge banges Erwarten verdüsterte diesen Ter» bergtoerEe, die Staatswälder, die Steuerein- DDn Lloyd George, Poincarö und fassungstag.Eifersüchttg sind des Schicksals nahmen im besetzten Gebiet und, last not least, Theunis Punkt für Punkt durchge-

Mächte; vorellig Jauchzen greift in ihre auch auf privaten Industriebesitz, legen. Die nommen. Es könne als äutes Zeichen ange-

Rechte." Wer wollte heute aus Herzens verbündeten Minister und Sachverständigen sehen werden, daß die Verhandlungen fort-

Grunde feiern! Hns braucht keine Kassan- haben in ihrer Mehrheit diesen unerhörten dauern. .

bra desGottes Schreiten" zu vermelden, Plan für einMoratorium" abgelehnt. Der WiedereiNverusUNg

der solche Feste jammervoll zerreißen wird. Emst der europäischen Lage brannte wieder BanKierSQUSschusseS?

Hnd doch traf uns, tote zur Tröstung, einmal auf. Das englische Kabinett stellte' der warme Strahl eines freundlichen Zu- endgültige Richtlinien für die Reparations- kunftslichtes in der Hnterzeichnung des polittk auf, die wir heute noch nicht kennen, deutsch - amerikanischen Abkom- Es totrb mit dem Bruch der Entente mens, dessen Bedeutung man durch die heu- gedroht. Arn Ende aber darauf lassen die tige Veröffentlichung erst voll ermessen kann. Meldungen der letzten Stunde schließen Mtt wohllautenden Friedensglvcken wird da kommt "doch nur wieder ein jammervolles ein neues Derftehen eingeläutet. Amerika Kompromiß heraus. Es wird wieder Zeitge- schloß mit uns einen milden Verhandlungs- Wonnen" aber wann wird Frankreich be- fdeben, ein wundervolles Gegenstück zu dem lehrt werden können, daß es mit seinem Poin- nichtswürdigen Londoner Stteithandel. Die care selber ins Verderben geht? Inzwischen von ben Vereinigten Staaten aus dem vor- werden die unhaltbaren Wirtschafts- und jährigen Berliner Vertrag hergeleiteten Scha- Geldverhältnifse Deutschlands noch unhalt- denersatzforderungen bedeuten eine demonstta- barer. Ein Ende mit Schrecken, ober ein tive Abkehr von den Versailler Methoden und Schrecken ohne Ende? so müßte sich auch werden in einer Sphäre von Vertrauen und Freundschaft erfüllt. Die gefühlvolle Geste, mtt der die Reichsregierung den Präsidenten Harbing bitten läßt, die zur Schlichtung etwa­iger Meinungsverschiedenheiten vorgesehene Persönlichkeit aus dem amerikanischen Volle selbst auszuwählen, wird schwerlich irgend ein deutsches Interesse gefährden. Wir suchen den Gedanken des Rechtes und der Ge- rechttgkett nicht nur in unseren eigenen Reihen, sondern gerade auch in der großzügigen amerikanischen Ration. Diese wird den freund­lichen Worten ihres sympathischen Berliner

,«8 Mies Blatt (72. zahrgang samiag, 12. August 1922

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