Ausgabe 
12.6.1922
 
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m den Kolonien und Protektoraten befinden. I des Beamtenstreikes, wer ftreire gebe das De- Die nn(f> in Frankreich zurückaebaltenen 28 russbeamtentum auf. Für Deutschland fct es not- KäÄfJwj. Ä.V'Ä'äSÄWS: Regierung namentlich bekannt und Gegenstand sationssraaen. Es entspann sich nun eine sehr

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pmgenen kerne werteren bk ^.riegsverl'ccer. Der Redner fommi auf d.n ngenen in Frankreich aber | Streit zu sprechen und erfrört sich als Gegner

die A n t w v r t seiner vom 1. Juni datierte Me- betrefsend die Haager

London datierte Havas-

Starkenburg und Nheinhesien.

* Darmstadt, 10. Juni. Schwer

lag dem Quai d'Orsay Regierung auf das morandum Poincares Konferenz.

Eine weitere aus

Englands Antwort auf das französische Memorandum.

Paris, 12. Juni. IWTD.) Der englische Botschafter übergab laut Havas gestern vormii-

Aus dem Reiche.

Die Dergarbeiterverbande gegen daS Abkommen. Bochum, 12. Juni. (WTB.) Die

bände hat das Abkommen der Verbands- vorstände mit dem Zechenverband ab gelehnt. Das Abkommen sah eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 25 Mk. vor. davon 15 Mk. aus Kohleirpreiserhöhung und 10 Mk. aus dem Mehrerlös der Förderung durch Lleberstun- den. ES sollten vier Stunden Mehrarbeit in der Woche geleistet werden. Die Vorstände der Gewerkschaften empfahlen die Annahme des Vorschlags. 3n den Verhandlungen, die fünf Stunden dauerten, sprachen sich Vertreter aller Organisationen gegen das Abkommen aus, das mit 340 gegen 98 Stimmen verworfen wurde. Die Verbandsführer wollen neue Verhandlun­gen mit dem Zechenverband anknüpfen.

ätionäf ragen. Es entspann sich nun eine sehr lebhafte Geschäftsordnungsaussprache, und es tarn zu sehr heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Rednern Stephan und Althaus, so

schädigt wurde der hier in der Alexander- trahe wohnende Leiter des Volksschauspiels Werner. Er hatte einen jungen Schauspieler. Sohn eines hiesigen Beamten, der sich aus- bilden lassen wollte, bei sich aufgenommen. Als Werner gestern mittag von einem Ausgang zurückkam, war sein in der Wohnung zurück­gebliebener Schüler mit 1400 Mark Bargeld. 6 Anzügen, Wäschestücken aller Art, einem Damenpelz, einer goldenen Lorgnette und einem Koffer verschwunden. Der Wert der gestohlenen Gegenstände beträgt über 100 000 Mark. Der Bestohlene ist in seinem Unternehmen schwer geschädigt. Bis jetzt hat man von dem Dieb feine Spur.

fpd. Reu-Isenburg. 11. Juni. Eine hier von der Oberförsterei angesehte Holzverstei- gerung muhte von dem Forst rat ab­gebrochen werden, da eine Heine Gruppe von Personen, unter Führung eines kom­munistischen Landtagsabgeordneten nicht duldete, daß alle Anwesenden mitboten- Dann zogen die Leute vor das Rathaus und veranlahten den Bürgermeister zu einer Reise nd3> Darmstadt, um hier eine Verbilligung des Holzes zu erwirken.

wd. Mainz, 11. Juni. Am Freitag nach­mittag war im Hauptbahnhvf Mainz ein in Bischofsheim stationierter marokkanischer S o l d a t in den Darmstädter Schnellzug cingeftic-

ihrer dauernden Fürsorge. Sie stehen mit ihren Angehörigen in dauernder Verbindung.

Kreis Friedvertz.

L: Butzbach, 10. Juni. 3n dem nahen. Taunusdorf Espa wurde ein Gedächtnis- Hain mit Gefallenem-Denkmalein- geweiht, das nach den Planen des Architek­ten Lippert- Butzbach hergestellt wvrden ist. Auch Fauerbach am Hausberg hat den Beschluß gefaßt, ein Denkmal für die Gefallenen zu errichten. Es soll an der Kirche aufgestellt werden. Unser dies- ähriger Zugendfeiertag ist auf den 18. Juni festgelegt. Er soll gemeinschaftlich mit den Schulen Friedbergs und Bad-Rau- heims gefeiert werden. Durch die Hauptrede res Studienrats Dr. Weckerling-Fried- rerg, der im Auftrage des Landesamts für Bildungswesen handelt, soll das Zugendfest zugleich zu einer machtvollen Kundgebung für das Deutschtum im Ausland werden. Gesang­liche und turnerische Darbietungen, Tanz, Spiel und Reigen sind vorgesehen.

Z'. Hausen bei Butzbach, 11. Zunr. Lin­er Bürgermeister Johannes Haus er, der im Alter von 54 Zähren starb, wurde heute un­ter zahlreicher Beteiligung b e e r d i g t. 2üid>' Vertreter des Kreisamts Friedberg und zaU- reiche Bürgermeister des Kreises Friedberg gaben ihm das letzte Geleite.

Zuni hier abgehaltene Revicrkonfe- renz der vier Bergarbeiterver-

gen. Bei der Durchfahrt in Bischofsheim, merkte ei sein Versehen, sprang aus dem in voller Fahrtbefindlichen Zug und blieb betou&t- los liegen. Der Verunglückte wurde lebens­gefährlich verletzt in das Militärspital Mainz verbracht.

Heffen-Naffarr.

wd. Frankfurt a. M., 10. Zuni. D« Magistrat hat dem Entwurf eines Orts- statuts über die Heranziehung der Arbeitgeber zu Beiträge^ für de» Wohnungsbau.zugestimmt. Hiernach sollen zu , den Ausgaben, die die Stadt für den Bau von Kleinwohnungen auswendet, die Arbeitgeber, die im Gemeindebezirk Frankfurt a_ M. mehr als 20 Arbeitnehmer beschäftigen, und denen ein wirt schriftlicher Vorteil dadurch entsteht, daß durch die geplanten Wohnungen einer unter den Arbeit­nehmern der Arbeitgeber hervorgetretene Woh­nungsnot gemildert oder einer drohenden Woh­nungsnot vorgebeugt wird, Beiträge an die Stadt leisten. Sofern unb soweit Arbeitgeber nach dem 1. öanuar 1919 und bis zum Erlaß eines Ver­teilungsplanes bereits selbst zum Bauen von Woh" nungen für ihre Arbeitnehmer aus eigenen Mit- teln im angemessenen Verhältnis zur Zahl ihrer Arbeitnehmer beigetragen haben, um eine Milde­rung der Wohnungsnot herbeizuführen, sollen sie von den Beiträgen befreit bleiben.

fpd. Höchst a. W., 11. Zuni. Dre Siebe, die vor einigen Tagen aus der katholischen Ki^e des Rachbarortes Sossenheim mehrere heilige Ge- sähe raubten, wurden in den Personen zweier junger- Burschen aus Sossenheim e r m i 11 e l t und verhaftet.

Hochschulnachrichten.

Frankfurt a. M., 9. Zuni. Sie Akt« Adelphia, der Alte-Herren-Derband der G i & stener Adelphia, hielt am Dienstag ihre alljährliche Pfingfltagung ab. Den Vorsitz führte Obcrfiubicnbircttor Kissinger (Darmstadt), bet warmherzige Förderer der Adelphenbestre- fcungen Die Verhandlungen bewegten sich auf hoher Warte, waren von vaterländischem Geiste durchdrungen und erledigten eine Fülle sachlich fördernder Fragen. Besonders beachtenswert waren die Ausführungen von Oberlandesgerichts-' 1

| rat Schilling TrYgvphpruS, öaubge*

Blutiger Zusammenstoß in Königsberg.

Königsberg i. Pr., 11. Zuni. WTB.) Heute mittag tarn es bei Gelegenheit einer links- ladikalen ®cg2nb?monfkation gegen ei re Kund­gebung, welche die Krieger- und Militärvereine aus den Bezirken Königsberg und Gumbinne-» die Studentenschaft und zahlreiche andere OEäimei- und Freuenvercine auf dem Devauec Platz zu Ehren Hindenburgs veranstalteten, zu einem Zusammenstoß zwischen einer Abteilung Reichswehr und Kommu­nisten. Ein Trupp Kommunisten hatte die poli­zeiliche Abspenungslinie am Königstor durch­brochen und trat in der Richtung nach dem De- vauer Platz gezogen. Bei den letzten Häusern von Kalthof wurden die Kommunisten von de'- Schutzpolizei am weiteren Vordringen am S° Caner Platz behindert. Auf Aufforderung des Führers traten sie den Rückzug nach der Stad', an. Hierbei tarn es zu dem erwähnten Zusammen- ioß, bei dem fünf Personen verletzt wurden, dar­unter eine tödlich.

Königsberg i. Pr., 11. Zunr <WTB.) Das Wehrkreiskommando teilt mit: Ber dem An­marsch der Truppen des Standorts Königsberg zur militärischen Parade vvrHinben- b d rg auf dem Kaser neu Hof der Pionierknseme wurden auf den mit dem Polizeip' äsidenten ver­einbarten beiden Anmarschstraden die Truppen und einzelne Offiziere und Mannschaften von linlsrudikalen Teilnehmern der gegen den Feld- gottesdünst der Äriegerbereine usw. eus dem Sebou er Platz einberufenen Gegend einonst ratton gröblichst beleidigt und tätlich an­gegriffen. Ein starker plairmäfiger AngrU, richtete sich gegen die zweite Abteilung des Ar­tillerieregiments 1 in der Königsallee, offenbar mit der 2lbsicht, die Truppen zu entwaffnen. 3n dem Handgemenge wehrte sich jeder, wo er -an­gegriffen wurde, teils mit dem Kolben, teils mit dem cnifgepflanzten Seitengewehr und ein» zelne besonders Bedrängte mit der Schuhwaffe. Es wurden etwa 15 Schuß abgegeben. Erst nach Gebrauch der Schußwaffen stoben die S em diu tränten auseinander. Rach Mitteilung der Po­lizei wurde eine Zivilperson getötet und vier Demonstranten durch Oberschenkelschuß verwundet Der Rückmarsch der Truppen von Der Par ad: vollzog sich reibungslos.

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Kreis Büdingen.

nd. R i d d a, 10. Zuni. Während des Krieges maßten von der hiesigen evangelischen Kirche zwei Glocken abgeliefert werden. Um dre Mittel zur Anschaffung neuer Glocken zu ge­winnen, wurde im ganzen Kirchspiel eine Samm­lung von Beiträgen vorgenommen, die etwas mehr als 50 000 Mark ergab. Zu einem Denkmal für die Gefallenen im Welt­kriege fand vor einiger Zeit eine Geldsammlung statt, die in Ridda 30 000 Mark einbrachte.

nd. Unter-Schmitten, 9. Zuni. Ge­stern fand hier unter sehr großer Beteiligung die Beerdigung des beim Baden in Gedern ertrunkenen K-^usrnarais Karl Vor heul aus Frankfurt a. M. statt. Der 20 Zahre alle, sehr .tüchtige junge Mann war auf einer Wanderung mit einer Gruppe des 'Dartdurgvereins begriffen, als ihn der Tod plötzlich ereilte. Seine Mutter weilte hier bet ihren Ellern während der Pftngst- feiertage und wollte mit ihrem Sohne von hier die Rückreise gemeinsam an treten. Statt des! en musste sie ihn hier nun zur ewigen Ruhe be­statten lassen. Ergreifende Ansprachen hielten am Grabe Pfarrer Schrenk von der Mallhäusge-- meinde und der Gruppenführer des Wartburg­vereins, beide aus Frankfurt a. M. Etwa 70 Mitglieder des Vereins gaben dem Verunglückten das letzte Geleit

daß fast die Fortführung der Versannnlung in Frage gestellt schien. Schließlich kam die Aus- s-rache zustande. Verschiedene Redner waren von >cn Ausführungen des Dr. Glaß nicht befriedigt, ie vermißten den Pflichtbeitrag für die im Eisen­bahnerstreik entlassenen und gemaßregelten Füh­rer. Dem Teamtenbund fehle die gewerkschaftliche Schulung, er pendele hin und her ohne ein festes Programm. Ein Redner verlangt Solidarität aller Beamten und die Gründung einer politischen Teamtenpartei. die einen größeren Erfolg er­hoffen lasse. Schließlich wurde dem Referenten Dr. Glaß das Schlußwort erteilt. Don dem zwei­ten Vortrag des AbendsStadtverordnetenwah- len und Beamtenschaft" von Stadtverordneten Simon wurde wegen vorgerückter Stunde Ab­land genommen. Er soll auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung gesetzt werden. Es war längst Mitternacht, als der Vorsitzende die leb­haft verlaufene Versammlung schloß.

Bor nonzen.

Tageskalender für Montag. Rene Aula, "8 Uhr: Brahms-Gedächtnisfeier des Gießener Konzertvereins. Astoria-Lichtfpiele, ab heute:20 000 Meilen unter See". Licht- piÄchaus, Bahnhofstraße, ab heute:Menschen­opfer" undChaplin bei der Feuerwehr".

Aus dem Stadttheaterbureau. Rockmials fei auf das morgige Gastspiel des Bab- Rauheimer Kurtheaters mit dem neuen Lustspiel Scampvlo" (Gasfcnmädel) hingewiesen.

Landkreis Gießen.

Kraftwagen rannte auf der Wetzlarer Strafe gegen einen Baum. Der Wagen würbe vollständig zertrümmert, der Lenker erheblich verletzt.

o G roßen - Linden, 12. Zuni. Gestern nachmittag wurde unter starker Beteiligung auch aus der Umgegend ein Gedenkstein für die Krieger unserer Gemeinde feierlich eingeweiht. Er steht in der Mitte des neu angelegten Ehren- riedhofes und trägt auf seinem Sockel die Ramen derer, die fern der Heimat in fremder Erde schlum­mern. Damit ist der allgemeine Wunsch der Hinter­bliebenen in Erfüllung gegangen, inmitten der Gräber der Kameraden auch ein sichtbares Zeichen zu haben, auf dem das Auge ruhen kann. Von der Kirche her bewegte sich unter Glockengeläute ein langer Zug von Vereinen mit ihren Fahnen nach dem Friedhof, voran die älteren Schulmädchen in peißen Kleidern. Die Musik stellte unser Pv- aunenchor. Pfarrer Schultheis hielt eine tief3 durchdachte," markige Weiherede. Bürgermeister Lang übernahm den Gedenkstein, der von einer chonen Anlage umgeben ist, in den besonderen Schutz der. Gemeindeverwaltung. Eindrucksvolle Chöre der GesangvereineHarmonie" undGer­mania" unb des Kirchengesangvereins schufen einen weihevollen Grundtvn für die erhebende Stunde, die mit der Rieberlegimg zahlreicher Kränze schloß.

Hungen, 11. Zuni. Mehrere Ge­witter entluden sich gestern vormittag über unserer Gemarkung und brachten den Fluren den so lange ersehnten, ausgiebigen Regen. Da das Erdreich sehr ausgetrocknet war, ist die Befeuchtung immer noch üngenügend, und für Feld und Garten wäre ein mehrtägiger Regen wünschenswert. 3m benachbarten Langd wurde durch Hagel, den ein Ge­witter im Gefolge hatte, erheblicher Schaden angerichtet. Auch in Wölfersheim und Umgegend wurden die Fluren durch Hagel- schlag sehr beschädigt.

Kreis Lauterbach.

a Maar. 11. Zunr. Altbürgermeister Hermann Weller!., Her 31 Zahre die Ge­schicke unseres Dorfes leitete, ist im hohen Alter von 82 Zähren gestorben. Die ganze Gemeinde nahm an der Beerdigung teil. Namens der Gemeinde legte das Orts- vorstandsmitglied Schwing einen Kranz nie­der. Der Verstorbene war lange Zahre Mit­glied des Kreisausschusses.

Schlitz, 11. Zuni. Der Altveteran von 1870/71, Andreas Rommel, konnte mit seiner Ehefrau das seltene Fest der Golde­nen Hochzeit begehen.

Eratnfeld, 11. Zuni. Einem schlimmen 300jährigen Gedenk­tag hatte unser Dorf dieser Tage, denn im Zuni 1622 wurde das ganze Dorf von Halber- städter Reitern geplündert und angezündet.

Kreis Schotten.

a Ulrichstein, 11. Zuni. Bei dem Bürgermeister von Meiches brach Feuer aus, das die gesamte Hofreite ein» äscherte; auch ein Teil der Gemeindeakten ist verbrannt. Die Feuerwehren aus Köddingen und Helpershain retteten das schwergefährdete Dorf.

Meldung besagt, nach der in der Rote ausgespro­chenen Ansicht der englischen Regierung trägt das französische Memorandum nicht genügend den De- schlüssen von Cannes und Genua Rechnung. Von englischerSeitc tr?rben nach dem Haag, auch zu der Vorkonferenz, die vom 15. bis 25. Zuni stattfinde, n. u r S a ch v e r st ä n d i g e, die sich ad referenbum oussprechen, aber keine diplomatischen Vertreter entsandt. Von den Sowjets die vorherige Zurück­ziehung des finanziellen Memorandums vom II Mai zu verlangen, liegt nach der Ansicht der englischen Regierung keine Veranlassung vor. Diese Bedingungen hätten vor der Einladung Rußlands wach dem Haag gestellt werden müffen. Außerdem würden die Russen das Memorandum wahrschein­lich nicht mehr geltend machen. 3n dem 2. Teil der Rote wird auf Grund der Bedingungen von Ean- nes der Grundsatz ausgestellt, daß dos Privateigen­tum zurückerstattet, anderenfalls zum Gegenstand von tatsächlichen Kompensationen gemacht wer­den müsse. Man dürfe jedoch in dieser Beziehung von Rußland nicht mehr verlangen als von irgend einer anderen Regierung und müsse auch dem Grundsatz, der Souve­ränität Rechnung fragen. Deshalb dürfe man nicht Rußland im voraus ein Programm auf zwingen, wenn man feine unerläßliche Mit- ötrfung haben wolle. Zede politische Frage müsse im. Haag sorgfällig ausgeschältet (Derben. Die englische Regierung verlangt im 3. Teil der Rote eine praktisch: Regelung der russischen Schulden- frage und erflärt es für notwendig, b t c russi­schen Kriegsschulden teilweise her­ab z u s e tz e n. Was die Privatpersonen Ruß­lands zu gewährenden Kredite anbelange, so er­forderten sie Garantien, bei deren Regelung die Regierungen ihre Staatsangehörigen unterstützen könnten. Die englische Rote erklärt schließlich, daß von einer Kapitulation Europas nicht die Rede fein könne, denn die Staatsmänner, die bei der Wiederherstellung Rußlands zusarnmenwirken, seien durchaus imstande, ihre Interessen zu ver­teidigen.

Die letzten Kriegsgefangenen in Frankreich.

Berlin, 10. Zunr. (WTB.) Durch die immer wieder austauchenden Gerüchte über die

ßanbwirttoaft.

rm. Darmstadt, 12. Zuni. Die hessi­sch en iand wirtschaftlichen Genoss en- schäften hielten, gestern unter Vorsitz von Bür­germeister L 5 s ch - Waldülversheim ihren 5 8. Verba ndstaa in Anwesenheit von Regie- ruugs- und städtischen Vertretern usw. ab. Der im Druck vorliegende von Direktor Berg zc'- gänzte Bericht ergab die dauernde Weiterent­wicklung des Genossenschaftswesens, hebt aber die starke Belastung durch die Steuern und dre großen. Rachteile infolge der Beseitigung des hcimnisses hervor und verlangt dre Aufhebmrg ber Anzeigepflicht und der Kundenllsten. Ein entsprechender Antrag wird angenommen. Ge­neralsekretär C&renntng vorn Rerchsverbarw in Berlin bringt Vorschläge zu weiterem Aus­bau verlangt Stärkung des eigenem und verstärkte geschäftliche und genossenschasiliche Ausbildung. Gegen die Doppelbes'euQung ter -Dinzer und der Molkereigenossenschaften wird Einspruch erhoben. Der Leiter der landDirtschast- lich'.n Beratungsstelle macht erngehendeDvrschläge zur intensiveren Bewirtschaftung. Der Dorios soll im Druck erscheinen. 3n der nächsten Zett sicht die Vermehrung der Saatkartoffelbaustellsr beror so baß man von Rorbdeutschland unab- hängia wirb Die Erhöhung derDerbandsbekträge sowie des Beitrages zur Zeitschrift wird ge- nefrmiat Der vermehrte Gebrauch von Dorr-^ streu wird W empfohlen.

angebliche Zurückhaltung deutscher Krieg s^-^an g e n e r in Frankreich und dM starrzöfischen Kvlonien veranlaßt, hat die deutsche Botschaft in Paris erneut eine amt­liche Erklärung hierüber von der fran-

1 zösischen Regierung erbeten. Ans der französi­schen Antwort ckeht hervor, daß sich außer den nach Artikel 218)und 219 des 'Versailler Der- ; träges wegen Vergehen zurückgehaltenen deut­schen Kriegsgefangenen keine w eN eren

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Aus Stadt und Land.

Gießen, den 12. Zuni 1922.

Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 7. Zuni der Prwatdozent an der Landesuniversität Dr. Paul Willy Siegel zu G t e ß e n zum außerplanmäßigen außerordent­lichen Professor der Geburtshilfe und Gynäkologie an der Landesuniversität Gießen.

** D i e diesjährige ordentliche Mitglieder-Versammlung derGie­ßener Studentenhilfe c. V." fand dieser Tage statt. Der erste Vorsihenbe erstattete Bericht über die Tätigkeit des Vereins, dessen wesentlicher Inhalt aus der Rr. 131 des Gießener Anzeigers zu entnehmen ist. Aus dem Kassenbericht ergab sich, baß bie finanzielle Lage namentlich durch Spen­den aus Amerika, aus der Schweiz und durch staat­liche Zuweisungen sich zwar günstiger gestaltet hat, als im Voranschlag vorgesehen, daß aber an­gesichts der ungeheueren Teuerung doch noch große Mittel aufgebracht werden müssen, um die Arbei­ten erfolgreich fortzuführen. An Stelle ausschei­dender Ausschußmitglieder wurden Kommerzien­rat Roll und Bros. Dr. Lenz gewählt: im übrigen wurden bk seitherigen Ausschußmitglie­der bestätigt. Äls Reinertrag des Konzertes, das Fräulein Zda Stammler mit ihren Schüle­rinnen in der Reuen Aula zu Gunsten der Studen­tenhilfe veranstallete, wurden 1500 Mk. abgeführt.

** Eine allgemeine Beamtenver­sammlung fand am Samstagabend auf Ein­ladung des Deutschen Beamtenbundes.Ortsgrupp2 Gießen, im Katholischen Vereinshause statt. Der Besuch ipar nicht besonders stark, obwohl der Bnndesdirektor R e m m e r s aus Berlin als Red­ner angefagt war. Wie der Vorsitzende M o h r in feiner Eröffnungsrede mitteilte, hatte Herr R e m in e r s telegraphisch abgesagt. Dafür hielt Dr. Glaß-Darmstadt einen Vortrag überDie Beamtenschaft und der Deutsche Deamtenbund". Er gab zunächst ein Stimmungsbild über den Bundestag m Berlin, ber durch den Streik ber Eisenbahner veranlaßt war. Der Beamtenbund wurde in Berlin auf eine neue Grundlage gestellt. Große Ausgaben Jelcn zu erfüllen. Mit dem furchtbaren Anfchwellen der Teuerung halte bas Einkommen nicht Schritt, bie Zulagen kämen im­mer erst, wenn sie schon längst überholt seien. Sv flänbe man jetzt wieder vor einer Ge^llts- regulicrung. Der Bund strebe die automatische Anpassung des Gehalles an die Teuerung an. Kein einziger Beamter stehe aus Friedeusbesol- bung, Ziel sei, wieder den Goldlohn der Vor- krügszeit zu erhallen, der gewiß nicht üppig war. Die Beamten seien ebenso wie die Kleinrentner

Die Auffassung in Berlin.

Berlin, 10. Zuni. (WTB.) Die Ber­liner Blätter ergehen sich in Betrachtungen über den Dertagungsbeschluh des Pariser 2In= leiheausschusses und fragen, welche Lage sich für Deutschland ergibt nachdem die Möglichteit einer internationalen Anleihe vorläufig außer Betracht bleibt. Sie stellen sich fast durchweg auf den Standpunkt, daß Deutschland in seiner letzten Rote an die Reparatwnskommissivn seine Zu- gefiänbniffe, besonders in bezug auf die Ein­stellung ber Rotenpresse und die Balanzierung des Etats, nur unter der Voraussetzung machte. daß ihm binnen einer ange­messenen Frist eine ausreichende äußere Anleihe zugebilligt würde. Rach "bem Scheitern der internationalen Anleihe _ seien diese Zugeständnisse jetzt hinfällig geworden, berat nur unter der Voraussetzung der tatsächlichen Bewilligung einer äußeren Anleihe könne D^llfchland seine Zusagen auch wirklich er­füllen. Der 2luftchub der Anleih^>iskussion bedeute also für Deutschland die Fortsetzung der monat- liehen Devisenzahlungen von 50 Millionen Gold­mark, ferner eine neue Markentwertung nach außen und innen, eine neue Zerrüttung des Bubgetgleich- gewichts und schließlich eine neue Inflation.

Die Stimmung in Paris.

Paris, 11. Zuni. (WTB.) Die Mor- geublätter stimmen in der Enttäuschung über den Schluhbericht des internationalen An- leiheausschufses überein.

Das Gutachten der Bankiers, sagt der >12H a 11 n, bestärkt entschieden den deutschen Standpunkt, well dieser den Interessen der in- ternatiOnalen Finanz entspricht. Dagegen bringt das Gutachten den französischen Steuer­zahlern nichts Gutes. Sv setzen wir uns zwar Der Gefahr.des Isolierens aus, aber es ist uns nicht gelungen, die einzige und wirk­lich ernste Wendung der Dinge zu vermeideir, daß nämlich das Sachverständigen-Gutachten der zuständigsten Bankiers der Welt unter dem Vorsitze Belgiens die französische Re- varatrvnspvlitik sabotiert.

DasZ v u r n a l" erklärt, Frankreich trug gestern einen großen moralischen, und Berg­mann einen großen materiellen Sieg davon. Die Bankiers verkündeten feierlichst, daß in der Reparatronsfrage die französischen Inter­essen allem vvrangehen müssen, aber sie ga­ben zu verstehen, daß es im Interesse der Wie­derherstellung des wirtschaftlichen Gleich­gewichtes der Welt klug wäre. Deutsch­land gegenüber eine Politik weit­gehender Mäßigung zu treiben.

DerGaulvis" schreibt: Die Bankiers wünschen höflich zu bleiben, aber sie gaben zu verstehen, daß die Anleihe durch geführt wäre, wenn Frankreich bereit gewesen wäre, sie an­ders als durch das Mikroskop seiner politischen und nationalen Sorgen zu betrachten. Diese oorgen sind indessen gerechtfertigt. In jedem Falle aber stehen wir mehr als je vor der peinlichen Wahl: IsvlierteAktionvder « Verzicht auf das Gaukelbild der völligen Wiederherstrllung.

Klein-Linden, 11. Zuni.