Ausgabe 
11.12.1922
 
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triftiger Frische bat Ehepaar Johann Klein fcnb §rau Margarc-the geb. Komp DdR hier. 3u vor IKeier der lirchlichnt (Sinlegnung Oeä 3ub«l- paoreS. bei der au- dec hiesige gemischt Lh^r mitiDirtle, hatte sich die ganze Gemeinde em-

gesu irden.

Hesfen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. UU 10. Dez. Die dorn Verein Frankfurter Winter­ns t veranstaltete Sammlung hat bis jetzt rund 105MillionenMark ergeben. Unter den ungezählten großen und kleinen Spenden be­finden sich auch viele Beiträge aus dem Aus­lände, namentlich aus Holland. Die Stadt plant die Einführung einer Steuer auf die Benutzung dec Kraft- und Pferde­droschken innerhalb des Stadtgebiets. Fer­ner sollen Pferde-. Hunde-. DeranügungS-, Schanke^laudnL- und Hau^aufwandssteuer er­höht werden.

fpd. Frankfurt a. M., 10. Dez. Zur Bekämpfung der immer größer werdenden Metalldieb st ähle haben die Tercinigten Handelskammern Frankfurt und Hanau die Konzessionierung des Handels m i t A l t m a t e r i a l bei der Regierung be­

antragt.

][ Marburg, 10. Dez. 3n der Rächt zum SamStag wurde in einer hiesigen Villa eingeoro- chen und eine Menge Silber- und Rickel- fachen, wertvolle Decken usw. im Werte von 750 000 Mk. gestohlen. 3n der gestrigen Krelstagssit'N' a wurde mitgeteilt daß die er- H5hte.r ®t! nahmen und Ausgaben der Qllarburgcr Kreisbahn iicfc bis auf »00000 Mk. ausglci» chen. Diese konnten indessen durch die Gewinne bei der Dttricbswerkstätte gedeckt werden, so daß die befürchtete Stillegung dieses wichtigen Verkehrsmittels nicht einzutreten braucht. Es wurde bedauerr, das) man nicht schon lange den projektierten Anschluß der Dahn an das ober- hessische Dahnnetz durchgcsuhrt hat.

Gieszcner Strafkammer.

Gießen, 8. Drz.

lieber den Landwirt und Türgermeister H. K. von MerkenfriN war bei seinem vorgesetzten KoeiSarnt Beschwerde geführt worden, weil er in seinem Amt zwei Frauen unsittliche Anträge gestellt habe. Als das Kreisamt der Sach: nach- ging, um zu prüfen, ob ein Disziplinarverfahren einzuleiten sei, eiV.-elt es ein mit den Ramen der beiden Frau«) unterschriebenes Zeugnis, in dem für den Dürgermcif e eine glänzende Ehren­erklärung abgegeben würbe Die eine der Unter- fch iften war echt, die anbcie rührte, wie sich iiachträglich hTrausstellte, von dem Be'chuldigten selbst her. Er gab dies, wenn auch nicht sofort, zu, behauptete aber, im Einverständnis mit der Frau und kraft ihres ausdrücklichm Auftrags gchandelt zu haben. Rach der be.'iblgten, durch­aus glaubhaften Aussage der Frau war dies umpabr; der Bürgermeister batte ihr wohl jju- gemutet, ihren Ramen unter das von ihm selbst geschriebene Seugnid zu sehen, sie hatte aber ab-

Gietzener Konzertverein.

Max Strub (Dresden): Violine, Hermann Drews (Stuttgart): Klavier.

Gießen. 10. Dez.

Die in ausgezeichneter Schule herangereiften und von höchstem Ernst erfüllten jugendlichen Künstler haben es vermocht, mit ihrem anstrengen­den, aber geschickt aufgebauten Programm das Interesse der Hörer in immer steigendem Maße zu fesseln. Auf Regers weilschichtige C-OTtoU- Sonate op. 139 folgtenDeutsche Reigen und Ro­manzen" seines Schülers Joseph Haas, für Klavier: darauf die erste der drei Solo-Vtolin- fonaten von Dach und Mozarts liebliche zweite 6-Dur-Sonate. Der sehr lebhafte Beifall führte zu einer Zugabe: Rondino von Beethoven, bearbei­tet von Kreisler. Der Delfall war wohlverdient. Das Spiel des Geigers ist von vorzüglicher Rein­heit und Klangschönheit, wenn auch im Ansetzen und Durchhalten des Tones noch nicht stets ganz frei. Die Bewältigung der gewaltigen Tonfülle in Dachs Solo-Sonate, insbesondere Der yochgeturm- ten Aufgaben im doppelgriffigen Spiel, war eine hinreißende Leistung. Der knapp gefaßte Schlußsatz liehe sich vielleicht durch audgearbeitetere Phrasie­rung noch packender gestalten. Ein Mehr an rhythmischer Strenge im Passagenspiel würde auch bei Reger und Mozart auf die Anforderungen an tn Rachgeben des Pianisten mäßigend gewirkt haben. Dessen Spiel zeichnete sich neben großem Ausdrucksrcichtum durch ein staunenswertes Kön­nen im Vianissimo aus. Was auf diesem Gebiete in dem huschenden Scherzo der Reger-Sonate ge<

gelehnt, da der Inhalt Der Wahrheit keineswegs entsprach, und hatte ihm auch nicht ertaubt, Di? Unterschrift selbst zu vollste, e l Wegen Fäl­schung einer rechtser e lichen Privaluckunde er­hielt der Angeklagte eine Gefängnisstrafe vonzwei Wochen.

Wegen nüdernatürlicher Unzucht mit einem Knaben, begangen in zwei gäKt-i, erhielt ein noch jugendli-cher Landwirt von Grünbeerg sine Gesamtgefängnis strafe von einem Monat Don einer ivriteien Anklage wegen Gittllchkritsverbrechens uxirte er siri-gesprochen. Ais Sachverständiger über seiner Geisteszustand tpurbe Amtsarzt Dr. Schüppert vernommen. Die Verhandlung erfolgte hinter verschldssenen Türen.

Hochschulnachrichten

Berlin, 9 Dez. (Wolff.) DieT 3- am Mittag" meldet, daß die vom Reich Znnnlsterium des Innern cinberufene Kommission für öj« Reuregelung der ärztlichen P r ü - fungsordnung und des medizinischen Stu­diums beschloß, daß der Universttätru iternicht auf 12 Semester verlängert werden soll. Rach bestandener Staatsprüfung ist ein prak­tisches Gabt- notwendig. Ein Examen soll am Schluß des praktischen 3abve8 nicht angestellt werden. Das Roichsministerium De 3 Innern er­läßt lediglich Aussichr-ungSbestimmungen über d.e zweckmäßige Durchführung des praktischen Jahres.

Kirche und Schule.

* L i ch, 9. Sex. Die katholische Kirchen­gemeinde muhte von der Beschaffung einer Glocke für die Kirche vorläufig Abstand nehmen, da die mit der Lieferung beauftragte Firma Ulrich in Apolda eine Rlehrzahtung ver­langte, die nach her Ansicht des Kirchritvorstandes nicht aufgebracht werden kann. Die bisher ge­gebenen Spenden für die Glocke sind als Glocken­fonds der katholischen Kirche Lich bis aus. bessere Zeiten in der Spar- und Darlehnskasse hinterlegt worden.

Landwirtschaft.

Die Maul- pnd Klauenseuche.

Friedberg, 9. Dez Hier ist die M a u l- undKlauenseucheau ge rocken Sperrgebiet ist die Bahnhofstraße, die Große und die Kleine Klostergasse, Auguitinergasse, Engelsgassc und Schulstraße. Der übrige Teil der Stadt ist Deob- achtungsgebiet.

Vermischtes.

Die geistige Rot.

Berlin. 10. Dez. Wie die..Bossische Zeitung" berichtet, hat der Bibliotheksverein Beuchen beschlossen, aus Mangel an Geldmit­teln die Volksbücherei vom 1. Januar ab zu schließen.

Schneestürme.

Plauen, P. Dez. (WTD.) Der gestrige Sturm richtete in den Stadtwaldungen groß e

geben wurde, erinnerte unmittelbar an Walter Giesekmgs fabelhafte Kunst im Vorjahre.

Regers Sonate kam dank der restlosen Hingabe der Künstler zu er greifendem Ausdruck. Die Regersche Kunst befreit nicht und will nicht be­freien; sieleibet unter dem Geben und ist darin das vollkommene Abbild ihres Schöpfers" (Max Hehemann). Dieses Leiden aber zu sagen, war ihm gegeben, und in der OMoll-Eonate sagt er es als ein Abgeklärter. Der Gemeinde seiner Verehrer wird die heutige Wiedergabe ein Erlebnis ge­wesen fein. Eigentümlich wirkte darauf die Reigonsammlung feines Schulers HaaS. Es war, als solle alle Ich-Desesfenheit und übersteigerte Geistigkeit deS Gegenwartsmenschen abgeschüttelt werden in einer jähen Umkehr zu schlichtem Auf­nehmen des Rächstgegebencn. Im ersten Teile des Werke- herrscht eine Anspruchslosigkeit und fröh­liche Einfachheit, auf die man unter den Modernen am allerwenigsten gefaßt ist. Weiterhin besinnt sich zwar der Schaffende eine Weile auf die Welt oer Problematik, aus der er gekommen; aber zum Schlüsse beläßt er ed in abermaliger energischer Wendung bei dem Bekenntnis zum neu entdeckten Alten. Für die Vermittlung dieser interessanten Komposition gebührt dem Pianisten besonderer Dank. Freilich hätte man ihm ein noch eindrucks­volleres sollstisches Herausstellen seines bedeuten­den Könnens wunschrn mögen. In der Mozart- Sonate hätte ein Ausrichten der kleinen Stütze deS Flügels den Geigenton schwerlich beeinträchtigt und daS vortreffliche Spiel deS Pianisten weniger bedeckt klingen lassen; und die Zugabe unterstrich vollends lediglich die in der Dachschen Sonate be­reits voll bewahrte Kunst deS Geigers. R. H.

Verwüstungen an Tausende starker Bäume tru den entwurzelt. Starke Schn c e f ä 11 e ver­ursachten in beratene wi? im Erzgebirge Ver­kehrsstörungen. Mehrere Eisenbahn­linien mußten den Betrieb e i n ft e 11 e n.

Berlin, 10 Dez. Im sächsischen Erz­gebirge sind so starke Schneefälle ein­getreten, daß manche Orte völlig ein- geschneit sind. In dein Dergstädtchm Atten­berg sind bei den meisten Häusern die unteren Stockwerke im Schnee uergraoen. Auch im Riesengebirge gab es heftige Schnee­fälle. 3.x den Geiurgsorten liegt der Schnee einen Meter hoch, auf dein Kamm sogar 2 bis 3 Meter Viele 2clepbonlcitungeii sind völlig zer- ftftrt, auch der Eisenbahnverkehr ist stark in Mit­leidenschaft gezogen.

Raubüberfall eines 18jährigsn Schülers.

Berlin, 9. Dez. Heute vormittag über­fiel in der Brunnenstraße ein 1 8 j ä b r i g e r Schüler eine Verkäuferin, die 200 000 Mk. von dem Postscheckamt abgehoben hatte. Er stach ihr mit einem Messer in den Rücken, entriß ihr daS Geld und entfloh. Auf die Hilferufe der äckebersallenen herdeigreilte Passanten verfolgten dest Räuber und ergriffen ihn Sie schlugen so­lange auf ihn ein, bis er bewußtlos zusarnmen- biach. Der Räuber und sein Opfer wurden nach dem Krankenhaus gebracht.

Flugverkehr LondonBudapest.

Budapest, 9. Dez. (WTD.) Der Verhand­lungen betreffend den Flugverkehr Lon­don Dudapest sind Aum Abschluß gelangt. Die Haupt inie wird über Druffel und B e r l in nach Dudape > |ünen Die Strecke fall binnen 12 Stu »den zu üdg.Lgt > erden Es ist beabsichtigt, die Post- und Personenbeförderung durch die Lust von Budapest aus teils nach Warschau, teils nach Konstantinopel, Bagdad und Indien aus­zubauen.

* Ein Riesen st audamm In Süd­afrika. Der Staudamm im Baal-Fluh in Südafrika, der als eine der größten Ingenieur­taten dieser Art gelten muß, ist nun nach mehr als sechsjähriger Arbeit vollendet. Die Pum­pen, die jetzt fertiggestellt sind, werden im­stande sein, täglich 6 Millionen Gallonen Wasser, also mehr als 220 000 Hektoliter, etwa 80 Fuß emporzuheben und auf diese Weise Iohannisburg mit reichlichen Mengen reinen Wassers zu versorgen.

* Der Aetna und Stromboli in Tätigkeit. Die Einwohner von Sizilien sind in großer Aufregung, weil der Aetna und der nicht wett entfernt auf einer Insel gelegene Stromboli sich wieder in heftiger Tätigkeit befinden. Beim Aetna ist nur ein Teil des Kra­ters im Ausbruch. Während der Mittelkra­ter sich in Ruhe befindet und sein Boden mit einigen Fuß hohen Schnees bedeckt ist. hat der nordöstliche Krater einen Eruptivlegel von etwa 60 Fuß Höhe, und aus seinem weih- glühenden Innern wird Lava bis zu einer Höhe von mehr als 600 Fuß unter furcht­barem Donnergrollen herausgeschleudert, während dunkelgrüne Rauchwolken über dem Gipfel schweben. Der Ausbruch des Strom­boli war von einem starken Erdbeben auf der Insel begleitet, so dah die Bewohner auf die Schiffe stürzten und unter Mitnahme ihrer Wertsachen und der Heiligenbilder aus den Kirchen aufs hohe Meer hinausfubren. Der Erdstoß war so heftig, dah er an der ganzen Rordküste von Sizilien gespürt wurde, und auch dort haben die Bewohner ihre Häuser verlassen und kampieren in Erwartung eines Erdbebens auf den Feldern.

Sandel.

Berlin, 9 Dez. Börsen st immungS- blld Die Hoffnungen auf ein ersprießliches Er­gebnis der Londoner Konferenz waren heute wesentlich herabgestimmt und in Rückwirkung hier­von zogen die Devisenkurse namhaft an. Der Dollar frleg von 8100 auf 8350 bei vermehrter Rachfrage.

Märkte.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 9. Dez. Am Produktenmarkt lagen wegen der Festigkeit des Devisenmarktes höhere Prclssorderungen der Provinz vor. Zu Umsätzen kam es aber nur wenig, xumat auch die drahtlichen Lritungsstörungen noch nicht wieder behoben waren. Für Weizen bestand wegen des schwierigen Mehlgeschäftes nur geringe Kauflust. Rur spätere Lieferung fand Ad.iehmer, doch waren die Forderungen hierfür meist zu hoch. Aetzn- liche Verhältnisse herrschten im Roggengeschäft.

Die Disposition über ringetroffene Ware ge­staltete fli) schwierig, Gerste wurde viel gegen Roggen für Umlage getauscht. Haser blieb im allgemeinen unverändert. MaiS beteiligte sich bei vermehrter Rach'rage Auch Hülsenfrüchte und Futteiartikel zeigten eine bessere Haltung. Weizen, marlilchm 15 30013 600 Mk. (ruhig), Roggen, märlich.n 13 63013 7 00 Mk (elwaS feftei). Sommergerste 12 63313 200 Mk, sch'.e- Hieb? 12 00312 500 Mk (ruhig), Haler, märkischen 13 00013 400 Mk.. pommerschen 12 630-12 903 Mark (ruhig). MaiS, La Plata, loco Berlin 15 200 biS 15 403 Mk. (etwas fester), Weizenmehl (100 Kg ) 41 00046 000 Mk. (ruhig). Roggenmehl 36 000-39 000 Mk. (ruhig), Weizenkleie 8.00 bis 8200 Mk. (etwas fester), Roggenkleie 8300 biS 8200 Mk. (etwas ruhiger), Raps 24 000-25 000 Mark (behauptet), Leinsaat 28 00031 000 Mk. (behauptet), Vittoriaerbsen 29 00030 000 Mk., kleine Erbsen 25 003-26 000 Mk.. Peluschken 16 500 bis 17 500 Mk., Ackerbohnen 16 00317 003 Mk., Lupinen, blau 17 03318 030 Mk, gelb 21000 bis 23 000 Mk., Sercterila. alt 34 000- 43 030 Mk., Rapsiuchn 93009500 Mk.. Trockensch.ritzel 6100 biS 6303 Mk Otiubfutter: Weizen- unD Roggen­stroh, brabtgeb. ö2006500 Mk , Haserstroh, draht- gepreßt 6200 6500 Mk., Langstroh, gebündeltes 56006000 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Dormahd 53035600 Ml , Rachnahd 5000 bis 5200 Mk (Soweit kein anderes Gewicht ge­nannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kg.)

Büchcrtlsch.

Franz Werner Schmidt: St rind» berg. Verlag Franz Schneider, Berlin SW 11. Auch dieser Dand der SammlungSchielt «rS Dühnenfühver" wird seiner Aufgabe, eine Über­sicht über- Leben und Schaffen des betreffenden Autors zu bieten, voll gerecht.

Erna Grautoff: .Wege ins Dunkle". Deutsch: Verlagsanstalt. (Stuttgart. Mit kraftvollen Strichen zeichnet die Verfasserin in diesen Novellen Menschen die sich durch qc- steigerte Sensibilität selbst auf den Weg deS Un­glück führen.

Fritz Müller: .Hessing". Verlag E. Pechstein. München. - In scharf umrittenen Skizzen spielt sich in diesem Roman eines Lebens der Werdegang eine3 genialen Menschen ab. Man kann das Werk als das Muster einer objektiven und fesselnden Biographie bezeichnen.

Georg Engel:Die Prinzessin und der Heilige. Union Deutsche.Verlags» aesellschast, Stuttgart. - Pommerellen 4m 13. Jahrhundert läßt der Verfasser vor unserem geistigen Auge austauchen. Die äußerst lebendig und spannend geschri.be e Erzählung ist besonders in kulturgeschichtlicher Hinsicht l>ochinleressant.

Alfred Graf:Von der Minne Heber la st". VerlagDer Bund", Rürnlerg. Ein Vild aus dem Klosterleben, das von der religiösen Ekstase einer Rönne Kunde gibt.

Rudolf Heu bner:Die Flam­bergs". Verlag L. Staackmamr, Leipzig. Die Qhifgabe der Familie zur Ausbildung der Persönlichkeit crird h'.er an einer selbstbewußten Srauengeftalt gezeigt. Das Buch ist ein Zeugnis dafür, daß das Schicksal des ganzen Volkes Ira Schoße der Familie liegt.

HanS Ianssvn:Der WaldsPrin- ger". El-Franzis-Verlag, Düsseldorf. Die Kraftgestalten der Urväterzeit webdeir In diesem Roman lebendig. Degenülec dem dekadenten- mertum seht sich das moralisch starke ©ermaren- tum durch Das fesselnde Werk ist ein Mahnruf für unsere heutige Zeit.

Die Wirtschaftskurve. Frankfurter Societäts-Druckerei, Frankfurt a. M. Das 4. Heft (November 1922) berichtet über die Wirt­schaftslage Ende Oktober. Zahlreiche Kurven und Schaubilder dienen zur Erläuterung und Veran­schaulichung.

DieVerdammten, Roman von Frank Thieß. (Verlag I. EngethomS Rachf. in Stutt­gart.) Frank Thieß gibt das monumentale Roman-Epos eines versunkener Lande-. Das Leben auf den baltischen Schlössern, die heule, zerstört oder enteignet, nur noch stumme Zeugen einer großen Kultur slnd^ wird in diesem Duche noch einmal In frischen Bildern sestge^Zalten. Die Handlung schürzt sich au3 heiteren Anfängen langsam und fast unmerklich zu einer unblutigen Tragödie von erschütternder Kraft.

Die Woge. Don Hans Bötticher (Joachim Ringelnah). Marine-Kriegsgeschich.en. (Verlag von Albert Sangen in München.) Dieses Buch des unter dem Pseudonym Joachim Ringelnah weithin bekannt geworderen Autors wird trotz aller Abneigung, die heule gegen Kriegsgeschichten herrscht, mit Freude begrüßt und dankbar gelesen werden. Denn was Hans Bötticher in seinen zwölf Rovelter erAählt, ist mit echtem Dichterherzen erlebte Wirklichkeit unb fern von dem sentimentalen Kitsch der in der legenannten Kriegsliteratur gang und gäbe war.

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