Ausgabe 
11.10.1922
 
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Dollarwährung und erregen mit bte» fern Gebähten die Unzufriedenheit der Einkäufer, teilweise kam es zu sehr unliebsamen Auftrttten. Soweit sich schon heute übersehen läßt, kann Las diesjährig'- Herbstmessegeschäft als ein durch­aus zufriedenstellendes angesehen werden 2he Frage bleibt allerdings offen, ob die Fabriken und Grossisten die ihnen abgekaufte Ware über­haupt liefern Eimen. Wie uns versichert wird, jollen sich allerdings in Frankfurt noch cmher- ordentlich grobe Lager von Textilwaren beftn» Den, die selbst die bedeutendsten 2lnsprüche befrie- digen dürsten

Kirche und Schule.

U Ullendorf a d Lahn, 9. Oft Unter befriedigender Teilnahme der Gemeinde hielt gestern daS Dekanat Gieheu sein (Zähre s- fest für Innere Mission in der hiesigen Kirche ab Der Ortsgeistliche, Pfarrer Schul­theis von Grohen-Linden, versah den Altar­dienst, während Pfarrer Hartmann auS Allen- Vuseck die Festpredigt hielt. Im Anschluß an 3afo&u6 V, Vers 1920, behandelte er die Aus­gaben und das Arbeitsfeld der Inneren Mission m den 715ten der heutigen Zeit. Pfarrer Groth non Rödgen erstattete 'Bericht über den Stand des Srziehungswesens in den Gemeinden des Dekanats und beklaate den empfindlichen und be­dauerlichen QEangel an geeigneten Pflegestellen für die Aufnahme von Fürsorgezöglingen und gefährdeten Kindern. Er richtete an die Anwesen­den die dringende Mahnung, ihre Häuser für dieses unerläßliche Liebeswerk zu offnen. Mit einem kurzen Schlußwort des Ortsgeistlichen schloß die Feier. Die Kollekte mit 506 Mark wurde dem Oberhessischen Verein für Innere Mission überwiesen

Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhesscn.

TZerhandlung vom 10. Oktober.

Der VereiNigun g deS Bad-Nau- heimer Einzelhandels gab der Schlich- tungSausschuß auf, für September und Oktober die kaufmännischen Angestellten nach den Tarif- gebaltssätzen des Gießener Einzelhandels zu ent­lohnen

Für die selbständigen Weihbinderge­hilfen über 20 Zahre in Gießen schlug er 85 Mk. Stundenlohn ab 7. 10. 22 vor statt bisher, seit dem 30. 9., 70 Mk., und Erhöhung der Löhne der jüngeren Gehilfen und der Hilfsarbeiter im gleichen Verhältnis.

Die Bauxitgruben, die in der Bau xit A.G. in Gießen vereinigt sind, und die Vereinigung hessischer 'Dauxitgruben, Aufbereitungsanlage Münster, sollen vom 9. Oktober 1922 an die Löhne um 25. v. H. erhöhen. Die geforderte Ein­führung von monatlich 3 statt bisher 2 Lohnzah­lungstagen sollen sie bei Besserung der Geld­beschaffung in Aussicht nehmen. Die Entschä­digung der Arbeiter für die Denuhung eigenen Werkzeuges im Jahre 1922 sollen die Gruben am Ende des Zahres mit dem Bergarbeiter- verband neu vereinbaren und vorher abkehrenden Arbeitern 30 Mk. für jedes Vierteljahr zahlen. Die ©treitteile erhielten eine Woche Frist zur Stellungnahme zum Schiedsspruch.

Dem Kraftfahrzeugverkaufsaeschäft Otto Göbel in Gießen gab der Schlichtungsaus­schluß auf, ehren angelernten Arbeiter des Vul­kan isierbetriebes nach dem Tarif der Gießener Metallindustrie zu entlohnen.

Die Kunstkohlefabrik Schank u. Ebe auf dem Windhof bei Heuchelheim hatte einigen Arbeitern den Lohn vorenthalten für Tage, für die der Zeitpunkt der Aufnahme oder der Beendigung der Arbeit nicht durch die Kon- irolluhr auf ihren Karten verzeichnet war. Vach der Arbeitsordnung dienen Die Kontrollkarten als Unterlage für die Berechnung der Arbeits­zeit und des Lckhnes. Die Arbeiter gaben an, die Stempelung der Karten durch die Kontrolluhr vergessen zu haben, und erhoben durch den Mc- tallarbeiterverband Beschwerde beim Schlichlungs- auSschuß gegen den Lohnabzug als eine Strafe, die über das gesetzlich zulässige Maß hmausgehe, in der Arbeitsordnung nicht vorgesckhen sei und nach § 80 Absatz 2 des Detriebsrätegesetzes von der Betriebsleitung gemeinsam mit dem Betriebsrat hätte festgesetzt werden müssen, um gültig zu sein. Die Firma machte geltend, haß eine Unterlassung der Stem­pelung nicht zugelassen werden dürfe, weil sonst Verspätungen vertuscht werden können. Sie be­stritt, daß der Lohnabzug als Strafe aufzufassen fei, und erklärte sich bereit, in einigen Fällen, in denen die Unterlassung der Stempelung offenbar nur ein Versehen und die Einhaltung der Ar­beitszeit anderweit nachgewiesen sei, ausnahms­weise den vorenthaltenen Lohn auszuzahlen. Der Schlichtungsausschuß konnte mit feinen Beweis­mitteln Verspätungen in der Aufnahme der Ar­beit nicht feststellen und entschied, daß die Ein-

Die Herweghs.

Eine rechtsrheinische Geschichte von Liesbet Dill.

11. Fortsetzung. (Vachdruck verboten.)

Grete hatte nicht denersten besten" genom­men. Sie hatte außer ihrem Vüdeshcimer Ver­ehrer drei Anträge aufzuweisen, von einem Amtsrichter, einem Infanterieleutnant und einem 1 Fvrstassessvr Tiber der Amtsrichter hatte einen zu kurzen Hals, der 3 nfanterieleu uiant war rot­blond und temperamentlos und der Assessor alt- katholisch. Die alte Frau Kollin hätte das nicht zugegeben Einen evangelischen, in Gottesnamen, aber einen Abgefallenen! Zesses THaria! Seit Grete jedoch ihrer Schwägerin näher gekommen war bekannt wurde man mit Liane nie, er- tannte sie. daß dieses alles gar keineErlebnisse" waren, auf die sie den Freundinnen gegenüber so stolz gewesen.

Grete hatte stets einen Hang zur Aristokratie gehabt Und diese Neigung vielleicht war sie aus Opposition gegen ihren demokratischen Vater entstanden hatte sie zu den Herweghs hinge- führt Eigentlich hatte ihr der schöne Lutz von jeher imponiert aber der junge Herr schien ander­weitig beansprucht, und so hatte sie sich dem ritter­lichen Ernst zugewandt. Und wahrhaftig, sie hatte es nicht bereut jedenfalls war er der ver­läßlichere. Einen rücksichtsvolleren Gatten konnte lle sich nicht wünschen, er ging auf alle ihre Launen ein und überließ es ihr, sich ihr neues Leben nach Belieben einzurichten.

3n ihrer großen Wohnung, deren Aussicht «nf die belebte Kochbrunnenstrahe ging, konnte

bebaltungen von Lohn hier nicht als Strafe gelten können und die Lohnansprüche auf dem or- oentlichen Rechtsweg geltend gemacht werden müssen.

Hochschulnachrichten.

fpd. Frankfurt a. M, 10. Oft. 3m Alter von 83 Zähren verstarb hier Professor Alex. Riese. Mit ihm scheidet einer der ersten Archäo­logen und Historiker Deutschlands aus dem Leben, der sich vor allem der Erforschung der Römer­zeit in Südwestdeutschland mit reichem Erfolge gewidmet hat Mit Franz Bücheler gab Riese zusammen die Anthologia latina heraus

Landwirtschaft,

Büdingen, 10. Olt. Die Kartoffel­ernte ist in der hiesigen Gegend eine ver­hältnismäßig gute. Die infolge des nassen Wetters befürchtete starke Fäulnis ist nicht wahr­zunehmen.

n Aus dem oberen Wettertal, 8. Ott Die regnerische Witterung, die seit Wochen fast ununterbrochen anhält, hat die Ernte sehr beeinträchtigt. Der Hafer liegt zum großen Teil noch auf den Feldern. Die Kartoffeln beginnen stark $u faulen; sie sind nur schwer aus der verschlammten Erde herauszubringen. Einen Teil des Grummets kann man, da er schon seit langen Wochen auf den Wiesen liegt und wertlos geworden ist, nur noch als Dünger verwenden. Dies ist um so bedauerlicher, als die Heuernte bei uns schlecht ausgefallen ist. Einen fietnen Ersatz bieten die Dickwurzeln, die im allgemeinen gut ausgefallen sind. In einzelnen Gemeinden unserer Gegend ist man aus Futter­mangel zurWeidewirtschast übergegangen.

Aus dem Amtsvcrkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 105 vom 10. Oktober enthält: Gebühren für amtstierärztliche Dienstverrichtungen. Bauaus­sicht durch die Ober-Baufelretäie. Wahlen zum Kreistag. Berteilung von Tierschuhkalen­dern. - Einsendung der Hand- und Tagebuch- auszüge. Bekämpfung des Preiswuchers. Beflug von Wasser aus den Wasserwerken der Gemeinden Allertshausen und Watzenborn-Stein­berg. -- Dienstnachrichten.

Vermischtes.

Immer nvch keine Herausgabe der Goethe- Reliquien.

Der berüchtigte Liquidator der deutschen und österreichischen Ausstellungsgüter in Lyon hat nach einer Dlättermeldung dem Direktor des Frankfurter Goethemuseums einen Brief zugestellt, in dem er erklärt, daß die Ausstellungsgüter des Museums reserviert bleiben und nur in dem Falle zum Verkauf ge­stellt werden, daß der Erlös für die übrigen Güter nicht ausreicht, um die Gläubiger der Ausstellung zu befriedigen. Es sei ihm nicht möglich, die glatte und einfache Rückgabe ins Auge zu fassen, da die Ausstellungsgüter auf Grund dreier gerichtlicher Entscheidungen als Ganzes zu bettachten seien und ein unmittel­bares Pfand für die Gläubiger darstellten.

Handel.

Berlin , 10. Oft. Börsen st immungs- bilb. Im Gegensatz zur gestrigen fast einheit­lichen, teilweise stürmischen Aufwärtsbewegung war der Effektenmarkt heute ruhiger und unein­heitlich. Die Spekulation, durch den hohen Kurs­stand angereizt, war offenbar bestrebt, Gewinn­sicherungen vorzunehmen. Sie wurde hierin be­stärkt durch das Stocken der Aufwärtsbewegung der Devisenkurse an der Mittagsbörfe, jedoch er­langten Montanwerte wiederum größtenteils Bes­serungen bis 100 Prozent. Laurahütte aber setzten mit einer Verschlechterung von 175 Proz. ein und gaben später weiter nach. Auch Phönix­aktien behaupteten ihren gestrigen hohen Stand nicht. Eine recht feste Stimmung herrschte ferner für Textilaktien, von denen Stöhr weitere 120 Prozent und Norddeutsche Wolle 100 Prozent gewannen. Von Papierfabriken stiegen Zellstoff Waldhof um 100 Proz. Im übrigen waren die Industrieaktien nur wenig schwankend; die Aende- rungen nach oben und unten überschritten nur vereinzelt 20 und 30 Prozent. Petroleumwerte waren weiter, aber verhältnismäßig nicht be­deutend, gebessert. Schiffahrtsaktien waren fest und mäßig anziehend, Bahnaktien gut behauptet. Schantungaktien waren auf Gerüchte von einer be­vorstehenden Rückzahlung 300 Proz. höher. Va­lutapapiere waren nicht gleichmäßig. Oefter- reichische Staatsbohn war bedeutend gesteigert. Mexikaner waren entsprechend der höheren Devisenkurse höher bewertet. Türkische Anleihen

sie schalten und walten, ohne nach einem tyran­nischen Vater oder einer aufKusch" erzogenen Mutter zu fragen, konnte sich Toiletten bestellen und sich zu ihrem Verkehr wählen, wer ihr gefiel.

Sie schaffte zunächst die Freundinnen ab, die allzu bürgerliche Chen geschlossen hatten, tyrb behielt nur ein paar lustige Rheinauerinnen zum "Beriebt bei, deren Männer ihren jungen, ele­ganten Frauen Villen gebaut hatten und Autos hielten.

Das Ziel ihrer Wünsche war, ein glättendes taus zu machen wie der Ehampagnersabrikant der, und einen3our zu haben wie die Gräfin Tessy. ein Haus, in dem jeder die Karte abgab, der zur Regierung oder zu einem der Regimenter Rheinaus gehörte.

Vorläufig brachte man es nur zu einer Reihe steifer Diners in Kollegenkreisen, die man mit ebensolchen Abendessen erwiderte. Den Glanz­punkt deS Winters bildete ein Ball beim Präsi­denten, wo Grete alle Spitzen Rheinaus wenig­stens einmal in der Nähe sah. ,7Benu du doch wenigstens in einem Korps gewesen wärst!" klagte sie ihrem Mann. Was hatte man von diesen guten alten Freunden", die das Haus nur be­traten, um ihr Eello oder Bratsche zu stimmen und mit Ernst bis in die Nacht hinein zu musi­zieren, und die schon bei Tisch von ihren Quar­tetten oder Trios anfingen. Da hatte Lutz doch gcmz andere Mrbindungen .

Er war als Fahnenjunker in ein Faßart ille-- rie-Regiment eingetreten, statt zu den Husaren, wo er eigentlich hingehorte". Aber Emst konnte nicht für den Zuschuß aufkommen, den ein Hu­sarenleutnant braucht, älnb die gute Gro _,mama stellte sich taub.Was hab' ich dir gesagt . . .

lagen meist schwächer. Deutsche RetchSanleHe wurden angeblich für ausländische Rechnung zu höheren Kursen aus dem Markte genommen, 3prox. Reichsanleihe erreichten 600 Die Börse schloß tm allgemeinen abgeschwächt.

Frankfurt a. M., 10. Oft. Börsen- stimmungsbild. Dollarfurs tm Frühver­kehr 29503150, im Verlaufe 3050. Devisen zeigten eine feste Lenden-, besonders waren Auszahlung Neuyork, Holland und London bevorzugt. Die Börse stand auch heute im Zei­chen der Markentwertung. Bei vorwiegend fester Lendenz war die Haltung der Valuta- Papiere besonders lebhaft. Die Kurse zogen an. Auslands L itten lagen fest, besonders Mexi­kaner. Türkenwerte waren stärker beachtet. Demgegenüber war die Kursbewegung auf den Aktienmärkten nicht so groß. Die führen­den Montanpapiere setzten höher ein. Schiff­fahrtsaktien wiesen eine günstige Haltung auf. Anllinwerte anziehend. Licht und Kraft lagen fest. Etwas stärkere Nachftage zeigte sich fer­ner für Zucker- und Zellstoffaktien, welche an­zogen. Autowerte lagen vernachlässigt. Deut­sche Pettoleum 3200. Der Dollar wurde ge­gen 1 Ahr 2975 genannt.

Dorfenkurse.

Frankfurt a. M. Berlin Schluh« Schlub» Schlich» Schdch- flur» Kur» flurs 10.10. 9.10. 10.10.

77,50 77,50 77450 270 - 240,- 240,- 150, 13L- 155,- 570, 501,- 590 80,50 80,25 80,25 92.- 94, 97,- 62,25 71,, 62,- -,-

57.- 60,- 59,-

4% Zolltürken 1725, 2675

5°/0 Goldmerikaner 34000, 35000, 33000, 36000, Berliner HandelSges. . 1735, 170a 1700, 1758, Commerz- u. Privnlbk. 340, 3oo. 350, 3A Dnrmü.u.Nationalbnnk 350 370, 3a6, 37L Deutsche Bank 94a- 940,- 910,- 920,-

Deutsche DcreinSbank. 211, 214,50, ,

DtSconto Commandtt . 540, 530, o4o, o45,

Tietallbant 1475, 1500,, Miitetdeut. Creditbank 340, 350, 3i)0, 3a0,

Oesterr. Creditanstalt. 405. 425, 400. 440,

Datum: 5°/<» Dtfch. ReichSanlethe 47O Deraleichen 3,/ie/o Dergleichen 3"/o Dergleichen

Dtsck.Soar-Präm.'Anl.

4% Preußische Konsul» 4e/0 Hetzen

3/ic/o Hetzen

Äur» 9 10.

77,50 230,- 129,- 450,-

80.50 87,- 66,-

60.- 62.-

Bochumer Guß 3300, 3550, 3375, 3400,

BuderuS.......... 1550, 1528, 1572, 1505,

Caro 1370,- 1399,- 1300,- 1350-

Deulsch-Lnremburg. . . 3309, 3525, 3425, 3525, Gelsenkirchener Bergw. 3350, 3695, 3.>00, 3700, Harvener Bergbau. . . 5//o, 5975, 5700, 585a Kaliwerk Aschersleben. 1900,- 1995,- 1960,- 2075,- staliwerk Westeregeln . 2810, 2825, 2825, , Laurahütte 3650, 3950, 385(), 3790, Oberbedarf 1930,- 1890,- 1875, 1900, Pbönir Bergbau 4350, 4475, 4002, 4400, Rheinitahl.........3725, 3800, 3500, 3750,

Dhebetf Montan .... 3650, 3600, 3370, 3450, DelluS Bergbau 1000, 1051,,,

Hamburg Ainer. Paket 900, 901, 875, 900,

Norddeutscher Lloyd. . 610,- 609 - 599,- 600,-

ZementwerkHeidelberg 1298, 1365,,,

Philipp Holzmann . . 948, 960, 875,

Anglo-Cont.'Guano. . . 5550, 6800, 6000, 6800, Badische Anilin .... 1900, 1990, 1860, 192 ), Goldschmidt 1577, 1650, 1580, 1700, Griesheimer Electron. 1400, 1399, 1390, 1400, Höchster Farbwerke 1400, 1445, 1425, 1450, Hol-verkohlung 1100. 1120,,, stülgerswerke 1059, 1090, 1130, 1125, Lcheideanstalt 1770, 1800,,, Allg. Elektri-ttStS-Ges. 880,- 880,- 840,- 845. Bergmann 803, 840, 790, 800, Lchuckert 1600,- 1630,- 1550 - 1600.- Liemens & Halske. . 2750,- 3000 - 2650,- 2830,- Adlerwerke Kleyer. . 520, 500, 535, 521, Daimler Motoren. . . . 555, 575, 560, 555, Heyltgenstaedt 100L 950,,, Menu in 1700, 1775, 1700,, Metallges. Frankfurt. 1475,- 2400,- -,- Lchuhsabrik Herz... .555, 533,,, Sichel 640,- 630,- -,- -, Se litt off Waldbos . . 995.- 1100,- -,- 1100,- >'>,utferfabr5vraiifeiitbal 955, 994,,, Zuckerfabrik Waghäusel 920, 970,,,

Frankfurter Devisenmarkt.

Amtliche Notierungen.

Datum: 9. Oktober 10. Oktober

Geld Bries Gela Bries

Antw.-Brützel . 18656,30 18693,70 21078,90 21121,10 Holland 102897- 103103,- 115634,2) 1158B5X) London 11638,30 11661,70 131:36,8) 13163,20

Baris 19955,- 19995,- 22422.50 22472.50

Schweiz 49450,50 49549,50 55644,40 556.55,C0

Spanien 40259,70 40340.30 45204,70 45295,30

Italien 11313,60 11336,40 12687,30 12712.70

Lissabon-Oporto,,,,

Dänemark .... 54145,80 54254,20 59340,60 59159,40

Norwegen .... 47(552,39 47747,70 5154840 5165L60

Schweden .... 71028,90 71171,10 76923,- 77077- HelstngsorS. . . .,,--

Neuuork 2662,30 2867,70 2887,10 2902.90

Deutsch-Oesterr. 316 3,24 3,61 369

Budapest 102,39 102.61 109-Ä 110,10

Prag 9395,60 9384,40 10389,60 10410,40

Sofia.......,,,

ich hab' die ganz' Familie Kollin geheiratet und du heiratest die Herweghs . . ."

..Geh. Großmutter, wozu brauchst du denn das Viele Geld. Der arme Zunge muh nun bei den Fußbomben eintreten. Die sind doch lang nicht so schick wie die Husaren . .

Wer die alte Frau war eigenfinnig.

Fußartillerie. das sind solide Leut'," sagte fie.unb man braucht fte doch viel nötiger wie die windige Husare."

Von ihrem Vater wagte Grete nichts mehr zu verlangen.

So kam der schöne Lutz zur Fußartttterie nach Btairu.

Aber er hatte ein glückliches Naturell.

Ma chere, schrieb er feiner Schwägerin: Ich bin zufrieden, geh' es wie es will. Ein freies Leben führen wir, ich hab' einen famosen Vorgesetzten, ein frischftöhlicher Ton herrscht im Regiment, es sind fidele Kerle, mein Bursche kann kochen, imb mehre Wirtin ist taub.

Frau von Herwegh war beruhigt, daß er wenigstens unter Rheinländern" war, der arme Zunge.

Grete war gewiß keine Briefschreiberin, aber wenn ein Brief von Lutz ankam. setzte sie sich gleich an den Schreibtisch, um ihn zu beantworten. Ost kam sie vor Lachen nicht weiter .

Zeig meine Briefe um Gottes willen nicht unserem Emst, schloß Lutz jedesmal, lind sie waren auch nicht geeignet, im Familienkreis vor­gelesen zu werden, aber sie amüsierten Grete.

Was ihr euch nur zu schreiben habt, wunderte sich ihr Mann.

.Willst du ihn lesen? Bitte."

Sie reichte ihm den rosafarbenen Brief.

Hkttert Erhöhung bet Maigapreise.

Die nieder rheinischen Btargarinefabri!anien hoben den Margarinepreis für die lommen bt Woche um 40 Mk pro Pfund heraufgeseßt. Die billigste Sorte stellt sich dadurch auf 268 MI das Pfund

Berliner Produttenmartt

Berlin, 10. Oft (Wolff.) Am Produkten- markte wurde die Tendenz nach der scharfen Auf­wärtsbewegung der Preise am Vormittag mittags wieder ruhiger, als die Devisenkurse sich etwaS abfchwächten. Es fehlte vollständig an Angebot; die Preise, die für Getreide genannt wurden, gingen weit auseinander. Die nach den Preisen des Brotgetreides sich berechnenden Mehlpreisc waren nicht zu erzielen, was die Mühlen von Anschaffungen des Rohprvduttes abhielt. Futter­mittel blieben gefragt. Weizen, märkischen 6000 bis 6100 Mk. (steigend), Roggen, märkischen 5500 bis 5600 Mk. isteigend), Sommergerste 5500 bis 5700 Mk. (sebr fest). Wintergerste 530V-5400 Mk., Hafer, märkischen 5900-6000 Ml. (steigend). Mais, ohne Prov., loco Berlin 62006250 Mk (steigend), Waggon frei Hamburg 59006000 Ml. Weizenmehl (100 Kg.) 15 80016 800 Mk. (steb genb), Aoggenmehl (100 Kg.) 14 00015 000 Mk. (steigend), Weizenkleie 3100-3200 Mk. (steigend), Koggen fiele 31003200 Mk. (steigend), Raps 6000 bis 6200 Mk. (steigend), Viktoriaerbsen 6300 bis 6500 Mk.. kleine Erbsen 50005500 Mk., Futter- erbten 5000-5500 Mk., 'Peluschken 5000-5500 Mark, Lupinen, blau 32003300 Mk., Raps­kuchen 32003400 Mk., Trvckenschnihel 2800 bis 3000 Mk., Kartoffeln, weihe und rote 360-380 Mark, gelbe 400420 Mk. Rauhsutter' Weizern und Roggenstroh, drahtgeb. 11501200 Mark, Haferstroh, drahtgepreht 11501200 Mk., Stroh, strvhseilgebündelt 11501200 Mk, Wiesen Heu. gut, gesund und trocken,Bormabb 670730 Mk., Nachmahd 610-670 Mk.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Lloyd George imb die Abordnung deS

Gewerkschaftskongresses.

London, 10. Ott (WTB.) Gestern abend wurde, und zwar, wie die Blätter berichten, auf Wunsch des Premierministers, der stenv- graphifche Bericht der Aussprache veröffentlicht, le am 21. September zwischen einer aus 30 Mit- gliebern bestehenden Abordnung des Gewerk­schaftskongresses und Lloyd George sowie anderen Mitgliedern der Regierung über die Orientpolitik der Regierung ab- gehalten wurde. Ein eingehender Bericht über diese Aussprache wurde seiner Zelt nicht bekannt- ?;egeben, well die Abordnung des Gewerkschafts- ongcesses auf einer nach der Hnterrebung ab- gehaltenen Sitzung keine Einigung erzielte. Das radikale AbendblattStar" sieht die wörtliche als einen Schachzug des Premierministers im Hinblick auf die möglicherweise bald stattfinden­den Neuwahlen an. Die Aussprache Lloyd George und den Arbeiterführern, bei deren Schluß Thomas dem Premierminister das Zeug­nis ausstellte, er habe klar entwickelt, daß er wirklich nur die Politik der Arbeiter erfülle, beginnt mit Ausführungen der Arbeiterführer William Ben Illet. PoondfiÄd und Thomas in denen sie den Standpuntt der Arbeiterschaft in der Frage kriegerischer Möglichketten tm nahen Osten darlegten Ben Illet erklärte unter ary derem, die britische Arbeiterschaft erkläre sich für die Freiheit der Meerengen und die Freiheit der Schiffahrt in jedem Teil der Welt. Sie widersetze sich jedem Krieg und würde Widerstand gegen jede Form von Krieg leisten. Lllich Thomas erklärte, sie würden ihre ganzen Anstrengungen geltend machen, um die grlechi- schon Arbeiter zu überreden, diesen Krieg nicht zu unterstützen. Thomas erfiärte außerdem, wenn von einem Interesse an den Meerengen gesprochen werde, so sei nicht der Ausschluß weder Deutsch­lands noch Rußlands gemeint. Wenn die Ar­beiter von einem Völkerbund sprächen, so mein­ten sie, daß das ein Bund aller Völker sein sollte. Hierauf warf Lloyd George ein: Das heißt, wenn sie (Deutschland und Rußland) ihm bettreten wollen. Bisher hätten es beide abgelehnt, ihm beizutreten. Auf eine Anfrage des Arbeiterführers Thomas entgegnete Lloyd George: Die Deutschen wissen sehr gut, daß, wenn sie um die Aufnahme nachsuchen, wir sie unter­stützen würden. Wir werden ihnen Unterstützung gewähren nicht nur in dem Sinne, daß sie Mit­glied des Bundes werden, sondern daß sie auch in seinem Rate sitzen sollen. Was Rußland be­trifft, so weiß ich. was Tschitscherin über den Völkerbund lagt. Thomas erwiderte hierauf dem Premierminister, es sei nicht ausreichend, wenn er im Unter Hausse erkläre, füt sich selbst zu spre­chen uni) es dann durch Poincars oder einen an­deren verwerfen lasse.

Nein, danke," wehrte Emst. Er formte sich das alles denken, was Lutz schrieb. Weno Grete lieber, statt solche Briefe zu schreiben, Klavier geübt hätte Aber die junge Frau entwickelte mit einemmal Haussrauenralcnte Es machte ihr Spaß, mit den dicken Marktweibern, die unter ihren grauen Riesensonnenschirmen auf dem Markt saßen, zu handeln. Ihre Wohnung war stets mit Blumen geschmückt, überall standen einge- pflanzte Zardinieren, Blumentische und frische Blumen in Vasen, vor dem Fenster blühten Ge­ranien in weißen Kästen, die im Herbst durch Erika und an Weihnachten durch kleine Sannen- bäumchen erseht wurden.

Was fein muh. muh sein."

Die Familie war sich darüber einig, daß sich die junge Frau entschieden anders entwickelte, wie es bei Gret.-s flatterhaften Anlagen geschienen hatte. Bald steckte die eine, bald die andere Schwiegermutter den Kopf zur Tür herein, oder Fräulein Schmidt kam, um mit ihren grauen Augen in den hellen Zimmern herumzuspähen, ob es Emstauch wirllich gut hatte".

Wenn die Vlumenttsche, die Goldfische und der Papagei in seinem vergoldeten Käsig besorgt waren, das Kopenhagener Porzellan im Salon abgestaubt war und die perfekte Köchin,das Emma", seine Anweisungen erhalten hatte, kleidete sich Grete an und ging zuihrer Mama" Nicht zu Frau Kollin, sondern nach Mainzer Straße 4.

Mit der Schwiegermama kormto manalles" besprechen. Sie lieh sich Rezepte und bekam An- Weisungen, wie manbem Smma", dieser unver­fälschten Perle vom Land, das Servieren bei­brachte.

(Fortsetzung folgt.)