keinem Verbände angeboren, haben unverzüglich I elntreten, fo beizutreren. Verweigern sie den Beitritt, so haben < ganz wcscntt
sie die Folgen zu tragen.
e. Schotten, 10. Jan. Im fast vollendeten
Magi
jind, zum Fabrikarke.terverba.id über- höht werden. S l.tc b.e g p ante weit re Stci- Arbeiler und Arbeiterinnen, die noch | gerung dec Tarife am 1. F.b.uar aber wirklich
zutreten.
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Rat
Mitglieder anderer Verbände sind anzuhalten, sofern sie länger als ein Vierteljahr im Betriebe beschäftigt jind, - - -
100 Morgen große Decken nahezu gefüllt.
L. Ouea, 10. Jan. Die Gemeinde-
Nerven,, sowie Lli
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^telLen.
Aus Dem Reiche.
Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten.
Berlin. 11. Jan. (Priv.-Tel.) Die deutsch-nationale Fraktion des Reichstages hat bei dem Vorsitzenden des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten beantragt, den Ausschuß zum Zwecke der Herbeiführung einer Auskunft der Regierung über die Verhandlungen in Cannes sofort ein- zu berufen.
. > tonnen die nächsten SJpcrrt nur za ganz wesentlich erhöhten Siiitaitlsp.ei e r gegek«a
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Preise der PI. Die Stammt) abend (10. J nicht abgehol nb 8 Uhr an c nb 2 Ihr fr 3b6v Pn
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Wie das „Verl. Tageblatt" aus Paria- mentskreisen hört, nimmt man an, daß gleich nach Rücllehr der deutschen Delegierten aus Cannes, die Ende der Woche zu erwarten ist, der Auswärtige Ausschuß des Reichstages zusammentreten wird, um einen Bericht die 'Verhandlungen mit dem Obersten entgegenzunehinen.
— Tageskalender für Mittwoch Stadttheater, 7 üf>r: ..Hedda Gabler". — R ue Aula, 81/4 Uhr' 3. Dichieraben) der Ltterau- chen Gesellschaft. — Astcria-Lich'spiele: „Goliath Armstrong' und „Sttä li g.le. en‘.
— Operngastspiel des Landes- t Heaters. Der Billettverkauf für die Richtmitglieder des Theat^rvereins beginnt heute nachmittag und wird Donnerstag und Freitag tn der Musikalienhandlung von S. Cballier fortgesetzt. Es sind noch für alle Piätze reichlich - harten vorhanden. Die Eintrittspreise vom „Barbier von Bagdad" mu Len w gen der eingetre» tenen Steigern g der Eisen!ah-,aarie etwas er-
Tiefer beugte er sich über den Todwunden: „Giese, was Blücher für sie tun kann, tut er. Mein Wort drauf und meine Hand." Griff die Rechte, hielt sie fest, fest, blickte auf das rote Blut. . .
Wollte wohl noch lügen, wie der Feldscher, kriegte es nicht über dir Lippen.
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B. Du Iersehung i stelle tDini Leckenöach.
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Auskunft in allen Sachen erteilt obige Verbandsleitung."
Man begegnet bei Abschluß von Tarifverträgen häufig dem Ansinnen der freien Ge- werkschaften, daß der betr. Arbeitgeber nur diejenigen Arbeiter der Vorteile der > zu treffenden Vereinbarung teilhaftig werden lassen soll, die ihre Zugehörigkeit zu der den Vertrag abschließenden Organisation nachweisen. Richt selten wird auch verlangt, daß die Arbeitgeber nur organisierte Arbeiter ein- stellen. Da solche Forderungen von den Arbeitgebern immer mit der 'Begründung ab- gelehnt werden, daß sie nicht berechtigt sind, einem Arbeitnehmer den Beitritt zu «einer Organisation zu verbieten und es deshalb auch ablehnen müssen, eine Kontrolle zugunsten ir* getrdeineS ArbeUnehmerverbanoes auSzu- üben, so soll das Ziel auf anderem Wege erreicht werden:
Der Verband der Fabrikarbeiter unD -ar» beiterinnen Deutschlands ordnet an: „Arbeiter und Arbeiterinnen, die noch keinem Verbände angehören, haben unverzüglich beizutreten! Verweigern sie den Beitritt, so haben sie die Folaen zu tragen.“ — — ..Willst bat nicht mein Bruder fein, so schlag' ich dir den Schädel ein!“ denkt offenbar der Fabrikarbeiterverband mit Beziehung auf die Nichtorganisierten „Kollegen", die nicht seine „Genossen" fein wollen, oder glaubt er auf diese überzeugende Art die Aufmerksamkeit von anderen unliebsamen Vorkommnissen, die man sich in der Stadt und in den Betrieben erzählt, ablenken zu können?
Jedenfalls ist zu wünschen, daß sämlliche Arbeitgeber im Interesse aller Arbeiter und zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in den Betrieben Ansinnen, wie sie jetzt der genannte Verband gestellt hat, mit aller Entschiedenheit zurückweifen.
B. Aus dem Vogelsberg, 10. Jan. Ein überaus plötzlicher Witterungsum-- schlaig ist eingetreten. Während es noch in der vergangenen Woche schien, als sollte dieser Winter uns reichlich Schnee bringen, ist die im Vergleich zu anderen Gebirgsgegenden hohe /Kälte der letzten Tage einer milden frühjahrSmäßigen Luft gewichen. Vom Schnee, der durchschnittlich 20 bis 30 Zentimeter hoch lag, ist nichts mehr ju sehen. Bei dem Tauwetter können die Diesen wieder bewässert werden. Die trüben Aussichten für die Ernte dieses Jahres, die wegen der Trockenheit des Sommers und Herbstes bestanden, dürften nunmehr endgültig beseitigt fein. Für die Grippe bietet das Wetter allerdings einen günstigen Boden. 3n manchen Dörfern, wo man die Krankheit bis vor kurzem überhaupt nicht kannte, ist kein Haus verschont geblieben. Einen ernsthaften Charakter hat die Grippe bisher nicht angenommen. Vielerorts kann, wie in den Städten, der Schulbetrieb nicht aufrecht erhalten werdzu.
Starkenburg und Ätheiuheffeu.
e. Offenbach a. M., 10. Jan. Die Lederwa reninöuftrte ist trotz der hohen Preise für Leder nebst Zutaten dauernd derart stark beschäftigt, daß die gesetzlich festgelegte achtstündige Arbeitszeit mit Genehmigung der zuständigen behördlichen Stellen täglich um zwei Stunden verlängert werden darf. — Bei den Wahlen zur Angestell tenversicherung entfielen auf die Liste A (D. H. V.) 512, Litze B (Gedag) 226, Liste D (Afa) 500 Stimmen. Die beiden ersten Listen waren miteinander verbunden
Hessen-Nassau.
inc. Frankfurt a. M., 10. Jan. Mm WohnungLschiebungen zu verhüten, will der Magistrat eine llmzugSgenehmi- gungspflicht einführen, d. h. jeder der Möbel transportieren will, muß erst eine Er- laubniSbefcheinigung dazu vom Wohnungsamt haben. Der Magistrat, der diese Verordnung ersonnen hat, verschweigt aber ganz, wer denn die täglich tausend und mehr betragenden Möbeltransporte beaufsichtigen soll, gar nicht zu reden von der Schreibarbeit, die die Sache macht. Das Wohnungsamt hätte auch wahr-.
beim blutigen Straßenkcunpf im alten Lübeck. Da setzte er sich, als der Franzose eingedrungen, lelber an die Spitze der Reserve, stürmte gegen das schon genommene Holstentor vor. Vergebens. Ein schlimmer, schlimmer Tag, der 6. Ri v mbcr 1806. Durchgeschlagen hat sich der Held, aber seine Geschütze hat er fast ganz, dazu beinahe die Hälfte der 3nfantcrie verloren.
ilnb nun ziehen sie an ihm vorüber, die zerschossenen Reste von den Regimentern Borcte und Tschanner, die D.agonerschwadron von Osten und Herzberg, die Versprengten der Bataillone Larisch, Ivecnois, Keyserling, ein Trüpplein der tupft.en York chm Jäger. Ach, der Port, der Eisenfresser! D.r war ge.'tern schwer verwundet, Scharnhorst auf dem Mark.platz gefangen worden. Scharnhorst, der Getreue, den dec General als seine zweite Seele ansah . .
Kommt das erste Bataillon Regiment Kün- heim. Die wackeren Burschen marschieren noch fest geschlossen, recken sich, als sie den General sehen, schauen ihm stramm aus ben todblaßen, verschmutzten, übernächtigen Gesichtern in die Augen, lind er lüftet den Hut: „Ttur den Kopf hoch. Bursche! Älorgen ist auch noch ein Tag!"
Kommt hinter den letzten Rotten eine Bahre. Vier Musketiere tragen sie. Drauf liegt ein schwer Blessiert .r. Ein Stc'bsoff z er. La gausgestreckt, die ib.rne Schärpe zusammeng^fal:et auf feirem Leib, barhäuptig der schmale feine Kops. Der Rock ist über der Brust geöffnet, ein notdürftiger VeiDanb ist sichtbar und sickerndes rotes Blut,
„Gieft!" rief der General. «Vetter! Mein guter Giesel" 11 nb sprang, dec Vieri ndsech» zigjährige, aus denr Sattel, warf der Ordon-
Aus Hessen.
Zum Programm des Landtags.
Eine Regierungsvorlage, die Gebäude des Marstalls, und zwar den Ausbau der beiden westlichen Pavillons zu Wohnzwecken, betreffend, ist soeben dem Landtag zugegangen. Die Kosten werden sich auf zusammen 1 332 003 Mk. stellen.
Eine weitere Regierungsvorlage betrifft die gewerblichen 11 n te r r i ch t s a n st a l t e n, eine weitere die Verwendung der lleberschusse der LandeS-Milch- und Fett st eile. Hier ist vorgesehen ein Zuschuß von 100 000 Mk. für die Herstellung einer zweiten Molkerei für die Stadt Offtnbach und die Abgabe des Lastkraft- 'nagens (im Werte von schätzungsweise 45 000 biS 50 C03 Mk.) an die Landescersicherungsanstalt für Zwecke der Hellanstalt Sandbach (in Höhe von 30 000 Mk. wird die Abgabe vorgeschlagen).
Die Abgg. Obenauer, Dr. Büchner, Reiber und Ar st ad t Beantragen, bei der Reichsregierung vvi-stellig zu werden, die Pacht- preise für Jagden in Heften entsprechend ter heutigen Gewentwertung rückwirkend ab 1. Januar 1920 zu erhöhen.
Anträge der Abgg. Dr. Werner, D. Dr. Diehl und Kindt: Der Landtag wolle die Regierung ersuchen. Bei der Neugestaltung der Besvldungsordnung zu vertreten: Restlose Beseitigung des OrtSklassenshstems, die Gehälter der Beamten usw. dew gesunkenen Geldwert anzu- glLichen, uno diese nach dem alle Halbjahr sest- zuflellenden Index festzulegen. für die unteren und mittleren Beamten das Existenzminimum zu erlangen. — Anfragen derselben Abgeordneten Betreffen: Die Fahrpvfl und Zugeinstellunaen, Streck in Wölfersheim, Auszahlung von 3n- validenrenten und Ruhegebaltern, sowie die Zu- wande.-ungen ostjüdischer Personen.
Die Abgg. Rink und Ebener Beantragen die Aufhebung der Brückengelder in Hc'sen. Aufhebung der Fahrradsteuer und Aenderang der Landgemeinde = Ordnung zum Gemeinde - Voranschlag und Gemeinderechnungsführung, daß an Stelle der kameralistischen die kaufmännische Buchführung tritt
Drüben, auf Lübeck zu, Hub das Feuern an. Kleingewehr, dann ein paar vereinzelte Ka nonenschüsse.
„@uer zweites Bcrtalllon, Giese ... die tvamenter lassen nicht ab von uns!"
Zum ersten Male stöhnte der Major laut aas Hob den Kops, liest ihn gleich finEen. < Die Lippen bewegten sich, wollten sprechen, hatten noch etwas zu sagen. Aber es kostete einen Kampf, dis endlich die Worte fielen, einzeln, in Pausen: „Unser liebes . . . stolzes Vaterland . . . geht unter . "
Da für der Gebhard Leberecht hoch: „Ree, Giese! Ilm Gott nicht. Wir können fallen und sterben . . . unser Vaterland, das bleibt!"
Hatte hart und rauh gesprochen, der Ge« neral, hart, raub, eisern. Wurde gleich wieder weich: „Run fort, mein Aller. Sich neu verbinden lassen! Wird schon nouj we dm. lind morgen in dar Früh', da greif ich die dreimal verdammten Hunde an und schmeiß' sie wieder nach Lübeck hinein . . . Vorwärts, ihr Barsche, und ordentlich sanft zugesastt . .
Lüftete den Hut. Stand dann noch und lauschte in die Feme. Der Feuer kam näher, der Feind drängte stark. Auch von Osten der dröhnten die Kanonen. Wenn nur Travemünde sich hielt, dah die linke Flanke nicht bedroht wurde! Das Frösteln überlief den General. dieL Frösteln, das sich feit Tagen wiederholle, immer wieder. Fieber, hatte der Medikus erklärt. „Ins Bett, Exzellenz!" Fehlte grade noch . . . retzt inS Bett. In Den Sattel, das galt!
(Fortsetzung folgt)
irischen Beleuchtung, eo wuroe retK ' endgültiger Beschluß gefaßt, vielmehr will man erst am nächsten Donnerstag die Ansicht der Nachbargemeinden und die Erläuterung der verschiedenen Pläne hören.
rr. Queck b. Schlitz, 10. Jan. Für der Hassra-Verband hielt Lehrer Sx c 11 - Klein-Linden am vergangenen Ganstag in un° ;C c n Krieg b r ii eine i <u be uch.en D rt ag m>t dem L-.cma: „De. Schmach,r. den d n Ver- sallles und f inc Folgen". S inen Auäsuhruk?- gen wurde leb a ter Bei,all gezollt, ©r d nx tarn es zu einer Aus prache üb r die Kig beschädigten-Fürsvrae des Kyffhl u erverbandes. — Vorzug.iche Darbietungen u s reZ Mannergesangvereins unter Leitung von Lehrer Feick trugen mt d.ezu bei, den Abend zu einer schönen vaterländischen Feierstunde zu gestalten. Auch der Vorsteher des Has adezirls Lau crbach, Georg H a b e r'm e h l aus Sch itz, h t sich m t zwei t.nbe.ei d tlgm Vor andS nitg idr > ein- ßeftmden. — Am Sonntag sp.ach Herr Keil ilber dasselbe Thema, ete x aLd bei^-fehr gu em Besuch in Rie er-Stoll, wozu sich auch die Äricgemreinc aus dem na^.i Dernshan en u xd llehhcusen eingesu den h t.en. Auch Lüf: Ver- anstaltu xg nahm einen harmonischen und Die Sache der Hassia fördernden CBerLuf.
Kreis Schotten.
Aus Stabt und Land.
Gießen, den 11. Jan. 1922.
Ungesetzliches Verlangen eines Arbc!terratcs.
Man schreibt und:
Die Gewerbeordnung, das Betriebsräte» gesetz und die Reichsversassung gewährleisten jedermann und allen Berufen die Vereint» gungsfteihell. Der Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands setzt sich über diese klaren^ gesetzlichen Bestimmungen hinweg. Auf seine Veranlassung beantragten dieser Tage bei zwei Gießener Betrieben die Arbeiterräte folgende Mitteilung im Fabrikgebäude zum Aushang bringen zu dürfen: -Verband der Fabrikarbeiter und -aroeiterinnen Deutschlands, Zahlstelle Gießen. Teleph. Rr. 1241.
Bureau: Wetzsteingasse.
»Am nächsten Mittwoch, 11. Januar 1922, in der Mittagspause findet in unserem Betriebe' dieDücherkontrolle statt. Alle Arbeiter und Arbeiterinnen des Betriebes, einerlei welcher Organisation sie angehören, sind verpflichtet, Ver° bandsbuch bzw. Karte am Mittwoch mitzubringen und dem Vertrauensmann des Betriebes bzw. Der Abteilung, der von der Derk-andsleitung Lurch eine Karte legitimiert ist, vorzuzeigen. Vertrauensleuten ohne ILegUimationSkarte ist keine Folge zu leisten.
Die Vlüchermchten.
Roman von HannS vvnZobeltitz.
(Rachdruck verboten.)
Der General hiell hart an der Brücke von Schwartau und lirtz die Rest Häuflein der Seinen an sich vor beiziehen. Struppiger als sonst hing dem Alten der starke Schnau bart üier den £i.p» ben, malproper fah die Uniform au3, bedeckt mit Schlamm- unb Staub pritzemi feit Tagen mochten die Stiefel keine Borste geschaut haben Der Kopf hi g leicht vomübu:, den Hut hatte der General tief in die Oänx gedrücki. Ader darunter blitzten die Augen immer noch feurig und scharf. Und ledesmal, wenn eine der zu- lamme-xgeichmol^erren Kompagnien und EskadronS Beran tarn, rief er den auf den Tod erschöpf, en Burschen ein paar aufmunternde Worte zu: „Habt Ihr brap gemacht gestern!" — „Wird fchvn wieder gut wer. ex, Kameraden!" — „Solll balde Rahe und Futter haben!"
Ja freilich, brav hatten sie sich gehalten, die Burschen, die da nxüde zum Umbre^en, hungrig und buti.c.iö im graue den Morgen des Wegs zogen ins Ungewi.se. Sllt dem UnheilStag von Jena und Auersleot war ihnen kaum ein Ruhetag vergönnt gewefen. Dem ganzen Bl scher >chen Streithaufe.x, der da von der geschlagenen großen preuhischen Armee abgezweigt ge.i Rordosten marschiert war, drei französische Korps — Bernadotte, Soull und Quuiat — hinter sich >hergezogen hat und noch einmal die alte Fahne hell im Wind flattern üeD. Grimmig hatte der Gebhard Lede- recht Blücher um sich geschlagen: bei 'Waren und Crivitz, bei Gadebusch und zuletzt noch, gestern,
** Ablieferung derSteuermar- k e n. Das Finanzamt veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteile eine Dekannt-r machung, nach der die Arbeitnehmer die für die Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1921 zum Einkleben und Entwerten von Steuermarken verwendeten Steuerkarten und losen Markenblätter bis längstens 31. Januar 1922 der für ihren Wohnort zuständigen Steuerhebestelle zu übergeben ober zu übersenden haben.
** Herabsetzung derMargarine- Preise. Führende deutsche Margarinewerke nahmen für Abschlüsse für die erste Januar- Woche 1922 zur Belebung des start stockenden Geschäfts eine Ermäßigung der Verkaufs- >reise um 3Mk. pro Pfund vor.
** Kein Kochmehl mehr. Die Reichs» getteidestelle stellt, wie die „Allg. Deutsche Däckerzeitung" erfährt, ab 15. Januar 1922 die Ausgabe des wprozentigen Kochmehls ein.
**" Die Gebühren der Schorn- teinfeger erfahren vom 9. Januar ab eine Erhöhung, und zwar werden bis auf welleres folgende Teuerungszuschläge festge- etzt: für die Kehrbezirke der vtädte Darm- tadt, Mainz, Offenbach und Gießen 260 vom Hundert, fü rdie übrigen Kehrbezirke des Landes 400 vom Hudnert. Soweit Schorn» teinfegermeister keine Gesellen oder Lehrlinge beschäfttgen, dürfen sie nur die Hälfte dieser Teuerungszuschläge erheben. Die hiernach von den Zahlungspflichtigen zu erhebenden Gesamtgebührenbettäge können auf dolle 5 oder 10 Pf. nach oben abgerundet werden.
Vornotizen.
im ganzen Vogelsberg bekannten hiesigen Firma Kaufmann Söhne, Herr Karl Kauf mann. Er war bis in fein hohes Alter von seltener Rüstigkeit. — Die Freie Bauern- fchtülgemeinde „Vogelsberg" begeht am 15»C,anuar im Kurhaus „Waldesruh" ihre dies-- jährige Bauernschulgeburtstags- und Reichsgründungsfeier. Als Festredner sind u. a. Reichstagsabgeordne'er Dorsch- Wölfersheim, Dr. R o ß be r g - Gi hea, Bürgermeister Schr ö de r- Slkearvd und LaaLtag.abgevrdne- ter Stein- Stumve' tenrod gewonnen. — Auf de St eck Ridda—Sch ttei i i de. Sonn tags - zug verkehr wieder tote vor der Sperre eingerichtet. Auch die Züge 5,44 ab Schotten—Ridda an 6,33 und Ridda ab 8,30, Schotten an 9,12 abends Verkehren wieder. Dagegen fällt der Fruh- zug ab Schotten 7,46 und ab Ridda 9,35 aus.
C u e cf, 10. Jan. Die Gemeinde- hastig andere Dinge zu tun, wie sich um ratssitzung beschäftigte sich mit der elek-! MöbellranSporte zu kümmern.
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W M
werden.
' — Für Sprach leidende Wie aus
einer Anzeige in der heutigen Ausgabe ersichtlich, , wird von Dem Dr. Schioderschcn Spezialinstflut , jetzt auch in Gießen ein Souderkursus für Stotte- , lcc. Stammler, Lisplcr usw. aägehalien. Alle Sprachleldenden, sowie besoixde.s auch die Eltern sprachlecdender Kinder, feien auf den Kursus bc-
• sonders aufmerksam gemacht.
Landkreis Gieren.
' Bet den Wahlen zur Angestellten Versicherung wurden im Landkreise Gießen abgegeben für
Liste A (Dcutch all. Handlungs-
gehtlfenv.rband) 62 Stimmen
Liste B (Gewerkschaftsbund derAn-
gc?e Iten) 49 “
Liste C (2111g. Fr. Angest-Bund) 61
Gewählt sind demnach von Liste A Buchhalter Karl Pet8r (Lich), Friedrich Wagner lLlch) und Emst Borger (Kl.-Lirchen): van Liste b Peter StefseL (Lollar), Heinrich Klinke! (Lollar) und Friedrich Kautz (Grünberg): von Liste C Louis Pfes, er 111 (Slaufendergf Theodor Gernandt (Heuchelheim) und Loris Iür» gens (Heuchelheim).
Klein-Linden, 10. Jan. Drei große Wohnhäuser hat die hiesige Baugenossenschaft an der Frankfurter Straße erbaut-, jedes Gebäude umfaßt 4 Wohnungen. Zwei Häuser sind bereits bewohnt, das dritte soll zum Frühjahr fertiggestrllt werden.
G r o ß e n - B u s e ck, 10. Jan. Infolge der großen Wohnungsnot ist für Frühjahr die Erbauung von 17 Arbeiterhäuschen beabsicbttgt.
Leihgestern, 10. Jan. Nachdem man zur Erweiterung der Wasserleitung geschritten ist und zwischen Neuhof und LudwigShof eine wettere Quelle gefaßt hat, ist jetzt wieder genügend Wasser vorhanden. Im Sommer und Herbst mußten die alten Dorfbrunnen aushelfen.
tt. Treis a. d. Lda., 10. Jan. Der hiesige Gern ein de rat hat tn seiner letzten S.hung den Antrag des Kretsschulamtes ® e en auf (Stn- rich'.ung der Mädchenfortdildungs- schule zum Beginn des Schuljahres 1922 ab- gefthnt Dem 2lnt> ag der K icg^hiateib i denen treten Er.ichtu'xg ei es Denkmals fü; die t.n Weltkriege G f .llcnen u iferer G münd! to irdr toctltoollcnbe AInterftübung zugesagt. — Die Forderung der Gemeindeholz bauer auf 43 Prozent Erhöhung h e B z g; v m 23. D--z mber 1921 an wurde nach laafc er Auscinandeisehu g genehmigt. — Zwei Klassen der hiesizen v c I affigen Schule sind wegen @rl..an.ung der Lehrer an Grippe geschlcften.
Äreis rtlsseld.
1. Elbenrod. 10. Januar. W i l d » chweine. Während des letzten Schnees konnte man in den hiesigen Buchen- und Eicherckvaldungen der „Steinfirst" zahlreiche Spuren von Wlldschwrinen beobachten. B«- sondets stark sind die Tiere anscheinend in der Gemarkung Eifa und den angrenzenden Msfclder Wäldern vertreten. Auf den mit Winterfrucht bestellten Aeckern ist in Eifa bereits großer Schaden angerichtet. Manche Kornäcker, auf denen im Vorjahre Kartoffeln waren, sind von oben bis unten durchwühlt. Wenn nicht bald ausgedehnte Trekbfagden das Wild zur Strecke bringen, dürften den Jägern zu ihren teurer. Pachtprrisen noch durch die Entschädigungsansprüche der Besitzer des verarbeiteten Landes bedeutende Kosten entstehen.
Kreis Lauterbach.
Grebenhain, 9. Dez. Vergangene Oladjt besuchten Einbrecher Ben hiesigen Ort. Aus dem Keller des Wilh. Althaus entwendeten sie fünf Flaschen Kognak, bann öffneten sie mittels (Sinfteigene bei Weißbinder und Spezereihändler Glitsch in der Bahnhofstraße das Ladenfenster, entwendeten 4 neue Herrenanzuac, 2 Hüte, eine ilfjr, Schokolade, Tabak, den Inhatt der Laden- kasse. ca. 30 Mk., und begaben sich mit ihrer Deute nach Ilbeshausen, wo sie heute morgen den 7-Llhr-Zug nach Lauterbach benutzten. Von den Dieben fehlt jede Spur.
A, Ober-Moos, 10. Jan. Der große Teich bei unserem Dorfe war bis vor etwa drei Wochen noch fast leer, so dah die Fis ch- zucht schweren Schaden erlitt. Die hefttgen 1 Niederschläge der letzten Wochen haben das ,
nanz die Zügel zu, lles, stürmte zur Tragbahre. „Giese: Lieber Giese!"
Tie Träger hielten. Der Wunde schlug die 2lugen auf.
„Ist's arg, mein Giese?" fragte der General hastig. „Was sagt ber Feldscher?"
Ein weniges wandte der Blessierte den Kopf. „Er lügt, Herr Detter. Ich ... ich weiß es: cs ist am Ende . .
„Will ich gar nicjt hören. Giese. Sind ja beide von gleichem Schrot und Korn. Die Dot° tvrsch — was wissen die? Kann ich denn gar nichts für den Herrn Detter tun?"
Der Dlesfierte starrte zum General hoch, lieber das gefurchte Gesicht lief ein weheÄ Zucken. „ Frau and Kinder . . ." ES kam mühsam schmerzvoll heraus. Die Rechte griff nach der Drusl, färbte sich gleich rot.
Frau und Kinder . . .
Wie eine Vision zogen vor Dlücher ... frohen Tage in Münster vorüber. Er sah Die stattliche trotzige Frau, die ihrem Manne so manche harte Rutz zu knacken aufgegeben, und die er doch Held (lebte. Er sah die sechs Kinder: fünf Mädels — Die „Orgelpfeifen" hatten sie tn Der Garnison geheißen — und den Spätling, den Jungen — und er sah sie^plötzlich tn schwarzen Trauerkleldern, sah sie in 2lrmut und Rot.


