Hilfsstelle geworden Sie wtrtbe dem Gastwirt Poths am Bahnhof übertragen. Rödgen, Annerod und Trohe zählen nun za Gießen.
ph. Trais-Hort off, 8. Nov. Seit dem Bestehen unseres Braunkohlenbergwerks Grube,Friedrich" sind durch den Abbau der Kohle bereits mehrere hundert Morgen Ackerland in unmittelbarer Nähe des Dorfes eingesunken und Unbrauchbar geworden, oder dem wieder eingestellten Tagbau zum Opfer gefallen, ein bei unserer kleinen Gemarkung ganz empfindlicher Derlust für Besitzer und Pächter der Ländereien. Da fast rings um das ganze Dorf abbaufähioe Kohle gemutet worden ist und von. der Grube immer mehr Kohlenfelder in Anspruch genommen werden, wird Die Existenz der bereits schwer geschädigten ackerbautreibenden Bevölkerung derart gefährdet, daß Hilfsmahnahmen unbedingt erforderlich sind. Run werden neuerdings wieder ungefähr •50 Morgen Land von der Grube beansprucht und in wenigen fahren wird auch auf diesem Kohlen- fcld kein Pflug mehr gehen. Einige kleinere Landwirte, denen die Enteignung droht, werden schon in kurzer -Zeit genötigt sein, ihren Betrieb ganz cc'juftellen. Mit den bei solchen Enteignungen v Auszahlung gelangenden Geldsummen ist bei ixr von Monat zu Monat steigenden Geldent- vxwtung an eine Erwerbung neuen Geländes nicht mehr zu denken. Es ist daher begreiflich, d-uh die Landwirte nicht anders als gegen Tausch ihren Besitz herzugeben gewillt sind. Um die hier vorliegenden Notstände und Fragen zu studieren, weilte am Dienstag eine Regierungskommission hier, bestehend aus dem Minister U edel, Präsident des Landesernährungsamtes, Oberregierungsrat Dr. Becker, LandeSöionom.e- rat M ü l l e c und Aog. Fenchel. Eine ein- geher.de Besichtigung der Gemarkung, die trotz des durch den Regen grundlos gewordenen Bodens in aller Gründlichkeit vorgenommen wurde, bestärkte die Herren in der Ueberzeugung, daft Hilfe drdegcnd nötig ist. Es steht zu hoffen, daft durch das Eingreifen der Regierung ein Weg gefunden wird, der unsere ackerbautreibende Bevölkerung und die kleinen Pächter vor dem Ruin bewahrt.
Kreis Friedberg.
Bad-Nauheim, 7. Nov. Fabelhafte Preise wurden dieser Tage bei einer H o lzv erst e i g e r u n g im Stadtwalde erzielt. Vierzig Well.n Eichen- und Birkenholz kosteten 4000 bis f?3O2. ‘IKart. Das sind für eine Welle durchschnittlich 12 5 Mark! — Billiges Mehl chbt das städtische Lebensmittelamt aus seinen Borräten von Zeit zu Zeit an die Dersorgungs- berechtigten ab. Auch dieser Tage kommt zur grc-L'o?. Freude der Hausfrauen wieder ein Pfund ameritanisches Weizenmehl für 10 Mark an jede bezugsberechtigte Person zur Auigabe.
ch. M ü n z e n v e rg, 8. Nov. Ein sehr wich- ligtv Kapitel in der wirtschafltiche'n Entwicklung unserer Gemeinde ist nunmcchr zu Ende gekommen dadurch, das; die seit dem Jachre 1911 im Gang befindliche Feldbereinigung zum Abfchlutz fictommen ist. Die Arbeiten hatten durch den Eintritt des Krieges eine unliebsame ^Interbrechung erfahren und konnten erst nach Kriegsende wieder
aufgaiommen weichen. Wenn auch gewry nicht alle Wünsche berücksichtigt werden konnten, so wird sich doch aufs Ganze gesehen die Zusammen- legung der Felder als ein großer Vorteil erweisen, der erst in den kommenden Icchren jedem Einzelnen so recht deutlich werden wird. Durch die Feldbereinigung 'bat jum Teil auch unser Ortsbild ein verändertes Aussehen erfahren, da an einer Stelle zur Herstellung eines Zufährts- weges die alte Stadtmauer durchbrochen worden und an einer anderen Stelle crur> dem gleichen Grund ein altes Stadttor (Pforte, die nach dem sogenannten Hirzengarten führte) abgebrochen und nicht weit davon als Toreinfahrt für eine Scheune wieder auf- gebaut worden ist.
ch. Trais-Münzenberg, 7. Nov. Einen erfreulichen Beweis von Opferwilligkeit gab die hiesige Gemeinde dadurch, daß in ihr eine Natu r a l s a m m l u n g in Weizen zum Besten des Io hanniterkranken Hauses in Nie- der-Weisel den schönen Ertrag von 91 L. Ztr. ergab. Wenn andere Gemeinden der -Umgebung in gleicher Weise handeln, wird es hoffentlich möglich fein, den Betrieb des Krankenhauses, das für unsere Gegend ein großer Segen ist, weiter crufrechtzuebhalten.
Landwirtschaft.
Stand der Feldfruchte.
Nach dem amtlichen Saatenstandsbericht für Hessen von Anfang November hat sich infolge der anhaltenden nassen Witterung die H e r b ft a u $ - saat verzögert. In vielen Gemeinden ist sie noch nicht beendet. Von bzn 234 Berichterstattern wurden daher nur für 87 Bezirke Saatenstandsnoten abgegeben. Dirse betragen für Win- terweizen 3,4, für Winterspelz 2,9 und für Winter- loggen 2.7. Hierbei bedeutet 2 gut, 3 mittel und 4 gering.
Vermischtes.
Explosion auf einem Hamburger Tank- dampfrr.
Hamburg, 9. Nov. (WTB.) Wie aus Cuxhaven gemeldet wird, hat sich eine Explosion an Bord eines von Rotterdam mit einer Benzinlabung einkommenden Hamburger T a n l da rn p f e r s auf der Reede querab Osterhöft ereignet. Von der 17 Mann starken Besatzung sind nach bisheriger Feststellung elf Mann gerettet worden. Die Explosion war so stark, daft von dem Vorderschiff sämtliche Platten toeggeriffen wurden, so das) das Vorderschiff nur noch aus einer Reihe von Spanten bestand. Das ganze Hinterschiff stand alsbald nach der Explosion in Flammen. Nach kurzer Zeit versank das Schiff. Die Reltungsarbeiten, an denen sich mehrere Dampfer beteiligten, wurden durch die auf dem Wasser schwimmenden brennenden Tenzinmafsen sehr erschwert.
tob. Dvrtmund, 9. Nov. In der Nacht zum Montag brach ein fremder Hund in eine Schafherde ein, zerriß ein Schaf, während die anderen
Tiere ausbrachen und auf dep Eisendahnkörper liefen. Ein Eilzug fuhr in die Schafe hinein und tötete 45 Stere.
tob. Mannheim, 9. Nov. Der Erfolg der Buchmacher st euer hat hier die kühnsten Er-
Die Novelle zum Einkommensteuergesetz vom 20. Juli 1922, durch die steuerfreies Einkommen aus Spareinlagen geschaffen wurde, hat zu einigen Zweifelsfragen Veranlassung gegeben, deren Erörterung von allgemeinem Interesse sein dürste:
Zunächst herrscht noch Unklarheit darüber, von wann ab die 20jährige Sperrfrist läuft. Nach dem Wortlaut des Gesetzes kann die Be- fhmmung nicht anders ausgelegt werden, als daft dte Rückzahlung der Spareinlagen 20 Jahre nach Eröffnung deF gesperrten Sparkontos oder beim Ableben des Kontoinhabers erfolgen darf. Das Reichssinanzministeriurn hat sich kürzlich auf den gleichen Standpunkt gestellt. Als Zeitpunkt der Eröffnung des Sparkontos hat der Tag zu gelten, an dem der Sparer den Antrag auf Sperre des Kontos stellt und gleichzeitig die erste Einzahlung leistet. Die erste Einzahlung kann, ebenso tote die folgenden, in beliebiger Höhe (bis jährlich 8000 Mk.) geleistet werden. Auch die erst in späteren Jahren auf das Konto gemachten Einzahlungen geniesten den Vorteil der Einkommen- steucrfreiheit im Cinzahlungsjahr und sind ebenfalls 20 Jahre nach Leistung ter ersten Einlage zurückzuzahlen. Die zwanzigjährige Sperrfrist bezieht sich also nur auf die Sperrbauer der ersten Einlage und verringert sich entsprechend für Einzahlungen, die erst in späteren Jahren gemacht werden.
Angesichts dieser Sachlage empfiehlt es sich dringend, dast die Sparer sich möglichst bald ein solches Konto anlegen, auch wenn sie vorerst größere Einzahlungen nicht leisten können oder wollen. Denn mit dex ersten, wenn auch kleinen Einlage, sehen sie die 20jährige Sperrfrist in Lauf und verringern auf diese Weise die Sperrbauer der Einzahlungen späterer Jahre. Ein Hinausschieben der ersten Einzahlung auf ein späteres Jahr schiebt auch den Rückzahlungstermin sämtlicher späteren Einzahlungen hinaus.
-lieber die Höhe der Einzahlungen sind vielfach Irrtümer verbreitet. Es ist nicht richtig, bat) ein Steuerpflichtiger für jedes Familienmitglied 8000 Mart Einlage in Abzug bringen kann. Er kann vielmehr j ä h r l i ch n u r e i n m a l 8 0 0 0 Mark in Abzug bringen und zwar darf der als Spareinlage eingezahlte Betrag zusammen mit dem Lebensverficherungsbeitrag den Betrag von 8000 Mack nicht übersteigen. Gleichgültig ist es, ob der Steuerpflichtige das Konto für sich selbst eröffnen lässt ober für seine nicht selbständig veranlagte Ehefrau (§ 16) ober für
*) Vergl. „Giestener Anzeiger" Nr. 253 vom 27. Oktober.
Wartungen übertroffen So hat einer her badischen Buchmacher, der seit der 2- Augusthälfte Wetten entgegennimmt, in der Zeit vom 15. August bis 31. Oktober 8 0 0 0 0 0 M k. Steuern ab- geliefert.
seine nicht selbständig veranlagten Kinder (§ 17 E.St.G.). Den Antrag auf Eröffnung eines Sparkontos für die Ehefrau ober für eines seiner Kinder kann der Steuerpflichtige selbst als deren Vertreter stellen. Mehr als 8000 Mark Spareinlagen (zusammen mit dem Lebensversicherungsbeitrag) darf ein Steuerpflichtiger nicht in Abzug bringen. Sind dagegen die Frau ober bie Kinder selbständig zur Einkommensteuer veranlagt, so können sie von ihrem selbständigen Einkommen natürlich auch von den Vorteilen der steuerfreien Spareinlagen tynter Einhaltung der 8000 Mark-Grenze Gebrauch machen. Beim Reichstage sind oder werden noch Anträge auf Erhöhung des steuerfreien Betrags eingereicht werden: es ist zu hoffen, bah die Anträge angenommen werden und dadurch eine der immer zunehmenden Geldentwertung entsprechende Erhöhung.eintritt.
Zweifel entstanden auch darüber, bei wem die Eknzahlungen der Spareinlagen und ob sie an jedermann, auch an Privatleute, Unternehmer u. ä. erfolgen könnten. Aus dem Wortlaut der Novelle ist zu entnehmen, das) es sich um Spar- etnlagcn handeln must. Es must also bei der vertraglichen Abmachung (Einzahlung, Zinsbedingung und Ausschlust der Rückzahlung bis zum Tod ober nach 20 Jahren) der Charakter des Vertrags als eines Spar geschäfts zu Tage treten. Daraus geht hervor, dast die Einzahlungsstelle jedenfalls berechtigt sein must. Depositen anzunehmen. Es kommen also nur Danken, Sparkassen, Genossenschaften u. ä. in Frage.
Die Streitfrage, ob Leb e n s v e r s ich e - rung ober Spareinlage vorzuziehen sei. kann nicht generell, sondern nur von Fall zu Fall erörtert werden. M. E. empfiehlt sich eine Kombination von Lebensversicherung und Spareinlage, woran auch die Gesetzgebung gedacht zu haben scheint, da sie für beide zusammen 8000 Mark einkommensteuerfrei lätzt.
Um einen weiteren Zweifel zu beseitigen, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dast bcm zuständigen Finanzamt Anzeige von dem Sparkonto gemacht werden must. Das Gesetz verlangt diese Anzeige ausdrücklich. Sie geschieht am zweckmästigsten durch Vorlage der Bescheinigung, die die Sparstelle dem Steuerpflichtigen jeweils über seine Einzahlungen erteilt.
Es wäre zu wünschen, dast diejenigen, denen Ersparnisse zu machen möglich ist, von der grvsten steuerlichen Vergünstigung weitgehenden Gebrauch machen, und zwar zu ihrem Vorteil möglichst bald, zumal die Kassen durch die lange Verfügbarkeit über die Einlagen einen höheren als den üblichen Zinsfuß sehr wohl zu gewähren in der Lage fein dürften.
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-Konfekt verhütet Ikrxfanfnna ,
ßestd. .‘lucker, "Apfel mark u. Phenolph tal ü. 72, M" »
Steuerfreie Spareinlagen.
Don Georg Lind, Rcchtscmtoalt, in Grünberg.
II.
behördliche Anzeigen!
Bekanntmachung, die Wahlen der Stadtverordneten! sowie der Mitglieder der Kreis- und
Provinzialtage betreffend.
Am 19. November 1922, vormittags von 9 Uhr bis abends 7 Uhr, werden die Wahlen der Stadtverordneten, Kreis- und Provinzialtagsmitglieder vorgenommen.
Die Wahl findet statt:
Für den Abstimmungsbezirk 1 im
Alten Rathaus, Marktplatz 14
Der Abstimmungsbezirk umfaßt: Auf der Bach, Burggraben, Hundsgaffe, Kirchenplah, Kirchstrahe, Lindengasse, Lindenplatz, Marktplatz, Walltorstraste, Wehsteingasse, Wetzsteinstrcche, Zozels- gaffe
Vorsitzender: Kaufmann Loui s Mthoff fern, Stellvertreter: Spenglermeister Rudolf Rödiger.
Für den Abstimmungsbezirk 2 im städt. Dienstgebäude, Afterweg 9
Asterweg, Äammstrahe, Gderstrahe, Im
Gartfeld, Schillerstrahe, Weserstrahe
Vorsitzender: Fabrikant Karl Stückrath, Stellvertreter: Stadwerordneter Heinrich
Günther.
Für den Abstimmungsbezirk 3 im
GewerbehauS, Kirchstrahe 16
An der Hardt, KrofdorferStrahe, Nordanlage, Rodheim. (Strafte, Schützenstrafte Vorsitzender: Stadtverordneter Heinrich
Stimmer,
Stellvertreter: Kaufmann Heinrich Becker.
Für den Abstimmungsbezirk 4 im
Schulhaus, Schillerstrahe 8
Am Rodtberg, Dückingstrafte, Marburger Strafte, Schottstrafte, Steinstrafte, Wiesecker Weg
Vorsitzender:StadtverordneterGeorgKling, Stellvertreter:Stadwervrdn.HermannGoft.
Für den Abstimmungsbezirk 5 im
Alten Schulhaus, Neustadt 61
Gabelsbergerstrafte, Hammstrafte, Kornblumengasse, Lahnstrafte, In Löbershos, Marktstrafte, Mühlstrahe, Kleine Mühl- gaffe, Neustadt, Sandgasse, Schanzen- strafte, Tiefenweg
Vorsitzender: Stadtverordn. Franz Diener, Stellvertreter: Stadwerord. Marie Martin.
Für den Abstimmungsbezirk 6 im
Schulhaus, Westanlage 43
Bahnhofstrasse, Grabenstrafte, West- anlage, Hinter der Westanlage
Vorsitzender: StadWerordneterAugustNoll, Stellvertreter: Kaufmann Karl Röhr.
Für den Abstimmungsbezirk 7 in der Alten Klinik, Liebigstrahe 16
Buddestrafte, Frankfurter Strafte, Frie- drichstrafte.
Vorsitzender: Kaufmann Heinrich Boller, Stellvertreter: Kaufmann Karl Seibel.
Für den Abstimmungsbezirk 8 in der Alten Klinik, Liebigstrahe 16
An den Bahnhöfen, Am Stea, Duchner- ftrafte, Crednerstrahe, Glaubrechtstrafte, Hillebrandstrafte, Hof mannstrafte, Klinik- strafte, Mittelweg, Wetzlarer Weg
Vorsitzender: Stadtverordn. Heinr. Winn, Stellvertreter: Stadtverordn. Emil Simon.
Für den Abstimmungsbezirk 9 im Konfirmandensaal, Liebigstrahe 56
Aulweg, ©bestrafte, Crdkauterweg, Leihgesterner Weg mit Bergwerk, £ie- blgftrafte, Wilsonstrafte
Vorsitzender: Prokurist Rudolf Hahn, Stellvertreter: Kaufmann Wilh.Baumann.
Für den Abstimmungsbezirk 10 im Realgymnasium, Ludwigstrahe 11
Ludwigstrafte, Am Riegelpfad, An der Warte, Grüninger Pfad, Wilhelmstrahe Vorsitzender: Stadtverordn. Heinr. Goerz, 6tefft> et tret.: Stadtverordn. Heinr. Fourier.
Für den Abstimmungsbezirk 11 im Stadthaus, Bergstraße 20 (früher Steins Garten)
Bergstrafte, Druchstrafte, Gartenstrafte, Loberstrasse, Ludwigsplah, Stephanstr. Vorsitzende: Stadtverordnete Wilhelmine
Kramer,
Stellvertreter: Stadtverordn. Heinr. Hohn.
Für den Abstimmungsbezirk 12 im Handelskammergebäude, Lonhstr. 7
Dleichstrafte, Gnauthstrafte, Goethe- ftrafte, Henselstrafte, Lonhstrafte
Vorsitzender: Stadtverordneter Professor Michel
StellvertretenStudienratProf.vr.Markert.
Für den Abstimmungsbezirk 13 in der Oberrealschule, Stephanstrahe 12 Bismarckstrahe, Georg-Philipp. Gail- ©trafte, ©utenbergftrafte, Hessenstrafte, Keplerstrafte, Landmannstrafte, Nah» rungßberg, Schiffenbetger Weg, Gemarkung Schifienberg, Wolfstrasse
Vorsitzender: Stadtverordn. Rektor Müller Stellvertreter: Lehrer Hermann Schmidt.
Für den Abstimmungsbezirk 14 im Israelitischen Gemeindehaus, Lony- strahe 4
Qlnncröber Weg, Döringstrahe, Eichgärten, Eichweg, Grofter Steinweg, Sicher Strafte
Vorsitzender: Lehrer Karl Schmidt Stellvertreter: Kaufmann Karl Fix.
Für den Abstimmungsbezirk 15 im Fuftizgebäude Ostanlage 15, Saal im Erdgeschoh
Kaiserallee, Ostanlage, Moltkestrafte, Roonstrafte, Wiesensttafte
Vorsitzender: Bücherrevisor HermannWill, Stellvertreter: Kaufmann Ludwig Schmitt.
Für den Abstimmungsbezirk 16 im RegierungSgebäudeLandgraf-PhiliPp- Platz 3 — Sitzungssaal —
Brandgasse, Drandplatz, Draugaffe,
Diezsttafte, Dreihäusergaffe, Erlengaffe, Kanzleiberg,Kaplaneigasse.Landgrafen- strafte, Landgraf-Philipp-Plah, Markt- laubenftrafte. Neuen Baue, Schloftgaffe, Schulstrafte, Senckenbergstrafte, Sonnen- strafte, Triff ergaffe,Wagengasie,Weiden- gasie
Vorsitzender: Verwalter Wilhelm Riebel, ©teffoertreter: Landgerichtsrat Küchler.
Für den Abstimmungsbezirk 17 im Hotel Prinz Earl, Seltersweg 40
Kreuzplatz,Löwengaffe.Maigaffe.Mäus- bürg, Rittergasie, Seltersweg, Teufelslustgärtchen, Wettergasse, Wolkengaffe Vorsitzender: Stadtverordneter Johannes Diehl,
Stellvertreter: Stadtverordnete Minna Naumann.
Für den Abstimmungsbezirk 18 im Stadthaus Gartenstrafte 2 (altes Dürgermeiftereigebäude), Zimmer Nr. 7 Alicestrafte, An der Iohanneskirche, Iohannesstrafte, Kaplansgasie, Katha- rinengaffe, Neuenweg, Plockstrafte, Süd- anlage
Vorsitzender: Stadtverordn. Karl Krailing, Stellvertreter: Frau Pros. l)r.Vogt Witwe.
Die Stimmberechtigten haben 42 Stadtverordnete, 30 Kreistagsmitglieder und 35 Provinzialtagsmitglieder zu wählen. Cs können nur für einen der zugelassenen Wahlvorschläge, in welchemAbänderungen nicht vorgenommen werden dürfen, Stimmen abgegeben werden.
Alle Stimmberechtigten werden sin- geladen, Lu der angegebenen Zeit sich persönlich einzusinden und ihre Stimme abzugeben. [9909B
Gieften, den 10. November 1922.
Der Oberbürgermeister. I. D.: l)r. Sejb.
SM. MkilSM Wo
Liebigstraße 16. Teleph. 2654.
Kostenlose Arbeitsvermittelung und Berufsberatung für beiderlei Geschlecht, u. a. auch für Kriegerwaisen und Krtegs- beschädigtenkinder.
ES können eingestellt werden:
a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Dtein- bauer, 1 Schlosser, 1 Schuhmacher, ein Provisionsreisender.
Lehrlinge: 1 Friseur. 1 Bäcker, 1 Maler und Weissbinder, 1 Stukkateur, zwei Lackierer, 1 Einrahmer, 2 Schmiede, 2 Gärtner, 1 Schuhmacher.
b.bei auswärtigen Arbeitgebern: zwei landw. Knech.e, mehrere landw. Taglöhner, 1 verheirat. Knecht mit älteren Kindern. 2 ViehfÜtterer, 1 Schneider, 1 Schmied, 1 Sattler. 3 Schreiner, 2 Zimmerer, 1 Provisionsreisender, ein Elektromonteur tür Slraftftrom, drei Dreher, 2 Schlosier, 1 Müller. 1 Schuhmacher.
Lehrlinge: 1 Schreiner, Bäcker.
ES suchen Arbeit: Schriftsetzer, Buchdrucker, 1 Schreiner. Kaufleute, Schrei
ber und Reisende, Packer, Hausburschen und 8u81üufer, Maschin.nichlosser, Bausch! oster, Schuhmacher, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler und Polsterer, t^äcker und Metzger, 2 Kellner, 1 Kraftfahrer, ein Schmied, 1 Buchbinder, Mechaniker, 1 Heize , 1 Wagner, 1 Kock, mehrere Anstreicher, 1 Welstbinder.
Lehrlinge: 1 Kaufmann, 2 Autoschlosser, 2 Smloster, 1 Svengler, 1 Mechaniker, 3 Elekiroinonteure, 1 Schuhmacher mit Kost und Wohnung, 1 Schreiner desgl.
GclegeubeitSarbeite« werden ebenfalls entgegengenonuuen.
Weibliche Abteilung:
CS könnet» eingestellt werden:
a. bei biesigeu Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Dienstutädchen, liaufftauen und -mSdche»» für einzelne Tage, tüchtige Alleinmädchen, 2 einfache Stützen, eine Köchin, 3 Wnschsrauen.
b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 3 landw. Dieitstumochen, Dienstmädchen, Hausmädchen. ZtmmerMädchen, Allein- uiädchen, 1 Köchin, 1 Stütze. 9621B
ES suchen Arbeit: 2 Büglerinnen. Kontoristinnen, 2 Flickerinuen, 3 Ber- fäufennnen, 2 HauShälkerinnen. einige Laustrauen, auch für Nachmittagsbeschäftigung, Mädchen für tagsüber, 1 Waschfrau, 3 Fabrikarbetterinnen.
Die Berufsberatung nnd Arbeits- Vermittlung für Musiker findet Dienstag, Donnerstag und SamStag von 10 biS 12 Uhr statt. 9927B
Bekanntmachung.
Im Amtsverktindigungsblatt Nr. 112 vom 3. November 1922 sind neue Gebührensätze für das Reinigen der Schornsteine veröffentlicht, auf die ich hierdurch Hinweise.
Gieften, den 7. November 1922. [9908B Der Oberbürgermeister. I. D.: Krenzien.
Bekanntmachung.
Detr.: Stiftungen.
Die Veröffentlichung fälliger Stiftungen erfolgt in Zukunft nur noch an den An- schlagstaseln im Standesamt und beim Wohlfahrtsamt, Gartenstrafte 2. 9907B
Gieften, den 8. November 1922.
Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt). _______________Dr. Frey.______________
Holzsubmisfiorr.
Am Donnerstag, dem 16. d. Mts. kommen aus dem Gemeindewald Langsdorf, im Vorverkauf, nachstehende Holzsortimente auf dem SubmisstonSweg in 5 Losen zum Verkauf:
LoS I.
Eiche 4. Klaffe zirka 3 Festmeter
Fichte 3. ,, 25 „
„ 4. „ „ 50 „
5a. ,, „ 50 „
5b. „ , 25 „
Kiefern 5. , , 2 ,
LoS II.
Fichte 3. Klaffe zirka 20 Festmeter
» Derbstangen ” 5 “
Kiefern 5. Klaffe „ 2
Los III.
Eiche 4. Klaffe zirka 1 Festmeter
„ 5. ■ „ „ 2 ,,
„ 6. 1
Fichte 3. „ „ 5
„ 4. „ „ 40
» 5a. „ 60 „
„ 5b. .. .. 60 „
„ Derbstangen5 „
Buche 3. Klaffe „ 3
„ 4. „ „ 2 ..
Los IV.
Eiche 2. Klaffe zirka 0,50 Festmeter
3. „ „ 1
4. „ 3
„ 5.....1,50
6.....1
Fichte 3. „ „ 10
„ 4.....30
„ 5a. 40
„ 5b. „ 20
.. Derbstangen „ 5
Hainbuchen 4. Klaffe zirka 0,50 Festnteter 6. „ 1
Los V.
Eiche 2. Klasse zirka 1,50 Festmeter
4. „ „ 5
„ 5. „ „ 3
„ 6. .. „ 1
Fichte 3. „ 5
,, 4. 15
5a. „ 15
„ 5b. „ ,, 7
„ Derbstangen1
Hainbuche 5. Klaffe „ 1
Bemerkt wird, daft das Holz noch nicht gefällt ist. Angebote sind bis zum 16. ds. Mts., mittags 1 Uhr, auf der Bürgermeisterei abzugeben, woselbst alsdann die Eröffnung derselben erfolgt .Die Verkaufs- und Zahlungsbedingungen sind auf der Bürgermeisterei zu erfahren, und werden auch vor Eröffnung der Submission bekanntgegeben.
Wegen Besichtigung des Holzes wolle man sich an Forstwart Pauli wenden.
Langsdorf, den 8. November 1922
Bürgermeisterei Langsdorf.
9897D Bender.
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