Ausgabe 
9.9.1922
 
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men, fetten* her ReichSeisendahnbtrektton ^rant= furt a M entsprochen wird.

Die Handelskammer bat gegen die mit Wir­kung vom 1. September d. 3 angeordnete E i n- fuyrsperrevonRohtabaken im Interesse der Zigarren- und Tabakindustrie ihres Bezirks und der von ihr beschäftigten Arbeiterschaft Ein­spruch erhoben und die hessische Regierung ge­beten, ihren ganzen Einfluh dahin geltend zu machen, 7>ah das Einfuhrverbot sofort wieder aufgehoben wird und eventuell nottoendig er­scheinende Mahnahmen nur im Einvernehmen mit der Fachorganisation der Zigarren- und Labakmdustrie unternommen werden.

Genehmigunyszwang für die Errichtung von öffentlichen

Denkmälern.

DaS Ministerium des Innern $üt dem Land­tag den Entwurf eines Gesetzes über die Er­richtung von öffentlichen Denkmälern zur verfassungsmähigen Beschlußfassung vorgelegt.

Rach diesem Entwurf soll die Schaffung von öffentlichen Denkmälern von der vorherigen behördlichen Genehmigung abhängig ge­macht toerben. Der Zweck des Borgehms ist, die Denkmalschaffung nach künstlerischen Ge­sichtspunkten zu gestalten, die fabriEmäbigc Gleichmacherei auszumerzen. Zuständig für die Genehmigung soll 'die mit den baupolizeilichen Obliegenheiten betraute Behörde sein, die die vor- gelcgien Entwürfe zunächst in künstlerischer und erforderlichenfalls in technischer Hinsicht begut­achten lassen muh. Zur Beurteilung der öffent­lichen Denkmäler in künstlerischer Hinsicht wird ein Landeskunstrat f ü r Denkmäler ge­bildet, dessen Gutachten die zur Genehmigung eines Denkmals zuständige Dshörde einholen Cann, bzw. in besonderen Fällen einholen muh. Das eingeholte Gutachten des Kunstbeirats soll bei der Entscheidung über die Genehmigung in bezug auf die künstlerische Würdigung ausschließlich maßgebend sein. Die Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz soll das Ministerium des Innern erlassen.

lieber die Gründe, die für das Ministerium bei der Ausarbeitung dieses Gesetzentwurfes mah- aebend waren, sagt die Begründung der Vorlage folgendes:

Bereits während des Krieges wurde von sachverständiger Seite unter Berufung auf die Kunstlostgleit der oft übet ganze Gegenden schablo­nenhaft verbreiteten Kriegerdenkmäler aus der Zeit nach 1870/71 angeregt, es möge durch gesetz­liche Maßnahmen bestimmt werden, baß derartige Denkmäler nur errichtet werden dürfen, wenn der Entwurf und die Plahfrage nach künstlerischen Gesich-tspunkten geprüft und für gut befunden sind. Die jetzt allenthalben entstandenen und entstehen­den Denkmäler für die im Kriege Gefallenen be­stätigen leider die damals gehegten Befürchtungen in vollem Umfange. Die Entwürfe lassen fast durchweg nicht nur jeden künstlerischen Sinn ver­missen, sie sind sogar vielfach so minderwertig »daß sie noch weit hinter dem Durchschnitt der nach dem Kriege 1870/71 errichteten Denkmäler zurück- stehen. Ebenso wie in anderen Ländern, ins­besondere in Bayern, hat sich auch in Hessen gezeigt, das) drr Geschmack der Oluf trag gebet ge­bildet ist nach den auf den Friedhöfen reihenweise ausgestellten Kataloggrabsteinen und das) er über . die nach diesem Schema von den Unternehmern jetzt im groben hergestellten und durch Vermitt­lung von ansässigen Händlern oder Provislons- ireifenben angebotenen Erzeugnisse nicht hinaus- gecht. Vielfach werden auch Denkmäler aufgestellt, die von Steinmetzen handwerkSmäs-ig in unfünft- lertscher Art selbst entworfen unb ausgeführt wer­den und in ihrem Aussehen oft noch hinter den Erzeugnissen der Industrie zurückstehen. Bei der Wähl der Ausführungsweife spielt die Kosten­frage eine wesentliche Rolle. Die Auftraggeber wünschen mit wenigen Mitteln ein äußerlich be­stechendes Werk zu erwerben unb lassen sich da- -durch auf Zureden der Händler oder Hersteller bestimmen, ein minderivertiges Katalogwert oder gar bas ohne jedes künstlerische Verständnis von einem beliebigen Steinmetzen selbst entworfene Werk zu nehmen, tvährend doch künstlerisch be­deutende Werte auch in einfachster Ausführungs- Weise zu nicht höherem greife hergestellt werden können.

Man hat seither versucht, durch Einrichtung einer der Ministerialabteilung für Bauwesen an- gegliederten staatlichen Beratungsstelle für Krie- gerehrungen in Verbindung mit der Beratung durch die Regierungsbauräte bei den Kreisbau­verwaltungen und den Denkmalpflegern eine Besserung zu erreichen. Allein alle Bemühungen dieser Stellen im Verein mit den Kreisämtern haben es nicht vermocht, auf die Gemeinden und die sonstigen Auftraggeber sowie auf die Her­steller der Denkmäler den gewünschten Einfluß zu gewinnen. Auch bei Denkmälern, die in der Umgebung von nach dem Denkmalschutzgeseh als Baudenkmäler geltenden Kirchen ausg stellt wer­den, wurde die nach Artikel 2 des Denimalschuh- stcsetzes erforderlich.- bchördliche Genehmigung zur Aufstellung vielfach erst nach Fertigstellung des Dcickmals eingoiholt, so dab dem Denkmalpfleger eine ©inwirfung auf die Gestaltung nicht mehr möglich war. Es konnte sogar festgestellt werden, dab, nachdem dieses CBerfobren für den Unter­nehmer einmal von Erfolg begleitet war, es dann allgemein fortgesetzt wurde.

Unter diesen Umständen bleibt der Regierung als letztes Mittel nichts anderes übrig, als die Aufstellung der Denkmäler allge­mein genehmigungspflichtig zu machen. Man hält es hierbei für richtig, entsprechend der Regelung inBaijem, die Genehmigung auf alle öffentliche Denkmäler aus- zudehnen und das Verfahren mit dem bestehenden baup-olizeilichen Genehmigungsverfahren zu ver­binden.

Der Begrifföffentliche Denkmäler" ist im einzelnen durch die Ausführungsbestimmungen festzulegen. Hierbei soll grunbsählich btwon aus­gegangen werden, dab zu den öffentlichen Denk­mälern alle Werke der Kunst oder des Kunst­gewerbes gehören, die auf öffentltchen Orten auf­gestellt oder hergerichtet tverben. Das Gleiche soll gelten für die Aufstellung ober Herrich- tung auf nicht öffentlichen Orten, wenn hier­durch bas Landschafts- ober Ortsbild wesentlich beeinflusst werden kann. Zu den öffentlichen Orlen sollen auch Räume m Bauten und umfriedete Orte gehören, -venn sie für die Allgemeinheit bestimmt ober ihr zugänglich sinb. Hiernach wer­den u. a. auch Hel den Hai ne und fon'tige derartige, der Öffentlichkeit gewidmete Anlagen sowie Plastiken unb Gemälde in K i r- chen zu rechnen sein.

Für dte Genehmigung soll das K r e i s a m t unb in Städten, in denen bas baupolizeiliche Ge­nehmigungsrecht auf den Oberbürger­meister ober Bürgermeister übertragen ist, die­ser zuständig fein.

Für bie Fälle, in denen neben der immer stattfindenden Begutachtung durch den zuständigen örtlichen Baubeamten und unter Umständen durch den Denkmalpfleger noch eine weitere Be­gutachtung zu erfolgen hat, soll für das ganze Land eine Stelle geschaffen werden, der anerkannte, besonders hervorragende Vertreter der beteiligten Fachrichtungen, und zwar der Architektur, Plastik und Malerei angehören. Auster Vertretern der freien Künstlerschaft sollen folgende Mitglieder in den Landeskunst­rat berufen werden: 1. die Denkmalpfleger für bie Baubenkmäler, 2. ein Vertreter bet staat­lichen Beratungsstelle für Kriegerehrungen (Mi- ntfierialabteilung für Bauwesen), 3. ber bem Ministerium für Arbeit unb Wirtschaft beige-' gebene Kunstrat. Diese Stelle soll nach allen Seiten völlig unabhängig fein unb bie Gewähr dafür bieten, baß sie ihr Urteil auf eine ein- gehenbe Prüfung aller in Betracht Fommenben Gesichtspunkte grünbet, hierbei auch bie Wünsche ber Auftraggeber insoweit berücksichtigt, als es mit ben zu wahrenben künstlerischen Fvrberungen vereinbar ist. Für bie Berufung ber freien Künstler in bem Lanbeskunstrat soll ber Hessi­schen Arbeitsgemeinschaft für bildende Kunst als Derufsvertretung der bildenden Künstler in Hes­sen das Recht gegeben werden, je einen Vertreter und Stellvertreter der genannten Fachrichtungen zur Berufung in den Kunstbeirat vorzuschlagen. Sobald diese Stelle in dem Genehmigungsver- fahren einmal ihr Gutachten abgegeben hat, soll dieses in Bezug auf die künstlerische Würdigung des Denkmals sowohl in einem etwaigen De- schwerdeverfahren, wie auch in einem auf Grund von Zwangsmastnahmen eingeleiteten Derwal- tungsstreitverfabren einer Anfechtung und einer weiteren Rachprüfung durch andere Sach­verständige nicht unterliegen. Durch diese Be­stimmung wird namentlich auch erreicht werden, dast Verzögerungen durch Anrufen weiterer Sach­verständiger und Einholung sog. Obergutachten vermieden werden."

Dieses Vorgehen der Regierung ist zu 6c- grüfjen Wenn es auch für viele Fälle zu spät kommt, wird es doch immerhin auch heute noch an vielen Orten der Denkmalserrichtung zum Vorteil gereichen können. Wer sich im Lande um- gesehen hat, kann über die Rotwendigkeit dieses Gesetzes nicht im Zweifel fein. Reben man­chen guten Bauwerken, die anzuerkennen sind, gibt es nämlich leider schon genug, bei deren Schaf­fung man sicherlich keinen Kunstverständigen zu Rate gezogen hat. Das) nach dieser Richtung hin jetzt Bcsfei-ung erzwungen werden soll, freut uns um so mehr, als auch wir uns in den Reihen derer befanden, die immer und immer wieder gefordert haben, das) bei der Errichtung von Denkmälern unter allen Umständen eine an­erkannte künstlerische Beratung hrnzuzuziehen ist. Im übrigen werden wir auf die Angelegenheit zurückkommen.

Aus dem Amtsverküirvigurrgsblatt.

** Das ArntSverkündigungsblatt Rr. 96 vorn 8. September enthält: Gesetz über die Regelung des Verkehrs mit Getreide. 3er- trümmerung von Hochspannungsisolatoren. Straßensperrung. Wohnungsbeschlagnahme. Vollstreckung von Räumungsurteilen. Aufstel­lung der Erlisten derjenigen Personen, welche zu dem Amte eines Schöffen oder Geschworenen berufen werden können. Ruhviehmarkt in G testen.

HoMchrrlnachrichten.

Notlage der Kasseler Kunstakademie.

Vom Wohlfahrtsausschuh der Kasseler Aka­demie wird uns geschrieben:

Die wirtschaftliche Rotlage der Studierenden aller Hochschulen ist bekanntlich seil geraumer Zeit sehr grvh, und durch die unaufhaltsam wachsende Verteuerung aller Lebensverhaltnisse wird diese Rotlage von Tag zu Tag drückender. 'DaS für die UniDerfitäten und technischen Hochschulen gilt, gilt nicht weniger für die Akademien der bildenden Kunst. Zwar suchen sich die Studierenden durch Arbeiten in handwerllichen und industriellen Be­trieben während der Ferien eine materielle Grundlage für ihre wirtschaftliche Existenz wäh­rend der Studienzeit zu schaffen, aber diesem harten Erwerbe durch Handarbeit sind natürlich gewisse Grenzen gezogen. Denn wenn diese Hand­arbeit zuviel Zelt und die meisten Energien des Studierenden ausbraucht, muh das Studium als solches völlig vernachlässigt werden. Für den an­gehenden bildenden Künstler kommt hinzu, das; er einer gewissen Frist der inneren Ausreifung wäh­rend der Studienzeit bedarf, die aber überhaupt nicht zustande kommen Eami, wenn diese Studien­zeit mit schweren materiellen Sorgen und Arbeiten um die bare Existenz belastet ist. In solch schwerer wirtschaftlicher Notlage befinden sich aber die meisten Studierenden auch unserer Kunstakademie in Kassel. Ihr zu steuern, ist das Bestreben dös jüngst gegründeten Woh sahr'Sau Schusses dieses Instituts. Bor allen Dingen ist geplant, die im Akademiegebäude bestehende Küche derart auS- zubauen, dah sie der Gesamtheit ber 6tu- bicrcnben zum Rutzen gereichen kann. Denn bie Verpflegung im Gasthaus zählt heute zu ben vielen Unerschwinglichkeiten, die die grotesken Preisbildungen mit sich gebracht haben. Zum Ausbau der Küche sinb vor allem Oltaterial- beschasfungen mancherlei Art iwttoenbig, deshalb wendet sich der Wohlfahrtsausschuß an unsere hessische Bevölkerung in Stadt und Land mit der herzlichen Ditte, diesem Unternehmen Teilnahme und tätige Beihilfe entgegenzubringen.

Spiclplan der frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag. 10. Sept., abends Zi/8 Uhr: Die toten Augen. Montag, 11.: Der Rosenkavalier. Dienstag, 12.: Iphigenie aus Tauris. Mittwoch, 13.: Margarethe. Donnerstag 14.: Die Boheme. Freitag, 15.: Der Troubadour' Samstag, 16.: Mignon. Sonntag, 17.. abends 6i/? Uhr: Tannhäuser. Montag. 18.: Amelia oder ein Maskenball. Dienstag. 19 : Die verkaufte Braut. Mittwoch, 20.: Lohengrin.

Schauspielhaus. Sonntag. 10. Sept, abends 7i,2 Uhr: Tanzabend von Riddy Impe^ toben. Montag, 11.: Der Richter von 3-ilamea. Dienstag, 12.: Gin SommernachtStraum. Mitt­woch, 13.: Hannele. Donnerstag, 14.: Die Weber. Freitag, 15.: Die lustigen Vagabunden. Sams­tag, 16.: Die Weber. Sonntag, 17., abends Zi/8

Uhr: Dte Weber. Montag, IS.: Der Richter von Zalamea. Dienstag, 19.: Gin Sommernachts­traum. Mittwoch, 20.: Die Weber.

Vermischtes.

Berlin, 8. Sept. Rach einer Meldung desB. T." aus Halle rückte eine Bande von Plünderern aus Deneckenstem a H. aus einen Bauern gehörenden Acker in Rothe- hütte, um dort Kartoffeln zu stehlen. Zwi­schen den alarmierten Anwohnern des Dor­fes und den Plünderern kam es zu einem regelrechten Feuergefecht, bei dem die Dors- bewvhner schließlich als Sieger dasFeld" behaupteten. Ein Teil der Diebesbande wurde verhaftet. 3n Osterwieck hat sich ein ähnlicher Fall ereignet. Dort versuchte die Bande am Hellen Tage eine Viehherde zu stehlen.

Berlin, 9. Sept. In der vergangenen Nacht wurde einem Telegramm desB. T." '.ufolge das in die Felsen am Ufer der Saale in Giebichenstein bei Halle eingehauene Kaiser-Friedrich-Denkmal durch unbekannte Täter vollständig zertrümmert.

(Bremen, 8. Sept. (WTD.) Doesmanns telegraphisches Bureau meldet, dah das Flugzeug Bremens-Berlin zwischen Stendal und Salzwedel brennend a b g e - stürzt tft^ Der Flugzeugführer Irmer ist hierbei umgekommen. .Fahrgäste befanden sich nicht an Bord.

Landwirtschaft.

Aus bem Kreise Gießen, Z. Hept. Eine reiche Obsternte ist In unserem Kreise zu erwarten. Kaum eine Gemarkung ist vorhan­den, die nicht mit den verschiedensten Obstsorten reich gesegnet ist. Am besten sind Aepfel und Zwetschen geraten, aber auch an Einmachbirnen unb Honigbirnen herrscht teilt Mangel. An ben Kreisstraßen wird gegenwärtig der Behang der Bäume taxiert, unb es hat sich babei heraus­gestellt, baß wir selten eine bessere Grnte hatten wie dieses Jahr. Die Grummeternte ist im Gang: ber Grasstanb ist infolge bes feuch­ten Sommers ein sehr guter, so baß Der Lanbwirt beruhigt bem Winter entgegensehen kann. Auher- ordentlich hoch sinb aber bie Preise bei ben Ver­steigerungen.

Handel.

Frankfurt a. M, 8. Sept. Börsen- st l m m u n a s b i l d. Die Devisen tendierten heute nach oben Eine freundliche Stimmung machte sich in Auslandsrenten bemerkbar. In Industrie­aktien trat größere Nachfrage ein. Auto-, Zacker­und Zellst offakticn Warden zu höheren Karsen umgesetzt. Die Spekulation war heute za Rück­käufen geneigt, wenn auch die Käufe keinen größe­ren Umfang annahmen. In Wontanpapieren tra­ten vielfach Befestigungen ein. Etektrizitätspapiere lagen durchweg befestigt. Auch Anilinwerte lagen durchschnittlich 3050 Prozent höher. Die Stim­mung blieb im Verlaufe freundlicher bei an­ziehenden Kursen. Der Dollar wurde gegen 1 Ufrr 1400 genormt

Frankfurt a. W.. 9 September 1022.

Börsenkurse.

Frankfurt Berlitz

Schluß» Dchluh- Schluß- Schluh- Kucs Kurs Kurs Kurs

Datum: 7.9

5°/, Dtsch. Kriegsanl. 77,50 4e/0 Dtsch. Reichsanl. 235, - S"/« Dtsch. Reichsanl. 440,- 4e/0 Preust. KonfolS 88,50 Hamburg-Paketf.. . 625.- Norbdeutfcher Lloyd 450, Lomm.u.Privatbank 312,- Darmstädter Bank. 308, Deutsche Bank . . . 670,- Disconto-Gesellschaft 425, Dresdner Dank. . . 330,- Mitteld. Ereditbank. 320,- Aationalbcmk f.D. .

Doch. Gußstahlwerke 2250, - Bud.- Eifenw.-Akt.. 1120,- D.-Luxemb. Dergw.. 2050, Gelsenkirch. Bergw.. 2150,- Harpener Bergbau. 4910,- Öberschl. Eifenb.-B. 975,- Oberschlef. Eifenind. 870 - Dhönir-Bergb.-Akt. 2775, - Bad.Anilin-u. Soda 1400, Höchster Farbwerke. 1000, -

Allg. Glektr.-Gef. . . 732,- Selten& Guilleaume 1002,- Schuckert-Werke. . . 978,- Adlerwerke 545. Daimler 450, 4° o Hess. Staatsanl. 74,10 Electron Griesheim 1040»- Dtfche. Dereinsbank 220 -

8.9. 7.9. 8.9.

77,50 77,50 77,50 240, 240,- 239,- 445,- 445,- 445 -

88,- 86,70 87,10 625,- 620,- 630,- 480,- 451,- 480,-, 314,- 315,- 323,- 320,- 810,- 320,- 570,- 570,- 590,- 420,- 430,- 428,» 350,- 347,- 347,- 314,- 315,- 330,-

2250* - 2035*- 2180, - 1125 - 1150,- 1183- 2075 - 2090, 2125,- 2150.- 2100,- 2225, - 5000'- 4900,- 4975,- 1090,- 975, 1046,-

900,- 860,- 915,- 2800,- 2710,- 2800,- 1480,- 1405,- 1480,- 1100,- 1030,- 1030,-

750,- 765,- 750,- 1006, - 990,- 960,- 1000,- 975,- 1020,-

569,- 550,- 580,- 464,- 465, 489,-

76, - 74,50 76,50 1072,- 995,- 1025,-

220.- -,-

Derliuer Devisenmarkt.

Gero Dries Geld Brief

Datum:

2,40

0,31 0,02 0,97

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

88.80

117.80

117.80

97.80

23.80

125.40

,,08

1,00

8. 9.

-,41

-.19

>,39 ,33

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm .

Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . .

4669,15

63,92 521,32 818,90 689,10 189,76

Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Är. Sh- I Sr.

9.9.

,37 -.18

,36

-.30

London ....

Reuyork ....

Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest .... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro

1,79 4680,85

64.08 526,67 851,10 690,90 190,24

4344,55

55,93 454,42 739,05 614,20 170,78

4355,45

56,67

455,57

740,95

615,80

171,22

7. September 8. September

Marknotterungeu.

Für 100 deutsche Vlark wurden gezahlt: Datum-

Rmstd -RotterL. 48938,75 49061,25 55930, 56070,- Brüssel-Antw. 9588, - 9612,- 10611,70 10638.30 Ehristiania 20973,75 21026,25 23770 25 23829,75 Kopenhagen . . 27066,10 27133,90 30661,60 30738,40 Stockholm. . . . 339 -7,50 34042,50 38052 35 38147,65 HelsingforS. . . 2636,70 2643,30 2946,30 2953,70

Italien 5617,95 5632,05 6292,10 6307,90

5617,95 5632,05 6411,95 6428,05

1298,37 1301,63 1423,21 1426,79

11062,25 10187,75 11186,- 11214, - 24569,25 24630,05 27340,75 27409,25 19999,95 20050,75 2222'4,15 22277,35 1,68 1,72 1,75

Züricher Devisenmarkt.

7. 9. 8. 9.

Wechsel auf Schweizer Franke»

Holland. . .....100 Fl. * 205. 205.25

Deutschland 100 RU. = 0,39 0.378

Wien 100 Kr. = 0.0075 0.üu7i

Prag 100 Är. = 18. 17.40

Paris 100 Fr. = <0.90 40.85

London 1 Ä 23.49 13.50

Italien 100 ß 22.90 22.90

Brüssel 100 Fr. -» 38.65 38.65

Budapest 100 Är. --- 0.225 0.23

Deuyort 100 $ = 527.- 527. -

Agram 100 Är. « 1.55 1.60

Warschau 100 Är. 0,075 0.0775

Berlin 8. &ept. (Wolfs.) Börsenst im­mun g s b i l d. Rach den emvfinbluten Kurs­rückgängen der letzten Tage machte sich (x ute am Wochenschluh In Derbindung mit den wieder et­was anzl-h nden Devisenpl-eis n eine Befestigung l>er Bör^e bemerkbar, die allerdi^s weniger den IndustriÄverten als ben Dalutapapicren unb von bleien vornehmlich ben Auslanbsrenten zugute tarn. So stiegen türkisch«, Ungar. Worte unb Gsen- bahnprioritäten mit nut geringen Ausnahmen unb bie KurSerHöhungen, vor allem in ungarl- fch»n: ©olbrente, waren bei grobem Geschäft recht ansechnlich Aber auch Baltimore. Äanabu svwe Olavi würben erheblich im Kurse heraufgesetzt. Russische Papiere waren eher etwas scha-ächcr. Deutsche Renten zeigten bu^chweg feste Haltung' Am Aktiemna ckt war bie Kursbiidung uneinheit­lich. Die Veränderungen nach unten unb oben betrugen durchschnittlich 20 bis 80 Proz., und gingen nur bei wenigen Papieren, wie Laurcte Hütte unb Scheidemanvel über 100 Proz. hinaus. Immerhin überwogen infolge Deutungen undRuck- käufen bie Kurse.Höhungen, zumal der inzwischc-n erreichte niebrige Kursstand ma^uhei Papie.e diese der Spekulation und vereinzelt auch bem Publikum anscheinend als kaufenswect erfa-einen lassen. DaS Geschäft hielt sich aber in engen Grenzen und eS traten bei kleinen SchwanHungen nennenswerte Veränderungen nicht ein.

Märkte.

Don der Mainzer Börse.

* M a i n z. 8. Sept. Die heutige Börse verlles bei ruhiger Tendenz fest. Es notierten per 100 Kilo loco Mainz je nach Qualitäten: Weizen 6000, Aoggen 48005000, Hater 5803, Biaugerste 5000 bis 5300, Fuitrrgerste 4530, Weiz mmeh Sp z 0 88009225, Roggenmehl 65006600, Weizen tteie 28003000, RoggenNee 28003300, Woizen- futtermehi 40004230, Spelts rreumelasse 1675 618 1775 V ertreber 3430. 630, Lu ec e 45 03 618 50 000, Ital. Rot lee 53 00355 0Ö0, f xirfctte 15 00018 000, Wiesenheu lose 1800, Wiese, Heu gepreßt 2000, Kleeheu 18251900, R^genstroh geb. 1200, Roggenstroh draht eoreht 1303, Kar­toffeln 650, weifte Bohnen 8500. ungefd). Erbsen 11000, Linsen 13 530, Haferslo^en 11 00012 000. Goaupen 9500.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

Der griechisch-türkische Krieg.

Paris, 8. Sept. (WTB.) Nach einer Meldung desPetit Parisien" aus London wird aus Belgrad berichtet, dah P r i n z Ge­org v o n G r i e ch e n l a n d, der sich In Bel­grad befindet, dringend nach Achen zurück- berufen wurde und daß er sich im Sonderzug nach Athen begeben hat.

Paris, 8. Sept. (WTB.) Aus Adamg meldet HavaS, daß bis zum 2. September die türkischen Truppen 700 Kanonen, 950 Lastautos, 11 Flugzeuge, 2000 Maschinengewehre und eine rie­sige Menge von Waffen und Mu­nition und Lebensmitteln erbeu­tet hätten.

Die Stellung des britischen Kabinetts zu ben Lagesfragen.

London. 8. Dept. (WTB.) Wie es heistt.- wird sich Lloyd George heule zur Fvl-tsetzu,g seines Erholungsurlaubes aufs Land zurückl'ege« ben. Das britische Kabinett erörterte in feinet gestrigen Sitzung eingehend dte Lage im Nahen Orient im Lichte der letzten Ereignisse Wegen Zeitmangels war eine restlose Erörterung der al­liierten Schulden und der Note Poincares nicht möglich geworden. Es wurden keine Beschlüsse gefaht. Die britische Regierung wird da' er nicht in der Lage sein, sofort auf die französische Rote zu antworten. Die weitere Erörterung unrd wahr­scheinlich bald stattfinden. DieTimes" melden, dah die britische Regierung wahrscheinlich das Ergebnis der Verband.ungen zwilchen Deutschland unb Belgien abwarten wirb, oevor sie eme Ant­wort an Poincarö erteilt. Die britische Regier-ung sei anscheinerrd bestrebt, ben Eindruck einer Kon­troverse zu beseitigen.

London, 8. Sept. (WTB.)Daily Tele­graph" zufolge suchte der italienische Bot­schafter Lloyd George nach der gestrigen Kabinettssihung auf. Das Blatt melde! noch, dah in der gestrigen Kabinettssihung beschlossen wurde, daß die Meerengen auf jeden Fall gehal­ten totrben müssen und daß Konstantinopel verteidigt werden müsse Em e glisher Staatsmann hatte einem alliierten Diplomaten, der Erkundigungen ein-oa, gestern Derfi-bert. daß die Haltung der britischen Regierung in der Fruge der Meerengen unb Konstantinopels unverän- bert sei.

Die französische Presse zu dem Vertrag zwischen Sttunes und Lubersac.

London, 8. Sept. (WTB.) Der Pa­riser Berichterstatter derTimes" hebt her­vor, dah selbst bie französischen sozialistischen Blätter, die sonst systematische Opposition ge­gen Poincarch betrieben, erklären, dah die Zu­stimmung der französischen Regierung zu dem StinneS-Abkommen eine neue Aera in den französisch ° deutschen Be­ziehungen eröffnet. GS wird erklärt, dah die polittschen und wirtschaftlichen Folgen auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet ein- schneidend sein könnten

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