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lsfeld.
Aug. 24 Schüler und der Oberrealschule und Mädchen-) Schule un- :r diesjährigen Svm- erfahrt über Han- er ÄordseeinselShlt i dortigen Hamburger n Klent dauerte vier- lg lag in den Händen i. Die Schüler haben hten Reiseandenken in reichen AuLstelkmg in ergelegt.
,7. Aug. Verschiedene >re feit Oftem in tm» ichte elektrische (aus der Zentrale betrieb zumtze. Sie t Herrichten, womit sie waschtnen. Sägewerke
chotten.
Mg. Die Laubacher )aftM feierte gestern -a die Weihe ihres tiges „Dergfeuer k)- eLlich erklangen die n nächtlichen Himmel lC Gäste lvaren Mr- inL MW erschien. >omehmlich fröhlichem mteren Ausflügen in , mferes Städtchens. Aug. Seit einigen WM«, de" E Zentral« ;
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Mittwoch, 9. August A922
172. Jahrgang
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Brette örtlich 150 Pf., auswärts- 180 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 500Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 °/0 Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Gruft Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen.
SietzeimAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhesien
vroa nnb Verlag- vrühl'sche Mio,Much. und LteindruSrrei H. Lange. Schristleitung, Seschästrftelle und Druckerei: Schulstratze r.
Nr. 185
Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilagc: GießenerFamilienb lätter Monatliche Bezugspreise: Mk. 29. - und Mk. 3. - Irägsrlohn,durch disPost Mk. 32.—, auch bei Nicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Anschlüsse: für die Schrift- lettung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 5L Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe».
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Vor einem Bruch der Entente?
Die NachmMagssitzung
gramm nicht geändert werde, die Entente cvrdiale nur schwierig fort» g eseht werden könne.
richtet.
Dem Sonderberichterstatter des „Iittransi- geant" zufolge habe ein französischer Mini st e r die Lage nach dem ersten Verhandlungs- tag wie folgt gekennzeichnet: Wir sehen der Umwandlung der deutschen politischen Schuld in eine reine Handels- schuld entgegen, d. h. der Mobilisierung der deutschen Verpflichtungen durch eine Anleihe. Er habe den Eindruck, daß der Bruch der alliierten Einheitsfront nicht mehr zu befürchten sei.
sehung der Reparationssumme, sondern auch eine Zurückziehung der Besahuirgsarinee, ein Verzicht auf die ausländische Kontrolle des deutschen Finanzwesens, Zulassung Deutschlands in den Völkerbund und Aushebung der kleinlichen wirtschaftlichen Sanktionen, die Frankreich soeben hx Kraft gesetzt habe.
Die Pfändervorschläge Poinear^s dem Sachverftändigenausschutz überwiesen.
Die argentinischen Fleischlieferungeu.
Wie die „Vossische Ztg." mitteilt, sind die Verhandlungen des Handelsbevollmächtigten der argentinische Regierung Dr. Bartolomeo Daneri über die Lieferung argentinischen Fleisches nach Deutschland zum vorläufigen Abschluß gekommen und Dr. Daneri ist von Deutschland nach Buenos Aires zurückgereist. Die Schlußverhandlungen werden in Argentinien stattfinden. Vorläufig ist ein Mindestimport von 100 000 Stück Lebendvieh und 100 000 Tonnen Gefrierfleisch, das auf deutschen Schiffen verfrachtet werden soll, in Aussicht genommen. Wie das Blatt mitteilt, werde es möglich sein, das argentinische Fleisch um ein Drittel billiger zu liefern als das deutsche Fleisch ___________
Die Grieche« vor Konstantinopel.
Konstantinopel, 8. Qhig. 3n Rodesto am Marmarameer sind weitere ariechische Trup». Pen eingetrvffen.
Aus dem Reiche.
Heutiger Stand des Dollars
10 Uhr vormittags:
Berlin 797,50. Frankfurt cu M. 813
Paris, 9. Aug. (WTD.) Der Sonderberichterstatter des „Petit Parisien" meldet, er glaube zu wissen, daß, als Poincare im Laufe des in der belgischen Botschaft gegebenen Frühstücks wiederum davon gesprochen habe, evtl, seine Handlungsfreiheit zurückzunehmen, Lloyd George ziemlich streng seine Meinung dahin geäußert habe, daß ein Bruch unvermeidlich sei. Der englische Premierminister hätte hinzugefügt, ein Bruch sei vom englischen, und vom französischen Standpunkt aus gleich bedauerlich. Aber die nun einmal von Poincare eingenommene Stellung scheine ihm keinen anderen Ausweg als den Bruch zu lassen. Dieses sei übrigens gestern abend auch bereits einer Anzahl von Vertretern der britischen Presse mitgetrilt worden.
Paris, 9. Aug. (WTD.) Pertinax telephoniert dem „Echo de Paris" um 1 Uhr vormittags aus London, man versichere, Sir Eduard Grigg, der Privatsekretär des englischen Premierministers, habe gegen 9J/2 Uhr abends in der Downing- Street die meiften englischen Journalisten empfangen und vor ihnen erklärt, daß Lloyd
P a r i s, 8. Aug. (WTD.) Die Lieberweisung des Poinca reschen Programms, das er vor dem Obersten Bat vorgebracht hat, an ein! Sonderkommission mißfällt dem „T e m p s", der darauf hinweist, daß die „Chicago Tribüne" in einem Londoner Telegramm erllärt habe, die Forderungen Frankreichs seien auf ein totes Gleis geschoben worden. Das Blatt sagt, es sei schon unwürdig, daß derartige Absichten bestehen und daß sie sich hervorwagen könnten. Man habe der französischen Regierung anempsohlen, gegen Deutschland die sofortige Feststellung der Verfehlung zu verlangen. Das wäre das Mittel gewesen, uni afc8balb zur Prozedur der Sanktionen zu gelangen. Der „Temps" ist glücklich, daß der Ministerpräsident in seiner Weisheit sich enthalten habe, das zu tun. Auch die von der französischen Regierung ins Auge gefaßte allgemeine Regelung der Reparationen sei unmöglich geworden durch die englische Stote vom 1. August. Poincarö habe deshalb von Pfändern gesprochen, da er gewußt habe, daß der Ministerrat ihm am letzten Donnerstag das imperative Mandat gegeben habe, D eutsch- land kein Moratorium zu bewilligen, wenn man nicht produktive P sänder verlange. Man hätte zwei Umstände anwenden können: Die französische Regierung hätte sich daraus beschränken können, die grundsätzliche Entscheidung anzukündigen und zu rechtfertigen, indem, sie es ihren Alliierten überlassen hätte, ihrerseits zu erklären, welche produktiven Pfander in Deutschland beschlagnahmt werden konnten. Wenn aus Zufall die Alliierten Frankreichs er- 1 klärt hätten, es gebe in Deutschland keine produktiven Pfänder, dann hätte die französische Regierung das Recht gehabt, zu antworten, daß ein
Man“ die Befürchtung aus, daß die Zeit noch nicht gekommen sei, wo der französische Ministerpräsident es wagen werde, die übertriebenen Hoff- nungen seiner Landsleute bezüglich der Reparationszahlungen zu enttäuschen. Der hohe finanzielle Verlust auf dem Papier, der mit einer vernünftigen Regelung der Reparationsfrage Hand in Hand gehen müsse, werde auch nicht durch einen Verzicht Englands auf die ihm geschuldeten Gelder vermieden. Es sei aber noch gar nicht an der Zeit, von einem solchen Verzicht zu sprechen, denn die Voraussetzung dafür wäre nicht nur eine Herab-
London, 8. Aug. 3n der Sitzung der Sachverständigenkommission erklärten die britischen Sachverständigen, daß die Alliierten berei ts über präzise produktive Pfänder verfügten, wie z. D. die 26prozentige deutsche Ausfuhrabgabe. Ebenso sä der Garantiecmsschuß berechtigt, ähnliche Maß
kollektives Vorgehen nunmehr zur Unfruchtbarkeit verdammt sei und daß Frankreich den gemeinsamen Interessen durch seine eigenen Mittel dadurch dienen würde, daß es die Pfänder beschlagnahme, die nicht nach seiner Ansicht ertragsfähig feien und dadurch, daß es ihren (Nettoertrag zu Reparationszahlungen verwende. 3n zweiter Linie hätte die französische Regierung sich damit begnügen können, den Grundsatz aufzustellen, sie hätte auch die Ausführungsmodalitäten Vorschlägen können. 3n diesem Falle hätte sie sich natürlich einer Diskussion und einer Expertive nicht entziehen können. Aber andererseits hätten die Alliierten diese Diskussion nicht verlangen dürfen, ohne daß sie von vornherein das grundlegmrde Prinzip angenommen hätten: Kein Moratorium ohne produktive Pfänder.
Auch das „Journal de D6bats" ist nicht sehr hoffnungsvoll. Es schreibt, die Erfahrung der zahlreichen ht den letzten Zähren abgehaltenen Konferenzen gestatte nicht, auf die gestern angenommene Prozedur viel Hoffnung zu setzen. Die Spezialisten hätten die natürliche aber unangenehme Tendenz, die Dinge in kleinen Dahnen zu sehen, und ihre Irrtümer seien sehr zahlreich gewesen, man hätte jedoch nicht verweigern können, die Sachverständigen zu Rate zu ziichen, aber man müsse erwarten, daß man sich nicht blind ihrem Urteil füge. Was man vermeiden müsse, sei, daß wie so ost, die Staatsmänner. die geteilter Meinung seien, um den Bruch zu verhindern, aufs Geratewohl irgendein Kompromiß annehmen würden, das die Lage nicht mehr verbessern werde, als alle die anderen Kompromisse der letzten drei Jahre.
Ein Schritt der deutschen Regierung in London?
Berlin, 8. Aug. Die „Voss. Ztg." bemerkt zu dem falschen Gerücht, daß Staatssekretär a. D. Bergmann der Träger einer Sondermission in London sei, daß die deutsche Regierung lediglich auf normalem dipl o - manischem Wege den Alliierten die Darstellung der politischen und wirtschaftlichen Situation Deutschlands ü b e r m i 11 e l t h a b e, in der darauf hingewiesen worden .sei, daß Deutschland eine gewisse Zeit zur Erholung gewährt werden müßte and daß die ewige Aolittk der Drohungen außen- und innenpolitisch die allerschlimmsten Wirkungen ausübe. 3n dieser Darlegung wurde das Ersuchen gestellt, die Lösung des Reparationsproblems herbeizuführen, die Deutschland nicht Unmögliches zumute und es nicht zur Verzweiflung treibe.
Berlin, 8. Aug. Zu den gestrigen Verhandlungen in London bemerkt die „G e r m a n i a“ u. a., es sei eine Unwahrheit, wenn Poincare behaupte, Deutschland weigere sich, die, zerstörten Gebiete wieder herzustellen. Frankreich besitze heute den größten Militarismus der Welt und denke gar nicht daran, diesen abzubauen. 3m Gegenteil, wir erleben hier das merkwürdige Schauspiel, daß ein Land, dessen Ministerpräsident den unmittelbaren wirtschaftlichen Ruin befürchtet, die größten Ausgaben für militärische Dinge, also für ganz unproduktive Zwecke leistet. Die im Zusammenhänge mit den produktiven Pfändern erhobene Forderung einer inneren Kontrolle bezeichnet die „Germania" als gleichbedeutend mit einer französischen Finanzhoheit. Nichts als Wahnsinn sei es, wenn Poincare noch die Beschlagnahme und die Ausbeutung der staatlichen Bergwerke sowie der Domanial- wälder beanspruche. Aehnlich wahnsinnig sei die Beteiligung Frankreichs an unseren großen Industriegesellschaften. Poincare wisse sehr wohl, daß sie das Rückgrat der deutschen Wirtschaft seien, und daß gleichzeitig mit ihrer Vernichtung Deutschland aus der Weltwirtschaft getilgt wäre.
Französische Presseftimmen.
Eine Kundgebung des Neichswehrministers.
Wie die Blätter mitteilen, hat der Reichs- wehr Minister jetzt dem Reichsheere offiziell von der Erklärung Kenntnis gegeben, die er im Reichstag über die Vorgänge bei der Hindenburg f e i e r in Königsberg hat abgeben lassen und ferner von dem Schreiben an den Reichspräsidenten, in dem er um die Einsetzung ,-ines Untersuchungsausschusses für die Reichswehr bittet Der Reichswehrminister erllärt in dem betreffenden Erldß an das Heer: Ich lege Wert darauf, zum Ausdruck zu bringen, daß mir eine derartige Untersuchung als der beste, wenn nicht der einzige Weg erscheint, um die systematische Lügenpropaganda gegen das SSeer in aller Öffentlichkeit aufzuklären. Der Schild der Reichswehr ist blank. Ihre Haltung und ihr Auftreten wird und muß vctt ledern Unparteiischen, wie gerade jetzt in Oberschlesien, gern anerkannt werden. Wo Fehler Vorkommen, werden sie abgestellt. Wir haben es nicht nötig, uns beschimpfen zu lassen und brauchen keine Untersuchung zu scheuen.
Ein preußisches Beamtengesetz.
Laut „Dosfischer Zeitung" liegen Teile des Entwurfes eines allgemeinen preußischen Beamtengesetzes, das von dem Staatskommissar für Vorbereitung der Verwallungsreform Dr. Drews ausgearbettet wird, dem preußischen Staats Ministerium bereits vor. Es handelt sich hierbei namentlich um das Disziplinarrecht. Mit den Spitzen- organisationen der Beamten findet am 22. und 23. September eine Vorbesprechung über das Beamtengesetz statt.
Waffenfunde in Neiße.
Berlin, 8. Aug. Die Havasmeldung von der Auffindung von 1000 Tonnen Kriegsmaterial in der Festung Neiße wttd .von zuständiger Sette bestättgt. Es ist anzunehmen, daß die Waffen von dem sogenannten wilden Selbstschutz in Oberschlesien während der Unruhen dort versteckt wurden. Da auch große Mengen von Schrott vorgefunden wurden, wttd vermutet, daß das Material aus gewinnsüchtigen Zwecken dort versteckt wurde, um bei Gelegenheit verwertet zu werden. Von irgendwelcher mili-v tärischen Bedeutung ist der Fund mit Rücksicht auf die geringe Zahl der vorgefundenen Waffen nicht.
George entschlossen sei, das Programm Poincares zurückzuweisen. Er habe hinzugefügt, daß, wenn dieses Pro-
der Sachverständigen.
London, 9. Aug. (WTB.) „Associated Preß" meldet über die gestrige R a ch m ittags- fitjung des Sachverst ändigenaus- schusses: Der Vertreter Frankreichs war bei Beginn der Sitzung nicht anwesend, kam aber bald darauf. Gegen Abend wurde bekannt, daß die im oer ^aiuiuimux-iu^Q . Arbeiten etwas langsam fortgeschritten sind. Die
nahmen zu ergreifen. Der französische Fi- Erörterung verlief nicht ganz glatt. Die franzofi- nansmin ift er behauptete, daß Deutschland schen Vertreter wollen naturgemäß in weitem sich feiner Verpflichtungen bezüglich der Export- Maße die von Poincare gezogenen ßimen em= abaabe nicht mehr entledige. Die ins Auge ge- halten. wonacy keine weiteren Zugeständnisse an faßten Pfänder hätten feinen militärischen Cha- Deutschland gewahrt werden sollen außer unter ^cktm den ausdrücklichen Garantien. Andere Mit-
«Äs» &SSS5 -y.,E'ÄÄ getreten. , düng des Sonderberichterstatters der Havas-
Rach dem „Obferper fmb die franäoftfdjen I Agentur über die gestrige Rachmittags- Borschläge bis ins Einzelne ausgearveitet. isitzung des Sachverständigenaus-
OnnJ... O oritn IWTB 1 SSeute mittaa s chusses erstreckte sich die Aussprache haupt- Olnhb Geora eED o iTca rTein sächlich auf die Beschlagnahme der deutschen V '■Rnttoaf t Bergwerke im Rheingebiet und der D o m a -
Frühstück in der französischen Botschaft. Lialforften auf dem linken Rheinufer. Die
London, 8. Aug. (WTD.) Der parlamen- belgischen Sachverständigen hätten den Bor- tarische Korrespondent des „Daily Expreß" schlag in diesen beiden Punkten unterstützt und schreibt, die britische Regierung, die sich über die erklärt, daß es unzulässig sei, daß Deutschland ernste Lage Deutschlands und Europas klar sei, ^^ch nicht die vorgeschriebenen Mengen Holz und sei der Ansicht, daß die Franzosen ihre Kohle abgeliefert habe, trotzdem es dazu im Beschwerden übertrieben. Der erste stände sei. Die Sachverständigen beschlossen, an- Eindruck von Poincares Plan sei zuempfehlen, daß die 26prozentige Ab- nicht günstig. Die britische Regierung werde gäbe von der deutschen Ausfuhr un- auf keine leichtsinnige Politik eingehen, die ein mittelbar von der Ausfuhr der Erzeugnisse von weiteres Chaos in den europäischen Finanzen Reparationskommission erhoben werde, wäh- anrichten könne. Aus demselben Grunde, aus dem ten& bis jetzt das Deutsche Reich nur verpflichtet Großbritannien gegen militärische Aktionen sei, I war, insgesamt den Betrag zu bezahlen. Die würden die praktischen Kontrollmaßnahmen jetzt Sachverständigen werden, wie der Sonderbericht- für den englischen Standpunkt vielleicht unmöglich erstatter weiter meldet, heute vormittag den Be- fein. Die Stimmung der diplomatischen Kreise sei ^cht Bemelmans entgegennehmen, der beauftragt gestern abend sehr sorgenvoll gewesen, aber alle worden ist. sich über die Ergiebigkeit der ins Ministerpräsidenten hätten darin übereingestimmt, 2Iuge gefaßten Maßnahmen auszusprechen. Die daß die äußersten Anstrengungen unternommen güjrer der Delegationen würden sich dann zuwerden müßten, um die Einigkeit der Alliierten sammenfinden und entscheiden, ob sie den Be- bezüglich ihrer Ziele und ihrer Politik aufrecht-1 ^cht ganz oder teilweise annehmen.
zuerhalten. Die Mehrheit des Ausschusses
Wie der Berichterstatter des „Echo de Pans s;e französischen Vorschläae.
mitteilt, hat Poincare gestern vormittag er- gegen Die
wenn seiner Forderung nicht Rechnung Stagen d rge n a us sen N e^bervorgehm m^e aß würde. Lloyd George sei gefragt worden, d?e Erricktuna
ob er vor einem regelrechten ü11imatum 8.°h n Dorsch tag über ^rnchtti g stehe. Chamberlain habe aber alsbald die einer Zollsch^nke und die hon <Steu2rn
Kontroverse beendet, indem er erklärte, er hätte mi besetzten Gebiet sei. ^er Vorschlag wegen der beim Anhören der Rede des französischen Staats- Beschlagnahme der Bergwerke u. Forsten ^ei eben mannes nicht den Eindrua gehabt, daß den Mi- falls verworfen worden doch soll em System terten ein regelrechtes Ultimatum hingeworfen von ©aranticn erwogen toerben, um ,
werde. Gr habe Poincare gebeten, seine Auf fas- ,.*£9 and Holz die Alliierte 6
fung bestimmter auszudrücken. Dieser sei gut- sichern. 2brch der Vorschlag wonach Deutschland Lillig darauf eingegangen, und dabei sei es ge- aufgefordert werden isÄll^n
TSTtolwi den zu erklären, daß Anteile an den industriellen
dneuen. Konzernen den Alliierten gegeben werden, sei
L ondon, 8. Aug. Die Sorge, daß P o i n - ebenfalls abgelehstt worden. Die von dem italie- cares Rede eht Ultimatum bezüglich des selb- nischm Minister des Acutzern ausgesprochene Anständigen Vorgehens Frankreichs enthalte, wurde sicht, daß ein Widerspruch darin liege, ein Mo - durch die Intervention Chamberlains ratorium zu gewähren und gleichzeitig zerstreut, durch deren Eindruck Poincare zwar deutsches Eigentum zu beschlagnah- die Anerkennung des Grundsatzes einer Kontrolle men, habe günstige Aufnahme gefunden. Man betont, aber ihre endgültige Form als offene glaubt, daß diese Schritte nicht notwendig seien Frage darstellte. Einer der Haupteinwände Lloyd angesichts der jüngst vom Garantieausschuß nach Georges gegen den Plan Poincares war, daß die seinem Besuch in Berlin auferlegten Garantien, anjutoenbenben Methoden sich im Gegensätze zu Qitan sei der Meinung, daß es notwendig sei, früheren Sanktionen im Rheinlande bezahlt einige dieser Maßnahmen nicht nur vom machen mußten. finanziellen Standpunkte zu beurteilen,
Der italienische Außenminister Schanz er sondern auch ihre politische und mora- beutete an, daß er noch nicht bereit sei, sich lische Wirkung in Rechnung zu ziehÄi.
vorbehaltlos dem brttischen oder französischen «Dß&fimifäifcher EindMLÄr Standpunkt anzuschliehen. V n V
Belgien war an der Frage der Kriegs-1
schulden nicht interessiert, hielt aber die Der- Paris, 9. August (WTB). Havas be- binbung dieser Frage mit der Frage der Repara- ric&tet ouß London, in den britischen Kreisen M«. Ä ÄS h°b° man heute A-cht einen mehr Pessi-
®egen Schlub der Sitzung betonten 2[ot)b “Tm™ tunTbTuU
George und Poincare die Wichtigkeit der Einigkeit baß die engl.sche Regierung Y
und der Solidarität unter den Alliierten. am 9., den Gesamtplan Poincares zurückweisen werde, und man gab
. r zu verstehen, daß der Heutige Tag
Havas erfährt von emern Sonderbericht- ganz besondere Bedeutung erstaller in London, ihrem Auftrage gemäß B ®
hätten die alliierten Sachverständigen in der heu- haben werde, ja sogar eine Ruckwrrk tigen Atzung die Frage geprüft, ob die von ung auf die Zukunft der Beziehungen Poincare vvrgeschlagenen Maßnahmen produk- zwischen England und Frankreich.
tiver Art wären. Sie hätten sich darüber ge- London, 8. Aug. (WTB.) In einer Be- einigt, daß die Maßnahmen tatsächlich eine im sprechung b^r gestrigen ersten Sitzung der Lon- Vergleich zu den deutschen Verpflichtungen geringe | fconer Konferenz drückt der „M a n ch. G u a r- Summe einbrächten, die sich aber immerhin auf 3—400 Millionen Goldmark stellen werde. Englischerseits habe man indessen eingewandt, daß die vorgeschlagenen Maßnahmen nur geringen Ertrag und die Gefahr mit sich brächten, das deutsche Wirtschaftsleben zu b esvrganisieren. Der englische Wiberstand habe sich besonbers gegen die Besteuerung der aus dem Ruhrgebiet abbeförderten Waren ge-


