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und der kleine Pickel

und Äinbern behebenbc Menge angsterfüllt auf Rachrichten von Den Verschütteten.

(Sn einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die Forderungen der Regierung von Angora.

Paris. 7. Rov. (WTB.) Aach einer Syv vasmcldung aus Konstantinopel hat die Regie- rung von Angora den ofiftiMtei Oberkom- missgren in einer neuenAote die Wahnahmen mitgeteilt, die sie für das Einlaufen von Kriegsschiffen derjenigen Machte, mit denen der Waffenstillstand besteht, in ihre Häfen zu treffen gedenkt. Diese Schiffe müssen mit vor­heriger Ermächtigung versehen fein. Sie könnten nur bei Tag. und zwar jedesmal nur eins, in die Häfen einfahren. AuherDem könne die De-

5 Mart i* H350.

BüÄcrtisch.

Die rote Erzellenz. Gin Tierrvman. Bon HuliusRHaarhaus. R. Bvigtländers Verlag in Leipzig. Der alte Reinecke de Dos tritt im Gewände unserer Seit in diesem Buche als Hauptheld aus und beweist, dah er vielleicht noch pfiffiger geworden ist. HebcrauS fein beobachtet zieht in den Tiergestalten die Menschheit in ihren Berufen und Lebensanschauungen, Veranlagungen und Wünschen an uns vorüber.

Lebenswege. Geschichten von Her­mine Dillinger. Derlag von Adolf Bonz & Eomp., Stuttgart. Dies Werk aus dem Rach­last von Hermine Dillinger enthüll sieben Erzäh­lungen. die alle in den letzten Lebensjahren ent­standen sind. Es ist charakteristisch, wie sich die Dichterin gerade im Aller mit besonderer Liebe in die Jugendzeit und Iungmädchenjahre versenkt. Jeder, der einen Blick dafür hat, empfindet es. dast auch aus den kleinsten Geschichten der Dich­terin in lebendiger Weise ein Stück Seelenleben unseres Dolles wie von selbst erwächst.

ür Wittvo- erpeli ' % tcn undytf" z AHnhossbE- tÄchtfM > ermöve".

Kirche und Schule.

nd. S t o ck h e i m. 6. Rov. Sn der verflossenen Woche fanden hier, in Büdingen und Ridda die Bezirkskonferenzen der Lehrer und Lehrerinnen des Kreises Büdingen unter dem Vorsitz des Kreisschulrats G ö ck e I - Büdingen statt. Die Tagesordnung umfastke hauptsächlich die Berufslehre in der Fortbll- dungsschule. worüber die Lehrer D o m m - Ridda und Hofmann - Büdingen ausführliche Dor- , trüge hiellen. die den Konferenzteilnehmern viele , Praktische Winke und beachtenswerte Anregungen boten. Die Referenten halten im letzten Sommer an einem Kurs für Lehrer an ländlichen Fort­bildungsschulen in dem landwirtschaftlichen 3n- ftitut in G testen teil genommen und waren daher in der Lage, besonders eingehend die land­wirtschaftlichen Berufsverbände als ; äluteirichtsfach einer Erörterung zu unterziehen. \ Schliestlich gab noch der Vorsitzende treffende Zusätze über die Bedeutung und der Wert der Volkswirtschaftslehre für alle Berufsschichten.

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ein neues Fall» bereits morgen

Aus dem Arntsverkirndigungsblatt.

** Das AmtSverkündigungS-- blatt Rr. 113 vom 7. Rovember enthält: Wahlen zum Provinzialtaq. Wahlvor­schläge für die KreiStagstoahl. Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln. Abhaltung von AmtStagen in (Krünberg und Hungen. Bekämpfung ansteckender Krankheiten. Heizung der Schulräume. Abgabe von Waldstreu. Ab- und Ausästen der an den Kreisstraßen stehenden Obstbäume. Dienst­nachrichten.

Derllner Produktenmarkt.

(Berlin. 7. Rov. Am Produktenmartt gin­gen die Preise wegen der wahrscheinlichen Sr- gebnislosigleit der Verhandlungen mit der Re­parationskommission sprungweise in die Höhe, zumal auch vom Reuhorker Markte hohe Rotie- rungen gemeldet werden. Rur für Kartoffeln wurden heute zum ersten Male die Rotierungen etwas ermäßigt. Dom Snlanbe hat sich das Angebot vollkommen zurückgezogen und hier fehlt jebe älntemehmungslusl, weil man erst eine Klä­rung der Lage erwartet. Die Preise sind nominell sowohl für Getreide und Mehl wie auch für Oelsaaten. Hülsenfrüchten und Futterstoffe sehr bedeutend gestiegen, während das Geschäft lahm­gelegt ist. Weizen, märkischen 13 60014 200 Mk (steigend), pommerschen 13 60014 000 Mk. (stei­gend). Roggen, märkischen 12 40012 800 Mk. (steigend), schlesischen 13 000-14 000 Mk. (stei­gende Sommergerste 13 50014 000 Ml.. Hafer, märkischen 13 40013 800 Mk. (steigend), Mais, loco Berlin 14 000-14 400 Wk. (steigend). Wei­zenmehl 36 00039 000 Mk. (steigend). Rogge.a- mehl 32 00034 000 Mk.. Weizenkleie 7200 bis 7300 Mark, Roggenkleie 7200 bis erbsen 2100023 000 Mk.. kleine Erbsen 19 000 bis 20 000 Mk.. Lupinen, blau 13 000-15 000 Mart, gelb 14 00017000 Mk.. Rapskuchen 8000 bis 8800 Ml.. Trockenschnitzel 60006200 Mk.. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh 3100 bis 3200 Mk.. Haferstrvh, drahtgeb 31003200 Mk.. Stroh, gebünbelt 31003200 Mk.. Kartoffeln, rote und weihe 470500 Mk., gelbe 550 Mk.

machen Ben Damen viel Sorge, aber fle können schnell ttnb grünblid) deieilitzl werben Burtt) Wascdunaen mit -Sor-Seesanv Mandc.kleic. Blumen,arre, jugcnBfrifcfie ® eit th:--haut. rofigen. klaren Teint durch bte getunbbd-. dienlich« Aok.3 eei -'-.V.Nandelttere. Ueberall erhältlich

el Wetzlar. 6 Rov. Professor D. Schtan aus Giehen hrelt am Sonntag im Dom zu Wetzlar einen sehr eindrucksvollen Dortrag über die Rot der evangelischen Kirche. Auch sie hat. wie das ganze Land und das ganze Volk, m der Gegenwart schwer zu leiden, obgleich ihr äaher- lich manche Hilfe aus dem Ausland kommt. Zahlenmähig haben die Evangelischen durch den Zusammenbruch und durch die Abtrennung wich­tiger Landesteile vom Deutschen Reiche allerdings kaum abgenommen: Die Katholiken bilden ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands, die Evan­gelischen fast 2,3. ilnb der Austritt aus der evan­gelischen Kirche, der ja nicht selten vorkam, fällt nicht allzusehr ins Gewicht. Aber die Zer­rissenheit der Protestanten ist grob, trotz des zu Wittenberg bei der Lutherfeier dieses Sahres geschlossenen Kirchenbundes Die Selbstän­digkeit und Freiheit der evangelischen Kirchen- gemein schäft ist ihr Dorzug, aber auch ihre Schwäche. Ein schlimmes liebel jedoch sieht der Redner in der inneren Schwäche, der Uneinig- feit, der Mutlosigkeit und Mattig­keit vieler, durch die die evangelische Kirche m Rot und in die Gefahr kommt, in den Winkel gedrückt zu werden, obgleich derEvangelische Bund alle Glaubensgenossen zusammenzufassen sucht. Aber gerade er gibt uns wieder Mut: frier wandte sich der Vortragende an das Herz der Zuhörer und gab der Hoffnung Ausdruck, bah trotz der schweren Rot der Kirche die Zersplitte- rung und Lauheit gröberer Glaubensfesttgkeit, besserem, wirklich imponierendem Zusammenhalt, innerer Besinnung und freudiger Kraft weichen werden. Alles wurde mit so ruhiger Sachlich­keit, die niemand zu nahe trat, mit solcher Kraft und Ueberzeugung und mit solcher Beredsamkeit vorgetragen, dast es ungemein starken Eindruck auf die Zuhörer machte, die säst jeden Platz der Kirche besetzt hatten.

Di« DvrrragS-Vereinigunger- «fnet am nächsten Sonntag ihr diesjähriges Drntcrprvgramm mit einem Melodram-Abend, an bem die grvhe epische Dichtung .®nnod) Arden" von Alfred Tennyson zum Dortrag kommt. Wan schreibt uns hierzu: Zu dieser ergreifenden See «omstDagödie hat Richard Strautz eine nament­lich die öcfrilbeningen deS Ratur- und Seelen- lebens glänzend untermalende Musll geschrieben. Hvfoat Behr end au5 Darmstadt, der zu d eiern Abend gewonnen wurde und der auch in Gissten nicht unbetont sein wird, gehört gerade denjenigen an. die dies Stück eines alten Kunstzweiges, das Melodrama, wieder zu neuer Belebung erwecken vollen. Für die musikalische Begleitung ist ein feinfühliger Snterpret der junge Darmstadter Künstler Hermann HeiP gewonnen worden so eines eigenen groben Erlebnisses stehen werden und das Melodram feine wuchtige und zwingende Wirkung gusüben wird.

Landkreis Gießen.

rr. L i ch, 7. Rov. Gestern wurde hier Chri­stian Gün'grich, ein in der ganzen Umgegend .' ctonter und beliebter Mann, zu Grabe getragen. Vtt: ihm stirbt, da sein Sohn ihm im Tode voran- cegangen und der Enkel ein Opfer des Krieges s.worden ist, ein Geschlecht aus, das em Jahr- l,u liert lang als Pächter auf dem Albacher Hof gesessen hat.

Kreis Lauterbach.

Psvrdtt 7. Rov. Die Frage der elek- krtschen Licht- und K ra s tver s o r g u n g hat in unserem Orte mancherlei Unstimmig­keiten gezeitigt. Diese kommen jetzt u. a. da­durch zum Ausdruck, bah zur bevorstehenden Gemeinderatswahl drei Wahldor- s ch l ä g e eingereicht wurden, während man sonst überall in unserer Gegend nur einen Wahl- Vorschlag kennt. Unsere Gemeinde galt bisher als eine der einigsten in der ganzen Umgegend.

* Queck, 7. Rov. Um Geld zur Bestreitung dringender Ausgaben zu erlangen, hat die Ge­meinde eine Holzfällung im Gemeinde- wald vornehmen taffen. Für das gewonnene Rutzholz wurden 7680000Markerlöst. Mit diesem Gelbe kann ohne Zuhilfenahme der Steuer­schraube das Ortsnetz für die elektrische Leitung gebaut werden und auherbem ver­mag man auch den Geldverpflichtungen beim Aus­bau des Ueberlandwerles Rimbach nachzukommen.

Hesdeu-Nassan.

fpd. Frankfurt a. M., 7. Rov. D>rn 12. Rovember ab fall eine abermal ige Stei­gerung der S trahenbahn tarise in kr-aft treten, die viert? innerhalb eines Monats. Die billigste Fahrt dis zu 2 Km. wird 20 Mark kosten. Retzkarten kosten 4900 Mark, Wochenkarten von 190-235 Mark, Monatskarten, die lieber zur Einführung kommen sollen. 2400 t bis 3150 Mark. Trotzdem hält der Verkehrs- | |t ü d g a n g in steigendem Maste an. damit Uettert aber das Defizit in immer höhere Regionen unb hat für dieses Safrr bereits die ansehnliche Summe von 5 3 3 Millionen M k. erreicht. Zur Verminderung dieses- Fehlbetrages sollen 280 Arbeiter der Straßenbahn ent­lassen .Derben. Snzwischen macht die Retchs- rtfcnbafrn der Straßenbahn insofern sehr erheb­liche Konkurrenz, als die DorortbewohNer. so- n>ei'i sic an der Staatsbahn wohnen, diese jetzt auLschliestlich benutzen, während die ©trahenbafrn nach den Vororten fast leer fährt. So kostet z. B , eine Wochenkarte 4. Klasse vom Bahnhof West nach dem Hauptbahnhof 2 6 Mark. Eine einzige S trafoen bafrnfa hrt zwischen beiden Bahnhöfen kostet aber 20 Mark.

fpd. Frankfurt a. M., 7. Rov Just in Gern Auegnblick, als der Lokomotivheizer Karl Rauch auS Grost-Aufreim eine gröstrre Anzahl wertvoller Metall stücke, bte er aus seiner Dienststelle aus dem Maschinen­baus gestohlen hatte, einem hiesigen Alt- [ ländlcr verkaufen wollte, verhaftete ihn die ! Eisenbahn-Kriminalpolizei. Bei dieser Gelegen­heit stellte sich heraus, bah Rauch schon wieder­holt Metallstücke im Gesamtwerte von etwa <0 000 Mark an den Althändler verkauft hatte.

tob. Wiesbaden, 6. Rov. Sn der letz­ten Stadlverordnetensitzunq machte ein sozial- demoiratischer Stadtverordneter die Mittei­lung, daß in der legten Zeit hier 800 Häu­ser mit erheblichem WertzmvackS in an­deren Besitz übeigegangen sind. Etwa 750 Häuser wurden von Ausländern erworben-, das ist Vs des gesamten hie­sigen Hausbesitzes.

Vermischtes.

Ein Gelddriesräuber gefaßt.

Berlin, 7. Rov. (WTB.) Bei eikem Post­amt im Berliner Westen wurde nach mehrfachen Deschweck>en über den Verlust von Briefen, na­mentlich solchen aus dem Auslände, die kleine Geldbeträge in fremder Valuta ent­hielten, ein Oberpvstschaffner beim Ver­lassen des Dienstes dabei ertappt, wie er nicht weniger als 30 Briefe au3 dem Auslande in den Taschen mit nach Hau s e nahm. Der Be­amte brach, als er sich entdeckt sah, bewußtlos zusammen und erlitt einen solchen Rervenanfall, bah er bisher noch nicht vernehmungsfähig war. Die bei ihm vorgenommene Haussuchung führte zur Auffindung von 600 000 Mark in deut­schem und ausländischem Gelbe.

Falschs Fünfhundsrtmarkscheine.

Berlin, 7. Rov. (Wolfs.) DieReue Berliner Mittagszeitung" meldet: Die Ermitt­lungen der Z-alschzeldabteilung der ReichSbank. die am Samstag zur Aushebung einer großen Falschgeldfabrik in der Oranienftrafre führten, ergaben, bah von auswärtigen Renn­plätzen. wie Magdeburg und Hannover, eine große Menge falscher Fünfhundert- markscheinc einlief, dir beim Totalisa­tor cingezahlt worden war. Man vermutet, bah sic von dem Anfang Oktober verhasteten stellungslosen Kaufmann Paul Dichelt dort­hin gebracht worden sind. Der gröhtr Teil des Falschgeldes konnte brschla^iahmt werden, ehe er in den Verkehr kam. Die Gesamtsumme ist ungeheuer hoch Rach weiteren Schuldigen wird gefahndet.

Deutsche Dampfer in der Nordsee untrrgegangen.

Hamburg, 7. Rov. (Wolff.) Die deut­schen Dampfer ^Herbert Sauber" und »Her­mann Sauber", von denen ersterer am Mittwoch, letzterer am Montag vergangener Woche von England nach Hamburg abging, erreichten ihren Bestimmungsort nicht. Die Schiffe, jedes mit 29 Mann Besatzung an Bord unb mit drahtloser Telegraphie ausgerüstet, dürften in dem schweren Sturm in der Dordsee unter­gegangen sein.

ß n b e, 7.(Wolfs.) Rach einer Lloyd- Meldung aus GrstnsM» von der Besatzung des untergegangenen deutschen Dampfers »Herbert Sauber" nur ein Koch am Leben geblieben fein.

Schweres Dergwerksunglück. 50 Menschen getötet, 30 in hoffnungslosem Zustand :.

London, 7. Rov. (Wolfs.) Aus Spokane (Pennsylvanien) wird gemeldet; Sn einem Berg­werk ereignete sich eine 6 ?plvsion. 50 Per­sonen sind schon ums Leben gekom­men. 30. die befreit worden sind, befinben sich in hoffnungslosem Zu st an d. Einige Ge­rettete erzählen, bah die Bergleute durch den Druck der Explosion nach allen Seiten geschleudert wur­den. Mc ganze Rächt wartete eine aus Frauen

maraumg mir in isolierten Trupps ermächtigt werden, an Land zu geben. Die alliierten Obcrtommtffarc hätten geantwor­tet, bah der Waffenstillstand von Mud ros mit feinen maritimen Bestimmungen immer noch in Kraft sei und bah infolgedessen die türkischen Ansprüche nicht anerkannt werden könnten. Dee Deitteter Angoras, Hamid Dey. sei davon in Kenntnis .gesetzt worden, bah die Einrichtung der neuen national türkischen Verwaltung in Kon lanttnvpel das Regime der interalliierten Be- ayung, wie sie gegenwärtig besteht, nicht ändern könne.

Paris. 7. Rov. tWTB.) Sn einem Lon­doner Telegramm des ..SoumaP wird mit geteilt, bah britische Kreise, bic über bic Ereignisse im nahen Osten eingehend unterrichtet seien. Der- ichern könnten, dast Selim Essendi, der Sohn Abdul Hamids, von der Angoraregie- rung zum Kalifen gewählt werden soll.

London. 7. Rov. (WTB.) Reuter. 'Die drei alliierten Regierungen beraten bereits über bic Forderung der Angoraregierung, bah bic Alliierten Konstantinopel räumen Toll­ten. Die Frage der militärischen Räumung ist bereits von den an Ort unb Stelle befindlichen Vertretern der 'Alliierten erledigt. Rach den letzten Berichten ist es in der türkischen Haupt­stadt zu keinem Kampfe gekommen. Der Sultan hat noch nicht afcgebanft und befindet sich im Palast. Alle Minister der Konstantinopeler Re gierung haben ihre Acmter niedergelegt, dagegen wird tie Mehrzahl der Unterbeamten beibehalten Die kcmalislischr Delegation befindet sich bereite auf dem Wege nach Lausanne, um an der dortigen Konferenz teilzunehmen.

Die britischen Behörden haben Mast - nahmen getroffen, um den Sultan und den Thronfolger zu schützen.

Die Haltung Frankreichs.

Paris, 7. Rov. (WTB.) Wie derPe­tit Parisien" mitteilt, hat Ministerpräsident Poincare gestern abend angesichts der Er­eignisse in Konstantinopel mit Marschal Foch verhandelt. Das Blatt glaubt, obschon die 'Be­sorgnisse bezüglich Konstantinopels in den alliierten Kreisen lebhaft zu sein schienen, so bestehe doch kein Grund zu der Annahme, daß die Türken den Fehler begehen würden, sich über die Weigerung der Alliierten hinweg­zusetzen und sich betntfifnclcm Widerstand auö- zusetzen. Sie würden ihre Sache unnütz schä­digen in dem Augenblick, wo dank der Hal­tung Frankreichs in den meisten Punkten man sich anschicke, ih.ten Genugtuung zu geben. Zum angeblich rn Konflikt Hessens mit dem

Reiche.

Darmstadt. 7. Rov. (WTB.) Die von der Presse verbreiteten Rachrichten über Verstimmun­gen zwischen der Reichsregi^mng und der hessischen Qanbee.LLgtcrunq bezüglich der von Hessen erlas­senen Verordnung übeif den Verkehr mit Kartoffeln entsprechen nicht bei Tatsachen. Snsbesondere ist es vollkommen unrichtig, bah bic hessische Regie­rung ein vom Reichspräsidenten ergangenes Gr- suchei- um sofortige Aufhebung der Verordnung mit dem Hinweise auf das Beispiel Bayerns in der Frage der Schuhgesetzgebung nicht beachtet hätte. Hat doch gerade die hesiische Regierung bass Vorgehen 'Bayerns in der Frage der Schutzgeseh- gefcung scharf verurteilt. Die hessische Regierung hat ihre Verordnung vom 16. Oktober betreffenb den Verkehr mit Kartoffeln der Reichsregierung gegenüber vielmehr damit begründet, bah den beiden Ländern Bayern und Würt­temberg ähnliche Mahnahmen von der Reicksregierung genehmigt worden waren. Zur Einholung einer Genehmigung zum Erlast der Ver­ordnung war aber ihrer Dringlichkeit wegen keine Zeit mehr. Die Ve'-Handlunge.i wegen der in Ar­tikel 48 der Reichsverfassung vorgesehenen nach­träglichen Genehmigung durch den Reichspräsidenten sind mit bet Reichsregierung in äußerst loyaler Weise geführt worden und haben sich von selbst dadurch erledigt, das) die Verord­nung. welche mir bis zum 4. Rovember Gültig­keit hatte, ohnedies an diesem Tage aufgehoben, wurde.

Die Bedingungen drr Volkspartei.

Dresden, v. Rov. Reichstagsabgeordneter Dr. Strescmann sprach in Dresden über die schwebenden politischen Fragen und erklärte, die Deutsche Volkspartci würde nur dann in die Re­gierung eintreten, wenn eine Verständigung über ine Aichenpolitik unb über verschiedene Wirt­schaftsfragen erfolgt iei, vor allem über die Rück­kehr zur Qualitätsarbeit und die (Be­fett igu ng der Gleichstellung jugend­licher und ungelernter Arbeiter mit gelernten und leistungsfähigen. Ferner müsse zwar der Achtstundentag bas Rormale bleiben, aber Arbeitnehmer und Arbeitgeber mühten ohne behördliche Einmischung ckleberstanden vereinbaren dürfen. Die Volkspartei denke nicht daran, die Verantwortung mit zu übernehmen, wenn die Re­gierung nicht den Mut habe, dem Doll zu sagen, bah es so nicht weitergehe. Wenn das Parlament nicht mitmache, würde die Volkspartei überbau Parlament hinweg an das Volk appellieren: die Losung würde sein: Frei­heit und Mehrarbeit. (»Tag".)

Sandel.

Berlin, 7. Rov. Man hat nahezu bte Hoffnung auf ein Ergebnis ber Verhandlungen mit der Reparationskommisfion aufgegeben _ unb tufc Sorge kam in einer gewaltigen Aufwärts- bcirrgung bei Devisenkurse zum Au-druck. Die Rachfrage konnte bei weitem nicht befriedigt wer­den. Es fanden starke Repartierungen bei der Kursfeststellung statt.

Frankfurt a. M., 7. Okt. Börsen- stkmmunaSbild. Heute war vom Börsen­vorstand jeder Effektenhandel, auch im freien Verkehr, untersagt. Am Devisenmarkt wurden lediglich die Wechselkurse notiert. Eine Kurs­feststellung für Banknoten fand nicht statt. Ausländische Zahlungsmittel waren sehr fest. Der Dollar wurde vorbörslich 7700 genannt und stieg dann auf 7900, 8200 und 8400. So­weit im Verkehr von Bureau zu Bure-au fest- zustellen war, dürfte für morgen wieder mit einer sehr festen Börse zu rechnen sein. Be­sonders in Sndustrieaktien liegen große Kauf­aufträge vor. Schiffahrts- und Montanaktien wurden bei höheren Kursen genannt. Von ausländischen Renten waren besonders Tür­ken begehrt.

Frankfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.) Amtliche 'Rotte rungen.

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Datum.

6. November

7. Wouember

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Italien......

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