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etne Muse. Wegen schweren und einfachen 2Ui<f- fallSdiebstabls uni> wegen Arrestbruchs erptell er eine Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahr zwei Monaten. Der wegen Hehlerei angeklagte Althändler wurde mangels Beweises freigesprochen. Ebenso ein Arbeiter von hier und dessen Ehefrau, die gleichfalls der Heh­lerei angeklagt waren, gegen die aber das vor­gebrachte Beweismaterial trotz der schwerwiegend- sten Verdachtsgrünbe nicht ausreichte.

Wegen Diebstahls von einem Geldtäschchen nebst Inhalt und einer Perlenkette wurde ein lunger Bursche von Lang-Göns mit. Auastcht auf seine seitherige Llnbeslraftheit an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafen zu Geldstra- fen von 200 und 300 M k. verurteilt.

Din Metallarbeiter aus Oberschlesien entwen­dete aus der Toreinfahrt eines hiesigen Geschäftes eine Kiste mit Seifenflocken und suchte sie in Mainz zu verkaufen. Wegen Diebstahls erhalt er 5 Wochen Gefängnis.

Wegen Preistreiberei wurde ein Lebens- Mittelhändler von hier zu 300 Mark Geld- ft r a f e verurteilt. Gr hatte in seinem Laden ein Schild mit der Aufschrift »Eier das Stück 3 50 Mk., 100 Stück 300 Mk." ausgestellt, einem Käufer aber die Hergabe von 100 Stück zu 300 Ml. verweigert.

Wegen Beleidigung eines hiesigen Polizei- konnnissars im Theatervvrraum wurde ein Kauf­mann von hier zu einer Geldstrafe von 200 M k. verurteilt. Auster dem wurde dem Be­leidigten die Befugnis zugesprvchen, den ent­scheidenden Teil des Urteils auf Kosten des Verurteilten im .Gieß. Anz." zu veröffentlichen.

Ein Bäckermeister von Wieseck erhäll eine Geldstrafe fton 500 Mk., weil bei einer Kontrolle seines Dackbetriebs 20 frischgebackene, verkaufsbereite 4-Pfundbrote ein Mindergewicht von je 60 Gramm hatten.

Von der Anklage des Betrugs wurde man­gels ausreichenden Beweises ein Kaufmann aus Darmstadt freigesprochen.

Sin Handelsmann von hier wurde wegen Pfandverschleppung zu einer Geldstrafe von 200 M k. verurteilt. ~

Wegen Diebstahls erhielt ein Schlosser von hier einen Monat Gefängnis. Er hatte einem Arbeitskollegen seine Lohndüte mit 1050 Mark Inhalt aus der Rocktasche entwendet.

Ein Viehhändler von hier erhielt wegen Dichtführens des vorgeschriebenen Kontrollbuchs eine Geldstrafe von 30 Mk.-

Eine unglaubliche Gefühlsroheit zeigt fol­gender Fall. Ein hier wohnender Arbeiter aus Schalke misthandelte fortwährend sein auster- eheliches, kaum Vs Jahr altes Kind durch Schläge mit der Hand und einem Riemen, so daß es schwarze und blaue Striemen auf dem Rücken hatte. Auch faßte er es an den Beinchen und schleuderte es im Zimmer herum, dast es ein Beinchen brach und in der Kinderklinik behan­delt toerben mutzte. Einmal sperrte er es einige Minuten lang in einen Koffer ein. Der Unmensch wurde zu 4 Monaten Gefängnis ver­urteilt.

Kirche und Schule.

Erledigte Lehrer stellen. Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule inMörfelden, Kreis Groh- Gerau. Dienstwohnung ist nicht vorhanden. Erledigt ist eine Lehrerinnenstelle für eine evan­gelische Lehrerin an der Volksschule Mörfelden, Kreis Groh-Gerau. Wohnung für eine unver­heiratete Lehrkraft kann beschafft werden.

Hochschulnachrichten.

Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft teilt in einem Presse- rundschreiben mit:Der frühere Vorfther. der Deutschen Studentenschaft, Herr Holzwarth, weigerte sich, dem auf dem 4. ordentl. Deutschen Studententag 1922 (Würzburg, 21.23. Juli) von über 75 Proz. der Studentenschaft neugewöhllen Vorstände die Hauptgeschäftsstelle in Göttingen zu übergeben. Der Vorstand der Deutschen Stu­dentenschaft sah sich deshalb gezwungen, die Hauptgeschäftsstelle der Deutschen Studentenschaft in Charlottenburg (Technische Hochschule, Berliner Str. 170/172) einzurichten."

Turnen. Sport und Spiel.

* F. E. »Iahn" - Siegen gegen 03. f.. Giehen. Für den kommenden Sonntag Hal der Verein für Bewegungsspiele Giesten den bekannten Siegener F C.Hahn" v. 99 zu einem Gesellschafts­spiel verpflichtet. .Jahn", ein von jeher in Giesten gern gesehener Gast, spielt einen vornehmen und technisch vollkommenen Fuhball und hat durch den Eintritt von Hohmann, früher V. f. B. Mar­

burg, an Spielstarke nur noch gewonnen. Der Ruf der Gäste bürgt für ein interessantes Spiel. V. f. D. wird alles hergeben müssen, wenn er erfolgreich abschneiüen will. Das Spiel beginnt 3.15 Ußr auf dem Sportplatz auf dem Trieb. (Näheres im Anzeigenteil)

Kirchliche Nachrichten.

IsraebReligionsgemeinde. Gottes­dienst in der Synagoge (Sudanlage). Samstag, den 9. Sept. 1922. Vorabd. 6.30. Morg. 8.30. Abds. 7.00 und 7.40 älhr.

Israel. Religions-Gesellschaft. Sabbatfeier den 9. Sept. 1922. Freitag abd. 6.25. Samstag vorm. 8.00. Nachm. 4.30. Sabbat- ausgang 7.40. Wochengottesdienst: morg. 6.00, abds 6.30 Ahr.

Vermischtes.

* Magdeburg, 7. Sept. (WTD.) (Prtv.-Lel.) Wie dieMagdeburgische Zei­tung" aus Erfurt meldet, sind in Artern, Reinsdorf, Schönfeld, Ringleben und Borx­leben 2 5 Personen nach dem Genuß ge­hackten Schweinefleisches erkrankt. Eine Untersuchung ist eingeleitet worden.

Handel.

Eine neue amerikanische Dampfschiffahrts­gesellschaft.

Reuhork, 7. Sept. (WTB.) Dem Washingtoner Berichterstatter desReuhork Herald" zufolge werden Plane vorbereitet, um eine amerikanische Dampfschiff­fahrtsgesellschaft mit einem Kapital von 30 Millionen Dollar zu bilden, die z w e i elektrisch betriebene Dampfer bauen wird. Jeder davon soll 70 000 Brutto­tonnen fassen und 1000 Fuß lang sein. Der Plan wird die finanzielle Unterstützung des SchiffahrtSamteS erhellten.

Berlin, 7. September. Börsen st im- mungsbild. In Nachwirkung der gestrigen Abschwächung setzte sich heute zu Dörsenbeginn die rückläufige Kursbewegung in verstärktem Tempo fort, wofür neben den erneut weichenden Devisenpreisen vor allem die sich immer mehr fühlbar machende Geldknappheit als Gründe ge­nannt wurden. Die Mehrzahl der Industrie­papiere erlitt erneut Kursein buhen von 30 bis 80 Prozent, vereinzelt auch 100 Prozent und darüber. Am stärksten, nämlich um 100 bis ver­einzelt 300 Prozent waren die Rückgänge wieder am Montanmarkte. In der ersten Stunde mach­ten sich dann Ansätze zu einer Befestigung be­merkbar, da der Dollarkurs von einem tiefsten Stand von ungefähr 1200 bis 1300 wieder anzog. Abgesehen hiervon blieben aber weiterhin bet anhaltenden Schwankungen Anstcherhett und Zu­rückhaltung bestehen. Am Auslandsrentenmartt traten mit Ausnahme der unifiz. Türken und Ungar. Goldrente gleichfalls Rückgänge ein. Deutsche Rentenwerte veränderten ihren Kurs­stand nur unbedeutend. DaS Geschäft nahm keinen größeren Umfang an. Die Kursrückgänge voll­zogen sich in aller Ruhe.

Frankfurt a. M., 7. Sept. Dörsen- stimmungsbild. Dollarkurs im Frühverkehr 1310, im Verlaufe 1250 und 1225. Am Devisen­markt war das Geschäft ruhig und unsicher bei schwächeren Preisen. Die Stimmung am Effekten­markt gestaltete sich heute recht schwach. Die Um­sätze Nellen sich in engen Grenzen. Montan­papiere waren gedrückt. Unter den chemischen Aktien wurden Anillnwerte niedriger bezahlt. Auslandsrenten waren auf Rückkäufe teilweise wieder fester. Zucker- und Zellstoffaktien lagen schwach. Es zeigte sich weiterhin große Geschäfts­unlust, und die Stimmung blieb vorwiegend schwach. Um 1 Uhr nannte man den Dollar 1260.

Frankfurt a. M.. 8 September 1922. Züricher Devisenmarkt.

6. 9. 7. 9.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 5L = 205.- 205.

Deutschland 100 Mk. -- 0.395 0,39

Wien 100 Kr. ---» 0.ÜU76 0.0075

Prag 100 Kr. - 18.40 18.

Pari- 100 Fr. --- 41.05 40L0

London ....... 1 £ =» 23.49 23.49

Italien . 100 L. = 22V5 22.90

Brüssel 100 Fr. = 38.60 38.65

Budapest 100 Kr. = 0.245 0-225

Neuhort 100 $ = 526.25 527.-

Agram ...... 100 Kr. = 1-55 1.55

Warschau 100 Kr. --- 0,075 0,075

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Schlutz- Schlutz. Schlutz- Schlutz- Kurs Äuc« Kurs KurS

Datum: 6.9. 7.9 6.9. 7.9.

S°/,Dtsch.KriegSanl. 77.50 77,50 77,50 77,50 4°/»Dtfch. Reichsanl. 245,- 235,- 240,- 240,- S° oDtsch. Reichsanl. 435,- 440,- 445 - 445,- 4% Preutz. Konsols 92,75 88,50 87, - 86,70 Hamburg-Pakets.. 651,50 625. 655,- 620, Norddeutscher Lloyd 481, 450, 462, 451, Eomm.u.Privatbank 325, 312,- 320, 315,- Darmstädter Dank . 325,- 308,- 325,- 310, Deutsche Bank . . . 580,- 570,- 595, - 2400, - Disconto-Gesellschaft 445, 425, 438, 430,- Dresdner Dank. . . 345,- 330,- 350,- 347,- Mitteld.Creditbank. 335,- 320,- 330,- 315,- Nationalbank f.D.. -,-

Doch. Gußstahlwerke 2100,- 2250,- 2325,- 2035,- Bud -Eisenw.-Akt.. 1200 - 1120,- 1200,- 1150,- D.-Luxemb. Dergw.. 2200 - 2050,- 2205,- 2090, - Gelsenkirch. Dergw.. 2350*- 2150,- 2301,- 2100,- tzarpener Dergbau. 4950* - 4910,- 5000, 4900, - Oberschl. Eisenb.°D. 1098 - 975,- 1060, 975, Oberschles. Eisenind. 950,- 870 - 910,- 860,- Phönir-Dergb.-Akt. 2800,- 2775, - 2800, - 2710,- Bad.Anilin-u. Soda 1505,- 1400,- 1502,- 1405, - Höchster Farbwerke. 1085 - 1000,- 1085,- 1030,- Allg. Elektt.-Ges. . . 740,- 732,- 745,- 765,- Felten L Guilleaume i010, - 1002, - 970,- 990,--

Schuckert-Werke. . . 1070, - 978,- 1050, - 975, -

Adlerwerke 590,- 545,- 500,- 550,-

Daimle^ 452,- 450, 435,- 465,

Electron Griesheim 1095,-» 1040,- 1080,- 995,-

Dtsche. Vereinsbank 225.- 220.-

Berliner Devisenmarkt.

Gero Drief Geld Dries

Datum' 6. September 7. September 2mstd -Rotterd. 49438,10 49561,9048938,75 49061,25 Drüstel-Antw ' 9388,25 9411,75 9588, - 9612,- Ebristiania * ' 21023,65 21071,35 20973,75 21026,25 Kovenhaaen * ' 27116,05 27183 95 27066,10 27133,90 Stockholm * ' 33558,- 33642,- 33957,50 34042,50 Helfinafor» * ' 2846,40 2852,60 2636,70 2643,30

Italien I 6337,- 6383,- 5617,95 5632,05

London . . . 5518,05 5531,95 5617,95 5632,05

Neuyork' ' . 1248,43 1251,57 1298,37 1301,63

Paris . 10037,4010062,6011062,25 10187,75

Schweiz ' * . 23970, - 24030,- 24569,25 24630,05

Spanien' ' . . . 19425,65 19474,35 19999,95 20050,75 Deutsch-Oesterr, 1,73 1,77 1,68 1,72

Prag . . . 4544,30 4555,70 4344,55 4355,45

Budapest . . . 51,93 52,07 55,93 56,67

Buenos AireS . 454,42 455,57 454,42 455,57 Bulgarien . . . 749,05 750,95 739,05 740,95 Japan 590,25 600,75 614,20 615,80

Rio de Janeiro 165,79 166,21 170,78 171,22 Marknottenmgeu.

Für 100 deutsche llllark wurden gezahll:

Datum: 1.7.14. 7.9. 8.9.

Zürich Fr. 125.40 -,42 -,41

Amsterdam Fl. 59.20 -,20 -.19

Kopenhagen. .... Är. 88.80 -.40 -,39

Stockholm Kr. 88.80 -,30 -.33

Wien Kr. 117.80

Prag Kr. 117.80 2,17 2,40

London Sh. 97.80 -, -

Neuyork $ 23.80 0,08 -.08

Paris Fr. 125.40 1,00 1,00

Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt.

Frankfurt a. M., 7. Sept. (Amtlich.) Marktverlauf: Kälber und Schafe bei flottem Handel geräumt. Bei Schweinen erheblicher Ueber- stand. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 534 Kalber, 205 Schafe und 353 Schweine. An Preisen wurden angelegt pr. Ztr. Lebend­gewicht: Kälber beste Qualttäten 82009200 Mk., mittlere Qualitäten 74008000 Mk., geringe Qualitäten 6000-7000 Mk., Schafe 3700 -6500 Mk. Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 9500 bis 12 000 Mk., 80100 Kilo 13 00013 500 Mk., 100 bis 120 Kilo 13 00013 500 Mk., 120150 Kilo 13 00013 500 Mk. Außerdem wurden 42 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die deutsch-belgischen Verhandlungen in Berlin.

London, 7. Sept. (WTD.) Reuter meldet aus Berlin, dah die gestrige Zusammenkunft der belgischen Delegierten mit dem Reichskanzler Dr. Wirth und dem Reichs»

ffnanz Minister Dr. Hermes gezeigt habe, dass der deutsche und der belgische Ausgangs­punkt identisch seien. Beide Seiten hätten i Xiher gute Hoffnungen, dah ein Hebet- einkommen erzielt würde. Demelmans er- Härte in einer Unterredung mit einem Vertreter des ReuterbureauS, was Belgien wolle, seien wirksame Garantien. Es beständen immer noch gewisse Schwierigkeiten. Er sei jedoch zu ver­ächtlich, datz eine Lösung erzielt würde. Gr sei optimistisch bezügllch be8 Ergebnisses der Verhandlungen, die, wie er hoffe, am Samstag ihren Abschluh finden würden. Demelmans er­klärte noch, augenblicklich stehe eine Gold- sicher heil nicht in Frage, obgleich es mög­lich sei, datz eine geringe Golddeckung erforder­lich fein werde. Die Verhandlungen in der Ga­rantiefrage werden einen Aufschubvon sechs Monaten geben. Wahrend dieser Zeit würden dann Vorbereitungen getroffen werden können für eine künftige grobe Konferenz, die durch die letzten Entscheidungen der Reparations- kommissivn eingeleitet wurde.

Reparationen und inleralliierte Schulden.

London, 7. Sept. (WTB.) Dem politi­schen Berichterstatter desEvening Standard" zufolge verlautet, datz ^Ine interalliierte Konferenz über die gesamte Frage der Reparationen und der interalliier­ten Schulden .zu einem Zeitpunkt vor dem 1. November vereinbart wird.

Frankreich und das Ruhrgebiet.

Paris, 7. Sept. (WTB.) Nach einer Ha« vasmeldung hat Senator Lucien Hubert, der Berichterstatter für das Budget der auswärtigen Angelegenheiten, an den Ministerpräsidenten ein Interpellationsverlangen überdie Anwemi- düng einer wirksamen Reparations­politik im Ruhrgebiet" gerichtet.

Minifterrat in Pari«.

Paris, 7. Sevt. (WTB.) DerPettt Parisien" meldet, daß Poincare gestern nach Paris zurückgekehrt ist und. daß heute ein Minister rat unter seinem Vorsitz statt­findet.

Die republikanischen Führer Irland« gefangen genommen.

London, 7. Sept. (WTD.) Nach einer Reutermeldung aus Dublin ist dort aus Cork die Nachricht eingetroffen, daß die republikani­schen Führer de Valera und Erskine- Clinders gefang en genommen worden seien. Der letztere soll oertounbet fein.

Die soziale Fürsorge in Berlin.

Berlin, 7. Sept. (WB.) Wie das Nach- richtenamt der Stadt Berlin mitteilt, hat der Magistrat gestern erneut über die Maßnah­men gegen die Teuerung und zur Hilfe­leistung für den unbemittelten Teil der Bevölkerung verhandelt. Bei der verzweifelten finanziellen Notlage waren umfassende Maß­nahmen für die rechtzeitige Versorgung mit Le­bensmitteln und Brennstoffen nicht zu finan­zieren. Wenigstens für den ärmsten Teil der Bevölkerung sollen Erleichterun­gen geschaffen werden, u. a. einmalige Winter­beihilfen an die Empfänger von Armenunter­stühungen, Llnterstühungserhöhungen und Brenn­st offbechilfen an Unbemittelte. Ferner soll die Volksspeisung auch während be5 Winterhalb­jahres fortgeführt, die Armenspeisung durch­geführt, sowie die Milchverbilligung in der bis­herigen 'Weise weitergeführt und die Zuschüsse für die privaten Krippen unb Horte erhöht wer­den. Die Durchführung dieser Mahnahmen er­fordert bei der Wohlfahrtspflege rund 120 Millionen und bei der Jugendfürsorge 800Millionen. älm die Durchführung zu er­möglichen, sollen die Werktarife so erhöht werden, datz 40 Prozent des obigen Betrages durch die Gaswerke und 60 Prozent durch die Eleltrizitäts- werke aufgebracht werden. Ferner soll u. a. eine Verkehrs- und Schlemmer steuer schleunigst eingeführt werden.

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Bekanntmachung.

Die städtische Fuhrwerkswage vor dem Hause Frankfurter Straße 63 ist ab heute wieder für Verwiegungen geöffnet.

Gietzen, den 8. September 1922. [8287B DerOberböraermeister. I.B.: Kreuzten.

Obstversteigerung.

Donnerstag, den 14. September, vormittags 9 Llhr anfangend, soll das der Gemeinde Burkhardsfelden gehörige Obst meistbietend an Ort und Stelle ver­steigert werden. Der Anfang ist bei der Kirche, woselbst auch die Dersteigerungs- bedingungen bekannt gegeben werden.

Burkhardsfelden, den 6. Sept. 1922. Hessische Bürgermeisterei.

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