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Die Londoner Konferenz

zu verscheuchen.

Paris, 7. Aug. (WTB.) DieLiberty

erfolgt.

der sich be-1 Steuerzahler!

Nach einer Erklärung im Landtag kommen 2 5 Beamte in Betracht. Die finanzielle Be­lastung des Staates ist zur Zeit 25mal 60 000 (Durchschnittspension), ein Betrag, der sich be­trächtlich erhöhen wird. Armer P*----

Bach dir fragt niemand mehr.

find. Danach will man, die Grundursache der zerrütteten deutschen Wirtschaftsverhältnisse in der Inflation, d. h. in der künstlichen Schaffung von Kaufkraft durch Ausgabe von Papiergeld sehen. Deutschland, das immer auf die irrsin­nige NeparationSpolittk der Entente als die Ursache der europäischen Katasttophe hinweist, sollte die Wurzel des Uebels nur bei sich suchen. Wenn es die mit Hochdruck arbeitende Notenpresse etwas weniger stark in Anspruch nehme, werde sich das Fieber legen und sich zeigen, daß die ganzeKrankheit" nur eine Mache war. Seit Jahr und Tag wird diese Legende von der französischen Presse kolpor- tiert. Dabei liegt die Nachprüfung ihrer De- rechttgung oder Aichtberechttgung so außer­ordentlich leicht auf der Hand.

Man braucht nur die beiden Tatsachen­reihen: Inflatton und Geldentwertung in ihrem Verlaufe miteinanden zu vergleichen. In sehr übersichtlicher Weise hat das vor kurzem Dr. A. He ich en in derAeüen Zeit" getan. Gr stellt drei GntwicklungSreihen einander

Wider die

Inflationslegende.

GS ist die Tragik des AeparattonSproblems. daß an sich sehr einfache und klare Tatbestände, durch die verderbliche Macht des Schlagwortes verdunkelt und zur Unkenntlichkeit verzerrt wer­den. Eine der gefährlichsten grassierendenpo­pulären" Ansichten ist das Märchen von der deutschen Inflationspolitik, dessen Nach­beter vor allen Dingen in Frankreich zu finden

gWENgspensionisrung durch das Landesamt für Bildungsruesen.

Man schreibt uns aus D a r m st a d t:

Beratungen über die Retorstonsmatznahmen.

Berlin, 8. Aug. Im Reichskabinet wurden, gestern die von dec französischen Re> gieruna pcschloffenen Retorlionsmaß^

gegenüber: Die Inflation, gemessen an der Entwicklung der schwebenden Neichsschuld, die ja der Hauptfaktor der Papiergeldzunahme ist, zweitens den Preisindex und drittens den Dollarindex, Bezeichnet man den Stand der drei Entwicklungsreihen vom April 1921 mit 100, so ergibt sich für den April 1922 bei der Inflattonsreihe ein Index von 152,5, beim Preisindex ein solcher von 428,9 und beim Dollarindex ein solcher von 456,9. D. h. also, während die Inflatton sich in dem angegebenen Zeitraum um nur 52,5% vermehrt hat, hat die Markentwertung, gemessen am Dollar, um 356,9% zugenommen. Wäre die Be­hauptung von der Inflation als dem Mäh- rungsverderber richttg, so mühte sich logischer­weise der Dollarindex in wenigstens einiger­maßen gleichem Tempo wie der Inflattons- index entwickelt haben. Wie die Zahlenangaben zeigen, ist aber das Tempo der Markentwertung ein siebenmal schnelleres gewesen als das Tempo der Inflatton.

Das gleiche Bild ergibt sich auch, wenn man die Entwicklung der drei Kurven graphisch darstellt. Es zeigt sich dann bis zum 31. August 1921 ein ziemlich starker ParalleliSmus zwischen den drei Kurven. Dann tritt aber eine Ver­änderung dahingehend ein, daß Dollar und Preiskurve in starker Aufwärtsbewegung parallel miteinander sich stark von der Inflattonskurve entfernen. Es muß also ein anderer Fattor die Gestaltung des Markwertes bedingen, und da brauchen wir nicht weit zu suchen, denn nicht die Ausgabe von Papiergeld ist es, die die Mark fortgesetzt in katastrophaler Weise ent­wertet, sondern das kraffe Mißverhältnis zwischen unseren Forderungen und unseren Verpflich­

tungen gegenüber dem Auslande, d. h. die un­geheuere Passivität unserer Zahlungsbilanz. Nicht weil wir im Innern wissentlich unser Geld ruinieren, sondern weil draußen ein sehr viel größeres Angebot an deuffcher Mark als Nachfrage nach ihr herrscht, deswegen sinkt die Mark wie jede Ware, an der Äberfluß au dem Markte ist, fortgesetzt im Wert. Erst wenn hier ein Ausgleich geschaffen ist, d. h. erst wenn die deutsche Volkswirtschaft Einnahmen und Ausgaben miteinander in Einklang zu bringen vermag, wird auch hier zwangsläufig eine Besse rung eintteten. Solange das nicht der Fall ist, hilft keine Sttllegung der Notenpreffe, weil sie das Obel höchstens etwas verschärft, in keinem Falle aber hervorruft.

Was die Preisgestaltung angeht, so richtet sie sich, wie aus den obigen Angaben hervor­geht, völlig nach dem Dollarindex, was ja auch die Erfahrung des täglichen Lebens in bedauer­lichster Weise bestättgt. ,

London, 7. Aug. (WTB.) Der poli tische Mitarbeiter derWestminster Gazette'

heutiger Stand des Dollars

10 Lhr vormittags:

Berlin 760, Frankfurt n. M. 767

care habe herausgefühlt, daß er zu weit gegangen . ©axcttß I sei. und habe in der Nachmittagssitzung eine ge- britifcber- mäßigtere, fast konziliante Sprache geführt. Die - > anderen Mitglieder der Konferenz hatten sich bemüht, die gewitterschwangere Atmosphäre die der Zwischenfall am Vormittag crusgelöst habe.

Das auffallende jedoch ist, daß sowohl in den Pensioniecungsdetreten, wie in der amtlichen Bekanntmachung angegeben ist, die Pensionierung dec Lehrer erfolgeauf de renNach suchen , während ein Teil derselben gar keinen An­trag auf Pensionierung ge st eilt, son­dern lebhaft dagegenprotestiert und das Gegenteil beantragt haben! War­um die Beteiligten und die Oeffentlichkeit solche unrichtige Mitteilungen gemacht bekommen, be­darf dringend der Aufklärung.

Außerdem ist bei einzelnen Lehrern das De­kret nach dem 1. Juli, d. i. dem Pensionierungstag, zugestellt worden. Daß eine Rückwirkung gesetz­lich ausgeschlossen ist, bedarf keiner Erwähnung.

solange sie leben, so 'handeln wilden wie früher und daß von ihnen weder Widerruf noch Gnade zu erwarten sei.Was soll man nach diesen Er- klärungen tun? Was sehen wir, wenn wir in die Vergangenheit blicken? In Petersburg Funker- aufstand und Blut, in Archangelsk Blut, in oa= ntar und Sibirien Blut, in Tambow, in Kronstadt neuerlich Vlut, wo immer wir in Vergangenheit und Zukunft blicken, überall fchen wir Blut. Deshalb erkläre ich ruhig: Blut muh hver vergossen werden, damit es in Zulu-^t. kein Blut oder weniger Blut gebe." Handelmanü polemisiert sodann namentlich gegen die Aus­führungen Krhlenkos, der behauptet hatte,

| nahmen besprochen. Wie die Morgenblätter I von unterrichteter Seite hören, kommen für die | Beurteilung folgende Gesichtspunkte in Betracht:

Die in Punkt 1 der französischen Note enthal­tene Weisung an die Au s g l e i chs ä m te r in Paris und Straßburg, bis auf weiteres jede Anerkennung deutscher Forderungen aufzu­schieben, widerspricht nicht nur dem Geiste der Gegenseitigkeit, sondern auch dem Versail­ler Vertrag, in dem vorgesehen ist, daß das Schuldneramt dem Gläubigeramt die anerkann­ten Forderungen bekanntzugeben hat. Zu Punkt 2, die Entschädigungszahlungen für deutsche Rech­nung abzusetzen, ist zu sagen, daß sich Frankreich in einem Abkommen verpflichtet hat, die Entschä­digungsbeträge zu zahlen aus den Erlösen des liquidierten deutschen Eigentums. Die Einstel­lung dieser Zahlungen bedeutet einen Bruch dieses Abkommens. Zu Punkt 3 dürfen die französischen Ausgleichsämter die Erlöse aus die Liquidation des deutschen Eigentums in Franlreich nicht mehr bekanntgeben. Rach dem , Versailler Vertrag hat aber Frankreich die Liqui- , dationserlöse dem deutschen Ausgleichsamt gutzu­schreiben, und zwar spätestens drei Monate nach : der Liquidation. Also auch hier liegt eine glatte i Verletzung lausender Verpslichtungen vor. Das i VerbotderMöbelausfuhrausElsaß- , Lothringen bedeutete einen Bruch des Baden- ' Badener Abkommens. Die Zahlung von 25 Mil- ' lionen Franken, die Deutschland in diesem Vertrag - Übernommen hat, ist bereits vor längerer Zeit

Das eigenartige Verfügen der höchsten Schul­behörde über den Geldbeutel dec Steuerzahler hat in letzter Zeit wiederholt Anlaß zu Erörterungen in der Presse gegeben. Die Begründung, die der Präsident des Landesamts für Bildungswesen in dem Landtag auf eine Anfrage des Abgeordneten Dingeldeh gegeben hat, ist nicht geeignet, die er­regte Stimmung in der Lehrer- und Bürgerschaft zu beschwichtigen. Nach dieser Erklärung erfolgte die Pensionierung im Hinblick auf das Ruhe­standsgesetz. Da dieses aber noch' nicht veröffent­licht, also nach der- Verfassung noch nicht wirk­sam'ist, stützt sich die Regierung noch auf ein Edikt des Großherzogs vom Fahre 1 82 0! Rach diesemkann" jeder Staatsbeamte zu jeder Zeit in den Ruhestand verseht werden. Diese Bestimmung wurde noch nie in so allge­meiner Weise angewendet. Sie, wie überhaupt das ganze Edikt, war früher Gegenstand lebhafter Bekämpfung der demokratischen Partei. Außerdem ist es sehr fraglich, ob die Bestimmung noch gültig ist. Sehr wahrscheinlich ist es, daß sie nach der neuen hessischen Verfassung, das die alte mit ihren in Zusammenhang stehenden Bestimmungen (1. Art. 49 der alten Verfassung) aufhebt, ihre Wirksamkeit verloren hat. So kann auch heute jemand entgegen jenem Edikt ein Staatsamt er­halten, ohne seine Fähigkeit durch eine Prüfung nachgewiesen zu haben. Auf jeden Fall ist das Editt durch die veränderten Umstände bedeutungs­los geworden. Daß gerade die demokratische Par­tei Hessens die Wirksamkeit dieser Bestimmungen gelten lassen will, die aber in einet' nie gehandhabten Weise angewendet werden sol­len, beweisen deutlich die politischen Hintergedanken, die ausschlaggebend waren. Man will, auch die Sozialdemokratie hat dies in ihrer Presse schon offen angedeutet, Beamte, die verdächtig erschienen, politisch anders zu denken unddie sich dem Zeitgeist nicht in dem wün­schenswerten Tempo anpassen", beseitigt wissen. Ganz unlogisch ist nun, daß das von der Re­gierung angezogene Edikt vom Fahre 1820 nicht auch auf Lehrerinnen anwendet wird. Es ist befremdend, daß die Schulbehörde, angeblich um den Funglehrern Platz zu schaffen, die alten verdienten Lehrer, die sich nichts ersparen konnten und sich jetzt mit 75 Prozent ihres kärglich genug bemessenen Gehatts begnügen müssen, rück­sichtslos pensioniert, während sie verheiratete Frauen, bei denen beide Ehegatten Einkommen haben, neu anstellt. Große Erbitterung hat es nicht nur in Lehrer- sondern auch in Dürgerkreisen hervorgerufen, daß beispiels- ------ <- <Vau eines dort

-erkreisen hervorgerufen, weise irT Rheindürkheim die Ehef. wohnenden, sehr gut situierten Kaufmanns wieder angestellt wurde, während man in allernächster Nähe einen alten Lehrer, der dem Staat eine große Kinderschar geschenkt hat, trotz seiner Ar­beitsfähigkeit und ausgesprochener- Arbeitswillig- keit, gegen seinen Willen pensioniert hat, dabei noch unter ganz merkwürdigen Formen.

schreibt: Wie ich höre, hat man , . _ seits vorgeschlagen, ein Moratorium für zwei Fahre zu verlangen. In der Zwischenzeit mühten die Naturallieferungen in unvermindertem Amfange stattfrnden.

London, 7. Aug. Po in care hatte heute ------ ..o. , _ _

eine Unterredung mit dem belgischen Minister-! schreibt: Die verhältnismäßig mäßigen Sttafde- präsidenten Theunis, der einen Repa- stimmungen, welche die französische Regierung tn= rationsplan nach London mitbrachte, folge des LUtimatums erlassen habe, hätten in über den er sich mit Poincare auseinander setzte. England keinen schlechten Eindruck gemacht. Sie Um 11 Uhr begann eine Vorbesprechung der drei seien als eine Geste der Versöhnung aufgefaßt Ministerpräsidenten, Lloyd George, Poin- worden. Wie verantworte England das? Sir care und Theunis, sowie.des italienischen Foh-n Dradbury, der Vertreter Englands in der Außenministers Schanzer. Die Sitzung wurde Reparationskommission habe seinen Kollegen eine zum größten Teil von den Auseinandersetzungen Resolution übermittelt, die brutal den dem Poincares ausgcfüllt. französischen entgegengesetzten Standpunkt ein»

Auf der Ueberfahrt erklärte ein französischer nehme. Deutschland verlange, daß die Aus - Delegierter, die Franzosen betrachteten die Lon- gleichszahlungen von zwei Millionen Psd. doner Konferenz als ein Experiment. Sie würden Sterling auf 500000 Pfund Sterling 'herabgesetzt abwarten ob dasselbe in einer englisch^-franzö- würden. Frankreich antworte mit nein. Der eng» fischen Verständigung seinen Abschluß finde. Pom- fische Delegierte schlage vor, Fa zu sagen. Gluck- care werde seine Auffassung in ganzem Umfange lichcrweise ^habe die Reparationskommission die der Welt bekanntgeben. Vertagung des englischen Vorschlags angeordnet.

Die heutige Konferenz dauerte sechs Sinn- In sehr bezeichnender Weise seien jW die Cng- den Poincare und Lloyd George hielten lange länder in der Reparationskommission rsolilwt wor- Reden Poincare legte einen endgültigen den; aber der Zwischenfall sei damit nicht beendet. Plan' vor, von dem er wünscht, daß er geheim Lloyd George werde sicher in London den Vor­gehalten wird Dieser Plan wird einem Aus- schlag wieder aufnehmen, den seine ©elegierten schuß der Finanzminister unterbreitet werden, der in Paris nicht hätten durchdrücken können. Er morgen vormittag zusammentt-itt und dann der werde sich bemühen, Poincare eine Schlappe bei­allgemeinen Konferenz Bericht erstatten wird. zubringen und damit auch seiner The,e m der

Frage der Ausgleichszahlungen. Lloyd George

Dre erste HarrpMtzUNS. zähle darauf, daß Belgien ein natürliches Inter- 7 otun Htovtor t 'In f'or hputiaen elfe daran habe, daß die deutschen Zahlungen

WZMZE-MMMZ "«rÄsSfnm1 Ä ÄXfcÄta ®U b- f a n b 8 änge6=n&Jagte Slojb ®=orgC lönnkn Mfe ein ^"sun^lofg QBoraiortum für b,° Deutschland unmöglich genügend Waffen gelassen Reparationszahlungen des Wahres 1922.

worden sein, um ein Heer von irgendwelcher De- *

deutung aufzustellen. Keine militärische Autorität Crtffärunactt des Reichskanzlers könne in Abrede stellen, daß Deutschland außer- ~ ~ Berliner Kor-

stände sei, ein Heer auszurüsten, das selbst gegen B e r l t n, 7. Aug. Dem ^rlmer gr­eine der kleineren Mächte auftreten könnte. Das respvndenten derDaich ^ws erklärte militärische Deutschland sei nieder-Reichskanzler Dr. Wirth in einer Un- g e b r o ch e n. Es liege im Staube. Deutschland sei terredung, daß Deutschland die Ne - kaum imstande, die Ordnung in feinem Lande auf- parationSzahlungen nicht UM- rechtznerhalten. Was die Entwaffnung anbelange, QCßcn wolle. Cs könne nur nicht nach dem so habe der Versailler Vertrag gute Arbeit ver- londoner Zahlungspläne bezahlen und richtet. Deutschland habe bereits 500 Millionen Zahlungen auf einen längeren

mal" b ® = B o Ui i ® n e n i n S?u t\V\ Seitraum verteilt M sehen. Die Methoden land geherrscht hätten. Das Garantiekomitee der Gewaltanwendung und der Drohungen habe berichtet, daß Deutschland keinen schlechten könnten nicht zu einer Losung des Problems Willen gezeigt habe. Cs sei wesentlich, daß die führen. Noch einige Noten, wie die letzten alliierten Staatsmänner das Fallen der französischen, und der Zusammenbruch der Mark in Betracht zögen. Er habe nicht den urschen Währung werde vollständig fein. Wunsch, daß Deutschland frei davonkommen solle @in Fehlschlag der Londoner Konferenz wäre aber dtze Frage sei, welche Methoden angewandt vollkommener Zusammenbruch. Der Sin-

Alliierten handeln. Er wolle alle seine Karten uns das Wasser bis zum Kinn fteve- aufdecken. Ferner behauptete Poincare, die Bedin- Dem Berichterstatter deö N e u y o r k gungen desFi-iedensvertrages würdenvonDeutsch- Hergld" gegenüber erklärte Reichskanzler tarn) immer weniger ausgeführt. Deutschlands Hr. Wirth, daß der Zusammenbruch einer Maßnahmen hinsichtlich dec Kriegsbeschuldigten Bevölkerung von 60 Millionen Deutschen sich seien völlig unangemessen, die deutsche Entwaff- nid)t über Jacht wieder gut machen lasse, nung ungenügend, d e Steuern Deutsch ands seien Eriftenz der deutschen Republik hänge

mehre se inen Geldumlauf ohne Be- unfähig werden, wenn die Reparationsver denken. Poincars forderte, daß, im Falle die pflichtungen nicht herabgesetzt wurden und Reparationskommission Deutschland ein Mora- Denn keine internattonale Anleihe zustande- torium bewillige, so kurz es auch fein möge, die ^mme.

Alliierten als Gegenleistung produktive -----------

Pfänder verlangen sollten, innere Kon­

ti-o l l e, die Au s b e u t u n g der staa t l ichen

Bergwerke und der domanialen Wal- Dtt JJCOSRuUer

der Beteiligung an den großen In- Moskau, 7. 2lug. (Wolff.) In dem Pro- dustriegesellsch aften. Was diese zesse gegen dic angeklagten -vozialrevo - Grundsätze anbetreffe, so sei er un-^ntionäre erwiderte der Anvager am 3. Aug. nachgiebig. . auf die Ausführungen der zwerten Gruppe der

Schanz er und Theunis betonten, wie. Angeklagten. Zum Schluß warf er die Frage des schwere Verluste iljre Länder gehabt hätten, und Strafausmaßes auf und sagte, von dem Stand- stimmten dem Vorschläge Lloyd Georges zu, die pinkte der Nützlichkeit oder Ehrlichkeit de>- Vorschläge Poincares einem Ausschüsse der Fi- Angeklagten sei diese Frage bereits durch Die nanzminister zu unterbreiten. H a ya s hi sagte, Ausführungen von^Goh, Han del mann und das einzige Ziel der Astiierten muffe sein !o- Dimofjeff gelost, die erklärt hätten, daß sie, viel Gxld wie möglich zu erhalten. Auch er' ------

stimmte dem Vorschläge Lloyd Georges zu.

London, 8. Aug. (WTB ) Lloyd Ge­orge hatte am Schluß der DorMittagssihung eine Unterredung mit C ham berlain, OB or- thington, Evans und dem britischen Fi­nanzsachverständigen.

Paris, 8. Aug. (WTB.) Heber die ge­strige Sitzung des Obersten Rates schreibt dec Sonderberichterstatter desOeuvre, die Konferenz von London habe begonnen, wie man erwarten mußte, mit einem sehr heftigen Zusammenstoß. Poincare, dem sofort nach Eröffnung der ersten Sitzung das Wort erteitt wurde, entwickelte sein Programm und verstteg sich zu der Aeuherung, daß, wenn es sem müsse, Frankreich seine Handlunasfreiheit gegenüber Deutschland zurücknehme. Alle Anwesen­de n s e i e n e r st a u n t g e w e s en u b er d ie s e brüske Offenheit, und Lloyd Ge­orge habe mit ziemlich befu­gen Worten geantwortet. Pom-

vr 184 Erstes Blatt 172. Jahrgang Dienstag, 8. August (922

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