KreiL Wetzlar.
StreU-Gnde in Wetzlar.
• Wetzlar. I. 3ani Der am 2. Zuni in den *Bui>eruitourten ausgBrochene ttn’.lte ©tret', der vorübergehend zur völligen Lahmlegung bei ‘Betriebes ohne Verachtung von Rotstcnibsarbri- ten führte, so befo die gesamte Licht- und Kraft- Versorgung des Hnteriotyntceifed in Frage gestellt uni> Wetzlar- ohne Wasser war, tft nun durch Wiederaufnahme der Arbeit bei- gelegt worden. Die aus Frankfurt a. M. mb ©toten in den Pfingsttagen alarmrerte Olot- hilfe und Schutzpolizei sind bereits am 4. 3 int zurückgezogen worden, nachdem es der Technischen Dothilfe tu d) beharrliches Der- handeln mit der Arbeiterschaft g.-lung-rn wat dtese selbsl zur Verrichtung der im össenlliche, 3irteiefle dringend gebotenen Rolstanbsarbss.en (Erzeugung von Strom -rnd Sicherung der Wasser- zufuhr, za veranlassen. Da ein Einsatz der T. R eine vielleicht mit schweren Folgen verbunden. Räumung des von der Arbeiterschaft besetzt gehaltenen Werke- zur Voraussetzung gehabt batte, lieh sich die Leitung einen gütlichen Ausgleich ganz besonders angelegen sein, und hat erfreu- llcherwc-ise du.ch chr ernwandrsses, völlig neu- t valcs Verhallen auch das Zutrauen und die An- citcrrmmg der 2lrbeiterschast g.funden. Es steht zu hoffen, dah nun die besonnenen Kreise b:r Wetzlarer Arbeiter die Oberhand behalten, dann: die Rotwenbigkell eines Einsatzes der Rothilfe nicht doch noch erforderlich wird Die freiwilligen Helfer aus Frankfurt und (Stehen haben in selbstloser Weife die Pliugstseiertaze im Dienst der Rothllfe verbracht und verdienen dafür den Dank der Bevölkerung, deren LebenSinteressen sie durch ihre Bereitschaft sichergestellt haben.
Heffen-Naffau.
fpd. Frankfurt a. 2H„ 7. Zmn. 2fcr einigen Tagen lieh sich eine junge Dame für eine Fahrt auf dem Main ein Boot. DaS Fahrzeug wurde am nächsten Tage treibend am Schaumoinkai aufgefunden. 3n ihm lag die Handtasche deS rxngcn Mädchens und eine Besuchskar^e, bie auf den Hanen Ella Rodler lautet. Vermutlich ist das Mädchen bei der VootSfahrt verunglückt. — Für 35000 Mark Leder stahlen bie Arbeiter Wilhrlm PeterS und Wilhelm Edelmann einer hiesigen Firma und verschacher-ten die 2Barc nach Offenbach. Die Diebe wurden verhaftet.
fpd. Marburg. 7. 3unt Alf dem Frielendorfer Markt schlug ein l8jährtger Vaurrn- bursche aus Lenderscheid den bekannten .Lukas" 32mal nacheinander. Dann stürzte ervoneinem Herzschlag getroffen tot zu Boden
• Flieden, 7. Juni. Um Mitternacht des ersten Pflngstfeieriages wurde auf dem Bahnhof mieberum ein verwegener Diebstahl an Frachtgut auSgeführt. 2In einem in der Richtung von Hanau kommenden Güterzuge machten sich zwei Personen zu schaffen, die durch einen Statwnsbeamten bemerkt wurden. Die Verfvl- gung wurde durch daS StationSpersonal sofort ausgenommen. Den Dieben wurden zwei Rä h- Maschinen, die sie im freien Felde abgesetzt hatten, abgenommen. Aach einem mit Knüppeln geführten Zweikampfe konnte einer der Täter erkannt und nachher verhaftet werden: dem Zweiten ist man auf der Spur. CS "handelt sich um Privatleute.
Brahmsgedachtnisfeier des (Siebener Konzertvereins.
2lm kommenden QHontag veranstaltet der Kvnzertverein eine ,D rahmS-Ge- dächt n iSfeier", in welcher die beiden ersten Streichquartette (OMoll und A-2EotI Op. 51) und daS Klarinettenguintett Op. 115 zur Wiedergabe gelangen durch das „Stuttgarter Wendling-Quartett" unter Mitwirkung des bekannten Soloklarinettlsten Herrn Dreis- bach auS Stuttgart. Gerade die Zusammenstellung gewährt eine Interessante Gegenüberstellung der ersten (veröffentlichten) Quartette von BrahmS, die bereits 1865 oder noch früher geschrieben wurden und deS letzten und reifsten feiner Kammermusikwerke, dem 1891 komponierten und 1892 erschienenen herrlichen Älarlncttcnquin- tetts Bekannt ist, bah BrahmS sich erst spät mit der Streichguarlettkomposition befaßte, viele Werke vernichtete, jedenfalls nicht veröffenUlchte. in Folge strengster Selbstkritik. Dah die Werke Op. 51 bereis 1865 fertig waren, geht aus der Anfrage am „Hoachim" De^. 1865 hrrvor, ob er mit seinem Quartett diese Komposllionen in Hamburg spielen könne. Drahms hat sich bei der Quartettkomposition vielfach deS CRateS 3oachims bedient und jedem 3nflrument, besonders aber der von ihm so geliebten Bratsche, zur vollen Geltung verhalfen. In diesen ersten Quartetten, die dem berühmten Chirurgen Pros. D i l l r o t h gewidmet finb und die in der Form und Konzentration schon an die besten Werke Beethovens heranragen, zeigt sich Drahms bereits als 'Bleifter deS Quartettsatzes. Die Werke amrben bei Dill- roth zuerst gespielt und 1873 in Wien zum ersten Male öffentlich aufgeführt.
Tas „Klarinettenquintett" ist das letzte und rcllendctste Kammermustkwerk von BrahmS. Mit ihm schied er von dieser Art Musik. Es entstand in der Meininger Zeit 189 1. als Drahms durch den ausgezeichneten Klarinettisten M ü h l - selb so reiche Anregungen auf dem Gebiete der Bläserliteratur erhalten und sich in die Lechmik und Klangfarbe der Klarinette völlig eingelebt hatte. Rovember 1891 wurde das Quintett zum ersten Male am Meininger Hof durch das 3 o a • chimsche Quartett aufgeführt. Rose brachte das Werk dann in Wien zur Aufführung.
Da es zu den Perlen der Kammermusillitera- tur gehört und in Gießen noch nie zu Gehör kam, hat es der Konzertverein als Höhepunkt seiner „Trahmsgedächlnisfeier" gewähll. Seine Wiedergabe durch die „-Wendlings" gehört zu den größten musckalischen Eindrücken.
-Bit welchen Werken Drahms die moderne Kammermusik bereichert hat. mag aus folgender Zusammenstellung bervvrgehen: 2 Sextette für Streichinstrumente, 6-Dur Op. 18, 0-Dur Op. 36 (1866), 2 Quintette für Streichinstrumente F-Sur Op. 88. Q-Dur Op. 111 (1866) 1 Klarinetten- gumidt Op. 115 (1892). 3 ÄlaBierquartctte G- OKrll, A-Dur, C-2KoH (1875), 1 Klavierquint eit F-2KoH (1865), 3 Streichquartette A=2KolI C- Moll, 6-Dur (1873 bzw. 1876), 5 Klaviertrios Fi-Dur, G-Dur, G-Dhrll, Horntrio Klarirtetten- trio. Drahms ist längst populär geworden und gerade seine Kammermusikwerke gehören zum eisernen Destand jeder Kammermusikvereinigung.
(Berief) tsfaaL
Der Mord an Grzberger vor Gericht
Offenburg, 7. 3nni. (Wolff.) Dor dem Offenburger Schwurgericht begann heute vormittag b$r Prozeß gegen Kapitänleutnant a. D. Ä 1111 n g e r unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Erosfelsinger wegen Beihilfe zum Morde an Erzberger Die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Link. Der Verhandlung wohnt auch der Reichsminister für öffentliche Ordnung, Äuenjer «Berlin) bei. 3m Lause ber Dormittagsverhandlung gab Klllingcr eine ausiührliche Schilderung seines Lebenslaufes, wobei er betonte, daß er mit Schulz und Tillesfen leinen freundschaftlichen Verkehr gepflogen, sondern sie nur in München kennen gelernt habe.
Zu den Verhandlungen sind 87 Zeigen geloben, darunter Frau Erzberger, der Reiche - lagsabgeordnete Diez, sowie der Bruder des flüchtigen Tillcssen, Kapitär.leuttiant a. D. Katt Tillesfen. Die Verteidigung liegt in den Händen der Rechtsanwälte Krieg aas Offenburg und S ch l e l e i n aus München Als De- w<isstücke liegen dem Gericht vor: die Schädel- decke Erzbergers, die zwei Schisse ausweist, ör. durchschossene 3oppe des Toten, Patronen, Kugeln die man am Tatorte fand. Briefschaften. Ur« künden irfto. Der Angeklagte Kittinger ist >« schienen. 3n ferner Belehrung an die Gefchwo- tenen machte der Vvifitzende darauf aufmerksam, daß es sich um einen Prozeß mit politischem Beigeschmack handele, daß aber die Verhandlung jetzt eine reine Verstandesangelegenhell sein müsse, Me mit der politischen äleberzeugung nichts zu tun habe.
Vermischtes.
Stapellauf eines Llohd-DampferS.
Bremen. 7. Juni. (WTD.) Auf der Werft der Aktiengesellschaft .,W e f e r“ ging heute nachmittag in Gegenwart von Tausenden von Zuschauern der Stapellauf des für den Norddeutschen Lloyd erbauten, 9000 Tonnen Personen- und Frachtdampfers »W e s e r" vor sich. Die Taufe vollzog der frühere Direttor des Rord- dcutschen Lloyd Leist. Der für etwa 100 Passagiere und für die Beförderung großer Frachtmengen eingerichtete Dampfer wird am 11. Ro- venwer dS. 3s. in den Ostasiendienst eingestellt werden. Damit wird der Pafsagierdiensi deS Rorddeutschen Lloyd nach den Häfen des fernen Ostens wieder eröffnet,
Tunten, Sport und Spiel.
• Gau Hessen Sonntag vvrm. Si/o Uhr findet in der Turnhalle des T. D. v. 1846 Gießen eine Dezirlsvorturnerftunde des II. Bezirks statt. Durchgeturnt werden die Uebingm für das Gat- fest Die Kampfrichter für das Gaufest müssen unbedingt erscheinen.
— Die Duirdesturnfahrt 1 9 2 2 des Lahn-Dünsberg-TurnerbundeS fandet am 11 ds. Mts. in Launsbach statt. Vormittags von 8 Uhr ab Wetturnen an ber, Layn. Von mittags 1 Uhr ab Konzert und Tanz tin Garten ber Gastwirtschaft PH. Rinn. Für gu.e Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. (Räh. siehe Anzeigenteil.)
— Frankfurter Leichtathleten in Budapest. Die beiden Frankfurter Läufer De- darff und Kern beteiligten sich an den Pfingst- kämpfen des Ferenczvarosi Toma-Elub in Duda- pest„ torarteil ober tn ihren Wettbewerben ntch. siegreich obschneiden. Bedarfs wurde tm 500C* Meter-Lausen bitter Remethy Zweiter, während Kem tm 800-Meter-Lcmfen nur den vierten Platz belegen konnte.
— Einen neuen leichtathletischen Rekord im Weltsprung erzielte ber Holländer Heinemann lden Haags bei den intematfo- ro en leichtathletische i Wet kämpfe i am P i gsi- fenntag in Recklinghausen. Er sprang 7,19 Meter weil und schuf damit eine neue holländische Bestleistung.
— Die internationalen Leicht- at h le tik-Wettkämpfe, die tn Dui?burg stattfanden, waren sehr gut besucht und zci.igten spannende Kämpfe. Die besten Leute waren H o l z (S.C. Charl.) und Solllnger-Darm stabt, jedoch auch iir tci'nehmenden Hollänber von der Athletik-Verss igung .Vlug en Lem'g" aus dem Haag schnitten recht gut ab. So konnte ber holländische Kürzstreckenmeister van Rappard bas 100-Meter-Laufen gewinnen. Der deutsche Stab- hochsprängmeister Fricke-Hannover behauptete sich ebenfalls in Front. Die Ergebnisse: 100 Meter: 1. van Rappard-Holland 11.2 Sek. 2. Schmidt- Mannheim. 300 Meter: 1. Reumann-Mannheim 37,2 Sei. 803 Meter: 1. Peltze -Stettin 2:01.2. 1500 Meter: 1. Kleinholz-Duisburg 4:48L S.t 5000 Meter: 1. Kohrn--Düsseldorf 18: 4,2. 110- Meter-Hürden: 1 Holz Charl. 17,1 Sek 5000» Meter-Ge en: 1 H. Müller <S. C. Charl.) 23:24. Hochsprurg 1. Holz 1.73 Meter: 2. Water-Holland 1,73 Meter. Weitsprung: 1. Dickel-Dortmund 6,53 Meter: 2. Hol; 6.51 Meter: 3. Heinemann - Holland 6,35 Meter. Stabhochsprung. Fricke-Hannover 3 70 Meter: 2. Da te-Dortmurb 360 Meter. Kugelstrßen. 1. Söllinger-Darmstadt 11,97 Meter: 2 Holz 11,41 Meter. Speerwerfen: 1. Sölllnger 45,51 Meter 16^0-Meter-Sta(f^: 1. Mannheimer Turngesellschaft 3. 49,6. 4mal 103- Meter-Staffel: 1. Vllig en Lenig i Haag) 41,9 Seiunb.; 2. Köln 99. lOmol 100-Meter-Staffel'. 1. Köln 99 1 56. Dreikantpf: 1. Holz 189 P 2. Söilinger 164 Punkte.
— Preußen-Berlin In Danzig Der D. F. C -Preußen trug während der Psi gftfeier- togc in Danzig zwei Wettspiele aus. Der erste Kampf gegen Danziger Sportclub wurde mit 5:1 gewonnen, das zweite Treffen gegen Danziger Schutzpolizei enbete unentschieden 2:2.
— 3 m Derl inerRo t-Weih-Tennrs- t u r n i c t gab es am Dienstag einige interessante Spiele. 3n der Damenmel'te schäft sch'ug tn ber Vorschlußrunde Frau Frirbleben Frau Kader 6 2, 6 3 und Frau Reppach Frau Galvao 62, 6 2. 3m Schludkampf gewarnt Frau Friebleben den ersten Satz 6 2 anb Frau Reppach bat zweiten 7 5. doch konnte Frau Friedleben den Dritten und damit die erste Entscheidung 62 gewinnen 3n der Prcuhenmelsterschaft siegte Rahe »in der Vorschlußrunde über v. Kehrling 7/5, 6/1. 3n der Vorschlußrunde des Harrend7pp lspieles fugten Rate-H. Klei schrvth über Schamburg-Grairda 6 1, 4 6, 6 4 und treffen in ber Endrunde nunmehr auf FroltzHeim-Kreuzer
— Der Dcrbyfavorit Le >rtulus hat Abschied, seinen schärfsten Widersacher tm Union« Rennen, im Derby nicht zu fürchten, da Abschied lein Engagement tn ber wertvollsten Zuchrprüfung besitzt.
Handel.
Berlin, 7. 3mti. Börsen st immungS- b i I b. Die Zweifel an dem Zustandekommen der internationalen Anleihe hatten heute vormittag -u einem weiteren scharfen Anziehen ber Devisenkurse Anlaß groben und im Zusammenhang hiermit trat anfangs tm Sffett en handel eine feste Stimmung hervor. Die Kurse setzten vorwiegeitd mit 10 bis 20 Proz. Besserungen ein. Einzelne Werke, wie 3lse. Bergbau. Kattowitzer und Loth- ringci Hütte, stellten sich 60 bis 40 Proz. Hoyer Von vornherein war aber einige Llnsichrrheit l cmcrkbar unb bald machte sich Zurückhaltung mb Abgabe Neigung gellend, da man auf Grund von Meldungen bezüglich einer Liebersttminung Frankreichs in der Frage der Herabmittderung der deutschen Schuldsumme zu enter günstigen Ais- folfung gelangte. Am Schifsahrtsattlenmarkte hiegen unter lebhaften Käufen besonders Hanfa>- otlien um ziemlich 20 Prry.: auch Bankuktten waren etwas befestigt. Am Anleihemartte stellten sich ungaVdje Werte niedriger. Türkische Lote waren weite, gebessert. Dcuttche Anleihen waren bei wenig lebhaften llmsätzen eher nachgtebiger DaS Geschäft wurde im allgemeinen träge und die Devisenkurse schwankten auf einem gegen vormittag ermäßigten Riveau.
Frankf urt a. M.. 7. 3u.nl. Borsen- sttmmungsblld. Die Elfekten-Spekulatton war auch heute nicht »u größeren Abschlüssen bereit. Einige ausländische Renten und 3nbustrie- Papiere wurden reger gehon.Ät. Dollarnoten wurden 292-293.50-291, gegen 1 ilfrr 289—87. genannt. Das Geschäft Im freien Verkehr war für Kaliwerte lebhafter. Benz 500, Becker-Stahl 430, Rastatter Waggons 540—555, Ufa 230—245, Hansa Lloyd 250. Am Wontanaktiemna, kt hielt die freund.ichere Stimmung bet mäßig anzichen- den Kursen an. Autoaktlen waren gut behauptet. Von chemischen Aktien wurden Bad. Anilin höhet genormt. Elettrizitätsaktien hatten bescheidenes Geschäft. Die Rachj.age nach Cinhellswerten war ziemlich rege. Die Börse schloy unter dem Eindruck der tti'.weise shwächeren Deviempreise bei unregelmäßiger Tender.z. Privatdiskont 4^/z n/o.
Iran kf urt a. M.. 8. Juni.
Börsenkurse.
Frankfurt Berlin Schluß- Schluß- Schluß- Schlntz-
Kurs
Datum: 6.6.
5°(, Disch. Krieasanl. 77,50 4"/, Dtsch. Reichsanl. U", - 3°/, Disch. Reichsanl. "* 4°/o Preuh. Konsols tzamburg-Pakets.. . J*“«“ Rorddeutscher Lloyd ^l9*- Eomm.u.Privcllbank Darmstädter Dank . 268,- Deuische Bank . . . *6*?.*~ DiSconto-Gesevschaft ^19«“ Dresdner Bank. . . 317,— Witteld.Creditbank. 251.- Aaiionalbank f. D. . 295, — Doch. Gußstahlwerke -, - Bud.-Eifenw.-Aki.. «40,- D.-Luremb. Bergw.. 9^9, — Delsenkirch. Dergw.. 325,- Harpener Bergbau. 162 Oberschl. Gisenb.-B. 810,- Oberschles. Eisenind. 000,— Phönir-Bergb -Akt. H20,-
Dad.Anilin-u. Soda 710,- Höchster Farbwerke. 640, - Allg. Elettr.-Ges. . . 670,- Felien Ä Guilleaume 780, - Schuckert-Werke. . . 630, - Adlerwerke 500,— Daimler *57,- 4° 0 Hess. SiaaiSanl. 84,6q Electron Griesheim 750,— Dtsche. Dereinsbank 200, —
Kurs 7.6.
77,50 118,-
149, —
84,50 405.- 318,- 299,- 288,- 560,- 418,- 314,- 251,- 295, -
1060,- 820,- O zO - 948,-
1825,- 829,- 593 -
1110,- 710,- 636,- 675,- 785,- 615,- 500,- 455,-
84,o0 74o,- 198-
KurS
6.6.
77,50 121,-
149,90
86,50 389,50 317,75 299,- 291,- 552,- 418,- 318,- 250^4 295,-
1009,- 805,- 016,— 940,-
1830,- 806,- 5ö3,—
1100,- 7’5,- 031,- 680,- 744,- 625,-
458* —
81,50 759,-
KurS 7.6.
77,50 120,- 145,-
86,75 390,-
312,75 300,-
290,60 560,- 419,-
318, 250,25 294,- 999,- 804,- 917,- 949,-
1816,- 808,- 585,-
1001,50 718,- 636,- 664,- 785,- 630,- 482,- 449,-
737^-
Derlmer Devisenmarkt.
Geld Dries Geld Dries
Datum: 6. Juni. 7. Juni.
5103,90
5*16.10
6372,60
7530,55
624,20
1500,60
1295,85
287,01
2325.70
5513,10
4539,30 1,»3
551,30
32,65
104,85
202,70
136,75
3970,-
6832,05 7511,60
621,20 1498,10 129j,35
287,14 2621,70 5513,10 4534^0
2,23 560,75
33,85 104.L5 207,70 137,25 8825,-
634,^5 7529,40 622^0
1501,90 1296, ,5
287,80 2628,30 5526,90 4545,70
2,<7 562,25
33^5 104^5 208,30 138,25 3935, -
6388, - 7 o49 45
625,80 1504,40 1299,15
237,? 8 2633^0 5526^90 4550,70
1,97 554,70
32,75 105,15 2Ot,30 137,75 3983,-
2421^5 2421,95 2426,15
5196,50 5103,90 5
Amstd.-Rotterd. H2611289,10 11285,85 11314,15
2420,05 '*•*'* ''r -
5183^0
Brüssel-Antw. . Ehristtania . . . Kopenhagen .. Stockholm. . . . Helstngfors. . . 3talien London .... Reuyork Paris Schweiz .... Spanien Deutsch. Oesterr» Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro
Markno tierungeu.
Für 100 deutsche Mark wurden gezahll:
7. 6.
1.83
0,89
1.60
1,32
5395,-
1,28
-35
3,82
8.6.
Wechsel auf Schweizer Franken
Holland 100 Fl. = 203.75 204^5 Deutschland 100 Mk. = 1.77 1,86
Wien 100 Kr. = 0413 04)35
Prag 100 Äc. — 10.4C 10.075
Paris 100 Fr. --- 47.60 47.675
London I £ — 23.48 23^1
Italien 100 2. = 27.15 27.50
Brüssel 100 Fr. = 44.- 44.-
Budapest 100 Kr. — 0.60 0^95
Reuyork 100 J = 521.50 522. - Agram 100 Kr. --- LOO 1,90 Warschau 100 Kr. ---- 0,13 0,13
Datum: 1.7.14. 6.6.
Zürich Fr. 125.40 1,81
Amsterdam Fl. 59.20
Kopenhagen Kr. 88.80 1,62
Stockholm Kr. 88.80 2,34
Wien Kr. 117.80 -,-
Prag Kr. 117.80
London Sh. 97.80 1,29
Reuyork I 23.80 -,35
Paris Fr. 125.40 3,80
Züricher Devisenmarkt.
7.6.
Märkte.
Frankfurter Vetreidemarkl.
Frankfurt a. M„ Z. Zuni. Auf dem Gerreidemarkt hing im Bo rmurags verkehr das Geschäft vielfach von den Devisendrrsen ab. Es cnta>ideUe sich für Weizen nur wenig Kaufneigung, da der Wehlabsatz immer noch wenig । Belebung zeigt. Roggen hatte nur kleine Umsätze | zu verzeichnen, roobei die Preise etwas anzogen.
Mais bet regerer Rachfrage höher Hafer fest. Hülfenf rächte angesichts der vorgeschrittenen Zäh- reszeit still. Futtermittel biteben gesuchter und fest Preise: Wei-eit 1525-155? OKI.. Roggen 1250 OHL. Sommergerste für SrauAiDCCte 1475 bis 1500 MI.. Hafer 1350 Mk. Mais Mired 1035 1050 Ml., Weizenmehl, füdd. Spezial 0 1900 -2075 Mk.. bei Waggenbezug ab Mühlen- station. RorddeuticheS 70vrozentige Ausmahlung 1775 -1850 Mk.. Xrggcnnicnl 1400-1425 Mk., Weizen und Roggenkleie 835-850 Mk., Erbsen gcschästslvs, Heu, südd. gut, gesund, trocken unverändert. Weizen- und Rvgqenstroh, brabtge' preßt, unverändert, Biertreber, getrocknet, unverändert.
Büchertisch.
Deutschland, ein Wort der Königin Luise. Wandspruch. Verlag von Will). Gerstung. Offenbach a. M. - Der Verlag Wilh. Gerstung in Offenbach am Main, der sich in neuerer Zeit in der Herausgabe bewußt deutscher Wand.prüche betätigt, hat dem zuletzt erschienen Blatt ^Fichte an jeden Deutschen" jetzt ein weiteres folgen lassen, daS sich ^Deutschland- betitelt und einen Ausspruch der Königin Luise wiedergibt. Es wurde anläßlich deS Geburtstags dieser hohen, edlen Frau (10. März 1776) hergestellt und bringt uns. in eindrucksvoller Weise die von heißer, überquellender Liebe zu Deutschland zeugenden Worte der Königin vor Augen, Worte, die heute in der Zeit unsres tiefen Unglücks doppelt stark an unser Herz rühren und von denen man wünschen mochte, dah sie in jedem deutschen Mann und jeder deutschen Frau lebendigen Widerhall wänden.
— Die Wirtschaftskurve. Verlag der Frankfurter Societätsdruckerei. Frankfurt am Main. — Das vorliegende Apvtlheft - zeigt in eingehendster Weise dte Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnifse im ersten Quartal dieses Zahres. Zahlreiche Aurren und Schaubilder erleid, lern das Verständnis und die llebersicht über das außerordentlich reichhaltige Material.
(3n einem Teil der Auslage wiederholt.)
DaS krittsche Stadium in der Anleihefrage.
London, 7. 3<int. (WTB) Der gut unterrichtete Pariser Berichterstatter der „Trrnes" schreibt, bei den gestrigen Sitzungen der Rcpa- ratlonskvmmt fron sei keine Entscheidung erziell worden. ES el jedoch eine ä u ß e r st k r l t i s ch e Lage entstanden. Es sei unmöglich, die Tatsache zu verheimlichen, dah die äußersten Möglichkeiten in Sicht sind. Der Berichterstatter glaubt zu wissen, dah innerhalb der Reparatrons- kommission eine Mehrheit dafür ist, daß, dem Bankiera uSschutz größtmögliche Freiheit gewährt w»rd. Es werd: verlangt, daß diese Sachverstärrdigen volllommen unparteiisch .rnd berechtigt feien, ihr Urteil über ote Leistungsfähigkeit Deutschlands abzugeben, und daß es ein 'Fehler fein würde, irgendetwas zu. verheimlichen, was rach Ansicht der Bankiers die wirkliche Lag: carstelle. Di: Bankiers könnten an ei.i G.schäftSprob em r Icht mit geschäftlichen Methoden herantreten, da sie durch politische Erwägungen gefesselt feien. Dte Hoffnung auf Be reiung des Bankierausschusses von. allen hindernden Elnflüsfen sei fo ernst geworden, dah von einer offenen Spaltung und bei Ausgabe von verschiedenen Berichten die Rede ist. Dies toü b? jeboeb nicht notwendig sein, wenn wirNich eine Mehrheit auf feiten des Dankievausfchuffes steht. ES fei jedoch di: Mög ichkeit vo-hind n, duh bie Beschlußfassung i* ber vssizi I ei ei vung nicht dem inoffiziellen Meinungsaustaufch entspricht. Aus die französische Regierung werbe bei größte Druck ausgeübt, Ilh dem Standpunkte anderer anzuschliehen; denn man sei sich klar, daß dtese Grl>genheit für eine Regelung und für die Ausgabe einer Anleihe für einige Zeit nicht Wiede.k.hre, und daß, wenn man sie vorübergehen lasse, ein M i steif o lg die schlimmsten Folgen nah sich ziehen müsse. Der Be.ichter statt er der „Times" glaub' trotz dem allgemei ien P<f imiSmus ter fianzössschen Pre'se, welche evttä.t, die Arbeit des Banlierausschusses fei zu Ende und mehr nicht getan werden könne, einem gewissen Opti» mismus Ausdruck geben zu müf en. Es besteht r*od) immer noch Cic Aussicht für eine tiefe Meinungsveis hiedenheit, die weitern- I her ist als die früheren Streitigkeiten.
StimreS über die Anleihefrage.
Berlin, 7. Zum. Aus einer stark besuchten Versammlung von Wi.-tschaftsführevn in (3 fern, welche der Zwcckoerbund nordre.tteutscher Wlrt- schaftsvevtretuiigen uiid die Vereinigung der Han« dclstammern des nieder-rhei risch-westfälischen 3n* duslriebezicks etnberufen bä te, erklärte laut einer Meldung der ^Deu.schen Allgrmei.ren Zeitung" Hugo Stinnes am Schlüsse einer Rede, tn ber er die Frage einer internationalen Anleihe an Deutschland cl-gehend behandelte, wir könnten aus den Anlüh v.rh n.hingen unendlich viel Gutes bekommen, wenn die Geldgeber dafür, sorgten, dast tie Dinge in (Äuropa fo gestaltet würden, t-ah wirklich gute Unterlagen durch Die Anleihe für dte europäische Wirtschaft geschaffen werben. Wir könnten aber durch eine kleine provisorische Anleihe in noch viel größeres Elend gebracht wer«, den, als wir es jetzt schon haben. Ich nrust betonen, so sagte Stinnes, dast ich die Gefahr, wir ich es schon an anberer Stelle sagte, baß noch mehr deutsches Land beseht wird, für ge mg halte, denn den Franzosen würde bann gezeigt werden, daß sie damit nichts erreichen u ib dast sie bei erhöhten Unkosten noch weniger b. kommen. Man darf nur endgültige Lösungen treffen und mir müssen zeigen, daß die Quacksalberei mit uner- ttäglichen Mitteln ehnnal auf Häven muß.
Rumänien geht nach dem Haag.
Bukarest. 6. Juni. (Wvlfff.) Die Regierung hat beschlossen, an der Konferenz im Haag teilzunehmen. An der Spitze der rumänischen Delegation wird der bevollmächtigte Minister D i s a n d i stehen, der Rumänien auch in Genua vertrat.
Verantwortlich für den polllischen Tell:
3. 03.: Karl Walther.
Drogerie Noll, Bahnhofstraße 51. (^A
’arzen


