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Städt- 'Arbeitsamt Gießen
LiebisftraßL 16, Teleph. 2054.
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Kosten
z. Dartshain, 6.3uti. Die Wasser- [eitiinggarbeitcn jam Anschliff an die Gemeinde Wasserleitung Grcbenham such soweit fertiggestellt. dasz demnächst die 3ufeitunfl der hierzu angekauften Quellen erfolgen wird. An den Hausanschlüssen wird noch eifrig gearbeitet, toenfo verhält es sich mit dem Anschluß an die Oberhessische Ueberlandzentrale. Auch wird unserem kleinen Ort trotz der groben Kosten noch in diesem Herbst bei Degen der elektrischen Beleuchtung zuteil toerbert.
z. Aus dem oberen Vogelsberg, 6. 3uli. Bei der gestrigen Heugrasverpachtung der fiskalischen Wiesen der Ober» förfterei Grebenhain wurden noch nie dagewesene Preise erzielt. Don einer Wiese am sogenannten Maienbusch betrug der Pachtpreis allein 20 000 All. Der gesamte Pachtbetrag belauft sich aut über 200 000 Mk. Bei den Ge- 'neinde- und Privatgrasversteigerungen wurden ebenfalls sehr hohe Preise erhielt. Kreiskultur- inspettor Kunz erziÄte von fernen 10 Morgen Wiesen in der Gemvikung Crainfeld allein die 'Pachtsumme von 42 000 Mk. Der Ar stellt sich :chvn auf den Wiesen auf 300 Mk. und darüber. 'Vie Heuernte ist seit Anfang dieser Woche in --.ollem Gange. Cs scheint eine schwache Mittelernte zugeben
Kreis Schotten.
O. M W e i ch es , d. Zuli. Aus dem Friedhof unseres sagenumwobenen Totenkippels mit seiner ehrwürdigen Kirche und dem heilbringenden Taufstein standen noch vor wenigen Jahren mehrere schmiedeeiserne Grabkreuze aufrecht, bewunderungswerte Zeugnisse erprobter Handwerkskunst aus der Zeit, da noch nicht geschmacklose Fabrikware unsere FriÄ>höfe verschandelte. Sie sind jetzt alle dahingesunken bis auf eines und auch dieses letzte Deickrnal bodenständiger Kunst ist im Zustand des Derfalls; ein vor Rost schützender Anstrich wurde es noch lange erhalten. Hoffentlich entschließt man sich bald batu.
Starkenburg und Rheinhessen.
toö. Mainz, 6. Juli. Die Stadtverordneten - Versammlung beschloß gestern eine neue Müllabfuhr-Gebühr, die sich im wesentlichen an die bereits bestehende anschlieht. Die alte Ordnung war für ungültig erklärt worden, weil sie einen steuerlichen Charakter hatte. Die jetzige Verordnung soll rückwirkende Kraft haben, um die bereits eingezogenen Gebühren in den letzten zwei Jahren nachträglich sanktionieren zu können. Die Gebühr beträgt 10 Prozent. Ein Antrag der Sozialen Bauhütte für Rheinhessen auf Beteiligung der Stadt wurde gegen bir Sozialisten abgelehnt. Sine sehr lebhafte Debatte entwickelte sich bei den sozialistischen Anträgen auf Beschaffung von repu- blikanischen Flaggen für die städtischen Gebäude, Entfernung von Bildern, die an die Monarchie erinnern, Einsetzung einer Kommission zur Durchsicht der Schülerbibliotheken, und Umbenennung von Straßen und Dsützen. Bei diesen Anträgen platzten dieGe- gensätze sehr heftig aufeinander. Zum Schluß wurde die Angelegenheit einer Kommission überlassen, die geeignete Vorschläge wachen soll.
WammcngefteCt Ute und des Gorchr- ter durch eine gröbere : Ed« wird. Ar ist h«r Msik.
Vörde«. Has Derk, 1 einen Dvrspruch, der 'tschen LMiedes fit ngen M, etngMel. 1 M Karla Keller beim gesprochen. Ler düs in Gießen mit 8 spalt, ist ton einer Uigen Persönlich!«! dild und die Gießener Für die mit großem urchMhrte EMM- mr au tvünschen, dch rschast burt) allseitigen .üfw des TbcM das
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Es können eingestellt werden:
*. bei bicstaeu Arbeitgeber«: 1 Schneider, ein Wagenlackierer, 1 Schlosser, 1 Kellner, 1 Schmied, 2 Schuhmacher.
Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 2 Glaser, 1 Lackierer, 1 Uhrmacher, 1 Photograph, ein Polsterer, 2 Bilüerrahmenmacher, 1 Steinbild- Hauer, 1 Steinhauer, 1 Dachdecker, 2 Bäcker, 1 Metzger, 2 S oen g ler und Jnstallateure, 1 Stukka« teur, 2 Lugner, 3 Schmiede, 1 Wage«- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 «Schuhmacher, 1 Weinbinder, 3 Schlosser, 1 Gärtner.
B. bei ««Swärttaen Arbeitgebern: 2 Nieter, zwei Dreher, 2 Kesselschmiede, 5 landw. Knechte und Arbeiter, 1 herrschaftlicher Kutscher, der landw. Arbeiten verrichten kann, 1 landwirtschaftll Eleve, 1 Tapezier und Polsterer, 1 Friseur, mehrere Weihbinder und Anstreicher, mehr. Maurer, 1 Schlosser, t Bäcker, 4 Schreiner, 1 Polsterer, 1 Küfer, 1 Koch, 2 Spengler und Installateure, 1 Müller.
Lehrlinge: 1 Spengler u. Installateur, 1 Zigarren- sortierer, 1 Gartner.
S- suchen Arbeit: Kaufleute. Schreiber und Reisende, Packer, Hausburfcken und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bauschiger, Schuhmacher, 1 verh. landw. Knecht, 1 Krankenpfleger, 1 Sattler, 1 Polsterer, Bäcker und Metzger, Kellner, 1 Küfer, 1 verh. Hüsmetster, 1 Mechaniker, 1 Optiker, ein jünger. Schmied, 2 Buchbinder, Mechaniker, ein Wagner, 1 Müller, 1 Installateur und Spengler, 1 Monteur, Maschinisten u. Heiser, 3 Kraftfahrer, Bauhilfsarbeiter, Erdarbeiter.
rehrliuge: 3 Elektromonteure, 1 Elektrotechniker, 3 Autoschlosser, 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, Kaufleute, 2 Schlosser, 1 Schuhmacher mit Kost und Wohnung.
Aelegeubeitsarbeiten werden ebenfalls entgegengenommen.
Weibliche Abteilung:
Es können eingestellt werden:
®- bei bicfigcu Arbeitgeber«: Mädchen, für tagsüber, Dienstmädchen, La uffrauen und -madchen für einzelne Tage, tüchtige Alleinmädchen, 2 Küchen- mädchen, 1 Stütze, 1 Kafseeköchin, 1 Köchin, eine Haushälterin, 1 Zimmermädchen, 1 Kochlehr- mädchen, 1 Schneiderin als Beihilfe zur Herrenschneiderei.
bei auswärtigen Arbeitgebern: 4 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Allein- «ädchen, . stmmermäöche», Küchenmädchen, zwei Haushälterinnen, 1 >> öchin s. Hotel, 1 Kafseeköchin, I Biumenbinderin.
suchen Arbeit: 3 ä^aschtrauen, einige Lauf- stauen, auch für 2lachuü!tsssveschättigu«g,Äkädchen für tagsüber, 1 Büglerin, 1 Schneiderin als Beihilfe zu Schneiderin,2Berkauferinnenlehrmädchen, ! Flickerin, 1 Kontoristin.
Tie Ber ufsberatung und AcbcitS Bermitt- !uns kür Musiker Hübet werktags vou 10 bis 12 Ubr statt. 64158
ttbcaictburcau. bringt t ac Had-A-u- tcro ^aü’cid bic Erst- spieleS „3as Jubi- Arnold. Die haben ch die eiipiggdronten SW', Jrangäcifl' (dK 2ebr>rann". 2£iidj •i Sytttrtäl «nilNen. für "öic ZcsttzMg des ch mehl dem je zn gutem W gerrch«'
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AuS betn Frankfurter Stadtparlamem.
fpd. Frankfurt a. M., 6. Juli. 3n ihrer letzten Sitzung vor den Sommerferien faßte die Stadtverordneten- Versammlung eine Anzahl wichtiger Beschlüsse. Sie bewilligte eine Million Mark Beitrag für die „B a u h ü 11 e" . gegen die bürgerlichen Stimmen, und genehmigte sodann eine sehr bedeutende, viele Millionen Mark betragende Summe für neue Messebauten und Messeanlagen gegen entsprechende Sicherheiten. Damit sind der Messegesellschaft neue Mittel zur Durchführung weiterer hervorragender Pläne zum Ausbau der Frankfurter Messe in die Hand gegeben. Für die Umwandlung der ehemaligen Militärschiehst ä n d e im Stadtwald zu Sportanlagen stellte man rund fünf Millionen Mark zur Verfügung. Der abermaligen Tariferhöhung der Straßenbahn stimmte man zu. Für die Besucher der Strandbäder in den Vororten wurden erhebliche Ermäßigungen in Aussicht gestellt. Die Ausstellung „Wärme im Haushalt" wurde durch eine namhafte Summe unterstützt. Die ehemalige Karmeliterkirche soll mit erheblichen Mitteln vor der gänzlichen Verwahrlosung geschützt werden. Auch Mitteilungen des Magistrats hat das Siedlungsamt dem Magistrat eine neue Vorlage aus Gewährung sehr bedeutender Mittel in Höhe von vielen Millionen Mark für die Durchführung eines neuenProgrammszur Erbauung neuer Wohnungen unterbreitet. Die bisher von Der Stadtverordnetenversammlung bewilligten Mittel für Wohnungsbauten bleiben von hiesen neuen Anforderungen unberührt. — Die vom Magistrat angeforderte Schaffung einer neuen Schulratsstelle wurde abgelehnt, dagegen sollen die Schulräte durch die Anstellung eines Bureaudirektvrs von allgemeinen Verwaltungssachen befreit und entlastet werden, um sich ihren Schulaufgaben mehr widmen zu können.
Ein unmenschlicher Vater.
tob. Frankfurt«. M., 6. Juli. Zu dem aus Wiesbaden bereits gemeldeten Leichenfund auf derPlatte bei Wiesbaden erfahren wir heute noch, daß der Kartoffechänd- ler Ludwig Kahl, Marktftraße 12, in Wiesbaden, seine beiden Kinder im Alter von 3 Jahren und einem halben Jahre im Walde getötet hat. Als die Mutter von der Tat erfuhr, wollte sie sich in den Rhein stürzen, wurde aber davon abgehalten, worauf sie sich zu ihren Eltern nach Biebrich begab, denen sie von der grausigen Tat ihres Mannes Mitteilung machte. Man benachrichtigte sofort die Polizei, die am Dienstag früh den Kahl in total betrunkenem Zustande in einer Wirtschaft verhaftete. Als man ihn nach feinen Kindern fragte, erklärte er: „Die liegen auf der Platte. Zch habe sie tvtge- drückt." Die Untersuchung der beiden Leichen hat ergeben, daß das jüngste Kind einem Schädelbruch, und das ältere einer Erdrosselung zum Opfer fielen.
Bekanntmachung.
Der bargeldlose Zahlungsverkehr trägt wesentlich zur Vereinfachung und Erleichterung des Verkehrs zwischen Finanzkassen und dem Publikum bei, stellt einen reibungslosen Verlauf der Steuererhebung sicher und wirkt der Vermehrung des Notenumlaufs entgegen.
Feder, der ein Konto besitzt - beim Postscheckamt, Bank, Sparkasse und dergl. — bewirkt daher seine Zahlungen an die Finanzkasse (Bezirkskaste) am bequemsten und billigsten durch Ueberroetfiaig.
Wer kein Konto besitzt, zahle mittels Zahlkarte ober lege sich ein Konto an.
Die Postverwaltung hält besondere Zählkarten für die Steuerentrichtung an den Poftschaltern zur Verfügung und gibt dem Publikum über Konto- nummer ufro. Auskunft.
Zur Vermeidung von Anständen ist es indessen unbedingt erforderlich, daß alle Uebermetfungen die genaue Angabe über Steuerart, Rechnungsjahr, Sollbuch-Nr. bezw. Hebregister-Nr., sowie bei Einkommensteuer den Steuerbezirk enthalten.
Die Finanz- (Bezirks-) Kaste Gießen, Senckenbergstraße, unterhält folgende Konten: Postscheckkonto Nr. 2005 Frankfurt a. M., Reichsbankgirokonto, Bank für Handel und Industrie Gießen, Bezirkssparkaste Gießen, Diskonto-Gesellschaft Gießen, Hessischer Bankverein Gießen, Mitteldeutsche Creditbank Gießen.
Die Finanz- (Bezirks-)Kaste Butzbach: Postscheckkonto Nr. 1990 Frankfurt a. M., Bezirkssparkaste Butzbach.
Die Finanz- (Bezirks-)kaste Grünberg i. Hessen: Postscheckkonto Nr. 1958 Frankfurt a. M., Bezirks- sparkaste Gießen, Bezirkssparkaste Grünberg, Bezirks- sparkaste Laubach.
Die Finanz- (Dezirks-)Kaste Lich: Postscheckkonto Nr. 2020 Frankfurt a. M., Bezirkssparkasie Butzbach, Bezirkssparkassc Gießen, Bezirksspsrkasse Grünberg, Bezirkssparkaste Laubach.
Beim Postscheckamt Frankfurt a. M. unterhalten Postscheckkonto die Untererhebestellen
Allendarf(Lahn) Rr.68843
Aüendorf (Lmd.) „ 15457
Alten-Duseck „ 63820
Ämter ob „ 64046
Bellersheim Bersrod Beuern Burkhardsfelden Daubringen Eberstadt Ettings Hausen Garbenteich Großen-Buseck Großen-Linden
„ 63270 „ 62627 „ 62506 „ 62953 62942
„ 62481 „ 62436 „ 62570 # 64047 „ 18551
Grätingen „ 62524
Hattenrod Holzheim
Langd Lang-Göns
„ 63657
„ 62709
„ 14839
„ 62446
„ 18550
! Langsdorf Rr. 15473
I Leihgestern „ 62711
Lollar „ 15437
Londorf „ 62482
Lumda „ 62444
Muschenheim „ 62479
Obbornhofen „ 63104
Ober-Bessingen „ 62912
Odenhausen „ 63035
Queckborn „ 62569
Reiskirchen „ 62625
| Rödgen „ 63642
Saasen „ 62626
। Staufenberg „ 62604
Steinbach „ 62503
Steinheim „ 62750
Trais-Hsrisff „ 62658
Treis a. Lumda „ 63813
Villingen „ 62694
Watz enb.-Stein b. „ 62486
Gießen, Butzbach, Grönberg, Hungen, den 5. Juli 1922.
Die Finanzämter,
64198
Ewe Organisation der Antervtteter ht Frankfurt.
mc. Frankfurt a. M., 6. Juli. Hier wurde ein Vereinzum Schutz der Untermieter gegründet, dessen Aufgabe es sein soll, die ilnterrmieter vor wucherischer Ausbeutung zu schützen, für eine gerechte Verteilung der möblierten und unmöblierten Zimmer zu sorgen und dem Untermieter mit Rat und Tat beizustehen.
Die 2lot der Presse.
fpd. Frankfurt a. M., 6. Juli. Das Organ des Hansabundes für den Landesverband Südwest, „D e r W e ck r u f", stellte wegen der Verteuerung aller Druckarbeiten am 1. Juli sein Erscheinen ein.
6 Millionen Mk. Defizit bei der Lebensmittel- Wirtschaft.
fpd. H ö ch st a. M., 6. Juli. 3n der heutigen Kreistags sitzung wurde das Ergebnis der Untersuchung über die Mißstände im Kreislebensmittelamt bekannt gegeben. Der festgestellte Verlust beträgt mehr als 6Millionen Mark. Der Kreis hat hiervon noch 3 \j.. Millionen z u decken und will diese Stimme durch eine kurzfristige Anleihe aufbringen. Es wurde beschlossen, die Akten der Staatsanwaltschaft zur Sttasverfolgung zu übergeben und die Leitung des Lebensmittelamtes für den entstandenen Schaden haftbar zu machen.
fpd. Frankfurt a. M., 6. Zuli. (Aller- I c i U n f ä 11 e.) 3n einer Sandgrube der Mainzer Lamdstraße wurde der Arbeiter Zrlius Seifert von Sandmassen verschüttet und lebensgefährlich verletzt. - Zn der Kronprinzenslraße wurden dem cruf einem Trittbrett der Straßenbahn stehenden Spengler Knoblauch durch zwei Wetallscheiben, die aus einem Last fuhrwerk herausstanden, beide Oberschenkel sehr schwer verletzt. Als der Fuhrmann sah, was er angerichtet hatte, liest er feinen Wagen im Stich und floh. Auf dem Gelände der Siedlungsbauten bei Donames stürzte der Hilfsarbeiter Priester aus Anspach von einem Reubau ab und erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Marburg, 5. Zull Zn Ergänzung des Berichtes über die Ausschreitungen in Marburg in Ar. 155 unseres Blattes ist noch rnit- zuteilen, daß der Denwnstrationszug sich zur Tapetenfabrikation bewegte, wo das verschlossene Haupttor ein geschlagen wurde. Die Arbeiter wurden von der Arbeitsstätte vertrieben und der Fabrikbesitzer Schäfer gröblich angegriffen und verletzt. Auch aus der O st h e i Nischen Sa brtf wurden die Arbeiter und Bu- TeauangfteHten hinausgejagt. An der Ecke Reitgasse Marttgasse fam es zu einem bedauerlichen Zwischenfall. Ein Student, der, tote der Polizei- bericht feststellt, eine nichtssagende vorwitzige Bemerkung gemacht hatte, wurde von Arbeitern zu Boden geworfen und mit Stöcken geschlagen Dabei fiel ein Schuß aus der von ihm mitgeführ-ten Pistole, der eine« Arbeiter verletzte. Ob der Schuß absichtlich oder unabsichtlich abgegeben wurde, wird die Gerichtsverhandlung erst ergeben.
ss Marburg, 6. Zuli. 3n einer überfüllten Bürger- und Studentenversammlung wurde bem Oberbürgermeister das Mißfallen darüber ausgesprochen. daß er als Polizeichef am Dienstag nidtt hinreichend für die Sicherheit der Bürger gesorgt habe. Die Angelegenheit des
Der Voranschlag der Gemeinde Heuchelheim für das Rj. 1922 liegt von Dienstag, den 11. Zuli 1922 ab eine Woche lang auf dem Geschäftszimmer der Bürgermeisterei offen. Einwendungen dagegen können während der Geschäftsstunden schristlich oder zu Protokoll daselbst vorgebracht werden. Gs wird eine Umlage erhoben zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 6414D
Heuchelheim, den 6. Juli 1922.
__________Bürgermeisterei. Kreiling.__________
Bekanntmachung.
Die Holzversteigerung vom 4. d. Mts. ist genehmigt. Empfang der Abfuhrfcheine bei den zuständigen Kaffenstellen, Holzüberweisung und erster Abfuhrtag: Montag, den 17. Juli.
Treis a. d. Lumda, den 6. Zuli 1922. (6420D Oberförsterei Treis. Schneider.
Bitt H 31. Heirata 1921.
Aktiva. .Mo 4
Kaffenbestand.......... 20 179.69
Wertpapiere nach Abschreibung . . . 339 371.50
Bankguthaben......... 270 301.55
Laufende Rechnungen....... 7 365.28
Darlehen gegen Schuldschein .... 51 101.34
Hypotheken....... 191 392.05
Zinsen............ 6 567.08
Sa. 886 278.49
Passiva. M 4
Reseroefsnbs.......... 27 526.71
Hilfsreservefonds........ 2 500. -
Geschäftsguthaben der Mitglieder . . 20 292.01
Kapitaleinlagen......... 833 233.67
Reingewinn......... 2 726.10
Sa 886 278.49
Mitgliederstand am 31. Dezember 1920 ... 160
Au-geschieden in 1921.....10
Lingetreten in 1921.....10
Stand Ende 1921..........160
Die Haftsumme beträgt pra Mitglied 1000 Mk
Der Vorstand der
Spar- und Vorschrchvereinr Daubringen
®. m. b. H. (64030
wich. Albach, Direktor
wich. Broun II., Rechner, Phil. Hartman«, Kontrolleur.
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Bernh.Dosch fentn- h. te-FwürgeÄ Ä’enen Däne 12 Ecke Weidengasse
Ankauf von Wirrhe*r
Schusses tourbe dahin rusgeklari. daN der junge Mann eine Waffe in der Tasche trug, die sich beim Hinstürzen selbst entlud Auch die leichte Verletzung des Arbeiters soll aus einen Sturz zu rückzuführen sein.
Kirche und Schule.
ri. Das cv. Oberkonsistorium hat angeordnet, datz in allen Gemeinden Hessens im Laufe dieses Monats eine Kirchen- und Haussammlung für die notleidenden armen Leute veranstaltet wird Dic Erträgniste der Sammlung sollen ausschließlich in unserem Lande verwandt und auf Grund von Vorschlägen der Gemeinden verteilt werden.
Hochschulnachnchten.
Der neue Rektor der Frankfurter Universität.
fpd. Frankfurt a. M, 6. Zuli. Für das Universitätshalbjahr 1922/23 wurde heute Professor Zur Strassen von der Raturwissen- schafttichen Fakultät zum Rektor gewählt.
Eine Stiftung
für die Heidelberger Uuiverfitat.
wd. Heidelberg, 6. Zuli. Don dem verstorbenen Fabrikanten Wiesner in Ep- pingen, der eine Stiftung von etwa 3 Millionen für ein Heidelberger Kinderheim hinterlassen hat, wurde eine weitere Stiftung von 500 000 Mark dem He idelberger Krebsimstitut für Forschungszwecke letzttoillig vVrmacht.
Vermischtes.
Vandalismus.
spd. Magdeburg, 6. Zuli. Auf der Somme r s ch e n b u r g im Bezirk Magdeburg spielLN sich, Dlättermeldungen zufolge, gegenwärtig blutige Kämpfe zwischen einer erregten A r - beiterbevölkerung einerseits und der GutsverwaltunL und der aus Magdeburg Herbeigerufenen Schutzpolizei anderseits ab. Hierbei ist das Schloß völlig ausgeplündert worden. Das Schloß Sommer- schenburg ist seit mehr als einem Jahrtausend eines der stolzesten Bauwerke Deutschlands und ist durch eine Fülle geschichtlicher Erinnerungen, die weit über die lokale Bedeutung hinausreichen, geweiht. Auf der Burg Sommerschenburg, dem Stammsih der Pfalzgrafen von Sachsen, erblickte bei1 berühmte Bischof Bernward von Hildesheim, her Gründer des Hildese > mer Bistums, das Licht der Welt, jetzt vor 1100 Zähren. Auch der durch die Kämpfe mit den Sollschen Kaisern bekannte Erzbischof Adalbert von Bremen wurde als Sohn eines Pfalzgrafen von Somrnerschen- burg hier um 1030 geboren. 3m Zähre 1814 erhielt der Feldmmsi ill ? > af von Gneisenau, nachdem die Burg jcchihnndertelang ein Spielball der bcnochparlcn Länder gewesen war, die Som merschenbuig vom preußischen Staate als Eigentum überwiesen.
Ka rlsru v c, 6. Zuti. 3m Bürgernus- schiußsaol in Durlach r:i Karlsruh-o hangen seit ZaHrzehnten "-vertvolle Bilde." der Markgrafen aus dem 17. und 18. Zahrhundett. Vierzehn dieser Originalgemälde wurden am Dienstag bei Ausschicitungen demonfirie- teriber Arbeitei auf die Straffe geworfen and von der Menge in lausend Fetzen zerrissen, die Bilder rühmen tourben zerschlagen. Da^ nach fielen mxh- fünf kleinere Bilder von Qliacf- grafen her Vernichtung anheim.
Am Mittwoch, dem 26. 7juU, vormittags 7 Uhr, findet in Wetzlar auf
der „Starken Weide" (Steindorfer Str.) ein
statt. Auftrieb für jedermann offen.
Meldungen mit Geburtstag, Angabe der Eltern und des Geschlechts der Tiere bis spätestens 20. Juli an unterzeichnete Geschäftsstelle unter gleichzeitiger Einsendung des Auftrieb sgeld es: 50 Mark für Mitglieder des Reichs-Landbundes, 100 Mark für Nichtmitglieder des Reichs-Landbundes (Mitgliedskarte als Ausweis mit einsenden).
Bauernschaft
für den Kreist
ji
Kornmarkt 2
etzlar
Postscheckkonto Frankfurta.M. 31256
Fernsprecher 79. 64isn
Um den Landwirten und sonstigen Zntereffenten Gelegenheit zu geben, sich übet die Anwendung der Kunstdünger unter den heutigen Verhältnissen -u unterrichten, hält die Landw. Schule Lich vom 10. bis 15. 3uli in Gieffen im Hotel Schwab (Felsenkeller) von vormittags 6—11 Uhr einen Kurfus über Düngung ... Bodenbearbeitung"»"
Trauerhalber bleibt unser Geschäft vom Sonntag, den 9.Iuli, bis Samstag, den 15. Juli geschlossen.
Metzgerei Stern, Wkfcd.


