Ausgabe 
7.6.1922
 
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Mittwoch, r. Juni 1922

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Zweites Blatt

Nr. 13!

Dr. Georg Schott.

sichen Ovationen.

UlM

ibctuf wählt. Es gibt ja heut« andere, die be-

solchea (S^ort and Frankreich ein

er Erhaltung einer schaf- wrrttrch notrg, fotd^n Export and SB±M! »ÄS'«

n Drrnards, den

. ist eindeutig vom

ersten biS &um letzten g spräche en Ton,

in^ig

deS-llniversität.

ent-

Max D t r e e s r.

die Darsteller.

in einet solchen Gesellschaft Habet |at> ich sie > lehrte die jungen Mädchen Matzurka tanken and

(Rachdruck verboten.)

4. Fortsetzung.

lleidet, wohl gelautet Haden mochte' .Erst hat

rmer und schneller zu einem überdies in lterieller Hinsicht lockenderem Ziel führen.

3n welch bedrängter Lage sich ein großer

Helene, die mir unter den übrigen jungen Mädchen Dcrtom wie eine Pri cziff'm i:n Streile ihrer Hofdamen, üxlt so ausgelassen lustig, bah mir über den Erfolg meiner Tak.it allmählich ge­linde Zweifel aufstiegen, lind je weiter der Abend vrrschritt, desto mehr begann e5 mir zu dämmern, dach es mit dem stattgehabten Eindruck wohl nicht

Mein Vetter Iolus.

(Rüman von Richard Skotoronnek.

3n einer trefflichen, von Eugen Szenlar ge* leiteten Aufführung der .Mvi'ierstnger von Jlürn» berg" feierte Robert von Schmidt, der der Frank­furter Oper feil 10 fahren angehört, fein 25jäb* rigee Dühnen.ubiläum. Er fo g und spielte den Hans Sachs und gestaltete ti se schönste Rolle seines Faches eimadjen M t.eln überaus ein­dringlich und shmrar^.i'ch. Das Pubsikunc dankte dem Künstler, der sich in fielen groben *2-a*gaben des klaffischen und modernen Reve.t i.es heftend bewährt h ll. an s tnem Ehre abend mit Herz»

Rur eins war mir ausgefallen, das war iie intime CBerhxxitbeit mit allen siudrnttschen Ausdrücken und Gepflogenheiten. Ich gab daraus rdoch nicht weiter sonderlich acht, denn m nner ^riversitätsstadt findet man'5 bet jungen Mäd- jet ja häufig, das) sie koulearsimpeln, wie ein bursch im fünften Semester. Die Sache hatte ai^r, wie ich nachher erfahren sollte, eine ganz besondere Dodeutung . .

Zosua schwieg und machte sich eine Weile bng mit seiner audgegangenen Zigarre zu schaf- irr ES war augenscheinlich mir em Dorwand, in bte wehmütige Stimmung wieder unter» jutiiegen, die ihn bei der Erinnerung an diese (leit gepackt hatte. Als er endlich damit fertig bar und wieder zu erzählen begann, klang seine 6:imme rauh, als wäre ihm etwas in den Hals gefahren ... ?

Weiht du," so fuhr er fort,wie ich mit jteinem in allen ernsteren Fragen kühl abwägen- itn Salzburger Dickkopf eigentlich dazu kam, in liefe Sache so mit beiden Fützen zugleich Hinein» ringen, ist mir noch heute ein Rätsel. Wenn s j"ien aber so saht, wie mich damals, dann

selbstverständlich schmachtend an -r seine aller­beste Seile herouskehre. Ihre Lippen träufelten sich, sie wollte offenbar eine Bemerkung machen, sand aber wohl, dafe es besser sei, sie zu unter­drücken, und schwieg. Auf ihrem beweglichen Ge­sichte glaubte ich jri>och ganz deutlich den Ge­danken zu lesen, den sie unausgesprochen gelassen hatte und der, aller Höfllchteitswendungen ent»

Kirche und Schule.

rm. Mainz, 6. Juni. Der Bund

schiedener Schulreformer eröffnete am Sonntag den 4. Hunt seinen auf vier Tage berech­neten KongreßMenschenbildung und Lebens- gesialtung". Oberbürgermeister Dr. Külb be­grüßte die Tagung im Ramen der Stadt Mainz. Für den Bund sprachen die Herren Schell, Dr. Zschech und Prof. P. O e st r e i ch. Für den Bund der Kriegsdienst gegner hielt eine An­sprache Dr. Siegfried Kawaerau und für die Mainzer Pazifisten Pfarrer Fresenius. An den beiden ersten Tagen wurden durch verschie­dene Redner die ProblemeMensch und Reli­gion".Das intellektuelle Europa",Wirtschaft und Erziehung",Technik und Lebensgestaltung" erörtert. ES schlossen sich sehr lehrreiche Aus­sprachen an.

B. Burkhards, 6. Juni. Die feierliche Einweihung der elektrischen Kir­chenbeleuchtung wurde am Pfingstsonntag im Abendgottesdienst vvrgenonnnen, zu dessen Ausgestaltung ein dreistimmiger Kinderchor unter Lehrer Ludwig seinen Tell beitrug. Die Aus­führung der schlichten und würdigen Lichtanlage ist nach Plänen d^s Denkmalspflegers Professor W a l b e » Darmstadt erfolgt.

bezauberte die pünglingc, indem er mit ihnen heraolaffenderweise Schmollis tränt

Ms-

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VL, 8 ubr ßtentdlfouie:

Frankfurter Erstaufführungen.

Aach Damaskus" (1. Teil) von August Strindberg.

Frankfurt. 4. Huni 1922

War Strindberg für das deutsche Publikum Mode oder Erlebnis? Wird die Strindbergwelle, die über unsere Bühnen hinrauschte, verebben? Kann uns sein Leiden an Gott, am Fleisch, am Weib erschüttern, heute noch, wo eines Dolf es Leiden, unseres Boltes, unser Empfinden auf- saugt? Rein. Strindbergs Erleben ist nicht mehr unser Erleben, er ist nicht stark genug, uns seine Leiden mitleibcn zu lassen . . .

Der Unbekannte (Ü. i. Strindberg selbst > findet aus Unglaube, Sünde. Leiden durch Buhe den Weg zu Gott. Besserung, auch zu ctipaÄ Glück, den Weg nach Damaskus. Das ist dieSyniNung". Ein träger Strom schleicht sie durch baumlose Steppe, an (wel Stellen nur glimmt so etwas wie dramatisches Leben auf. da wo bei Unhold seine Anllage nach oben schleudert Rkotivierungen fehlen. Gleichgültiges. Reiensächliches wird dafür breit besprochen. Einmal bezeichnet derUnbc- fannte" alles, was die letzte Stunde gesprochen worden sei. alsGeschwätz" gehört G schwätz auf die Bühne? Und wenn er im 1. (!) Bild verspricht. ..jetzt wirds interessant" io hat der Dichter dies Wort nicht eingelösi. Die Men schen des Stückes sind farblose Schemen: Ge­danken. die nicht Fleisch, die nur Skelett geworden sind. Wo blieb das Leben? Kein Drama: eine dürftig dialogisierte Mischung von 'Bekenntnis und Predigt! Gehörte diese Aufführung wirklich in den Zylllis »wderner Dramen? Ein schlimmes Zeichen für das moderne Drama!

Die Aufführung, der das Publlkum anfchei nend mit Interesse, jedenfalls mit Geduld folgte, quälte sich redlich ab. der Leiche Geben einzw hauchen Vielleicht wäre es für. die Wirkung besser gewesen, wenn ebne Rücksicht auf des Dichters Absicht der Regisseur (Marin Kerba, ©.) das Tempo etwas beschleunigt hätte. Leben- ' ig machen konnte auch Robert Taubes feines Spiel, die Rolle desälnbefamticn" nicht - aber er gab ihr wenigstens einige Gestalt. Gerda M ü 11 c r als Dame war mehr als Strindbergs blutloses Symbol - sie war Gerda Müller und fühlte ihre Ausgabe nicht nach, sondern um.

Der Hühnerhof.

Hat es die deutsche Bühne der Gegenwart

fensfreudigen und 1 ___

und damit an dem Fortbestand unserer San-

Mnats- sersaimW W-l Ml«- T« Vorsts

bitten nil|ett I, groub* w

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Zahlreich 3J? Dorsis i502v]

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sich ihre ßuftiyteit nur Maske fei, schwamm mir fort, als die übliche Damenpokkä gezielt wurde, and Helene, ohne mich auch nar mit einem Bllck ja streifen, an mir vorübergrng und den schönen Heinrich zum Ta-ze aufforberte.

.Ein gewaltiger Ingrimm ft leg mir im Herzen aus, und ich tarn zu dem Bescylusse. dafe ich ein grober Esel sei, wenn ich mein Herz noch weiter an dies hübsche Lärvchen hängte. Es steckte ja doch nichts dahinter, just wie bei allen andern Weibern auch, für die ich im übrigen in ihrer Gesamtheit jetzt eine unsägliche .Verach­tung verspürte . . ."

Da, mit einemmal. ich glaubte meinen Augen iaum zu trauen, steht sie vor mir. Mit der einen Hand streicht sie sich ein widerspenstiges Löckchen aas dem rosig angehauchten Gesichte, die andere streckt sie mir halb entgegen, um mich zum Tanze aufzuf ordern."

Einen Augenblick Lang gerieten all meine stolzen Vorsätze ins Schwarken, ich wollte schon auffbringen, um ihr za folgen, bann aber kam der alte Salzburger Bauerntroh mit dem Grand- fafee: nun erst recht nicht! Ich erhob mich also recht langfam, eigentlich ein bitzchen flegelhaft, machte einen förmlichen Diener und sagte: .Be- baarte, mein gnädiges Fräulein, ich tanze Saite überhaupt nicht!"

Und weshalb nicht, wenn man fragen darf?"

Weil ich keine Lust habe," erwiderte ich grob und feindselig und setzte mich wieder aifr den Platz.

(Fortsetzung folgt.)

Attrelenvabl, 5 Mllteilunaen, Verschiedene».

und allein die Erotik beherrscht die Szene, und wo ein Größerer vielleicht den Ansatz za iranischen Entwicklungen gefunden hätte, kommt es liefern Franzosen nur aufsAnrüsarnent" an; auch das Lachen hat aber feine Ehre und die ist bei solcher Frivolität, die den Menschen im Grande jeben höheren Trieb -nimmt, wirklich nicht ge­wahrt. Anerkannt must werden, datz non den drei Sitten der letzte am besten geraten ist: Hier hat der Autor die Fäden seiner Handlung fest in ber Hand, und nachdem er den weibstollen Vernarb mit nicht weniger als vier oder gar fünf Frauen zu ertbcu.iger Absicht zusammen- gebracht hack, vereint er Monsieur und Madame Derirand wieder in einer hübschen Szene, die von dem geplantenBruder- und Schwester verhältnis (o laDollarprinzrfsln") sachte zu den normalen ehelichen Drziehangen führt.

Gespielt wurde das Stück recht liebenswürdig: wirksam war der Gegensatz im Temperament der beiden Männer: Fred Hennings verkörperte den einen, der sich der Frauen und ihrer Glut nicht erwehren kann, Otto Wallburg seinen Freund, vor dessen Brunst sich die Frauen nicht wehren können. Reizend in der ehe.ichen Auseinander­setzung war Hilde Wall. Geschmackvolle Bühnen­bilder ba ifte inan Los Dachl, die Regie über» wachte Clemens Wiede, der das ausgelassene Spiel sorgfäl ig vorbereitet Halle ad nur das Tempo noch hätte beflügeln sollen.Der Hühner­hof" fand am Schlust, als einige Zischer energisch Proteste ct ".gelegt hotten, lebhaften B tfall Die Frage bleibt aber: Sind solche Stücke, mbg.m sie auch etwas vomesprit gaulois', dem galli­schen Witz, haben und das soll nicht beftritten sein gegenwärtig ein Gewinn für die deutsche Bühne '< . . .

wäre, und jetzt ist's genau derselbe sade Kerl wie die andern.' 3d) ärgerte mich, weil ich ihr darin recht geben mutzte, schwieg ebenfalls und, da sie keinen Versuch machte, das Gespräch wieder aufzunehmen, legten wir den Rückweg im Schlit­ten ungefähr ebenso zurück, tote am Vormittag den von der Kirche. Und, ich weist nicht, wie es tarn, aber ich hatte ganz deutllch das Gefühl, als wenn eine tiefe Verstimmung zwischen uns

derlehrtoerkstätte sieht etn Raum in 1 der Universitäts-Bibliothek zur Verfügung, doch muh vorerst wegen Mangels an Mit­teln von der Bertoirilichung dieses Planes Abstand genommen werden.

Die Betätigung als Werkstudent, welche auch die Studentenhilfe auf diese Weise zu för­dern sucht, muh allerdings möglichst auf die ersten Semester beschränkt bleiben, damit das Sttidium nicht darunter leide». 3n höheren Se­mestern wird es deshalb hoffentlich bald mög­lich sein, bedürftigen Studenten auf andere Weise weiter zu helfen.

Ferner ist eine studentische Leih­bücherei eingerichtet, welche die notwen­digsten Lehrbücher an bedürftige Studenten auf längere Zeit ausleihl, um ihnen die Kosten der Anschaffung zu ersparen

Angesichts der ungeheueren Lebensmiticl- »euerung ist die Aufbringung der Mittel für das Studentenheim, wo zu erschwing­lichen Preisen eine kräftige Mittags- und Abendkost geboten wird, zur Hauptaufgabe der Studentenhllfe geworden. Der Besuch des Herms ist sehr stark gewachsen, sv dah in diesem Semester über 500 Studenten gm Mittagstisch teilnehmen. Es war deshalb not­wendig, als Zweigstelle des Sauden- t e n h e i m s einen Mittagstisch für Studenten im katholischen BereinShaus einzurichten. Hier können 100 Studenten speisen. Don diesen sind 30 Plätze für Studenten Vorbehalten, die als Kranke, Tuberkulose oder Rekonvales,zenten besonders Fräftigc 9-Dft nötig haben, die ihnen auf ärztliche Bescheinigung verabreicht wird, wobei Mittel vom Roten Kreuz in dankens­werter Weise zur Verfügung gestellt worden sind. Das Essen im Heim wird aus seinen Ka­loriengehalt ärztlich überwacht. Am die Preise im Studentenheim in der notwendigen Weise niedrig zu halten lzur Zett Mk. R. für das Mittagessen, Mk. 5.50 für das Abendessen bei ständigem Besuch), bedarf es bei der gegen­wärtigen Teuerung auherordenllich groher Mittel. Ganz anders als seither müssen hier

fijlttti«!

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'°jchkv Uvritr

Merkwürdig," sagte sie bar auf und sah mich mit ihren großen blauen Kinder äugen an,dafe doch alle Menschen sicy in Gesellschaft anders geben, als sie wirklich sind."

Ich ergriff die Gelegenheit beim Schopfe, ck's mir, ist cs mit dem fogenamten Ab- drechselte ein feines Kompliment und numte so u mrd -UeberiegeR überhaupt eine nützliche I ungefähr, es sei doch ganz natürlich, oast man

bUb des städtischen Lebens wenig Devän- 2iing wahrnehmen. Wie vor dem Krieg, r. sieht man auch jetzt noch auf der Straste

Platz griffe Als ich ihr beim 2tu3 ft eigen be­hilflich war. reichte sie mir kaum die Finger­spitzen, sah an mir vorbei und lieh mich stehen wie einen dummen Zungen . . ."

Damit hatte sie übrigens nicht Mivecht, denn ich bildete mir zu jener Stunde nichts.mehr mb nichts weniger ein, als Last ich vorn ersten Augen­blicke an all sie denselben unauslöschlichen Ern- druck gemacht hätte, tote sie auf mid). 3d) gla ibte nämlich damals, ein ganz gctoiegter Frauen- kenn er zu sein infolge der Eriahrungen, bie tch bei der Eroberung von ein paar leichtbrweglichen Mädchenherzen gemacht hatte, llnd aus differ Praxis heraus beschloß ich, auch bet Helenm das Mlltel anzutoenben, mit dem ich bisher meine größten Effelge er i lt h.^tte, das hritz: sie so lange mit eifriger lllichtbeachtung zu strafen, bis sie sich wieder von selbst nähern würde. 3ch führte diese Rolle auch mit Konsequenz mb Heroismus durch, obwohl sie mich teure geringe Anstrengung kostete, schwieg während des ganzen Rach les lens wie ein Karpfen, und als dann der Tanz begann, setzte ich mich in die Alle-Herren- ecke, simpeltc Politik mll und trank einen alten Dotspohn, der beinahe so gut war tote der da vor uns auf dem Tische."

Meine Plvisiervricheirolle hatte jetzt »er schöne Hemrich fibemomnet Er traCvic für btet.

alle Kreise helfend eingreifen, welche inneren , - Antell nehmen an der Erhaltung einer schaf- wirklich nött

Das brachte das Gespräch auf die Heimat, st> mutzte ihr von unserer Stammbesitz mg er» bien, von Vater und Mutter, die als einfache »izburgei Dauern darauf hausten, aber doch den 7-rgeiz hatten, mit ihrem vielen Grlde aus ibreit

iten einen Studierten zu machen der Ael­le muhte natürlich bte Wirtschaft übernehmen und dah ich die Hoffnungen meiner Eltern faftfeni nicht enttäuschte, als ich mich bemühte, tag Geldauegeben recht gründlich zu studieren. Rur8, was soll ich dir sagen, als die Tafel auf- phoben wurde, da hatte sie meinen ganzen Steck­brief m der Tasche, kannte mich in- und aus- endig, während ich von ihr nicht mehr wutzte, [3 die dürftige Personatnotiz, die mir der Hrrr üxrpsarrer zu Aicfaitg gegeben hatte."

Uraufführung im Hessischen Landestheater in Darmstadt.

Fritz von Unruh:Stürme".

3n dem im Jahre 1913/14 entstandenen Drama ..Stürme" setzt Fritz von Umu > feinen gewaltig iübnen Weg fort u d sucht ihn z»m Ziele zu führen. Den Weg, der überGeschlechf undPlatz" ging, der einen gigantischen llmsturz, v-etteumspaimend und Wellen zerschlagend, in dichterischer Sehergabe vorausfühle td. ihn au, seine Art ton.l uurtc u i) nm au,bauen will. 3n dem 5ürfieiT >rama Prinz Louis ,yerbinanb sand dieser älmsturz nach Unruh eine Revo» Intion von oben - seelische Andeut utg, in ^Stürme" sand er die Auswirkung and kommt ols Tendeitz, als Weg zum Licht aus der Aot und Finster,.is der Zeit zu dem. der in welt­umspannender £t bc lein Leben hin gab für bte Menschheit, der die Liebe predtgte, die zur selbst- aufopserung führt. So mir tairn dcr Gehalt des neuen Dramas gefühll werden. Zede ^llerson. jede Handlung, jedes Wort fast ist nur symbo lisch zu .trhrnen Hinter jedem auch banal g: formten Satz birgt sich ein Teil wellumspannen- des Me. s^h tlsprobstm. Der junge Fürst, etn lllachkomme der grollen F iedriche p.eutzische. Tradition, der mit dem Zuschlägen des SargeS über des Vaters Leiche glaubt Tradition, Gesetz und Recht, das Menschen schufen, zerschlagen, bannen zu können, um rin fielet Menschengeschlecht zu schaffen, mutz erlernten, datz all das, was er zeffchlag, nicht von gestern auf heute geworden, sondern eine Folge logischen Ausbaues durch Zah Hunderte, Za iriaus:nde Metffchmgeschichie gewesen, das nicht von einem Stürmer mit einer Haiwlung im vorerst ei sam gefühlten Freitzrits- drang ze.schlagen werde,, taiin. Er geht dm Weg durch alle Sri o s >i't n, pureb alle Ent täuschungen und ert.nnl schste lii). es rin 'Desienregierendes gibt, die Liebe, tue vom Weibe kommt, weil wir Liebe nicht vom Weibe trennen rönnen, die ober nicht tra Weibe gipsell, di« weit über llrifficheZ Menschenbegrrisen hinaus Welt und Mmschh it um bannt Er geht den Opferv:-eg, den ein Grot'^r nach ®Dtga:b-u ging, ci opfert sich für den Freund und Gelitten ieiner Gattin, tte beiden vereinend. Auch das ist nur symbolisch zu versteh n. Das Wert gibt überzeugend den Beweis, datz Fritz von iinrulj dei Ti hier des hingen De llschland ist, bei die stärksten dichterischen Qualitäten auf weift Zwischen ihm und den anderen klafft eine weite Kluft. Er durfte sich befugt Ija'.ten, seine Kraft an ein sv gigantisches faustisch-mephl slophelffches Wert zu tragen, llnd toenri er auch manches zu lösen schuldig blieb, auch Goethe blieb ja schuldig, sein Werk trägt den Stempel dich- terischer (Stoße und -Srtennti.iS. Zn Gustav Hartung sand der Dichter den Mri'ter, bei seine tiefsten Gedankten berietenbigtc. Wenn, was wir glauben, dieses Werk ernst llajlisch qualistzirrt treiben wird, wi.d man den Ramen Härtung nicht dabei übersehen lo;mcn. Dr: Träger ds> ^>004)trollen, Ebert (Frankfurter Schauspiel haus). Ku lisch. Gielen, Danzara, Stic- (er, © d) n eiter, Baumeister, 3 alt, Äenter, Hartung selbst, der mit'pi:llr. S> bald, hätten sich gut in daS g.tooLtgc Wsrr eingelebt, sich der faj überrnrnschllcheii Aufgabe GufDf.fernb unb hi -grbmd getolbmri. Prlarh und Scherl hatten einen ber Symbolik gerecht uxrbenbm, äußerst wir.f amen Rahmen in chcen Bühnenbildern geschaifen. Die Aufnahme b« dem ausveriausten Hause war trotz der höchstgespann« ren Anforderungen an Begeisterung grenzend. Man ries viele Male Unrul), Hartung in6

TÄl unserer heutigen Studentenschaft befin­det, das ergibt z. B. die für das letzte Se» nsster an der Hessischen Landes-An i» dersität Giehen aufgenommene Stattstik, nach der fast die Hälfte der dortigen Studen­ten einen Wechsel von unter Mk. 700. hatten. Das ist aber bei weitem nicht das 0 x t st e n z m i n i m u m. 3n den Gastwirt schiften kostet das Mittagessen ;ur Zeit min­destens 1214 Mk., das ergibt eine monat­liche Ausgabe von Mk. 360. bis 450. allein für Mittagessen. Dazu dann noch Wohnung, Frühstück, Abendessen, Bücher, Kvlleggeld usw.

Diele Studenten sind nun dazu überge- oavgen, sich die für das Studium fehlender! Mittel durch Arbeit i n den Ferien und euch durch Rebenarbeit im Semester zu be- Idjaffcn. Auch in Gießen war es eine Swhe Zahl, die in diesen Osterferien in den ngwerken, Fabriken, Bierbrauereien, kauf, innischen Bureaus usw. gearbeitet hat. ES ist in erster Linie der Gedanke der S e l b st - hilse, den unsere Studentenschaft verfolgt.

er Typus desW e r k st u d e n t e n", der h auf diese Weise entwickelt hat, wird keine rübergehende Erscheinung sein. Es gllt nun, die Studentenschaft in diesem wirtschafllichen ampfe zu unterstützen. Zu diesem Zweck süid fast allen Universitäten lokale Wirtschafts- ^'körper entstanden, sv in Giehen dieGie­hener Studentenhilfe e..M, in de- Tcrt Ausschuß neben Studenten, Dv?zenten, Alt- i!ademikern Dertteter der Bürgerschaft und S Handels fitzen. Diese lokalen Orgcmisatio- r. stellen in Verbindung ntü einerZen- nlstelle der Wirtschaftshilfe der deutschen :ridentenschaft- in Dresden. Aufgabe dieser . IttschaftSkörper ist es, bte Studentenschaft f jede Weise in ihren Selbsthllfebestrebun- en zu unterstützen, aber auch Mittel zu be­soffen, um da einzugreifen, wo die Selbst- Ilse nicht aus reicht.

Die Giehener Studentenhllfe hat kchreibmaschinenkurse deranstaltet. 3n nächster Zeit werden sechs leihweise über­lassene Schreibmaschinen eintreffen, so dah die Kurse in größerem Maßstab abgehalten Verden können und Gelegenhett zu Reben- tri>erb durch Herstellung von Abschriften von vffsenschastlichen Arbeiten und dergl. geboten vrrden kann. Eine studenttsche Gärtnerei ist eingerichtet, in welcher Studenten gegen kntgelt arbeiten; der Ertrag ist für das Lttldenienheim bestimmt. Für eine B u ch b i n-

Geschichte. ilnb bami war ich ja damals etn paar Zahre jünger als heute . .

.Ra, um also weiter zu kommen, an bas Mittagessen schloß sich eine Schllltenfahri nach einem Dörfchen in ber Umgebung, wo wir im Wirishause den Kaffee tränten. Mir war eine Folge meines Trinkspruches durch eine Deputation ber jungen Mädchen das Amt eines maitre dc plaisir übertragen worden, und ich liefe all meine alten Repertcirescherze los, zu denen Franz und der schöne Heinrich im stillen lächel­ten, beim die beiden kannten sie natürlich schon längst aus öfterer Wiederholung. Hier aber waren sie neu und verfehlten nicht ihre erprobte Wirkung."

Ich tarn mir eigentlich selbst etwas albern vor in ber alten Hanswurstjacke, aber wenn ich sah, wie sie, die einzige, an der mir etwas lag, so recht von Herzen über all den llnsinn und die Schnurrpfeifereien lachte, bann trieb ich's nur um so toller. Schließlich wurde die Stim­mung unter dem jungen Volke so ausgelassen, bafe der Herr Oberpfarrer dazwischen trat und er­klärte, jetzt wäre es genug. Seine Pfarriinber, unter denen sich auch etliche Phisister befänden, formten an solcher llngebundenh.it in feiner Ge­sellschaft am Ende ein Aergernis nehmen."

Als ich auf ber Heimfahrt neben Helene wieder im Schlitten scktz, fragte sie mich, ob ich immer so luftig wäre, wie heute Mir schien in dem Ton ihrer Frage eine leise Ironie an» zuklingen, so riwas wie ein bifechen Gering­schätzung. hxil ich den ganzen Abend dm Spatz- mocher gespielt, und so beeUte ich mich denn zu erwidern, nur die heitere Gesellschaft und das mir übertragene Amt hätten mich da-u vermocht, einmal aus mir herauszugehen. Für gewöhnlich und es entsprach ja auch ber Wahrheit wäre ich ein schwerblütiger Gesell, der bad Leben durchaus nicht leicht nähme."

Vom Daseinskampf des deutschen Studenten.

3n Ergänzung des Aufsatzes in Rr. 129 dasGiehener Anzeigers" gehen uns folgende, insbesondere die Giehener Berhält- lisse berührenden Ausführungen zu:

Wer heute als Fremder eine deutsche Universitätsstadt besucht, der wird m dem

ieitiiil 'ee '?'Nde mit nnltlith luiL Sulammenlftn aocrstag, 29. Qnei, $7116 t,-Im (3r. 2qü! vbllolovbrnwaldtl £auten|5nger t)uni)8öt). Dthntll « Mlle (Irt M «in." inirittatarten ad jun! bei SbaUin und iDlg3irta6e59fflr$!ü- )er i M, für M- ilteber 8 Ult |M91t

DeuMr iolhspartel Sir bitten uniert M -der volljähllg an bei >rtra« der Liga wa h. d. Deutschen ftulnn i Tonner-tag tedp hmen. M'

Der vorbattd.

er ausgcsehen, als wenn er etwas Besonderes! besonders weit her fein müsse. Der letzte Stroh- - - - - - " Holm, an den ich mich rod) klammerte, bafe näm-

sifferschwinglich. Za, eS gehört heute ein gu- 1**1* kfl Teil Liebe zu einer wtssenschafllichen Be- lU|Uli. t. tigung dazu, wenn jemand den dornigen t8Cvi^onnet,,e8- ^9 über die llniversität zu seinem Lebens-

\jt bunten Mützen mit den frischen Gesich- cm darunter, und doch welch eine große Aen- ng hat sich hinter den Kulissen vollzo- Wie viele unserer Stttdenten kennen ute die Rot, tote mancher ist froh, wenn er ich nur eine ordentliche Mahlzeit am Tage tften kann. Die teuere Wohnung, die teueren bcher, die teueren Kleider, alles, alles fast

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