Ausgabe 
7.3.1922
 
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fäbrbete enb hin Mittwortz, brn s. Mürz, wird Fräulein Zillen, Generalsekretärin be$ Kalh. Fürforgevereins für Mädchen, grauen und Kinder. auS Dortmund im Äath. Vereinsbause über Fürsorge- und Zwangserziehung sprechen. Der Vortragenden geht der Aus einer glänzenden Rednerin voraus, Vie es versteht, auch Geseyes- materialicn auS ihrer reichen Erfahrung im Für- fvrgewesen interessant zu gestalten.

Landkreis (ließen.

& Lindenstruth. 6. März. Lot auf der Wiese aufgefunden wurde der 65jährige Ludwig SchepP von hier. Er war auf dem Wege nach Reiskirchen begriffen und kehrte abends nicht heim. Am nächsten Morgen suchten die Angehörigen die Um- K" ab. bis sie ihn neben seinem Gepäck

. Ein -Herzschlag hat seinem Leben ein Ende gemacht.

/x Reiskirchen. 6. Marz. Wieder wurde einer der Mitkämpfer aus Deutschlands großer Zeit 18 7 0/71, Heinrich Klö 6, zur großen Armee abgerufen. Ein großer Leichenzug geleitete ihn gestern zum Friedhöfe. Die Grabrede hielt Pfarrer Dombel. der Kriegerverein gab über das Grab drei Ehrensalven ab. Bürgermeister La u n spach und derSparkassenrechner legten Kränze nieder. Der Verstorbene erreichte ein Alter von 76 Zähren.

S. Rödgen, 5. März. Einen genuß­reichen Abend bereitete der Gesangverein Konkordia seinen Mitgliedern und deren Angehörigen. Der Verein bewährte somit seinen künstlerischen Ruf. insbesondere gilt das von seinem Quartett. Auch die Brüder Etzel- müller als Svlvsänger, der Vortragskünstler Fritz Hvmmel und die Kapelle Eyelmüller- Kvch-Muth fanden reichen Beifall. Verges­sen sei auch nicht das heitere Mundartspiel: ..Wer lätbc will, muh letre" von Lehrer Schwarz, bei dem man leider die reine Durchführung unserer Rödgener Mundart ver­mißte.

KreiS Alsfeld.

A AuS dem Kreise Alsfeld, 6.März. .Jetzt haben wir aber W in ter f eu cht u n g e n u g, daS ist der Ausspruch, den man allent­halben von den Landwirten hört. Wie von einem ichweren Drucke befreit, setzen sie hinzu:Run t.rauchen wir doch unser Vieh nicht abzuschaffen, denn es wächst wieder Futter. In der Tatalle 'Brünnlein fliehen", die kleinsten Bäche sind zu starken Wasserläusen geworden und haben die Wiesentäler weithin überschwemmt, und wo

das Wasser nicht hin kann, da leitet es der Land- wann durch künstliche Bttvässerungsgräben hin. Am Samstag und Sonntag waren die Wiesentäler bei Mücke. Merlau. Rieder-Ohmen. Rieder- Getnünden überflutet, und das gleiche Bild zeigte sich wieder zwischen Alsseld und Lauterbach in den oberen Tälern der Schwalm und Antrifft und bei Ermenrod an der Felda.

KreiS Schotten.

Q Laubach, 6.März. Der Zweigver­ein Laubach des Vogelsberger Hbhen- k l u b s hat im verflossenen Winterhalbjahr eine eifrige Wandertätigkeit entwickelt. Auch die regel» mässig am ersten Freitag jeden Monats statt- findenden Dersammlungen erfreuten sich eines guten Besuchs. Sic wurden durch Vorträge des wissenschaftlichen Ausschusses des Zweigvereins (unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Roeschen) aus dem Gebiet der Geschichte, der Kunst und der Volkstunde und durch musikalische Darbietungen der künstlerisch begabten Mitglieder anziehend und lehrreich belebt. Am letztverslossenen Freitag sprach Prost Dr. Roeschen über die flau- bad) er Sagen, indem er ihre Entstehung, ihren Grundgedanken und Inhalt eingehend er­örterte, sowie auch die Sagen anderer Gegenden xum Vergleich heranzog. An alle Vorträge schloß sich eine lebhafte Aussprache mit zahlreichen An­fragen und Beisteuern der Mitglieder zum Thema des Abends. Am Freitag, 31. März, wird Pro­fessor Lu ff mann überDeutsche Redens­arten im Spiegel der Vergangen­heit" sprechen. Der Zweigverein Laubach zählt jetzt über 700 Mitglieder, der Vogelsberger Höhenklub gegen 7000.

2a u ba d>, 5. März. Gestern abend gegen 7 Llhr wurden in den Lüften zwischen unserem Städtchen und dem Dorfe Lauter verschiedene Schwärme von Schneegänsen teolachtet, die im Begriffe waren, im Tale einzufallen. Von Schnepfen hat sich hier noch nichts gezeigt, ebensowenig von Bachstelzen und Rotschwänzchen, den unmittelbaren Vor­läufern der Schnepfen. Dagegen schwirren schon seit acht Tagen die Lerchen munter in der Luft.

We11erfeld, 5. März. Ein Beweis dafür, daß man jetzt aus dem Lande anfängt, sich mehr und mehr auf gediegene Werke unserer Literatur zu besinnen, ist die Tatsache, daß man hier am verflossenen Sonntag das köstliche Vvlks- schauspielDer Datterich" durch Dilettanten auf geführt bat; Mitglieder des hiesigen Gesang­vereins hatten sich der gewiß nicht leichten Aus­gabe unterzogen, der Bevölkerung die unüber­troffenen Bilder Riebe rga lls aus dem Darmstädter Volksleben der Bieder­meierzeit vorzusuhren. Die Wiedergabe der süd­hessischen Mundart bot selbstverständlich der Wetterauer Zunge nicht geringe Schwierigkeiten, aber trotzdem lösten die Darsteller ihre Ausgabe

nicht ohne Geschick. Besonderer Dank gtbübrt Lehrer Arras, der unermüdlich zahlreiche Pro­ben für die Aufführung des Stückes abhielt. Jedenfalls wird es weitere Kreise intcrellieren, daß nunmehr das Lustspiel des Dialektdich­ters au» de r Residenz auch In Wetter­auer Dörfern seinen Einzug hält.

I. Aus dem Vogelsberg. 6. März. In den Kreisen unserer Landbevölkerung herrscht, wie man uns schreibt, gegenwärtig größt c®r- regung. Stehen einmal schon Brotpreis und Bezahlung des Umlagegetvcibc» in keinerlei Ver­hältnis zu einander, so fällt es andernteils den meisten Landwirten ungeheuer schwer, ihrer Ab­lieferungspflicht zu genügen; viele können ihr überhaupt nicht mehr nachkommen. Es ist darum zu erhoffen, daß seitens der hessischen Regierung die Ermäßigung, die da- Reich für Hessen in der Ablieferung bewilligt hat. auf alle Kreise, auch die der Provinz Oberhessen, ausgedehnt wird. Wir hier oben in den Kreisen Lauterbach, Als­feld und Schotten haben ebenso gut unter den schlechten Verhältnissen und der Mißernte des Vorjahres gelitten wie andere Bezirke auch

Hesfen-Rassau

* Marburg, 6. März. Den Bemühungen eines Münchener Rechtsanwalts, der in Marburg studiert hat, ist es gelungen, den vor einigen Jahren auö der Elisabethkirche gestohlenen althistorischen BilderteppichSer ver­lorene Sohn" ausfindig zu machen. Wie mitgeteilt wird, soll ferner auch die Aussicht bestehen, daß die vor zwei Jahren entwendeten Steins des Sarges der hl. Elisabeth wieder herbeigeschafft werden.

ra. Biedenkopf, 5. März. Troydem unsere Stadt über einen großen Waldreich­tum verfügt (zirka 2500 Hektar), waren auch hier die diesjährigen Holzpretse für Brennholz ziemlich hoch. Der Durch­schnittspreis für Buchenscheit betrug 243 Mk., und für Buchentnüppel 214 Mk. pro Raum­meter. Die erledigte Oberför st er stelle zu Gladenbach wird zum 1 April durch Ober­förster Sch Wickerat aus Stettin besetzt.

Kirche und Schule.

Die ßutijerfeier m Wittenberg.

Wittenberg, 6. März. (WTB.) 'Ser heu­tige Tag der L u t h e r f e i e r ist mit einer Früh­andacht in der Schloßkirche eröffnet worden. Dar­auf trat die Luthergesellschaft im Melanchlvn- Gymnasium zu einer Sitzung zusammen, um über das eigentliche Arbeitsgebiet Vertiefung der Luthersorschung und Fruchtbarmachung der durch sie gewonnenen Ergebnisse für das geistige und kulturelle Leben der Gegenwart den Gästen

einen Ucberbua zu geben Raa» der Orotfnung durch den Vorsitzenden. Oberpräsident a. D Dr P von Hegel, der die Ziele der Luthergesell- fchaft entwickelte, hielt der Kirchenhisioriker der Berliner Universität. Geheimer Konsistorialrat Prvs. Dr. D. Holl, einen reiche Beziehungen jur Gegenwan bietenden Vortrag über Luther und Schwärmer.

Ilm die Mittagsstunde sand eine Schlustseicr in der Stadtkirche statt, wobei Erzbischof D.. Soederoblom in geistvoller Weise über die christliche Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sprach Er entwickelte in großen Zügen das Programm für die Bildung einer internationalen Gemein­schaft des Protestantismus Die nncbcihohen Zusammenkünfte verantwortliche, e a xgellfdier Kirchenmänner aus den sich fcinblid) gegenüber- stehenden Staaten während deo Kriege.' und nidh dem Kriege zeigten, so führte der Redner aus, daß die Gesinnungsgemeinschaft in der evangelischen Kirch« vorhanden sei. Heute gilt es, iüi die Ge­meinschaftsarbeit eine Orgamfation zu 'chaffen, die unter Wahrung der äußeren und inneren Selbständigkeit der einzelnen Kirchen an die schon vorhandenen übernationalen Verbände der evan­gelischen Liebestätigkeit anknüpst. Die übernaiio nale evangelische Leben-- und Arbeitsgemeinschaft sei ein Gebot der Stunde und ein schon von Luther gefordertes Konzilium für ein praktisches Christen- tum.

Aus dem AmtSverkündigung-rdlatt.

Da » AmtsverkündigungSblatt 710.31 vom 6. März enthält: Maßnahmen zar Sicherung der Fleischversorgung in der lieber- gangszeit nach Aushebung der Zwangswirtschast - Gewährung von Beihilfen an ehemalige Kriegs­teilnehmer; hier: Abrechnung. - Tanzbelusti gungen. Abgang der Landgestütsbeschäler. Dietlstnachrichten. Verkehr mit Kraftfahrzeugen in der Stadt Gießen.Gefunden, verloren

In der Zeit vom 16.28. Februar 1922 wurden hx Gießen gefunden: 1 Stoffgürtel. 1 gestrickter Kinderhandschuh, 2 Trauringe, ein seidener Kragenschoner, 1 Paar gestrickte Hand schuhe, 1 Kinderpelz, 1 Dereinsabzeichen ehern 116er, mehrere Meter Wasserleitungsrohr; Der loten: 1 goldenes Kettenarmband mit filb Radel, 1 Kamm und Dürste, 1 grünliche Lcdri moppe mit 60 Mk., 1 schwarze OLavpe mit 2b0 Mark, 1 braune Besuchstasche mit 2 Porlcnnvn naies, 1 schwarzgrauer Henkelkorb. 1 schwarze. Kinderregenschirm. 3 Hundertmaokicheine. cL c rindslederne Briefmappe mit 70 Mk.. 1 gelbe Ledermappe mit 100 Mk.; eingefangen: eine Lachtaube. Die Abholung der gefundenen Gegen stände tarnt an jedem Wochentag ton 1112 Uhr vormittags und 45 ülhr nachmittags bei dem Polizeiamt Gießen, Zimmer Rr. 1, erfolgen.

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Zweiter Vortrag über die WWeWM Mittwoch, den 8. März, abends 8 Uhr, wird im Katholischen Vereinshaus Fräulein Jilken, Generalsekretärin des Kath. Fürsorgevereins für Mädchen, Frauen und Kinder, Dortmund, über: Fürsorge- u. Zwangserziehung sprechen. Eintritt 1 Mk.

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: Für die anläßlich unserer Vermählung j : erwiesenen Aufmerksamkeiten danken : wir verbindlichst

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