vn-ck un» Verlag- vrvhl'lche Univ.-Vuch- und Steinbruderei N. Lange. Schriftleitung, Seschästsltelle und vmderei: Schulstratze 7.
Briefe nur in Amerika gründlich gewürdigt, von den Franzosen dagegen recht kurz abgetan. Die Wirkung ist derjenigen ähnlich, die der Briefwechsel zwischen Hindenburg und dem früheren Kaiser draußen hervorgerufen hat. Es hat sich gezeigt, daß die Entente» zirkel ijirf)t so päpstlich waren wie gewisse deutsche Päpste, die jene Veröffentlichungen als schwer«- Schädigung der deutschen Interessen und ter Wirthschen Kabinettspvlitik verschreien wollten. Es dürfen jetzt wirklich mutig alle wirksamen Hebel angesetzt werden, um die schwere Last und Lüge von der Schuld Deutschlands am Weltkrieg in den Orkus zu
dargeboten hatte.
Dem Reklamedurst des Berliner Tage- < blattes, das beim Jahreswechsel interessante amtliche Berichte Iswolskis, des früheren rus- sischen Botschafters in Paris, veröffentlichte, haben wir diesmal gerne mit einem halb wehmütigen, halb hochgestimmten Prosit Reujahr Bescheid getan. Das Blatt, das jetzt dem Herrn Poincaro so wacker an die Waden fährt, hat bisher immer mehr für die westliche (am Ende auch die östliche), als die deutsche Kultur übrig gehabt. ES hatte, wie es später zugestand, die begeisterten August- tage von 1914 von vornherein mit gemischten Gefühlen miterlebt. Desto weniger haben wir dagegen einzuwenden, daß eS jetzt eine Art Schwarzen Adlerorden sich auf die Brust heftet, denn die Veröffentlichung der Briefe Iswolskis und die Rachweise von der Kriegslüsternheit der damaligen französischen Diplomatie sind wirklich ein nicht unbeträchtliches Verdienst. Der Hauptanteil daran gehört allerdings den maßgebenden Politikern der russischen Sowjetrepublik, die deren Archive geöffnet und bloßgelegt haben. And vielleicht werden wir in nicht zu fernen Lagen einmal die ganze, ungekürzte Aeberficht über das französisch-zaristische Ränkespiel zu Gesicht bekommen . . .
Wir erfahren durch Iswolski, es sei (1913) der französischen Regierung von äußerster Wichtigkeit gewesen, die Möglichkeit zu haben, die französische öffentliche Meinung auf die Beteiligung Frankreichs an einem durch die Lage auf dem Balkan hervvrgerufenen Krieg vorzuberciten. Pvineare wünschte bundesbrüderliche Einweihung in alle russischen Informationen und Maßnahmen, die auf den kommenden Konflikt Bezug hätten; als Bedingung für Frankreichs Teilnahme an solchem Krieg stellte er das berechtigte und erklärliche Verlangen, daß das Zarenkabinett nicht völlig selbständig und überstürzt vorgehen dürfe. Das ist eine Enthüllung, die auf die gegenwärtigen großen Konferenzen in Wa- shington und Cannes doch eine gewisse Einwirkung haben sollte. Die Engländer und die Amerikaner wollen heute Realpolitik treiben, die unqelogenen und unverfälschten Tatsachen sprechen und wirken lassen. Da mögen sie nun endlich auch die arg geschminkte, gepuderte und in purer Vortäuschung eines guten Gewissens mit falschen Mitteln hvchfrisierte Parole des Weltkrieges einer Waschung unterziehen, damit auch dieser reale Tatbestand die französischen Ansprüche ermäßigen helfe! So weit man sieht, werden die Iswolskischen
nehmen unb die Russen zurückweisen. roril Ibrx Hände mit dem Blute Unschuldiger befielt seien Die Alliierten müßten in ihren Beziehungen zu
sollen, um den Bericht der Sachverständigen zu prüfen, die sich bis jetzt mit der Reparationsfrage beschäftigt haben.
Paris, 6. Jan. (WTD.) Der Sonder-
die Sitzung, indem er seine Kollegen im Ober- • sten Rate willkommen hieß, und den Wunsch aussprach, der strahlende Sonnenschein, und die günstigen klimatischen Wirkungen des Versammlungsortes möchten die Teilnehmer der Konferenz konziliant stimmen und eine glückliche Lösung der zur Behandlung stehenden Fragen günstig beeinflussen. Briand schlug die Bildung zweier Ausschüsse vor, von denen der eine sich mit den Reparationen und der andere mit der Frage des Wiederaufbaues Europas beschäftigen soll. Hierauf erteilte er Lloyd George das Wort.
Die Rede Lloyd Georges.
Wochenrückblick.
Die deutschen Politiker fast aller Parteien, soweit sie sich in der Öffentlichkeit äußern, schwanken jetzt zwischen Pessimismus und Optimismus; zumeist ziehen sie sich nach chrem Für und Wider ins dunkle Loch des Pessimismus zurück. Später, in Zähren, ja, da kann uns die Sonne noch einmal leuchten, aber die Konferenz von Eannes wird uns nur die Schauer von Schnee und Regen ins Gesicht jagen. Wenn wir über die oft recht drastischen Verwarnungen Frankreichs durch die englische und amerikanische Presse in den letzten Tagen baß erfreut waren, wenn uns die Stimmungen in der Umgebung des amerikanischen Präsidenten und die Anträge in den parlamentarischen Körperschaften wohltuend durchrieselten, so sahen wir dabei zunächst in der Hauptsache die Auswirkung dieser Feststellungen und Erkenntnisse in der inneren Politik Deutschlands, in der Zurückdrängung jener schaden- frohen Ankläger und Kritikaster an allem und jedem, was eine andere als ihre weltverbessernde Weisheit dem deutschen Schicksal
Der „Tcmps" über eine Gntspannnng zwischen Frankreich und Deutschland.
Paris, 6. Jan. Der „Tem PS" erklärt, das allgemeine Programm für bl? Abtragung der deutschen Schuld müsse nrlwen- digerweise auf eine grvßangelegte Kn dit - operation hinstreben, die nur dani gelingen könne, wenn ihr ein Abkomme i be- züglich der Schulden der Alliierten unb eine politische Entspannung zwi' ch en Frankreich und Deutschland vrraus- ' gegangen sei. Deutschland werde nur dann
en lassen.
Was hilft's? Die Linkspvst verfügt nicht mehr über die alten feurigen Rosse von früher, und an der Wende eines Krisenjahres stehen Enttäuschungen, die bei der Fwntabschreiwng nach Links mit jedem Schritte als größer und bitterer sich erweisen. Innerhalb der Mehrheitssvzialdemokratie hält man die wahren Herzensergüsse vielfach zurück, aber manchmal kommen doch Geständnisse heraus, die oüher ganz unglaublich gewesen wären. So hat der „Vorwärts" in der Schuldftage in einer seiner letzten Rummern sogar Hinden- bürg und dem Kaiser eine gewisse Gerechtigkeit widerfahren lassen und der deutschen Politik nur vorgehalten, daß sie so dumm gewesen sei, die Ränke und die Kriegstreiberei der Entente nicht zu durchschauen. In der sozialistischen Halbmonatsschrift „Der Firnwerden in einem Rückblick auf das verflossene Jahr ebenfalls allerlei Wahrheiten zusammengestellt, die für die Beurteilung der Zeitlage bedeutsam sind. Sv heißt es darin: „Die Akten, die unsere peinlichen Registratoren des politischen Erkennungsdienstes in das mit dem Etikett „fortschrittlich" ausgezeichnete Fach gelegt haben, werden von dem Weltensturm nicht viel respektvoller behandelt als die siegelbeschwerten Pergamente in dem Kasten des Aeberlebten." Es wird in dem Heft mit einigem Hohn dargetan, wie besonders die Räteprvgramme, die „himmelhochjauchzenden" Stimmungen der Novembertage, heruntergekommen seien. Die Kommunisten in Rußland seien heute ganz tim Ende, nachdem Lenin und Trotzki den Kapitalismus wieder ins Land gerufen hätten. Die Internationale sei tot. Die Arbeiter der Siegerstaaten hätten mit Behagen zugesehen, wie ihre meist monarchischen Staaten der deutschen Republik mit der Siegerfaust die Kehle zuzudrücken sich anschickten. Der illusionäre, konstruierende Sozialismus sei gewesen, das Leben gehöre dem reformistischen Sozialismus.
Die Anabhängigen werden demnächst in Leipzig ihren Parteitag abhalten. Dabei wird auch Über die Möglichkeit einer Wiedervereinigung mit der mehrheitssozialistischen Partei gesprochen werden. Ob die vom „Firn" festgestellten Tatsachen auch ini Lager Ledebours und Erispiens ein auf» dämmerndes Verständnis gefunden haben? Oder ob Herr Scheidemann Lust hat, ttvtz des Riederbruchs des konstruierenden Sozialismus den Befürwortern der Diktatur des Proletariats bundesbrüderlich entgegen zu formen?
Die erste Sitzung der Konferenz der alliierten Mächte hat im Nautischen Klub um 11 Ahr vormittags unter dem Borsitz des Ministerpräsidenten Briand stattgesunden. Nachdem der Ministerpräsident die Delegierten begrüßt hatte, hat aus seine Aufforderung Lloyd George seine Ansicht über die allgemeine Wirtschaftslage Europas auseinandergeseht und gewisse Vorschläge formuliert. Die Führer der verschiedenen Delegationen haben ihre grundsätzliche Zustimmung zu diesen Vorschlägen ausgesprochen, die im Ausschuß unterbreitet wurden, der heute nachmittag 31/? Ahr zusammentritt und gebildet wird aus den Ministerpräsidenten und den Ministern für die auswärtigen Angelegenheiten. Andererseits ist entschieden worden, daß die Finanzminister sich zu einer noch später festzusehenden Stunde vereinigen
Annahme von Hnjeigcn für die lagesnummer bis zum *Jlad)mutaq vorher ohnejede 'l>erbinölid)keit Dreis für 1 mm hohe für Anzeigen v 34 mm'Breite örtlich 70 *Pf., auswärts 90 'Pf.; für '.Reklamei Anzeigen von 70 mm Breite 3 ,0Pf. Bei Platz. Vorschrift20 .Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik. Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Aarl Walther; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen.
Der englische Premierminister führte aus: Diele Konferenz ist wahrscheinlich die wichtigste all derer, die seit tem Waffenstillstand stattgesunden haben, denn ihie Beschlüsse werten Don weittragender Deteu ung srin. Das Schicksal Europas hängt von der Zu- sarnmenar eit ter alitierten Mächte ab. Sie müssen die schwere Verantwortung aus sich nehmen, die sich aus dem Zustand ter wirtschaftlichen Zerrüttung ergibt, in ter weite Gebiete gegenwärtig darnieder!legen. Manche Leute behaupten, es sei unmöglich, die Aufgaben in Angriff zu nehmen, ohne die Vereinigten Staaten zu verletzen. Diese Gefahr ist nicht vorhanden, wenn die Konferenz entschlossen ist. an den Bestimmungen des Vertrages nichts zu ändern. Die Eintracht ter Alliierten sei für den Frieden unentbehrlich. Am sie zu verwirklichen, ist es nötig, daß die Mächte bereit sind, gegenseitig Opfer zu bringen und daß sie anerkennen, daß eine jede von ihnen soviel wie möglich Opfer gebracht hat. Lloyd George bemerkte hierzu, man dürfe aus der Tatsache, daß das englische Budget im Gleichgewicht sei, nicht schließen, daß England keine Lasten zu tragen habe. Gr sagte, gerate wegen der beträchtlichen Höhe ter Besteuerung sei dieses Gleichgewicht hergestellt. Z. B. sehe das ganze englische Budget allein sür Pensionen eine Ausgabe von 10 Millionen Pfund Sterling vor. Es ist eine undankbareAufgabefür feine Alliierten Mäßigung au predigen, wenn es sich um Deutschland und um die Deutschland auszuerlegenten Bedingungen handelt. Wer diele Rolle spielt, wird angeklagt, seine Alliierten Deutschland zu opfern. Es ist tatsächlich schwierig sich von dieser Beschuldigung zu reinigen. In Wirklichkeit ist es notwendig die Dinge so anzulehen, wie sie sind: Deutschland muh bezahlen bis zum höchsten Grade seiner Leistungsfähigkeit. Das erfordert die Gei-echligkett. Es tfl in allen zivilisierten Ländern ausgemacht, daß der, der einen Schaden angerichtet hat, ihn wiedergutmachen muh. Aber wenn das Arteil gesprochen ist, so muß man prüfen, in welchem Maße es ausgeführl werden soll. Wenn ter Vertreter Großbritanniens dafür eintritt, daß Deutsch-
solution angenommen:
Die auf ter Konferenz vertretenen Mächte sind einstimmig ter Ansicht, daß eine Win schuf tS- und Finanzlonferenz Anfang März einterufcn werten soll, zu ter alle europäischen Mächie ein- gelaten werden sollen, öie sind ter Ansicht, daß eine derartige Konferenz einen wirklichen und wesentlichen Fortschritt auf tein Wege zum wirtschaftlichen Wieterauchau Mittel- u id Osteuropas bitte. Sie sind ferner ter Ans cht, daß die Premierminister aller europäischen Rationen womöglich In Person an dieser Konferenz teilneymen stellen, damit den Anempfehlungen durch letztere so schnell wie möglich die Tat folgen kann. D e alliie ten Machte sind ter Ansicht, daß die Wi tercuhwl>me des internationalen Hand ks in ganz Europa, sowie die Entwicklung ter Hilfsquellen al.er Länder notwendig sind, um die Menge ter im Witt- schaftsleben Tätigen zu vergrößern und die Leiden, denen die Devöllerung Europas ategesetzt ist zu vermindern. Eine gemeinsame Anstrengung ter kräftigsten Staaten iß notwendig) um tem europäischen Wi ttchafts Y'tem lerne Widerstandskraft toteteruicb n. Diese Anstrengungen müssen die Beseittgung aller Hindernisse zum Gegenstand haben. Sie müssen auch auf die Bewilligungvonausgedehnten Kre- ditenan geschwächte Länder ausgedehnt werden, ebenso auf die Wiederherstellung normaler Produktionsbedingungen. Sie alliierten Mächte sind der Ansicht, daß die unentteh lichen Gvnndb.d ngu gm iL wlgm en sind: 1. Die Rationen müßen über Au tausch- mittel verfügen, allgemein gesp ochen: f:e müssen bezüglich des Finanz- und Geldwesens Bedingun- qen festfehen, die dem Hantel g-nirgend Scher- beiten bieten. Alle Rationen müssen sich verpflichten, von jeder Propaganda Abstand zu nehmen, die die Orbmmg oder daS politische System eine- anderen Lautes benachteiligen.
Alle Länder müssen gern ein tim die Ve-pflich- tung auf sich nehmen, von jetem Airgriss aus ihre Rachbarn abzusehen.
Eine Wirtschafts- nnd Finanz- Konferenz in Italien.
Cannes, 6. Jan. (HavaS.) Auf der heute nachmittag abgehaltenen Sitzung teS Obersten Rates wurde beschlossen, day die W i r t s ch a f t S - und F i n a n z k c- n s e - renz in Italien abgehalten werden soll. Die Vereinigten Staaten werden zur Teilnahme eingeladen werden.
Cannes, 7. Jan. (HavaS.) Die internationale Wirtschaftskonferenz wird In der ersten Hälfte des MonatS März in Italien wahrscheinlich in Genua, abgehalten werden. Amerika wird zur Teilnahme eingeladen werden, ebenso Rußland, letzteres unter !-en in der Resolution angegebenen Bedingung en.
politischem Gewicht bei weitem zu gering, um diesen Mangel irgendwie auSaleichen zu können." Der Boden sei für die kommenden Ereignisse und Entscheidungen s ch l e ch t vorbereitet. DaS Schlimmste sei. daß Wirth die Steuerfrage nicht „mit rücksichtsloser Energie forciert" habe; die außenpolitisch verhängnisvollen Folgen würden sich in Cannes erweisen. Damit erhält also die Entente einen Wink, ja nicht zu vergessen. Deutschland mit der Zuchtrute der Finanzkontrolle zu strafen. Dem demokratischen Blatt mißfällt es stark, daß in den Steuerausschüssen des Reichstags von einem einheitlichen Mehrheitswillen keine Rete gewesen sei und es stellt, wie ter ehemalige Reichsschayminister Dr. Scholz in seinem von uns wiedergegebenen Aufsatz, fest, daß bei den Absttmmungen recht häufig die bürgerlichen Parteien als Mehrhett gegen die sozialisttschen Patteien stimmten. Das eröffnet Perspektiven in ter inneren Politik, die den alten, ttaditionellen Oppositionsgeist ter Frankfurter Zeitung unwillig umpvrbrau-
lanb nicht zum Bankrott getrieben werten soll, betreibt er keine deutschfreundliche Politik. England hat kein Interesse daran, Deutschland zu schonen. Wenn dieses ruiniert wird, würde England der erste sein, der Vorteil daraus zieht. Wenn England dagegen Mäßigung zeigt, so gesch eht das, weil das ten allgemeineren und grohzügeren Interessen Europas und ter Welt entspricht. E s muß vermieden werden, Deutschland in das Chaos zu stürzen, in dem Rußland gegenwärtig barnieterliegt. Wenn die sozialem Zu stände in Deutschland zerrütte t w e r d e n, so wird es sich infolge seiner Fähigkeiten und infolge des Temperaments seiner Einwohner in viel gefährlicherem Maße für seine Nachbarn erheben als Rußland. Diese Erwägungen haben die britische Regierung ttotz der Proteste, die sich in Europa und England erhoben haben, dazu gebracht, zur Vorsicht und Mäßigung zu raten. Lloyd George erklärte, daß in ter Reparationsfrage die Leistungsfähigkeit Deutschlands durch ten Wert seines Ausfuhrhandels zum Ausdruck komme. Die Alliierten seien erstaunt darüber, daß Deutschland ttotz seines fortgcsch 'itte ten indust teilen Systems un> t oh der Produktivität seiner Fabriken so viel Schwierigkeiten habe, seinen Verpflichtungen zu entsprechen. Tatsächlich ist die Lage so, daß die Deutschland benachbarten Länder, mit ten en der
deutsche Hantel die lebhaf eßen De-ießungen unterbau, auf industriellem Gettete zusammengebvo- chen und von der Handelsakte Europas gesttichen sind England hat selbst große Handelsbeziehungen zu Polen Rußland und Oesterreich-Angarn gehabt AuS solchem Austauschvcrkehr c gibt sich die international? Wvll ahrt ter We t Unter ten gegenwärtigen Amstänten leite England unter einem sehr großen Hebel. Die Arbeitslosigkeit belaste das englische Budget schwer. Be^ g i e n leite an einem ähnlichen Hebel Auch dort wie in Italien sei die Arbeitslosigkeit drückend. Frankreich befinde sich durch seinen großen Bestandteil an Landbevölkerung und durch die infolge des Wiederaufbaues ter zerstörten ©ebiete* geschaffene Arbeitsmöglichkeit in einer etwas besseren Lage. Zutimmenfa s nd könne gesagt werten, die allgemeine Gesundheit ter Welt ttanke. Die Alliierten müßten die Wiederherstellung übernehmen. Die Vereinigten Staaten könnten das Beste dazu beitragen, aber man dürfe ihren Beschlüssen nicht vorgreifen.
stürzen.
Die tote Galerie schöner Männerfopfe des Kabinetts Wirth ist nur an Sonn- und Feiertagen zugänglich; es weht darüber ein GrabeSduft des Vergangenen. Selbst die Frankfurter Zeitung erschauerte jüngst, als sie die Galerie wieder einmal betrachtete. „Einen Finanzminister, einen Außenminister hat", so erklärte das Blatt voll bitterer Bewunderung ter „einen Person des Reichs- ^uptrnidftr"eMonff OTnOTmiftemIberichterstatt-r bef2tqentur in ©anneS
d-3 ist an Persönlichkeitsg-wicht, an l meldet: Ministerpräsident Drtand eröffnete
Kleinasien und Rußland die gleiche Haltung annehmen. Um die Wett toieterberxuHellen, gebe es nur einen Weg, den Frieden. Er schlage die Einberufung einer Konferenz vor, auf ter alle europäischen Länder vertreten fein würden. Rußland müsse man die Bedingung stellen, daß es die Grundsätze ter zivilisierten Halumen beachten und jede Propaganda unteriahen wolle.
Danach erklärte D o n o m i. er schließe sich ter Ansicht Lloyd Georges an und stimme ter Anerkennung ter Dowjelregierung unter ten gemachten Bedingungen zu. T h e u n i s gab eine ähnliche Erklärung ab. Der japanische Delegierte Gras Ishil gab noch einige Detailbemerkungen bezüglich ter Rußland gegenüber eiitzulchlagen» ten Haltung. A l s letzter sprach Briand. Er stimme grundsätzlich dem Vorschläge Lloyd Georges zu. vorausgesetzt, daß einige Einzel- beiten einer sicheren Prüfung unterzogen wurden. Man solle sich nicht von ©entimenialitätcn leiten lassen. Die Alliierten nähmen eine schwere Aufgabe aus sich. Man erwecke Hoffnungen bei den Völkern, die nicht ohne Gefahr getauscht werden dürften. Die Fühlungnahme mit Rußland müsse von sicheren Garantien begleitet sein. Die von Lloyd George vorgelchlageneu Maßnahmen seien befriedigend, sie möchten heute nachmittag im einzelnen betrachtet und teUiveije verbessert werten.
Rach tet Ansprache BriandS wurde die Sitzung geschlossen. Der Vorschlag Lloyd Georges. wurde im Grundsatz angenommen und die Prüfung auf die Rachmittagssltzung des Ausschusses verwiesen.
Die Einigung auf eine Enischliestnng.
Cannes, 6. San. (WTD.) In seiner heute nachmittag abgehaltenen Sitzung hat der Aasschutz der Konferenz folgende Re-
Ur. 6
Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. MonallicheNezugspreiset fUlh 9.50 einschl. Trägerlohn, durch die Post Mk. 10 - einschl. Bestellgeld, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech. Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag and Geschäftsstelle 51. Anschrift für Druhtnach- richten: Anzeiger Siehe».
poftschealonto: $rantfnrt a. M. 11686.
Die Eröffnung der Konferenz in Cannes.
Paris. 6. Jan. (Wolff.) Heber die erste Sitzung desOberstenRats. die heute vormittag II Ahr begonnen hat und um 1 Ahr 15 nachmittags zu Ente ging wird folgendes offizielle Kommunique veröffentlicht:
Erster Blatt 172. Jahrgang Samstag, 7. Januar 1922
SietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Gegenüber tem Bolschewismus führte Lloyd George aus, es bestehe ein Vorurteil, ohne daß damtt die gewiß vorhandenen Gefahren geleugnet toerten tonnen, ^oer man be- Q ^uiiujiuuv — -----
trachte die Klagen ter Armenier uoeribrc Set- « ö « finten wenn es Vertrauen ein flöße, den. die sie auszustehen hätten. Man dürfe beim Deutschland daS sich In ständigem
Abschluß von Derttägen nicht Oie Türken an-1 unD em -yeuiiq/uuiv । j


