Ausgabe 
6.11.1922
 
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STnt gegeben werden, denen später ,,Wal­lensteins Tod- folgen wird. Die Trilogie ist je­doch auch für die Reihe der MonnementS- vorstellungen bestimmt.

Landkreis Gießen.

' Heuchelheim. 5. Rov. Heute nachmittag löurbe die von der Firma Mag Ions Feuerwehr- Ste-G. m. b. H U(m gelieferte 1 2 Meter

I e m e cha n ischc Feuerwehrle 11 e r in >esenhcit deS Bürgermeister-. einer Ufertre- tung des DemeinderatS und Vertretern der lie­fernden Firma durch Kreisseuerwehrinspellor DickorS nach den vertraglich vorgesehenen Be­lastung-Proben abgenommen und ber Gemeinde übergeben. Die Belastung-Proben haben allen Anforderungen entsprochen.

Areis Lauterbach.

* Lauterbach, 4. Rov. Unser neuer Bürgermeister Walz wurde gestern abend von dem KreiSdirektor v. Werner in Gegenwart des gesamten Stadtvorstandes in sein Amt eingeführt. Die Uebernahme her Dürgermeistergeschäfte erfolgt am 15. ds. Mts. Der Kreistag des Kreises Lauterbach hat den Voranschlag der KreiSkasse für das Rechnungsjahr 1922 In Einnahme und Ausgabe auf 5 998 799,64 Mk. festgesetzt. Als Ertrag der Umlage sind 3V8 Millionen Mark in den Etat eingestellt.

Kreis Schotten.

Laubach. 5. Rov. Die Sektion der Leiche^ der von ihrem Ehemann, dem Gerichts- Vollzieher Heckel, vorgestern auf offener Strahe erschossenen Frau, worüber wir gestern berichtet, bat ergeben, dah vier Kugeln getroffen haben. Heckel hatte am Morgen einen Termin im Ehescheidung-Prozesse mit feiner Frau gehabt und offenbar das seelische Gleichgelvicht ganz verloren. Rach der Tat eilte er nach Hause, rief aus: .Hetzt habe ich die Ehe geschiedenI", Musch sich die Härwe und stellte sich dem Gericht.

Kreis Friedberg.

Sf. F r r e d b e r g, 3. Rov. Stadtverord­nete n s r tz u .i g. Gin Gesuch der LandeSwander- bühne um weitere finanzielle Unterstützung durch die Stadt must abgelehnt werden, Heizung und Beleuchtung des Lokals ist bereit- früher bewll- ligt worden. Die TfMcggebübren werden von 30 Pf. auf 3 Mark erhöht, die Mindestgebühr be­trägt für Kleinvieh 30 Mark und für Grohvieh 100 Mark. Die Mietfestsehuna für die städti­schen Wohnungen nach dem Reichsmietengeseh wird genehmigt. Für den Ausbau der Ober- realschmle werden zur Anschaffung von Lehrmitteln 174 000 Mark bewilligt. Ein großer eTil be­reits beantragter und beschlossener Arbeiten wird aus finanziellen Gründen wieder aufgehoben. Sine lange und teilweise sehr erregte Debatte ent- spinnt sich über die Lohnerhöhungen der städti­schen Arbeiter, da große Differenzen zwischen dem Angebot des Marburger Städteverband- und den Forderungen der Arbeiterschaft bestehen. Rach den Forderungen der Arbeiter würde sich der Gehalt eines städtischen Arbeiters aus durchschnittlich 550 000 Mart jährlich stellen. Die Entscheidung soll durch das Schiedsgericht erfolgen. Ein Gesuch des Vollzugsausschusses des Gewerkschaftskartells um Bereitstellung von Geldmitteln zur Deckung deS Winterbedarfs wird abgelehnt. 3n nicht­öffentlicher Sitzuna wurde der frühere langjährige Beigeordnete uno Landtagsabaevrdnete Carl Damm zum Ehrenbürger der Stadt Fried­berg ernannt.

* Bad -Nauheim, 4. Rov. Der Re- formbund der G u t S h ö f e hat für die minderbemittelte Bevölkerung unserer Stadt einen Waggon Kartoffeln unent­geltlich zur Verfügung gestellt, Die Liebes­gabe ist durch das Wohlfahrtsamt verteilt worden.

Kreis Wetzlar.

el. Wetzlar, 3. Rov. Auf eine Anfrage des GenevaldirettorS der preußischen Staatsarchive hin, ob die Stadt Wert darauf lege, das Staats- a r ch i v zu behalten, hat sich die Stadtverordneten- Dersammlung setzt für sein Verbleiben in Wetzlar entschieden n. m.ntlich weil das Archiv, dar ausschließlich Reichskammergerichtsarchiv ist, das Einzige ist, was an die für Wetzlar glänzende Zeit erinnert, wo das höchste Reichsgericht hier tagte (16901806). Es enthält die Matrikel mit der Eintragung Goethes, Steins und vieler be­deutender Huristsn, und es umfaßt eine erstaun­liche Menge von Prozestalten, die eine unerschöpf­liche Quelle für genealogische und familien­geschichtliche Studien, für Stammbaum und Wap­penkunde sind, und die jährlich eine graste Zahl von Gelehrten u ad Laien nach Wetzlar ziehen. Die Dibli-thek ist für Historiker durch die Kamerad fotenbei, andere Kameralweröe und viele Rach- schlagebücher wertvoll. Manche mittelalterlichs Pergament-Handschriften finden sich bn Archiv als Mtendeckel, viele Allen bilden reichen Stoff zu kulturgeschichtlichen Forschungen. Der Gxtheverein urtb der Geschichtsverein zu Wetzlar würden durch die Umlegung des Archivs eines wichtigen Hilfs­

mittels beraubt worben sein. So ist es in wissen­schaftlicher und in wirtschaftlicher Hinsicht erfreu­lich. dast das Kcrmnrergerichtsavchlv der Stadt Wetzlar erhalten bleibt.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 5. Rov. 3n der ersten Woche feit Erlast des Aufrufes deS Ver­eins Frankfurter Winternot find die- em mehr als40Millionen Mark an Spen­den zugeflossen. Reben diesen Geldspenden über­wiesen auch Landwirte der Umgebung dem Verein namhafte Spenden von Kartoffeln und Gemüsen.

Schlichtungsausschust der Provinz vberhessen.

Verhandlung vom 3. Rovember.

Heber die Entlohnung der kaufmännischen Angestelllen im GiestenerGrohhandel er­ging folgender Schiedsspruchs 1. ab 1. Oktober 1922 find die In bem Schiedsspruch der Schieds- stelle für die Industrie am 2. Rovember 1922 festgelegten Gehaltssätze mit einem Abschlag von 3 Prozent zu zahlen, jedoch mindestens die in dem Schiedsspruch der SchtÄ>sstelle für den Klein- haiwel bestimmten Sähe. Die Zulagen der Ver­heirateten und Alleinstehenden sind wie im Klein­handel mit 1000 und 500 Mk. zu zahlen. 2. Mit Rücksicht auf die fortschreitende Teuerung wird empfohlen, am 15. Rovember 50 Prozent des Ollobergehaltes als Dorschuh auf die Rovember- Vergütung auSzuzahlen.

3n Drei weiteren Gesamtstreitigkeiten ver­ständigten sich die Parteien ohne öffentliche Ver­handlung.

Dem Lapdwirt H. PH. Dietz in Büdes­heim gab der Schlichtungsausschuh die tarif­lich? Entlohnung eines Knechtes auf. Der Vor­sitzende verhängte gegen Dietz 100 Mk. Strafe wegen unentschuldigten Ausbleibens.

Dem Weiterbeschäftigungsantrag eines Pri­vatförsters des Hardthofs konnte nicht statt- gegeben werden. Vier Grubenholzarbeller von Lich wurden mit ihren etwaigen Ansprüchen aus ihrem abgelaufenen Arbeitsverhältnis bei der Holzhandlung Gebr. Cloos auf den Rechtsweg verwiesen. 3n beiden Fällen konnte nur eine Verstäirdigungsver Handlung geführt werden, denn Bettiebsrätegejetz und Denwbilmachungsverord- nung waren nicht anwendbar.

Kirche und Schule.

* Erledigte Schulstellen. Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in HergerS- Hausen, Kreis Dieburg, ferner eine Schul­stelle für eine evangelische Lehrerin an der Volksschule in Groh-Bieberau, KreiS Dieburg.

Vermischtes.

Sine MiMonensch^ebung.

Königsberg, 4. Rov. (WTD.) Rach drr Volkszeitung ist eS der Polini gelungen, eine Rtesenschtebung tn Kokain, Mor­phium und anderen Medikamenten auf- zudccken, die aus einem hiesigen groben Lager gestohlen wvrden waren, und jetzt mit Hllfe von in Königsberg und Eydtluhnen ansässigen Per­sonen ins Ausland geschmuggelt werden sollten. Angehörige aller Desellschafvsllasfen, insgesamt 27, wurden als Teilnehmer an der Millionen- schicbun^ gcsasttX Sie wurden teilweise dem Ge- richtsgesängnls zugeführt.

Der Mörder seiner Frau.

Berlin, 4. Rov. Mit einem Beil und einem Tranchiermesser mihhandelte der ttunk- süchtigte Schlosser K u ck e seine Frau zu Tode. Die Frau, die schon häufig seinen Mihhand- lungen ausgesetzt war, flüchtete, als sie die vergangene Nacht wieder mihhandelt wurde, zu ihrer Schwester. Der Mann folgte ihr, verletzte sie so, dah sie aus unzähligen Wun­den blutete, und schleppte sie in die Wohnung zurück. Heute morgen sand man die Frau tot im Hofe liegen. Kucke wurde verhaftet.

Das Ende eines RäuberchauptmannS.

B e r l i n, 5. Rov. (WTB.) Willi O p i h, der zuletzt vor drei Monaten durch seine aufsehen­erregende Flucht aus dem Gefängnis Tegel von sich reden machte, wurde gestern im Kamp mit Kriminalbeamten durch mehrere Schüsse so schwer verletzt, dah er feinen Verletzungen erlag. Opitz hat vier Menschenleben auf dem Gewissen. Wenn er bei seinen vielen Straftaten irgendwo erkannt und festgenommen werden sollte, griff er ohne weiteres zur Pistole und schob alles nieder, was ihm in den Weg kam. Die Beamten, die ständig mit ihm im Kampfe lagen, da der Schwerverbrecher nicht weniger als viermal ausgebrochen war, konnten ihn stets nur unter Einsetzung ihres Lebens un­schädlich machen. Opitz, Der eine ganze Reihe schwerer Raubüberfälle und schwerer Einbrüche verübte, hatte immer eine mehrköpfige Bande zur Seite, so auch bei seiner letzten

Straftat tn Berlin, wo er am 30 Huni 1921 mit sechs Mann auf dem Bahnhof Warschauer Strafte den Eisenbahnbeamten Walter Dittmann und den Voten Otto Friedrich überfiel und ihnen 118 000 Mark Lohngeldcr raubte und mit einem bereitstehenden Automobil davonfuhr 3n der letzten Zeit tauchte er plötzlich in der Gegend des Zentralviebhoses auf, wo er in einem Lokal tn der Rigaer ©trabe den Bankhalter machte und unter den Fleischergesellen vom Viehhof regen Zuspruch hatte In der Rächt zum Sonntag schritt die Kriminalpolizei zu seiner Festnahme Um unauffälliger zu erscheinen, legten mehrere Be­amte, die Opitz kannten, die grüne Uniform der Schutzpolizei an So schöpfte Opitz zunächst keinen Verdacht, als wenige Minuten vor ein Uhr meh­rere Beamte tn grüner Uniform in da- Lokal traten; trotzdem hielt Opitz es für angebracht, zu verschwinden. Als er aber das Lokal durch einen Hinterausgang verlassen wollte, nahm er wahr, bab dieser Ausgang von mehreren Kriminal­beamten umstellt war. Sofort zog er au- beiden Seltentaschen bereitgehaltene und entsicherte Pi­stolen, um mit beiden Händen auf die Beamten zu schieben. Auch die Beamten hatten die Waffen schubfertig in der Hand, und noch ehe Opitz los- drücken konnte, brach er von mehreren Kugeln ge­troffen zu Boden In der Charit^ wurde er sofort operiert, doch verstarb Opitz an innerer Verblutung. Es besteht der dringende Verdacht, dah Opitz auch der Anführer der Automobil­räuberbande gewesen ist, die da- Postamt Heger­mühle ausplünderte.

* DaS Tanzprogramm des Winter-. Die Tänze dieses Winters werden keine Ueber- raschungen bringen, and die Reulgkeüen im Dall- soal beschränken sich auf gewisse Raancen, die aber sehr streng beachtet werden müssen. Die Zeit der oeriütftcn Tänze" ist vorbei und waZ an solchen Reuerangen, wie demKamelschritt" ober'Bären» lanz" aus Reayork und anderwärts her berichtet wird, hat keine Anwartschaft darauf, in besseren Kreisen Eingang zu finden. Die wichtigsten Tänze bleiben dieselben. Der Fortrott wird sich nur sehr wenig von der F)vm deS Fortrotts unterscheiden, die auf den groben Tanzturnieren des S)miners vorgeführt wurden. Der Tanz ist etwas mehrex­pressionistisch" und nicht hmechanisch" wie früher, ei ist dem Dost m sehr ähnlich, den man Oli bim Kilege tanzte. Der Walzer wird wahr­scheinlich sehr viel beliebter sein als im ver­gangenen Hahr, wo er erst langsam Im Tanzsaal wieder heimisch wurde. Die Gewohnheit, Fixtrott, zu einer Walzermelodie zu tanzen, verschwindet mehr und mehr, da die Tänzer daS Barbarische Dieses Brauches einsehen und dem Walzer wieder Geschmack finben. Weder beim Walzer noch bei irgendeinem anderen modernen Gesellschaftstanz darf man die Schritte auf den Zehen ausführen, und wenn man Schritte nach vorwärts oder rück- wärts macht, mutt das linke Knie beinahe gegen das rechte ftofjen. Der Onestep verliert Immer mehr an Boden; dagegen gewinnt die neue Form des Tango immer mehr Anhänger. Es werden jetzt nur noch vier oder fünf Figuren des Tango ge­tanzt, dieMarcia", diePromenade", dieDemi- Vuelta", dieSentada" und derSpitzenschritt" oderZickzack". Alle diese Schritte finb einfach und können in' "einer Stunde gelernt werden, aber die Anpassung dieser Schritte an den neuen Tangorhyihmus, der nicht so melodiös ist wie der alte,' bereitet ziemlich Schwierigkeiten.

^üchertHd).

Band 21 der Brockhaus'schen Sammlung Reisen und Abenteuer'' behandelt das Werk StanleysAuf dem Kongo bis zuo Mündung". Stanley,der Held des dunkeln Weltteils", ift auch heute noch bekannt genug, als bab zum Lob seines spannenden Reiseberichts be­sonderes zu sagen wäre. Der Band behandelt die an Abenteuern überreiche gefahrvolle Reise auf und längS des mächtigen Kongostroms. 3m Anschlub an die SammlungReisen und Aben­teuer" hat der Verlag Brockhaus (Leipzig) eine neue Reihe unter dem TitelAlte Reifen, und Abente u er" ins Leben gerufen. Rüm­mer 1 dieser Sammlung, Fernao MagalhaeS, Die erste Weltumsegl ung, herausgcqeben von Dr. Hans Pllschke, gibt die beste Einführung. Die erste Weltumseglung, bie von der Expedition Magal- haes' in den Hahren 15191522 von Westen nach Osten ausgeführt wurde, war eine Heldentat son­dergleichen. Der Begleiter MagalhaeS' der Ita­lienische Ritter Antonio Pigafetta, dessen Tage­buch in dem vorliegenden Bande der Vergessenheit entrissen wird, war ein gewissenhafter Ehronist der Expedition.

3. G. Fichte, Die Bestimmung des Menschen. Mit einer Einleitung und Anmerkungen von Dr. M. Kronen berg. Verlag Strecker und Schröder, Stuttgart. Es ist nicht zweifelhaft, bab Fichtes Schrift über die Be­stimmung des Menschen für die unmittelbare Gegenwart erneute Bedeutung besitzt, da sie nicht nur theoretisch aufklären, sondern vor allem auch Im Sinne praktischer Hilfeleistung zu ernsthafter Selbstbesinnung führen und das Leben vertiefen und erneuern will.

Andrs Gide: Die Verliehe deS Vatikan, erschien im 3nselverlag in Leipzig.

Ds ist ein recht fesselndes Werk, daS Der be­kanntlich sorgsam wählende Verlag der deutschen Leserschaft vorlegt. Dieter Basscrmann hat das Buch in bester Weise In unsere deutsche Sprache übertragen, ohne Dabei der lebendigen Schreib­weise des Verfassers Abbruch zu tun Der 3nfeb vertag hat für klaren, gut leserlichen Druck gesorgt und dem Buche eine gefällige, wenn auch bei Zeit entsprechend, nicht üppige Ausstattung geben lassen.

F. W. Schmidt: Wilhelm Herr­mann. Ein Bekenntnis zu seiner Thwlogie. 'Ber- [ag H. C. B. Mohr (Paul Siebeck) H. LouPPfche Buchhandlung, Tübingen.

Sandel.

Frankfurt a. M., 4. Rov. Dör f en- stimmungSbllb. Am heutigen SamStag fand wieder Veikehr nur in Devisen statt. Die Detelll- gung am Handel war nicht bedeuteird. Der Dollar soll vormittags bis 6100. bi- 6050. bi- 5950 zurückgegangen sein, später trat wieder eine 'Be­fett igung ein; mit 6000 wurde er genannt. Für Effekten bestand 3ntcreffe. 3mmerhln Halle es den Anschein, dah sich für Montanpapiere Reatt- fatlonSncigung entwickeln wollte. Ds wurden viel jach Briesturse genannt. Auch 3nbuttrtcaEtlcn hörte man bei schwächeren Preisen. Ausländische Papiere unterlagen Schwankungen, die auf Die Bewegungen der Devisen zurückgeführt wurden 3m telephonischen Verkehr von Bureau zu Bu­reau wurden Türken- und ungarische Renten nich­tiger gesprochen. Man erwartet für Montag eine vorwiegend feste Tendenz bei unregelmäßiger Haltung.

Frankfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.)

Amtliche Dotierungen.

Datum:

3. 9touember

4. November

Gelb

Brief

Geld

Briet

Nntw.-Nrlissel .

40S,!)".

411.05

381,05

382,95

Holland......

2493,75

2506,25

2405,96

2422.05

Vonbon ......

2R5.2N

286.71

272,31

273,69

Pariö.......

439.1)0

442,10

414,95

417,05

Schweiz......

1157,10

1162.90

1100,25

1105,75

Spanien.....

906,50

981,50

917,70

022,30

Hialien......

272,80

274,20

253,85

255,15

VMabori'Ovorto

-

Dänemark....

1276,80

1283,20

1211,95

1218.05

yivrweaen ....

1165,05

1170,95

1097,25

1102,75

Schweden ....

1095,75

1704,25

1605,95

1614,05

.frclfbmforS. . . .

154,60

155,40

Renyork......

6234,35

0265,65

5960,05

5989,05

Deutsch'Ocsterr.

8,33

8,37

7,>3

7^7

Budapest.....

259.35

26165

236,00

288.10

Prag........

197,50

198,50

192,50

103,60

Sofia.......

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(3n einem Teil ber Auflage wiederholt.) Besprechungen zw schen Mussolini und dem italienischen Delegiert.m in der ReparationS- kommission.

Rom, 4. Rov. (WTD.) Stephani. Minister­präsident Mussolini empfing heute den Ita- lienifchen Delegierten bei der Reparationskvmmis- ftoit Salvago Raggi, mit dem er bie gegen­wärtig in Berlin zur Erörterung stehenden Fragen prüfte. Raagi verlieh sodann Rom, um sich nach Berlin zu begeben.

Ein neuer Plan DraddurhS?

Paris, 4. Rov. (WTD) Der berliner Berichterstatter desEcho de Paris" meldet, ber englische Delegierte Bradbu ry habe, wie eS scheine, seit seiner Anwesenheit in Berlin einen neuen Stabil i s ierungsplan für die Mark ausgearbeitet. ©4 gelte, noch einige Mei­nungsverschiedenheiten zu beseitigen. Man hoffe aber, noch heute nachmittag zu einer vollkommenen Einigung zu gelangen. Einer ber alliierten Dele­gierten erklärte bem Korrespondenten gestern abend, er fei op11mlstlsch und er glaube be­stimmt daran, dah bie Stabilisierung ber Mark möglich fei.

Der Wechsel auf italienischem Diplomaten­posten.

Rom, 4. Rov. (WTD.) Wie die Dlätter melden, werde Daron Avezana rricht zum Dot- schafter In Berlin, sondern zum Botschafter tn Washington ernannt

Gin türkischer Nationalfeiertag.

PanS, 4. Rov. (WTD.) Rach einer Mel düng derChicago Tribüne" auS 5^onstantinopel wird der 1. Rovember, ber Tag. an bem blc Rationalversammlung den Deschluh gefaht habe, den Sultan abzusetzen, zum National­feiertag erflärt.

Die Anklagen gegen König Konstantin.

Rom, 4. Rov. (WTB.) HavaS berichtet, ben Blättern zufolge werden gegen Exkönig Konstantin folgende Qlnfiagen gerichtet: 1. Dah er unter Verletzung der Verfassung Den tat­sächlichen Befehl über das Heer geführt habe und infolgedessen für den Zusammenbruch ver­antwortlich fei. 2. Dah er. obschon er davon überzeugt gewesen sei, dah seine Abdankung eine günstige Lösung ber nationalen Frage bet bei- führen würbe, sich nicht beeilt habe, abzudanken. 3. Dah er als Chef ber Armee seinen Posten vor dem Feinde Jofort nach ber Rieberlage von Asdania ausgegeven habe.

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