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Monats Versammlung chr bei Kamerad Schmid. »Die fremde Frau" und -.Teil. - LichifvielhauS, cgiahe" und.Der Dagno- n Schuhe der deut« nftaltet morgen im Lass hen Lichtblldewvttrag apen spricht über die

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4. Febi. Im SchtE Werkstatt ereignete sich,

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mtt den HauSonschtüllen berieten, tnti> die 3n- stallatronsftrmen tonnen nid;t schnell genug ar­beiten. Ißäbrenl) in S ich e n ha ttj en und Ä a u l ft o b das Ortsnetz auzgehaut ist, wird Me Fertigstellung des Ortsnetze« m Burk­hards noch eilige Wochen beanspruchen. Die strenge Kälte hat seither die Erbauung der Häls­chen für die Transformatoren unmöglich ge­macht. Ter Wunsch nach einer baldigen Ein­schaltung der Gemeinden ist allgemein, besonders grob aber bei denen, die lange mit ihrer 6nb schlietzung für den Anschluß geza adert hatten, weil sie meinten, nach dem Krieg gebe eS wieder genügend .Lampenole" zu kaufen.

Kreis Lauterbach.

h. Grebenhain, 2. Febr. Das Dundesfest des Vogelsberger Sängerbundes wi.d am 18. Juni d Z im benachbarten Bannerod stattfinden. Dec in diesem Ort be tehende Gesang­verein .Germania" verbindet mit diesem Feste die Feier feines 25jährigen Bestehens.

L. Herbstein, 5. Febr. Unter großer Beteiligung der Bewohner wurde heute Frau Lehrer Gerhardt beerdigt, die am Mittwoch auf der hiesigen Station unter den Eisenbahnzug geriet und tödlich verletzt wurde.

KrciS Schotten.

ti Burkhards, 4. Febr. Einen wohl gelungenen Unterhaltungsabend veran­staltete hier der Fußballklub Over-See­men. Den Theaterstücken war schon ti .e Vor­stellung für die Kinder am Vachmittag vvraus- gegangen.

tz. Gedern, 2. Febr. Bei der in den fürstlich Ortenbergischen Waldungen bei Ober- Seemen gestern vorgrnommenen Holzverstei- qerung wurden folgende Preise erzielt: Scheithotz 250 bi« 300 Mk., Prügelholz 140 bis 190 Mk.. Stockholz 110 Mk. pro Raummeter.

Laubach, 4. Febr. Heute tagte wieder in alter Weise imSolmfer Hof" die Lau - bacher Daumkircher oder Blasius- Gesellschaft. Es handelt sich um ein Rechts­altertum, das sich aus dem Mittelalter bis in die Gegenwart gerettet und das ehrwürdige Alter von mindestens fünf Jahrhunderten hat. Um das Hahr 1400, als unser Heimatort sich zur Stadt enttoldclte, wurden verschiedene Dörfer der Umgegend zu Wüstungen. Die Bewohner dieser ausgegangenen Dörfer siedelten nach Lau­bach über, freiwillig, ohne jede Rötigung. Die aewöhnliche Angabe, daß ein Abt von Fulda diese Dörfer zerstört habe, ist ebenso falsch, wie die von ihrem Untergang im Dreißigjährigen Krieg. Zu jenen ausgegangenen Dörfern gehört auch Daumenseen oder Baumkirchen. Din ileberreft bi cf es Dorfes ist dieDaunckircher" Mühle bei Freienseen, die jetzt auch allgemeiner aach einem früheren BesitzerHöres-Mühle" ge­nannt wird. 3n ihrem neuen Wohnsitz bildeten nun jene Zuwanderer ein geschlossenes Gemein- Desen, das durch das fortdauernde aemeinschaft- liche Eigentumsrecht an der Allmende der alten Heimat zufammengehalten wurde. Diese Gesell­schaft bestand noch vor einem Hahrzehnt aus 36 Besitzern der alten Daumkircher Wiesen, die jedoch beute auf 29 zusammengcschmolzen sind. Cie haben zugleich das Recht der Mitbenutzung des alten Daumkircher Weidelandes. Rach den Satzungen einer alten Ordnung, die in ihrer letzten Fixierung auf das Jahr 1701 zurückgeht, wird das Gelände alljährlich auf 0L Dlasiustag (3. Februar) in 15 Losen wechselnd unter den Anteilberechtigten durch einen besonderen Schult- heiß verlost: das Gelände umfaßt etwa 15 Mor­gen Wiesen. Früher fand ein feierliches Mahl auf dem Rathaus statt. Die Tagung begann früher um 10 Uhr morgens: heute begann sie um 2 Uhr. Um 4 Uhr fand gemeinschaftlicher Kaffee mit Eierwecken statt. Als Schultheiß amtierte Landwirt Heinrich Greifer, alsEhren- schultheiß der Veteran von 1870/71, ßaljmamt; er ist seit 50 Hahr en Mitbesitzer. Um 8 Uhr fand vom Solmser Hof aus nach der Wohnung des Schultheißen ein Fackelzug statt. 3n dessen Hause schloß sodann die Sitzung. Es ist ein Verdienst der Behörde, daß sie diese alten Rechtsverhältnisse im neuen Grundbuch sichergestellt hat. Am verflossenen Donnerstag begann am hiesigen Gymnasium Fridericianum die schrift­liche Maturitätsprüfung. Fünf Prüflinge nahmen daran teil. Das mündliche Gramen soll bereits um die Mitte deS Monats stattfinden.

Kreis Friedberg.

Sf. Friedberg, 3. Fcbr. 3n der gestrigen vtadtverordnelensihung wurden bei Beginn die beiden neugewählten Deigeordneten LangSdors und Leuchtgens, sowie die an lecen St.'Ile gerügten Stadtverordneten Boßler und Dietz vvni Bürgermeister eingeführt und verpflichtet. Auf Antrag des Beigeordneten Langsdorf soll die Dergkaseme mit einer neuen Lichtleitung bei einem Kostenaufwand von 27 000 Mk. versehen werden. Sodann gibt der Bürgermeister einen ausführlichen Bericht über die Ursachen und den Verlauf des nunmehr glück­lich beigelegten Streiks der Studieren­den. Aus diesem Berichte geht hervor, daß die ganze Angelegenheit sehr übertrieben worden ist, und daß wirlliche tieferliegende Konfliktsgründe nicht vorhanden waren. Die Verhandlungen, die in durchaus gemäßigter Form geführt wurden, haben ein volles Einverständnis ergeben; der seitherige Direktor der Anstalt, Kern, tritt von seinem Amte zurück und den Studierenden wird gestattet, einen Friedberger Bürger als ihren Vertreter in das Kuratorium zu wählen. Die Hauptschuld an der ganzen Angelegenheit trage die alle Grenzen überschreitende Verhetzung des hiesigen Kaufmanns D o l ck m a n n, der seinen ganzen Einfluß dazu benutzt hat, eine tiefgehende Erbitterung hervorzurusen. Die Stadt wird sich

bei der Regierung dafür einsehen, daß die An­stalt in Zumnft den Ramen Polhtechnikum führen kann. 3n einer anschließenden geheimen Citjuqg wurden die Pachtverträge zwischen der Stadl Friedberg und der Gemeinde Ockstadt und dem Freiherrn von Frankenstein über das Ge­lände des Exerzierplatzes und der Schiehstände, soweit es nicht für Zwecke der Schupo benützt wird, genehmigt. Die von dem Zweig- verein Schillerschule des D. H. E. ver­anstaltete Abendunterhaltung fand einen so lebhaften Zuspruch, daß der Saalbau bis zum letzten Platze gefüllt war und auf allgemeinen Wunsch in der nächsten Woche eine Wiederholung stattsinden soll. Das von dem Führer bei Gruppe, Dr. Riedel, in feinsinniger Weise zusammen- gestellte Programm zeigte in seinem ersten Teile Walohaus"-Szenen au« dem Wanderleben, und gab den mitwi-lenden jungen Damen reiche Ge­legenheit. ihr Können in musikalischer und dekla­matorischer Hinsicht zu entfalten. Den Schluß bildete das vorzüglich gespielte Lustspiel von Kotzebue®lc gefährliche Rachbarschaft", das einen großen Heiterkeitserfolg erzielte.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 27. 3anu ir 1922.

Der Bauunternehmer Heinrich H. von Frank- furt a. M. wandle sich im Herbst 1919 an den damals dort wohnenden Kaufmann Kurt R. mit der Frage, ob er nicht wisse, wie er etwas ver­dienen tonne, da es ihm finanziell schlecht gehe: er meinte, mit Mehl sei doch wohl etwas zu machen. R. trat seinerseits mit dem ihm be­kannten Mühlenbesiher LouiS CH. zu Griedel in Verbindung, der sich auch nach längerem Zögern bereit erilärte. Mehl zu liefern. Er verkaufte denn auch 100 Zentner Weizenmehl an H. zum Preise von 4,93 Mk. für das Kilogramm; R. sollte eine Provision von 20 Pf. pro Kilogramm erhalten. Mitte Oktober 1919 holte H. 50 Zentner Mehl ab und verkaufte sie in Frankfurt zu 7,50 Mark pro Kilogramm an verschiedene Bäcker weiter. Als er am 27. Februar 1919 die rest­lichen 50 Zentner holen wollte, wurde er fest­genommen und das Mehl beschlagnahmt. 3n der heutigen Hauptverhandlung waren die Angeklag- ten im wesentlichen geständig. Das am 2. Fe­bruar verkündete Urteil lautete gegen H. auf 2 Monate Gefängnis. 25000 Mark Geldstrafe und Einziehung von 4440 Mark übermäßigen Gewinnes, gegen Ch. auf 25 000 Mark Geldstrafe und Einziehung von 14 500 Mark, gegen R. auf 2000 Mark Geldstrafe.

Gießen. 2. Februar 1922.

Wegen des Eisenbahner st reiks konnte nur eine Sache verhandelt werden. Angellagt waren der Arbeiter Emil Wilhelm W. und der Fakturist Hans H.. beide von Gießen, ersterer wegen zweier älrkundenfälfchungen in Tateinheit mit Betrug und eines Erpres - sungsversuchs, letzterer wer,en Beihilfe hier­zu. Die zeitraubende Verhandlung endete damit, daß W. über den Antrag des Staatsanwalts hin­aus zu 1 3 a b r Gefängnis verurteilt, H. mangels Beweises freigesprvchen wurde. Die sofortige Verhaftung des W. wurde angeordnet.

Kirche und Schule.

I Hartenrod, 3. Febr. Die seit 7 Wochrn unter Leitung von Fräulein Mutschler hier befindliche Kreishaushaltungsschule schloß heute den Kursus mit einer Prüfung, zu der vom Kreisamt außer den Eltern der Orts- und Schulvorstand eingeladen war. Zu Beginn der Prüfung teilte Bürgermeister Reeb mit, daß das Kreisamt wegen des Eisenbahnerstreiks nicht teilnehmen könne. Die in der theoretischen Prüfung durc^enommenen Fächer (Haushallung, Rahrunasmittellehre, Kochen, erste Hilfe bei Un­glücksfällen) zeigten, welche Gebiete in den sieben Wochm eingehend behandelt wurden, und wel­chen Fleiß Leiterin und Schülerinnen auf ihre Auf­gaben verwandt hatten. Die Kochschule bot dann ihren Gästen Kaffee, Kuchen und Torten mancher­lei Art an, so daß man auch Proben von der Tüchtigkeit der Lehrerin und der Schülerinnen schmecken konnte. Aus der Versammlung wurde Fräulein Mutschler herzlicher Dank und An- erkennuna gezollt. Keine Gemeinde sollte ver­säumen. sich um den Kursus, der geringste Kosten verursacht, zu bewerben. Von hier nahmen 18 Frauen und Mädchen, aus dem nahen Harbach vier Mädchen teil. Leider konnte der Bericht­erstatter nicht solange in der Gesellschaft bleiben, bis die ^Wiener Schnitzel", von denen so ver­heißungsvoll in der theoretischen Prüfung die Rede war, aufgetragen wurden. Die Kochschule siedelt von hier nach Beltershain jiber.

Vermischtes.

Seuchenerkrankungen in England.

London. 4. Febr. (WTD.) Tas Mand- schwämmchenfieder breitet sich schnell weiter aus. Man meldet amtlich 73 neu? 3n- feklionsherde. Die Grafschaft Leicester und 5 andere Grafschaften sind auch ver'eucht w)rden.

Allertmnsfund in Athen.

Athen, 5. Febr. (WTD.) Bel der Aus­grabung des Fundamentes eines Hauses im Theseton ist ein B a S r e l i e f von bemer­kenswerter Kunst auS dem 5. vorchristlichen Jahrhundert zutage gefördert worden. Das Relief ist sehr gut erhalten und stellt 15 Jüng­linge dar, die sich zum Kampfe rüsten.

♦Sie Edel st einprobe mit Radium. Das Radium besitzt neben anderen merkwürdigen

Fähigkeiten auch die geheinmisvolle Straft, den Diamanten im Dunklen aufteuchten zu lassen, und es ist ein geradezu zauberhafter Eindruck, wenn beim Vorbeiführen des Radiums an einer Reihe von Edelsteinen einer nach dem andern al« flim­mernder Stern aufblitzt. Das Radium läßt sich also als ein Prüfstein für die Echtheit von ge­wissen Edelsteinen verwerten, die dazu nicht ein­mal aus ihrer Fassung genommen zu werden brauchen. 2luf diese Verwendung des Radiums macht Dr. Axmann in einem Aufsatz derMm- schau" aufmerksam, in dem er sich mit dem Radium und seinem Verhältnis zu den Edel­steinen beschäftigt. Selbst ganz undurchsichtige schmutzige Rohdtamanten werden durch diese« Zaubermittel zum Erglänzen gebracht. Das Leuch­ten beruht auf einem Fluoreszenzvorgang, indem der Stein die unsichtbaren 2ladiumstrahlen ver­schluckt und bann als leuchtende Strahlen wieder von sich gibt. Bei dieserTransformation" kurz­welliger unsichtbarer Strahlen in langwellige sicht­bare geht eine Veränderung de« Gefüges der Steine vor sich, die allerdings nur in Fär­bungen besteht. Rach den bereits verschiedenllich und nunmehr von Axmann von neuem vor­genommenen Versuchen über die verschiedenen Färbungen der Edelsteine durch Radium steht fest, daß farblose Steine die Verfärbungen unter Radiumstrahlen schneller und deutlicher annehmen als dunkelfarbige. Doch verändern sich manche Hellen Steine auch nicht. Während z. B. ein farbloser Diamant von Borneo nach vierzehn­tägiger Bestrahlung ein leuchtendes Zitronen­gelb aufweist, wird ein gleicher Stein brasiliani­scher Herlltnft gar nicht beeinflußt. Hellblauer Saphir au« Ceylon wird schon nach zwei Stun­den grün und geht dann allmählich in ein tiefes Goldgelb mit rötlichem Strich über. Der Stein ließ sich auch durch Erhitzen und Ausbleichen nicht wieder in den früheren Zustand zurück­führen, sondern behielt schließlich eine unver­änderliche goldgelbe Farbe, älnverändert bleiben unter dem Einfluß des Radiums bunfle Sa­phire verschiedener Art, sowie Rubinen aus Birma. Dunkelgrüner Smaragd aus Kolumbia wird nach einigen Tagen heller bis zum Hell­grün, rosa Topas aus Rußland erreicht nach zwei Tagen ein leuchtendes tiefes Orange. Beim Turmalin lassen sich nur farblose Sorten beein­flussen. 3m allgemeinen lassen sich durch Radium­strahlen die schönsten Diamanten ihres weihen Glanzes berauben.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Mon'ag, 6. Febr.: Mignon. Dienstag, 7.: Oberon. Mittwoch, 8.: Rachm. 3V- älhr: Epulezwirnchen, das Sonntagskind. Abends 7 älfjr: Der letzte Walzer. Donnerstag, 9.: Der Graf von Luxemburg. Freitag, 10.: Griseldis. SamStag, 11.: Martha. Sonntag. 12.: Siegfried. Montag, 13.: Der fliegende Holländer. Dienstag, 14.: Die Boheme. Mittwoch, 15.: Oberon. Schauspielhaus. Montag. 6. Febr.: Bakchos Dionysos. Dienstag, 7.: Penthesilea. Mittwoch, 8.: Die lustigen Vagabunden. Donnerstag, 9.: Bakchos Dionysos. Freitag, 10.: Robert und Bertram. SamStag, 11.: Egmont. Sonntag, 12.: Dorrn. 11 älhr: 4. Morgenfeier. Das germanische Epos. Rachm. 3 Llhr: Rathan der We.se. Abends? älhr: Die lustigen Vagabunden. Montag, 13.: Santon« Tod. Dienstag. 14.: Bakchos Dionysos. Mittwoch, 15.: DakchoS Dionysos.

Handel.

Frankfurt a. M., 6. Februar, Markuotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 8.2. 4.2.

Zürich Fr. 125 40 2,50 2,52

Amsterdam Fl. 59.20 1,31 1,33

Kopenhagen Kr. 88 80 2,44 2,47

Prag ....« Kr. 117 80

Stockholm ...... Kr. 88.80 1,93 1,95

Wien Kr. 117.80 3984,50 London. ....... Sh. 97.80 8,81 8 71

Paris Fr. 125.40 5,82 5.88

Aeuyork $ 23.80 -.4» -,49

Züricher Devisenmarkt.

4.2. 6.2.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 Fl. = 130.- 190.- Deulschland 100 = 2.50 2,55

Wien 100 Kr. = 0.17 0.17

Prag 100 Är. = 9.90 9.295

Pari« 100 Fr. = 42.80 42.80

London \ £ 22.04 22.05

Ztalien 100 2. = 23.80 2*35

Brüssel 100 Fr. = 40.85 40-90

Budapest 100 Kr. = 0.775 0-775

Aeuyork 100 $ 611.50 510.

Agram 100 Kr. = 165 1.70

Warschau 100 Kr. = 0,16 0,15

Büchertifch.

Douglas Webb, Roman von Rein­hold Conrad M u s ch l e r. (Verlag von Fr. Will). Grünow in Leipzig.) Aus der bunten, freien Welt hohen Gelehrten- und Künstlertums entwickelt sich hier in der farbigen Orientumwelt Kairos das individuelle Lebens- und Herzensschicksal innerlich reicher, geistig hochstehender Menschen. Der Held des Romans lebt im Raumrausche und in der hehren Läuterung seiner Sternenwelt an der Sternwarte von Kairo als Astronom. Edelste 3dealität leitet seine reine Reigung zur jungen Sängerin 3na Wilde, die aus der erhabenen Weltanschauung des Gelehrten fortftrebt in die blühende Leidenschaft des jungen deutschen Mu­sikers Stelio. Das Schicksal bringt sie durch schweren Untergang zur höchsten Läuterung, indes

StmaTa« Webb tn her ruhevollen Kameradin Ruth fein Glück findet. Sie groß gesehene Fabel ist in die mondäne Gesellschaft Kairos gestellt und in eine künstlerische ©ciftigfeit von großer Schön» leit

(3n einem Teil der Auftage wiederholt.) Der Rotverkehr im Frankfurter Bezirk.

Frankfurt a. M. 4. Febr. (WTB.) Die Einrichtung des Rotverkehrs im Bezirk hat »rohe Fortschritte gemacht, wenn auch der Platz Frankfurt selbst besondere Schwierigkeiten bietet. Es sind gestern sechs Güterzüge gefahren worden, ferner 68 Personenzüge (gegen 29 am Vortage). Ein regelmäßiger Ver­kehr mit zwei Zuapaaren ist eingerichtet auf der Lahnbahn, auf der Betzdorfer Strecke, zwischen Gießen und Hungen, Gießen und Burg-Riederaemünden, Lollar Grünberg, HerbornRiewerwalgem und Sillen« bürgStraheberSbach

Die Rheinlandkommission und da« Streikverbot.

K ö l n, 4. Febr. (WTB.) Die Rheinland- k o m m i s s i o n ließ dre Verordnung de« Reichspräsident en vom 1. Fed uar be­treffend das Streikverbot der Eiseni>ahnrr für das besetzte Gebiet zu, aber unter gewißen Vorbehalten, die sich aus dem Verhältnis der Eisenbahnen zu den Besatzurg behörden ergeben, Ter Befehl des Oberbefehlshabers der alliicrien Besahungsarmee vom 31. Januar 1922, wodurch den Eisenbahnern befohlen wird, alle Befehle der Feldeisenbahnkommission und b ren Organen nach- zukvmmen, ist ausdrücklich arsrechterhalten worden.

Verbrecherischer Anschlag auf einen Arbeilerzuq.

Stuttgart, 3. Febr. (WTB.) Rach dem n6taat«aHdeiger für Württemberg" wurde gestern im Feuersbacher Tunnel ein verbrecheri­scher Anschlag auf den Arbeiterzug Rr. 1792, Stuttgart Hauptbahnhvf ab 6,15 älhr nachmittag« durch Legen von Handgranaten auf die Schienen verübt. Ser Täter, der in kauernder Stellung von dem Wächter des Tunnel« gesehen wurde, aber im Rauch de^ Lokomotive deS vor- überfahrenden Zuges noch rechtzeitia entweichen konnte, hatte die Handgranate auf die Schienen gelegt, offenbar, um diese zu sprengen. Die eine Handgranate explodierte, während die andere scharf geladen an der Schiene vorgesunden wurde. Der Anschlag hat glücklicherweise keine melieren Schäden verursacht. Sie Polizei hat Nachforschun­gen nach dem Täter eingeleitet.

Festuahrne eine« Eisenbahnassistenten.

Berlin, 3. Febr. (WTD.) Auf dem Gör- liherBahnhof in Berlin wurde ein Eisen- bahnasfistent fest genommen, der ar­beitswillige Bahnbeamte zum Streik aus forderte.

Ein AbrüstungSentwurs Pershing«.

Paris, 4. Febr. (WTB.) Rach einer Ha- vasmeldung aus WashiNj ton tat General Per­shing dem Kongreß einen Gesetzentwurf unter­breitet, dmrch den d i e Zahl der Osstztcre des Heere« von 17000 auf 12 020 herabges«^ wird.

.Empfang bei PoinearS.

Paris, 4. Febr. (WTD.) Ministerpräsident Poincars hat geilem den Firanzminster und den Vorsitzenden der Reparationstommts^ s i v n empfangen.

Diplomatische Schritte der Angoraregierung.

L o n d o n, 4. Febr. (WTD.) Reuter meldet aus Konstantinopel: Don gut unterrichteter Seite wird mitgeteilt, daß der Kommissar für Aus­wärtige Angelegenheiten der Angoraregierung 3 u s f u f K e m a l demnächst nach Rom, Paris und London fahren wird, um mit den alliierten Regierungen in einen Meinungsaustausch einzutreten.

Ein russischer General in Pari«.

P a r i s, 3. Febr. (WTB.) Wie derOn* transiqeant" berichtet, ist als Delegierter der russischen Svwjetgenossenschaften General 3patietv heute mitGenehmigungder französischen Regierung in Paris eingetrvffen. Er wird sich einige Zeit hier aufhalten, um mit den industriellen Grup­pen in Berbindung zu treten. Der General hat sich auch einige Tage in Brüssel aufgehalten.

Die Papstwahl.

Rom, 3. Febr. (Europapreß.) 3n der heut« Mittag beendeten ersten Abstimmung des Konklave ist, wie zu erwarten stard, keine Wahl zustandegekommen. Der um 12.30 Uhr vom Kamin der Sixtinischen Kapelle aufftelgcnbc Helle Rauch ließ die den St. PeterLptah dicht beseht haltende Menge ti en Augenblick glauben, die Wahl sei fdpn vollzogen. Rach werngen Sekunden war der Rauch schwarz, was be­stimmt auf ein negatives Srgcb.ttS schließen ließ.

R)m, 3. Febr. Rachmittags 5>M Uhr flieg die zweite Rauchwolke auf Sie zeigte bu ch ihre Schwärze die Erfolglosigkeit deS Wahlganges an. (Frkf. Ztg.)

Luftpostderbindungen.

Berlin, 3. Febr. (WTB.) Für die nächste Zeit richtet die Pvstverwaltung zur Beförderung von Briefsendungen einen Luftpost verkehr auf den Strecken Ber­lin-Hamburg, BerlinDortmund, Berlin- Bremen, BerlinStettin und BerlinDres­den ein. Die Flüge finden jeden zweiten bzw. jeden dritten Tag statt: ebenso die Rück­flüge. Weitere Luftpostverbindungen sind ge­plant. '

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